Lobbyismus im Bundestag – Profitiert Abgeordneter von eigenem Positionspapier?

Die Physiotherapeuten in Deutschland klagen über schlechte Bezahlung und wenig Anerkennung. Das soll sich ändern, es gibt einen Vorschlag. Physiotherapeuten sollen nicht nur mehr Geld erhalten, sondern selbst auch Diagnosen stellen dürfen. Doch dieser Reformvorschlag scheint interessensgesteuert zu sein. Denn der Autor des Papiers ist ein Abgeordneter, der selbst Physiotherapeut ist und von seinem Vorschlag profitieren würde. Mehr

 

Kommentieren:

Kommentare werden vor der Freischaltung geprüft. Mehr in den Kommentarrichtlinien.
  1. Wenn die Reporter der Meinung sind, dass nur Berufspolitiker die Legitimation haben sollten „unbeeinflusst“ Politik betreiben zu können, dann könnte man Ihnen Folgen. Aber dem sollte nicht so sein. Wir brauchen Politiker, welche tatsächlich ihre Brötchen selbst verdienen müssen. Erst diese können die Schwierigkeiten abschätzen. Hätten sie in der Breite der Heilmittelerbringer recherchiert wäre sie nicht zu dieser provokanten These gekommen. Und Ganz sicher wird Herr Kühne, wie andere Selbstständige nach einer möglichen Umsetzung der Vorschläge zu Multimillionären verkommen.
    Sie scheinen wohl mit Ihrem Beitrag selbst Lobbyismus zu betreiben…

  2. Ich als Logopädin bin sehr froh, dass sich endlich mal jemand diesem Problem annimmt. Wenigstens einer, der es angeht. Und er weiß sogar wovon er spricht! Das ist doch eher positiv zu werten!

  3. Was meinen Sie, in welchem Umfang ein Therapeut (so auch der Abgeordnete) von einer Verdoppelung der GKV-Heilmittelpreise profitieren würde? Am Ende eines 10-Stunden-Tages hätte er dann statt für 1 Apfel und 1 Ei für 2 Äpfel und 2 Eier gearbeitet – ein Skandal wirklich! Echt unerträglich so etwas.
    Außerdem, wo kommen wir hin, wenn Bundestagsabgeordnete ihr eigenes Fachwissen auch noch im Parlament einbringen?

  4. Endlich, endlich haben wir einen Kollegen (Physio) im Bundestag, der unsere Probleme hautnah kennt und weiß was es heißt als Physiotherapeut in eigener Praxis zu arbeiten und monatlich, bei grottenschlechten Erstattungen der gesetzl. Krankenkassen, genügend Geld für sich und seine Mitarbeiter zu erwirtschaften.
    Endlich hat jemand dieses Thema in den Gesundheitsausschuss unserer Regierung gebracht und die Abgeordneten hören sogar zu – denn es spricht ja einer von ihnen……..

  5. Nun dies ist wohl die beste Lösung vor allem für die Patienten, denn bei einem Durchschnittsbruttolohn für Physiotherapeuten von unter 24000,-€ jährlich und das auch mit akademischen Abschlüssen wird es wenn sich nichts positiv ändert bald keine Therapeuten mehr in unseren Land geben.
    Seit mehr als 10 Jahren wird weit unter den Bedarf ausgebildet und jetzt stehen noch die geburtenstarken Jahrgänge vor den Ruhestand.
    Die Versorgung wird in einigen Jahren wohl nicht mehr möglich sein für gesetzlich versicherte Patienten.

    Gute Nacht Deutschland

  6. Da wagt sich mal einer aus der Deckung und versucht, den jahrelang von den Krankenkassen gegängelten und über den Tisch gezogenen Heilmittelerbringern ein Sprachrohr zu sein und schon wird er von übereifrigen Journalisten als Lobbyist an den Pranger gestellt und ihm unlautere Absichten unterstellt. Warum müssen sich Journalisten eigentlich immer mit Negativschlagzeilen profilieren anstatt sauber die Fakten zu recherchieren und zu der Erkenntnis zu gelangen, dass Herr Kühne mit seiner Initiative absolut Recht hat. Die Heilberufe stehen finanziell am Abgrund, der Nachwuchs bleibt aus, weil Physiotherapeuten trotz schlechtester Bezahlung auch noch ihre Ausbildungskosten selbst stemmen müssen. Wenn dies so weitergeht, sehe ich manchen Journalisten in seiener Pflegebedürftigkeit im Rentenalter in die Röhre gucken!

    • Dein Beitrag: Das war Spitze !!!!

      „o sancta simplicitas.“

      Diesen Spruch müssen sich leider sehr viele Politiker an die Stirn kleben, natürlich auch ebensoviele Journalisten.
      Denn sie haben von dem was sie tun sehr wenig Ahnung.

      Die besten Politiker in diesem Land werden torpediert oder kommen nicht zu Wort, denn sonst hätten wir ja ein Schlaraffenland. ;-))))

  7. Es ist mir neu, dass ein Vorschlag, der im Bundestag eingebracht wird bereits von einer Person erarbeitet, beschlossen und verabschiedet wird… Dachte ich wir leben in einer Demokratie?
    Dass laut Lobbywatch bereits 2014 auf jeden Abgeordneten in Berlin locker drei Lobbyisten kommen scheint dabei auch keinen zu interessieren, oder dass Politiker „Nebeneinkünfte“ von Konzernen erhalten, die ihre Diäten übersteigen scheint auch irrelevant.
    Wenn ein Abgeordneter sich für eine Sache einsetzt in der es nachweislich Probleme gibt (siehe vorhergehende Kommentare) erscheint es gleich Lobbyismus zu sein? Wieso durfte dann ein Phillip Rösler als Mediziner je Gesundheitsminister werden?
    Fragen über Fragen. Aber diese Meldung hat mich doch sehr amüsiert…

    • Ich wusste nicht, ob ich weinen oder lachen sollte, als ich diesen unfassbaren Beitrag eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders gesehen habe. Und als dann auch noch Lobbyismus unterstellt wurde, musste ich heftig schlucken, so einen Kloß hatte ich im Hals. So viele Politiker sitzen in Aufsichtsräten großer Konzerne, da geht es um Milliardendeals, siehe Sturmgewehr G 36. Da weiß die Verteidigungsministerin schon 2013, dass die Gewehre eigentlich Schrott sind, bestellt aber 2014 fleißig neue?!
      Und da wird im Beitrag der Begriff Lobbyismus benutzt im Zusammenhang mit der längst überfälligen politischen Einflussnahme auf die existenzbedrohende Situation der Heilmittelerbringer?! Ich frage mich hier ernsthaft, wer für derartige Fernsehbeiträge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verantwortlich ist und vor allem, welche Interessen damit verfolgt werden. Nach diesem Bericht muss man sich als kritischer Konsument fragen, ob man überhaupt noch einer Reportage Glauben schenken darf und ob man eigentlich permanent manipuliert wird. Meiner Meinung nach sollten sich alle Heilmittelerbringer solidarisch zeigen und keine GEZ-Gebühren mehr zahlen!

  8. Schade dass die Zuschauer schon vor der Sendung auf reißerische Art und Weise beeinflusst werden. Schon in der Überschrift eine Unterstellung auf tiefem Niveau – da ändert auch das Fragezeichen nichts.

  9. Ihre Meinung, dass hier Lobbyismus betrieben wird, ist an den Haaren herbeigezogen, weil zufällig ein einziger Physiotherapeut im Bundestag sitzt. Es wäre toll wenn viele Berufszweige im Bundestag vertreten wären.
    Warum berichten Sie nicht neutral über die vielen Physios, die für ganz wenig Geld täglich sehr hart körperlich arbeiten müssen, um ihre Praxis und die Arbeitsplätze erhalten zu können.
    Übrigens: Ich kenne keinen Krankengymnasten der Millionär ist.
    Endlich hat die Physiotherapie eine Stimme im Bundestag.
    Nur so wird sich in diesem Beruf bzgl. des Nachwuchsmangels und der miserablen Vergütung etwas ändern.

  10. In Angesicht solcher Stimmungsmache bereits im Vorfeld eines Fernsehberichts durch „Journalisten“ frage ich mich immer häufiger, wo wahre Journalisten überhaupt noch zu finden sind? An Hand der Überschrift lässt sich ohne Zweifel erkennen, dass es hier lediglich um die Steigerung der Auflage bzw. das Erreichen einer hohen Einschaltquote geht. Solch ein Verhalten hat nichts mehr mit objetivem Journalismus zu tun, wie er eigentlich sein sollte. Hier wird bereits im Vorfeld der Zuschauer so offensichtlich beeinflusst, dass es einem schon ins Auge springt. Auf den Bericht heute abend bin ich gespannt. Report München kann sich schon mal auf eine Vielzahl von Leserkommentaren einstellen…

  11. So sollten Gesetzentwürfe für Berufsgruppen ja wohl optimaler Weise gestaltet werden. Von Jemandem der eine Ahnung davon hat was uns Physiotherapeuten bewegt, was die Probleme des Berufsstandes sind, mit welchem Bürokratiewahnsinn wir uns herumschlagen müssen. Nur dann kann auch gewährleistet werden, dass der Gesetzentwurf Sinn macht.
    Außerdem, liebe Redaktion, glauben sie wirklich, dass dieser Abgeordnete selbst noch praktiziert, oder das nochmal in seinem Leben muss?
    Besser ein Fachmann entwirft ein Gesetzt als jemand der von Lobbyisten beeinflusst wird!

  12. Was soll diese Überschrift? Narürlich würde der Abgeordnete profitieren. Und alle anderen ebenso, sollten sie eines Tages die Dienste eines „Gesundheitsfachmannes“ benötigen.
    PhysioTherapieSchulen gehören dringend a.G.d. sozialen Gerechtigkeit vom Schulgeld befreit. Der Beruf des Physiotherapeuten muss attraktiver gestaltet werden, um auch in Zukunft die alternde und vor allem körperlich degenerierte Bevölkerung möglichst lange produktiv zu erhalten. Das kommt allen Menschen zugute. Sich an einem Abgeordneten „aufzuhängen “ spricht imho nicht für ihre Journalistische Arbeit.

  13. Ich verstehe nicht wo hier ein Problem sein soll.
    Die Landschaft der Therapeuten dünnt sich aus, es gibt so gut wie keine sinnvolle Vergütung, viele Arbeiten als Berufsanfänger wahrlich beinah in einem Sklavenverhältnis, die Ausbildungskosten trägt der Großteil der Leute die diese privatisierte Ausbildung durchliefen ebenfalls selbst und nun wird hier der Vorwurf erhoben dass Lobbyismus betrieben wird.
    Bitte sendet doch eure schlecht recherchierten Berichte über die EVG und die GDL – die legen seit Monaten das Schienennetz unter dem Vorwand eines Streiks lahm, verusachen Firmen damit sicherlich auchnoch Entfälle, Lieferverzüge und Staatskosten und haben bei einer stellenweise 9 monatigen Ausbildung ein höheres Einstiegs-Gehalt als ein Therapeut mit Fortbildungen welche Berufsbegleitend meist nochmals 2-3 Jahre in Anspruch nahmen welche über diesen Zeitraum ebenfalls noch die Wochenenden blockierten. Und wofür macht man dies? Dafür dass man schlechter bezahlt wird als ein Lokführer. Wobei man diese Arbeitsgruppe nun auch nicht abwerten will.

    Eventuell sollte der Begriff moderne Sklaverei mal fallen, denn anders könnte man das was hier „gelebt“ wird nicht bezeichnet werden.

  14. Was Lobbyismus im Bundestag?? Das ist mir ja noch nie zu Ohren gekommen. Aber die physiotherpeutische Lobby scheint ja so skrupellos zu sein, dass sie Aufmerksamkeit bekommt. Schade, dass man jemanden als Lobbyisten bezeichnet, der etwas zum positiven verändern will und dann noch auf reißerischem Bildniveau. So wie argumentiert wird, frag ich mich eher welche Lobby damit unterstützt werden soll.

    • … das wird ja hier nicht wirklich von jemandem benannt. Aber auch nach diesem zweiten, sehr schlecht recherchierten und tendenziösen Beitrag der das Thema Physiotherapie / Physiotherapeuten betrifft, kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass hinter den Journalisten die Ärztelobby steht, denen das Positionspapier der CDU/CSU auf den Magen geschlagen ist. Ich hoffe, dass ist nicht der Fall, denn dann wäre es aus mit dem unabhängigen Journalismus.

