In Niedersachsen befindet sich das größte Erdgasförderfeld Deutschlands. Doch in unmittelbarer Nähe zu den Förderstellen sind tausendfach überhöhte Benzolwerte im Grundwasser gemessen worden. Benzol ist krebserregend und gehört zu den giftigsten chemischen Verbindungen. Die Anwohner sind besorgt. Wie kommt das Benzol ins Wasser? report MÜNCHEN über einen der größten Umweltskandale durch Erdgasförderung in Deutschland. Mehr
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Schlagworte: Erdgas, Gasfoerderung, Gift, Umweltschutz





Wie kann die Politik nichts gegen so eine Schweinerei unternehmen? Die Bevölkerung ist doch klar dagegen!
Und das Lebenselexier Wasser wird großflächig, bei so einer hohen Bevölkerungsdichte dauerhaft vernichtet.
Wie kann das in einem Rechtsstaat wie Deutschland sein?
Der Rechtsstaat existiert nur noch auf Papier. Die Politiker sind nur noch Marionetten der Wirtschaft. Interessen der Industrie haben Vorrang. Auch vor Menschenleben. Mich entäuscht es viel mehr, warum solche Umweltskandale (und es gibt noch viel mehr) in Deutschland von den großen Medien totgeschwiegen werden.
meines Wissens dürfen im Kraftstoff für Fahrzeuge noch 1% Benzol enthalten sein. Jede Zigarette enthält ca 70 µg …Ich frage mich, wie jemand, der in den 50er Jahren im Ruhrgebiet geboren wurde heute immer noch lebt!
Damals hat sich niemand um irgendwelche Grenzwerte geschert.
Tankstellenpersonal müsste reiehenweise an Krebs erkranken, wenn das alles so gefährlich wäre.
Wie hoch ist eigentlich in der beschriebenen Gegend die Luftbelastung und die des Trinkwassers? Dazu hörte ich nichts in dem Beitrag.
Zweifellos finde ich es gut, daß viel getan wird, Umweltverschmutzung zu vermeiden, aber es muß doch alles in einem vertretbaren Rahmen bleiben.
Nach der gezeigten Karte müsste ja Norddeutschland flächendeckend gefährdet sein.
Danke fürs Lesen
Dem RWE Konzern geht es, wie allen Aktiengesellschaften, ausschließlich nur um Profit. Das Unternehmen erwirtschaftet ca. 50 Milliarden Euro Umsatz und erhält obendrein auch noch Subventionen der Bundesrepublik Deutschland, also aus Steuergeldern. Gleichzeitig wird an der Qualität für PE-Rohren gespart, was gemessen am Umsatz doch wirklich nur Peanuts ist. Diese Tatsache allein, so wie im Fernsehbericht dargestellt, ist doch der Beweis dafür, dass die Bevölkerung rund um Völkersen, und wahrscheinlich auch anderswo, belogen wird. Der RWE Konzern ist in allen seinen Aussagen unglaubwürdig geworden. Sicherheit und Schutz der Bevölkerung sind mit Wissen, auch unserer Politiker, für den Konzern unwichtig und ohne besondere Bedeutung. Was muss erst noch passieren, damit die Politik endlich aufwacht?
Danke für den Beitrag.
Ich hätte mir allerdings gewünscht, Sie hätten auch auf die zur Zeit laufende
GoodWill — Werbe — Kampagne der Industrie hingewiesen, und, vor allen
Dingen, Sie hätten auch darüber berichtet, wohin die Brühe letzten Endes
gepumpt wird und was am zentralen Ort mit der Brühe geschieht.
zweifellos ist es interessant, wo die ganze Brühe hingebracht wird!
Danke für diese Frage!
Ich war viele Jahre Sachverständiger für Boden- und Grundwasserverunreinigungen.
Mir war jedenfalls bekannt, dass Benzol (und z.T. auch andere Aromate) durch Kunststofleitungen diffundieren und damit in Boden oder Grundwasser gelangen kann. Es kann sogar Benzol in unter Druck stehende Wasserleitungen gelangen, wenn die Leitung durch benzolhältiges Material führt. Ich hatte einen solchen Fall auf einer Autobahn-Tankstelle zu sanieren.
Mich erstaunte daher das angebliche fachliche Unwissen im Bericht.
Die Permeation von Kohlenwasserstoffen (KW), chlorierten KW und Mischungen dieser zur Untersuchung synergistischer Wirkungen ist in den Jahren 1973 bis mindestens Ende der 90er Jahre von der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) in Berlin in Verbindung mit der Einführung eines Zulassungsverfahrens für Deponieabdichtungen unter Aufwendung von vielen Millionen DM Steuergelder (Stichworte: Hamburg-Georgswerder, PE-Dichtungen; Kombinationsdichtungen) ausführlichst untersucht worden! Die Ergebnisse stehen jedem Interessierten durch mehr als 100 Veröffentlichungen zur Verfügung.
