2012
Jul
18
avatar ADMIN Querulant

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Bayerns Bäcker in Sorge: Wer bisher arglos übrig gebliebenes Essen den so genannten “Tafeln” für arme Menschen spendete, muss vielleicht schon bald eine saftige Nachzahlung ans Finanzamt überweisen. So bereits geschehen in Sachsen, wo ein Bäcker für seine Spenden 3000 Euro zahlen soll. Der Landesverband des bayerischen Bäckerhandwerks rät seinen Mitglieder inzwischen alte Semmeln nicht mehr zu verschenken, sondern zu einem symbolischen Preis abzugeben, um der Steuerpflicht zu entgehen. Und die Tafeln (deren Stellungnahme hier) fürchten um ihre Zukunft. Ganz zu schweigen von den Bedürftigen.

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Hinweis: In einer früheren Fassung dieses Textes, sprachen wir von “Bäckerinnung”, richtig ist aber Landesverband des bayerischen Bäckerhandwerks.

UPDATEBundesfinanzministerium stoppt Besteuerung von gespendeten Backwaren – sueddeutsche.de

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100 Kommentare zu „Skandalsteuer: Zwingt Finanzamt Tafeln ins Aus?“

  1. avatar ion Tichy sagt:

    Die Kleingeistigkeit und der neidische Mief in diesem Land stinken zum Himmel. Heine hatte recht, das er davon sprach das die Deutschen den Stock verschluckt haben, mit dem man sie einst geprügelt hat.

    Leute besinnt euch. Dieses neidische Gezänk ist unwürdig. Wir machen ständig Leute überflüssig und vergewalten sie dann mit diesem unmenschlichen, bürokratischen Monster. Es wird Zeit die Dinge zum Bessren zu wenden.

    • avatar Lohengrin sagt:

      Neiddebatte ist ein Kampfbegriff.
      Wenn jemand sich darüber aufregt, dass er, obwohl er Häuser baut, niemals ein eigenes Haus besitzen wird, und erkennt, wofür die Häuser, die er baut, verwendet werden, wie viele auf Anweisung des Sozialstaats massiv verschlissen werden, und wie die, die ihm Arbeit vermitteln ein Haus nach dem anderen ergattern, dann hat das nichts mit Neid zu tun.

      Man muss nur mal hinsehen und darauf achten, für wen und für was kleine Malocher arbeiten.
      Fast keiner von denen ist Kellner in einem Nobel-Restaurant, mäht den Rasen vor einer Villa oder baut Rolls-Royce.
      Die meisten fahren lange Strecken durch die Gegend um ihren Arbeitsplatz zu erreichen, Stellen Essen in kleinen Rationen für Kitas her, fahren Dialyse-Patienten einzeln mit einem 9-sitzigem Auto mehrere zig Kilometer weit durch die Gegend, füllen Steuererklärungen aus, sind im Bewerbungtraining, passen Kinder für Leute auf, die im Bewerbungstraining sind, entrümpeln und renovieren Wohnungen, weil mal wieder umgezogen wurde, verteilen Werbung auf Papier, die meistens ungelesen weggeworfen wird, …

      Wir müssen etwas tun, dass viele Menschen von der Arbeit befreit. Wir müssen diese maßlose Verschwendung drosseln und wir müssen die Einkommen (nicht in Euro, sondern in Waren und Dienstleistungen) der zig Millionen Leute drosseln, die als Unproduktive das Doppelte und Dreifache von dem kriegen, was der kriegt, der die Werte schafft.
      Gegen diese beiden Probleme sind die paar tausend Superreiche, die zwar jeweils Millionen Euro pro Monat kriegen, aber auch nur jeweils 10 Leute für sich arbeiten lassen, Kleinkram.

    • avatar Ice007 sagt:

      > “Wir müssen etwas tun, dass viele Menschen von der Arbeit befreit.”

      Wie soll das passieren? Was seinerzeit die Industrialisierung mit sich brachte bringt uns heute die Digitalisierung:
      Da werden Jobs vernichtet; Geiz ist eben NICHT geil!

