Deutscher Kleinkunstpreis für Matthias Egersdörfer

egersUnser Leiter der Spurensicherung Matthias Egersdörfer hat offensichtlich noch einen Nebenjob: Während in Hollywood die Oscars vergeben wurden, wurde im Mainzer Unterhaus der Deutsche Kleinkunstpreis 2015 unter die Leute gebracht. Und Matthias bekam ihn in der Sparte “Kleinkunst”. Zur Begründung: “Damit zeichnet die Jury einen Künstler aus, der die Welt mit grantigem Blick betrachtet und mit anarchischer Urigkeit kommentiert; ein Berserker auf der Bühne, überläßt er das Lachen dem Publikum, das er ebenso von Herzen liebt wie beschimpft. Im Spannungsfeld aus rustikaler Bodenständigkeit und pointiertem Erzählen entsteht Kunst.” Wir gratulieren.

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Der Franken-Tatort als Puzzle

Andreas Menn hat den ersten Franken-Tatort vor allen anderen gesehen – und zwar schon im Schnittraum. Er durfte aus den vielen einzelnen Aufnahmen wie bei einem Puzzle einen 90-Minüter zusammenbauen, eine Stimmung kreieren und mit Max Färberböck das Endprodukt fertigstellen, das wir alle am 12. April 2015 im TV sehen werden.

Andreas Menn / Foto (c) Anneke Hymmen

Andreas Menn / Foto (c) Anneke Hymmen

Wie lange hast Du am Franken-Tatort gearbeitet?

Ich habe schon parallel zum Dreh mit dem Schnitt losgelegt und den größten Teil des gedrehten Materials schon einmal in Form gebracht, bevor Max und ich uns zum ersten Mal im Schneideraum getroffen haben. Und es war tatsächlich das aller erste Mal! Wir haben zwar vorher viel gesprochen, aber nun war ich schon ein bisschen nervös, ob ihm all die investierte Arbeit auch gefallen würde. Ich bin nämlich nicht so gut darin, etwas mal eben ‘schnell und grob’ zu schneiden. Aber er konnte anscheinend was damit anfangen. Die andere Hälfte der Schnittzeit haben wir gemeinsam optimiert und komplettiert und optimiert. Insgesamt waren es 12 Wochen und ein paar angebrochene Tage, was ein bisschen länger ist als gewöhnlich. Ich hoffe, dass man es dem Film auch anmerkt!

Kannst (darfst) Du was zum Look verraten? Gibt es da Besonderheiten?

Nürnberg und seine Umgebung spielen natürlich eine große Rolle dabei, wie der Franken-Tatort aussieht. Der Film konzentriert sich nicht gerade auf die idyllischen Orte der Stadt – da gibt es eigentlich viel zu entdecken. Im Laufe der Geschichte blicken wir zum Beispiel immer wieder durch die Augen des Mörders auf die Stadt. Nächtliche, einsame Straßen, das ist nicht immer schön. Zumal wir gar nicht wissen in wessen Kopf wir stecken!

Löchern Dich Freunde und Familie schon, worum es geht und wer der Mörder ist?

Die Hysterie hält sich in Grenzen. Aber man ist natürlich gespannt auf einen guten Krimi!

Hat man versucht Dich zu bestechen, damit Du was verrätst?

Leider nicht.

Wirst Du Dir den Franken-Tatort im TV ansehen oder hast Du ihn jetzt schon zu oft gesehen?

Soweit ich weiß, wird es eine Vorführung in einem Kino in Nürnberg geben – zeitgleich zur Fernsehausstrahlung. Da fahre ich gerne hin. Schließlich ist es immer aufschlussreich zu sehen, wie extrem sich ein Film verändert, wenn man ihn zusammen mit einem großem Publikum schaut.

Bild: BR/Christian HartmannWas ist Max Färberböck für ein Regisseur, was für ein Mensch?

Max ist ein sehr aufmerksamer Regisseur mit genauen Vorstellungen, aber ebenso mit einer Offenheit für neue Einfälle und Ideen. Er ist mit einem hochfeinen Sensorium ausgestattet, das ihn mit Inspiration praktisch dauerbefeuert. Zusätzlich zieht er sich alles mögliche rein, was Theater, Kino, Literatur und Internet an Neuem und Interessantem zu bieten hat! Das ist schön für einen kreativen Schnittprozess, dafür dass man Dinge im Schneideraum nochmal ganz neu denken kann, Regeln bricht, Neues ausprobiert. Ich würde sagen, er ist ein Story-Junkie, mit einer Obsession für Schauspiel, der allerdings auch selber voller turbulenter, erlebter Geschichten steckt. Es kommt also nicht von ungefähr.

