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Abflug von München aus und Ankunft in Erding – das war für Charlotte Knobloch ein ganz besonderes Erlebnis. Doch es gibt noch andere, gewichtige Argumente für die dritte Startbahn: Auf uns schaut nämlich die ganze Welt. Und die kommt nicht zu uns, wenn wir nur zwei Startbahnen haben …
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Spätestens seit der “olympischen Winterspiele München” wird in München an ein Großmünchen gedacht – oder mühsam eine neue Form der Kolonialpolitik entwickelt. Soll oder kann der neue Großmünchner dem seine Unterstützung verweigern?
Doch eins bleibt trotzdem, wie es ist: Ob 1, 2 oder 3 – man steigt immer noch “in den Hauptbahnhof ein”.
:-)
soweit ich weiss, braucht ein Flugzeug, um in München anzukommen, nur eine Landebahn und nicht drei Startbahnen.
Ansonsten sollte man schon etwas weiter voraus denken, steigende Spritpreise, geringere Einkommen, Klimawandel, zur Neige gehende Ölvorräte… Wer langfristig denkt muss doch mal drauf kommen, dass die Fliegerei wieder abnehmen wird, und dann habt ihr in München eine teure Skatingbahn.
Wahnsinn. Sollen doch all jene, die fliegen, das alles bezahlen, aber verschont bitte die Leute vor den Kosten, die nicht fliegen (wollen/können).
[gelöscht. Sachlich bitte. Siehe Kommentarrichtlinien.]
Sie wissen aber schon, dass mehr als ein Flugzeug in München ankommt oder? Tatsache ist, dass in Stoßzeiten mehr als 60 innerhalb einer Stunde ankommen und da reichen zwei Bahnen längst nicht aus!
global gesehen wird der Flugverkehr eher zunehmen. Schwellenländer wie Indien haben mit der Ölförderung gerade erst begonnen.
Langfristig sollte man sich allerdings schon fragen, ob man in einem Land ohne eigenen Erdölvorkommen die Wirtschaft so einseitig aufstellen sollte. Kaum Jemand schwebt in DE ein, um Geld zu bringen. Die allermeisten Fremden denken beim Thema Deutschland eher ans Geld verdienen. Dafür sorgt schon das Währungsgefälle.
Hier in Ufr bspweise ist die Geldzirkulation so gering, dass mit Hartz kaum noch Strukturen zu bewirtschaften sind.
vielleicht sollten sich die Veranwortlichen mal in und um Frankfurt umsehen. Ehemals stolze Kommunen sind mit dem Ausbau der RheinMainflughafens in sehr kurzer Zeit gekippt.
Ziemlich peinlicher Beitrag Herr Süß! Anstatt sich drüber lustig zu machen, sollten Sie diese wichtige Projekt lieber unterstützen das ein paar [Sachlich bitte. Siehe Kommentarrichtlinien.], verhindern wollen!
Na, Herr Dreier, die “paar” Gegner haben Ihnen nun doch gezeigt wie Demokratie funktioniert!
Nur die politischen “Undemokraten” wollen noch nicht aufgeben.
Da sieht man was diesen “Politprofis” die Bürgermeinung wert ist…
Ich hätte auch noch ein gutes Argument: aller guten Dinge sind drei!
Na, endlich überzeugt?
Lieber an einen bestehenden Flughafen eine Start/Landebahn anhängen, als laufend ganze Großprojekte verschieben und immer wieder neue Flughafenstandpunkte erschließen, welche anschließend gekippt werden wie z.B. Berlin. Sicherlich wäre es in einem flächenmäßig kleinen Land effektiver drei Großprojekte zu fördern, zwischen Metropolen mit Zubringern. Da das aber in einer Bundesrepublik Deutschland nicht möglich ist. muss man es halt nehmen wie es ist. Jede Stadt erweitert ihr “Prestigeobjekt Flughafen” um einzelne Bahnen und Gebäude, soweit sie kann, kann München nicht mehr wird’s halt ein Provinzflughafen, mir doch egal wo ich lande.
Grüß Gott,
als “Normalbürgerin”, die einmal in 5 Jahren in ein Flugzeug steigt, habe ich natürlich gegen die 3. Startbahn gestimmt und freue mich über das Ergebnis. Mir sind Menschen, die dort schon lange wohnen, Verhinderung von Fluglärm und Naturzerstörung wichtiger als Wirtschaftsinteressen. Und was das Totschlag-Argument Arbeitsplätze angeht, es sind ohnehin nur Niedriglöhner-Arbeitsplätze, die da geschaffen würden.
Nebenbei bemerkt bin ich ein Fan Ihrer Sendung schon seit Beginn.
Liebe Grüße von einer Münchnerin.
Herr Barth,
Wenn rund 180.000 Leute (oder nur rund jeder sechste Wahlberechtigte) die noch dazu kaum betroffen sind, ein Projekt zu Fall bringen, von dem so viel mehr Menschen profitieren könnten, dann erinnert mich das mehr an eine Diktatur des Proletariats als an (funktionierende) Demokratie! 2/3 sind nicht abstimmen gegangen (ja, hätten sie sollen!), aber dann ist es ihnen wohl egal bzw. sind definitiv nicht explizit gegen die dritte Bahn!