      Einkaufszentren? Wer braucht das, wo es doch Amazon, Zalando & Co. gibt?
      Reisebüro? Überflüssig – Trivago, Opodo, etc. wirds schon richten.
      Gebrauchtwagen-Händler? Da fahr ich doch nicht zum Händler um die Ecke und lass mich beraten, sondern such mir das günstigste Angebot bei Autoscout oder Mobile.de
      …usw.
      Die einzige Wachstumsbranche, die ich beim Online-Shopping noch sehe sind die Paketdienste ~ und was deren Fahrer verdienen, wissen wir ja…
      Also lass solche Forderungen. DER Zug ist längst abgefahren.

    • avatar Lohengrin sagt:

      @ICE007

      >> “Wir müssen etwas tun, dass viele Menschen von der Arbeit befreit.”
      > Wie soll das passieren? Was seinerzeit die Industrialisierung mit sich
      > brachte bringt uns heute die Digitalisierung: Da werden Jobs vernichtet;

      Unterscheide zwischen Arbeit und Einkommen! Es sind genug Waren und Dienstleistungen da. Wir haben kein Produktionsproblem, sondern ein Verteilungsproblem.
      Arbeit, die niemandem etwas nützt oder sogar anderen schadet, muss abgeschafft werden. Statt einen Unproduktiven zu irgend einer überflüssigen Arbeit zu zwingen, soll der Unproduktive ein Einkommen hinterhergeschmissen kriegen – einfach so. Und damit nicht mehr Leute dazu gedrängt werden, Arbeitsunfähigkeit vorzuspielen oder zu entwickeln, soll jeder so ein Einkommen für Unproduktive einfach so hinterhergeschmissen kriegen. Das ist das bedingungslose Grundeinkommen.
      Es ist genug da, was verteilt werden kann. Das ist genug für jedermanns Grundeinkommen, aber nicht für jedermanns Graf-Rotz-Träume. Insbesondere ist es nicht möglich, dass es jedem besser geht als seinen Nachbarn.
      Wer mehr Geld ausgeben will als jemand, der nicht arbeitet, soll arbeiten. Und wer arbeitet, soll mehr Geld ausgeben können, als jemand, der nicht arbeitet. Das würde mit einem bedingungslosen Grundeinkommen automatisch passieren.

      > Geiz ist eben NICHT geil!

      Nicht Geiz sondern Gier ist das Problem. Ein Geiziger würde weder alleine in einer 45 qm großen Wohnung wohnen noch Trüffel essen. Das Problem an Leuten, die einen Handwerker bestellen, sich einen Whirlpool einbauen lassen, und dann nicht bezahlen wollen, ist nicht deren Geiz, sondern deren Gier.

      > Die einzige Wachstumsbranche, die ich beim Online-Shopping noch sehe
      > sind die Paketdienste ~ und was deren Fahrer verdienen, wissen wir ja…

      Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen von 500 Euro pro Person, dann würde niemand mehr für 300 Euro extra sechs Tage pro Wochen des Nachts Pakete verteilen, und als Praktikum auf Befehl der ARGE für 374 Euro plus warme Wohnung schon mal gar nicht.

      > Also lass solche Forderungen. DER Zug ist längst abgefahren.

      Der Zug ist nie irgendwo gefahren. Sämtliche Sozialisten – nationale und internationale – sind Arbeitsfetischisten. Die passen ganz hervorragend zu einer kleinen Schicht von Reichen und einer großen Schicht von Armen. Ob die Reichen nun Millionen von Euros besitzen oder ein Hohes Tier im Apparat sind, kommt aufs Gleiche raus. Sie lassen sich von den Armen bedienen.
      Wir brauchen endlich mal einen gesellschaftlichen Konsens, der Wohlstand für die Massen zum Ziel hat. Und weil Freizeit ein Teil von Wohlstand ist, muss die Befreiung von der Arbeit Teil dieses Konsens’ sein.

