Im Schwimmbad der mittelfränkischen Gemeinde Dombühl badeten die Einheimischen jahrelang unbehelligt von Behörden und Vorschriften. Das ist jetzt vorbei. Badeverbot. Aber nicht, weil sich der Qualität des Wassers oder des Bades verschlechtert hätte. Geändert hat sich nur eine Definition: Laut EU-Richtlinie hat ein Naturfreibad keine Betonwände, und so wurde aus dem Naturfreibad über Nacht ein Freibad. Für ein amtliches Freibad ist das Wasser nun aber nicht mehr sauber genug. Die Dombühler fühlen sich von Brüssel bevormundet und protestieren.
Vergangenes Jahr hat er es schon einmal geschafft: er ließ sich einfach auf einem Gelände mitten in Fürth nieder, brütete und erreichte damit schneller einen Baustopp als jede Bürgerinitiative: der Kiebitz. Geschützter Schnepfenvogel, auf der roten Liste seit 1998. Das Stadion, das er damals verhinderte, wurde nie gebaut. Jetzt, eben dabei aus dem Winterlager zurückzukehren, stellt er wieder einen fränkischen Bauherrn vor vollendete Tatsachen und scheint sich auf der nächsten Großbaustelle niederzulassen. Hat das langsam System? Bestimmt der Kiebitz bald, was in Fürth gebaut werden darf?
Englisch ist eine Weltsprache. Doch ausgerechnet in der Ausländerbehörde in Nürnberg gibt es Mitarbeiter, die kein Wort Englisch sprechen. Zumindest nicht mit ihren Klienten. Amtssprache ist Deutsch, so heißt es kategorisch, von internationaler Service-Orientierung keine Spur. Und das in Zeiten, in denen hochqualifizierte Fachkräfte weltweit händeringend gesucht werden. Internationale Firmen und ausländische Angestellte sind fassungslos.
Jetzt also auch in Franken: Mehrere Augenzeugen in den Landkreisen Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen sind sicher, sie hätten den Wolf gesehen. Noch bestätigen Bayerns Behörden die Einreise nicht. Aber Experten halten die Zuwanderung von Wölfen nach in den Freistaat durchaus für wahrscheinlich. Erst vergangenes Jahr lief im oberfränkischen Fichtelgebirge ein Wolf in eine Fotofalle. Angst und Schrecken jedoch verbreitet die Vorstellung vom wilden Besucher nicht – im Gegenteil.
Das Tagungshotel Schindlerhof in Nürnberg scheint ein Traum für jeden Arbeitnehmer zu sein: Denn hier dürfen die Mitarbeiter selbst entscheiden, wie hoch ihr Gehalt sein soll! Und nicht nur das: Die Angestellten, die auch Mit-Unternehmer genannt werden, dürfen ihren Arbeitsplatz mitgestalten und werden per App über das Geschehen des Familienunternehmens auf dem Laufenden gehalten. Ein Ausnahmebeispiel? Oder beachtenswerter Vorreiter, wie die schöne, neue Arbeitswelt bald aussehen könnte? Und: funktioniert das wirklich?
Eine Zeitungsannonce sorgt in Nürnberg für Aufruhr: “Igelchen” entschuldigt sich bei seiner Ehefrau und beendet gleichzeitig, in einer kleineren Anzeige, die Affäre mit “Sommersprosse, Sonnenschein”. Und da die Lust am Klatsch und Tratsch so alt ist wie der Seitensprung selbst, gibt es in Franken kaum noch ein anderes Thema: Was ist passiert? Und wer ist eigentlich “Igelchen”? Das Geheimnis schlummert in der Anzeigenabteilung der Nürnberger Nachrichten – und quer wirft einen Blick drauf.
Eine Familie lässt ihr Leben von einem Guru bestimmen. Ihre Kinder müssen früh um vier meditieren und dürfen nicht zum Arzt. Vor vier Wochen berichtete quer über die Sektenkinder von Lonnerstadt. Danach verteidigte Landrat Eberhard Irlinger die alternative Lebensform der Sekte, versprach aber auch umfassende Aufklärung. Doch bis heute sei nichts passiert, behaupten Bürger in quer – oder doch? Jetzt stellte sich heraus: Wichtige Akten im Jugendamt sind verschwunden.
Um vier Uhr morgens Meditation. Die Mahlzeiten so spärlich, dass in der Schule der Magen knurrt. Spielen mit Freunden? Nicht erlaubt. Bei der Sekte “Neue Gruppe der Weltdiener”, sieht man Jungen und Mädchen als “erwachsene Seelen” in Kinderkörpern an. Sie leben in äußerster Armut. Arztbesuche sind verboten. Denn nach der Lehre muss sich der Körper selbst heilen können. Auch im mittelfränkischen Lonnerstadt wachsen drei Kinder so auf. Doch obwohl die Behörden von den Zuständen wissen, schreiten sie nicht ein. Und das, obwohl schon früher ein Kind in dieser Sekte beinahe verhungert wäre.
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Immer mehr Menschen in Bayern lassen sich nach dem Tod verbrennen. Für manche Kommunen sind die Feuerbestattungen ein gutes Geschäft. Denn bevor sie die Asche den Hinterbliebenen übergeben, filtern sie das Zahngold der Verstorbenen heraus. Allein die Stadt Nürnberg nimmt so jährlich etwa 250.000 Euro ein. Andere Städte wollen jetzt auch zu Goldgräbern werden. quer über ein Geschäft in einer rechtlichen Grauzone.