2012
Jul
4
avatar ADMIN Querulant

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Fahrradstürze, Bisswunden, Wilderei: freilaufende Hunde werden zunehmend zur Gefahr, und das obwohl vielerorts Leinenpflicht besteht. Denn die Kommunen kontrollieren kaum, ob die Hundebesitzer sich daran halten. Kein Wunder: wer das Anleinen fordert, macht sich unbeliebt bei Tierfreunden. Schließlich braucht der Hund doch seinen Auslauf! Deshalb nehmen viele Verwaltungen indirekt in Kauf, dass Menschen verletzt und Tiere gerissen werden.

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142 Kommentare zu „Hundeattacken: Leinenpflicht ohne Wirkung?“

  1. avatar Thorwald sagt:

    @Magic: Ich fasse das als Lob auf, thx.

    @Lohengrien: Richtig ist, dass immer wenn es zu einem Unfall kommt, die Geschwindigkeit zunächst nicht angepasst gewesen zu sein scheinen mag.

    Ich verstehe es aber auch, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, kann man nicht x-mal abbremsen und wieder und wieder beschleunigen. Fährt man längere Strecken wie ich, muss man zusehen eine gewisse Geschwindigkeit zu halten. Ich fahre z. B. ungern für die knapp 8 km länger als 25 Minuten. Mit Harakiri schaffe ich es zwar auch unter 15 min, das muss aber nicht sein – der Sicherheit zu liebe.

    Ärgerlich finde ich gleichfalls die Bell- und Imponierhunde, die aufs Rad zusteuern oder besser noch ins Rad hineinlaufen, obgleich ich selbst diesbzgl. bisher keine Probleme gehabt habe. Die Besitzer sollte man m. E. entweder zur Nachschulung schicken, bei drohender Aggressivität den Hund einziehen sowie bei Uneinsichtigkeit und fortgesetztem eklatanten Fehlverhalten ein Tierhaltungsverbot erteilen. Denn manche Menschen sind m. E. gar nicht in der Lage mit irgendwelchen Tieren angemessen umzugehen – geschweige denn mit Mitmenschen.

    Wenn nur Bürger mit echtem (und nicht eingebildeten) Sachverstand Hunde halten dürften, würde sich die öffentliche Meinung wandeln.

    Leinen sind gewiss eine sinnvolle Erfindung, für unerzogene Hunde, welche nicht aufs Wort parieren oder im freien Gelände und Wald.

    Unsere Hündin kann ich allerdings mit Worten dirigieren. Auf öffentlichen Gehwegen mache ich daher von meinem Recht Gebrauch und leine die Hündin nicht an. Nähert sich ein Radfahrer geht sie links am Fuß dicht bei. Bei Querung der Straße bleibt sie an der Bürgersteigkante stehen und setzt sich auf Verlangen. Ich kann ihr sagen, wann sie sich in Bewegung setzen soll, wie schnell sie gehen oder laufen darf, ob rechts, ob links, parallel, auf mich zu, von mir weg und unzählige Dinge mehr. Ich kann sie ablegen und weitergehen bis ich am Horizont fasst nicht mehr zu sehen bin; erst auf Sichtzeichen kommt sie angelaufen. (Solche Spiele mache ich natürlich nur, wenn kein Rad in Sichtweite ist.) Sie erklimmt Schutt und Geröllberge während ich unten warte. Ihr Geschäft verrichtet sie nur auf Kommando. Unsere Hundedame ist ausgesprochen kinderfreundlich und zualledem geeignet als Therapiehund für Menschen mit Kynophobie. Warum sollte ich den Hund anleinen, wo er bzw. sie besser erzogen ist als mancherlei menschliches Individuum?

    Außerhalb der Bereiche in denen Leinenpflicht besteht, gibt es das Recht mit dem Hund unangeleint spazieren zu gehen. Und Sie werden verstehen, dass niemand grundlos freiwillig auf eines seiner Rechte verzichtet. Das würden Sie auch nicht tun.

