Sonntag, 15. Januar 2012, 17.51 Uhr

Zu Besuch bei der HFF

Florian Steyer

Florian Steyer in der Rubrik Lernen

Am 14.01 war Studieninformationstag an der HFF (Hochschule für Fernsehen und Film) in München. Diese Hochschule ist keine normale Hochschule. Die Dozenten schauen weder auf den Notendurchschnitt des Abiturs, noch gibt es überfüllte Hörsäle.

HFF | Bild: Florian Steyer, BR

 Die HFF hat gerade mal fünf verschiedene Studiengänge mit Kursen zwischen sechs und zwölf Studenten. Wer hier die lange Bewerbungsprozedur überstanden hat und schließlich von einem Gremium auserwählt wurde, kann sich über mangelnde Möglichkeiten nicht beschweren. Gerade in ein neu gebautes Gebäude umgezogen, gibt die Hochschule alles her was man zum erfüllten Studieren im Filmbereich braucht. Riesige Filmstudios mit Ausrüstung von in München ansässigen und renommierten Filmunternehmen, Kinosäle und durchweg sympathische Dozenten.

 So hoch die Qualität von Seiten der Hochschule ist, so hoch ist auch der Anspruch an die Studenten. Jedes Jahr bringt die Hochschule Absolventen mit dem noch altbewährten Diplomtitel hervor, die es zu namhaften Produzenten, Regisseuren und Kameramännern bringen.

 Um hier studieren zu können, muss man in das Filmemachen schlichtweg verliebt sein und immer 100 % geben um seine Visionen in die Realität umzusetzen. Diese Studiengängen sind mehr als Vollzeitstudiengänge. Drehtage mit 12h sind nichts ungewöhnliches.

 Lange habe ich mir vorgenommen mich hier zu bewerben. Während der Schulzeit habe ich versucht aus jeder Aufgabe ein Filmprojekt machen zu dürfen, ich habe mein Taschengeld damit aufgebessert Privatveranstaltungen in Filmen festzuhalten und ich war in San Francisco um bei der Filmsociety internationale Filmemacher kennen zu lernen.

 

HFF | Bild: Florian Steyer, BR

 Doch je näher der Abgabetermin rückt, desto mehr zweifele ich daran, ob ich das überhaupt machen will.

 Soll ich mein Hobby zum Beruf machen? Will ich wirklich, dass das Filmen mein ganzes Leben in Anspruch nimmt? Bin ich überhaupt ein Künstlertyp, der später darum kämpfen will, dass er neue Projekte kriegt um damit sein Brot zu verdienen?

2 Kommentare

  1. avatar Michi sagt:

    Flo warum machst du dir drüber gedanken ob du es machen willst, du solltest dir lieber gedanken machen warum du diesen schritt nicht schon letztes jahr gemacht hast. Du hättest dort gleich anfangen sollen und nicht noch a jahr lang nichts tun.

  2. avatar Florian Steyer sagt:

    Ich bereue es nicht, dass ich mir ein Jahr Pause genommen habe, denn dann wäre ich ja nicht nach Amerika gekommen... ;)