Dreharbeiten mitten in Nürnberg

Nach dem Ausflug ins Grüne am ersten Drehtag war das gesamte Team gestern mit ganz anderen Herausforderungen als dem schlechten Wetter konfrontiert: Der Andrang der neugierigen Nürnberger war groß – verständlicherweise. Dennoch musste der straffe Drehplan eingehalten werden. Der erfahrene Regisseur Max Färberböck ließ sich vom Trubel aber nicht ablenken und war konzentriert bei der Sache.

BR/Lucia Vogdt

BR/Lucia Vogdt

PS: Wir haben die umstehenden Zuschauer verpixelt, um ihre Rechte zu schützen.

 

Heute geht’s los – in Nürnberg wird gedreht!

Manchmal kommt das Christkind schon im August. Zumindest für die Beteiligten am ersten Franken-Tatort. Denn heute beginnen nun endlich die langersehnten Dreharbeiten zum ersten Fall “Der Himmel ist ein Platz auf Erden”. Gedreht wird in Nürnberg und Erlangen, und wir freuen uns, Euch an dieser Stelle einige Neuigkeiten verraten zu dürfen.

Foto: Julia Müller

Regisseur und Drehbuchautor Max Färberböck (2.v.l.) mit seinen Ermittlern: Fabian Hinrichs, Dagmar Manzel und Eli Wasserscheid / Foto: Julia Müller

“Vor knapp zwei Jahren, im Oktober 2012, hatten wir in Nürnberg angekündigt, dass wir einen Franken-Tatort entwickeln werden – nun beginnen die Dreharbeiten. ‚Der Himmel ist ein Platz auf Erden‘ verspricht einen Krimi mit hohen Emotionen und starker Spannung – einen ersten Franken-Tatort, der sowohl in der Region als auch bundesweit überzeugen kann. Das Interesse ist überwältigend, für das Komparsen-Casting gingen über 2.000 Bewerbungen ein, von denen nun 250 ausgesucht wurden. Ich freue mich sehr, dass es jetzt losgeht und bin gespannt auf den Neuzugang in der Tatort-Familie. Und es geht weiter: Parallel wird der zweite Franken-Tatort als Drehbuch schon entwickelt. Er soll 2015 produziert werden und dann unter anderem auch in Würzburg spielen. Für den anstehenden Drehbeginn wünsche ich allen Beteiligten viel Erfolg.”
Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks

Die Dreharbeiten begannen heute in aller Frühe bei Sturzregen – aber auch auf solche Dinge ist ein Filmteam natürlich eingestellt. Hier einige Impressionen vom Set:

Gestern trafen sich die Beteiligten schonmal, um sich auf den Dreh einzustimmen – und um für gemeinsame Fotos zur Verfügung zu stehen:

Ihr wollt doch sicher wissen, worum es denn nun in diesem ersten Franken-Tatort gehen wird, oder? Viele von Euch haben ja schon geraten oder selber wilde Mordkomplotte in die Kommentare geschrieben – aber was zählt ist natürlich nur das, was sich Regisseur und Drehbuchautor Max Färberböck und seine Ko-Autorin Catharina Schuchmann in den vergangenen Wochen und Monaten ausgedacht haben:

Angesehener Professor wird beim Liebesspiel getötet
Was die Franzosen „Petite Mort“ nennen, endet in einem Waldstück bei Nürnberg tatsächlich tödlich. Christian Ranstedt, verheiratet und Vater von zwei Kindern, Professor an der Universität Erlangen und angesehener Bürger der Stadt Nürnberg, wurde beim Liebesspiel in seinem Auto durch zwei Kopfschüsse aus nächster Nähe getötet. Als die Polizei eintrifft, stehen beide Wagentüren offen. Der Fahrersitz mit dem toten Ranstedt ist weit zurückgeschoben. Die Person, die mit ihm im Auto war, ist verschwunden. Ihre Spuren enden an einer kleinen Landstraße. Nichts deutet auf ihre Identität hin. Ranstedts Ehefrau Julia glaubte ihren Mann an der Universität. Für sie und ihre beiden Kinder bricht schlagartig eine Welt zusammen, die unzerstörbar schien. Warum wurde Christian Ranstedt ermordet? Warum in einem so pikanten Moment? Und wieso blieb – wer immer mit ihm im Auto war – am Leben?

