Film und Fernsehen entdecken Nürnberg

Das Interesse der Filmschaffenden an Nürnberg wächst – das sagt Alexandra Foghammar vom Presseamt der Stadt – und sogar jetzt schon zeigt der Franken-Tatort Wirkungen auf den Fremdenverkehr, sagt Ulrich Maly, der Oberbürgermeister:

 

 

Letzte Klappe für den ersten Franken-Tatort

In Nürnberg enden heute die Dreharbeiten zum ersten Franken-Tatort. Insgesamt waren 23 Drehtage für “Der Himmel ist ein Platz auf Erden” nötig. Ausgestrahlt wird der erste Franken-Tatort im ersten Halbjahr 2015.

Es sind nur noch kleinere Dreharbeiten ohne Schauspieler nötig. Dann sind alle Bilder genau nach Drehplan im Kasten, teilte die Produktionsfirma mit. Alles habe bei besten Produktionsbedingungen hervorragend geklappt. “Es ist unglaublich, wie viel Zuspruch und Hilfe wir hier bekommen haben, bis hin zum Bürgermeister”, sagte Produzentin Kirsten Hager. Das Interesse an den Dreharbeiten sei riesig gewesen.
Rohschnitt bereits fertig

Von links: Stephanie Heckner (PB Spiel, Film, Serie, Bayerischer Rundfunk), Max Färberböck (Regisseur), Catharina Schuchmann (Co-Autorin), Kirsten Hager (Produzentin) und Yella Yarí Fenner (Producerin).

Von links: Stephanie Heckner (PB Spiel, Film, Serie, Bayerischer Rundfunk), Max Färberböck (Regisseur), Catharina Schuchmann (Co-Autorin), Kirsten Hager (Produktion Hager Moss) und Yella Yarí Fenner (Produktion Hager Moss).

Die in Nürnberg und Erlangen gedrehten Bilder gehen nun in den Schnitt. Allerdings hat ein Cutter bereits parallel zum Dreh gearbeitet und einen Rohschnitt erstellt. Den wird sich Regisseur Max Färberböck anschauen und dann selbst noch im Schneideraum sitzen. Bis Mitte November soll der Film fertig geschnitten sein. Danach werden Farbkorrekturen vorgenommen, der Ton nachbearbeitet und Musik komponiert.
Psychologisch erzählt

Auch die zuständige Redakteurin im Bayerischen Rundfunk, Stephanie Heckner, zeigte sich sehr zufrieden. Der Franken-Tatort sei psychologisch erzählt, weder Action noch lauter Humor stünden im Vordergrund. Die beiden Hauptrollen werden von Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs übernommen. Die Kommissare spielen die Bambergerin Eli Wasserscheid und der Hofer Andreas Leopold Schadt. Leiter der Spurensicherung ist der Fürther Matthias Egersdörfer.

 

Der heilende Kommissar: Andreas Schadt

Andreas Leopold Schadt kommt aus Hof – und lebt derzeit in Coburg. Der 37-Jährige macht derzeit eine Ausbildung zum psychotherapeutischen Heilpraktiker und arbeitet mit Suchtkranken zusammen – die Rolle im Franken-Tatort kam ihm sozusagen dazwischen…

 

Bettina Reitz: “Es ist ein tolles Gefühl!”

“Das ist ein tolles Gefühl wenn man sich in einem sehr engen Dialog mit unseren Zuschauerinnen und Zuschauern befindet”, sagt BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz über den Franken-Tatort. Hier seht Ihr das ganze Interview mit ihr.

 

Die Polizei unterstützt den Franken-Tatort

Die fränkische Polizei hat ungefragt neue Kollegen bekommen – die neuen Hauptkommissare und Spurensicherer des Franken-Tatorts ermitteln eifrig in Nürnberg und Erlangen. Natürlich nur rein fiktiv und ohne “echte” Leiche. Aber was hält die fränkische Polizei eigentlich von alldem? Wir haben nachgefragt:

 

Die drei Franken

Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel sind die beiden Hauptkommissare im neuen Franken-Tatort. Unterstützt werden sie von drei fränkischen Schauspielern, die wir Euch hier gerne näher vorstellen möchten.

Eli Wasserscheid wurde in Bamberg geboren und lebt in München. Im Oktober steht sie dort im Metropol-Theater auch auf der Bühne. Sie war im Münchner Tatort bereits zu sehen – und wird nun die Rolle der Wanda Goldwasser übernehmen.

Matthias Egersdörfer mischte die Pressekonferenz zum Franken-Tatort ordentlich auf. Der gebürtige Nürnberger pöbelte scherzhaft die Journalisten an und wich gekonnt manchen Fragen aus. Egersdörfer ist als gerne cholerischer Kabarettist unterwegs – und sprang für Frank-Markus Barwasser ein. Im Franken-Tatort spielt er den Leiter der Spurensicherung.

