2013
Jan
30
avatar ADMIN Querulant

In den Städten herrscht Wohnungsmangel. Allein in München werden schon bald 290.000 Wohnungen fehlen, die Mieten entsprechend weiter steigen. Die Anzahl staatlich geförderter Wohnungen ist in den vergangenen 10 Jahren in München um 90% geschrumpft. Und so sind Mieter mit niedrigem Einkommen dem Markt chancenlos ausgeliefert. Jahrelang wurden bundeseigene Sozialsiedlungen an private Investoren verkauft, so auch die Siedlung Ludwigsfeld in München. Seither sind die Mieten dort explodiert. Doch im Wahljahr nutzen Politiker das Thema “Mietpreise” als Wahlkampfthema und versprechen vollmundig bezahlbaren Wohnraum.

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13 Kommentare zu „Wohn-Wahnsinn: Wie Privatisierung die Mieternot verschärft“

  1. avatar Georg Rasse sagt:

    Wohnraum ist doch bezahlbar! Es steht doch nirgendwo geschrieben, dass nur München lebenswert ist!
    Jetzt liebes Quer-Team, jetzt zeigt doch mal ein paar Bilder von Wohnungen in München, die nur 800 € Miete kosten! Gebt bitte auch an, wie groß die sind, und zeigt auch Bilder, wie die Wohnungen innen aussehen! Nicht nur immer Bilder von alten verwaisten Häusern aus der Oberpfalz zeigen!

    • avatar Steadi sagt:

      Ich frage mich wann Sie das letzte mal sich auf dem Wohnungsmarkt umgeschaut haben,
      In München kann man lange suchen bis Mann eine Wohnung für 800 € findet die mich weniger als 50qm und 1 Zimmer hat, aber dann kommt natürlich eine saftige Maklerzahlung und eine Freche Staffel Miete dazu so dass man nach 3 Jahren auf 1000 € ist. Und natürlich muss es nicht München direkt sein, aber im sbahn Umland sind die Mieten auf dem selben Niveau.

      • avatar Georg Rasse sagt:

        Ich wohne auf dem Land!

        Ich möchte nicht in München in einer 800 € Wohnung leben, auch wenn solche Wohnungen frei wären. Mit diesem Beitrag von mir habe ich eigentlich nur auf den Wert einer Wohnung hinweisen wollen, was man auf dem Land dafür bekommen würde. Für 800 € Miete bekommt man auf dem Land ein ganzes Haus mit Garten!
        Ich bin beruflich bedingt sehr oft in Wohnungen von Städtern. Da gilt das Motto: “Die Küche ist zwar ein bisschen klein, aber bei den Mietpreisen können sie sich ja eh Nichts mehr zum Kochen kaufen”.
        Vielen Leuten ist es wahrscheinlich am wichtigsten, dass man in einer Stadt wohnt, egal was das kostet und egal in welchem Zustand diese Wohnungen sind. Mir ist das doch egal, was diese Leute dafür bezahlen müssen! Sie müssen ja nicht in München wohnen!

        • avatar Steadi sagt:

          Schön wärs, aber leider gibt’s Menschen die in der Großstadt leben und arbeiten müssen, zu denen gehöre ich auch. Und natürlich weiß Mann das es auf dem Land deutlich günstiger ist, aber was nützt mir die die günstiger Miete wenn ich 50km vom Arbeitsplatz lebe im Monat 500 € Spritkosten habe jeden Tag 4h im Auto sitze und einen massiven farhzeugverschleiss hab(rechnerisch noch teuerer als in der Stadt zu leben). Das Problem ist nur das wir uns ziemlich schnell an Manhattan Verhältnisse nähern, und das solte die Politik nicht zulassen.

          • avatar bayer sagt:

            Wenn Sie für 50 km mit ihrem Auto vier Stunden brauchen dann würde ich entweder öffentliche Verkehrsmittel benutzen, oder mit dem Fahrrad fahren. Übrigens wenn das Auto nur durchnittlich 25 kmh fährt verbraucht es immens viel an Spritt sollten die 500 Euro richtig berechnet sein. Mit der Mietpreisexplosion haben Sie sicherlich recht. Übrigens gibt es auch an den Bahnstionen Parkplätze. Fakt ist Doch Sie möchten in der Stadt leben genau so wie es Menschen gibt die auf dem Land leben möchten. Das war halt früher mit sozialem Wohnungsbau einfacher. Dadurch wurde der Mietwucher eigedämmt weil es dadurch auch in den Städten Alternativen zu den teueren Wohnungen gab. Meine Tante hatte bis vor zwei Jahren noch so eine 60 qm Wohnung am Harras für 250€. Natürlich mussten alle Instandhaltungsarbeiten selbst erledigt werden. Zustand 60er Jahre. Können Sie sich vorstellen wie hilfreich und zuvorkommend der Vermieter war, als sie beschloss aus Gesundheitsgründen diese Wohnung aufzugeben und zur Verwandschaft auf das Land zu ziehen. Übrigens auf Anfrage evtl. Weitermietens eines Angehörigen wurde uns mitgeteilt diese Wohnung werde generalrenoviert und sei unter 900€ Kalt nicht mehr zu mieten.

          • avatar Georg Rasse sagt:

            In München fehlen bald 290 000 Wohnungen! Und auf dem Land stehen über 500 000 Wohnungen leer!

            Privatisierung hin oder her. Das Problem ändert sich nicht! Die Münchner jammern, sie bräuchten mehr S-Bahntunnels, größerer Flughafen, Transrapid, ICE-Trasse usw., damit wird das Problem doch nur noch größer. Irgenwann muss doch mal Schluss sein mit diesem Wahn!

