Time to say goodbye

Hervorgehoben

© Bernhard Kastner

© Bernhard Kastner

Liebe Tier-Blog-Freunde!

Seit nun fast zwei Jahren fliegen, krabbeln, kriechen, rennen, schweben … die unterschiedlichsten Tiere von winzig klein bis riesengroß über diese Seiten. Zahlreiche Geschichten über die fantastischen Leistungen und Erscheinungsformen im Tierreich, über erstaunliche und berührende Begegnungen zwischen Mensch und Tier, über unglaubliche Tier-Mythen, über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Tierwelt … kurz über die gemeinsame Welt von Mensch und Tier haben sich hier im Lauf der Zeit angesammelt. Und dann waren da ja noch die Episoden aus Kater Gustavs Tagebuch …

Diese Geschichten zu erzählen, hat uns viel Freude gemacht – und von Monat zu Monat haben wir damit mehr Tier-Freunde erreicht. Wir haben zahlreiche Kommentare von euch bekommen, wofür wir uns bei euch ganz herzlich bedanken. Nun ist es an der Zeit, sich zu verabschieden, der radioWissen Tier-Blog schließt seine virtuelle Tier-Welt und sagt ‚Danke fürs Lesen und Dranbleiben!‘

Wir wünschen euch allen eine wunderbare Zeit mit ‚unseren‘ Tieren, für die es noch eine ganze Menge zu tun gibt!

Es verabschieden sich Bernhard Kastner, Ulrike Lovett, Kathrin Gebert und natürlich unser ‚Gustl‘!

 

 

Die Beziehung Mensch und Tier

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Faszinierendes, Berührendes, Wissenswertes, Amüsantes aus der Welt der Tiere finden Sie hier in unserem Tierblog.

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Von Einem der auszog – Teil 2

Was bisher geschah

Freigängerkater Chips taucht seit dem Einzug eines Babys immer weniger zuhause auf. Da er gelinde gesagt ein „guter Esser“ war, liegt die Vermutung nahe, dass er sich eine neue Futterstation erschlossen hat. Mit einer Suchaktion habe ich diese ausfindig gemacht. Was ich dann alles erfuhr, stellte meine heile Katzenwelt auf den Kopf…..

Die Zweitfamilie

Chips hat sich nicht nur eine Futterstelle, er hat sich eine Zweitfamilie gesucht. Die wohnt Luftlinie etwa 200 Meter entfernt, allerdings mit Bahngleisen dazwischen. Seit der Geburt unserer Tochter kam Chips regelmäßig zu Besuch und hat sich mehr und mehr aufgedrängt. Der Familienvater, kein Katzenfreund, war anfangs strikt dagegen, ihn überhaupt reinzulassen, wenn er mal wieder vor der Terrassentür saß.

Chips harrt vor der Terrassentür der Zweitfamilie aus © Mederake

Chips harrt vor der Terrassentür der Zweitfamilie aus © Mederake

Aber durch sture Penetranz und sein sehr einnehmendes Wesen hat Chips schließlich auch den überzeugt. Zu Beginn wurde er nicht gefüttert, dann allerdings war er irgendwann ziemlich abgemagert, wirkte verwahrlost und krank. Ich habe rekonstruiert, dass das um die Zeit gewesen sein muss, wo ich ihn tagelang überhaupt nicht mehr gesehen habe. Er hatte wohl Würmer, ich konnte ihm ja keine Wurmtabletten mehr geben. Die andere Familie ist also mit ihm zur Tierärztin gegangen, wo er entwurmt und untersucht wurde.

Verkettung unglücklicher Umstände

Obwohl sie mit ihm bei unserer Tierärztin waren, die ihn sogar kastriert hatte, wurde er nicht erkannt und sie fand keinen Chip bei ihm. Im Nachhinein stellten wir fest, dass die Batterien des Chiplesegerät schwach waren und es deshalb nicht reagierte hatte. Und wenn es mal schief geht, dann richtig: Zur gleichen Zeit gab es im Ort einen älteren schwarz-weißen Kater, dessen Familie weggezogen war und der aber immer wieder zum alten Revier zurückkehrte. Die Zweitfamilie beschloss also diesen „armen, herrenlosen“ Kater zu adoptieren und ihn seine letzten Jahre so richtig zu verwöhnen. Aus meinem zweijährigen Teenager-Streuner-Kater Chips wurde so der alte Opa-Kater Söckchen, der nur Gourmetfutter bekam, in jedem Bett schlafen durfte und nach Strich und Faden verwöhnt wurde. Noch nicht mal zum „Geschäft erledigen“ muss er raus, sondern darf aufs Katzenklo im Menschenbad. Die Kinder, ja auch die Zweitfamilie hat Kinder, spielen mit ihm, beschmusen ihn und lieben ihn heiß und innig. Es werden Porträts von Chips, der bei der Zweitfamilie Söckchen heißt, angefertigt.

Da muss man sich nicht wirklich wundern, wenn er nicht mehr zu schreiendem und grabschendem Kleinkind, aggressiver Schwesterkatze und nur „normalem“ Futter kommen mochte.

