2013
Feb
12

Kostenpauschalen für Sterbende

Redaktion

Sterbende sind oft auf die Hilfe von Palliativmedizinern angewiesen. Doch selbst dafür gibt es jetzt sogenannte verpflichtende Fallpauschalen. Für Patienten, Ärzte und Angehörige eine höchst schwierige Situation. Denn der Tod hält sich an keine Regeln. Mehr

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37 Kommentare zu „Kostenpauschalen für Sterbende“

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  1. avatar Röder Karl-Heinz sagt:

    Die Krankenkassen sind ein Staat im Staate.
    Es gab Zeiten an die ich nicht erinnern möchte, aber die Krankenkassen hätten da keine Probleme.
    Wann legt Politik die Regeln endlich so fest, damit die Krankenkassen dem nach kommen wofür sie eigendlich geschaffen wurden, den Patienten zu helfern und nicht um zur Krankheit noch weiteren Schaden anzurichten.

  2. avatar Stricker Yvonne sagt:

    Ich denke das es irgendwann so weit kommt das wir Menschen wie Tiere eingeschläfert werden.
    Wenn es so weit kommt möchte kaum noch einer Nachwuchs haben

    • avatar Dieter Kühnel sagt:

      Aus ökonomischer Sicht eine praktikable Lösung. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass sich mit entsprechendem Geld viel in der Marktwirtschaft regulieren lässt.
      Mfg. Kühnel

  3. avatar Christian sagt:

    Für mich als jungen Menschen noch ewig weit weg. Es macht mich aber extrem betroffen, wenn man im Deutschland des 21. Jahrhunderts “effektiv sterben” muss.

  4. avatar Gerhard Gold sagt:

    Fallpauschalen für Sterbende entsprechen einem System, von dem wir in Deutschland meinten, wir hätten es hinter uns.
    Oder will der Bundesminister das Sterben jetzt den Kirchen übergeben ?

    Es ist entsetzlich, von diesem neuen System heute zu sehen und zu hören.
    Zum Glück gibt es bald Bundestagswahlen, und wir Wähler können entscheiden, ob wir diese Partei mit diesem System weiter in der Regierung haben wollen.

    • avatar Dieter Kühnel sagt:

      Sollte der Mensch den Erfordernissen des Lebens nicht mehr gerecht werden. übergibt der Bundesminister das Objekt den entsprechenden ausführenden Organen der Gesellschaft.
      Mfg.Kühnel

    • avatar Zimmermann sagt:

      Hallo,sagen Sie das mit den Kirchen nur nicht zu laut, sonst kommen die auf die glorreiche Idee, das zu verwirklichen!
      Und von wegen Wahlen:was sollen wir denn wählen: Pest oder Cholera?

  5. avatar Gottfriede Stutz sagt:

    Warum werden nicht mehr Freiwillige beigezogen (es gibt ja schon solche Organisationen), die auch nachts an den Betten Todkranker und Sterbender sitzen, mit diesen sprechen, singen, Hände halten?! Die einzige Nachtschwester für wahrscheinlich mindestens 20 Patienten wäre noch so dankbar. Der Tod ist so aus unserer materialistischen Welt und Medien verdrängt worden, so dass viele erschrecken, wenn es soweit ist… Arme Welt! Think about!

  6. avatar Maria Serrano sagt:

    Es ist ungeheuerlich was sich Krankenkassen und das Gesundheitssystem sich mit den Menschen leisten. Sie vergessen, dass ohne unsere Mitgliederbeiträge sie ALLE keine Daseinsberechtigung hätten! Wenn ein Mensch todkrank wird, hat er ein Anrecht auf eine menschliche Behandlung bis zu seinem Ende, er hat schließlich dafür vorher jahrelang Krankenkassenbeiträge bezahlt! Mit diesen Beiträgen auch für die inmensen Überschüsse gesorgt, die der Gesundheitsminister ( für was oder wen) so sehr hortet.
    Es ist schon schlimm genug dass unsere Kranken in vielen Kliniken nicht richtig versorgt werden können, weil es nicht genügend Pflegepersonal gibt, obwohl wir massenhaft arbeitsloses Pflegepersonal haben.
    Angesichts solcher Pläne, frage ich mich ob es nicht einfacher und für die Krankenkassen und Gesundheitssystem wäre, doch die Sterbehilfe einzuführen?
    Dann wäre doch Allen geholfen, oder?
    Und dies alles in einem so reichen Land wie Deutschland!
    Wie beschämend……