Was ist das Schönste an Deinem Beruf?

Letztlich versucht man eine Geschichte gut zu erzählen. Und jeder hat etwas dazu zu sagen! Diese ganze Kommunikation ist ein großer Spaß, man begegnet vielen interessanten Menschen. Für jemanden, der gar keine Vorstellung davon hat, was im Schneideraum passiert, würde ich es vergleichen mit der Suche danach, wie man einen Witz am besten erzählt. Ich empfinde es als Privileg meines Berufs, dass ich die Wirkung meiner Arbeit direkt überprüfen kann. Das hat Ähnlichkeit mit Musik Komponieren. Gleichzeitig hat Filmschnitt was von angewandter Wahrnehmungsforschung. Jede Sekunde zählt! Grundsätzlich kann ich sagen, dass mir meine Arbeit Spaß macht. Schön ist also schon mal, dass ich kein Motivationsproblem habe!

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Echt, fränkisch und bodenständig

Darsteller Matthias Egersdörfer vor den Kameras / (c) BR/Lucia VogdtEin spannender Moment für alle Beteiligten: Heute stellte sich das Team des Franken-Tatort in Berlin den Fragen der Presse. Die 50 ausgewählten Medienvertreter, unter anderem von TV Spielfilm, tz und Spiegel online, durften den Film vorab exklusiv begutachten und beurteilen den Franken-Krimi als “sehr gut, sogar hervorragend “. Das Team sei mit durchwegs überzeugenden Schauspielern besetzt. Der erste Franken-Tatort mache “Lust auf mehr”. Die Schauspieler selbst haben den Film gestern Abend zum ersten Mal gesehen. Andreas Leopold Schadt, im Film Kommissar Fleischer: “Wir sind sehr zufrieden. Wir waren alle geflasht. Ich find ihn geil.” Puh. Was will man mehr. Hier noch ein paar Handy-Eindrücke von der heutigen Präsentation im Soho-House in Berlin – morgen gibt’s Fotos in einer besseren Qualität, die haben wir heute den Pressefotografen überlassen…

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So entspannt war es am Set!

Verbissene Gesichter, schlechte Laune, ein cholerischer Regisseur und hysterische Hauptdarstellerinnen… Wie gut, dass es all das nicht gab am Set des ersten “Franken-Tatort”! Die Stimmung war gut und konzentriert, wie man auch auf diesen Bildern vom Set sehen kann.

Alle Fotos: (c) BR/Olaf Tiedje

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Franken, zeigt Euch der Welt!

Der Countdown läuft – das seht Ihr hier in der rechten Spalte. Und während wir in Bayern (und vor allem in Franken) längst wissen, was am 12. April 2015 im Fernsehen kommt, weiß es der Rest der Republik noch nicht. Zeit wird’s! Lasst uns dem Rest von Deutschland zeigen, wie die Franken ticken! Wir schicken ab sofort fränkische Sprüche raus in die Welt, eingesammelt bei Kollegen des Studio Franken, und hoffen, dass sich diese bis ins tiefste Norddeutschland verbreiten. Helft Ihr uns? Hier unten stehen kunterbunte Buttons, mit denen Ihr die Sprüche nach Herzenslust hinausposaunen könnt in die Welt. Und vor allem: Habt Ihr noch mehr Sprüche für uns? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion oder kontaktiert und bei Facebook/Twitter/Google+ oder schreibt uns an frankentatort@br.de.

Hier ist Spruch Nummer 1:

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Der Trailer zum Franken-Tatort ist da!

Er ist spannend, lustig und eine Marke für sich: Der Franken-Tatort. Wir dürfen Euch heute den offiziellen Trailer von “Der Himmel ist ein Platz auf Erden” (Erstausstrahlung 12. April 2015) präsentieren und finden, er macht Lust auf mehr, oder? Wie ist Euer erster Eindruck? Wer nicht zu YouTube möchte, kann ab 20 Uhr auch in der Mediathek den Trailer sehen.