    Das Fahrrad und das Verhalten von Radfahrern allerdings muss Gegenstand der Diskussion sein, weil diesem im Quer-Beitrag eine ganz wesentliche Rolle zukommt: Wegen des angeblich hundebedingten Sturzes des älteren Herrn. Im Beitrag wird weder eine Aussage zur konkreten Geschwindigkeit des Gestürzten getroffen. Offen bleibt auch, ob dieser ein Fahrrad mit herkömmlichen Antrieb gefahren, oder vielmehr mit einem E-Bike umher gesaust ist. Diese Dinger ermöglichen es, sich schneller fortzubewegen, als es der körperlichen Kondition entspricht – auch bezogen auf das Alter.

    Die Verletzungen, die sich der Gestürzte zugezogen hat, lassen auf eine entsprechend hohe Geschwindigkeit schließen. Ferner sollte die Frage erlaubt sein, ob es bei einer Beeinträchtigung der körperlichen Geschicklichkeit dienlich ist, überhaupt noch Radzufahren. Wer auf nur zwei Rädern unterwegs ist, kann nicht ausschließen einmal zu stürzen. Und wer es nicht einmal schafft rechtzeitig zu bremsen ohne sich schwere Verletzungen zuzuziehen… Da ist etwas nicht schlüssig, – und das ist nicht das gebrochene Schlüsselbein…

    @quer: „Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!“

    „Rutscht der Deutsche auf dem Trottoir aus, steht er nicht gleich wieder auf, sondern schaut, wen er verklagen kann.“ nach Kurt Tucholsky.

    • avatar reiner sagt:

      Bei dem Geschmarre, das hier teilweise auf Kosten der Hunde zum Besten
      gegeben wird, muß man sich melden.
      “Sitz!” und “Bleib!” sind die beiden wichtigsten Kommandos, die ein Hund
      zuerst lernen muß.
      Dreimal dürfen Sie raten warum?
      Damit der dem Radfahrer nicht hinterher rennt!

    • avatar reiner sagt:

      @ Thorwald

      Zuerst, der vorangegangene Kommentar war nicht als Antwort Ihres Kommen-
      tares gedacht, sondern für die Allgemeinheit.

      Nun zu Ihrer Schilderung. Klingt wie ein Märchen, und ich glaube Ihnen aufs
      Wort. Aber eins vergessen Sie: Ihr Hund hat Instinkte, einen Charakter und
      seine Launen. Was denken Sie, was passiert, wenn auf der anderen Straßen-
      seite urplötzlich ein “dicker Kumpel”, eine heiße Hündin oder sogar sein Frau-
      chen auftaucht?
      Obwohl alle Hunde, die ich hatte, präzise ausgebildet waren, würde ich nicht
      die Hand ins Feuer legen, daß er mir immer aufs Wort folgt. Das Gleiche gilt
      auch für die Aussage: “Der Hund tut nichts.”
      So wie sich der besterzogendste Mensch hin und wieder daneben benimmt,
      geht es auch dem Hund.
      Die Leine ist kein Ersatz für die Erziehung des Hundes, sondern eine Maßnahme
      zur Kontrolle und zum Schutz des Hundes.

    • avatar Lohengrin sagt:

      > Richtig ist, dass immer wenn es zu einem Unfall kommt, die Geschwindigkeit
      > zunächst nicht angepasst gewesen zu sein scheinen mag.
      >
      > Ich verstehe es aber auch, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, kann
      > man nicht x-mal abbremsen und wieder und wieder beschleunigen. Fährt
      > man längere Strecken wie ich, muss man zusehen eine gewisse
      > Geschwindigkeit zu halten. Ich fahre z. B. ungern für die knapp 8 km
      > länger als 25 Minuten. Mit Harakiri schaffe ich es zwar auch unter 15 min,
      > das muss aber nicht sein – der Sicherheit zu liebe.

      Das sehe ich genauso wie du.
      Ich beschwere mich aber nicht darüber, dass ich durch einen Hund fast zum Sturz gekommen wäre, sondern darüber, dass ich wegen Hunden nur noch im Schneckentempo voran komme.