  7. avatar Theo Koll sagt:

    Gleiches Recht für alle. Fallpauschale bei der Beihilfe beamtenrechtlich einführen auch für verdiente Minister, Richter …. , sowie Chefärzte, Klinikchefs…. Übrigens auch für dank GEZ gutbesoldete öffentlichrechtlch bezahlte Indendaten …etc. Trotzdem weiter so, wie sollte man ausser beim Sterben davon erfahren. Vielen Dank

  8. avatar Udo sagt:

    Die Techniker Krankenkasse wirft jetzt das Geld zum Fenster raus. Hier wird eine angebliche Dividende gezahlt. Besser wäre es, sie würde das Geld den Krankenkassen zurückgeben, die sich um die kranken Menschen kümmern und nicht nur junge Juppies versichern. Alles Folge eines planwirtschaftlichen Gesundheitsfonds.

  9. avatar Joachim Köhler sagt:

    Nur ehrloses Gesindel in der Regierung und in der sog. Gesundheitswirtschaft kann sich so etwas ausdenken. Report München bitte ich, eine Liste mit allen Personen, die an dieser Vorgabe beteiligt waren aufzustellen, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben und auf wen wir zugehen müssen! Es ist eine Schande, wie mit dem Schiksal von Kranken umgegangen werden soll. Kurz wor Ihrer Sendung gab es einen Beitrag im Sender ARTE über den Lobbyismus in Brüssel. Zu Ihrem heutigen Thema sollten Sie viel mehr und noch intensiver berichten.

    • avatar Günter sagt:

      Ich kann Ihre Bitte an Report nur unterstützen, die Namen, der für diese Fallpauschalen verantwortlichen Personen, öffentlich zu machen. Hoffentlich merken diese Personen dann, was sie da für Menschenunwürdiges verzapft haben.

  10. avatar Elisabeth Lemp sagt:

    Eine Schande ist das, wie die Krankenkassen mit Sterbenden umgehen, und das bei Millionen-Überschüssen. Nicht mal dem Sterben bringen unsere Politiker den nötigen Respekt entgegen, wenn sie zulassen, dass diese Fallpauschalen zum Tragen kommen.

  11. avatar querdenker sagt:

    Aktuell erlebe ich hautnah, wie wichtig es ist dass Pflegebedürftige manschlich behandelt werden.
    Ich finde es erschreckend, dass Zuwendung in einer der kritischsten Situationen des (Ab-)Lebens wirtschaftlich kalkuliert werden.

    Im Bericht ist mir das Wörtchen empirisch aufgefallen. Wenn ich etwa empirisch ermittle dann ist das Pi mal Daumen, also pures Glück wenn ich richtig liegen sollte.

    Jetzt muss dann nur noch für “sozialverträgliches” Ableben gesorgt werden und der Betriebswirtschaftler ist glücklich.

    Sterben über Fallpauschalen abzuwickeln ist für mich undenkbar.