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Die zwei Leben des Andreas Leopold Schadt

Andreas Leopold Schadt spielt im Franken-Tatort den Kommissar Fleischer. Aber eigentlich hatte der Hofer ganz andere Pläne, als im Fernsehen zu ermitteln. Jetzt durfte er sich auch in Hof verewigen im Rahmen des Friedensprojektes “Signs of Fame” – neben Namen wie Dalai Lama und Arnold Schwarzenegger…

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Andreas verewigt seine Hände in Hof

Na, gestresst?
Schon ein wenig. Der Franken-Tatort schlägt hohe Wellen, ich habe viele Interview-Anfragen und solche Dinge, und dann kommt auch noch im März meine Prüfung…

Was für eine Prüfung?
Ich mache gerade eine Ausbildung zum psychotherapeutischen Heilpraktiker mit dem Schwerpunkt Drama– und Theatertherapie. Die Prüfung beim Amtsarzt ist jetzt die letzte und auch schwerste Prüfung.

Wieso machst Du als Schauspieler diese Ausbildung?
Ich habe über zehn Jahre lang Theater gespielt und hin und wieder in einem Film oder in Fernsehrollen mitgewirkt. Da kann man sich finanziell kaum über Wasser halten. Und man muss sich ständig anbiedern, um neue Rollen zu bekommen – das möchte ich nicht mehr. Und dann diese fadenscheinigen Absagen…

Das klingt nach Frust.
Naja, ich will mir ein zweites Standbein schaffen. Aktuell bin ich parallel in einer soziotherapeutischen Einrichtung für Alkoholkranke tätig und will auch weiterhin mit diesen Menschen basierend auf Theater– und Filmelementen arbeiten.

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In bester Gesellschaft: Irgendwo zwischen Toni Marshall und Katja Riemann…

Und dann kam der Anruf aus Hollywood. Na, fast. Immerhin der Anruf von Max Färberböck, einem preisgekrönten Regisseur.
Und das obwohl ich keine große Dreherfahrung hatte. Das wusste er aber. Ich hatte fünf Drehtage für den ersten Franken-Tatort, und seither ist ganz schöner Rummel. Das ist ungewohnt – ich hatte vorher nie die Möglichkeit, mich zu präsentieren. Ich denke mir dann oft: Ich hab so viel gemacht und da hat kein Hahn danach gekräht. Und jetzt diese fünf Drehtage, der Film ist noch nichtmal ausgestrahlt, und dann das… Das ist schön – aber auch seltsam.

Wie geht es jetzt weiter?
Na erstmal bestehe ich die Prüfung. Dann hoffe ich, dass die Fernsehausstrahlung gut ankommt. Und dann habe ich natürlich den Wunsch, mein Leben durch den Film und das Fernsehen zu finanzieren. Es gibt schon ein paar Ideen und Angebote, mal sehen was daraus wird.

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Geschafft! Neben Weltstars ist jetzt auch ein Hofer in den “Signs of Fame”

Was siehst Du denn selber gerne im Fernsehen?
Also früher habe ich nur Serien geschaut, meistens im Original. Sowas wie „Breaking Bad“, „Sons of Anarchy“, „Two and a half Men“ oder „Game of Thrones“. Mittlerweile schaue ich auch viele Krimis und den Tatort, aber auch die „Verbotene Liebe“. Die Serien von Franz Xaver Bogner mag ich sehr – letztens habe ich mich totgelacht über eine Folge von „München 7“. Vielleicht wird es Zeit, dass da auch mal ein Franke ermittelt.

Hast Du keine Angst, in dieser Franken-Schublade festzustecken?
Nein. Ich kann ja auch Hochdeutsch!

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Der Franken-Tatort ist fertig!

Heute ist ein besonderer Tag für uns: Der Franken-Tatort liegt fertigproduziert auf dem Tisch! Jetzt beginnt die Pressearbeit und vor allem die Vorfreude auf die Ausstrahlung am 12 April. Am 24. Februar schauen die Hauptdarsteller den fertigen Film zum ersten Mal zusammen mit BR-Redakteurin Stephanie Heckner und Regisseur Max Färberböck an. Das wird spannend! Aber leider noch hinter verschlossener Tür.

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