In Deutschland verlassen sich viele bei der Zulassung von Pflanzenschutzpräparaten und anderen chemischen Mitteln auf die Behörden. Diese holen sich wissenschaftlichen Rat bei führenden Experten – doch was ist, wenn die nicht unabhängig sind? report MÜNCHEN deckt die Verflechtungen und Interessenskonflikte zwischen Industrie und Behörde auf. Mehr
Schlagworte: Gentechnik, Gesundheit, Lebensmittel, Pestizide





Ich wäre ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen würden, wie man sich gegen diese Machenschaften wehren kann.
Grüße
Th. Schmidt
In der Tat sehr besorgniserregend, dass das BfR den Hintergrund der konsultierten Experten entweder nicht ausleuchtet oder an einer wirklichen Transparenz kein Interesse hat. Mir ist schleierhaft, warum das BfR nur am Rande einer Veranstaltung einen offensichtlich nichts sagenden Kommentar abgibt. Gab es denn kein Bedürfnis für ein Interview ? Das ganze ist doch ausgesprochen peinlich für die Behörde und kratzt doch an seiner Existenzberechtigung. Wenn die Industrieexperten überall sitzen, dann kann man die Begutachtung doch gleich dem Hersteller selbst überlassen.
B.S.
Seit mehr als zehn Jahren ist bekannt das das BfR und andere für die Zulassung von Pflanzenschutz(gift)mitteln, wie das staatliche Julius- Kühn- Institut
oder das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel, ausschließlich die Interessen der Pestizidherstellerindustrie vertreten.
Insofern ist der Bericht von Report München zwar sachlich richtig, er kommt aber zehn Jahre zu spät.
Herzlichen Dank für den soliden Beitrag in Eurer Geburtstagssendung zu den GMO-Lobbyisten und wie sie auch in unserem Land die Behörden unterwandern.
Neben dem zentralen Aspekt des verdeckten Lobbyismus im BfR möchte ich bzgl. der thematisierten Anwendung des Pflanzenschutzmittels mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos anmerken, dass diese Mittel wie viele ander Pestizide, Herbizide und Fungizide auch, gemäß Bundeskleingartengesetz, ebd. in den Kleingartenverordnungen der Länder, den Naturschutz- und sog. Pflanzenschutzgesetzen erst die Ultima Ratio der Behandlungsmöglichkeit sein darf, sofern mechanische, biotechnische und biologische Maßnahmen, welche das ökologische Gleichgewicht des Lebensraums erhalten, ausgeschöpft sind.
Die Praxis sieht, wie auch im geschilderten Fallbeispiel deutlich wird, in unseren (Klein-)Gärten leider anders aus. Wäre auch mal einen eigenständigen Beitrag im report München wert bis zum nächsten Geburtstag.
Der Bericht von Report München hat mich veranlasst, nach weiteren Veröffentlichungen über den Einfluss von Lobbyisten auf das BfR zu suchen.
Auch über die Beeinflussung des BfR durch die Gentechnik-Lobby wird berichtet.
Forscht man weiter, lassen einen die Berichte über Lobby-Arbeit im allgemeinen
jedes Vertrauen – endgültig -verlieren.
Der nächste Schritt für “Report München” wäre, die verantwortlichen Politiker mit diesen Fakten zu konfrontieren. Die Aufsicht über das BfR hat ja Ministerin Ilse Aigner; auch der bayrische Minister Brunner und MdB Dr. Max Lehmer sollten sich zu diesen ungeheuren (aber schon länger bekannten) Vorgängen äußern.
Solche Sendungen sind ja sehr begrüßenswert (ich erinnere an den sehr informativen Dokumentarfilm “Unser täglich Gift” von Marie Robin, ist vermutlich auf YouTube noch zu sehen).
Die Verbraucher zu informieren ist eine Sache und sehr wichtig, die zuständigen Politiker in die Pflicht zu nehmen ebenso.
Übrigens sind solche Verflechtungen zwischen Chemieindustrie, Lobbyverbänden und Behördenvertreter von dem Verein TestBiotech schon vor längerer Zeit aufgedeckt worden.