Vor diesem Hintergrund ist es einfach unverständlich, dass die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen bei derartigen Anlagen zur Erdgasgewinnung keine Anwendung finden.
Meine persönliche Meinung hierzu ist, dass
1) dies wieder einmal seine Ursache in der Rivalität der Bundes- und der Länderzuständigkeiten hat.
2) es relativ preiswerte Lösungen zu diesem Problem gibt, die zwar ein wenig teurer sind, die aber wegen der verbreiteten Raff- und Profitgier nicht zum Einsatz kommen.
(Quellen zur schnellen Information: Das Internetportal DeponieOnline, LandfillOnline, deponie-stief.de; http://www.bam.de/php/publica/publ.php, Autoren z.B. Müller, Werner; August Hans; 2Optimierung von Deonieabdichtungssystemen, Herausgeber: Hans August et al., Springer-Verlag Berlin Heidelberg, ISBN 3-540-63846-6)
Die Abwässer der Gasförderung werden in so genannte Versenkbohrungen in ca. 1.000 m Tiefe verpresst. Die in der Sendung beschriebenen Rohrsysteme transportieren die hochgradig salzhaltige Flüssigkeit zu eben diesen Versenkbohrungen. Die jährlich verpresste Menge wurden bisher nur punktuell veröffentlicht – es sind in der Region etwa 0,5 Mio m³ (in Worten: Kubikmeter) pro Jahr.
Das gesamte Verfahren unterliegt dem Berrecht – Die Bohrungen, die Fracbehandlung, die oberirdischen Anlagen und die Rohrsysteme. Daher gibt es kaum Beteiligung der regionalen Behörden, keine Informationspflicht, keine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Beteiligung der Öffentlichkeit. Zuständig ist das LBEG (die zuständige Bergbehörde)
Korrektur des obenstehenden Tippfehlers:
Das gesamte Verfahren unterliegt dem Bergrecht
Ein Unternehmen, das Gas mit Fracking fördert, lässt seine eigenen Mitarbeiter Werbung für diese Methode im Fernsehen machen.
Das habe ich schon so oft gesehen und ich muss immer wieder lachen.
Nach unserem Kenntnis gibt es eine techn. Regel ( Arbeitsblatt W 400-1 )
techn. Regeln Wasserverteilungsanlegen ( TRWV ) aus Oktober 2004 – DVGW Regelwerk -.
Diese besagt auf Seite 23 Absatz 6.3.2 : Bei Verwendung von Kunststoffrohren ohne Diffusionssperre (!) empfiehlt es sich , die Rohre in ein Mantelrohr aus geeignetem ( undurchlässigen ) Werkstoff oder Rohre mit einer Diffusionssperrschicht und diffusionsdichte Verbindungen zu legen, da Beeinträchtigungen der Trinkwassergüte durch Geruch und Geschmack usw., z.B. infolge möglicher Diffusion oder Penetration von Kohlenwasserstoffen nicht ausgeschlossen ist.
Bei dem 2007 festgestellten Schaden im Gasfeld Söhlingen gab es Mantelrohre aus Stahl. Stahl ist, wie auch andere Metalle, aufgrund des hohen Salzgehaltes der Abwässer kein idealer Werkstoff. (Korrosion/Rost).
Bei dem Leitungsschaden von Söhlingen Z3 zur Versenkbohrung Söhlingen H1 wurden jedoch bei einer Sanierung die “Muffen vergessen”.
In der Lokalpresse beschrieb ExxonMobil den Vorgang genau vor einem Jahr so:
“Von einer Leckage wollten die ExxonMobil-Mitarbeiter allerdings nicht sprechen – sie schilderten vielmehr, wie es durch Diffusion zu den Werten gekommen war. Hintergrund: Es war den Technikern bekannt, dass das Lagerstättenwasser für Korrosion in den Stahlrohren sorgt. Um auf Nummer sicher zu gehen, setzten sie Kunststoffrohre in die Stahlrohre ein. Hierzu öffneten sie die äußere Hülle an neun Stellen im Abstand von 250 Metern jeweils auf einer Breite von 1,2 Metern. Diese Öffnungen versahen sie allerdings nicht mit neuen Muffen, sondern ließen sie offen. Was sie nicht wussten: Durch das Kunststoffrohr diffundierten mehrere Stoffe, die sich später im Erdreich wiederfanden”.
(Rotenburger Kreiszeitung, 02.02.2011)
Immer wieder diese neidersächsischen Ministerien. Wie beim Fracing, wo Quecksilber in die Umwelt gelangt, das Amt sagt ja. Übrigens: damals noch unter Wullf als MP.
Denen (inklusive Exxon Mobile) gehört das Handwerk gelegt.