  15. Ganz klar: nein! Denn als Bundestagsabgeordneter verdient er um ein Vielfaches mehr, als in seiner früheren Profession. Es ist schon unverschämt, in diesem Zusammenhang überhaupt von Profit oder Lobbyismus zu sprechen. Diese Begriffe mögen stimmen, wenn man von Gerhard Schröder und Gazprom, von Karl Lauterbach und den Rhön-Kliniken (bzw. seiner „Beratungstätigkeit“ bei verschiedenen GKV) spricht oder einem Peer Steinbrück, der für Vorträge in diversen größeren Firmen mal eben 1000,-€/Abend kassiert hat. Aber sicher nicht bei einem MdB, der für seine zahlreichen Vorträge auf diversen Infoveranstaltungen der Berufsverbände völlig kostenlos agiert – weil er dies eben als das tut, was er ist: ein Volksvertreter.
    Klar, dass er auch Physiotherapeut ist, qualifiziert ihn ja gerade dafür, die gravierenden Missstände im Bereich der Heilmittelerbringer, der Pflegekräfte und der Hebammen sowie den daraus resultierenden, fortschreitenden Fachkräfte- und Versorgungsmangel zu erkennen und dies, für das Volk, in den politischen Gremien anzusprechen. Die nötigen Entscheidungen trifft allerdings nicht ein Mann allein, sondern vielmehr die zuständigen Gremien. Meine Große Bitte an alle guten, motivierten Journalisten: recherchiert bitte gründlich, objektiv und unbefangen! Danke!

    • Danke Herr Brunner,
      ich fand Ihren Kommentar sehr treffend! Der Beitrag von Report München hat mich wieder absolut aufgebracht! Warum berichtet diese ach so seriös anmutende Informations-Sendung so einseitig negativ über unseren Berufsstand?! Warum werden nicht einfach Fakten genannt, wieviel Geld wir für welche Leistung bekommen und wieviel Zeit uns dafür bleibt. Wieviel uns unsere Aus- und Weiterbildungen kosten. Stattdessen wird ein Kollege, der die Energie aufbringt endlich unsere miserable Situation durch politisches Engagement ändern zu wollen, auf übelste Weise diffamiert. Report München sollte sich für diese einseitige Berichterstattung schämen. Mir wird diese Sendung immer zweifelhafter, vielleicht werden dort auch andere Unwahrheiten verbreitet, die ich aber nicht nachprüfen kann….Als Physiotherapeutin, die seit über 35 Jahren in diesem Beruf arbeitet, weiß ich, dass wir Krankengymnasten uns über die Jahre kaputtmachen und trotzdem niemals dabei reich werden können.- Vielleicht sollte sich Report München mal der Gruppe der „Pharmaindustrie-Lobbyisten“ annehmen, die böten gewiss mehr reales Futter für skandalöse intrigante, das Gesundheitssystem schwächende Machenschaften.

  16. Ich selbst bin momentan in der Ausbildung zur Physiotherapeutin. Meine physios haben mich immer wieder hingekriegt und auch jetzt setze ich voll und ganz auf meinen physio wieder fit zu werden! Das ist der Grund warum ich mich für die Ausbildung entschieden habe und jetzt muss ich mir so unqualifizierte Beiträge von euch durchlesen. Journalistisch gesehen ist es so unprofessionell was ihr über diesen Beruf schreibt! Informiert euch erstmal anständig bevor ihr versucht einen Beruf in den Dreck zu ziehen!

  17. Liebe „Journalisten“ von report.
    Ihre Fragestellung und der folgende Text sind für mich eine große Herausforderung… Es fällt mir wirklich schwer, sachlich zu bleiben! Ich stelle einfach auch eine Frage in den Raum:
    Haben die Journalisten von „report“ ihren Beruf gelernt?
    „report“ berichtet wiederholt negativ über Physiotherapeuten, ohne unvoreingenommen recherchiert zu haben.
    Die Medien sollten sehr sensibel mit ihrer Macht der Meinungsbildung umgehen! Ich erwarte von einem Sender, der durch eine Zwangsabgabe finanziert wird eine unabhängige Berichterstattung!

    • Ich muss hier auch meinen Ärger über diesen sehr negativen und einseitigen Bericht loswerden. Selbst nach 5 Jahren Berufserfahrung verdiene ich nicht an­nä­hernd das Geld von dem in dem Bericht gesprochen wurde (angeblich Anfänger, ich kenne keinen der mit so einem Gehalt begonnen hat). Statt dessen kenne ich viele die selbst nach zwei Jahren noch nicht ihre Ausbildungsgebühren abbezahlen haben. Von den teuren und mittlerweile unumgänglichen Weiterbildungsgebühren, die fast alle selbst bezahlen, ganz zu schweigen. Bereits in der Ausbildung, als auch den speziellen Weiterbildungen werden Techniken zur richtigen Befundung vermittelt. Natürlich lässt sich der Erstkontakt zum Patienten nicht auf alle Krankheitsbilder verallgemeinern, so sind aber viele Beschwerden eines Patienten auch ohne den Gang zum Arzt zu behandeln. Damit muss die Zusammenarbeit mit den Ärzten erleichtert werden.

  18. Jetzt sind wir Physio,s die Lobbyisten!! Das ist spannend.
    Wie soll Politik funktionieren, ohne eine maßvolle Lobby?
    Ich bin auch gegen übertriebene Lobbyarbeit mit viel Geld im Hintergrund.
    z.B. GVO Gruppenfreistellungsverordnung ( Europagesetz) was deutliche Wettbewerbsvorteile und Preisabsprachen für die Autohersteller möglich macht. DAS IST LOBBYARBEIT MIT ZU VIEL MACHT UND GELD
    Aber doch nicht wir Physio,s, wirklich nicht !!

  19. Dieser Händedruck ist vermutlich ein Sinnbild für zukünftige Situationen zwischen Patienten und Therapeuten nach erfolgreicher und – vor allen Dingen – zeitnaher Behandlung.
    Selbstverständlich dient der Vorschlag den Interessen – der Patienten!

    Warum in aller Welt versucht Report – München mit so einem unqualifizierten Textbeitrag die Therapeuten zu provozieren?

  20. Bei DER Überschrift könnte ich mir gerade schon wieder die Haare raufen. Ich befürchte eine deja vu. Hoffentlich werden wir positiv überrascht.

  21. Sehr geehrte Journalisten,
    gibt es eine Lügenpresse?
    Nein, aber es gibt zu viele Journalisten, die nicht recherchieren. Haben Sie schon mal etwas von dem Pressekodex gehört? Die sogenannte Sorgfalt vermisse ich hier. Ebenfalls hätte ich mir gewünscht, dass Nachrichten und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Sie reduzieren die Arbeit eines MdB, in dem sie ihn als Lobbyisten darstellen, auch wenn Sie dies in Form einer Frage tun.
    Hätten Sie sich mit dem Positionspapier beschäftigt, dann wären Sie sicherlich zu einem anderen Ergebnis gekommen.
    Dr. Roy Kühne ist sicherlich besser abgesichert durch sein Einkommen als MdB, als ein Heilmittelerbringer.
    Andere haben sich mit der Vergütungssituation der Heilmittelerbringer auseinandergesetzt. Es hätte Sie nicht viel Arbeit gekostet! „Der Vergütungscheck: Therapieberufe im Vergleich“ (Portal für Physiotherapeuten)
    Den bestmöglichen Umsatz pro Minute ist jedoch von uns nicht einfach so steuerbar, da wir Verordnungen erhalten, wo der Arzt das Heilmittel angibt, also die Regelbehandlungszeit. (Wenn die Verordnung überhaupt Heilmittelrichtlinien konform ausgestellt wurde – Prüfpflicht der Therapeuten!) Wie der Durchschnitt der Heilmittelverordnungen aussieht? Dies hätten Sie im Heilmittelinformationsdienst der GKV finden können. Alle weiteren wichtigen Daten hätten Sie im Heilmittelreport 2013 der Barmer GEK finden können.
    Es ist bedauerlich, dass ich Sie mit meinen Rundfunkgebühren finanzieren muss, nicht nur Privat, sondern auch mit meiner Praxis. Diese Kosten gehen schon mal runter von meinem Umsatz pro Minute von 0,60 €.
    MfG

  22. Bereits bei der letzten „Berichterstattung“ über die ach so skandalösen Vorgehensweisen in Physiotherapiepraxen habe ich mir vorgenommen, die Report-Sendung nur noch zu sehen, wenn sie aus Mainz kommt.
    Nun sehe ich meinen Eindruck bestätigt, dass die Münchner Redaktion ein starkes Engagement an den Tag legt, um den Berufsstand der Physiotherapeuten in Misskredit zu bringen. Ich frage mich nur: In wessen Auftrag? Pharmalobby vielleicht?
    „Journalisten“ von Report München, macht nur so weiter, erfahrungsgemäß holt einen alles irgendwann ein im Leben, im Guten wie im Schlechten.
    Wenigstens kann ich meine Zeit heute Abend anders als mit einer schlecht recherchierten und tendenziösen Sendung zu verschwenden.

  23. Wie kann nur so schlecht recherchiert werden???
    Ich arbeite seit 1984 in diesem Beruf. Wir bekamen 1987 zwanzig Mark für eine Krankengymnastik von der AOK.
    Heute bekommen wir 15,85 Euro.
    Zwischen diesen Zahlen liegen 28 Jahre!!!
    Da zeigt sich noch nicht einmal die Inflationsrate!!
    Die Frage ist, wer sich hier bereichert bzw. wer hier wen abzockt???
    Ein Augenmerk sollte mal auf die IGEL Leistungen der Ärzte gelegt werden.
    Wir Therapeuten müssen besser bezahlt werden um unseren hohen Standard in der Behandlung halten zu können!
    Jeder Handwerker hat einen besseren Stundenlohn.
    In diesem Sinne fordere ich eine gründlichere Berichterstattung.

  24. Das ist Lobbyismus, der an Dreistigkeit nicht zu überbieten ist.
    Als Politiker bekommt er schon sicher ausreichend Diäten.
    Es ist auch Aufgabe der Ärzte (die haben es scließlich studiert)
    eine Diagnose zu sstellen, das kann ein Physiotherapeut m. E. nicht.
    Zum Glück wehren sich die Krankenkassen dagegen.
    Das wäre ja noch schöner,, wenn Lobby-Politiker sich jetzt auch noch selbst die Gesetze füKasse selbst schrei ben!!

    • @sisifus,
      da schreibt eindeutig jemand der null Ahnung hat von diesem Fachgebiet.
      Sicher auch noch keine Therapie bekommen hat.
      Die Materie ist durchaus schwieriger als Ottonormalverbraucher sie verstehen kann.
      Die gesendete Sequenz ist dermaßen lückenhaft und ohne Tiefgründigkeit, dass ich vermute da sind ganz andere Lobbyisten am Werk!

    • Lächerlich. Haben Sie eine Ahnung von Physiotherapie? Denke nicht, denn sonst würden Sie die Einwänden der Physios verstehen. Bei 10, ..€ für eine Massage muss man sich einfach wehren und bessere Bedingungen fordern oder einfach die Therapie verweigern, da man abzüglich der Nebenkosten sonst ein Minus macht.

    • Nun lieber sisifus man kann leider klar erkennen das sie keinerlei Durchblick haben.
      Die 100000 € sind im Abgeordnetenalltag ein sehr sehr kleines Nebeneinkommen das Dr. Kühne mit seinen Rehazenrum verdient.
      Er bringt damit sicher auch mehr als 30 AN in Lohn und Brot.

      Fragen sie lieber wie hoch die Nebeneinkünfte ihres örtlichen Abgeortneten sind, vielleicht in der Vorstandschaft der Sparkassse usw. Übrigens das Durchschnittsgehalt eines deutschen Sparkassenvorstandes ligt bei deutlich über 400000€ pro Jahr.
      Bei der jetzt geltenden Vergütungslage für Physiotherapeuten werden sie wenn sie kein PP sind bald keine Therapie mehr bekommen den bei einem Durchschnittsjahresbruttogehaltes von unter 24000€ sollte auch der Dümmste erkennen warum es viel zu wenig Nachwuchs in unseren Beruf gibt.

      Also wenn es nach Report München geht gehen für alle Kassenpatieten bald die Lichter aus.

  25. Report München scheint Physiotherapeuten nicht zu mögen. Schlecht und lückenhaft recherchiert. Tendenziös und reißerisch.
    Schade, daß ich als Physiotherapeut per Pflichtabgabe dazu verpflichtet werde, unfähige Redaktionen, wie eben Report München zu bezahlen.
    Bereicherung – unfassbar!