Rehoming gescheitert

Trotz intensivem Whats-App Kontakt und Kooperation der Zweit-Katzenmama ist uns ein „Rehoming“ bisher nur vorübergehend gelungen. Dann wenn die Zweitfamilie im Urlaub weilte. Ansonsten schaut er ab und zu mal kurz vorbei und wenn das Futter nach seinem Geschmack ist, nimmt er das zu sich. Aber dann ist auch gleich wieder weg. Meistens ohne dass ich ihn zu Gesicht bekomme. Auf dem Sofa sitzt er gar nicht mehr mit mir, den Platz hat jetzt seine Schwester Fish übernommen. Die ist extrem entspannt seit ihr Bruder nicht mehr nach Hause kommt. Ich versuche die Vorteile des Auszugs zu sehen: Ich spare mir Unmengen an Futter, die „Geschenke“ (tote oder lebendige Mäuse) muss jemand anders wegmachen bzw. retten, wir teilen Tierarztkosten und es wird nicht mehr gerauft daheim. Ansonsten fällt mir leider nicht allzu viel ein, er fehlt mir natürlich sehr. Aber zugegebenermaßen fehlen mir die Ideen und im Moment auch Zeit und Energie eine konsequente Rehoming-Strategie zu erarbeiten und durchzuführen. Ein paar Mal habe ich ihn abgeholt und daheim die Katzenklappe verschlossen. Aber einen Kater wie Chips einzusperren ist Folter. Nicht nur für ihn, sondern dann auch für seine Schwester und alle anderen Beteiligten. Und so will ich ja auch keine Katze halten. Wenn er sich so offensichtlich unwohl fühlt und weg will, ist es mir lieber, er kommt nur ab und zu wenn er auch will und ich weiß ihn ansonsten gut aufgehoben. Ich bekomme ja per Whats App Updates aus seinem Alltag und auch immer mal Fotos.

Update von Chips Zweitmama ©Lovett/Mederake

Update von Chips Zweitmama ©Lovett/Mederake

Cat-Sharing

Gerade bei Freigänger-Katern ist es nichts Ungewöhnliches, dass sie ausziehen. Wie mein Chips sind sie oft sehr „divenhaft“ und mögen es nicht, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht. Laute Babys, andere Tiere, Veränderungen im Zuhause… Wenn klar ist, was stört, lässt sich oft eine Lösung finden. Vielleicht reicht es, wenn man einen ruhigen, separierte Rückzugsraum schafft. Braucht die Katze mehr Aufmerksamkeit oder schmeckt das Futter nicht, lässt sich da vielleicht auch etwas machen. Wichtig ist es auch, herauszufinden, wo sie versucht einzuziehen. Vielleicht kann man es noch verhindern, indem man die entsprechenden Nachbarn bittet, die Katze auf keinen Fall zu füttern und sie nicht reinzulassen. Wenn es dafür schon zu spät ist, kann man nur hoffen, dass ein Cat-Sharing Modell funktioniert und die Katze nicht ganz vergisst, wo sie eigentlich hingehört. Wichtig ist für einen selbst, sich klar zu machen, dass es meistens nicht daran liegt, dass man etwas falsch gemacht hat. Katzen haben ihren eigenen Kopf und sind Individuen. Manche mögen Gesellschaft, andere wollen als Einzelkater hofiert werden. Mein Chips ist eine Primaballerina und verlangt mindestens den roten Teppich ausgerollt zu bekommen. Im Moment kann ich das nicht leisten, aber vielleicht ändert sich sein Bedarf auch mal wieder und er zieht dann wieder zurück. Demnächst ist seine Zweitfamilie mal wieder im Urlaub, vielleicht macht Chips ja dann zumindest mal Urlaub „dahoam“?

Von Einem der auszog – Teil 1

 

Von Einem der auszog – Teil 1

Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Katze eifersüchtig wird, wenn ein Baby ins Haus kommt. Was mir aber mit meinem Kater passiert ist, das ist eher die Ausnahme. Hoffentlich… Weiterlesen

 

Der Dackel – Der Individualist unter den Hunden

Dackel – Klein aber oho!

Der ‚Dackel‘ löst bei den meisten von uns Assoziationen aus: Die einen denken an den ‚griabigen‘ Münchner in der Lederhosen, der vor sich hingrantelnd im Biergarten sitzt, unter ihm der ‚Lump‘, sein borstig-struppeliger Rauhaardackel. Die anderen denken an den bunten Münchner Olympiadackel ‚Waldi‘ – das Maskottchen der Münchner Sommerolympiade 1972. ‚Einmal Dackel – immer Dackel‘ – auch das begegnet einem, wenn man sich auf Stoffsammlung zu diesem kleinen Hund macht! Fest steht: Der Dackel lässt uns nicht kalt. Sein lustiger ‚Nähmaschinen-Gang‘, seine Neugier, sein Mut und seine Selbstsicherheit und auch sein charmanter Eigensinn machen ihn zu einem ganz besonderen Hund. Doch woher hat der kleine Hund sein auffallendes Erscheinungsbild und vor allem seinen einzigartigen Charakter?