Andreas Leopold Schadt wuchs in Hof auf und ist staatlich geprüfter Schauspieler. Man konnte ihn in Marcus H. Rosenmüllers “Sommer der Gaukler” im Kino sehen und auf vielen Theaterbühnen, beispielsweise im Münchner Theater Heppel und Ettlich.

 

Die große Presse-Konferenz!

Mit dem Radl zur Pressekonferenz und dann schnell wieder zurück zu den Dreharbeiten – Fabian Hinrichs nutzte das schöne Wetter aus…

Foto5

Ihr könnt die Pressekonferenz in voller Länge hier sehen:

Und hier könnt Ihr nachlesen, was bei der Pressekonferenz im Studio Franken alles los war!

Das sagen Ulrich Wilhelm und Bettina Reitz zum Franken-Tatort:

Bild: BR / Andreas MüllerUlrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks:
„Vor knapp zwei Jahren, im Oktober 2012, hatten wir in Nürnberg angekündigt, dass wir einen Franken-Tatort entwickeln werden. Nun ist es soweit. Die Dreharbeiten laufen seit dem 26. August. ‚Der Himmel ist ein Platz auf Erden‘ verspricht einen Krimi mit hohen Emotionen und starker Spannung – einen ersten Franken-Tatort, der sowohl in der Region als auch bundesweit überzeugen kann. Das Interesse ist überwältigend, für das Komparsen-Casting gingen über 2.000 Bewerbungen ein, von denen 250 ausgesucht wurden. Und es geht weiter: Parallel wird der zweite Franken-Tatort als Drehbuch schon entwickelt. Er soll 2015 produziert werden und dann unter anderem auch in Würzburg spielen. Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg.“

Bild: BR / Gerhard BlankBettina Reitz, Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks:

„Ohne gutes Drehbuch kein guter Film. Und kein guter Film ohne einen guten Regisseur und hervorragende Darsteller. Mit Max Färberböck als Autor und Regisseur und Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs in den Hauptrollen hat der erste Franken-Tatort eine überzeugende Ausgangsposition, und wir freuen uns sehr, dass die beiden Hauptdarsteller von so wunderbaren fränkischen Kollegen wie Matthias Egersdörfer, Andreas Leopold Schadt sowie der Schauspielerin Eli Wasserscheid begleitet werden. Das ist ein regional und bundesweit starker Polizei-Cast, dessen interessante Figuren hoffentlich noch viele gemeinsame Tatort-Fälle in Franken lösen werden.“

 

Morgen laden wir zur Pressekonferenz!

Es gibt so viele Fragen. Wir wollen versuchen, Antworten zu geben – und laden morgen zu einer Pressekonferenz im Studio Franken ein. Aber das Beste ist: Auch Ihr könnt daheim mit dabei sein! Wir haben einen Livestream für Euch eingerichtet!

Unter der Adresse http://www.br.de/franken/sendungen/franken-tatort-pressekonferenz-100.html könnt Ihr am Mittwoch, 10. September, ab 13 Uhr dem Livestream folgen. Ihr könnt zudem hier mit uns chatten und uns Fragen stellen – da es morgen sehr voll wird sammeln wir diese dann und werden versuchen, sie auch im Nachhinein zu beantworten.

An der Pressekonferenz nehmen die Darsteller Fabian Hinrichs, Dagmar Manzel, Eli Wasserscheid, Matthias Egersdörfer sowie Andreas Leopold Schadt teil. Außerdem werden die BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz, die Leiterin des Programmbereichs Spiel-Film-Serie Bettina Ricklefs, die Leitung Studio Franken, Dr. Kathrin Degmair, die Leiterin der BR-Redaktion Reihen und Mehrteiler und zuständige Tatort-Redakteurin Stephanie Heckner sowie die Produzentin Kirsten Hager (Hager Moss Film) und noch einige andere vor Ort sein.

 

Dreh an der Uni Erlangen

Nachdem in und um Nürnberg schon einige Szenen für den ersten Franken-Tatort gedreht wurden, war jetzt die Uni in Erlangen dran. In einem Hörsaal ermittelten die Kommissare im Fall des ermordeten Professors:

Foto: BR/Stephanie HecknerSympathisch, dieser Andreas Leopold Schadt, oder? Der wandelbare Schauspieler wurde 1978 in Hof geboren, ist Theaterschauspieler und Schauspiellehrer, hat eine eigene Produktionsfirma gegründet und war zuletzt in “Der Sommer der Gaukler” von Marcus H. Rosenmüller zu sehen und in “Dreiviertelmond”.

 

“Nun sehe ich Filme mit ganz anderen Augen!”