  26. Und noch ein negativer Report München über die Physiotherapeuten. Es sollte doch nicht darum gehen, ob ein Politiker seinen Berufsstand vertritt und dann auch davon profitiert, sondern darum, wie sinnvoll das Positionspapier ist. Und wenn man sich mit den Gehältern der Heilmittelerbringer beschäftigt (es wurde ja genannt 2000€ brutto), dann weiß man, dass eine Änderung sinnvoll ist. Und wer soll soetwas durchsetzen wenn nicht einer, der sich damit auskennt.
    Außerdem geht es nicht nur um Physiotherapeuten sondern um ALLE Heilmittelerbringer.
    Und klar, dass die Krankenkassen Angst vor Mehrzahlungen haben, aber sieht man sich die Ausgaben der GKV an, dann sieht man auch hier, dass die Heilmittelerbringer nur 2-3% ausmachen. .. und das für die ganze Arbeit.
    Ich finde es richtig schade, dass Report München immer so negativ aufschaukeln muss und sich Anschuldigungen ausdenkt, die vorher noch keinem eingefallen sind. Fragt sich, ob das nicht auch etwas mit Inzeressenkonflikten zu tun hat…

  27. Fakt ist:
    Report ist befangen -mieser Journalismus -schlechteste Beiträge mit vorbereitend gesteuerter Botschaft des Negativbeispieles!
    Wer und was ist ein Timo Lang? Bezahlter Lobbycontroler??
    So ein Schwachsinn!
    Wer Umsätze und Beträge in der Physiotherapie kennt, weiß – wohl außer LobbycontrolerTimo Lang und auch Prof.Glaeske- das 10% Steigerung bei einem Stundenumsatz von 35€-40€ keine Ausgabensteigerung ist – sondern schlichtweg eine unterbezahlte Unverschämtheit bedeutet!

  28. Mein Mann hat gerade seine Kassenzulassung zurückgegeben und das bei einer sehr gut gehenden Praxis (4-6 Wochen wartezeit). Jetzt ist in unserem Ort das Chaos ausgebrochen , Pat. Bekommen 6-? Wochen nach OP keinen Termin bei anderen Physios. Wir machen das einfach nicht mehr mit. Die Entlohnung ist miserabel, die Arbeitsbedingen sind schlecht. Können soll man alles! Wenn sich nichts ändert – und da ist unsere Lobby bislang einfach zu schlecht- dann gibt es bald einen Physionotstand in ganz Deutschland. Wir brauchen Leute wie den Kollegen Abgeordneten, wenn wir noch irgendetwas verbessern wollen. Und der Bedarf an Physios wird steigen! Wo soll das hinführen?

  29. Einen „Beigeschmack“ hat einzig Ihre „journalistische Arbeit“…Was für eine Verzerrung, die Sie hier betreiben?! Leider wieder ein sehr schwacher Beitrag bezüglich der Situation von Physiotherapeuten in Deutschland, der Aufschluss über ihre Recherchefähigkeit/-willigkeit gibt.
    Wieso berichten Sie nicht mit einem Wort über die positiven bisherigen Ergebnisse von Modellversuchen zur Erprobung von Physiotherapie im Erstkontakt oder die guten Evaluationsergebnisse der Modellstudiengänge für Pflege und Therapie?

  30. Ich sitze fassungslos da, dass Report schon wieder einen Bericht über abluch fragwürdige Praktiken eines Physiotherapeut en bringt! Endlich schafft es mal jemand die Not (und das meine ich wirklich!) der Therapeuten öffentlich zu machen! Aber anstelle zu recherchieren, warum so ein Schritt notwendig ist, wird er sofort als Lobbyist identifiziert und als selbstsüchtig dargestellt! Liebes Report München Team

  31. Stimmt. Daran hab ich ja gar nicht gedacht. Der Mann ist ja selbst Physiotherapeut und ist selbständig. Im Arbeitspapier sind auch viele Dinge, die uns Physios und Dr. Kühne reich werden lassen. Aber das hat ja report nicht gelesen, wie wir am Bericht eindeutig sehen konnten. Nein, den Aufwand muss man sich in München nicht machen. Wo kämen wir denn hin, wenn ein Journalist mal Ahnung hätte?
    Deswegen: In Zukunft bringen die Currywurstverkäufer Gesetzesentwürfe im Gesundheitswesen ein, die Bauingenieure im Bereich Sozialwesen und Fleischesser bei den Vegetariern. Dann kann auch report nichts mehr sagen, oder?

  32. Was für ein enttäuschender Bericht! Wenn sie schon ein Schauermärchen aus dem Anliegen der Physiotherapeuten und der anderen Heilmittelerbringer machen, dann bitte etwas einfallsreicher! Der böse Herr Kühne im Turm von Mörder oder vielleicht lieber als Drache Smaug in einem Berg auf seinem Schatz, den er als Praxeninhaber einer Physiopraxis angehäuft hat. Die Musik können sie so belassen, die hat die Dramatik der Situation der armen Ärzte und Steuerzahler genügend in den Vordergrund gestellt. Die Krankenkassen als edle Retter, die gut auf das Geld aufpassen, könnten vielleicht noch einen Vertreter auf einem weißen Roses schicken. Oh nein, jetzt habe ich auch einen Interessenkonflikt… sonst bin ich auf der Seite meiner Berufsgruppe und der Patienten, aber nach einer so schön-schaurigen Geschichte überlege ich doch die Seite zu wechseln…

  33. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es ist meiner Meinung nach gut, dass sich Physiotherapeuten endlich äußern und auch die breite Öffentlichkeit mitbekommt, wie nachteilig die Arbeitsbedingungen und die Vergütung meist sind. Mir erscheint es auch so, dass hier schon sehr voreingenommen recherchiert wurde. Ärzte und Pharmaindustrie besitzen anscheinend auch funktionierende Kontakte und befürchten Profitminderung. Man sollte sich mal die Frage stellen, wo im Gesundheitssystem gerade das meiste Geld verdient wird. Die Kosten für physiotherapeutische Behandlungen sind dagegen lächerlich und würden es auch bei besserer Vergütung bleiben.
    Gerade im Zuge eine alternden Gesellschaft sollten präventive, die körperliche Fitness verbessernde, Therapien gefördert werden, um langfristig teure diagnostische und operative Maßnahmen zu reduzieren. Dies wird nur mit ausreichend qualifiziertem Personal möglich sein, welches bei gleich bleibenden Bedingungen in Zukunft Mangelware sein wird.

  34. Sehr geehrtes Report München Team!
    Viele von Ihnen haben sich bestimmt schon mal in therapeutischer Behandlung befunden und es war für sie selbstverständlich,dass sie optimal versorgt wurden!!!
    Ich zahle ihr Gehalt über meine Rundfunkgebühren und möchte auch dann das richtig recherchiert und berichtet wird!!!
    Wenn die Berichterstattung über unseren Beruf so weiterläuft wie zur Zeit, werden wir einen deutlichen Engpass in der Versorgung bekommen, da er für die Jungend total unattraktiv wird. Vielen Dank dafür!!! Hoffentlich bekommen sie dann keine Beschwerden wenn sie mal alt sind oder haben nette Therapeuten in der Familie oder Freundeskreis die sie nach einem Unfall, einer OP oder einem Schlaganfall wieder auf die Beine bringen!!

  35. @Timo Lange Lobbycontrol

    Lobbycontrol =finanziert sich seit 2006 von Spenden juris.Privatpersonen- in Höhe bis 55.000€ mittlerweile insgesamtes Jahreseinkommen Organisation Lobbycontrol über 317.000€
    Wurde dieser Beitrag contra Physiotherapeuten von Sponsoren der Organisation Lobbycontrol bezahlt ????
    Interessenverflechtung Organisation Lobbycontrol mit Sponsoring von Privatpersonen ?!

  36. Pfff. 2000 Brutto als Berufseinsteiger!! Hier in Thüringen gibts 1200 – 1400…Und von den 900 auf die Hand bezahlen die „Kleinen“ dann Lymphdrainage, MT und Co.
    It’s a shame!

  37. Wenn Journalismus so aussieht, muss ich eure ganze Sendung in Frage stellen. Ich möchte ein paar Mutmaßungen ,so muss man sie leider nennen, ihrerseits berichtigen. 1) Direktzugang bedeutet, dass die Physios ein Rezept mit einer Diagnose bekommen und daraufhin selber entscheiden, welche Therapie durchgeführt werden soll. 2) Aus eigener Erfahrung bekommen Berufsanfänger ca. 1700/ 1800 Euro brutto. Weiterhin möchte ich anführen, das eine Vertretung im politischen Bereich nur aus eigenen Reihen kommen kann, oder wer soll die Physiotherapeuten vertreten, ein Lehrer/ Busfahrer?. Dem Herrn Dr. Kühne hier ein Interessenskonflikt zu unterstellen, weil er ein Millionenunternehmen betreibt ( das ist ironisch gemeint), ist weit hergeholt.

    • Auch ich kann den Interessenkonflikt nicht finden.

      “Interessenkonflikte sind definiert als Gegebenheiten, die ein Risiko dafür schaffen, dass professionelles Urteilsvermögen oder Handeln, welches sich auf ein primäres Interesse beziehen, durch ein sekundäres Interesse unangemessen beeinflusst werden.“
      Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Empfehlungen der AWMF zum Umgang mit Interessenkonflikten bei Fachgesellschaften. GMS Mitteilungen aus der AWMF 2010;7:1860-4269

      Nach Ansicht von Report München darf dann wohl niemand im Bundestag mehr irgend eine Verbesserung vorschlagen, sobald er davon selbst profitieren würde. Wozu führt eine solche Interpretation: besserer Umweltschutz – geht nicht, da der vorschlagende Abgeordnete die sauberere Luft auch einatmen würde, bessere Gesundheitsversorgung für alle – geht nicht, der vorschlagende Abgeordnete könnte auch mal krank werden, höheres Kindergeld – geht nicht, der vorschlagende Abgeordnete könnte ein Kind bekommen…

    • Entschuldige Frau/Herr „BinStockSauer“ Ihre Anmerkungen unter Punkt 1) sind nicht korrekt: Direktzugang bedeutet, ein Patienten/Klienten kommt mit einer „Hilfsanfrage“ ohne ärztliche Verordnung z.B. in eine Physiotherapiepraxis. Nach der Durchführung eines „Screenings“ (Auffinden/Suche nach „Red Flags“) beurteilt der Therapeut ob der Patient mit seinem Gesundheitsproblem „physiotherapeutisch“ behandelt werden kann oder ob der Patient einer weiteren Abklärung eines Arztes bedarf. Ein Direktzugang könnte als „Selbstzahler“ oder als „Mitglied eines Kostenträgers = Gesetzliche Krankenversicherung“ erfolgen. In der laufenden Diskussion ist die Kostenübernahme durch die GKV gemeint. In der Fachliteratur werden noch andere, aus meiner Sicht zum Teil, verständlichere Bezeichnungen verwendet: Direct Access (DA. Direktzugang), oder First Contakt (Erstkotakt) bzw. das System des Patient Self Referral (PSR, Selbstüberweisung durch den Patienten). Mit freundlichen Grüßen
      Bernd Scheliga

  38. Ich frage mich gerade, ob es juristisch möglich wäre mich und tausende andere Heilmittelerbringer von der GEZ-Gebühr befreien zu lassen, da diese im „Interessenskonflikt“ zu meiner Erwerbstätigkeit eingesetzt werden und so mein regelmäßiges Einkommen torpedieren und mich dadurch von meiner Gebührenpflicht befreien?!?

  39. Sehr geehrtes Report Team,

    investigativer Journalismus ist das Herzblut freier Berichterstattung.. Ist Ihnen jemals aufgefallen, dass es in den verantwortlichen Positionen in der deutschen Politik nur selten Leute gibt, die ihr Themengebiet erlernt haben ? Würde Report München jemals auf die Idee kommen einen Lehrer die Verantwortung des Chefredakteurs übernehmen zu lassen ?? Viele Missstände, gerade auch im Gesundheitssystem kommen daher, dass auf der einen Seite ( Politik ) Laien sitzen und auf der anderen Seite Profis ( Krankenkassen, Ärzteverbände) wie soll da jemals was vernünftiges heraus kommen? Nun hat sich endlich mal jemand kompetentes eines Problems angenommen und es formuliert und Lösungsvorschläge unterbreitet.. Scheint auch nicht richtig zu sein.

  40. Sehr geehrtes Report-Team,

    was soll das?! Offensichtlich haben sie seit ihrem letzten Beitrag über Heimittelerbringer nichts dazu gelernt. Ich bekomme vermehrt den Eindruck, dass sie einen ganzen Berufstand in Misskredit bringen wollen. In ihrem Bericht geht es vorrangig um Lobbyismus. Da sind sie bei den Heilmittelerbringern auf der falschen Spur. Bitte recherchieren Sie bei der Pharmaindustrie und der Ärzteschaft. Herr Dr. Kühne setzt sich hier mit einem Positionspapier ein, was u.a. den sogenannten „First Contact“ bei Physiotherapeuten vorsieht. Das dadurch mehr Zeit für Patienten benötigt wird und dadurch eine höhere Vergütung erforderlich wird versteht sich von selbst. Herrn Dr. Kühne Lobbyismus und geschäftliche Interessen zu unterstellen ist hier nicht richtig. Übrigens: Den Direktzugang gibt es bereits seit Jahren in unseren Nachbarländern wie z.B. Niederlande. Doch das interessiert sie ja eher weniger oder?

