2013
Jun
18
Ulrike Hagen

möchte ich noch: meinen Eltern sagen, dass ich sie liebe,  einen Elefanten füttern  oder einmal nach Nepal reisen und den Himalaya sehen oder mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen und weniger arbeiten? – Ein Sprichwort sagt, manche Menschen leben, als ob es keinen Tod gäbe und sie sterben,  als hätten sie zuvor kein Leben gehabt.

Was macht für Sie das Leben aus, diese kleine Spanne Ewigkeit, die uns geschenkt ist?  Was möchten Sie erleben oder tun, bevor Sie sterben? Schreiben Sie uns.

2013
Jun
11
Philipp Grammes

Endlose Warteschleifen, hilflose Callcenter, Hinhaltetaktik und Inkompetenz: Telefonieren und Surfen im Internet macht nur so lange Spaß, bis etwas schief geht. Den Telefonanbieter wechseln ist eine Wochenaufgabe, das Routenplaner-Abo wieder loszuwerden ist schlicht unmöglich. In kaum einer anderen Branche ist der Service so schlecht wie bei den Telekommunikations-Unternehmen. Hier werden die Kunden oft hingehalten, abgespeist und nicht selten sogar regelrecht abgezockt. Die gesetzlichen Regelungen sind weich, eine Durchsetzung der eigenen Rechte oft nur mit teurem juristischem Beistand möglich.

Wie sind Ihre Erfahrungen? Haben Sie blühende Service-Landschaften erlebt, oder doch eher Wüsten?

2013
Jun
7
Ulrike Hagen

Und drinnen waltet
die züchtige Hausfrau,
die Mutter der Kinder,
und herrschet weise
im häuslichen Kreise
und lehret die Mädchen
und wehret den Knaben
und reget ohn’ Ende
die fleißigen Hände
und mehrt den Gewinn
mit ordnendem Sinn
und füllet mit Schätzen die duftenden Laden
und dreht um die schnurrende Spindel den Faden
und sammelt im reinlich geglätteten Schrein
die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein,
und füget zum Guten den Glanz und
den Schimmer und ruhet nimmer.

Friedrich Schiller, Die Glocke

Die alten Rollenbilder wirken noch

Eigentlich sollte man denken, dass heute in Deutschland Männer und Frauen weitgehend gleichberechtigt sind, nach jahrzehntelangen Kämpfen und gesellschaftlichen Diskursen, die an den alten Rollenbildern gerüttelt haben. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Statistik zeigt, dass sich nicht viel bewegt hat: In den 200 größten deutschen Unternehmen sind nur 13 Prozent der Führungskräfte weiblich. Bei der Hausarbeit hingegen arbeiten noch immer Frauen deutliche 100 Minuten täglich mehr als Männer. Oder beim Thema Teilzeitarbeit: Vier von fünf Teilzeitbeschäftigten sind Frauen, sieben von acht Müttern arbeiten teilzeit. Jede achte Frau steckt in einem schlechtbezahlten Minijob.

Männer schieben lieber Überstunden als Kinderwagen

Trotz aller gesellschaftlichen Dispute um die Emanzipation der Frauen, trotz Vätermonaten und Krippenplatzgarantie: Noch immer wollen 59 Prozent der Frauen unter 45 lieber teilzeit als vollzeit berufstätig sein, um sich in der verbleibenden  Zeit kompetent um Kinder und Haushalt kümmern zu können. Wenn da nicht im Hinterkopf  noch die “züchtige Hausfrau drinnen im Hause” waltet und wirksam den schwungvollen Aufbruch ins öffentliche Leben blockiert. Anders der Mann, der “echte Kerl”, der dann doch als frischgebackener Vater lieber im Büro Überstunden schiebt, statt zuhause den Kinderwagen.

Ist das gut so?

Überall also sind die alten Rollenbilder noch wirksam. Es gibt auch unter jungen Eltern noch genug, die finden: vielleicht ist das gut so.

Was meinen Sie? Schreiben Sie uns Ihren Kommentar!

