Der quer-Ministerpräsident ist heute in großzügiger Stimmung: Zu Udes 65. Geburtstag soll Christoph Süß diesmal alles senden, was Ude zu sagen hat. Aber – meint er auch wirklich alles?
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Was war denn das, bitte schön, gestern? Da wird der Redaktion mit dem CSU-Attentat auf die Pressefreiheit die Steilvorlage des Jahrhunderts geliefert, die überall die Schlagzeilen beherrscht und was macht ihr draus? Nichts. Gar nichts. Außer einer putzigen Randbemerkung und dem netten, aber letztlich belanglosen Geplapper beim Abschlussgag. War da was?
Eigentlich hätte diese Story ein Festschmaus für jeden kritischen Journalisten im Freistaat sein müssen, für Euch war’s anscheinend nur ein Happen Fastfood. Unfassbar! Oder habt Ihr etwa vorher einen Anruf aus der Staatskanzlei mit einer Anregung zur Programmgestaltung gekriegt, wie in alten (und wieder neuen) Zeiten? Wundern tät’s einen nicht…
Hallo Streppenzieher,
das Thema hat bereits eine breite Öffentlichkeit erreicht, da es von sehr vielen Medien aufgegriffen wurde. Es war es gar nicht nötig, dass quer mit einem ausführlichen Bericht in die selbe Kerbe haut. Trotzdem hatten wir das Thema. Kurz in obigem Video und hier
http://blog.br.de/quer/wahlkampf-so-vie-harmonie-war-nie-26102012.html
Viele Grüße
ADMIN Querulant, quer-Redaktion
Servus ADMIN Querulant,
tut mir leid, das klingt alles andere als überzeugend. Natürlich hat dieses Thema (immer noch) ein Riesen-Echo in der Presse. Warum wohl? Weil’s von eminenter Bedeutung ist. Das konnte man gestern aus Eurer Sendung nicht unbedingt schließen. Statt dessen war man als Zuschauer vor der Sendung gespannt, was Ihr draus macht und hat dann bis zum Ende gewartet und gewartet und gewartet….
Mit dem gleichen Argument hätte ein Sender den “11.09.2001″ damals nur kurz vor dem Wetterbericht am Ende der Nachrichten, nur so nebenbei erwähnen können: “Weil die Anderen doch eh schon genug berichten…”. Das (Vor-)Urteil, dass der BR solche kritische Themen totschweigt oder zumindest klein hält , hat so leider neue Nahrung erhalten. Von wegen Querulanten! Doch nur Alibi-Satiriker? Wär schade.
Sehr geehrter Streppenzieher,
es lässt sich als Kompliment lesen, wenn Sie sagen, Sie waren gespannt darauf, was wir aus dem “ZDF-Gate” der CSU machen. Warum Sie aber Ihre Enttäuschung darüber, dass wir das Thema aus Ihrer Sicht nicht groß genug behandelt haben, dazu benutzen, ein Urteil über den BR als Ganzes und alle seine Redaktionen tätigen, ist nicht schlüssig. Wir hatten das Thema in der Sendung und das Rundschau-Magazin nach uns auch. In den Radionachrichten von B5aktuell und anderen BR-Wellen läuft es rauf und runter. Und wenn sich weitere Entwicklungen ergeben, wird es vielleicht auch nochmal Thema bei quer. Wenn wir es für richtig halten. Das macht nämlich auch den Querulanten aus.
Viele Grüße
ADMIN Querulant, quer-Redaktion
Sehr geehrter ADMIN Querulant,
Ihre Interpretation, meine Darstellung würde den BR als Ganzes bis ins kleinste redaktionelle Besenkammerl hinein in den Senkel stellen, beruht auf einem Wahrnehmungsfehler. (Auch wenn ich mir in der Rundschau mal einen anderen Chefexperten als den unvermeidlichen Herrn Oberreuther gewünscht hätte.)
Vielmehr finde ich es gerade wegen dieser “Rauf-und-runter-Präsenz” höchst erstaunlich, dass ausgerechnet die Redaktion von “quer” diesen Elfmeter ungenutzt ließ. In den Kommentierungen der Leser von Zeit online, SPON usw. fiel mir auf, dass man im Rest der Republik noch nicht mitgekommen hat, dass der BR nicht mehr so wie in den 80ern die Hacken zusammen schlägt, wenn die Nymphenburger Str. anruft. Es wurde aus dem Noreden das übliche Klischee des provinziellen, bierdimpfligen Bayern gepflegt. Als heroisches Gegenbeispiel für die Perestrojka wurde dann von manchen “quer” angeführt. Damit war ich sehr einverstanden, deshalb meine offensichtlich zu hoch gesteckten Erwartungen in die gestrige Sendung.