  12. avatar Brigitte Lorig (52) sagt:

    Fallpauschale für Sterbende – ich schäme mich für unser Land und bin empört und entsetzt, denn gerade von einer “christlichen” Partei, die uns regiert hätte ich doch etwas mehr Herz und Verstand erwartet. Wir müssen alle sterben; als Kinderkrankenschwester habe ich Kinder und Angehörige in dieser Phase begleitet, daher weiß ich, dass jeder Mensch auf seine Weise stirbt, allein die Idee einer Fallpauschale dafür ist doch absolut menschenverachtend! Wir sind ein so reiches Land und geben Geld für viele unnütze Dinge aus, wir nennen uns Sozialstaat und wollen so modern sein – mein Eindruck ist aber, dass wir uns zurück bewegen …. Es wäre gut, wenn unsere Politiker und auch die Menschen der Krankenkassen, die sich so etwas ausdenken an die Zukunft denken würden, denn auch sie werden alt und müssen sterben, nur leider können wir Normalsterblichen uns keine Privatpflege leisten und werden auf die Palliativstationen der Krankenhäuser angewiesen sein, falls es sie dann noch gibt!

  13. avatar Renate sagt:

    Was wollen unsere Politiker eigentlich von uns. Selbstmord unter ärztlicher Betreuung VERBOTEN mit Anstand und Ruhe sterben VERBOTEN da Fallpauschale, Palliative Hausversorgung trotz Gesetz wird nur mehr wie widerwillig von den Krankenkassen unterstützt.
    Demnächst bekommen die Staatsbürger die 40 – 50 Jahre Arbeit und am ersten Tag der Rente tot umfallen einen staatliche Danksagung.
    Ich bin 70 Jahre und stocksauer über diese Kaltschnäuzigkeit. Es gibt nur einen kleinen Rache Gedanken, DIE sterben auch alle, nur haben DIE mehr Geld für Betreuung wie unsereins.

  14. avatar querdenker sagt:

    Na ich hoffe, Diejenigen die sich so etwas ausdenken haben morgen Ihre maximale Verweildauer erreicht. Raus damit.

  15. avatar Rosemarie Bernutz sagt:

    Ich bin erschüttert, entsetzt und angwidert von den Plänen unserer Regierung. Es ist eine Schande, daß ein Land, das sich seines Reichtums rühmt und halb in Europa mit Milliardembeträgen Banken rettet, Industien und die Finanzen diverser Länder stützt, sich der Not im eigenen Land mit einem Zynismus “annimmt” der kaum noch zu überbieten ist.

    Seit 17 Jahren bin ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Hospizarbeit. Früher nebenberuflich, heute (als Rentnerin) “hauptberuflich”, weil mir die Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen ein Herzensanliegen ist. Ich könnte den Mut verlieren bei dem Gedanken, daß diese Pläne realisiert werden. Aber ich werde weitermachen – solange bis ich selbst nicht mehr kann. Der Gedanke, diejenigen, die Hilfe am nötigsten brauchen, in ihrer Not, ihren Schmerzen und ihrer Trauer allein zu lassen ist mir unerträglich-

  16. avatar Karen sagt:

    Was können wir als Patienten gegen dieses unethische Gesundheitssystem tun, außer bei der Bundestagswahl wählen zu gehen? (Und hoffen, dass die neuen Poliker so viel Rückrat besitzen, solche Gesetze rückgängig zu machen? )

  17. avatar Helga Zimmermann-König sagt:

    Nach 48 Jahren in der Kranken-und Altenpflege hat mich dieser Bericht erschüttert. So geht man nicht mit sterbenden Menschen um. Aber unser Gesundheitsminister ist ja der Meinung, nach 1 Woche “Dienst” in der Pflege sich eine Meinung bilden zu können.
    Dies ist kein würdevoller Umgang mit Menschen, von denen viele Deutschland nach 1945 mit aufgebaut haben

  18. avatar Ronald sagt:

    Diese beschriebenen Fallpauschalen bzw. das Handlen danach kann man als staatlich/gesetzlich determinierte und aktiv durch die Krankenkassen unterstützte aktive Sterbehilfe bezeichnen (ich will gar nicht ein anderes Wort dafür benennen…). Und ich glaube nicht, dass der Bundesgesundheitsminister die Frage gestellt bekommt, ob er nicht nach Ablauf der möglichen Aufenthaltsfrist im Krankenhaus dieses nicht verlassen möchte.