Foto: BR/Julia Müller

Foto: Julia Müller

Der erste Franken-Tatort „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ spielt in Mittelfranken. Die Hauptkommissare Felix Voss (Fabian Hinrichs, Foto links) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel, Foto Mitte) werden bei ihren Ermittlungen in Nürnberg und Erlangen von den beiden Kommissaren Sebastian Fleischer (Andreas Leopold Schadt) und Wanda Goldwasser (Eli Wasserscheid, Foto rechts) unterstützt. Voss und Ringelhahn teilen sich die Leitung der Mordkommission, die überregional in ganz Franken ermittelt. Organisatorisch sind sie dem Polizeipräsidenten von Mittelfranken, Dr. Kaiser (Stefan Merki), unterstellt. Leiter der Spurensicherung ist Michael Schatz (Matthias Egersdörfer). Je nach Fall ist entweder die Rechtsmedizin in Erlangen oder in Würzburg zuständig. Die zuständige Staatsanwaltschaft sitzt in Nürnberg.

„Dass wir den Regisseur Max Färberböck mit seiner Ko-Autorin Catharina Schuchmann fürs erste Drehbuch des neuen Franken-Tatort gewinnen konnten, ist ein großes Glück. Denn kaum einer verbindet im Schreiben und Inszenieren ein so feines Gespür für Figuren, ihre Lebenswelten und die Verbindung von Spannung, Poesie und Humor wie er. Seine sehr persönliche Weise, in Charaktere und zumeist hochambivalente Stoffe einzudringen, seine Wärme für Figuren und die ungewöhnlich lebendige Art, sie zu erzählen, machen ihn zu einem außergewöhnlichen Schauspielregisseur und Geschichtenerzähler. Seine Drehbücher, die er selbst als ‚Schauspielvorlagen‘ bezeichnet, sind immer überraschend, konfrontativ und von einer tiefen Nähe zum Menschen geprägt. Sie schrecken weder vor Härte noch vor großen Liebesthemen zurück.“ Stephanie Heckner, Redaktionsleitung

Gegen Mittag übrigens, als die Kommissare ihre ersten Szenen zu drehen hatten, klarte der Himmel über Nürnberg plötzlich auf und der Regen hörte auf…

Foto: BR/Stephanie Heckner

Foto: BR/Stephanie Heckner

 

Noch mehr Infos zum ersten Franken-Tatort gibt es hier.

 

Geschafft!

IMG_7045Zweieinhalb stressige Wochen waren das fürs Produktionsteam des ersten Franken-Tatort, aber nun ist es geschafft. Alle Bewerber sind informiert. Aus über 2000 Zuschriften wählten die Verantwortlichen aus und 250 der 400 gecasteten Bewerber dürfen sich nun auf den Dreh freuen.

Manche Komparsen kommen sogar mehrfach zum Einsatz. Besonders spannend wird es für diejenigen, die als Polizeikomparsen ausgewählt wurden und in Szenen mit den Ermittlern der Mordkommission Franken unmittelbar dabei sein dürfen.

Und es gibt auch eine gute Nachricht für die traurigen Bewerber, die das Casting durchlaufen und eine Absage bekommen haben,. Es kann durchaus sein, dass sich – bedingt durch Verschiebungen im Drehplan oder inhaltliche Anpassungen – noch Änderungen ergeben und Nachrücker gebraucht werden. Redaktion und Produktion waren von den tollen Bewerbern aus Franken so begeistert, dass sie alle, die zum Casting geladen waren, in der Kartei behalten werden. Die Komparsen kommen fast ausschließlich aus Franken.

 

Noch nichts vom Casting gehört? Geduld!

Die Regieassistenten Danny Rosness & Tibor Baumann bitten Euch um Geduld:

“Nachdem letzte Woche der Andrang und die Geduld bei dem Casting so groß waren, arbeiten wir fieberhaft an der Auswertung. Eine so große Komparserie zusammen zu stellen ist ein organisatorischer Aufwand, der Akribie, Übersicht und kühlen Kopf erfordert. Die Eindrücke und Bilder müssen geordnet, gesichtet, sortiert und zu den möglichen Besetzungen zugeordnet werden.

Auch wenn unsere Auswahl weit fort geschritten ist, so sind wir noch nicht fertig mit der Arbeit. Jetzt, kurz vor Drehbeginn, müssen diese Listen immer wieder angepasst werden. Es ist branchenüblich, dass sich innerhalb des Drehplans immer wieder Verschiebungen ergeben, Bilder im Detail geändert werden und sich neue Anpassungen, anhand des Drehbuchs ergeben. Auf diesen Prozess muss natürlich auch von unserer Seite reagiert und die entstehende Auswahl angepasst werden.

Die vielen freudigen Bewerber erleben daher momentan Unsicherheit durch das Warten auf Antwort oder eben die möglichen Veränderungen. Trotz unserer Bemühungen, dies so schnell und unkompliziert wie möglich über die Bühne zu bringen, sind diese Wartezeiten und sich ändernde Termine und Absagen nicht vermeidbar. Normalerweise werden solche Komparsen aus Agenturbeständen gebucht – hier soll aber eine Region eingebunden werden. Und das erfordert zusätzliche Arbeit und generiert den oben beschriebenen Wellengang.

