Der Feldhase hat als „Häschen in der Grube“ oder als „Angsthase“ einen festen Platz in der deutschen Kultur: auf deutschen Feldern könnte er bald ausgestorben sein. Denn seit 2007 überleben die meisten der sprichwörtlich zahlreichen Nachkommen des Feldhasen die Kinderstube nicht mehr. Die Gründe sind rätselhaft. Ist es eine geheimnisvolle Hasenseuche? Sind es Umweltgifte oder doch die Füchse? Ein neues Hasenforschungsprojekt soll Licht ins Dunkel bringen.
Irgendwann muss er ja kommen, der Frühling! Und deshalb wird in Bayerns Gärten jetzt geharkt, gebuddelt und gepflanzt. Denn zusammen mit den Blüten geht ja auch das Herz des Gärtners auf. Doch ob Rosen, Hyazinthen und Rittersporn wirklich blühen, hängt nicht unbedingt davon ab, wie gut gehegt und gepflegt wird. Ebenso wichtig ist, wie gut gejagt und erlegt wird. Wühlmäuse und andere Schädlinge sind die großen Feinde des Gartenbesitzers. Doch nicht alles, was im Kampf gegen die Störenfriede hilft, ist auch erlaubt.
Korrektur: Zu Beginn des Berichts behaupten wir, Furth im Wald läge in Niederbayern. Das ist falsch – es liegt in der Oberpfalz. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
Vergangenes Jahr hat er es schon einmal geschafft: er ließ sich einfach auf einem Gelände mitten in Fürth nieder, brütete und erreichte damit schneller einen Baustopp als jede Bürgerinitiative: der Kiebitz. Geschützter Schnepfenvogel, auf der roten Liste seit 1998. Das Stadion, das er damals verhinderte, wurde nie gebaut. Jetzt, eben dabei aus dem Winterlager zurückzukehren, stellt er wieder einen fränkischen Bauherrn vor vollendete Tatsachen und scheint sich auf der nächsten Großbaustelle niederzulassen. Hat das langsam System? Bestimmt der Kiebitz bald, was in Fürth gebaut werden darf?
Vogelschützer schlagen Alarm. Zahlen aus den USA belegen, dass Katzen in nennenswertem Ausmaß den Vogelbestand dezimieren können. In den Vereinigten Staaten fangen sie jährlich bis zu 3,7 Milliarden Vögel. Hinzu kommt, dass sich die kleinen Räuber auch in Deutschland streckenweise unkontrolliert vermehren. Diese Überpopulation führt nun zu einer seltenen Allianz von Katzenfreunden und Vogelschützern.
Jetzt also auch in Franken: Mehrere Augenzeugen in den Landkreisen Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen sind sicher, sie hätten den Wolf gesehen. Noch bestätigen Bayerns Behörden die Einreise nicht. Aber Experten halten die Zuwanderung von Wölfen nach in den Freistaat durchaus für wahrscheinlich. Erst vergangenes Jahr lief im oberfränkischen Fichtelgebirge ein Wolf in eine Fotofalle. Angst und Schrecken jedoch verbreitet die Vorstellung vom wilden Besucher nicht – im Gegenteil.
Bisher hatte die Jagd in Deutschland einen so hohen Stellenwert, dass es Jägern erlaubt war, innerhalb ihres Reviers überall Wild zu erlegen – auch auf Grundstücken in Privatbesitz. Das störte aber einige tierliebe Grundbesitzer. Sie erstritten vor Gericht, dass sie die Jagd und die Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft nicht mehr dulden müssen. Was nun dem ein oder anderen Reh das Leben retten mag, könnte der Natur letztlich mehr schaden als nutzen. Und für Wildschäden haftet nach wie vor nicht der Grundbesitzer, sondern der Jäger. Die ersten denken jetzt ans Aufhören.
Mühevoll zogen bayerische Vogelschützer in Burghausen seltene Waldrappe auf, brachten ihnen sogar das Fliegen bei und trainierten mit den Zugvögeln Flüge nach Italien. Einer davon wurde jetzt bei Livorno abgeschossen. Eine Vogelschützerin will nun die als schießwütig verschrienen italienischen Jäger vom Wert der seltenen Vögel überzeugen und den Wilderer stellen. quer war bei der Fahndung dabei.
quer macht Sommerpause, die Redaktion ist in Urlaub (siehe hier) und unsere einsame Reporterin Laura Beck okkupiert das quer-Blog. Willkommen bei Blog-upy quer. In dieser Folge: Beinah wäre in London das olympische Feuer ausgegangen. Aber es hätte schlimmer kommen können…
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Mit dem Stadionneubau des frischgebackenen Aufsteigers Greuther Fürth will es nicht so recht klappen. Sponsor und Bauplatz sind zwar schon gefunden. Doch dann wird es kompliziert. Auf dem Gelände brütete eine Kolonie von seltenen Kiebitzen, und für die muss vor Baubeginn eine Ausgleichsfläche gefunden werden. War es ein Zufall, dass kurz darauf unbekannte Planierraupen trotz Baustopps die Kiebitznester plattmachten? Jetzt interessiert sich die Staatsanwaltschaft für das Bauvorhaben.