2012
Okt
24
avatar ADMIN Querulant

Eltern von Grundschülern blicken nicht mehr durch! Denn der Nachwuchs muss anders subtrahieren, als es Generationen zuvor gelernt haben. Der bayerische Lehrplan sieht das sogenannte Abziehverfahren vor. Doch das erscheint kompliziert und führt nicht nur bei Eltern zu Verwirrung. An Gymnasien wird deshalb nach dem alten Ergänzungsverfahren gerechnet. 5.-Klässler fangen so also nochmal von vorn an. Doch warum ändert das Kultusministerium alle paar Jahre erprobte Verfahren? Immerhin kosten solche Umstellungen ja nicht nur Eltern viele Nerven, sondern vor allem auch den Steuerzahler viel Geld.

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24 Kommentare zu „Das Kreuz mit dem Minus: Rechen-Chaos an bayerischen Schulen“

  1. avatar h. Metz sagt:

    hat das etwas mit langeweile im kultusministerium zu tun?? klar funktioniert das verfahren so auch, aber hat es irgendeinen Vorteil? nicht dass die kids heutzutage schon vielmehr stress haben als wir zu unserer Schulzeit…nein” man “erfindet” das “Abziehverfahren”….na ja ein gutes hat das dann doch noch: jedoch nur für die Erwachsenen: man muss seine eingerosteten und durch comouter und taschenrechner eingetrockneten kopf(rechnen)-zellen ein bisserl anstrengen, um das mit dem nachwuchs zu üben…

    • avatar sepp sagt:

      ja, wieder ein Beweis, daß man nicht 16 Kultusministerien braucht um eine sprache, eine Mathematik, eine Physik zu lehren.
      Weg mit den Kultusministerien -> mehr Geld für Bildung

  2. avatar René sagt:

    Es ist Wahnsinn! Ich finde quer eine gelunge Sendung. Aber diesmal kritisiert man die Falschen!
    Klar macht ist das kein Ruhmesblatt für das Kultusministerium, aber warum ändert man denn ständig etwas?

    Medien klagen über nicht zeitgemäße Methodik der Lehrer. Es gibt zwar noch nicht mal in allen Klassenzimmern Beamer, aber schon sprechen vermeintliche “Experten” schon von E-Learing und Smart-Boards.

    Ich bin selbst Lehrer und bestimmt auch ein medialarbeitender dazu! Aber erstens will ich die Ausstattung dafür und zweitens kann man nicht jedes Jahr “ne neue Sau durchs Dorf treiben!”. Generationen haben ohne Computer gelernt und sind was geworden, heute meint man, dass es ohne Computer nicht mehr geht.

    Generationen haben das alte Subtraktionsverfahren gelernt, aber wir müssen ja immer moderner, zukunftsorientierter und vionärer werden.

    Es ist eine Wanderung auf Messers Schneide, wo man “mit der Zeit gehen muss” und wo man auch mal auf “Bewährtes setzen sollte”. Vielleicht sollten wir alle uns fragen, ob diese Absurditäten nicht einfach Auswüchse einer viel zu schnelllebig orientierten Bildungsmethodenpolitik sind?!

    • Hallo René,

      danke für Ihren Kommentar. Wen kritisieren wir denn und inwiefern “sind das die Falschen”?

      Viele Grüße

      ADMIN Querulant, quer-Redaktion

      • avatar René sagt:

        “Ihr” = Die veröffentlichte Meinung als Ganze

        Bildungsstudie kommt raus, sofort wird kritisiert, warum diese und jene Schwächen noch vorhanden sind, und wie man sie verbessern kann. Was gut läuft, wird gar nicht weiter diskutiert. Es ist wichtig Schwächen zu benennen (Aufgabe der Medien), aber gute Arbeit zu loben. Medien haben daher auch die Verantwortung nicht die Meinung jedes Politikers, Forschers oder Bürgers zu veröffentlichen, der vom Bildungsbereich keine Ahnung hat, aber selbst meint die neuste mediale Ausstattung und die neusten Unterrichtsmehtoden (die er nur benennen kann, aber nicht kennt) seien ein Allheilmittel. So zwingt man Ministerium zum “arbeiten” also Neuerfindungen, um nicht stehen zu bleiben.

        Ihr kritisiert das Kultusministerium. Das ist der falsche Adressat. Ja, es war der Fehler, der dort verbrochen wurde. Aber Grundlage für ständige Lehrplan- und Lehrmethodenänderungen habe ich Euch oben dargelegt!