  19. avatar G.Hinse sagt:

    Was haben wir für verkommene Politiker in diesem Land ! Respekt u. Würde sind Fremdwörter für diese Sorte ! Ich hoffe sehr, dass die Bürger diesen Leuten im September die Quittung bei der Wahl präsentieren ! Wer braucht diese Partei ?!
    Krankgymnastik für Sterbende ja, aber Zuwendung und Pflege zeitlich zu begrenzen ist schon hanebüchen !
    Wann geht dieses Land auf die Straße und protestiert lautstark ?! Es gäbe genügend Anlässe !

    • avatar Wolfgang Kleinholz sagt:

      Lieber Kommentator,
      im Grunde haben Sie mit Ihrem Kommentar zu dieser unvertretbaren Situation genau den Punkt getroffen. Ob jedoch die kommende Bundestagswahl in Bezug auf einen möglichen Regierungswechsel hierzu etwas auszurichten vermag, steht sicherlich in den Sternen. – Aber, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Offen gestanden gehöre ich auch zu denjenigen Wählern, die völlig unschlüssig hinsichtlich der kommenden Wahlentscheidung sind, da in zahlreichen Bereichen keine Alternativen zu erwarten sind, gleichgültig, welche Partei, bzw. Koalition im September das Rennen gewinnen wird.

    • avatar helga Liebscher sagt:

      Sie bringen “es” auf 1 Nenner…Bürger dieses Landes geht auf die Straße & protestiert gegen Fallpauschalen in der Paliativmedizin!!! Die Worte, die Sie nennen kennen diese Damen & Herren nicht, & haben sie nie gekann! Das trifft auf die K-
      Kassen ebenso zu wie auf die Politiker. Fordern wir doch von der Ärzteschaft uns
      Patienten über dieses Misszustände zu informieren, & mögen wir gemeinsam auf
      die Straße gehen!!! Demnächst finden Wahlen statt; diese Politiker müssen abgewählt
      werden. Selbst im Sozialismuss gab es keine solchen Gesetze… dafür anderes Schlimmes. Wenn ich die Paläste der Kr.-Kassen sehe, dann frage ich mich ob das
      den Umständen entsprechend geschuldet ist!? Milliarden sparten die Kassen ein &
      das bekommen wir Patienten täglich zu spüren!!! Der MDK handelt immer im Auftrag
      seines Brotgebers—wesen Brot ich esse, dessen Lied ich singe——So lange wir Milliarden für den Krieg allein in Afganistan ausgeben, solange sollten genügend
      Gelder dem Gesundheitswesen (oder Krankheitswesen???) zugeführt werden. Ver-
      greifen sich die Politiker am Leben/Tod von Menschen??? Ja!!!!!
      Sehr hoffe ich, das die vielen Kommentare dem Gesundheitsminister der BRD zu
      gesendet werden könnten damit er mal lesen kann w a s er anrichtet!!!

  20. avatar Wolfgang Kleinholz sagt:

    Vielen Dank für diesen sehr gut recherchierten Beitrag. Wieder einmal ist hier der Beweis zu erkennen, dass unser “Gesundheitssystem” überhaupt nicht uns Bürger, sondern einzig unsere zu zahlenden Beiträge im Auge hat! Neben dieser geradezu unmenschlichen Vorgehensweise, die Dauer unseres Sterbens nach ökonomischen Gesichtspunkten zeitlich zu limitieren, ist das ungerechte Abzockverhalten in vielen Vorkommnissen seitens des Gesundheitssystems zu sehen: Völlig in Vergessenheit geraten ist dabei die unsägliche, inkompetente und Bürger-abzockende Gesetzgebung seitens Ulla Schmidt (SPD) aus dem Jahre 2004: Seit diesem Zeitpunkt nämlich ist die betriebliche Altervorsorge auf Basis der so genannten Gehaltsumwandlung/Direktversicherung, zu welcher uns in den 80-iger Jahren der liebe Vater Staat gelockt hat, zu 100 % bei der Auszahlung Krankenkassenpflichtig. Konkret bedeutet dies, dass damit auch die vom Bruttoeinkommen entrichteten Einzahlungsbeiträge zu dieser Form der Lebensversicherung, die bereits während der gesamten Einzahlungsphase Krankenkassenpflichtig behandelt wurden, nunmehr bei Auszahlung zum 2. Male Krankenkassenpflichtig werden ! Sämtliche diesbezügliche Klagen und Widersprüche werden dann seitens der betreffenden Stellen damit abgewiesen, indem man sich hinter dieser ungerechten Gesetzgebung ( SGB V, §229, Abs.1) sowie hinter anschließend erlassenen Urteilen des Bundesverfassungs- und Bundessozialgerichts verschanzt. Dabei können auch diese zitierten Fehlurteile dieser Gerichtsbarkeit nichts an der Tatsache ändern, wonach dieses Gesetz, welches eine 2-fache Krankenkassenzahlung zulässt/fordert, als absolut ungerecht und Bürger-abzockend zu bezeichnen ist!
    Es bleibt festzustellen, dass mittlerweile jedwedes Vertrauen in die Gesundheits- und Sozialpolitik der BRD stark erschüttert, bzw. vielleicht bereits überhaupt nicht mehr vorhanden ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Redaktion von Report München als Fortsetzung dieser Thematik schnellstmöglich auch dieses seit 2004 in Vergessenheit geratenen ungerechten Problems der doppelten Abzocke bei betrieblicher Altersvorsorge annimmt. Bei der investigativen Forschung dieser Gesetzgebung wird die Redaktion schnell die hohe Brisanz sehen, gepaart mit der Erkenntnis, welchem Sumpf aus Filzokratie dieses Gesetz wie auch besagte Gerichtsurteile zugrunde liegt.

  21. avatar Andreas Blachmann sagt:

    Die Fallkostenpauschalen für Sterbende einzuführen ist wohl ein Beamtentrick. Wer will wissen wenn es zum Schluiß geht, wer soll die Kosten übernehmen bei dem ewigen hin und her aus dem Hospiz, die Krankenkassen stellen sich dümmlich an wenn es um Schmerztherapie geht und Pallitaivmedizin. Wofür habe ich eine Krankenkasse. Wenn die Bundesregierung lt. eigenen Aussagen den Wettbewerb nicht verhindern will, so sollten man die Patientenrechte stärken. Das bisherige ist nicht ausreichend. Die Krankenkassen sind neben den Ölkonzernen die 2.größten Abzocker ohne Leistungen zu erbringen.
    Es ist eine Phars wenn die Krankenkassen meinen sie sind für die Gesundheit der Menschen und in Wirklichkeit liefern sie jeden Pat. ans “Messer ” und verursachen selbst Kosten, die der Bürger deckeln muß.

  22. avatar Ina Hoven sagt:

    Ich werde durch diesen Beitrag schon wieder an den Film SOYLENT GREEN” erinnert. In diesem Science Fiction -Film aus den 70er-Jahren wählte man seinen Sterbetermin in einem schönen Umfeld aus und hatte somit keine “Verweildauer”.
    Science Fiction wird Realität. Hier sehr beängstigend.

  23. avatar Georg Hötte sagt:

    Ende Oktober 2012 wurde bereits über den “Liverpool Care Pathway” berichtet [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt, vgl. Kommentarrichtlinien]
    Da dachte ich noch, dass der NHS noch etwas anderes ist als die deutsche GKV (in Großbritannien erhalten sehr alte Patienten ja auch z.B. keine künstlichen Hüftgelenke mehr), aber offenkundig habe ich mich da getäuscht!

  24. avatar Hans Meder sagt:

    Warum hat die Moderatorin nach dem Beitrag auf die “Milliarden” der Krankenkasse verwiesen?Meiner Meinung nach ist eindeutig der Gesetzgeber für eine menschliche Lösung des Sterbeprozesses und die dafür benötigten Mittel zuständig.Dann wollten wir doch einmal sehen ob sich die Kassen davor drücken könnten.Aber der Beitrag zeigte es ja,der Gesundheitsminister hat kein Interesse.