Ihr seid sicher neugierig, welche Gesichter vom Casting im ersten Franken-Tatort zu sehen sein werden – sofern ihre Rollen nicht im Schneideraum herausgeschnitten werden… Wir haben einige für Euch herausgepickt:

Foto: privatChristian Hilgert:
“Als ich gehört habe, dass Komparsen gesucht werden, habe ich mich sofort beworben. Ich bin schon immer Tatort-Fan gewesen und die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Als ich dann ausgewählt wurde, hab ich mich riesig gefreut. Beim Casting waren echt tolle Leute dabei und man hat sich gut unterhalten. Dass ich jetzt als Komparse dabei sein kann, ist einfach galaktisch, die Vorfreude darauf unbeschreiblich.“

Christian war einer von fast 2000 Bewerbern. Und ehe er sich’s versah wurde er zum Mitarbeiter der Rechtsmedizin Erlangen. Glück hatte auch Emmerich Thürmer. Seinen Einsatz am Set vom ersten Franken-Tatort hat er schon hinter sich und ist daher um eine Erfahrung als Kripobeamter reicher:

Foto: privatEmmerich Thürmer:
“Ich kann mich auf Fotos oder Videos nicht sehen…
Warum dann die Bewerbung für das Casting? Ich fand es politisch und kulturell überfällig, dass Franken ein Tatort-Team bekommt, wenn man sich zum Beispiel auch an die spöttische Frankenkarikatur aus dem Münchner Tatort erinnert. Darum bin ich seinerzeit auch sofort der Tatort Franken-Facebook-Gruppe beigetreten! Wobei manche “Politiker” das Thema auch sehr stark instrumentalisiert haben… Das Konzept mit einer Mordkommission für ganz Franken ist auch wirklich lobenswert & frankenverbindend.
Ich habe mich extrem gefreut, dabei sein zu dürfen, fand auch alle Drehmomente spannend, trotz der Wartezeiten und der 20 Sekunden im Bild. Ich wäre begeistert, wenn die Szenen im Film blieben, nicht dem finalen “Cut” zum Opfer fielen, denn im ersten Franken-Tatort mitmachen zu dürfen ist Kult!”

Mit den Scheinwerfern um die Wette gestrahlt

Foto: privatMadeleine Schuffert:
“Von Anfang an, als ich vom ersten Franken-Tatort gehört habe, hab ich drauf hingefiebert, dass es endlich heißt – los ihr dürft euch bewerben – und dann hab ich gleich eine Mail geschickt. Ich hab mich einfach UNGLAUBLICH gefreut eingeladen zu werden – ich hab immerzu gestrahlt. Und ich glaub, das haben der Tibor und der Danny (die Regieassistenten, Anmerkung der Redaktion) auch gemerkt. Dass ich mich einfach wie verrückt freue! Ich hab mich noch nie für so was beworben – aber Franken-Tatort ist halt einfach was Besonderes. Jetzt bin ich bei der Spusi (= Spurensicherung) – und ich hoffe, dass ich meine Sache gut mache und auch beim nächsten Mal wieder dabei sein darf! Und dass meine Freunde mich trotz weißem Plastikanzug mit Haube erkennen ;-)”

Foto: privatDominic Pfeufer:
„Ich konnte es am Anfang noch gar nicht glauben. Beim Casting hab ich mir noch ausgerechnet wie viele Leute die in den zwei Tagen da durchschleusen wollen, und dann bin ich tatsächlich dabei. Der Drehtag war spannend und aufregend, sehr kurzweilig. Es waren sehr nette Komparsen dabei, ein guter deutscher Durchschnitt würde ich sagen. Ich hab mich wie ein kleiner Teil der Crew gefühlt, auch wenn man nur für vielleicht 10 Sekunden zu sehen sein wird – wenn überhaupt. Ich habe meinen kleinen Teil dazu beigetragen. Ein sehr nettes Team, das sich super um uns gekümmert hat. Dass man nebenbei einem professionellen Filmteam noch über die Schulter schauen konnte, war der Höhepunkt. Nun sehe ich Filme im Fernsehen mit ganz anderen Augen! Würde jederzeit gerne wieder mitmachen.“

Von der Studentin zur Praktikantin

Foto: privatHannah Ibisch:
“Ich hatte mich spontan beworben und gar nicht groß darüber nachgedacht – als dann die Einladung fürs Casting kam, habe ich mich gefreut, mir aber nur geringe Chancen ausgerechnet. Doch siehe da, ich durfte in zwei Szenen als Studentin mitspielen und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! Jetzt steht auch fest, was ich in nächster Zeit noch machen muss: Ein Praktikum beim Film.“

Wir danken natürlich Euch allen für Eure Geduld und Euren Einsatz! Und wir werden ganz genau hinschauen, wenn der erste Franken-Tatort ausgestrahlt wird. Ihr auch?