2012
Jun
13
avatar ADMIN Querulant

Wenn Sie das Videofenster auf einem Smartphone anschauen möchten, hier entlang.

Schöne neue Internet-Welt – in den Gemeinden am Tegernsee sollte sie Wirklichkeit werden. Eine Lokalredaktion hatte die Idee, die Gemeinderatssitzungen im Internet live zu übertragen. So hätte jeder Bürger seinen Gemeinderäten bei der Arbeit zuschauen können. Doch die Initiative für mehr Transparenz stieß bei den Lokalpolitikern auf wenig Gegenliebe – die Angst vor der totalen Öffentlichkeit im Netz ist groß. Dabei gibt es anderswo durchweg positive Erfahrungen mit solchen Live-Übertragungen. So sind die Gemeinderäte oft besser vorbereitet und die Sitzungen effektiver.

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14 Kommentare zu „Transparenz – nein danke! Kein Bürger-Livestream am Tegernsee“

  1. avatar Andreas Witte sagt:

    Schön dass sich die Themen langsam rumsprechen.

    Die “themenlosen” Piraten waren da schon vor grauer Urzeit aktiv: [Link entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.]

    Grüße
    Andreas

  2. avatar DerDirk sagt:

    Ich finde ALLE politischen Entscheidungen müssten öffentlich sein.
    Alle Arbeitskreise alle Sitzungen im Bundestag, Bundesrat, Landtag usw.
    Die Politiker arbeiten ja schließlich für UNS!
    Wie wäre es denn wohl wenn ich eine Besprechung hätte und meinem Chef sagen würde: “Das geht dich nichts am, das darfst du nicht wissen”
    Wie soll man auch sonst kontrollieren können ob der Wahlkreisabgeordnete im Ausschuss auch wirklich das sagt, wofür er im Wahlkampf stand.

  3. avatar Ratlos sagt:

    “Die Politiker arbeiten ja schließlich für UNS!”

    Das hast du jetzt aber wirklich falsch verstanden.

    Mit Ausnahme der Piraten sind sämtliche Parteien, vor allem auch die GRÜNEN Horte der Mauschelei. “Die Politiker” arbeiten sicher nicht “für” uns.

  4. avatar bayer sagt:

    Vielleicht soll der Bürger und Wähler nicht mitbekommen wieviel der Volksvertreter die Sitzungen schwänzen, wie es im EU-Parlament und im Reichstag üblich ist.
    Die Regierungsparteien brauchen gar nicht auf die, zugegeben miese, Oppositionsmasche zu schimpfen, wenn sie so überheblich sind und die Debatten massenweise schwänzen. Sicher bin ich kein Pirat aber der interessierte Bürger (welcher derzeit sicher eine Minderheit bildet) sollte schon die Möglichkeit haben mit allgemein üblicher Technik wie es das Internet derzeit darstellt, sich modern zu informieren. Mein Vorschlag die Debatten für eine bestimmte Zeit ins Netz einzustellen damit auch derjenige welcher oder welche z.B. beruflich verhindert ist die Möglichkeit hat sich zu informieren.

    • avatar DerDirk sagt:

      Nicht für eine bestimmte Zeit für IMMER!!!
      Ich will in 5 Jahren noch zeigen können wie ein Politiker gelogen hat.
      Oder alte Debatten für den Politiker als Gedächtnisstütze raussuchen, wenn der mal wieder im Wahlkampf ein paar alte Einstellungen vergessen hat.

    • avatar Uwe sagt:

      Im Gegensatz zum EU-Parlamentarier und zum Bundestagsabgeordneten, übt das Mitglied im Gemeinderat seine Tätigkeit aber ehrenamtlich aus. Hier die gleichen Erwartungen zu stellen, ist übertrieben.

    • avatar Lohengrin sagt:

      @DerDirk
      > Nicht für eine bestimmte Zeit für IMMER!!!

      Das passiert automatisch. Das Netz vergisst nichts.

  5. avatar Eslarner sagt:

    Eine grds. gute Idee, aber die Bayerische Gemeindeordnung und die “Köpfe” in den Gemeinderäten werden sich hier nicht so schnell ändern lassen. In unserer Gemeinde gibt es seit über zwei Jahren “Mitschriften aus den Gemeinderatssitzungen”, und die konnten – ganz ohne irgendein parteipolitisches Interesse – schon ein wenig Transparenz bewirken. Natürlich ist hier auch dem Gemeinderatsgremium zu danken, welches diese oftmals auch sehr kritischen Mitschriften, die wenige Stunden nach Beendigung des öffentlichen Teils im Internet erscheinen, einigermassen gelassen ertragen. Die Lokalpresse hat eben nicht so viel Platz zur Verfügung, immer eine ganze Sitzungsmitschrift zu drucken, und nicht alle BürgerInnen lesen regelmässig eine Regionalzeitung.

  6. avatar Uwe sagt:

    Mir gefällt diese überhebliche uns besserwisserische Betonung des Sprechers nicht.
    Zum Inhalt: In einer anderen Stadt gibt es datenschutzrechtliche Bedenken, warum sind die anderen dann Trasparenzmuffel, wenn sie von vornherein daran denken? Andere Gegenargumente hat der Bürgermeister doch vorgetragen. Es gibt verdammt wenige Menschen, die überhaupt so ein (auch wenn es nur ein kleines Dorf ist) für die Gemeinde wichtiges Amt übernehmen wollen. Wenn sich nun noch jemand von der Videoübertragung einschüchtern lässt und es noch weniger werden, wäre das katastrophal. Für Transparenz ist doch gesorgt, die Sitzungen sind öffentlich. Warum sollte man den Aufwand treiben, wenn an den Sitzungen sowieso nur drei Leute interessiert sind? Für die ist der Weg zum Rathaus auch nicht weit.

    • avatar Protokoll sagt:

      Transparenz ist eben nicht gewollt!

      In 99% der Gemeinden und Kreise werden nicht einmal die Sitzungs-Niederschriften online gestellt.

      Der Bürger soll eben nicht wissen was läuft!

      Natürlich werden auch die Sitzungsvorlagen nicht online gestellt, keine Gutachten, etc.

      Alles was den Bürger in die Lage versetzt, den Mauscheleien zu folgen, wird unterdrückt.

      Der Hinweis man könnte doch in die Sitzungen kommen, ist ein Witz, denn auch dort bekommt man keinen Einblick in die Unterlagen.

      All das ist nichts weiter als eine pseudodemokratische Farce.

    • avatar Matthias,49 sagt:

      @Protokoll…stimmt genau..,das,was wir in unserem Bürgerservice zu lesen bekommen,ist nicht das Gelbe vom Ei.Gerade beim Bauausschuss wird nichts ge-bzw. erklärt,so dass Entscheidungen pro bzw. Contra Bauwerbern nicht nachvollzogen werden können.

      Während wir Normalbürger uns dumm und dämlich zum stilgerechten Erhalt unserer historischen Bauten verschulden,werden für andere Bauwerber Ausnahmen gemacht..

      Matthias,Rothenburg/Tauber

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