Wir freuen uns auf den Beginn der Arbeit mit denjenigen, die beim Dreh dabei sein werden. Alle die nicht dabei sind, sollten nicht enttäuscht sein – es ist nicht das letzte Mal, dass Komparsen gebraucht werden.”

 

Matthias Egersdörfer spielt im Franken-Tatort

Kurz vor Drehbeginn Ende August in Nürnberg gibt es noch eine neue Besetzung im neuen Franken-Tatort: Der fränkische Kabarettist Matthias Egersdörfer übernimmt die Rolle des Leiters der Spurensicherung.

PortraitsUrsprünglich war Frank-Markus Barwasser dafür vorgesehen. Durch die verschiedenen produktionsbedingt notwendig gewordenen Drehverschiebungen konnte diese gewünschte Besetzung für den Franken-Tatort „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ nicht aufrecht erhalten werden. Die terminlichen Verpflichtungen von Frank-Markus Barwasser waren für die Produktion mit dem Drehplan, der in diesen Tagen fertiggestellt wurde, leider nicht mehr kompatibel. Für die Zukunft ist jedoch gut vorstellbar, dass Frank-Markus Barwasser im Franken-Tatort eine Rolle übernehmen wird.

egersDie Rolle des Michael Schatz, Leiter der Spurensicherung, wird der Kabarettist Matthias Egersdörfer übernehmen. Egersdörfer ist in Nürnberg geboren, in Lauf an der Pegnitz aufgewachsen und wohnhaft in Fürth. Er wurde u.a. durch Auftritte im „Scheibenwischer“ und in „Neues aus der Anstalt“ bekannt. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Passauer Scharfrichterbeil und dem Deutschen Kleinkunstpreis.

 

Lustig, dramatisch, traurig – wie ist er denn nun?

Die Münsteraner stehen für Klamauk, die Münchner ermitteln ernst – wie werden wohl die Franken-Tatort-Kommissare an die Arbeit gehen? BR-Redakteurin Stephanie Heckner haben wir das natürlich auch gefragt:

Neben den Tatorten gibt es ja auch andere Krimis im BR, beispielsweise die Heimatkrimis, für die Stephanie Heckner ebenfalls verantwortlich ist. Wird es da Parallelen geben?

 

Es ist geschafft!

Zwei Tage lang glich das Studio Franken einem Bienenstock – 350 Bewerber gingen ein und aus, warteten geduldig auf ihren kleinen Auftritt beim Komparsencasting. Wir danken an dieser Stelle nochmal allen, die dabei waren! Das hier sind einige der Gesichter, die wir neu kennenlernen durften:

Und manche hatten sich sogar in kreative Fleißarbeiten gestürzt, um die Regieassistenten zu überzeugen – beispielsweise Franz:

Für alle, die in der nächsten Woche eine Zusage bekommen werden, haben wir noch Tipps von einem alten Hasen:

Für alle anderen: Nicht traurig sein. Wir brauchen Eure Unterstützung als Werbetrommel-Rührer für die Region Franken, als Quoten-Bringer für ganz Deutschland und überhaupt! Bleibt uns gewogen…

 

Die bunte Schar der Bewerber

350 Bewerber wurden zum Casting eingeladen – klar, dass das nicht an einem Tag zu schaffen ist. Also geht es heute gleich weiter im Studio Franken. Wer sich gestern für eine Komparsenrolle im ersten Franken-Tatort beworben hat, seht Ihr hier:

 

Tipps für Komparsen

Der Erste Regie-Assistent Danny Rosness stand uns inmitten des Casting-Trubels kurz zur Verfügung und hat uns unter anderem erzählt, worauf er beim Komparsencasting achtet:

Ein paar Tipps für die Komparsen hat er auch mit im Gepäck – das betrifft vor allem die, die morgen erst dran sind…

Und fränkische Kleindarsteller braucht’s natürlich auch – nicht nur Radfahrer!

 

Das Komparsencasting läuft!

Was für ein aufregendes Wochenende das war! Erst das Warten auf die Zu- und Absagen, und für alle glücklichen Eingeladenen dann das Warten auf den Castingtermin. Heute und morgen werden in Nürnberg die Komparsen für den ersten Frankentatort gecastet, und wir wollen natürlich einige Eindrücke von vor Ort mit Euch teilen.

Die Kollegen aus dem Studio Franken haben natürlich auch schon eifrig über das Casting berichtet, beispielsweise hier.

Schickt uns gerne auch Eure Selfies oder Eindrücke vom Casting an frankentatort(at)br.de!