      Hier in Westfalen ist es zum Glück nicht so schlimm. Ich bin eben von einem Dorf in 7 km Entfernung an einem Stausee vorbei nach Hause gefahren. Da waren Fußgänger. Ich habe geklingelt. Die Fußgänger bewegten sich recht hektisch zur Seite. Ich winkte freundlich, rief “Danke!” und fuhr mit drei Meter Abstand und 25 km/h dran vorbei. Dann waren da zwei Leute mit freilaufendem Hund 30 Meter hinter ihnen. Ich fuhr an dem Hund mit 10 km/h vorbei.
      Wären auf der Strecke 50 frei laufende Hunde gewesen, würde ich jetzt darüber meckern. Aber ich bin hier ja in Westfalen und nicht in München.

      @ reiner

      > Was denken Sie, was passiert, wenn auf der anderen Straßenseite
      > urplötzlich ein “dicker Kumpel”, eine heiße Hündin oder sogar sein
      > Frauchen auftaucht?
      > Obwohl alle Hunde, die ich hatte, präzise ausgebildet waren, würde
      > ich nicht die Hand ins Feuer legen, daß er mir immer aufs Wort folgt.
      > Das Gleiche gilt auch für die Aussage: “Der Hund tut nichts.”
      Mit so etwas habe ich kein Problem. Solange so etwas nur selten vorkommt, ist das völlig in Ordnung. Ich habe nur Probleme mit Leuten, die ihre Töle, obwohl sie wissen, dass sie dauernd auf Radfahrer los geht, frei herumlaufen lassen. Gensauso habe ich Probleme mit Radfahrern, die mit 30 km/h einen Meter neben einem Hund vorbeirasen.

      Gäbe es nicht diese rücksichtslosen Radfahrer, dann könnte ich, wenn ich mich von hinten Fußgängern näher, klingeln, ohne dass die sich erschrecken. Ich traue mich ja kaum zu klingeln, weil ich die Leute nicht erschrecken will.
      Mit Lastwagen auf der Straße habe ich das gleiche Problem. Da fahre ich einen Berg rauf, und merke, dass hinter mir ein Lastwagen bremst. Warum hupt der nicht? Er will mich wohl nicht erschrecken. Hupen (außerorts) als Zeichen für die Absicht zu überholen ist erlaubt.

    • avatar Thorwald sagt:

      Kein Märchen sondern britischer Collie (FCI 156, kein Border-). Zusätzl. Eignung zur Suche Verschütteter unter Trümmern. Jetzt sagen Sie nicht, dass ist aber eine Ausnahme. Vorher hatte ich wenig Ahnung von Hunden. Aber das Problem ist, welche Hundebesitzer sind selbst gelehrig? Menschen neigen dazu vorzugeben, alles zu wissen.

      Immer wieder versuche ich Leuten, die sich für einen Hund interessieren klar zu machen: “Geht nicht nur nach Aussehen, sondern nach dem Charakter. Guckt, was überhaupt zu euch passt.” Da legen sich Menschen Tiere zu, denen sie nicht gewachsen sind. Oder ein Tier das 4 Stunden am Tag Action braucht, sind selbst aber völlig unsportlich. “Und unternehmt viel mit dem Hund, gerade in der ersten Zeit sollte der Hund bei allen Aktivitäten dabei sein.”
      Aber nein, der Hund ist über den Tag alleine zu Hause. Da ist es nicht verwunderlich, wenn das Tier überall hinmacht, und keinen Draht zu den Mitmenschen hat. Statt mit dem Hund gemeinsam rauszugehen: Tür auf, Hund raus. Dutzende Hunde streunern umher. Wo sollen die Tiere wissen, was erlaubt ist, wenn Herrchen oder Frauchen es nicht beibringen? Viele gehen auch in anderer Weise frevelhaft mit der Natur um: Hundekot und Müll, es dreckt alles zu!

      Oder machen bei der Ernährung, beim Füttern und im Verhalten alles falsch:
      Der Mensch sollte den Hund führen, oftmals ist es umgekehrt.
      Der Mensch sollte das “Alphatier” sein. Oftmals ist die Rangfolge nicht klar und der Besitzer hat die Kontrolle hierdurch verloren.
      Manche meinen, was der Menschen zu sich nimmt, ist auch für den Hund gut. Und füttern das Tier sogar vom Tisch. Auch das zeitliche Füttern vor der Malzeit der Menschen führt zum Verlust der Dominanz.
      Die Probleme die für den Hund durch falsche Ernährung entstehen lasse ich außer Acht.
      Fehlverhalten des Herrchens oder Frauchens beim Umgang mit dem Hund führt unweigerlich zu Problemen mit den Mitmenschen.