  25. avatar Detlef Bauer sagt:

    zum Bericht über die Fallpauschale ist eigentlich alles gesagt und die Autoren der Beiträge haben sich mit der Wahl ihrer Worte wahrlich zurückgehalten (was bestimmt hier und da wirklich schwer fiel .. man möchte wirklich in die Kiste der Kraftausdrücke greifen). Ich schließe mich den bitteren Gedanken vollumfänglich an. Ich möchte allerdings diesem sogenannten Minister bescheinigen: das war die erbärmlichste Vorstellung/Aussage eines zuständigen Fachministers die ich bisher gehört/gesehen habe: das war ein Tiefschlag gegen Menschen – gegen die Menschlichkeit – solch eine Einstellung hat in einer Regierung nichts zu suchen: die Politik ist für die Menschen da und nicht für ihren eigenen Ruhm .. das sind übrigens Menschen, die auch diesen Herrn Bahr gewählt haben .. aber das kostet ihn vermutlich ein Schulterzucken. Der Hinweis auf die bald anstehenden Wahlen erfüllt mich nicht mit Hoffnung: sonst hätte es schon gestern Abend erste abweichende Kommentare aus den Reihen der anderen Parteien gegeben: wir sind kein reiches Land: wir sind ein armes Land!!

  26. avatar Elke Schreiber sagt:

    Ihr Beitrag entspricht zu 100% unseren aktuellen Erfahrungen. Meine Mutter liegt z.Zt. auf einer Palliativstation. Nachdem wir mit großer Gegenwehr durch die Ärztin eine weitere Ernährung über eine Magensonde durchsetzen konnten, soll sie nun entlassen werden. ABER: die Vorbereitungen für eine häusliche Pflege sind sehr umfangreich, wir benötigen dazu noch zwei Wochen, doch die Höchstverweildauer ist überschritten. Das Krankenhaus sieht sich nicht in der Lage, meiner schwerkranken Mutter diese zwei Wochen Aufenthalt zu ermöglichen – es gibt “leider” keine akute medizinische Indikation. Sie muss einen Zwischentransport in ein Pflegeheim (nicht am Ort) zu einer Kurzzeitpflege ertragen, mit neuer Umgebung, anderen Bezugspersonen etc., um nach zwei Wochen dann nach Hause zu dürfen – falls sie das noch erleben darf. Auf Nachfrage bei der Krankenkasse erhielt ich die Auskunft, daß nicht sie, sondern das Krankenhaus über die Liegezeit bestimmt. Ich solle noch einmal das Arztgespräch suchen. Habe ich, ohne Erfolg!!
    Was kann ich noch tun??

  27. avatar Dieter Kühnel sagt:

    Über die Verweildauer zu den Fallpauschalen wird in unserer Gesellschaft, die nur den Profit im Sinn hat, zur Verwaltung von Menschenleben.
    Es wird unter den gegebenen Bedingungen nicht lange dauern, bis der Mensch als Kostenfaktor eine zentrale Rolle spielen wird. Ich gehe davon aus, dass jetzt schon Berechnungen in Auftrag gegeben werden, wie Menschenleben unter minimalen Bedingungen am Leben erhalten werden können.
    Die Pille davor wird möglicherweise zum Einsatz kommen müssen.
    Das Leben und Sterben ist halt nicht kalkulierbar und sollte in die geeigneten Bahnen gelenkt werden. Sterbezimmer in geeigneten Krankenhäusern unter dem Aspekt einer ökonomischen Verwaltung werden wohl die Regel werden.
    Mfg. Kühnel

  28. avatar Horst Weber sagt:

    HORST WEBER

    Willich, 14. Februar 2013

    Nachstehend mein Schreiben vom heutigen Tage an den Bundesgesundheitsminister

    An den
    Bundesgesundheitsminister
    Daniel Bahr
    Friedrichstraße 108

    10117 Berlin (Mitte)

    Fallpauschalen bei Krankenhausaufenthalt (Paliativmedizin)

    Sehr geehrter Herr Minister Bahr,
    in der Sendung „Report München“ vom 12.02.2013 wurde u.a. über die Fallpauschalen in Krankenhäusern berichtet. Hierbei wurde für mich auf unverständliche Maßnahmen hingewiesen. So wurde die Situation von „totgeweihten“ Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Diesen armen Menschen lässt man noch nicht einmal Zeit, in Ruhe zu sterben. Warum billigt man diesen armen „Geschöpfen“ nicht eine aktive Sterbehilfe zu, wenn diese gewünscht wird ?
    Aber es gibt auch noch eine andere Möglichkeit dieser finanziellen Belastung aus dem Wege zu gehen. So habe ich vor zig-Jahren einen Film gesehen, wo Menschen ab einem bestimmten Alter „eingesammelt“ und in einem Heim untergebracht wurden. Dann wurden diese Menschen in einem großen Saal in ein Bett gelegt. Von hier konnten sie dann auf einer Wand einen Farbfilm über einen Wald mit Vogelgezwitscher und wunderschöner musikalischer Untermalung sehen. Zur Abrundung des ganzen erhielt jeder Mensch eine grüne „Pille“ und schlief danach friedlich für immer ein. Über diese Lösungsmöglichkeit sollten einmal ein Teil unserer Politiker; insbesondere unser Bundesgesundheitsminister sowie auch maßgebende Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen nachdenken.
    Da nicht alle Menschen gleich sind, dürften einige Personen unserer Gesellschaft aufgrund ihres Reichtums bzw. als Beamte und Versorgungsempfänger von der befristeten Liegezeit in den Krankenhäusern nicht betroffen sein.
    Als Normalbürger wird man wohl oder übel die negativen Seiten unseres „Sozialstaates „ hier erfahren.
    Na ja, ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen, dass Sie nicht in so eine schlimme Situation geraten werden wie in der Fernsehsendung geschildert.
    Ich hoffe aber, dass Sie über die geplanten Maßnahmen noch einmal nachdenken.

    Mit freundlichen Grüßen
    Horst Weber

  29. avatar Radtke Karl Heinz sagt:

    Äh, die Politik legte genau diese Regeln fest (haben wir nicht einen FDP Gesundheitsminister, der das eingefädelt hat? Wurde dieser nicht durch Wahlen legitimiert?). Die Kassen fahren derzeit Gewinne ein. Transparency Internatiolnal hat 2006 in einer weltweiten Studie zum Gesundheitswesen festgestellt, dass in D dem Kassenwesen jährlich 25 Milliarden Euro !!! durch die Lappen gehen – durch Korruption und schale Geschäfte.
    Unsere Politik ist doch vielmehr voll kapitalistisch orientiert und im Zuge der Individualisierung würde es mich nicht wundern, wenn Herr Bahr nach seiner Abwahl nen Klasse hochdotierten Posten als Aufsichtsrat etc. bei einer der Vereinigungen kriegt, der das System nutzt.

  30. avatar Dieter Kühnel sagt:

    Man sollte niemals nie sagen. Die Kirchen haben da ihre Erfahrung im Umgang mit ungeliebten Menschen.
    In Frage der Wahlen muss ich Ihnen leider recht geben. Leider gibt s zur Zeit keine Gesellschaftsordnung, die man für sich wählen könnte.
    Ich setzte die Hoffnung auf unsere jungen Menschen, eine Lösung der Probleme zu finden. Ich glaube, dass der Verstand der jungen Menschen eine Lösung finden wird. Unsere Parteien und Organisationen sind nicht in der Lage eine neue Gesellschaft, die gerechter ist als die bestehende zu organisieren.
    Mfg. Kühnel

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