Wieviel Rückgrat braucht man um seine Motivation am Leben zu erhalten? Eine Frage, die mich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt. Ich kann zwar stolz behaupten, dass ich in meinem Leben noch nie fleißiger war, was aber in meinem Fall leider nicht äußerst viel zu sagen hat. Strukturiertes Lernen? Bei mir absolute Fehlanzeige. Zu meiner nicht allzu lange zurückliegenden Schulzeit hatte sich meine Vorbereitungszeit für Klausuren auf maximal 48 Stunden vor Prüfungsbeginn beschränkt. Was dann noch nicht dingfest war, wurde einfach via photografisches Gedächtnis als Kurzeitwissen eingescannt. Erschreckenderweise hat diese Lernweise große Erfolge mit sich getragen.
Jetzt muss ich mit ansehen, wie sich meine Kommilitonen mit ihren Lernplänen gegenseitig battlen. Wer hat den besten, größten, strukturiertesten Plan? Mein einziger Plan hingegen besteht darin, alle meine demnächst anstehenden Klausuren zu bestehen. Also muss auch ein Lernmuffel wie ich es einer bin langsam seine Gedächtnis wieder abstauben!
Irgendwie habe ich das Gefühl alles anders als in der Schule angehen zu müssen. Zum Beispiel Vokabeln lernen, hatte früher noch effizientes Durchlesen gereicht, wollte ich in meinem Übereifer doch glatt sowas wie Karteikärtchen in mein "Lernprogramm" einführen. Allerdings habe ich nach dem 33. Kärtchen wieder aufgegeben. Wie bring ich also meinem inneren Schweinehund bei, dass er abspecken muss? Er scheint ziemlich Panik resistent zu sein, nicht einmal die Tatsache, dass 7 Klausren innerhalb von 10 Tagen auf ihn zukommen, zeigen eine Reaktion.
Was tue ich also, ich verführe ihn nach allen Mitteln der Kunst. Mit extra Freizeit und vor allem mit einem extra Repertoire an Schokolade halt ich ihn bei Laune. Allerdings zieht das eine Nebenwirkung mit sich, die mir niemand so gesagt hat: Studieren macht dick! Was solls, so lange es der Motivation zu Gute kommt.
Der Arbeitsberg ist riesig, mein Ergeiz ebenso! Im Moment schaff ich es also noch mich mehr oder minder den Ansprüchen entgegenzubiegen, aber wie lang es dauern wird, bis mein Motivationsrückgrat bricht und mein schleppend in Fahrt kommender Lerneifer auf Panik trifft, ist nur eine Frage der Zeit.
Habt ihr Tipps? Was ist eure Strategie, wenn ihr den Schweinehund an den Schreibtisch fesseln wollt?













1 Kommentar
Für mich persönlich ist der Gang zur Bibliothek das bekannte "an den Schreibtisch fesseln". Da habe ich keine Chance mehr dem Stoff zu entfliehen, und ich muss sagen: mittlerweile klappt das recht gut!
Ob das bei dir auch was bringt kann ich dir nicht sagen, aber ein Versuch wäre es wert, wenn du es nicht sowieso schon ausprobiert hast.
LG Isi
P.S.: Mein Tipp, ich habe mir den W-LAN der Uni für meinen Laptop nicht freischalten lassen, was mich dann nicht zusätzlich zur Ablenkung bringt