      Übrigens ist auch nicht jeder sogenannte Hundetrainer oder jede Hundeschule geeignet, so dass ich eine staatliche Zertifizierung befürworte, damit nicht jeder Hans und Franz sich entsprechend nennen darf.

      Unsere Colliedame ist ein sehr gelehriges, ruhiges Tier. Ich mag es aber nicht, wenn irgendwer sie ungefragt angrabbelt. Oftmals verhalten sich auch Passanten falsch. Und sie heißt auch nicht “Lassie”.

      Zur Läufigkeit: Die Zeit lässt sich terminieren, da ist natürlich erhöhte Wachsamkeit gefragt. Sie lässt sich problemlos abhalten sich zu entfernen.
      Wenn sie einen Fehler machen sollte, habe ich „gepennt“. Solange ich wachsam bin, rennt sie nicht einfach wohin.
      Es ist vor allem wichtig, dass der Hundeführer die Möglichkeit der Einwirkung hat.
      Daher geht es nicht, dass er sich zu weit entfernt oder nicht bei der Sache ist.
      Wenn ich mit ihr spazieren gehe, muss ich mich immer konzentrieren.

      Bei der Frage fremder Hund spielen, geht das Kommando des Herrchens immer vor. Straßenquerung ohne Einwilligung des Herrchens – undenkbar. Zunächst wird ohnehin mit dem anderen Hundebesitzer geklärt, ob er überhaupt einverstanden ist. Dann dürfen die Hunde auch spielen. Hierfür eignet sich der Bürgersteig aber generell nicht, weil die Hunde möglicher Weise auf die Straße treten könnten.

      Was mir wichtig ist: Hunde sollten nur in Menschenhände, die wissen, was für Hunde gut ist.
      Denn klappt es mit dem Hund, klappts es auch mit den Radfahrern.

      Meine Forderungen sind:
      - Staatliche Zertifizierung für Hundeschulen und -trainer
      - Personalausweis für Hunde, zusätzlich zum Chip. [Damit endlich auch die Kommunen wissen, wie die Hunde in ihrem Bezirk aussehen.]
      - Verpflichtende Eignungsprüfung, der zum Besitz eines Tieres berechtigt – aber kein “Waffenschein”
      - Nachweis über die Unterbringung des Tieres (Umfeld – Beachtung der Bedürfnisse des Tieres).
      - Haftpflichtversicherung bundesweit.
      - Umsetzung der niedersächsischen Rechtslage in allen Bundesländern.
      - Kontrollen!!!

      Denn ich leide auch unter der großen Masse an fehlgeleiteten Hunden, der sich in Misstrauen der Passanten äußert. Die Hundehaltung hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen; und die schlechten Beispiele haben das Klima zwischen Mensch und Hund zerrüttet.

      So verabschiede ich mich aus dem Forum mit den Worten: „Niemand ist auf dieser Welt überflüssig, er kann immer noch als abschreckendes Beispiel dienen!“

      • avatar reiner sagt:

        Hallo,

        vor 400 Jahren starb ein Italiener durch Verbrennung, weil er
        die These aufgestellt hat, der Mensch ist nicht die Kröning der
        Schöpfung, sondern alle Lebewesen sind gleich.

  2. avatar a. lenzen sagt:

    warum berichtet diese sendung nicht über das unverschämte verkehrsvergehen
    der radfahrer. ferner ist der alte bericht lt. schäfer nicht korrekt. berichten sie
    doch einmal was hunde alles für menschen machen. radfahrer fahren auf allen
    fußwegen im engl. garten zu 80% unverantwortlich. es gibt hundhalter die
    sich auch so schlecht benehmen, aber die große mehrzahl achtet darauf das
    menschen von hunden nicht belästigt werden. dies ist gerade im engl. garten
    laut polizeistatistig bekannt.
    der hund ist ein guter begleiter des menschen und gibt in punkto krankheits-
    bewältigung, sicherheit und seelenheilung dem menschen mehr wie der mensch
    dem anderen menschen.
    ich persönlich habe das gefühl das diese sendung die hundefeindlichste im
    deutschen fernsehen ist. wenn sie einmal objektiv über das verhalten und
    unfälle in münchen von radfahrern berichten, werde ich meine meinung
    eventuell ändern. lenzen