        • Wir sind “die veröffentlichte Meinung”? Das ist ja noch pauschaler als das gelegentlich geäußerte “die Medien”. Solche Kritik hilft uns nicht. Aber gehen wir ins Detail: quer hat über die von Ihnen angesprochene Bildungsstudie nicht berichtet. Aber wir berichten über die Entscheidungen des Kultusministeriums bzw. deren Folgen, die Sie (Sie schrieben “ja, es war der Fehler, der dort verbrochen wurde”) auch kritisieren. Deshalb meine obige Rückfrage zur Kritik an “den Falschen”, die damit beantwortet ist. Danke dafür.

          Viele Grüße

          ADMIN Querulant, quer-Redaktion

          • avatar René sagt:

            Zur Verdeutlichung. Ich schätze Ihre Sendung! Ich kenne quer und ich unterstelle nicht Ihrer Redaktion ein solches Verhalten.

            Sie werden mir aber Recht geben, dass über Bildung sehr häufig, und das nicht immer mit dem notwendigen Sachverstand, berichtet wird. Daher kommt es im Ministerium zu solchen Fehlern, die SIE zurecht bemängeln.
            Ich wollte damit nur anmerken, dass durch die Medienberichterstattung per se solche Fehler passieren – und dabei war nicht Ihre Redaktion im Speziellen angesprochen!

          • Verstehe, danke.

            Ob das Handeln des Ministeriums allerdings allein eine Folge der Berichterstattung ist, sei allerdings mal dahin gestellt.

            Viele Grüße

            ADMIN Querulant, quer-Redaktion

    • avatar René sagt:

      Dieser Artikel sagt genau das aus, was ich meinte: [Link entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.]

      Unser Problem in der Bildung: Ewige Besserwisserheit

  3. avatar Frau K. sagt:

    Auch ich bin der Meinung, dass in dieser Sache die Falschen kritisiert werden. Das neue Verfahren mag umstritten sein, schlechter und schwieriger als das alte ist es sicherlich nicht. Eher ist es einfacher, denn Minus-Rechnen ist einfacher als Ergänzen, denn Letzteres entspricht den für viele Kinder schwierigen Platzhalteraufgaben. Lediglich Aufgaben bei denen von geraden Hundertern oder Tausendern abgezogen werden muss sind schwieriger. Dies wird jedoch im Unterricht in der REgel ausreichend geklärt. In fast allen anderen europäischen Ländern wird ebenfalls das Abziehverfahren unterrichtet unter anderem in den skandinavischen Ländern. Die Problematik liegt hier also nicht in der Schwierigkeit des Verfahrens an sich, sondern in der veränderten und daher für viele Eltern und Gymnasiallehrer einfach ungewohnten Rechenweise. diese wird nach dem “Was der Bauer nicht kennt…” Prinzip von vorn herein verteufelt ohne sich damit richtig zu befassen. Ein Elternabend, welcher die Eltern in die neue Rechenweise einführt, könnte hier sicher viele Missverständnisse aus der Welt räumen.
    Die Kritik sollte sich vielmehr an die Gymnasiallehrer richten. Wieso können diese nicht das neue Verfahren weiterführen… Die Grundschullehrer müssen nach diesem System unterrichten, während die Kinder am Gymnasium zum Umlernen gezwungen werden. Erst hier werden die Kinder wirklich verwirrt, vorher kennen sie nur das neue Verfahren, welches die Kinder häufig nicht als schwierig erleben. Hier stellt sich mir die Frage: Ist im Gymnasiallehrplan das neue Verfahren nicht auch vorgeschrieben? Meiner Meinung nach ist nicht das neue Verfahren an sich schlecht, sondenr die Tatsache, dass es im bayrischen Bildungssystem dann nicht auch konsequent durchgehalten wird. Dadurch werden die Kinder verwirrt.
    Was ich hier besonders verwundlerich finde, ist das der finanzielle Aspekt hier überhaupt betont wird. Die Kosten für diese Umstellung sind im Vergleich zu den Kosten anderer Politischer Fehlentscheidungen marginal. Aber hier wird der Stellenwert den Bildung in unserem Land hat deutlich. Sie soll im internationalen Vergleich gut sein, kosten darf sie allerdings nichts.
    Nicht nur auf dieses Beispiel bezogen, sollte an erster Stelle stets die Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Innovationen stehen. Ist diese gegeben, so sollten diese unter größten Anstrengungen umgesetzt werden, auch wenn dies mit finanziellen Anstrengungen verbunden ist. Das sollte und die Zukunft unseres Landes Wert sein. Denn mehr Ausgaben für Bildung und vor allem zur Erhöhung der Bildungsgerechtigkeit schlägt sich sicherlich auf sinkende Sozialausgaben in Zukunft nieder. Aber diese weit eintfernte Zukunft interessiert unsere Politiker bekanntlich wenig. Und echte Veränderungen im Bildungsbereich bringen nun einmal keine Erfolge innerhalb einer Legislaturperiode… da lieber Betreuungsgeld ;) das kostet ja nichts…
    Aber leider wird Bildugnspolitik selten zum langfristigen Wohle unserer Kinder konzipiert, sondern zum kurzfristigen Machterhalt der Politiker. Armes Bayern…
    Bitte entschuldigen Sie, dass ich am Ende etwas vom Thema abgekommen bin. Aber der Text sprudelte einfach in den Computer hinten:)

