quer macht Sommerpause, die Redaktion ist in Urlaub (siehe hier) und unsere einsame Reporterin Laura Beck okkupiert das quer-Blog. Willkommen bei Blog-upy quer. Ist Laura “süß”? Das und weitere Zuschauer-Fragen und Kommentare sowie ein Blick nach Russland auf den Pussy-Riot-Prozess in dieser Folge.





Das Video ist ein bisschen zu sehr geschnitten für meinen Geschmack.
Aber gebt’s dem armen Gefangenen im Aufzug auch ab und zu ein Wasser damit er nicht verdurstet, gell.
Schade, dass die Girls von Pussy Riot offensichtlich keine Freunde bei den russischen Anonymous-Hackern haben. Denn hätten sie solche Freunde, wäre Putin (und die russischen Behörden) innert Stunden kaputt…
Liegt vielleicht daran, dass die russischen Hacker entweder für den Staat arbeiten oder im Gefägnis sind… ;-)
Hihi, wieder mal ein netter, doch missglückter Versuch, ein Sommerloch zu stopfen! Dachte, ich finde hier einen quer-würdigen, inspirierten Blog – aber das ist ja wohl eher Schüler-Fernsehen im Netz (schlechte Kopie von Ehrensenf). LANGWEILIG!
Geschmackloses Benehmen als Kunst zu verkaufen werde ich nie verstehen. Mögen die Hintergründe verständlich sein, gibt es ihnen noch nicht das Recht den Glauben von Mitbürgern ohne Respekt dermaßen zu mißachten. Das hat mit Kunst nichts zu tun.
…ja, denen sollte man die Kunstlizenz entziehen…
Geschmack ist so eine Sache. War die Aktion werbewirksam sowohl für die Band, als auch für die Russisch-Orthodoxe Kirche. Hat allein Putin wieder die Arschkarte mit der Verurteilung an der Backe. Wenn ich ihn so ehrfürchtig kniend im Ostergottesdienst sehen würde, wie Pussy Riot, könnte er vielleicht auch anschließend einen Tanz wagen, der nicht in die orthodoxe Liturgie gehört. Ich glaube nicht, dass das Schule machen wird in der Orthodoxie, eher ein einmaliger Ausrutscher bleiben wird. Im übrigen wäre es in Deutschland kaum anders gelaufen, wenn man die Kanzel erstürmt, ein abschreckendes Urteil müsse daher. Putin, bestimmt kein Mann der Kirche, kann noch begnadigen – und alle lieben ihn immer noch wieder.
Man darf aber kaum annehmen, dass in Deutschland oder einem anderen westlichen Länder dafür Straflager gefordert worden wäre bzw. es zu einer Gefängnisstrafe gekommen wäre. Eine saftige Geldstrafe ja, aber mehr auch nicht.
Hat jemand Lust, es auszuprobieren?
Gerne. Aber wo bekommen wir jetzt auf die schnelle eine vermummte, feministische Punkband her?
Und was ist, wenn das in einer Synagoge passiert, und die Störer gegen Israel meckern?
Was hat eine Synagoge in Deutschland mit Israel zu tun?
Aber selbst wenn, auch dafür gäbe es wohl kaum Straflager… oder sind die deutschen Konzentrationslager doch noch in Betrieb?
§167 StGB – bei uns genau das gleiche, mit dem Unterschied, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hätte.
Für die international lanzierte Behauptung, dass Putin sich in den Fall vor Gericht eingemischt hat, also Mikromanagement betrieben, gibt es überhaupt keinen Beleg. Das ist reine Unterstellung. Und Putin als Machtpolitiker ist nicht vollkommen irre.
Pussy Riots haben sich auch nicht nach den Regeln der Kunst verteidigt, sondern ihren Prozess für politische Manifestationen genutzt. Das ist sicher verständlich, nur dann hatte das Gericht auch gar keine andere Wahl. Auch ein Gnadengesuch wollen sie nicht stellen. Man kann sagen, selbst schuld.
§ 167 Störung der Religionsausübung
(1) Wer
1. den Gottesdienst oder eine gottesdienstliche Handlung einer im Inland bestehenden Kirche oder anderen Religionsgesellschaft absichtlich und in grober Weise stört oder
2. an einem Ort, der dem Gottesdienst einer solchen Religionsgesellschaft gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Dem Gottesdienst stehen entsprechende Feiern einer im Inland bestehenden Weltanschauungsvereinigung gleich.
Und wo steht da jetzt was von Straflager? Und selbst die Freiheitsstrafe ist reine ermessens Sache des Gerichts, darum steht da ja auch “oder Gelstrafe”.
Egal was man von der Aktion der Pussy Riots halten mag, für etwas ähnliches hätte es in Deutschland niemals eine Gefängnisstrafe gegeben (auch wenn ein paar Religionsfundis das sicher gefordert hätten).
Andererseits: In Deutschalnd gäbe es auch nicht denselben Anlass wie in Rußland.
Jetzt ist es raus – der Fanta-Fleck am Popst war noch vom Vorgänger.
Da kann der Metropolit Kirill auch mal Gnade walten lassen, zumal die Feuerlöscher vergessen wurden, geht ja auch ohne.
Wäre doch der Anlass derselbe in Deutschland, immer diese Merkel und immer wieder.
Klar, Deutschland ist auch genau die gleiche Diktatur wie in Rußland…
Klar war der Vergleicht nur beiläuftig. Es geht um Aktionskunst, welche in Russland und der Ukraine in der Krise stattfindett. Während sich Deutschland bemüht Nazi-Aufmärsche zu verhindern. Somit alte Mythen gepaart mit ewigen Erichen zu einer schweigenden Mitte vereint.
Mein Traum, einer schrecklich verschönerten Badbank als Kunstmahnmal im Kontrast zu Galerien um den Römerberg in Ffm – vielleicht doch noch Occupy – statt blogUpie.
Bin gespannt auf querbeitäge zu Aktionskünstern in Bayern zwischen den Sommer und Weihnachtsferien. Aber nicht, – dass dicke Kinder Holzkreizl von Wallfahrtskapellen sägen.