  3. avatar Nadine Schöttl sagt:

    Ob ein Hund an der Leine läuft oder nicht spielt für den Hund keine Rolle. Wichtiger ist, dass man sich mit dem Hund beschäftigt. Ich habe selber einen Hund, verstehe allerdings auch jene, die vor einen Hund Ängste haben. Damit es zu keinen Konflikten kommt, bekommt mein Hund daher immer seine Leine. Zu Hause braucht er die nicht tragen, doch unterwegs schon. Schließlich gibt es auch Personen, die Hunde als Bedrohung sehen. Das muss man auch als Hundebesitzer respektieren und dessen Gefühle ernstnehmen. Wenn jeder auf sein Recht beharrt, dann kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Mein Hund hat sich noch nie über die Leine beschwert. Würde ich ihn dagegen alleine lassen, dann schon. Also liebe Hundebesitzer: euer Hund kann angeleint bleiben. Mein Albino ist der beste Beweis dafür, dass es funktioniert. Er ist ein Pointer-Terrier. Und falls ein Hund doch noch zusätzlichen Auslauf braucht – dann gibt es auch Spielplätze für Hunde, wo die Hunde für sich sind.

    • avatar Buchs sagt:

      Bitte verzeihen Sie mir Kritik an Ihrer Äußerung. Ansatzweise mögen Sie zwar Recht haben. Auch Hundebesitzer haben Verantwortung. Ein unerzogener Hund gehört außerhalb des eigenen Grundstücks sicherlich an die Leine.

      Unseren Hund mit Spezialausbildung werde ich jedoch nicht immer an die Leine nehmen, weil einzelne Menschen Angst haben mögen und Sie es wollen. Die Menschen mit Kynophobie, die ich kenne, haben Angst vor ungestümen Hunden.

      Vielmehr werde i c h von Passanten genervt, die uns stören und den Hund unerlaubt anquatschen oder ihn versuchen anlocken. Ich wünsche, dass mein Eigentum in Ruhe gelassen wird. Denn ich steige auch nicht in Ihr Auto ein oder mache mich in Ihrer Wohnung breit. Haben Sie einmal beobachtet wie viele Blindenhunde angesprochen werden, obwohl ein deutlicher Hinweis auf dem Rücken ist: “Nicht stören, ich arbeite!”?

      Die Forderung von Ihnen, dass alle Hunde an die Leine sollen, weil einzelne Menschen an Kynophobie leiden, ist unverhältnismäßig, scheinheilig und schlichtweg unqualifiziert.

      Denn Rücksichtnahme hat dort ihre Grenzen, wo dem anderen kein Platz mehr zur Selbstverwirklichung bleibt. Oder wollen Sie auch Katzen anleinen, weil manche Menschen an Felinophobie leiden?

      Wie weit ist der Bogen, den Sie um Menschen mit Aphephosmophobie machen?

      Wie darf ich als Mann überhaupt noch auf die Straße, wo es doch Menschen mit Hominophobie gibt?

      Warum geben Sie nicht freiwillig Ihren Führerschein ab, wo ich doch Angst, wer alles Auto fahren darf?

      Vielleicht sollte sich der Kranke therapieren lassen und nicht fordern, dass alles Krankmachende eingesperrt oder gar eliminiert wird, gell?

    • avatar a. lenzen sagt:

      sehr geehrte frau schöttl.
      ich erlaube mir zu sagen das sie nicht viel ahnung von einer hundehaltung haben.
      ein hund muss erzogen werden und der mensch hat auch dafür die verantwortung.
      man soll aber den hund in der heutigen zeit wenigstens ernigermaßen
      artgerecht halten. ein leinenhund so wie sie ihren ja bezeichnen, ist für mich
      zu bedauern. er kann kein soziales verhalten entwickeln. der umgang mit
      anderen hunden ist für jeden hund wichtig.
      stellen sie sich vor alle hund wären an der leine, dann würden die meisten
      davon nicht mehr dem menschen helfen können. vielleicht ist es besser für
      ihren hund das er in erfahrende hundehalter hände kommt und nicht ein
      leben lang sich als knecht fühlt

  4. avatar Nadine Schöttl sagt:

    @a. lenzen
    Ich kenne mich mit Hunden bestens aus. Ich arbeite im Tierheim. Die Behauptung vieler Hundebesitzer, dass ein Hund unterwegs nur ohne Leine glücklich wird, ist schlichtweg ein Unsinn.