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Das Elefantenkrankenhaus

Elefanten sind ein fester Bestandteil in der thailändischen Kultur, die Tiere gelten als Glücksbringer und das Königshaus hält sich selbst eine eigene Armee an Elefanten. Doch wenn es um die Pflege von kranken Tieren ging, dann war dafür lange Zeit niemand zuständig.

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Ein Besuch im Tigerasyl Ansbach

© Noah Cohen

© Noah Cohen

Unsere Autorin Katalin Fischer hat für ihre Recherchen zu Ihrem Radio-Beitrag über den Tiger das Tigerasyl bzw. Raubkatzenasyl besucht. Über ihre ganz persönlichen Eindrücke erzählt sie hier in unserem Tier-Blog:

Tiger – Die unglaublichen Alleskönner

Ehrlich gesagt wollte ich schon immer mal eine Sendung über Tiger machen. Tiger sind meine Lieblingstiere, sie sind so schön und so unglaublich faszinierend. Mit diesen Wahnsinnszähnen und dieser Kraft …, dass ich sie immerzu anschauen könnte. Und sie sehen, riechen, hören, spüren alles besser, als alle – oder die meisten – anderen Tiere. Mit ihren Tatzen spüren sie sogar kleinste Erschütterungen auf der Erde und wissen dadurch: ‚Aha, da in 10 Kilometer Entfernung kommt jetzt ein Hirsch!‘

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Die Kreuzotter kommt!

Sonnen um zu überleben

Wenn es jetzt wieder wärmer wird, wagen sich auch die Tiere wieder aus den Winterquartieren. Für einige ist es überlebenswichtig, dass sie sonnenbaden. Zum Beispiel für die Kreuzotter. Schlangen sind wechselwarme Tiere, sie können ihre Körpertemperatur also nicht selbst regulieren und sind von den Außentemperaturen abhängig. Kreuzottern überwintern in einer Kältestarre. Um die ersten Sonnenstrahlen so richtig zu erwischen, spreizen sie ihre Rippen und machen sich ganz flach, um die Sonne auf möglichst breiter Fläche zu erwischen. Erst nach einem ausgiebigen Sonnenbad werden sie richtig aktiv. Weiterlesen

 

Katzensex

Fish und Chips und der Katzensex

Katzenbabys Fish und Chips © Lovett

Neben ca. 50 Fischen, Garnelen und Schnecken in zwei Aquarien, sind diese beiden süßen Kätzchen unsere tierischen Mitbewohner (Spinnen nicht mit eingeschlossen). Ihre Mutter hat sie und ihre zwei Geschwister in einer Garage zur Welt gebracht und sie sind alle zusammen ins Tierheim gebracht worden. Alle fünf konnten vermittelt werden. Diese beiden kamen im Alter von 10 Wochen zu uns und wurden auf „Fish“ und „Chips“ getauft. Die Namen hat das Herrchen vorgeschlagen. Zwar mag er Katzen nicht besonders, als Neuseeländer liebt man automatisch Vögel und ist der Katze gegenüber voreingenommen, dennoch sind die zwei nach seiner Leibspeise benannt. Vielleicht erträgt er sie so besser.

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Der Murmeltier – Tag

Sowas ist auch nur in Amerika möglich - oder nicht? Ein Murmeltier zieht Zigtausende in seinen Bann ...

Kaum zu glauben: In Amerika dient ein Murmeltier als Wetter-Orakel – Tausende ströhmen am 2. Februar zu ihm und harren gespannt auf seine Wetter-Prophezeiungen. © Tobias Kubald

Wenn Tiere das Wetter vorhersagen … 

Der Laubfrosch im Glas, der auf seiner Leiter hochklettert – oder eben nicht – und so angeblich das Wetter vorhersagen kann – das kennt man ja! Auch Schwalben sollen passable Wetterdeuter sein: Bei ihnen zählt, wie hoch bzw. wie niedrig sie fliegen. Ist schlechtes Wetter im Anmarsch werden höhere Luftschichten kühl und windig, die Insekten weichen nach unten aus und fliegen in den unteren, noch wärmeren Luftschichten. Was dann logischerweise auch ihre Fressfeinde, die Schwalben, tun. Der Schwalbenflug kann also in der Tat als Wetter-Indikator gedeutet werden.

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Die intelligenten Pferde

Pferde, echte Überlebenskünstler

Pferde sind wahre Anpassungsgenies, sie überleben in den unwirtlichsten Gegenden dieser Erde. In Island sind es die robusten kleinen Islandpferde, die Kälte und Schnee widerstehen. In der Mongolei trotzen die kleinen Pferde der Nomaden dem schlimmsten Winter. Ebenso die verwilderten Mustangs in den Rocky Mountains, die den harten Lebensbedingungen dieser einmaligen Natur die kalte Schulter zeigen. Auf der anderen Seite passen sich Pferde trockenen und extrem heißen Lebensräumen an, wie die verwilderten Pferde Australiens und der Wüste Namib.

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