Mittwoch, 5. Oktober 2011, 23.10 Uhr

"Ich war noch niemals in..."

Julia Winkler

Julia Winkler in der Rubrik Leben

... New York, noch war ich auf Hawaii, ebenso wenig bin ich je mit zerriss'nen Jeans durch San Francisco gelaufen. Hiervon kann ich sowohl wortwörtlich als auch sprichwörtlich ein Liedchen singen. Noch dazu kann ich das Lied um einige weiter Orte ergänzen. Es gibt so viele Länder, Städte und Plätze, an denen ich noch nicht gewesen bin und doch so gerne einmal sein würde. Besonders interessiert mich der nahe und ferne Osten und ganz besonders Nepal. In einem meiner letzten Blog-Einträge habe ich noch von der "Wundertüte Zukunft" gesprochen, davon, dass noch nichts feststeht und stattdessen alles kommen kann. Oder wie es Julius schon vor längerer Zeit einmal treffend formuliert hat: "Man kann seine Zukunft bis ins kleinste Detail durchplanen und am Ende kommt doch alles anders!"

Wird so bald meine Reiseroute aussehen?

So haben sich die ersten Planung bezüglich Psychologie in Regensburg erstmal in Luft aufgelöst, als Riccarda und ich eine Absage hierfür erhielten und sich Janna in der Zwischenzeit bereits für einen Auslandsaufenthalt in Indien bemühte. Vor kurzem habe ich dann per Nachrückverfahren tatsächlich doch noch eine Zusage für Psychologie in Regensburg erhalten - ich habe sie jedoch mit einem kurzen Schulterzucken gleich wieder beiseite gelegt, denn: Inzwischen habe ich mich bereits umorientiert. Und meine neuen Pläne gefallen mir 100 mal besser als die Vorstellung, mich gleich ins Studium zu stürzen. So habe ich mich einmal ausgiebig informiert und daraufhin am heutigen Tage eine Bewerbung für eine Projektmitarbeit in Nepal abgeschickt. Und das heißt, falls meine Bewerbung erfolgreichen sein sollte, werde ich womöglich vor Studienbeginn 2012 erst noch einmal ein paar Monate in Nepal leben und in einem humanitären/politischen Projekt mitarbeiten. Ich bin schon sehr gespannt. Noch diesen Monat erhalte ich eine Zu- oder Absage. 

In diesem Zusammenhang muss ich mit einem leichten Schmunzeln feststellen, dass die wirtschaftlich motivierte Kürzung der Gymnasialzeit auf 8 Jahre nur eher mäßig den Zweck erfüllt hat, die Schüler ein Jahr früher in das Berufsleben zu entlassen, da ich nun nur ein weiterer Kandidat in der -zumindest in meinem Freundeskreis- sehr langen Liste derjenigen bin, die nicht daran denken, gleich weiter zu machen, sondern erst einmal Atem holen und noch etwas erleben möchten.

3 Kommentare

  1. avatar Vo Minh Thu Tran sagt:

    Ich drück dir die Daumen, dass alles klappt! :)

  2. avatar Uli Krahn sagt:

    Haha guter Punkt von wegen Atem holen. Sehr philosophisch. Find ich gut, was du vorhast. Viel Glueck!

  3. avatar Klaus W sagt:

    Zitat: "die nicht daran denken, gleich weiter zu machen, sondern erst einmal Atem holen und noch etwas erleben möchten" Glücklich sind die, die sich das finanziell leisten können. Genieße es so lange es dauert auch von mir viel Glück, dass alles so klappt wie du es geplant hast.