Der quer-Ministerpräsident erklärt heute alles musikalisch: Er ist die Trompete, der Volkeswille der Luftstrom, der durch selbige fließt und sie zum Klingen bringt. Ude tippt bei ihm allerdings weniger auf Trompete als auf Maultrommel. Creative Commons BY-NC-ND 3.0 DE 2012.
Statt zu jedem Thema einen Studiogast einzuladen, verkleiden wir unseren Moderator Christoph Süß und lassen ihn sich selbst interviewen. Redaktionsintern heißt das quer-Schläger. Diese Woche als Familie zum Thema “Ritalin”.
Keine Planwirtschaft! Der freie Markt regelt alles! Das meint zumindest Philipp Rösler, wenn es um die Strompreise geht. Auch Rainer Brüderle hätte etwas zu regeln, in Bezug auf eine Reporterin vom “Stern”. Auf den freien Markt kann er allerdings nicht hoffen …
Studien erklären uns die Welt. Sie machen Zusammenhänge klar, auf die wir sonst nie gekommen wären. Wer hätte auch ahnen können, dass Pestizide – Gift – für Bienen giftig ist? Da mussten erst die Wissenschaftler kommen …
Jahrelang war der Journalist Thomas Kuban für seinen Dokumentarfilm “Blut muss fließen” mit versteckter Kamera in der Neonazi-Szene unterwegs. Die Angst war dabei ein ständiger Begleiter.
Kurz nach der Führerscheinprüfung verursachen junge Autofahrer die meisten Unfälle. Umso wichtiger wäre eine fundierte praktische Ausbildung. Doch ausgerechnet bei den Fahrstunden tricksen unseriöse Fahrschulen, um sich im harten Wettbewerb einen Vorteil zu verschaffen. So werden Sonderfahrten zwar deklariert aber nicht geleistet. Statt auf Autobahn oder Landstraße üben die Fahrschüler dann nur in der Stadt. Ein weiterer Trick: Schüler werden bewusst schlecht vorbereitet, fallen bei der Prüfung durch und bringen der Fahrschule weitere Unterrichtsstunden ein. Das Fahren lernen viele dann erst später – ohne Fahrlehrer.
Die Arbeit von Almbauern ist oft mühsam. Vieles geht auf dem Berg nur in Handarbeit, ganz im Gegensatz zur hochtechnisierten Landwirtschaft, wie sie im Tal möglich ist. Besonders berücksichtigt wird die harte Arbeit der Bergbauern von der EU bisher kaum – Fördergelder werden hauptsächlich nach Größe der Betriebsfläche bezahlt und nicht nach Arbeitsaufwand. Das will eine Allianz von Naturschützern jetzt ändern. Sie haben sich zusammengeschlossen, um sich bei der EU für die Almbauern einzusetzen. Doch die Almbauern selbst sagen: Hilfe von außen – nein, danke.
In den Städten herrscht Wohnungsmangel. Allein in München werden schon bald 290.000 Wohnungen fehlen, die Mieten entsprechend weiter steigen. Die Anzahl staatlich geförderter Wohnungen ist in den vergangenen 10 Jahren in München um 90% geschrumpft. Und so sind Mieter mit niedrigem Einkommen dem Markt chancenlos ausgeliefert. Jahrelang wurden bundeseigene Sozialsiedlungen an private Investoren verkauft, so auch die Siedlung Ludwigsfeld in München. Seither sind die Mieten dort explodiert. Doch im Wahljahr nutzen Politiker das Thema “Mietpreise” als Wahlkampfthema und versprechen vollmundig bezahlbaren Wohnraum.
Eine Zeitungsannonce sorgt in Nürnberg für Aufruhr: “Igelchen” entschuldigt sich bei seiner Ehefrau und beendet gleichzeitig, in einer kleineren Anzeige, die Affäre mit “Sommersprosse, Sonnenschein”. Und da die Lust am Klatsch und Tratsch so alt ist wie der Seitensprung selbst, gibt es in Franken kaum noch ein anderes Thema: Was ist passiert? Und wer ist eigentlich “Igelchen”? Das Geheimnis schlummert in der Anzeigenabteilung der Nürnberger Nachrichten – und quer wirft einen Blick drauf.
Bei Füssen, mitten im Allgäu, planen Investoren mit Unterstützung des Bürgermeister ein “echtes” Allgäuer Dorf – mit angeblich typischen Häusern, Marktplatz und traditionellen Handwerkern. Die Bauherren sehen darin eine “authentische Präsentationsfläche” für die Region. Aber viele Allgäuer fragen sich: Ist das echte Allgäu nicht mehr authentisch genug? Und wer steckt eigentlich genau hinter den Plänen?