Wieder ein Beitrag der aufschreckt. Da werden Mio. Menschen nachweislich gesundheitlich gefährdet und unsere lokalen Kontrollbehörden sind offiziell nicht zuständig. Ja womit befassen sie sich denn? Nachdem ich die Blogbeiträge von teilweise sogar Spezialisten der Branche gelesen habe frage ich mich ob dieser Bericht nicht die frage hätte aufwerfen sollen wozu benötigen wir noch die Regierung? Vergiften würden uns die Konzerne auch ohne das wir ein Heer korrupter Politiker und deren Behörden und Ämter ernähren. Wieder ein netter Anstoss. Die betroffenen sind zufrieden das ihr Problem im Fernsehen war und die Medien bekommen weiter ihre Rundfunkgebühr. Toll. Der Speakers Corner im Hyde Park macht Schule. Abreagieren der Betroffenen ohne die Massen aufzuschrecken. Ein gut recherchierter Beitrag hätte die im Blog dargelegten Tatsachen auch schon im Beitrag, den Millionen sehen darstellen können.
Für mich stellt sich die Frage wie Blind diejenigen sind, die solche Bauvorhaben genehmigen. Es gibt als erstes Technische Regeln des DVGW zu allen Bauwerken die Wasser im weitesten Sinn transportieren. Spätestens seit Anfang der 90 iger Jahre ist bekannt das zahlreiche Stoffe durch PE Rohre diffundieren, egal ob von Innen nach aussen oder auch umgekehrt. Jeder Monteur im Bereich Rohrleitungsbau weis das, warum werden dann keine Fachleute zu den Genehmigunggremien für solche Transportleitungen hinzugezogen.
Für mich völlig unverständlich– oder ist das gewollt wegen der Lobby????
Wenn ein kleiner Fehler macht wird er bestraft– die Großen werden von der Politik geschützt.
Welch ein Widersinn.
Armes Deutschland, Ein Umweltskandal folgt dem anderen. Wie lange soll das noch so weitergehen?
Bei der Förderung von Erdgas wird noch etwas anderes zutage gefördert, was noch gefährlicher ist. Radioaktives Radium 226 welches eine Halbwertzeit von 1600 Jahren
hat und beim eindringen in den menschlichen Körper hochgradig giftig ist.
So entstehen in Deutschland bei der Öl und Erdgasförderung zwischen 1000 und 2000 T
radioaktiv belastete Abfälle die ohne Kontrolle und mit wissen der Bundesregierung auf
(zugelassenen) Deponien entsorgt werden. Keiner weiß also wo in der Bundesrepublik
der Müll gelagert wird.
Ein Hoch auf eine strahlende Zukunft.
An die Redaktion (auch die) von Report München: ich verstehe ihre allmonatliche “Betroffenheitslyrik” nicht mehr. Die Gedanken sind nämlich frei und RWE und tausend andere Unternehmen wollen sie bestimmt nicht wissen. Sie glauben doch im ernst nicht, dass ihnen deren Sprecher irgendeine Wahrheit kundtut, oder? Diese Leute hören erst auf, wenn man sie in Benzol einlegt, Journalisten sich endlich einmischen und Farbe bekennen, Bürger scharenweise auf die Barrikaden gehen und die Regierenden zwingen, einzugreifen.
RWE will expandieren, RWE will mit dem Geld am Markt spekulieren. RWE interessiert Deutschland nicht die Bohne. Und da “unsere” Volksvertreter dem Markt bzw. sich selbst dienen (weil das ja Arbeitsplätze schafft – kicher!) und noch schlimmer, Millionen Deutsche dieses Ammenmärchen wie eine Horde Lämmer nachbeten, deswegen werden sie bei ARD und ZDF “an der emotionalen Pissrinne” von Jauch, Will, Illner, Maischberger & Co. auch weiterhin ruhiggestellt. “Nett, dass wir mal drüber geredet haben.”
Enden tut das Ganze in Verarmung und Bürgerkrieg. Und darauf bereiten sich die Regierenden vor: auf Menschen, die es unter Kontrolle zu bringen gilt. Deshalb die (Peak Oil) Studie der Bundeswehr für den Einsatz im Innern, denn “Du bist Terrorist!
“Und wenn sie alle die Demokratie lange genug links liegengelassen haben, dann sollte es sie auch nicht weiter wundern, wenn sie rechts vermehrt in die Scheisse treten.” Die ist übrigens massenkompatibel und freut sich über jede finanzielle Zuwendung.
Allein wenn man sich ARD anschaut, sieht man schon woran all das Übel liegt. Report deckt den Mist als Randnotiz des Tages auf und den ganzen Tag laufen Exxon Mobile Werbespots, die die Bevölkerung einlullen sollen und Sicherheit/ Sauberkeit suggerieren. Das Geld entscheidet, wie immer, und ausbaden müssen es die normalen Menschen. Denn wenn Exxon erst einmal richtig loslegt, dann brennen die Wasserhähne…