    Mit freundlichen Grüßen
    A. Leipold

  41. Was ist schlecht daran, wenn Menschen aus dem normalen Leben Bundestagsabgeordnete werden und ihren Sachverstand aus ihrem Beruf in die Politik einbringen. Entschieden wird von dem demokratisch gewählten Vertretern in den zuständigen Gremien (Aussschüsse und schlussendlich der Bundestag). Viele Berufsstände sind im Bundestag vertreten und machen das so. Bundestagsabgeordnete sollten nicht nur aus Lehrern, beurlaubten Beamten und Profipolitikern bestehen, sondern auch aus Menschen mit normalen Berufen. So funktioniert Demokratie und Lobby control kann ich in diesem Zusammenhang nicht verstehen. Sollen Lehrer und Landwirte über Gesundheitspolitik beraten und entscheiden und dafür Mediziner, Physotheropeuten und Soziologen über Agrarpolitik? Der Beitrag war schlecht. Die wirklichen Probleme nämlich unterbezahlte Physotherapeuten (bekommen weniger als ein KFZ Mechaniker) werden nicht thematisiert sondern reisserisch vermeintlicher Lobbyismus angeprangert. Schade, dass nicht die eigentlichen Misstände (mehr Physiotherapie statt Operation und Medikamente) angesprochen werden.

  42. Bericht gesehen und spontan gekotzt!!! (dieser Kommentar war jetzt genauso unqualfiziert wie ihr Bericht! Aber er kam von Herzen und ich wurde nicht dafür bezahlt! Ihre Redaktion aber vermutlich von einer medizinischen Lobby…)

  43. Es müßten viel mehr Leute im Bundestag sitzen wie Herrn Dr. Kühne, von jedem Berufsstand einer, jemand der sich für seinen Beruf einsetzt. Es macht mich sehr traurig, das gleich von Lobbyismus gesprochen wird. Wir leiden eher unter dem Lobbyismus der starken Berufsgruppen z.B. Ärzte, Journalisten und der Politiker.
    Diejenigen die so laut schreien, haben bestimmt noch keinen Physiotherapeuten gebraucht sonst wüssten sie unter welchen Bedingungen und mit welchem Herzblut wir arbeiten. Ich liebe meinen Job und würde mir für mich, meine Kolleginnen und Kollegen bißchen mehr Respekt und Anerkennung wünschen.

  44. Einen schönen guten Abend an die Redaktion. Das ist aber mal wieder ein Meilenstein des investigativen Journalismus. Sind Sie sich sicher, dass Sie unabhängig recherchiert haben? Ihre Argumente lassen den Zuschauer und Leser an Beeinflussung denken. Wir Heilmirtelerbringer fordern eine gerechte Entlohnung. Warum sollen Menschen im Sozial- und Gesundheitssektor für einen feuchten Händedruck arbeiten? Weil wir doch alle so sozial sind und Menschen helfen wollen? Wohl kaum. Wir sind Fachberufe mit einer komplexen Ausbildung. Jeder Therapeut bildet sich nach der Ausbildung auf private Kosten weiter und spezialisiert sich. Viele Kollegen sind Akademiker und verdienen grade mal den Mindestlohn. Sie unterstellen Herrn Dr. Kühne, dass er sich bereichern möchte. Das ist dreist.

  45. Ich Frage mich, welchen Lobbyismus sie unterliegen??? Wer hat hat für diese Art der Berichterstattung bezahlt? Pharmakonzerne, Verbände der GKV´s, gar Ärzte. Wenn die Ausgaben bei uns steigen, sinken Sie aber auch woanders. Wenige Facharztbesuche, wenige unnütze OP´s, weniger Medikamente. Die sind alle deutlich teuer, wie wir. Im Gegenteil, unser Berufsstand kann helfen eine Menge Kosten im Gsundheitswesen zu sparen.
    Sie wollen immer bei den Mäusen sparen, sparen Sie lieber bei den Löwen. Wir wollen nicht nur besser bezahlt werden, sondern in erste Linie angemessen.
    Manchmal verstehe ich nicht, warum man so gute Abinoten braucht um Jornalist zu werden.

  46. Ich habe damit gerechnet! Danke für die großartige Unterstützung! Ich werde definitiv dranbleiben – auch wenn ich dadurch zum „Lobbyist“ werde! Ich denke, dass es richtig ist und dabei bleibe ich! Das ist übrigens das Positionspapier der CDU/CSU – damit habe ich Rückendeckung auch durch die Fraktion! Danke an Euch und die MdB Kollegen!

  47. Anruf: “Mein Mann ist gerade an der Hüfte operiert worden. Er soll auf REHA, kriegt aber erst in 3 Monaten dort einen Platz (irgendwas ist da schiefgelaufen). Der Arzt sagt, er soll bis dahin ambulant Physiotherapie bekommen, möglichst sofort, sind. 2x/Woche. Da er nicht fahren kann und ich keinen Führerschein habe, bräuchten wir Hausbesuche.“
    Solche Anrufe erhalten wir jede Woche ca. 3-5 mal.
    Da wir seit Monaten personell unterbesetzt sind (wir finden “um’s Verrecken“ keinen Therapeuten), haben wir Wartezeiten um die 6 Wochen. Bei der aktuellen Vergütung solcher Therapien durch die Krankenkassen, lohnen sich für uns permanente Überstunden, um solche Anfragen zu befriedigen, auch nicht mehr (10-12 Std./Tag am Patienten müssen dann auch mal genug sein). Also lautet unsere Antwort regelmäßig: Nein, sorry, nix frei!
    Darauf häufig der “Hilfesuchende“: ihr seid schon die 4. Praxis, die wir anrufen. Keiner hat Zeit!“
    Was heißt das? Diese Patienten werden nicht adäquat versorgt. Folgeschäden sind sehr wahrscheinlich (z.B. “steife Hüfte“)!
    Dagegen soll das “Positionspapier“ von Roy Kühne steuern. Die darin geforderten Änderungen sind dringend notwendig. Mir ist’s hingegen mittlerweile “Wurscht“. Gebe Ende des Quartals meine Kassenzulassung zurück. Mir reicht’s mit der unzumutbaren Bürokratie, den Absetzungen durch die Kassen und dieser “Aufwandsentschädigung“, anders gesagt: mit der “Sklavenarbeit“! Mir tun nur die vielen Patienten leid, die einfach keine Behandlungen mehr kriegen und bleibenden Schaden dadurch nehmen. Mal gespannt, wann sich Report/BR München mal damit auseinander setzt…

  48. Mal wieder ein Bericht gegen die Physiotherapie. Wenn schon das Wort Lobbyismus fällt, dann wohl eher gegen die Physiotherapie. Natürlich sollte ein Abgeordneter der sich mit der Materie auskennt auch Änderungen in diesem Bereich vorschlagen können. Es gab mal Zeiten in der Politik da musste man um sich adäquat äußern zu können auch Sachverstand haben. Diese Zeiten scheinen in der Politik und eben auch in der Berichterstattung abhanden gekommen zu sein. Schlimm wie schlecht dieser Bericht recherchiert wurde und wie sehr er anscheinend von Krankenkassen und Ärzteverbänden gelenkt wurde. Das und nur das schient der einzige Lobbyismus dieses Beitragen zu sein!
    Schwach von Euch , sehr schwach!

  49. Das ist Demokratie, sie kann einem unter die Haut gehen aber man muss sie aushalten, wenn man kein Alternativkonzept hat.
    Ich denke wir sind auf einem guten Weg, denn werden sachliche Gegenargument dünn, kann man sich ja auch an Personen abarbeiten . Also, weiter so Herr Dr. Kühne! Filtere ich den Beitrag unter diesem Aspekt, konnte ich nur ein sachliches Argument gegen unsere Forderungen hören. Höhere Kosten, ja … ömesöns es dä Dud … aber es gibt keine Argumente gegen die Leistungen der Physiotherapie.

  50. Ungenügende Recherche von Report München!!! Keine Ahnung von der Materie! In der Bevölkerung genießen Therapeuten einen hohen Stellenwert, nur wir werden wirtschaftlich, politisch, vom Ausbildungsstand und den Fortbildungen immer noch als keine Handwerker der Ärzte betrachtet.
    Nur haben wir uns seit Jahrzehnten weiter entwickelt und emanzipiert. Auf Augenhöhe mit allen Partnern im System. Auch im Blick auf Europa fordern wir eine Gleichstellung in Deutschland.
    Tatsache wir helfen dem System kosten zu sparen und therapieren /begleiten Patienten in allen Lebenslagen. Für uns steht immer noch der Mensch im Fokus, aber ohne Anerkennung unserer Leistungen vom politischen System im Zusammenspiel mit allen Playern, warnen wir vor dem Fiasko der nächsten Jahre. (Keine zeitgemäßen, angepassten Aus – und Fortbildungssysteme, keine weiter entwickelten Standards, fehlende Therapeuten, Verschlechterung der Betreuung, zunehmende Belastung des Systems etc.)
    “ Ohne Moos nix los!“
    Was für eine Wertschätzung?
    Aufruf: „Werden Sie Therapeut!!!“

  51. Das Report Team hat sich wieder selbst übertroffen.
    Keine Ahnung was die für ein Problem haben?
    Armselig.
    Anstatt mal Fakten auf den Tisch zu bringen ( Preise, behandlungszeiten, fobi – Kosten….)
    Werden wieder nur falsche Behauptungen aufgestellt.
    Stichwort Pharma – Lobby…!!!!!! Die haben natürlich keine Eigeninteressen.
    Ihr seid einfach nur schwach und gekauft.
    Da bin ich froh, dass ich jeden Morgen in Spiegel schauen kann, weil ich mir selbst treu bleibe. Jeden Tag.

  52. welcher lobbismus hat sie bewogen derart schlecht recheriert einseitig stimmung zu machen? der beitrag ist mehr als populistisch und schlecht recherchiert – ich bekomme den eindruck ihnen geht es nur um stimmungsmache? haben sie sich mit den einzelnen punkten des positionspapiers auseinandergesetzt? von wem werden sie bezahlt? der kassenärztlichen vereinigung? den krankenkassen? worin soll den die bereicherung liegen? in einer leitungsgerchten vergütung von vielleicht utopischen 38,00 euro für eine zeitstunde? darüber lacht sich doch jeder andere selbständige schlapp – mein gärtner nimmt 48,00 euro ! mein neurologe für eine beratung von 20 min 195,00 euro.

    übrigens das gehalt von therapeuten liegt bei 1300,00 im osten und 2400,00 im westen – 2400,00 vielleicht nach 20 jahren beufserfahrung mit vielen fortbildungen und als fachliche leitung in einer praxis.

    mittlerweile steigen immer mehr menschen aus den berufen log, ergo und physio aus und es droht nicht nur ein fachkräftemangel, er ist bereits da! das hat gründe, die menschen in diesen berufen sind tatsächlich verzweifelt, sie sind verzweifelt über ihre vergütung, die arbeitsbedingungen und erfüllen ihre arbeit mit viel liebe und leidenschaft, wenn dann auch noch derartige stimmungsmache wie z.b. von ihnen betrieben wird ist das einfach zuviel – versuchen sie mal tatsächlich einen realitischen einblich in die therapeutischen berufe zu erhalten und überdenken ihre berichterstattung!

  53. Schaut man sich mal die Aufmachung des Beitrags an stellt man sehr schnell fest, dass es hierbei nicht darum ging objektiv über ein Thema zu berichten. Alleine die Auswahl der Interviewpartner stellt hier bereits ein Ungleichgewicht dar, ganz zu schweigen von dem Zusammenschnitt der daraus resultierte (an dieser Stelle möchte ich auf den Inhalt nicht weiter eingehen). Es bleibt vor allem anzumerken, dass die entsprechenden Journalisten vielleicht beim nächsten mal ihre „Hausaufgaben“ in punkto Recherche gewissenhafter machen sollten. Hätten sie dies getan dann hätten sie sehr schnell gemerkt, dass es sich bei dem im Bericht beschriebenen Positionspapier und dessen Inhalt um ein Positionspapier handelt, das alle Therapeuten sprich Heilmittelerbringer gleichermaßen betrifft und nicht ausschließlich den Bereich der Physiotherapie. Hierzu gehören nämlich auch Ergotherapeuten, Logopäden, Masseure und Podologen. Allerdings gehe ich fast davon aus, dass dies den entsprechenden Journalisten bereits im Vorfeld bekannt war, dass es sich hierbei um die Interessen aller Heilmittelerbringer handelt im Hinblick auf eine Verbesserung der seit Jahren bereits bestehenden schlechten Situation in den von mir o.g. Berufszweigen. Allerdings konnte man dadurch, dass man hier bewusst den Bereich der Physiotherapie fokusiert hat, einen Bundestagsabgeordneten der in diesem Fall selbst Physiotherapeut ist somit leichter anprangern und versuchen ihn in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Sie haben bei ihrer negativen und vor allem schlecht recherchierten Berichterstattung jedoch einen entscheidenden Faktor vergessen: die Therapeuten. Auch sie zählen zu den Zuschauern, sind Beitragszahler der GEZ und können Einschaltquoten möglicherweise beeinflussen. Wir sprechen hier von weit über 200.000 Heilmittelerbringern bundesweit die tagtäglich auch mit ihrem Klientel (Zuschauern) zu tun haben, als Multiplikatoren fungieren und hier mit Sicherheit ganze Aufklärungsarbeit leisten werden, was den Inhalt und die damit verbundene Aufarbeitung Ihrer schlecht recherchierten Sendung anbetrifft. Da report München auf Einschaltquoten angewiesen ist und davon lebt, sollten sie vielleicht beim nächsten Mal den Inhalt ihrer Berichterstattungen sorgfältiger aufarbeiten. Zudem gibt es auch eine Vielzahl anderer Sendeformate die eventuell mal Interesse daran hätten, die Vorgehensweise ihrer Berichterstattung unter die Lupe zu nehmen….

