Die Beziehung Mensch und Tier

Hervorgehoben

Faszinierendes, Berührendes, Wissenswertes, Amüsantes aus der Welt der Tiere finden Sie hier in unserem Tierblog.

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Brauchen wir eine Katzensteuer?

 

Nicht nur wilde Katzen stellen Vögeln nach.

Katzen sind und bleiben Raubtiere, die Vögeln und Nagern, aber auch Reptilien nachstellen. © colourbox

Serienmörder auf Samtpfoten?

von Ulrike Lovett

Im letzten Jahr bescheinigte eine amerikanische Studie der Hauskatze Tötungen von Vögeln und kleinen Säugetieren in Milliardenhöhe. Das Buch „Cat Wars: The Devastating Consequences of a Cuddly Killer“ erschien im September und beschäftigte sich mit der Gefahr der Hauskatze für die Artenvielfalt. Für Deutschland wurden die „Mordrate“ auf ca. 200 Millionen Vögel pro Jahr geschätzt. Daraufhin wurden schon die ersten Stimmen nach einer Katzensteuer laut. Vogelschützer, z.B. von NABU, halten die Zahlen für zu hoch geschätzt, sehen aber durchaus eine Gefahr für die heimische Vogelwelt. Eine Katzensteuer sei aber nicht nur logistisch und gesellschaftlich nicht durchsetzbar, sondern auch verfehlt. Denn die Hauptgefahr geht von verwilderten Katzen aus. Es wäre durchaus denkbar, dass Katzenbesitzer, um die Steuer zu sparen, ihre Katzen aussetzen und sich so das Problem vergrößert. Eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Hauskatzen mit Freigang und ein Kastrations- und Sterilisationsprogramm für verwilderte Katzen würde das Problem viel eher lösen als eine Steuer. Bei den Kollegen vom Tagesgespräch wird heute um 12.05 Uhr auf Bayern2 und in ARD-alpha genau diese Frage gestellt: „Serienmörder auf Samtpfoten: Brauchen wir eine Katzensteuer?“. Sie können ab 11 Uhr kostenfrei anrufen unter 0800/94 95 95 5 und sich an der Diskussion beteiligen.

Heute beschäftigen sich unsere KollegInnen vom ‚Tagesgespräch‘ auf Bayern2 mit diesem Thema!

Am Schluss noch zur Verteidigung unserer Haustiger: laut dem Vogelexperte von NABU, wird wegen der geliebten Samtpfoten keine heimische Vogelart aussterben.

Was ist Ihre Meinung zu dem Thema? Schreiben Sie uns, wie Sie über eine mögliche Katzensteuer denken!

Links zu diesem Thema:

http://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-923600.html

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/katzen/15537.html

http://www.deutschlandfunk.de/nabu-in-deutschland-stirbt-keine-vogelart-wegen-katzen-aus.697.de.html?dram:article_id=236735

 

Wolfi wird grau …

Wenn Mensch und Hund eins werden …

Wir alle kennen ja diese oft nicht netten Kommentare, wenn Menschen mit den krummbeinigen, mobbeligen, zauseligen Vierbeinern an ihrer Seite verglichen werden. Und vielleicht ist ja wirklich etwas daran, dass dieses enge Band über Jahre hinweg zu einer gewissen äußeren Assimilation führt. Handelt es sich bei dem Hund an Herrchens oder Frauchens Seite um einen eleganten Weimaraner, einen edlen Afghanen oder einen stolzen Husky, mag man es vielleicht nicht ganz so persönlich nehmen, wenn man hört: ‚Schau mal, der/die sieht aus wie sein/ihr Hund!‘. Anders verhält es sich, wenn ein rundlicher, liebenswerter, kringelschwänziger, leise vor sich hinschnarchender Mops neben uns im Park sitzt. Nein, so sehr ich meine Mops-Dame ‚Emma‘ geliebt habe … – davor hatte ich immer Angst!

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Wie aus Gustav dem Stadtkater ein Landei wurde

Gustl schreibt nach längerer Kreativpause weiter an seinen Memoiren ...