      So ein Unfug wie drei konkurrierende Briefzusteller und drei Leute, die jeden Tag durch die Straßen laufen, oder Leute, die Einkaufsladen spielen, oder Paketzusteller, die genausoviel in der Tasche haben wie Alkoholkranke, die einfach nicht arbeiten können, oder diesen fürchterlichen Papiertiger, der nichts anderes als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist, gibt es nur wegen dieses Arbeitsfetischismus’.
      Mit dem Ziel “Befreiung von der Arbeit” wird dieser Unfug abgeschafft. Dadurch verlieren wir nichts an Waren und Dienstleistungen, aber gewinnen sehr viel Freizeit und vermeiden die Zerstörung von Werten (abgenutze Arbeitskleidung, eingesparte Personen- und Material-Transporte).

  2. avatar reiner sagt:

    Ich möchte zum Thema zurückkommen und die Spenden an die Tafeln wieder
    ins Gedächtnis rufen.

    Was Spendenfreudigkeit betrifft rangieren die Deutschen im Ranking der Län-
    der ganz weit oben!

    “Es gibt nichts gutes außer man tut es.” (Erich Kästner)

    • avatar Lohengrin sagt:

      Das gilt aber nur für organisiertes Spenden.

      Wenn es um direktes Unterstützen von Mensch zu Mensch geht, sieht es in Deutschland übel aus. Hier ist alles organisiert. Jedem steht angeblich organisierte Hilfe zu. Deshalb halten die Leute hier das direkte Unterstützen von anderen für überflüssig, ja sogar dumm, und schämen sich, anderen davon zu erzählen, wenn sie es denn doch mal tun. Dass viele durchs Raster fallen, wird ignoriert.
      Wenn man mal zwei Stunden lang auf einer Autobahn gestanden hat, und mit einem Abschleppseil gewinkt hat, weiß man das. So einem hilft man nicht. Der hätte ja im ADAC sein können.
      Man kann ja mal beim Wandern irgend welchen Leuten, die vor ihrem Haus stehen, eine leere Flasche hinhalten, und sie um einen Liter Leitungswasser bitten. Da wird man gelegentlich an das Jobcenter verwiesen.

      Es geht auch anders. Es macht sogar Spaß, mit einem alten Auto, wo ruhig mal einer hinten rein fahren kann, ein liegengebliebenes Auto von der Autobahn zu holen, bevor erst spannend der ADAC anrückt. So etwas kostet einen praktisch nichts, und erspart anderen Arbeit.
      Man kann auch mal, bevor man 30 km weit in die nächste Stadt zum Einkaufen fährt, seine Nachbarn fragen, ob man ihnen etwas mitbringen soll.

      In Kanada ist das völlig anders. Da stand ich mal mit dem Fahrrad in einer Scheune, um einen Regen abzuwarten. Der Bauer kam des Wegs, und lud mich zu sich ins Haus ein. In Deutschland muss man damit rechnen, mit der Drohung, die Polizei zu rufen, weggejagt zu werden.

  3. avatar Thomas Rawe sagt:

    Hihi diese Neiddebatte ist wirklich lächerlich…
    Wie soll so jemand die aufmerksamkeit für wirklich wichtiges haben???
    Ich kümmer mich um mich und meine Freunde sehe zu das ich unabhängig bin…
    Spende da wo es mir wichtig erscheint und helfe denen die auch selbst bereit sind etwas zu TUN…
    So lenke ich meine Aufmerksamkeit auf positive Dinge…
    Negative ziehe ich mir fast nicht mehr rein es bringt einfach NIX..

  4. avatar bullerkopf 14 sagt:

    ich weis nicht warum sich der kaffeesatz so aufregt [Entfernt. Sachlich bitte. Siehe Kommentarrichtlinien.]

  5. avatar bullerkopf 14 sagt:

    habe noch etwas vergessen; wer sagte einst das politik gleich verbrechertum ist ? ja natürlich unser al capone.5

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