  54. Mir ist ein Fachmann bei der Ausarbeitung von Positionspapieren(!) lieber, als ein Laie, dem die Hand beim Schreiben (von wem auch immer) geführt wird. Im übrigen geht es genau darum: ein Positionspapier ist kein Gesetz. Es wäre freundlich gewesen, diesen erheblichen Unterschied in Ihrem Bericht zu berücksichtigen und verständlich zu machen.

    Nachdem Report München nun schon zum zweiten Mal auf die Branche der Heilmittel eingeprügelt hat, ist es mir ein soziales Bedürfnis, der Redaktion Tipps für sauberen Journalismus zu geben. Ja, ich darf das, denn ich habe in Bezug auf Ihre Arbeit ehrlich keinen Interessenskonflikt.

    1. Was man nicht tut:
    Im ihrem letzten Bericht wurde z.B. ein Testpatient mit einem Kassenrezept in eine Privatpraxis geschickt. Sodann echauffierte man sich, dass diesem Menschen, vollkommen korrekt übrigens, auf privater Basis Problemhilfe angeboten wurde. Ihr Vorgehen hatte damals nur den einen Zweck, ein vorgefertigtes Ergebnis zu liefern. Und gestern? Das Ergebnis der „Recherche“ stand auch schon vorher fest, Fakten wurden verkürzt und reißerisch präsentiert, die eingeschnittenen Interviewstückchen von Lobbycontrol bezogen sich viel mehr auf das Problem der Lobbyismuskontrolle im allgemeinen als auf diesen achso skandalösen Fall (Skandal wäre, wenn Herr Dr. Kühne seine physiotherapeutische Provenienz verschleiern würde).
    Kurz: die Redaktion verhielt sich unseriös und vielleicht sogar (berufs-)unethisch.

    2. Was man tut:
    Man kann auch ergebnisoffen in eine Recherche starten und eine intrinsische Motivation mitbringen, sich Sachverhalte wirklich zu erschließen (=sie verstehen). Man kann sogar versuchen, sich möglichst aus neutraler Quelle Informationen über den Hintergrund einer Sache zu erarbeiten. Und man kann versuchen, Sachverhalte vor ihrem Hintergrund verständlich zu vemitteln. Kann man…

    Entschuldigung, aber diese Forderung kann ich mir dann doch nicht verkneifen: Mindestlohn für Journalisten!

  55. Wieviele Juristen, Lehrer o.ä. sitzen im Bundestag, die Ihren Berufsstand würdig vertreten wollen und für diesen einen Gesetzesentwurf einbringen? Irgend ein Redakteur muß da eine Rechnung mit den Physios offen haben….

  56. Anstelle einer seriösen Berichtertstattung über die tatsächliche Situation der Therapeuten einerseits und deren Wertschöpfung in der Versorgungskette des Patienten andererseits wird über die Befangenheit des Interessensvertreters diskutiert. Vor dem Hintergrund der Summen, bei denen es um andere Branchenvertretungen durch Politiker geht, erscheint dieser Beitrag gersdezu grotesk.
    Wann endlich beleuchten Sie den Berufstand realistisch und sachlich???

  57. Erneut beschäftigt sich ihre Redaktion mit der Berufsgruppe der Physiotherapeuten. Nachdem dieser in ihrem Bericht „Grauzone Physiotherapie – das Geschäft mit dem Schmerz“, eine ausreichende Qualifikation abgesprochen wurde und zudem verbrecherisches Vorgehen in der Praxis vorgeworfen wurde, nun ein neues Thema. Ein Physiotherapeut vertritt die Interessen seiner Berufsgruppe im Bundestag – das ist neu, sicher! Aber ist das allen ernstes einen Aufschrei wert? Innerhalb der Berufsgruppe war die Freude groß, endlich einen Vertreter auf dieser Ebene zu sehen. Das war lange überfällig, denn Interessen der Heilmittelerbringer sind auf politischer Ebene bislang deutlich unterrepräsentiert. Nun wird eben diesem Verteter vorgeworfen, dass er die Interessen seiner Berufsgruppe vertritt, weil er eventuell – einen zweifelhaft hohen – eigenen Nutzen daraus ziehen könnte. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Wie sollen aktuelle Themen identifiziert und vorgebracht werden, wenn nicht von den Betroffenen selbst? Abgesehen davon, ist die Lobbypolitik der Pharmaindustrie seit Jahrzehnten ein wohl viel gewichtigerer Einflussfaktor hinsichtlich politischer Entscheidungen im Gesundheitswesen. Der Aufschrei hier ist mäßig laut, aber ungleich teurer für das gesamte System und sicherlich lassen sich auch hier einige Profiteure ausmachen.

    Ich empfinde ihren Beitrag aber noch in einem weiteren Punkt bedenklich. Immer mehr junge Menschen gehören einer Partei an, die Wahlbeteiligung sinkt. Gerne wird hier der etwas abgedroschene Begriff der „Politikverdrossenheit“ angeführt. Nun werden sie argumentieren, dass genau solche Personen wie Dr. Roy Kühne diese Politikverdrossenheit antreiben. Ich würde mich hier dagegen stellen. Ich denke, dass ein wichtiger Antrieb in die Politik zu gehen sein kann und muss, Missstände die man selbst erlebt, ändern zu wollen. Wer soll sich das noch trauen, wenn er mit solchen Berichten dafür abgestraft wird?

  58. „Wenn Physiotherapeuten mehr bekommen sollen, dann geht das auf Kosten der Ärzte oder die Patienten müssen mehr zahlen“. Was ist denn das für eine unsinnige Argumentation!
    Kein Wort in Ihrem Beitrag darüber ob es sinnvoll sein könnte einen Direktzugang zu ermöglichen, sowie es in anderen Ländern längst üblich ist!
    Wir sind ein Entwicklungsland in Sachen Heilmittelerbringer!
    So eine konservative, einseitige, unsachliche Berichterstattung, die uns in kleinster Weise dienlich ist! Aber das war wohl so gewollt.
    Ich kann Herrn Roy für die Initiative nur danken!!!!!!!! Weiter so.

  59. Wenn ich so „sorgfältig“ behandeln würde wie diese Arbeit recherchiert wurde, dann würde man mir erstens die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung entziehen, und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch strafrechtlich belangen.
    Ich wünsche euch im Bedarfsfall einen Behandler der sorgfältig arbeitet…….

    Na? Verstanden?

  60. „Investigativer Journalismus, seriöse Informationen und klare Positionen sind die Markenzeichen des ARD-Politmagazins report München. Das Redaktions-Team unter der Leitung von Stephan Keicher hat den Anspruch, nach sorgfältiger Recherche auch bei schwierigen und unbequemen Themen deutlich Stellung zu beziehen, Hintergründe zu beleuchten und zu analysieren (…)“

    Offensichtlich fällt es Ihrer Redaktion schwer, den ambitionierten Worten Tatkraft zu verleihen.
    Als vorherrschendes Markenzeichen des report München erkenne ich einzig und allein die absolut unzureichende Qualität Ihrer Beiträge.
    Sollten Sie ernsthaft den Anspruch haben Qualität zu liefern und sollte Ihnen die Seriosität Ihres Formats am Herzen liegen, dann überdenken Sie ihr Redaktions-Team und liefern Sie Beiträge, die Ihren o.g. Ansprüchen gerecht werden.

  61. Was heiß hier Lobby? Unverschämtheit! Schlechte Recherche oder wurde Reporter gekauft ?
    Wir Therapeuten wünschen uns seit Jahrzehnten einen Sachverständigen wie Herr Kühne genau an dieser Position um das Ohr der eingefahrenen Politikstruktur zu öffnen, für genau die Belange der Therapeuten in diesem Land. Wenn Herr Kühne, den alle Therapeuten unterstützen, in seinen Forderungen an die Politik endlich mal richtige Signale sendet, muss er als Mensch gleich wieder ausgehebelt werden.
    Jetzt sollte die öffentliche Diskussion erst einmal richtig beginnen um die Fehler der Wertschätzung und Fähigkeit an uns Therapeuten für die Menschen in diesem Land darzustellen.
    Bei der Bahn wird gestreikt, bei den Piloten, bei der IG Metall etc., welche Kosten rollen auf das Gesundheitssystem zu wenn wir Therapeuten streiken?
    Wir wünsche Nachbesserung und Recherche von Report München!!!

  62. Thema verfehlt. Wie schon im Dezember 2014 hat sich Report München wohl auf die Physiotherapeuten eingeschossen, ohne wirklich recherieren zu wollen. Hier hätte schon das lesen der Süddeutschen Zeitung gerreicht, die das Thema ordentlich aufbereitet hat. Ich habe meine Patienten jedenfalls diesbezüglich vorbereitet, wie Report München auf Stimmung macht.
    Übrigens, wenn sie ihre Lobbyisten in der Poltik abziehen, würde wohl endlich die GEZ abgeschafft, damit wir für solche Leistungen nicht auch noch bezahlen müssen.

  63. Die Ärztekammer fürchtet den Direct Access für Physiotherapeuten, weil es nicht mehr zu so vielen unnützen OPs und Medikamenten-VOen kommen wird. Den Ärzten würden dadurch Einnahmen fehlen. Die Krankenkassen müsste es eigentlich freuen.

  64. Was hat Report München gegen Physiotherapeuten? Der Beitrag reißerisch aufgemacht, schlecht oder gar nicht recherchiert, ohne klare Fakten und Tatsachen. Für mich ist Report München ganz sicher kein Fernsehbeitrag mehr, den ich mir anschauen werde. Warum sollten Beiträge über andere Themen besser gemacht sein? Der Direktzugang kann eine deutliche Kostenersparnis bringen, wie Modellversuche beweisen und von einer befürchteten Kostenexplosion zu sprechen bei nicht einmal 3 % Gesamtvolumen der physiotherapeutischen Leistungen ist schlicht überzogen.

  65. Feindbild Physiotherapeut/In
    Warum stellen Sie uns und unsere Anliegen nun schon zum zweiten mal so negativ dar? Schon in Ihrem ersten Bericht über Physiotherapie haben sie uns als Betrüger dargestellt. Nun werfen sie uns auf der Ebene Politik Selbstbereicherung vor. Geht es nun um Abgeordnete und ihre Nebeneinkünfte oder um Physiotherapeuten. Herr Kühne ist der einzige Abgeordnete der gleichzeitig Physiotherapeut ist. Das eine Praxis wie die von Herrn Kühne 25 Angestellte hat, dürfte im wahren Leben eine Ausnahme sein. Die meisten Praxen haben viel weniger Angestellte. Sie erwähnen die schlechte Vergütung und die hohen Kosten die Ausbildung und die Fortbildungen erfordern, aber im Konsens Ihrer Reportage schwingen Sie das Schwert gegen uns.
    Ihre Reportage geht zum zweiten mal an Kernthemen wie schlechte Vergütung , Fachkräftemangel, hohe Ausbildungskosten vorbei. Die Versorgung mit Physiotherapie wird sich meiner Meinung nach in den nächsten Jahren verschlechtern. Man kann es den jungen Leuten nicht verdenken, eine sehr anstrengende Arbeit, hohe Kosten für die Ausbildung und eine Bezahlung die nicht reicht um eine Familie zu ernähren. Machen Sie uns weiter schlecht, dann werden vielleicht noch weniger junge Leute diesen Beruf ergreifen. Man sollte sich fragen ob man in diesem Land überhaupt noch Physiotherapie braucht, am besten schicken Sie die Menschen mit Ihrer Diagnose nach Hause Sie sollen sich selbst helfen, das spart bestimmt Kosten und wir Physios machen alle eine andere Ausbildung, am besten eine in der das Wissen eine Wertschätzung erfährt und nicht geknüppelt und geknechtet wird. Bei dieser Stimmungsmache macht es keine Freude. Report München hat mich zum 2 mal enttäuscht, meinen Patienten kann ich Ihre Sendung nicht mehr empfehlen.