2013
Mai
24
Christian Sachsinger

Wie leicht kann man das Image einer Nobel-Marke zerstören? Das versucht gerade der amerikanische Comedian Greg Karber herauszufinden. Er kauft die Kleider der Firma Abercrombie & Fitch in Secondhandläden auf und verteilt sie an Obdachlose in Los Angeles. Das konterkariert das Motto des Unternehmens, Mode nur für die wirklich “coolen kids”, die Elite, zu machen. Millionenfach wird der Spot nun auf Youtube geklickt und das Ganze vermutlich nachgemacht.

A&F_homeless

Die Reaktionen kamen prompt: Während viele die Aktion gut finden, kritisieren einige Greg Karber dafür, mit seiner Aktion Obdachlose zu instrumentalisieren. Die Frage dabei ist, ob das zugegebenermaßen geschickte Marketing von Abercrombie & Fitch wirklich so böse ist, wie Karber behauptet. Denn warum soll eine Marke nicht selbst bestimmen, an welche Kunden sie sich richtet? Klar ist es nicht nett, wenn es Damenbekleidung nur bis Größe 40 gibt, und für Männer bei Größe L die Grenze ist. Aber diskriminiert A&F damit tatsächlich die fülligeren und älteren Menschen?

Was meinen Sie?

2013
Mai
10
Jutta Prediger

Die Spezies der Supermamis ist inzwischen überall zu finden: Sie wollen immer für ihre Kinder da sein, die besten Geburtstagspartys ausrichten, die beste Hausaufgabenbetreuung leisten, zugleich die perfekte Partnerin für ihren Mann sein und auch noch im Job hundertprozentig durchstarten. Nie etwas zu vergessen, immer alles im Blick zu haben, immer perfekt zu sein - ganz schön anstrengend!

Sollten Mütter nicht besser ein Wenig männlicher werden, bevor sie am eigenen Ideal scheitern und ausbrennen? Mehr Mut zum Improvisieren haben? Wie lösen Sie das Dilemma in Ihrer Familie? Welche guten wie schlechten Erfahrungen haben Sie gemacht?

2013
Apr
12
Sybille Giel

Nach vielen Jahren ist irgendwann Schluss: Das aktive Arbeitsleben endet, der Ruhestand beginnt. Doch dieser Übergang ist oft schwer: Man selber will vielleicht noch nicht loslassen, der Nachfolger in der Firma steht schon bereit. Das Ende eines langen Arbeitslebens kann enttäuschend sein.

Wie war es bei Ihnen? Ein schönes Abschiedsfest oder nur ein leises Servus? Wie war Ihr letzter Arbeitstag?

2013
Apr
8
Monika Dollinger

Ab 2015 wird in Bayern der ärztliche Bereitschaftsdienst geändert. Außerhalb der Sprechstundenzeiten sollen alle Ärzte Notfalldienste schieben müssen: eben auch Psychotherapeuten, Mikrobiologen oder Pathologen. Bisher waren sie davon ausgeschlossen, weil sie “fachlich, räumlich und apparativ ungeeignet” sind. Jetzt droht Bayern der Ärztemangel und deswegen müssen alle ran. Die für die Änderung verantwortliche Kassenärztliche Vereinigung Bayern meint, “das verloren gegangene Wissen ist auffrischbar” mit entsprechenden Fortbildungsmodulen, die die Ärzte übrigens aus eigener Tasche zahlen müssen. 

Aber wollen Sie, dass ein Pathologe bei Ihrem Kleinkind mit 41 Grad Fieber entscheidet, was zu tun ist? Würden Sie den Anweisungen eines Psychotherapeuten vertrauen, wenn Sie akuten, evtl. sogar blutigen Durchfall haben? Würden Sie sich von einem Labormediziner eine Spitze geben lassen, der das zum letzten Mal in seinem Medizinstudium vor 20 Jahren gemacht hat? Oder sagen Sie: Besser als nix! Hauptsache, es kommt überhaupt jemand, der ein bisschen Ahnung von Medizin hat!

Schreiben Sie uns! Wir freuen uns auf Ihre Meinung!