  4. avatar Lothar Olly Volz sagt:

    Menschen sind Gewohnheitstiere!
    Es ist klar, dass viele Menschen nicht kappieren wollen, dass man auch anderes rechnen kann. Wir Ewachsene werden uns nicht mehr umstellen. Aber für wen ist das ein Problem? Doch eher nur für solche Leute, die bis heute nicht richtig rechnen gelernt haben.
    -
    Aber man darf nicht grundsätzlich gegen eine Veränderung sein. “Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit”. Die Deutsche-Rechtschreibreform ist bis heute in vielen älteren Köpfen nicht angekommen und wird dann dort auch nie mehr ankommen. Deswegen geht die Welt nicht unter!

  5. avatar heidi sagt:

    Ich fürchte, da wird in einigen Büros auch in anderen Ministerien an der eigenen Daseinsberechtigung gearbeitet.

  6. avatar Mattheisbrichtseis sagt:

    Oh mei, Ihr macht’s Euch Gedanken…
    Frag’ ich einen Betroffenen (meinen Sohn), sagt der nur:”g’lernt hab’ ich’s so, rechnen tu ich anders, gehen tut beides”
    Ein wahrhaft weises Statement sich nicht über Alles aufzuregen!

  7. avatar Apollonia Klümchen sagt:

    Das aktuelle Abziehverfahren an den Grundschulen ist international weiter verbreitet als das Ergänzungsverfahren, das die Eltern noch kennen.
    In den 5. Klassen gibt es zwar kurz Verwirrung, aber das stellt kein Problem dar. Es kommt ja nur auf das Ergebnis an. Wie die Kinder auf dieses Ergebnis kommen, bleibt den Kindern selber überlassen. Auch bieten viele Grundschulen gleichzeitig beide Verfahren an. Und in der 5. Klasse sollte man schon abziehen können… Man macht sich ja auch nicht mehr Gedanken darüber, wie man Lesen gelernt hat, man liest einfach. Wenn in der 5. noch einmal angefangen werden muss, das Abziehen zu lehren, läuft irgendetwas ganz anderes falsch.

  8. avatar Aquilex sagt:

    Ob man unten addiert oder oben subtrahiert, das ist doch völlig schnuppe. Gleich schwer, gleich verständlich. Wo ist das Problem? Umlernen, neulernen: Eine Kinderquälerei? Aber angeblich soll man ja “lebenslang lernen”. Die ARMEN Kinder sind ja immer SO ÜBERFORDERT von allem. Jaja. Für Facebook und so reicht es allemal noch.

  9. avatar Frau E. sagt:

    Mein Sohn hatte weder mit der einen noch mit der anderen Methode irgendwelche Schwierigkeiten. Eine Überforderung konnte ich da nicht erkennen. Das neue System sieht aber wegen der notwendigen Durchstreicherei einfach unübersichtlich aus. Das ist sicher für alle, die es nicht gelernt haben, ein Problem. Es wirkt einfach schlampig. Aber wenn man das Thema anpackt, dann sollte sich das Ministerium auch Gedanken über die sog. vereinfachte Ausgangsschrift machen. Was daran vereinfacht ist, ist mir bis heute schleierhaft. Und diese Schrift wird auch in vielen anderen Bundesländern nicht benutzt.