Vielen Dank für Ihren Bericht, bei dem mir automatisch auch eine Menge anderer Dinge klar wurde. Warum z.B. Natriumcyclamat in Deutschland erlaubt ist, oder auch Apartam, genauso warum auf Cola keine Warnhinweise stehen oder auf Becel-Pro activ.
Richtig klar wurde mir aber der Meinungswechsel des BfR auf die e-Zigarette. Erst war alles ok und man ging davon aus, dass keine Raumluftbelastung entsteht und plötzlich wird davor gewarnt, obwohl es Gutachten gibt, die nachweisen das keine Raumluftbelastung entstet. Aber da das BfR seine Meinung erst geändert hat, nachdem Frau Steffen von den Grünen anfing gegen die e-Zigarette vorzugehen wurde mir dank Ihres Berichtes nun auch klar. Schließlich ist das BfR ein “Baby” der Grünen……….
Es ist frustrierend, dass es in Deutschland möglich ist, so wahnsinnig viele “Interessenskonflikte” durchzulassen. Da muss man sich wirklich fragen, in wie weit es wirklich noch um den Schutz der Verbraucher geht.
Ein guter und wichtiger Beitrag! Aber warum wird nirgendwo erwähnt, wer eigentlich die politische Verantwortung für den skandalösen Umgang mit den Lobby-Einflüssen beim BfR trägt? Das BfR ist dem Bundesagrarministerium von Ilse Aigner (CSU) unterstellt. Haben Sie von Aigner schon irgendeine Reaktion auf den Bericht erhalten?
Sehr geehrter Herr von Mering,
wir haben Bundesministerin Ilse Aigner bereits vor Wochen angefragt. Ein Interview vor der Kamera hat ihr Ministerium dazu abgelehnt.
Mit freundlichen Grüßen
report-Redaktion
Sehr geehrte report-Redaktion,
vielen Dank für den guten Beitrag. Uns Bürger/innen platzt immer mehr der Kragen: Wozu leisten wir uns eigentlich Behörden, die nicht mehr im mindesten die Aufgaben wahrnehmen, die sie zu erfüllen haben? Die von Christoph Then enttarnten Lobbyisten sollten sofort des Amtes enthoben, öffentlich an den Pranger gestellt werden, sämtliche Bezüge und Versorgungsansprüche verlieren und vor Gericht gestellt werden. Wir, die Steuerzahler, haben es satt, für diese mafiösen Strukturen ständig aufzukommen!
Liebe Fr. Volk,
wie dem Bericht zu entnehmen ist, sind die Lobbyisten keine Mitarbeiter des BfR, also keine Beamten des öffentlichen Dienstes, sondern externe Berater.
Liebe Frau Seestern,
damit verdeutlichen Sie, dass sich Mitarbeiter des BfR von “externen” Beratern beeinflussen lassen. Das zeigt, dass diese Mitarbeiter des BfR nicht sachkompetent genug sind, ihre Aufgaben zu erfüllen und deswegen dem Lobbyismus ausgeliefert sind.
Das ist noch skandalöser!
Liebe Frau Volk,
das ist doch absoluter Blödsinn, niemand ist den Lobbyisten ausgeliefert. Aber kein Staat kann es sich finanziell leisten soviele fachkompetente Mitarbeiter zu beschäftigen um ALLE Fachgebiete 100% abzudecken. Oder sind sie bereit zusätzlich 30% ihres Lohn dafür herzugeben. Staat muss auch bezahlbar beleiben.
Völlig richtig was Marie-Luise Volk im vohergehenden Beitrag schreibt. Aber solange der Deutsche Bauernverband im bösen Spiel mitmischt ist leider Hopfen und Malz verloren.
Firmen wie Bayer verdienen doppelt und dreifach daran Mensch und Umwelt an ihre Chemie zu binden. Nicht unbedingt zum besten.
So auch beim Thema Bienen. Hier wird ja schon seit langem das Bienensterben mit verursacht, durch Substanzen in Landwirtschaft aber auch gerade für die Bienenhaltung.
Wer sich für eine intaktere Umwelt einsetzen will, mag vielleicht auch diese wichtige Petition gegen Pestizide unterstützen:
[Hier hat die Redaktion einen Link entfernt, vgl. Kommentar-Richtlinien]