    Der Hauptgrund weshalb Hunde in Tierheimen landen ist der, dass die Hunde alleine gelassen werden. Ein Hund der tagsüber niemanden sieht, weil Frauchen oder Herrchen arbeiten müssen, wird so mit der Zeit eine Gefahr für die Menschen.

    Sozialen Kontakt können Hunde auf speziellen Hundespielplätzen haben. Dort sind dann die Hunde unter sich. Wenn man möchte, kann man auf den Hundespielplätzen mit den Hunden auch selbst spielen, ihnen Tricks beibringen oder entsprechend ausbilden.

    In der Stadt d.h. unterwegs kann ein Hund ruhig eine Leine tragen. Das bringt den Hund nicht um und schafft gegenüber Dritten Frieden, denn es gibt viele Menschen, die vor Hunden Angst haben. Das sollte man einfach so respektieren.

    Wer schon einen Hund hält, der trägt nicht nicht nur über dem Hund eine Verantwortung und das der hinreichend beschäftigt ist, sondern auch gegenüber Dritten.

    Dinge wie neulich passiert sind, dass ein Rotweiler einem Kind auf einem Spielplatz in den Kopf beißt, gehen einfach zu weit! Das hat nichts mit verantwortungsbewussten Handeln zu tun!

    Und eine Leine ist keine Tierquälerei! Denn wer schon bei einer Leine Rot sieht – der darf dann auch keine Tiere essen oder Milchprodukte konsumieren.

    Wie Schweine, Rinder, Geflügel etc. in Deutschland gehalten werden – wäre dann im Vergleich zur Leinenpflicht für Hunde – gar pervers.

    Unsere Hunde vom Tierheim bekommen für unterwegs alle Leinen um. Wenn die Hunde zurück kommen, kommen die auf den Hundespielplatz. Das klappt prima und ist auch für Privatleute empfehlenswert.

    Ein Hund sollte eh nicht alleine gehalten, weil ein Mensch einen Hund nicht ersetzt. Besser man hat mindestens 2 oder 3.

    • avatar Renate Christl sagt:

      “Ich kenne mich bestens mit Hunden aus”… ja, das haben Sie in Ihrem Kommentar wirklich deutlich bewiesen. Mehr ist dem nicht mehr hinzuzufügen… *kopfschüttel*

    • avatar bayer sagt:

      Bezüglich der Leinenpflicht gebe ich Ihnen vollkommen recht aber der letzte Satz sollte viel präziser erklärt werden. Mehrere Hunde funktioniert nur wenn der Besitzer absolute natürliche Autorität als Rudelführer hat, und dies funktioniert nur wenn er auch wie ein Hund denken kann und wenn nötig wie ein Leithund einschreitet. Wer also seinen Liebling keinen Schmerz, z.B. durch Erziehungsbiss wie es die Hündin bei den Welpen macht, zufügen möchte sollte sich auf ein Tier beschränken. Hunde sind sehr wohl in der Lage sich in den menschlichen Familienverband einzuordnen und ihren Rudelplatz zu finden.

      • avatar Renate Christl sagt:

        Leinenpflicht dort wo Leinenpflicht erforderlich ist! Eine grundsätzliche Leinenpflicht lehne ich ab. Dafür befürworte ich ein Hundehaltungsverbot für völlig Unkundige. Aber nachdem es nur noch darum geht bspw. Hunde schnell und problemlos zu vermitteln wird von keiner Seite darauf geachtet, ob man überhaupt zur Hundehaltung geeignet ist und wenn ja, welcher Hund den in Frage käme, wird sich diese ungute Situation wohl weiter entwickeln.