2013
Apr
5
Christian Sachsinger

kinder-internet-verbot-100_binary_1

Was haben Kinder im Internet verloren? Brauchen Zehn-, Elf- oder Zwölfjährige wirklich schon Anbindung ans weltweite Netz? Die Antwort lautet eindeutig: NEIN! Das Internet ist ein Informationspool - zugegeben ein recht genialer. Aber es ist eben keine Spielwiese, keine Ort, an dem Kinder ihr grundlegendes Bedürfnis nach sinnlichen Erfahrungen befriedigen können. Jedes Jahr, das sie ohne vernetzten PC verbringen, ohne Smartphone oder Tablet, ist ein gewonnenes Jahr. Sie verpassen dabei nichts. Die Befürchtung, Kinder könnten ohne Netzzugang sozial und wissensmäßig abgehängt werden, ist lediglich eine Marketing-Argumentation der High-Tech-Branche. Allerdings: Den Nachwuchs vom Internet fern zu halten, erfordert eiserne Disziplin. Man muss dem Genörgel standhalten. Man muss lange Diskussionen führen. Und – das dürfte für viele die bitterste Pille sein – man muss als Eltern mit guten Beispiel voran gehen.

Was meinen Sie? Müssen Kinder unbedingt im Internet surfen?

2013
Mrz
15
Philipp Grammes

Wenn von bayerischen Schulen die Rede ist, geht es meistens um übervolle Lehrpläne, starre Hierarchien, frustrierte Schüler und Lehrer und unzufriedene Eltern. Kritik am System ist natürlich berechtigt – und doch gibt es immer wieder Schulen, die offensichtlich alles richtig machen. Vier Wochen lang sind wir durch Bayern gereist und haben solche Vorzeigeschulen besucht. Es gibt sie in Würzburg und in Zwiesel, in Oettingen und in München. Was sie vereint: Sie denken zuerst an die Schüler, fragen, was diese brauchen, um lernen und sich bilden zu können. Erst in zweiter oder dritter Linie geht es um Lehrpläne oder um Noten, um Vorgaben der Kultusbehörden oder um dogmatische Schulpolitik.

In den vier Wochen, in denen wir mit dem Notizbuch in die Schule gegangen sind, haben wir gelernt: Wer zuerst an die Schüler denkt, muss Dinge ändern. Wer nicht mehr Fächer unterrichtet, sondern Kinder, schafft Freiräume, in denen sich jedes Kind mit seinen Stärken erfahren kann. Wer sich auf den Weg zu einer anderen Art von Schule macht, geht kleine Schritte – und lernt bei jedem Schritt, was funktioniert und was nicht. Und was besonders auffällig ist: Wenn Veränderungen im Schulalltag dazu führen, dass Schülern das Lernen Spaß macht, dann motiviert das auch die Lehrer und freut die Eltern. Am Ende sind sich alle einig: So kann Schule gelingen!

Welche Erfahrungen haben Sie mit der bayerischen Schule gemacht?

2013
Mrz
5
Philipp Grammes

Nein, nein, Männer haben wichtigere Themen als die Macken ihrer Lebensgefährtinnen - die langen Beine der hübschen Bedienung in ihrer Stammkneipe zum Beispiel. Spaß beiseite: Auch Männer müssen mal Dampf ablassen. Schließlich kann das Leben in einer festen Beziehung sehr anstrengend sein. Denn SIE ist immer so emotional! Außerdem muss man IHR regelmäßig sagen, dass SIE wirklich nicht zu dick ist, was aber – an der Reaktion gemessen – nicht die richtige Formulierung zu sein scheint. Versteh einer die Frauen! Es reicht ihnen nicht, geliebt zu werden, sie brauchen Beweise. Sie brauchen einen Morgenkaffee ans Bett! Sie brauchen Gespräche! Und sie brauchen – jetzt sofort! – Hilfe beim Radlflicken, in Computerfragen oder im Haushalt!

ratsch-tratsch-bierklatsch-100_binary_1

Puh. Kein Wunder, dass selbst dem geduldigsten Trottel gelegentlich der Kragen platzt und er sich und seinen besten Kumpel verzweifelt fragt: Warum sind die Weiber bloß so schwierig?