Statt zu jedem Thema einen Studiogast einzuladen, verkleiden wir unseren Moderator Christoph Süß und lassen ihn sich selbst interviewen. Redaktionsintern heißt das quer-Schläger. Diese Woche als – oh mein Gott!
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Liebe quer-Redaktion.
besser ist die Marktgläubigkeit als Religionsersatz nicht darstellbar. Die Christen streiten sich unter Orthodoxen, Katholiken, Reformierten, Evanglikalen und anderen Untergruppierungen um die allein seelig machende Wahrheit, sowie die Muslime unter Sunniten, Schiiten und weiteren Glaubensrichtungen Kämpfe untereinander ausfechten. Unter Ökonomen streiten sich die Monetaristen, die Keynesianer, die Neoliberalen und andere Theoretiker um die Deutungshoheit markwirtschaftlicher Glaubenssätze. Leider bleibt bei ALLEN derjenige um den es eigentlich gehen sollte, der einzelne Mensch als Individuum, auf der Strecke; obwohl jede Richtung vorgibt das Wohl des Einzelnen im Auge zu haben. Ich bin ein grpßer Kritiker des Altkanzlers Kohl aber in einem Punkt hatte er recht: entscheidend ist was hinten rauskommt. Leider ist es meistens Sch….!
Sehr geehrter Herr Süß,
so sehr ich Ihre Sendung schätze, so daneben habe ich diesen Beitrag empfunden. Ich vertrete die Meinung, dass die Heilige Schrift – die Bibel – nicht für Ihre Satire – gleich in welcher Form, sei es unter Einbindung von Teilzitaten aus Gleichnissen etc. herzuhalten hat. Ihre Verkleidung war dem entsprechend nicht angebracht, auch wenn zum Schluss der Satire die Auflösung kam.
Hätten Sie z. B. den Koran verwendet, dürften Sie sicher mit einem Aufstand der religiösen Gefühle rechnen. Leider ist bei uns wohl schon längst das Gefühl für Takt, Werte und kulturelle Wurzeln, wenn nicht ganz verloren, so doch stark beschädigt.
So braucht man sich nicht zu wundern, wenn andere Kulturkreise vor uns kaum Respekt (im guten Sinne) haben.
Ich empfehle Ihnen eine gute Wertevermittlung. Guten Tag.