Aber vielleicht zeichnet es ja einen typisch bayerisch-sturköpfigen Querulanten aus, dass er genau das nicht macht, was von ihm erwartet wird und statt dessen, unablässig auf den Boden stampfend, “I mog ned, i mog ned” ruft. Evtl. ergeben sich ja noch “weitere Entwicklungen”. Womöglich ist ja Herr Strepp inzwischen in Peking gelandet, wenn man die heutigen Meldungen vernimmt. Erstaunlich, wie weit der Arm der CSU – entgegen allen Unkenrufen – doch noch reicht. ;-)
Hallo Streppenzieher,
ah, das ist doch mal eine interessante Rückmeldung und macht Ihre Haltung durchaus verständlich. Vielen Dank.
Ich bin übrigens kein Bayer.
Viele Grüße
ADMIN Querulant, quer-Redaktion
….. ach, geh, wirklich? Kein Bayer? Da sieht man mal wie weltoffen Bayern und sein (früherer) Staatsrundfunk geworden sind! Die sagen Sie das an die anderen Nordlichter weiter. Die haben Aufklärung bitter nötig!
Wie sagte doch die Biermösl Blosn mal, glaube ich: “Der BR ist aus der CSU ausgetreten!” :D
Den Eindruck haben manche in der CSU wohl auch:
http://www.bayernkurier.de/?id=224&showUid=4317
Danke für den interessanten, wie amüsanten Link. Und herzlichste Glückwünsche an den gesamten BR für diese Verleihung des Adelsprädikats durch den Bayernkurier höchstselbst! Man sollte den Artikel in den Fluren des BR aufhängen. Wer hätte gedacht, dass man das noch erleben darf, dass der Bayernkurier greinend die Ausgewogenheit des BRs anmahnt? Es muss sich also tatsächlich was getan haben. (Trotz der gestrigen Schwächephase bei quer. ;-) ) Bitte posten Sie den Artikel auch an die Zentralorgane der üblich verdächtigen Bayern-Hasser in den Hamburger Verlagshäusern!
Vorsicht aber, wenn sich der Ex-Bayernkurier-Chefredakteur Scharnagl durchsetzt und die Unabhängigkeit Bayerns verkündet. Dann ist Schluss mit den subversiven rot-grünen Umtrieben!
Geliebtes Quer-Team,
Die “Reportage” über Strepp ist in “quer” so schmal ausgefallen, dass man nur hoffen kann, dass es keine “Anrufe” im Vorfeld gegeben hat…
An dieser Stelle gleich auch noch ein Vermerk auf die allwöchentliche “Vergackeierei” des Herrn Ude als “dumme Handpuppe”… sollte eigentlich im Wahljahr neutraler gehalten werden… wir lachen schon lange nicht mehr über die Ude-Handpuppe und den “übergrossen” Seehofer….
Trotzdem liebe Grüsse
Niddl59
Der Auftraggeber dieses Stalkingdelikts an Gundula Gause wird gesucht. War es nur ein geiler Pressesprecher oder geschah es auf Druck von oben, von höchster Stelle gar? Rübe runter dann, Rübe runter.
Sicher ist jedenfalls, das die fehlenden 2% nicht auf diese Weise reingeholt werden können, da wird noch ein Koalitionspartner benötigt werden. Sicher ist auch, dass nach der Wahl die Krise weiter fortschreitet, trotzdem noch der eine oder andere Strippenzieher benötigt werden wird.
Ganz nebenbei findet übrigens diesmal noch eine Bundestagswahl nebenher statt, auch wenn da unter ganz anderen Gesichtspunkten das Kreuzl gesetzt wird.
Die entrüstete Sprecherin des etwas unvorteilhaft dargestellten Herrn Söder hatte also auch Redebedarf. Dass der schlimme Beitrag anschließend von der Bildfläche verschwunden ist, hatte – selbstverständlich – nur “journalistische” Gründe. Wer wollte dies bezweifeln?
Die Sorge des Bayernkuriers und der CSU, der rot-grün verseuchte BR würde zu aufmüpfig werden, scheint somit leicht übertrieben. Vielleicht sollte man eine Hotline einrichten, um die Sache zu vereinfachen? Man darf auf “weitere Entwicklungen” gespannt sein. Und darauf, ob “Querulantentum” im BR einen Platz hat.
Streppenzieher, was’n dat, n’ Deppenstepper. Schien wohl unbeliebt zu sein, wenn er die Stalkingkrise nicht einen Tag überstanden hat, ein IM vielleicht, V-Mann, Agent Provokateur, eingeschleust um der CSU die fehlenden 2% zu stehlen und Werbung für einen Parteitag zu machen, den keinen interessierte. Die Generalprobe der Fähnchenschwinger ist missglückt, was soll nur mit der Partei noch werden?