Gustl schreibt nach längerer Kreativpause weiter an seinen Memoiren …

Es riecht nach Veränderung …

Kann mir bitte einer sagen, warum die Menschen ständig Veränderungen brauchen? Kaum hat man sich daran gewöhnt, dass so ein Sofa nunmal der ideale Krallen-Pflege-Hotspot und eine von mir ausgesetzte Maus, die sich blöderweise hinter dem Kühlschrank verschanzt hat, kein Weltuntergang ist … kaum also lief alles annähernd so, wie ich mir das vorgestellt hatte – da packen die beiden die Koffer! Ich denk, ich seh nicht recht, wo ich derartige Veränderungen – vor allem, wenn ich das Reiseziel nicht selbst auswählen kann, doch so sehr hasse!

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Ein glückliches Neues Jahr 2017!

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Liebe Tier-Blog-Freunde!

Von ganzem Herzen wünschen wir Euch allen ein gesundes, ein glückliches und vor allem ein friedliches Jahr 2017! Ein Jahr, in dem wir uns den Optimismus bewahren, dass selbst kleine Schritte manchmal Großes in Bewegung setzen können. Ein Jahr, in dem wir für unsere Mitmenschen UND die Tiere um uns herum, ob auf dem Sofa oder im Stall, einen achtsamen Blick bewahren!

Was ich persönlich mir vornehme? Weniger Energie ins Schimpfen über Mißstände wie den Etiketten-Schwindel bei Fellkrägen oder Bommelmützen verschwenden, denn das bringt nichts! Nicht alles glauben, was man liest und lieber einmal mehr nachfragen – und dann entscheiden! Und keine Angst: Mit so einem Rat (s. oben) würde ich den Gustl nicht ins neue Jahr ziehen lassen!

In diesem Sinn: Einen Guten Rutsch, Happy New Year und: Auf ein Neues!

Euer Team des radioWissen Tier-Blogs

 

 

 

 

Frohe Weihnachten!

© Bernhard Kastner

© Bernhard Kastner

Liebe Tier-Blog Freunde!

Wir, das Team vom Tier-Blog, von radioWissen und natürlich ganz speziell der Kater Gustl wünschen euch allen eine besinnliche, ruhige und vor allem friedliche Weihnachtszeit – und ein wunderschönes Weihnachtsfest! Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns ganz herzlich bei euch allen für die vielen netten Zuschriften und eure Treue bedanken!

Uns gibts jetzt knapp eineinhalb Jahre und die Zahl der Tierfreunde, die Interesse an unseren Geschichten zeigen, steigt noch immer. Das ist für uns hier das schönste Geschenk! Und wir freuen uns auch weiterhin über eure Kommentare und Anregungen!

In diesem Sinn: Eine schöne, tierisch entspannte und fröhliche Zeit!

Euer Tier-Blog-Team

 

 

Zungen – einfach tierisch!

Zeig mir deine Zunge!

Weltberühmt: Einsteins Zungenbild

Weltberühmt: Einsteins Zunge © dpa

Kaum ein Organ im Reich der Tiere erfüllt so vielfältige, unterschiedliche Aufgaben wie die hoch spezialisierte Zunge. Auch unsere menschliche Zunge ist ein wahres Multitalent: Wir schmecken, sprechen und schlucken mit ihr – und ab und zu zeigen wir unseren Mitmenschen damit auch, was wir von ihnen halten.

Tiere aber nutzen dieses Organ in oft außergewöhnlicher Art und Weise. Manege frei für die Olympiade der tierischen Zungenkünstler:

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Der Luchs – Gefährdeter Rückkehrer

Ein bayerischer Luchs

Tagsüber sieht man ihn kaum, den scheuen Luchs. © Luchsprojekt Bayern

Das Bermudadreieck der Luchse

Ein Beitrag von Ulrike Lovett

Die Region um den Großen Arber im Bayerischen Wald gilt als das „Bermudadreieck der Luchse“. Trotz Zuwanderung und Nachwuchs stagniert die Zahl der Tiere bei 15-20 Exemplaren. Besenderte oder registrierte Tiere verschwinden einfach spurlos. Die Forscher können das anhand ihrer Beobachtungen mit Fotofallen nachvollziehen. Manchmal taucht ein Kadaver im Wald oder am Straßenrand auf. Oder, besonders grausig, nur Körperteile der Tiere. Wie im Fall der Luchsgeschwister Leo und Leonie deren abgetrennte Vorderbeine 2015 in der Nähe des Hauses der Luchsbeauftragten gefunden wurden.