Lieber Herr Dreier,
ich denke Sie messen da mit falschen, sprich rein materiellen, Maßstäben.
Sie sprechen von “so viel mehr Menschen” die profitieren! Wer genau wäre dies? Die paar Billiglohnjobs die zusätzlich entstehen würden? Selbst wenn es die 10.000 Jobs wären von denen die Befürworter sprechen, wie viele davon wären hochwertig und gut bezahlt?
Ihre Art der Argumentation entspricht genau der, nach welcher viele Unternehmer um Subventionen betteln: „Dort noch etwas weniger Steuern, dort noch ein Förderung, dafür verlege ich meine Arbeitsplätze nicht nach Rumänien“.
Das Wichtigste aber, haben Sie nicht angesprochen, die “so vielen Menschen” für die durch eine dritte Startbahn ihre Heimat zerstört würde. Von der unnützen Zerstörung der Umwelt und Natur und von der zusätzlichen Belastung zigtausender Menschen durch noch mehr Lärm und Umweltgifte.
Nein, Sie sehen nur wirtschaftliche Aspekte und auf Ihre Krawatte ist sicher eine Dollarnote gestickt.
Wann kommen wir endlich von diesem unsäglichen Wachstumswahn weg?
Und zu guter Letzt: Wenn so viele nicht zur Abstimmung gehen, bedeutet dies mit Sicherheit nicht dass diese die Dritte Startbahn wollen, sondern daran dass die wohl der Politik nicht trauen und auch nicht mehr an Demokratie glauben. Zu Recht, denn man hört ja was Seehofer schon vor der Abstimmung sagte und was Zeil, Söder usw. nun ebenfalls lauthals verkünden.
Aber die Quittung werden diese beiden Parteien 2013 erhalten, Gott sei‘s gedankt!
Herr Dreier, wenn diese Abstimmung,wie Sie schreiben, die Diktatur des Proletariats ist, dann sind ja wohl die Proletarier zur Abstimmung gegangen, die bürgerliche Elite wohl nicht. Da stellt sich dann schon die Frage, welches Verhältnis ihre bürgerliche Elite zur Demokratie hat. Wäre diese Abstimmung anders ausgegangen, hätten Sie wohl nicht von der Diktatur der bürgelichen Elite gesprochen. Wer nicht zur Wahl geht nimmt jedes Ergebnis, das die Wahl erbringt in Kauf. Auch Ihre Aussage, die Nichtwähler sind nicht explizit gegen die dritte Bahn ist nur einseitig. Diese sind wohl explizit auch nicht für die dritte Bahn. Auch ist nicht entscheidend für eine Meinung wie stark man selbst betroffen ist. Man kann sich auch für Andere einsetzen. Auch kann man selbst schneller betroffen sein als einem lieb ist. Brasilien ist sehr weit weg, die Abholzung des Regenwaldes betrifft mich zunächst überhaupt nicht, kann aber sehr wohl sehr schnell zu einem Problem auch für uns werden. Also mehr Respekt auch vor der Natur und weg vom rücksichtslosen Kommerz.
Hallo liebe Münchner,
ich gratuliere Euch für die gelungene Abstimmung gegen die neue Startbahn. Wir hier in Frankfurt, vor allem die südlichen Stadtteile, wissen jetzt wie es ist mit einer neuen Landebahn. Der Lärm beginnt morgens um 5 und endet manchmal auch schon um 23 Uhr. Trotz Nachtflugverbot viele Ausnahmen. Das Märchen von ach so vielen neuen Arbeitsplätzen hat sich als Seifenblase erwiesen. Der Großteil arbeitet im Niedriglohnsektor, unter schwierigen Arbeitsbedingungen ( Schicht, Lärm,Stress und Druck) Die einzigen Gewinner sind die Aktionäre der Fraport (Land Hessen, Frankfurt u.s.w) Wir wurden und werden von der Politik weiterhin an der Nase herumgeführt. Unser Protest jeden Montag im Terminal zeigt zumindestens leichte Wirkung, sind ja bald wieder Wahlen. Was wäre es so toll gewesen, auch als Frankfurter Bürger über den Ausbau zu bestimmen, so hat die Frankfurter CDU mit Hilfe der Grünen !! dem Bau zugestimmt und erntet jetzt den Gegenwind. Ich habe mich auf jeden Fall über Eure Abstimmung sehr gefreut. Lasst Euch nicht unterkriegen. Wir machen weiter, z.B. am Sonntag 24.06, mit einer Menschenkette am Mainufer. Da bis jetzt alle Aktionen friedlich verlaufen sind, wird man wahrscheinlich nix in den Medien davon mitbekommen.
Hallo Herr Dreier,
…”Diktatur des Proletariats”….schreiben Sie. Ich zähle mich zwar nicht dazu, aber ich würde es eher als Diktatur der Vernunft bezeichnen, wenn man sich nicht blindlings wirtschaftlich/politischen Interessen unterwirft.
Und es macht mir gar nichts aus, dass ich schon über 50 Jahre in der angeblichen “Provinz” lebe, wo es rundherum noch so viel Natur gibt. Komisch nur, dass so viele in dieser Stadt leben wollen. Warum wohl?
@ Ralf – Daumen hoch und demonstriert weiter, laßt euch nicht entmutigen.