  66. Sehr geehrte Redaktion von report münchen

    Wie schon beim letzten Beitrag von Ihnen, ließe sich hier wieder seitenweise aufzählen, wie sie einseitig journalistisch recherchieren ohne es zu hinterfragen.

    Auch Patienten von uns sind Reporter bzw. Journalisten und waren heute empört über diese populistische Berichterstattung von Ihnen.
    Ich möchte auch aus diesem Grund gar nicht näher darauf eingehen.

    Nur eines am Schluß:
    Die Ärzte, welche Sie ja aussagekräftig zu Wort kommen ließen als KBV, haben im Jahr 2014 für 2,4 Mrd Euro mehr Medikamente verordnet, als das Jahr zuvor…einfach so.
    Das entspricht fast dem gesamten Budget der Heilmittelbranche, wobei das nur „zusätzlich“ ausgegeben wurde, ohne erkennbaren Grund.

    Aber für Sie ist das ja völlig in Ordnung einen MdB als Lobbyist der Physiotherapie abzustempeln, einen Herrn Rösler der mal Gesundheitsminister und Arzt war hatten Sie wohl „“vergessen““; Fehler passieren sicher einmal, und so offensichtlich.
    Leider kann ich Ihrer Sendung mit dem von Ihnen vermittelten Wahrheitsgehalt oder besser Populismus nicht mehr folgen und werde sie ab heute nicht mehr anschauen, egal welche Themen darin vorkommen.

    Es wird auch Anlaß sein, in unserer Patientenzeitschrift auf diesen Informationsmisstand ihrer Redaktion darauf hinzuweisen, ehrlich und neutral natürlich.

    R.Binder

  67. Was kann man von Report schon erwarten.
    Den Verfassern geht es doch nicht um sachlich objektive Information.
    Sie müssen mit solch dümmlichen Berichten ihren eigenen Stuhl retten.
    Sollten sie sich doch besser den Milliarden für Fehlentwicklungen der Rüstungsindustrie widmen – trauen sich wahrscheinlich nicht weil der Staatssender BR / ARD ihnen die Beine und Ohren langziehen würde, die Verstrickungen der Politik mit Waffenschieden ist nicht nur unmoralisch sondern auch hochgradig kriminell – aber eben salonfähig.
    Liebe Reportredaktion – hört doch endlich auf diesen Blödsinn was ihr über die Physiotherapie auf Eurem Zettel stehen habt, ständig zu wiederholen, es wird deshalb nicht besser

  68. Genauso „gut“, wie die Journalisten hier recherchiert haben, war auch der Sendetermin gewählt.
    Dank einer unterhaltsamen Sportveranstaltung, die parallel im Zweiten lief, hat den „Lobby-Schmarrn“ sowieso Koaner gesehen
    (außer den Therapeuten).
    Ein Glück!
    Sportliche Grüße
    Euer Thomas Müller

  69. Ich bin sprachlos über diese Unverschämtheit eine solch verzerrtes Bild über unseren Berufsstand zu senden.

    Report deckt auf?
    NEIN!
    Für mich jetzt eine inakzeptable Sendung!

    Danke an alle Kollegen für ihre Beiträge, es wurde bereits alles gesagt.

  70. Danke Report München,

    sie haben mich in meinen Vorhaben gestärkt meine Kassenpraxis zu schließen und nur noch für Privatpatienten und Selbstzahler tätig zu werden.

    Liebe GKV-Patienten bedankt euch bei Journalisten von Report die die Zeichen der Zeit nicht erkennen und eine therapielose Zeit für Kassenpatienten anscheinend begrüßen.

  71. Liebe Redakteure,

    man wundert sich doch immer wieder dass Sie es schaffen „eines drauf zu setzen“.

    Man sollte meinen, dass Report München aus den letzten Kritiken der Sendungen über Physiotherapeuten irgend einen Schluss für weitere Recherchen gezogen haben sollte. Aber bei, sie haben es wieder geschafft aus journalistischer Effekthascherei ein völlig falsches Bild zu zeichnen.

    Allein die Bezeichnung „Bereicherung“ bei einer Vergütung von 15,xx Euro für eine krankengymnastische Behandlung von 20 min, also einen Stundenlohn von ca 46 Euro, in eine journalistische Beurteilung einzubinden, ist absurd.

    Seit Jahren werden die Grabenkämpfe um die Vergütungen im physiotherapeutischen Bereich auf dem Rücken der Patienten ausgetragen. Privatpraxen entstehen aus der Notwendigkeit heraus wenigstens noch etwas Vergütung und Freiraum für die Therapie zu sehen. Oder kann mir vielleicht Report München erklären wie man einen Hausbesuchspatienten bei 15 min Weg hin, 20 min KG zuhause, und 20 min Weg zurück überhaupt noch aufnehmen soll, wenn die Erstattung dafür bei ca. 36 Euro liegt. Der Schwerkranke, der evtl. mit einer Lymphdrainage versorgt werden soll „bringt“ noch weit weniger.

    Es ist nicht möglich eine Praxis mit diesen Vergütungen wirtschaftlich zu führen. Seit Jahren versuchen Physiotherapeuten eine adäquate Vergütung zu erreichen. Fehlanzeige.

    Jetzt spricht mal ein Physiotherapeut Klartext und schon wird ihm unlautere Lobbyarbeit unterstellt. Gleichzeitig bieten Pharmafirmen Abrechnungsoptimierungsseminare an, Ärzte gründen ihre eigene Physiotherapiepraxis, in die sie sich dann selbst Patienten überweisen, Praktikanten werden in Kliniken/Praxen teilweise als kostenlose Arbeitskräfte verheizt.

    Man hat fast den Verdacht, dass Kompetenz nicht gefragt ist.
    Aber irgendwie ist das ja auch konsequent. Das passt nämlich zum Beitrag

  72. Hallo Report-Team!

    Mit „seriös“hat eure Berichterstattung aber rein gar nichts mehr zu tun. .. ich frage mich wirklich wo wir in Deutschland angekommen sind. Wir sind in einem Gesundheitswesen gelandet, in dem ich wirklich jedem nur wünsche er möge gesund bleiben. Dann wird endlich mal öffentlich über diese katastrophale Situation der Therapeuten gesprochen und ihr hinterfragt das dermaßen Sch…also ohne Worte. Und ich spreche für Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten unisono, ebenso wie für unsere Pflegekräfte und Allgemeinmediziner auf dem Land. Habt ihr irgendeine Ahnung wovon ihr da berichtet? Jeder normale Versicherungskaufmann in einer Krankenkasse hat nach seiner Ausbildung mehr Gehalt als jeder, in einer freien Praxis arbeitende, Physiotherapeut. Mit welchem Recht? Nicht das ich diesen Menschen das nicht gönne, aber wir BEKOMMEN für unsere Arbeit viel zu wenig. Ich als Selbständiger kann nur existieren, weil ich jeden Tag 11 bis 12 Stunden arbeite! Und teilweise noch Samstag und Sonntag. Ich sage existieren, nicht reich werden! Ihr seid wirklich selbst lobbyistisch beeinflusst, wenn ihr denkt Herr Kühne mache dies, um sich selber zu bereichern. Vielen Dank für nichts!

  73. Meine negative Vorahnung hat sich zu 100% erfüllt. Report war einmal ein hervorragendes Fernsehmagazin … lang, lang ist`s her.
    Vielleicht trauen Sie sich mal über die unnötigen 124 gesetzlichen Krankenkassen zu berichten, deren Verwaltungsausgaben jährlich weit über denen aller Therapeuten liegen (Quelle: destatis).

  74. Sehr geehrtes Report-München-Team,
    seit Ihrem letzten Physiotherapie-Beitrag hatten Sie mehrere Monate Zeit.
    Wie haben Sie diese genutzt, uns und unsere Tätigkeit kennenzulernen?
    Scheinbar hatten Sie bereits eine unumstößliche Meinung über uns. Oder übernehmen Sie Meinungen anderer ungeprüft?
    Bis gestern dachte ich Lobbykontrolle im Bundestag sei etwas Seriöses und Unverzichtbares.
    Aber seit den Äußerungen von diesem angeblichen Lobbycontroler Timo Lange in der gestrigen Report-Sendung weiß ich, wie naiv ich war.
    Mag sein, dass Dr. Roy Kühne bei einem Film-Casting die Rolle des Lobbyisten bekommen würde, aber welchem Schmierentheater ist dieser unsägliche Lobby-Kontrolleur entsprungen?
    Hat er je etwas davon gehört, dass die wenigsten Physiotherapeuten auch nur annährend soviel verdienen, wie angeblich Herr Kühne?
    Hätte der nicht 25 Angestellte, hätte er niemals den Kopf freigehabt, den Weg in den Bundestag zu finden. Nur mit vielen Angestellten läßt es sich als Physiotherapeut noch adäquat leben.
    Ich wusste auch nicht, dass Fachwissen im Bundestag verdächtig, ja unseriös ist.
    Leider weiß ich immer noch nicht, wie man Journalist bei Report München wird.Ich hoffe nur, die sind nicht fest angestellt, und wenn dann nur für Mindestlohn. Denn irgendwie zahle ich ja daran mit. Ungefragt und spätestens jetzt ungewollt.
    Immerhin weiß ich aber jetzt, dass ich so schlecht bezahltweiterarbeiten muss, damit die Kosten im Gesundheitswesen nicht weiter steigen. Das muss ich nun verstehen.
    Schade nur, dass ich nicht Medizin studiert habe, das wäre 1986 mit 1,6 im Abitur und vernünftigem Medizinertest machbar gewesen. Dann hätte ich auch Gesundheitsministerin werden können oder auch so genügend Geld für ein eigenständiges Leben verdienen können. Oder ich hätte als einer der anderen Protagonisten in diesem Report-Beitrag sprechen dürfen.
    Auf alle Fälle weiß ich nun soviel, dass ich gehirnamputiert sein muss, wenn ich in diesem Beruf zu diesen Bedingungen weiterarbeite. Würde ich meine Arbeit nicht so lieben, würde ich sie sofort an den Nagel hängen.
    Wer solche Berichte macht, scheint sich als Privatpatient sicher zu sein, niemals mangelnde Physiotherapeutische Unterstützung erleben zu müssen.
    Gott sei Dank ist Fernsehen nicht lebenswichtig.
    Nach solchen Beiträgen weiß ich auf alle Fälle, wie verzichtbar es ist.
    Mein Kanal ist voll.
    Jutta Göke

  75. Liebe Reportreporter,
    wussten Sie, dass in unserer Branche in den Praxen Einstiegsgehalt= Ausstiegsgehalt mit 67 ist?
    Niemand kann mit einem 15 Minutentakt (wie es sich die Krankenkassenvertreter völlig unrealistisch vorstellen) für 15 Euro wirklich gut behandeln und danach noch mit der Familie einen Sommerurlaub im Schwarzwald machen….

    Nach Ihrer letzten Berichterstattung über uns Physio’s habe ich leider keinen anderen Beitrag erwartet- aber wir sind hart und leidgeprüft! Sie werden uns noch kennenlernen- das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen….

  76. Ich bin wieder einmal Fassungslos!
    Ein weiteres Mal beweist Repot München, dass ergebnisoffene Berichterstattung nicht ihr Ansinnen ist. Herzlichen Glückwunsch! Sie sind auf dem allerbesten Weg Ihrer Konkurrenz-Sendungen in den Privatsendern das Wasser zu reichen.
    Manchmal frage ich mich was Sie eigentlich erreicheh wollen? Sie kommen daher mit dem Deckmantel der Neutralität und schlagen dann reißerisch und hetzerisch zu. Es ist nicht zu betreiten, dass Dr. Kühne eine Doppelfunktion hat. Dass im Bundestag aber auch Menschen sitzen, die Lobbyarbeit betreiben, bei der es nicht um ein paar Euro mehr Gehalt von Heilmittelerbringern geht, sondern darum, wie man z.B. die Pharmaunternehmen (u.v.m) stärken kann, geht an Report vorbei. Kümmern Sie sich doch bitte mal um die „großen Fische“. Oder kommen sie mit ihrem „investigativem Journalismus“ an diese nicht ran?

    Schade, dass Sie nichts besseres zu tun haben, als einen Berufsstand, der Kosten für u.a. OP´s sehr sehr deutlich reduzieren könnte, wieder einmal in Miskredit zubringen.

    Ihnen gelingt es immer wieder in vorbildlicherweise, den Fokus auf das uneigentliche Problem zu lenken.

