Freitag, 4. November 2011, 18.19 Uhr

Aussie vs. bayerisches Studentenleben - Teil 1

Julia Winkler

Julia Winkler in den Rubriken Leben und Lernen

Während tausende Jugendliche in meinem Alter schon die "Unibank" drücken, ihre ersten Vorlesungen besuchen und in überfüllten Hörsälen Professoren lauschen, betreibe ich im Moment Weiterbildung der anderen Art. Und zwar die der kulturellen. Alles begann vor etwa zwei Wochen mit einem ganz speziellen Wiedersehen. Ich bekam Besuch aus Australien, Melbourne. Im Frühjahr 2008 habe ich nämlich über den Bayerischen Jugendring an einem Schüleraustausch mit Australien teilgenommen und diesen Sommer, 3 Jahre danach, hatte meine Austauschpartnerin von damals, Shelby McLean, genug Geld für den Flug zusammengespart, um wieder nach Deutschland zurückzukehren. Nachdem sie all meine Freunde, die noch hier sind, wieder getroffen und wir die heimatliche Gegend etwas unsicher gemacht hatten, machten wir uns daran, die Tatsache, dass wir im Vergleich zu damals beide 18 und ich im Besitz eines Autos und Führerscheins bin, vollkommen auszunutzen.  

Ricci, Shelby und ich (von rechts) im "Zirkel"

 

Erlangen

So begannen zwei, dem Studium völlig Fremde - eine Australierin und eine deutsche Nicht-Studentinnen- ins Studentenleben einzutauchen. Unser erster Stop führte uns nach Erlangen zu Riccarda. Als wir nach und nach die Mitglieder ihrer 7-köpfigen(!) WG kennengelernt hatten, testeten wir auch gleich das Nachtleben Erlangens aus. Angefangen in einem kleinen Café/Bar namens "Brazil", um Riccardas Mitbewohnerin zu besuchen, die dort bedient, ging es ein paar Stunden später weiter in den "Zirkel", eine Art Disco, wo man dann auf jede Menge Studenten und vor allem jede Menge Erstis gestoßen ist! Das wohl auch nicht ohne Grund - denn am nächsten Tag, als wir Riccardas Mitbewohnern (die alle schon länger in Erlangen wohnen) von unserer nächtlichen Aktivitäten erzählten, war man sich bei seiner Meinung vom "Zirkel" ziemlich einig - als Ersti ok, aber dann nie mehr. Erfahrungen, die man als Erstsemestler und vor allem als Neuling in einer fremden Stadt natürlich nach und nach erst selbst sammeln muss. Meiner Austauschschülerin hat's trotzdem recht gut gefallen - das könnte aber auch daran gelegen haben, dass ihr das "deutsche Bier" so gut schmeckt ;-) 

Prost!