Befristeter Vertrag, halbe Stelle, wenig Geld, hohe Lehrverpflichtung und vor allem kaum Aussicht auf Karriere: Der sogenannte wissenschaftliche Nachwuchs bleibt oft im akademischen System stecken. Zwischen Doktortitel und den raren Professorenstellen tut sich ein weites Feld prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf. Aus Liebe zu ihrem Fach nehmen viele Wissenschaftler das in Kauf. Gefährdet das deutsche System die Qualität der Wissenschaft? Warum lassen sich so viele Akademiker das gefallen?
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Ich möchte mal vorab zur Sendung die These vertreten, dass es ist kein Gesetz ist und auch nicht allein die klamme finanzielle Lage, die die Universitäten heute daran hindert, mehr Diversifikation und Transparenz in die wissenschaftlichen Karrierewege zu bringen.
Warum werden denn nicht Fachgebiete weiter aufgeteilt? Warum wird ein Teil der Beschäftigten im Mittelbau nicht zu Dozenten im Oberbau aufgewertet? – Mit Rechten in Lehre und Forschung, die Pflichten einer solchen akademischen Juniorpositionposition nimmt dieser Teil ohnehin längst wahr.
Es ist der Muff, der es verhindert, der Muff der im de facto immer noch existierenden Lehrstuhlprinzip traditioneller Universitäten steckt. So macht man heute keine Forschung und Lehre mehr — außer in Deutschland.
Was wenn man neun (9) Jahre nach der Promotion auf der elften (11. !) befristeten Stelle gesagt bekommt, es sei ein grosser Erfolg wenn (=falls) man eine unbefristete Stelle bekaeme, denn dies waere das Ziel der derzeigen “Nachwuchs-”Stelle?
Sind 11 befirstete Anstellungen denn nicht genug Nachweis der Exzellenz.
Publication record: 13 Physical Review Letters, 2 Europhysical Letters, 2 Nature Physics, 45 total, h-index 16, >700 citations received, age 37
Das. glaubt. eigentlich. kein. Mensch. (Wenn ich nicht wüßte, das es wahr ist.)