  77. Wir Physiotherapeuten haben die Ausbildung und Kompetenz, Patienten selbständig zu behandeln und Kontraindikationen für eine Behandlung zu erkennen. Da die ärztlichen Verordnungen bzw. Diagnose-Informationen oft spärlich sind, ist eine gute Befunderhebung unerlässlich. Oft sind WIR diejenigen, die den Patienten wieder dazu verhelfen, was andere (ärztliche) Therapien nicht geschafft haben. Wer hat ein Interesse daran, dass wir stillhalten auf dem Platz, der uns vom Gesundheitssystem zugewiesen wurde???
    Ich bin froh und dankbar, dass Herr Roy Kühne nicht seine, sondern die Interessen aller Physiotherapeuten und Patienten vertritt und finde es unerhört und unglaublich, dass er von der ARD-Reportage als raffgierig und geldbesessen dargestellt wird. Er verkörpert ein Selbstbewusstsein, das alle Physiotherapeuten/innen haben sollten! Ich danke ihm dafür.

  78. Dieser Bericht ist extrem mangelhaft und außerordentlich tendenziös:
    1) Wenn lobbystarke Industrien Leihbeamte (Fachleute) in Ministerien bezahlen um dort von diesen Leuten Gesetzesvorlagen zu ihren Gunsten erarbeiten zu lassen, regt sich niemand auf (auch Lobbycontrol nicht) – weil diese Lobbys rücksichtslos und viel zu mächtig sind.
    Oder unsere Beamtenlobby, die im Bundestag und in der Politik derartig stark verteten ist, dass sie sich regelmässig selbst einen zusätzlichen Schluck aus der Vergütungspulle einschenken kann.
    2) Roy Kühne macht auf ein Problem aufmerksam, das seit Jahrzehnten von der Ärztelobby und von der Krankenkassenlobby politisch erfolgreich unter den Tisch gefegt wurde – die jämmerlich schlechte und absolut nicht kostendeckende Bezahlung der Physiotherapeuten (Honorare wurden von den Kassen zum Teil seit 1986 nicht erhöht). Sie wird demnächst dazu führen, dass nur noch privat zahlende Patienten behandelt werden können. Außerdem fehlt der Nachwuchs, weil man sogar als Kita-Erzieher oder Krankenschwester in der Zwischenzeit besser bezahlt wird.
    3) Da die Physiotherapeuten bisher überhaupt keine Stimme in der Politik hatten, kann man Roy Kühne nicht die Schlinge um den Hals legen, wenn er aus genauer Kenntnis der Missstände in diesem extrem wichtigen Heilberuf für seinen eigenen Berufsstand eine schon längst überfällige Verbesserung erreichen will (siehe Punkt 1).
    4) Schon seit den 70 iger Jahren gab es immer wieder Gutachten, die dem Krankenkassen- Gesundheitssystem über kurz oder lang das finanzielle Aus vorhergesagt haben. Ärzteschaft, Pharmaunternehmen, Krankenhäuser, Krankenkassenfunktionäre, Medizintechnik und ihre lobbygruppen haben bisher alles darangesetzt, dieses für sie bisher lukrative System mit allen Mitteln zu halten und die notwendige Neuauarichtung des Gesundheitswesens zu torpedieren. Jetzt ist der finanzielle Crash deutlich sichtbar und deshalb wird argumentiert, dass eine anständige Bezahlung der Therapeuten den finanziellen Ruin bringen würde. Was ist dann das für eine Argumentation ??
    5) Die Praxis ist bereits schon so, dass die Physiotherapeuten von den Krankenkassen (ohne Vergütung natürlich) missbraucht werden, die ärztlichen Verordnungen nach den Richtlinien der Krankenkassen zu prüfen. Falls sie einen formalen Fehler in einer Rezeptabrechnung übersehen, wird ihnen zur Strafe das gesamte Honorar für die Behandlung des Patienten vorenthalten. So senken die Krankenkassen ihre Ausgaben auf Kosten der Therapeuten!
    6) Physiotherapeuten arbeiten im Gegensatz zu den Fachärzten ständig und über lange Zeiträume direkt mit den Patienten. Sie sind diejenigen, die gesamtheitliche Therapiemaßnahmen abschätzen und einsetzen können und die sehr häufig, in mühsamer und von diesen wenig unterstützten Abstimmung mit den Ärzten entsprechende Rezeptänderungen veranlassen müssen. Sie haben natürlich die volle Verantwortung für ihre Therapie, weshalb wird dieser derart wichtigen und erfahrenen Berufsgruppe der Erstkontakt bis heute verweigert?
    Der Grund ist die Ärztelobby, welche die Diagnosekompetenz halten will und die ohne Rücksicht auf die finanziellen Effekte diese unbedingt für sich erhalten will.

    Es wäre einfach beruhigend gewesen, wenn sich Monitor diesem wichtigen Thema so unabhängig kritisch genähert hätte, dass man als Beobachter, aufgrund mehrerer Aussagen unterschiedlichster Beteiligter, nicht in die Versuchung kommt, hinter diesem Beitrag nicht wieder einmal erfolgreiche Lobbyarbeit vermuten zu müssen.

  79. Einen Beigeschmack hat bei mir nur eines. Report München bringt erneut einen verzerrten Beitrag über Physiotherapie, in dem gezielt verschwiegen wird, wem das Positionspapier in erster Linie weiterhelfen würde. Nämlich dem Patienten.

    Hat etwa Report München selbst ein Problem mit Lobbyisten in den eigenen Reihen?

  80. Report München scheint ebenfalls interessensgesteuert zu sein, anders kann ich mir solch einen unseriösen TV-Beitrag nicht erklären. Hier wird ein Physiotherapeut zum Problem erklärt, auch wenn er auf die desolate Finanzlage der Kollegen aufmerksam macht. Beleuchtet wird aber nur er selbst und damit als unanständig erklärt. Schließlich hat er ja selbst eine Praxis noch am laufen, und deswegen ist er ein Problem für oberflächliche Journalisten aus München !!!

  81. Leider hatte ich erst jetzt, in meiner gesetzlichen vorgeschriebenen Pause Zeit mir diesen „Gaumenschmaus“ in seiner vollen Länge zu Gemüte zu führen. Und da stelle ich jetzt, da ich meine Fassung zurück erlangt habe, eine Frage:
    „Lieber Herr Timo Lange von Lobby Control, wer, wenn nicht einer von uns (Heilmittelerbringer) der es in die Politik geschafft hat (Zeit investieren und somit nicht mehr aktiv Geld verdienen durch Arbeit am Patienten–> vermutlich konkrete finanzielle Einbußen) soll auf die Missstände hinweisen und Neuerungen fordern? Sollen wir einem Laien in unserem durchaus komplizierten Gesundheitssystem die Verantwortung geben für uns zu sprechen? Haben sie mal darüber nachgedacht das es nicht nur um mehr Geld und Verantwortung geht? Es geht um die Menschen da draußen, unsere Patienten!!! Die man mal wieder kategorisch NICHT hat reden lassen.
    Wer wenn nicht wir (Heilmittelerbringer) soll sich kümmern? Haben Sie überhaupt eine Ahnung in was für einem Hamsterrad viele von uns Tag täglich arbeiten um unseren Patienten (hey, es könnte auch Sie treffen Herr Timo Lange von Lobby Control) die bestmögliche Behandlung zu bieten auch auf Kosten unserer Gesundheit. Wie konkret kennen Sie sich mit unseren schwammigen Richtlinien und aufwändigen Dokumentationsregeln aus?“
    Leider werde ich darauf wohl keine Antwort bekommen aber das musste jetzt mal raus…

  82. Aus den vielen Kommentaren muss ihnen als Redaktion doch aufgefallen sein, dass es eine Menge Menschen in der Bevölkerung gibt, die das anders sehen als sie es dargestellt haben.
    Auch ich glaube, dass Herr Kühne mit 97ooo€ die er sich als Unternehmer verdient nicht der böse Lobbist ist, sondern, dass hinter diesem Bericht eine Faktenverdrehung der übelsten Sorte steht. Es ist nicht richtig wenn im Bericht erklärt wird:“Wenn einer (Physios) mehr verdienen will, dann müssen dass die Ärzte mit ihrem Buget oder die Beitragszahler stemmen.“ DAS IST FALSCH!
    Als erstes müsste eine höhere Vergütung die Krankenkasse tragen, statt das sofort auf die Beitragszahler abzuwickeln. Die Krankenkassen sind ja die letzten Jahre mit einem mächtigen Plus an Einnahmen ins nächste Jahr gestartet (10 Milliarden Euro aus dem Jahr 2011 und den 3,8 Milliarden aus 2010. Und das geht so weiter).
    Ich denke das sind zahlen die sich eine gewaltige Lobby leisten können. Ohne bösen Vorwurf, aber so richtig unbeeinflusst aus Richtung der Krankenkassen hat sich dieser „Bericht“ nicht angehört.
    Ich denke eine Gegendarstellung könnte ihrem Ruf als Reporter nur verbessern!
    Grüße aus Leipzig

  83. Ein Physiotherapeut versucht lange bestehende Misstände zu korrigieren und wird deshalb als Lobbyist an den Pranger gestellt.
    Bei Formfehlern von Verordnungen über Physiotherapie die in der Arztpraxis passieren behalten die Kassen die Verordnungen ein und der Physiotherapeut bekommt seine Vergütung für die erbrachte Arbeit nicht.
    Ärzte bekommen mittlerweile Provisionen von den Kassen wenn sie möglichst wenig Physiotherapie verordnen. Der Patient hat dabei das Nachsehen. Ärzte werden ohne Vorwarnung in existenzvernichtende Regresse genommen wenn Sie mehr Physiotherapie verordnen als die Kassenärztliche Vereinigung ihnen zugesteht, egal ob der Patient die Therapie bräuchte oder nicht. Auch hier hat der Patient das Nachsehen. Liebes Team von Report München, berichtet lieber einmal über den Lobbyismus der Kassen und Kassenärztlichen Vereinigungen, der zu diesen undemokratischen Zuständen geführt hat. Das sich jemand dafür einsetzt diese unfassbaren Misstände zu ändern ist schon lange überfällig und definitiv kein Lobbyismus sondern einfach nur Vernunft.

  84. tl;dr: Physiotherapeuten arbeiten am Existenzminimum, deswegen gibt es keinen Nachwuchs mehr. Das ist aber keine Story für „report“. Seht also zu, wie Ihr Euch in 10 Jahren nach einem Schlaganfall selbst wieder aufrappelt.

    Liebe Report-Redaktion, liebe Lobbycontroller, vergleichen Sie doch bitte mal das durchschnittliche Jahresgehalt der Berufsgruppe, die Ihnen nach einem Unfall oder Schlaganfall das Laufen wieder beibringt, mit Ihrem Jahreseinkommen. Das Jahreseinkommen für 2013 der 8 hauptamtlich angestellten Lobbycontroller findet jeder Interessierte problemlos auf Seite 10 des Jahresberichtes 2013 auf der Seite [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt, vgl. Kommentarrichtlinien] . Ich halte sowohl (seriösen) Journalismus als auch die Arbeit von lobbycontroll für wichtig. Inwieweit Schmerzfreiheit und Gehfähigkeit wichtig (oder wichtiger) ist, darf jeder für sich entscheiden.
    Von unrentablen Physiotherapiepraxen, die für 15,50 €/ 25 min. Behandlung arbeiten müssen zu berichten, scheint der Redaktion kein Bericht wert zu sein. Von dem Stundensatz von 37,20€ muss, der sich daraus ergibt müssen neben den privaten Lebenshaltungskosten und den laufenden Praxiskosten auch noch die Kredite bedient werden, die durch die zum Teil absurden Anforderungen der gesetzlichen Krankenkassen an eine Praxis mit Kassenzulassung entstehen.
    Das im Bericht genannte fiktive Anfängergehalt von 2000€ brutto erhalte ich in einer verhältnismäßig gut bezahlenden Klinik nach nunmehr 13 Jahren arbeit und entsprechender Qualifikation.
    Am Existenzminimum knabbernde Therapeuten sind wahrscheinlich nicht so ein reißerisches Thema wie der Physiotherapeut der es ohne abgeschlossenes Jurastudium wagt MdB zu sein und dann auch noch die Frechheit besitzt, sich für seinen Berufsstand einzusetzen. Die Juristen im Bundestag würden so etwas natürlich nie tun! Niemals nicht. Nein, das würden die nicht machen…
    Wer in den letzten Monaten mal in einer Physiotherapiepraxis war wird sicher bemerkt haben, das ein Mangel an Nachwuchs nicht droht. Nein, der ist schon da! Seit ca. 2 Jahren!
    Aber liebes report-team: Wir Physiotherapeuten machen den Job ja nur wegen der ausgezeichneten Verdienstmöglichkeiten und um uns zu bereichern.

