Die Tiroler sind im Aufruhr: Ein Allgäuer hat sie um ihre Grußformel “Griaß di” beraubt. Der Ladenbesitzer aus Legau verkauft seit Jahren “Griaß di”-Shirts, vergangenes Jahr hat er sich den Gruß markenrechtlich schützen lassen. Ein Tiroler, der ebenfalls T-Shirts mit “Griaß di”-Aufdruck vertreibt, musste daraufhin den Verkauf einstellen. Für Österreicher eine Staatsaffäre: Darf ihr “Griaß di” überhaupt jemandem gehören? Das österreichische Parlament hat nun eine völkerrechtliche Überprüfung angekündigt. Und einige Österreicher sinnen auf Rache: Sie wollen den “Piefkes” Floskeln wie “Und tschüss” verbieten. Droht uns ein Marken-Krieg?
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Sprache, auch Dialekt ist Allgemeingut und keine marke, kein Eigentum einzelner. Ich denke, wenn die Österreicher vor Gericht ziehen, haben sie gute Chancen, diesen Blödsinn zu beenden!
Ciao ;o)
Ich denke auch bei solchen Kleinigkeiten sollte man sich nicht so ernst nehmen sondern miteinander sachlich diskutieren, aber die Menschen sind eben so wie sie sind und ich denke ob es die Österreicher sagen oder die Bayern ist doch egal, für meine Begriffe sollten solche Dialekte nicht für Werbezwecke geschützt oder mißbraucht werden, sollen sie sich doch was anderes einfallen lassen wie mein Bayern ist schön.
Die Österreicher können dann schreiben mein Österreich ist schön oder ähnliches ich denke sie sollten eben andere Texte oder Sprüche anwenden für T-Shirts oder ähnliches.
Geschützt oder nicht ist egal. Hauptsach das grias di ist in aller Munde und vertreibt das tschüss wieder!
Habe die Ehre,
Ich kann hnen da nur zustimmen.
Ich kann ja nur sagen das Dialekt und Grussformen allen Bürgern
gehören und nicht irgendwelchen Unternehmern!
Ja wo sann mer denn!!!
Der Natürliche Menschenverstand scheind immer mehr abhanden
gekommen zu sein.
Net aufregen nur wundern, wais wurscht is!!!
So ein Schmarrn…. Es geht hier um neben einander liegende Sprachräume: allemanisch im Allgäu und bairisch in Tirol. Da gibt es nun mal Gemeinsamkeiten. Anstatt sich am gegenseitigen sprachlichen Verständnis zu erfreuen, wird hier ein sinnloser Krieg zu etwas geführt, was man sowieso nicht ändern kann. Woher nimmt denn der Mensch das Recht, sich über eine so komplexe Angelegenheit wie die Sprach hinweg zu setzen? Ich finde es von beiden Seiten, Tirolern und Allgäuern äußerst anmaßend, über die gemeinsame Sprache zu streiten. Als ob es nicht wichtigeres in Bayern und Österreich gäbe, worüber man sich den Kopf zerbrechen kann und worüber es sich lohnt, Energie und Geld hineinzustecken.
Ich bin durchaus der Meinung, dass Firmenwissen und Erfindungen schützenswert sind. Aber Griaß Di ist kein Firmenwissen und keine neue Erfindung. Hier seht Ihr was dabei herauskommt wenn man es übertreibt mit dem Markenschutz.
Klarmachen zum Ändern!
Ich muss gestehen, dass ich leicht bis mittelstark entsetzt bin. Als fast 60-jähriger Eingeborener des hiesigen Landstrichs geht mir diese, in den letzten Jahren sich enorm verstärkende Allgäutümelei ohnehin schon gewaltig auf die Nerven. Dass einer auch noch auf die tolle Idee kommt, sich eine allgemeine Dialekt-Grußformel für kommerzielle Zwecke patentrechtlich schützen zu lassen, ist im Lichte der zunehmenden Verdummung der Bevölkerung, verbunden mit einer dazu proportional ansteigenden, allgemeinen Geschmacklosigkeit auf allen Ebenen des Lebens, nicht ganz verwunderlich. Aber dass ein Patentamt auch noch so einem Sch…dreck zustimmt, hätte ich nicht unbedingt geglaubt. Da kann man nun wirklich nur noch tief durchatmen, sich bekreuzigen und aufs Jenseits hoffen. Guat Nacht um sechse !!!
ich grüsse übrigens auch “griaß di” und komme nicht aus tirol, und viele andere tun das in meiner gegend auch. dieses schützenzulassen ist absurd.