        Dass dieses ständige Pochen auf einen Leinenzwang immer mehr dahin geht, dass Hunde gar nicht mehr erzogen werden (Hier, Sitz, Platz, Bleib und Aus sind ja wohl als Grunderziehung nicht zu viel verlangt!) macht die Situation nicht besser. Wie oft passiert es mir, dass mein Hund bei Fuß läuft und ein anderer Hundehalter mit einer Flexi-Leine mir entgegen kommt und versucht seinen Hund – ohne mein Einverständnis – zu meinem zu lassen. Meistens handelt es sich dabei um kleine Hunde, die schon keifend (Bellen kann man das Geräusch nicht nennen!) auf meinen Hund zustürmen. Für diese Hundehalter ist diese Situation schon ganz normal… und das sind auch genau die Hundehalter, die nach einem Biss durch einen größeren Hund, der sich vielleicht völlig verwundert und entsetzt sagen “Aber meiner hat doch gar nichts gemacht… der wollte doch nur spielen!”. Mein Hund ist immer bei mir sobald andere Menschen und/oder Hunde in meiner Nähe sind. Aber dank Flexi-Leinen können wir solchen Situationen nur bedingt ausweichen. Ich beobachte immer öfter kleine aggressive Hunde, an denen jegliche Sozialisierung dank ihrer Hundehalter völlig vorbei gegangen ist. Schade, eigentlich… denn es ginge auch anders!

        Natürlich bin ich im Kontakt mit anderen Menschen und vor allem mit Kindern noch umsichtiger. Aber was glauben Sie wie oft es mir passiert, dass Menschen bzw. Kinder ohne Vorwarnung auf meinen Hund zulaufen und ihn anfassen wollen?

        Ich verurteile es auch, dass Hunde Menschen bzw. Kinder anfallen und verletzen! Aber es liegt an den Hundehaltern, nicht am Hund. Wer so absolut kein Verständnis für seinen Hund hat, sollte sich vielleicht besser einen Goldfisch anschaffen!

        Aber da ist ein großer Markt, der bedient werden will und artgerechte Hundehaltung (so wie die Tierhaltung im Allgemeinen) interessiert nur noch einen kleinen elitären Kreis.

        • avatar bayer sagt:

          Wir sind absolut einer Meinung. Mit der Leinenführigkeit schließe ich das Freigehen an geeigneten Stellen nicht aus wenn der Hund genügend Gehorsam erlent hat.

    • avatar Nadine Schöttl sagt:

      Also was die artgerechte Haltung der Hunde (der Tiere) betrifft sind ja wohl jene Menschen die „tierliebsten“ die gar keine Tiere halten.

      Denn wie Wölfe, Bären, Luchse etc. auch gehören Tiere eigentlich in die Freiheit (Natur)!

      Eine Leinenpflicht für Hunde (in Städten) ist durchaus sinnvoll und auch keineswegs übertrieben.

      Schweine werden auf engsten Raum gehalten und sehen ein Leben lang nie die Sonne, Rinder werden in Großstallungen an Ketten festgehalten – nur damit die Menschen ihre Milchprodukte konsumieren können – Geflügel wird gemästet etc. etc.

      Wenn eine Leinenpflicht für Hunde eine „Tierquälerei“ sei, dann müsste die Politik die Produktion tierischer Rohstoffe: Fleisch, Milchprodukte, Eier etc. auf der Stelle beenden.

      Zweitens habe ich keineswegs gesagt, dass ein Hund ständig an der Leine gehalten werden sollte.

      Zu Hause, auf Hundespielplätzen und dort wo man in der Natur alleine für sich ist, dort kann man einen Hund durchaus auch ohne Leine laufen lassen – doch in der Stadt, wo viele Menschen auf engsten Raum leben, dort können Hunde ruhig an der Leine geführt werden.

      Die Hundebesitzer fordern auf der einen Seite – dass dessen Hunde nicht angefasst werden – was ja verständlich ist – können auf der anderen Seite es jedoch nicht respektieren, dass es auch Leute gibt, die vor Hunden Ängste haben. Ohne Rücksicht auf andere kann eine Gesellschaft allerdings nicht funktionieren.