  10. avatar hepu sagt:

    Die Kinder kommen mit dem Abziehverfahren solange gut zurecht, bis die Eltern das “richtige” Subtrahieren zu Hause erklären. Viele weiterführende Schulen lassen die Fünftklässler so schriftlich rechnen, wie sie es gelernt haben. Die Fünftklasslehrer freuen sich doch, wenn die Schülerinnen und Schüler korrekt rechnen können – egal nach welchem Verfahren.
    Das Abziehverfahren hat didaktische Vorteile und auch verfahrenstechnische Nachteile – dazu sollte man aber die Fachleute fragen und nicht die Großeltern auf der Straße. Sonst spricht auch alles dafür, weiterhin Sütterlin statt lateinischer Buchstaben zu unterrichten, da konnten die Großeltern den Enkeln auch besser helfen.
    Unverständlich ist, warum quer auf dieses Thema jetzt kommt, wo das “neue” Subtraktionsverfahren (das es in anderen Ländern schon lange gibt) schon seit Jahren in Gebrauch ist.

  11. avatar Franz B. sagt:

    Die Eltern, die das neue Verfahren so hirnrissig finden, haben das alte Verfahren nur anzuwenden gelernt, aber nicht verstanden, seine RICHTIGKEIT ist nämlich nicht leicht zu vermitteln, dafür kann man aber recht schnell – OHNE VERSTÄNDNIS – das Ergebnis bekommen.

    Beim neuen Verfahren ist es umgekehrt. So mancher kann es noch verstehen, auch wenn er es schlecht erklärt bekommt. Aber schnell und elegant zum Ergebnis kommt man damit nicht.

    Ich bin seit vielen Jahren Mathelehrer (nicht an der Grundschule und seit über 10 Jahren nicht mehr in Bayern) und finde die Diskussion rührend. Ich stelle nämlich fest, dass an der gymnasialen Oberstufe fast kein Schüler das alte Verfahren erklären kann, dass also nichts verstanden wurde. Das neue Verfahren ist also immerhin der mutige Schritt hin zum Verständnis, weg vom geistlosen Durchführen.

    Der Königsweg wäre aber meiner Ansicht nach, das alte Verfahren verständlich zu erklären. Das geht, es dauert halt ein bisschen. Der Filmschnipsel von der fünften Klasse lässt übrigens nicht darauf schließen, dass da erklärt wird, warum das alte Verfahren korrekt ist. Da scheint wieder nur gezeigt zu werden, WIE MAN ES MACHT.

  12. avatar E. K. sagt:

    Da ich selbst dieses Verfahren in der Schule gelernt habe,
    kann ich sagen, dass es für alle Schüler schwierig ist, wenn
    sie nach der Grundschule an eine neue Schule kommen. Selbst gute Grundschüler
    hatten später im Gymnasium das Problem mit der neuen Subtrahiertechnik.
    Das viel Zeit von den Lehrern für die Schüler genommen wurde, das neue System
    zu erklären, daran kann ich mich nicht erinnern. Man hatte den Stoff der 5. Klasse
    Durchzubringen, ob es nun von den Schülern verstanden wurde oder nicht.
    Da gab es keine Zeit für lange Erklärungen.

    Ich kann verstehen, dass die Eltern ihren Kindern helfen möchten,
    doch sollen sie sich nicht so sehr darüber beschweren. Heutzutage
    muss man in der Schule teilweise Sachen lernen, die die Eltern noch nicht lernen mussten.

  13. avatar even sagt:

    Sehr putzig finde ich, dass hier auf dem Land inzwischen das Lehrpersonal den heimlichen Widerstand probt und nach einem Elternabend mit Abziehverfahrensbelehrung in der dritten Klasse Anfang der vierten Klasse flugs noch das alte Verfahren vermittelt. So findet die Verwirrung wenigstens vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule statt.

  14. avatar Andreas D. sagt:

    Mal wieder ein glänzendes Beispiel dafür, was dabei heraus kommt, wenn sich Leute wichtig machen wollen.
    Ich selbst wurde 1995 eingeschult und habe noch alles nach den ‘guten alten’ Verfahren gelernt – und heute sehe ich bei meinen jüngeren Geschwistern so einen Käse. Dieses ominöse Abziehverfahren, welches wie in dem Beitrag anschaulich zu sehen war bei sämtlichen aufgaben, die man nicht auch genau so gut ohne Papier einfach im Kopf lösen könnte, vollkommen ungeeignet ist zeigt doch nur, wie langweilig den Herrschaften in den Kultusministerien offenbar sein muss.
    Ein anderes Beispiel ist die sogenannte “Vereinfachte Ausgangsschrift” welche die Schreibschrift ersetzt hat und die jedes noch so schöne Schriftbild durch überflüssige Haken und Ösen derart verschandelt, dass zumindest ich mich frage, ob die “Experten” die sich diesen Müll ausgedacht haben noch ganz bei Trost waren… Obendrein sind in ausgeschriebener Form die Buchstaben oft nur im Wörtlichen Zusammenhang auseinander zu halten (z.B. L und B), was mir als Legastheniker zusätzlich zu dem hässlichkeitsbedinngten Augenkrebs teilweise erhebliche Probleme bereitet.