Die Indianer Nordamerikas konnten sich auch nicht vorstellen, dass man freies Land schützen lassen kann. Wenn wir nicht aufpassen führt das zur totalen Versklavung.
Zum Glück hat der Tiroler T-Shirt nicht „Servus“ auf seine Hemden gedruckt. Dann hätte er es nämlich mit den Markenanwälten vom österreichischen Red Bull-Konzern zu tun bekommen. Für alkoholische Artikel hingegen liegt das Markenrecht für „Servus“ bei der Weinkellerei Lenz Moser AG (ebenfalls im durchaus sehr schönen Österreich). Und wer im Waren- und Dienstleistungssektor zum Putzmittel mit dem Wortbegriff “Servus” greift, hat es mit dem deutschen Henkel-Konzern zu tun.
Da versucht aber ein kleines Unternehmen (und „alle haben ja nun mal klein angefangen“) sich auch eine Marke aufzubauen. (… und hat dies bereits seit geraumer Zeit nicht unerfolgreich unter Einsatz und Risikobereitschaft geschaffen); Tassen, Hausschuhe, etc mit einem markanten einprägsamen und immer gleichbleibendem „Griaß di“-Slogan zu versehen, und nun kommt ein potentieller Mitbewerber auf den Markt, der ebenfalls beginnt auf der „Griaß di“-Kleidung-Schiene T-Shirts zu bedrucken. Selbstverständlich reagiert man als Unternehmer da.
Keiner verbietet dem Menschen auf der Strasse „Griaß di“ zu sagen! Und auch, als ich heute Mittag einen Freund meinerseits mit „Servus“ grüßte, stand ebensowenig postwendend ein Red Bull-Anwalt vor meiner Tür. Aber wenn der Comedian Eduard Hardy (von seine Freunden nur „Ed“ genannt) morgen T-Shirts mit seinem Spitz- und Nachnamen bedruckt und nach seinen Veranstaltungen verkauft, wird er Probleme bekommen … zurecht ?
Jeder Österreicher darf weiterhin freundlich grüßen! Ja, jeder Privatmensch, ob Österreicher, Hamburger oder Spanier darf sich fröhlich „Griaß di“ mit wasserfester Farbe auf sein Auto pinseln. Er darf sogar einen Maler/Anstreicher bezahlen, der ein nettes „Griaß di“ auf ein Emaille-Schild neben seiner Haustüre airbrusht, … aber er darf eben nicht im Textilsektor mit mit „Griaß di“ bedruckten/bestickten/etc Produkten einen wirtschaftlichen Zweck verfolgen.
Im Oberen Allgäu sagt man eh: Griaß de oder Griaß de na, wenn zwei dastehen. Grüßen wir eine Gruppe, sagen wir auch: Griaß de na mitanond oder auch:zämed. (zusammen).
Das Allgäu geht ja heute bis nach Buchloe runter.Griaß di ist inzwischen ein Allerweltsgruß, den sich auch die Moosdapper (Unterländer) einverleibt haben. Und das Unterland geht gleich hinter Immenstadt los.;)) Der gute Mann könnte sich aber seinen speziellen Schriftzug patentieren lassen?
PS: Gab es nicht auch ein Toilettenpapier namens Servus?
Ich finde es total unsinnig, dass man Allgemeingut wie etwa eine Grußformel markenrechtlich schützen lassen kann. Das ist fast so schlimm, wie Genmaterial patentrechtlich zu schützen. Für mich sind das Auswüchse des Markenwahns und dienen lediglich dazu, OHNE EIGENLEISTUNG Geld zu verdienen. Nur wenn ich selbst etwas erfinde oder erschaffe, sollte ich es auch patentrechtlich schützen lassen können. Deshalb bin ich in diesem Fall ganz auf Seiten der Österreicher und finde, jeder/jede sollte “grias di” benutzen können, wie es ihm oder ihr gefällt.
Wenn das so ist, lass ich mir den schwäbischen Gruß rechtlich sichern…
Die Spinnen. Alle beide. Allgäuer und Österreicher. Wie wenn’s nix wichtigeres auf der Welt gäbe.