      Wenn man schon weis, dass es in der Stadt zu Konflikten mit Hunden kommt, die einen wollen das Hunde an der Leine geführt werden, die anderen nicht, dann muss man ja mit einem Hund nicht in die Stadt gehn.

      Machmal lassen es die Gegebenheiten einfach nicht zu, einen Hund zu halten. Einen Hund eingeferecht in einer 2-Zweizimmerwohnung ist sicherlich nicht artgerecht.

      Das schlimmste für Hunde ist allerdings, wenn sie alleine gelassen werden und man sich mit den Hunden nicht beschäftigt. Solche Tiere landen in der Regel dann in den Tierheimen.

      Da ein Mensch einen Hund nicht ersetzen kann, sollte man auch mehrere Hunde halten (die auf den Hundespielplätzen und dort wo die Natur dies zu lässt d.h. auf dem Feld auch ruhig ohne Leine spielen dürfen, sollen und können.)

      Der Kontakt zu anderen Hunde ist für Hunde wichtig. Schließlich sind Hunde soziale Tiere.

      Eine Leinenpflicht für Hunde in Städte halte ich für sinnvoll, damit es Fälle wie mit dem Kind das auf einem Spielplatz von einem Hund in den Kopf gebissen wurde, nicht vorkommen.

      Besser wäre natürlich, wenn man Hunde nur auf dem Land hält, denn Hunde möchten sich bewegen können. Diese Möglichkeiten haben Hunde in der Stadt in der Regel nicht, es sei denn, dass man einen großen Garten hat.

      • avatar bayer sagt:

        Wie oft passiert es mir das wildfremde Frauen meine zwei Dackel ohne mein Einverständnis einfach streicheln. Ich streichle auch nicht jede Frau nur weil sie mir gefällt. Dies ist eine Untugend welche ich nicht nachvollziehen kann. Das Problem mit den Flexileinen ist eine Ebensolche. Erziehung kann dadurch nicht eretzt werden. Einen Hund aus dem Tierheim zu retten ohne sich vorher genau über die Rassenmerkmale des Tieres erkundigt zu haben ist eine Wundertüte. Das unkontrollierte Spielen mit anderen Hunden ist auch kein Allheilmittel. Wenn ich in der Stadt lebe sollte ich mir vorher Gedanken machen ob es möglich ist den Hund artgerecht zu halten, und die Bedürfnisse der Rasse genau kennen. Einen Hund nur nach der Optik auszuwählen weil er so süß schaut oder so niedlich ist kann zu großen Problemen führen. Dann doch lieber einen Steifhund zum knuddeln aufs Kissen.

  5. avatar Nadine Schöttl sagt:

    Hunde anleinen? Ja, so weit kommts noch. Ne, meine Hunde laufen schön frei herum!

    • avatar Thorwald sagt:

      Braucht gar kein Hund mehr angeleint zu werden. Wo kommen wir dahin?

    • avatar reiner sagt:

      Da Sie ja ernst genommen werden wollen, kann ich über Ihren Beitrag
      nicht lachen. Damit ziehen Sie das Image der Hundehalter nach unten.
      Einer von vielen Gründen, warum ich meine Hunde an die Leine nehme,
      ist u.a. Schutz vor bestimmten Menschen. Dazu wollen Sie doch nicht ge-
      hören – oder?

  6. avatar Thorwald sagt:

    Es kategorisch abzulehnen, den Hund jemals anzuleinen halte ich für verantwortungslos.
    Auch ein wohl erzogener Hund muss in manchen Situation selbstverständlich angeleint werden, in vielen jedoch nicht.
    Bei einen nur mäßig erzogener Hund mag es fifty-fifty sein.
    Einen schlecht oder gar nicht erzogenen Hund, wird man überwiegend anleinen müssen, – zumindest wäre man damit gut bedient.

    Die Erfahrung hat gezeigt, das Hundebesitzer, die es ablehnen, ihren Hund jemals anzuleinen, den letzteren Typ beherbergen.

  7. avatar reiner sagt:

    Ist da jemand, der mir erklären kann, warum nach diversen Prüfordnungen
    für Hunde, die Leinenführigkeit von Hunden bewertet wird.
    Vielleicht werden dann die Zusammenhänge deutlicher.

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