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Pottwale – Rebellion gegen den Walfang?

Die beeindruckende Fluke des Pottwals

Jeder Pottwal (Physeter catodon) ist an seiner charakteristischen Fluke zu erkennen. © picture-alliance/dpa blickwinkel

Moby Dick – Nur ein Roman?

Wer kennt sie nicht, die unglaubliche Geschichte von ‚Moby Dick‘, dem weißen Pottwal-Bullen, der zum Schrecken der Walfänger und damit zur Legende wurde? Im Jahr 1851 erschien der weltberühmte Roman von Herman Melville, seitdem wurde er mehrfach verfilmt. Unvergessen ist für mich aber noch immer die 1956 erschienene Fassung von John Huston mit Gregory Peck in der Rolle des Kapitän Ahab.

Unvergessen: Gregory Peck als Kapitän Mahab.

Unvergessen: die Moby Dick Verfilmung von John Huston. © picture-alliance/dpa

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Acht Arme und kein Knoten

Gemeiner Krake, Gemeiner Octopus, Polyp (Octopus vulgaris), Arm mit Saugnaepfen | common octopus, common Atlantic octopus, common European octopus (Octopus vulgaris), arm with suction cups | Verwendung weltweit

Die Saugnäpfe des Oktopus bleiben an allem kleben, außer seiner eigenen Haut. © picture-alliance/dpa

Der Oktopus hat im Evolutionslotto bei der Verteilung der Arme gewissermaßen den Hauptgewinn abgeräumt. Wir Menschen erhielten einen Trostpreis und müssen mit nur zwei Armen auskommen. Die Oktopusse, auch gewöhnliche Kraken genannt, schwingen hingegen gleich acht tentaklige Arme grazil durchs Meer.

Jeder einzelne davon ist mit hunderten kreisrunden Saugnäpfen besetzt. Diese sind darauf spezialisiert, Dinge festzuhalten. Sobald ein Saugnapf mit einem Stein, einem Fisch oder einer durchs Meer treibenden Plastikflasche in Berührung kommt, klebt sie am Oktopusarm fest.

Oktopusse verteilen Knutschflecke

Dieser Reflex ist so stark, dass sich selbst abgetrennte Oktopusarme noch an allem festklammern, was man ihnen präsentiert. Außer am Oktopus selbst. Ihre zupackenden Saugnäpfe bleiben nie, wirklich nie an der eigenen Haut hängen.

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Tiere von hinten – Wozu ein Schwanz gut ist

Bitte wenden!

Ein Beitrag von Franziska Timmer

Beim Schwein dient der Schwanz zum Vertreiben von Fliegen © picture-alliance/dpa

© picture-alliance/dpa

Man kann den Schwanz als Decke benützen, mit ihm durch die Lüfte oder das Wasser steuern, oder ihn als Dreckschleuder verwenden. So ein Tierschwanz hat einiges drauf. Aber dazu gleich…

Ich wurde Zeugin eines Unfalls. Er ereignete sich in unserem Garten – einem großen, schönen Garten mit hohen Bäumen. Und das Besondere: Er grenzt direkt an einen Bach. Wir saßen gerade bei Kaffee und Kuchen und genossen die letzten herbstlichen Sonnenstrahlen. Plötzlich sah ich aus dem Augenwinkel einen dunklen Schatten, der von der hohen Birke Richtung Bach sauste. Dann ein lautes Platsch. Bestimmt nur ein Ast, dachten wir. Doch die Überraschung war groß …

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