    Meiner Meinung nach finden die Verantwortlichen einfach nicht genug sinnvolles zu Tun, obwohl es ja genügend Baustellen gäbe!
    Aber alles in Allem ist das Deutsche Bildungssystem ohnehin dermaßen Verkorkst, dass man es am besten einfach mal von Grund auf neu gestalten sollte und das nicht erst seit Pisa. Wozu es gut sein soll, dass jedes Bundesland da sein eigenes Süppchen kocht ist mir schleierhaft. Dann noch so Auswüchse wie das G8, das anstatt irgendetwas zu verbessern nur dafür sorgt, dass der Prozess “Unterricht” für alle beteiligten stressiger wird und am Ende ein unterm Strich schlechteres Ergebnis steht.
    Gründe, sich zu echauffieren gibt es bei dem Thema leider mehr als ich in einer angemessenen Zeitspanne niederzuschreiben imstande bin – die direkt betroffenen Schüler und deren Eltern werden mir hier sicher zustimmen…

    In diesem Sinne bleibt zu Hoffen, dass es in näherer Zukunft ein mal zu tatsächlichen Reformen (definiert als ” !!planvolle!! und gewaltlose Umgestaltung bestehender Verhältnisse) kommt.

  15. avatar S.C. sagt:

    Die Sache ist doch ganz einfach: Software kommt erst einmal auf den Markt und dann wird an den Schwachstellen so lange herumgebessert, bis die nächste Generation der Unvollkommenen auf den Markt kommt.

    Das “neue” Subtraktionsverfahren führt nicht zu verbesserter Rechenleistung und dient auch nicht der Übersichtlichkeit,
    die “Sütterlin”schreibschrift führt nicht zu einer leichter erlernbaren, schnelleren und schöneren Handschrift
    die re-revidierte Rechtschreibung führt zu keiner größeren Einsicht in die Schreibprinzipien der deutschen Sprache.

    PISA, IGLU, VERA, Evaluationen aller Art ergeben regelmäßig, dass Mittelmaß vorherrscht und soziale Ungleichheit systembedingt sind und zugenommen haben

    Herausgekommen ist immer nur eines und das überdeutlich: Das deutsche Schulsystem produziert insgesamt Mittelmaß und fördert Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit – Bildungsverlierer gibt es nicht wegen der “neuen” Verfahren.

    Konsens gibt es: Alle denken nur an sich, nur ich, ich denk an mich.

  16. avatar Ardeymann sagt:

    Ein bißchen Persiflage: In den Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma gibt es den Onkel, der in stundenlangen Bemühungen die Schulaufgaben des Neffen falsch löst. Vom Neffen abgeschrieben und eingereicht, wird das Ergebnis vom Lehrer dann mit “So eine dumme Rechnung kann nur ein Esel machen” kommentiert, bis sich herausstellt, daß der Onkel der Verursacher war. Die von Onkel und “Professor” gemeinsam ausgeheckte Lösung: “Ich habe deine Rechnung noch einmal durchgelesen; sie ist ganz richtig, aber nach einer alten Methode, die es nicht mehr gibt.”
    Übrigens: man betrachte sich mal die Rechtschreibung in den diversen obigen Einsendungen. Ministerium, aufgemerkt!

  17. avatar Skeptiker sagt:

    Also es ist jetzt über 20 Jahre her, dass ich das “Ergänzungsverfahren” gelernt habe. Ich erinnere mich wie ich sogar zusammen mit meinen Großeltern auf diese Art subtrahieren gelernt habe. Aber als dann der Taschenrechner in der Schule kam, war das alles ganz schnell vergessen. Aber ich habe mir aus Anlass dieser Sendung heute mal den Spaß gemacht, ein paar Aufgaben nach dem alter Methode zu rechnen und mit dem Taschenrechner nachzuprüfen (so wenig vertraut man sich inzwischen selbst, durch die neue Technik). Aber es geht noch, es ist noch alles vorhanden, auch wenn in der hintersten Ecke des Oberstübchens und man wieder eine Weile braucht um sich dort wieder einzufinden.

    Das neue Abziehverfahren scheint mir unnötig kompliziert zu sein. Aber ich glaube ich weiß, warum Bayern das eingeführt hat. Bayern muss ja immer eine Sonderrolle in Deutschland spielen. Hauptsache man macht es anders als der Rest von Deutschland…

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