            Man muss die ländliche Gegend attraktiver machen! Dann verlagert sich alles!
            Früher, vor mehr als hundert Jahren, hat die Bahn systematisch ein Bahnstreckennetz deutschlandweit geschaffen. Da haben sogar kleine Dörfer mit 200 Einwohner einen Bahnhof bekommen, nur weil es dort baulich am einfachsten wahr! Heute hat man diese Bahnhöfe stillgelegt, und keiner ahnt, was das für eine Kettenreaktion auslöst! Es zählt wie immer nur der Profit! Aber den Profit hat in den Städten nicht die Bahn! Den haben die Investoren, denen die Häuser gehören!
            Und auf dem Land lebt man definitiv billiger!

  2. avatar Schneckenhausbauer sagt:

    Die Politik hat nach Jahrzehnten nun den Grund für das Explodieren der Mietpreise gefunden: Es fehlen Wohnungen. Wahnsinn! Aber trotz dieser scharfsinnigen Analyse sollen nun nicht etwa schnellstmöglich größere Anzahlen an Wohnungen gebaut werden, sondern man überlegt lieber, den Mietpreis gesetzlich zu limitieren. Das schafft zwar keine neue Wohnung, das lässt sich sicher auch leicht umgehen – aber man hat Aktionismus gezeigt. Mehr kann man offenbar von unseren Politikern nicht erwarten.

    Stattdessen verschlimmern sie sogar ständig die Situation, indem sie nicht etwa neue Wohngebiete (und zwar nicht nur für Einfamilienhäuser mit ihrem extremen Landschaftsverbrauch) ausweisen, sondern lieber neue Gewerbegebiete in die Landschaft setzen. Das bringt Gewerbesteuer, das bringt Arbeitsplätze – nur wo diese Arbeiter wohnen sollen, das weiß kein Mensch mehr. Dafür bauen wir aber inzwischen die Autobahnen rings um München vierstreifig bzw. mit Standstreifen aus und brauchen eine neue S-Bahn-Stammstrecke, um dem Pendlerverkehr ansatzweise Herr zu werden…

    Müssen wir denn tatsächlich den Dachdecker aus dem Saarland aus dem Grab holen? Der hat immerhin Erfahrung, wie man ein Wohnungsbauprogramm in überschaubarer Zeit durchzieht (als “Betonkopf” eventuell auch keine Kunst). Das hatte sogar so durchschlagenden Erfolg, dass inzwischen in den neuen Bundesländern mit Bundesmitteln der Abriss von Wohnungen gefördert wird, um den Leerstand zu begrenzen und somit den Vermietern ein Abrutschen der Mietpreise ins Bodenlose zu ersparen.

    Komisch allerdings, dass ein Marktversagen nur in dieser Richtung korrigiert wird. Wenn es also darum geht, die Vermieter und Investoren zu schützen, dann ist Geld für einen “Abbau Ost” sofort da. Geht es aber um Mieterinteressen auf den völlig leergefegten Wohnungsmärkten in den Ballungsräumen, dann hält sich der Staat raus und überlässt das vollständig “den Märkten”.

  3. avatar Man sagt:

    Dass Sozialwohnungen billigst an Investoren verscherbelt wurde (und 10 Mio für eine ganze Siedlung in München ist nicht anderes als “Verscherbeln”) gehört angezeigt und bestraft. Das ist nichts anderes als Volksenteignung. Schwören Regierende nicht, zum “WOHLE DES VOLKES” zu handeln? Enteignung ist allerdings NICHT ZUM WOHLE DES VOLKES!

    • avatar Michael sagt:

      Man hat Recht!!!

      Diese Handlungsweise ist nicht in Ordnung!!!

      Peer Steinbrück hat die Wohnungen damals verkauft – jetzt tritt er als Anwalt der Mieter auf!!! Hofft er auf die Vergesslichkeit seiner Mitbürger?

      • avatar Der alte aus Röhndorf sagt:

        “Wer hat uns verraten?”

      • avatar Der alte aus Röhndorf sagt:

        Schon lange steht die SPD natürlich nicht mehr für den normalen Arbeiter (also den der noch wirklich etwas arbeitet und womöglich noch echte Waren produziert, welche wir ins Ausland verkaufen), noch für den Angestellten (also den der oft nicht wirklich dafür sorgt dass Geld reinkommt).

        Die Bonzen der SPD-Parteiführung stehen hauptsächlich für sich selbst und ihren persönlichen Profit.

        Leute wie Schreiner hat man abserviert.

  4. avatar bayer sagt:

    Warum wurde Allgemeingut, und darum handelt es sich doch bei Sozialbauten welche zum überwiegenden Teil aus dem Staatssäckel (Steuergelder) finanziert wurden, privatisiert ohne die Besitzer (Bürger) zu befragen. Kurzfristiges Denken bis zur nächsten Wahl schädigt die Bevolkerung. Wieviele bezahlbare Wohnungen könnte der Staat bauen alleine mit den verschwendeten Steuergeldern des berliner Flughafens. Früher gab es auch bei der Bahn Sozialwohnungen für geringerverdienende Mitarbeiter, welche allesamt verscherbelt wurden um das Geld dann z.B. im unterirdischen Bahnhof zu versenken. Wann hört der Privatisierungswahn endlich auf.

  5. avatar Lena sagt:

    Anscheinend ist in München der Wohnraum nicht nur oft nicht bezahlbar, sondern man muss als Bewerber in ein bestimmtes Raster passen. Bei meiner Wohnungssuche in München bin ich auf die verzweifelte Anzeige einer “afrodeutschen” Familie gestoßen. Mehr dazu auf meinem Blog nachzulesen: [Link entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.]

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