    Das wars.
    PS: Direktzugang. Sowas! In ALLEN anderen Ländern Gang und Gäbe. Nur in Deutschland würde davon natürlich das Abendland untergehen!

  85. Ich werde demnächst meine Dissertation fertig stellen. Dann habe ich zwar einen Doktortitel und bin wissenschaftlich besser qualifiziert als die meisten Ärzte, verdiene aber in sprachtherapeutischen Praxen maximal 2200 € Brutto. Wer glaubt denn, dass der wissenschaftlich gut qualifizierte Nachwuchs da noch in der Praxis bleibt? Diese guten Therapeuten stehen den Patienten nicht mehr zur Verfügung, wenn sich nichts ändert. Immer mehr Therapeuten studieren, da die Bereiche sehr komplex sind. Und da meinen Ärzte sie kennen sich ausreichend gut im Bereich Physio UND Ergo UND Logo UND mit allen anderen Krankheiten aus? Das ist doch sehr überheblich.
    Sie sehen es läuft vieles schief im Bereich Heilmittel. Wir haben leider kaum eine Lobby, die uns unterstützt, anders als bei den Ärzten.
    Wer soll uns also helfen, wenn nicht die betroffenen Therapeuten? Warum ist es schlimm, wenn ein Politiker in einem Bereich Politik macht von dem er etwas versteht?
    Ich war ehrlich gesagt erstaunt, dass bei 25 Mitarbeitern der Gewinn so gering ist. Überlegen Sie mal! Viele Praxisinhaber haben nur 1-2 Mitarbeiter. Wie sollen wir von unser Arbeit leben? Ganz abgesehen davon, dass unserer Arbeit einfach keine Wertschätzung entgegenkommt. Der Nachwuchs fehlt, weil alle Therapeuten davon abraten diesen Beruf zu ergreifen! Wer ändert jetzt etwas???

  86. Da ist sie wieder, die Unfähigkeit und Verkommenheit des deutsche Qualitätsjournalismus. Wäre es nicht die Aufgabe deutscher Journalisten gewesen, die Misere im Bereich der Heilmittelerbringer aufzudecken? Jahrzehnte lang sind wir von den Milliarden schweren Kassen mit Brotkrumen über den Tisch gezogen worden, ausgesaugt – weil man unser soziales Verständnis schamlos missbraucht hat. Wir haben über Steuern und Kassenbeiträge noch die Konkurrenz in den tariffinanzierten Krankenhäusern mitbezahlt und waren für jeden da, der dachte, dass er mit 20 Euro Zuzahlung einen Teil der Praxis gekauft hat. Wo ward ihr Journalisten, als junge Kollegen 750.- Euro im Monat für ihre Ausbildung bezahlt haben? Wo ward ihr, als Berufsanfänger nur 40% der anfallenden Arbeit machen konnten,weil ihnen notwendige Zertifikatspositionen fehlten? Wo ward ihr da? Jetzt, wo einer mit offenem Visier antritt, das beginnt ihr zu recherchieren? Ich will es nicht laut sagen, aber ich befürchte, einer von euch hat von der Ärzteschaft den goldenen Händedruck bekommen, um jetzt gegen uns loszuziehen.

  87. Heute hat mir wieder mal eine Patientin frustriert berichtet, dass ihr Arzt ihr zukünftig keine Lymphdrainagen mehr verordnen will obwohl Sie es dringend bräuchte. Und dass obwohl die Lymphdrainage ( eine spezielle Form der Physiotherapie ) die billigste und nebenwirkungsfreieste Therapieform ist und ihr als einziges hilft. Der Grund hierfür: Regressangst des Arztes. Leider ist das kein Einzelfall sondern mittlerweile Normalität.
    Die Patienten bekommen nicht mehr die Therapie die sie benötigen. Der Grund hierfür ist Druck ( z.B. durch Regresse) auf die Ärzteschaft möglichst wenig zu verordnen. Liebes Team von Report München, recherchiert doch bitte mal darüber.

  88. In dieser Republik wundert mich nichts mehr! Lobbyismus eines Physiotherapeuten? Kann vor lauter Lachen kaum noch schreiben.

    Wo waren die so gut informierten Journalisten zu Zeiten von diesem Lauterbach?
    Was haben Sie berichtet zum Lobbyismus oder vornehmer ausgedrückt- Interessenkonflikt des Herrn Lauterbachs?
    Die desaströse Beratungstätigkeit des Herrn Lauterbach wurde nie in den Medien publiziert.
    Mich wundert, dass die Verbindung des Herrn Lauterbachs zu den Rhön Klinken (Ein Schelm, wer denkt – damit wurde mehr Geld verdient) nie in die Öffentlichkeit gebracht wurde.
    Aber evtl. liegt es ja daran, weil er der „Gesundheitsreform Flüsterer“ der damaligen Gesundheitsministerin war oder ganz bestimmt, weil es für den Patienten alles besser wurde. (Ich hoffe der Gehirnschmalz reicht aus für Ironie)
    Für so eine Berichterstattung muss ich gezwungener Massen Rundfunkgebühren bezahlen, die Öffentlich Rechlichen sollten sich endlich abschaffen, weil hier kein differentzierter Journalismus betrieben wird.
    Es geht heute nicht mehr um die Wahrheit, nur noch um eine oder mehrere Meldung.

    Schämt euch!!!

    Die Physiotherapeuten leisten gute Arbeit und versuchen darauf zu drängen endlich entsprechend bezahlt zu werden.

  89. Um es kurz zu machen, die Medien sollten darauf verzichten, die Bevölkerungsgruppe der Versicherten weiter suggestiv beeinflussen zu wollen, zu deutlich sind die Probleme im Gesundheitswesen wahrzunehmen, die Patienten haben Redebedarf, in den physiotherapeutischen Praxen wird die grösstmöglichste Aufklärung betrieben ( zwangsläufig), Ärzteverhalten – Regressängste- werden erklärt usw…..Therapeutennotstand….Wartezeiten….alles altbekannt, somit macht sich jeder Beitrag automatisch lächerlich, der konstruktive Handlungsansätze herabwürdigt. Die Argumente der Bereicherungsversuche glaubt der Versicherte schon deshalb nicht, weil er Heilmittelerbringer selbstständig darauf hinweist, das 12 Stunden- Arbeitstage auf Dauer nicht umsetzbar sind, und trotz dieser Leistung die Miete für den Gewerbemietvertrag kaum erbracht werden kann. Was in der Konsequenz heißt, das man längere Anfahrtswege in Kauf nehmen muss, da die Praxis in kostengünstigere Gegenden umziehen muss, falls sie sich weiterhin das eigene und das Familienleben kaputtmachen möchte… Also, ihr könnt euch die Mühe der Manipulationsversuche wahrlich schenken, die Zeit der Augenwischerei ist vorbei, die Wahrheit ist leider zu offensichtlich geworden!

  90. Sie haben in ihrem Beitrag vergessen darauf hinzuweisen: Wenn keine finanziellen Verbesserungen eintreten, könnten viele Praxen wegen Reichtum schließen und nur noch Privatpatienten behandeln. Da auch Journalisten freischaffende Künstler sind, haben sie sicherlich auch das nötige Kleingeld, um sich in manchen Fällen jahrelang, privat behandeln zu lassen.

  91. Vielen Dank, für diese großartige Recherche und den Bericht! Geldgierige Bande, diese Physiotherapeuten! Und so was von unverschämt. Jetzt machen die auch noch milliardenschwere Lobbyisten klar. Die Ausgaben der GKV sind ja auf über 180 Milliarden Euro geklettert, weil die gierigen Physotherapeuten allein den Umsatz an verordneten Medikamenten jetzt auf 40 Milliarden Euro gesteigert haben. Und diese Bande lässt auch noch UFO´s über Deutschland fliegen. Den Bandscheibenvorfall z.B.! Da wird die Zahnpastatube gedrückt und diese dämlichen Physiotherapeuten haben beim dritten Versuch die Zahnpasta abzuschneiden immer noch keinen Erfolg ( 80% unnötige Bandscheibenoperationen hat die AOK Nordrhein-Westfahlen geschätzt). Von den Knietoiletten ( ist da etwa „Sch….“ drin), den gelenkersetzenden OP´s und den vielfachen Möglichkeiten einen Menschen zu verstümmeln, ihn durch Langzeitkrankheit in die Arbeitslosigkeit, und nach fehlgeschlagenem Versuch in die Frührente zu kommen, in Hartz4 zu entsorgen mal abgesehen. Auf keinen Fall darf die Diagnostik und seine schärfste Waffe, das MRT, milllionenteuer und macht saugeile Foto´s die keiner versteht, in unberufene Hände fallen. Die BEK berichtete in ihrem Gesundheitsreport, das jeder niedergelassene Kassenarzt im Durchschnitt 45 Patienten pro Tag versorgt. Bei ca 150.000 Kassenärzten sind das etwa 6,7 Millionen Menschen pro Tag. Also waren ca. alle 2 Wochen alle Einwohner Deutschlands beim Arzt. Liebe Redaktion, fühlen Sie sich wirklich gesund. Sind Sie so verantwortungslos und machen keine Vorsorge? Münchner sollten doch mal eine münchner Zeitung lesen. Die SZ zum Beispiel. [Hier hat die Redaktion einen Link entfernt, vgl. Kommentarrichtlinien] . Eindeutig, liebe Redaktion, lesen bildet. Echt!
    Und wie das mit dem Journalismus geht hat uns doch der Haffenloher mit Baby Schimmerlos in Kir Royal vorgeführt.
    Vielleicht titeln Sie demnächst „Physiotherapie? – echt doof!“
    Liebe Grüße!

  92. ENDLICH!
    Endlich traut sich mal jemand, die skrupelosen, ich möchte fast sagen menschenverachtenden Machenschaften der Physiolobby (oder besser: -mafia) in das Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Hier sind quasi Parallelwelten ohne jede demokratische Kontrolle entstanden. Ohne Rücksicht und ohne jede gesellschaftliche Verantwortung geht es der Physiolobby nur darum, ein paar Superreiche noch reicher zu machen, auf Kosten unser aller Gesundheit! Wie oft wurde jedem von uns in der Vergangenheit sinnlose, meist schmerzhafte und mitunter sogar schädliche Physiotherapie vom Arzt quasi aufgenötigt. Wie oft hätte es eine einfache Op, schmerzfrei unter Vollnarkose, auch getan? Aber nein, der feine Herr/Frau Therapeut(in) hat doch den Arzt in der Hand, dieser kann doch gar nicht anders, als immer weiter und immer mehr Therapie zu verordnen. Und das soll jetzt auch noch besser bezahlt werden. NOCH BESSER!
    Dieser schamlosen Selbstbereicherung muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden!
    Danke Report München für den Mut, unbequeme Wahrheiten deutlich auszusprechen. Ich befürchte nur, gegen diese einflussreiche Lobby, die bereits den gesamten Politikbetrieb durchsetzt, um nicht zu sagen zersetzt hat, sind auch Sie machtlos.
    P.S.: Sind nach dem 9.11. die verordneten Physiotherapien nicht sprunghaft in die Höhe geschnellt? Report München-übernehmen Sie!

  93. Ich glaube fast, dass Ihr Journalisten- und Redaktions-Team mit Physiotherapie schlechte Erfahrungen gemacht hat, sonst würden Sie nocht so unqualifiziert und einseitig recherchieren und einen Berufsstand innerhalb kurzer Zeit zweimal öffentlich diffamieren. Ist es Ihre alleinige Aufgabe „Sensations-Journalismus“ zu betreiben?
    Die vielen Zuschriften im Blog sollten Ihnen eigentlich zu denken geben!
    Wir sind dankbar, dass endlich einer wie Hr. Dr. Kühne sich für unsere miserable Berufsstands-Struktur einsetzt und Sie werfen ihm öffentlich Lobbyismus vor. Er kennt als Physiotherapeut unsere existentiellen Probleme und die Probleme der Patienten und versucht uns zum ersten Mal im Bundestag Gehör zu verschaffen.
    Wann haben sie endlich den Anstand und die Courage sich objektiv über die Situation des Berufsstands „Physiotherapie“ zu informieren und über die sich seit Jahren zuspitzende Verschlechterung öffentlich Stellung zu nehmen und in ein der Wahrheit entsprechendes Licht zu rücken.
    Bitte nehmen Sie sich folgende Themen vor:
    1. stark rückläufige Ausbildungszahlen in der Physiotherapie
    – zu hohe finanzielle Ausbildungs-Kosten,
    – keine Zukunfsperspektive in diesem Beruf,
    – Gehälter zu gering – eine Familie kann kaum damit ernährt werden
    ca. 24000.- Bruttoeinkommen/Jahr
    – in der Zukunft Mangel an Therapeuten
    2. Einkommensituation der Physiotherapeuten
    – zweitschlechtbezahltester Beruf im Gesundheitswesen
    3. Verordnungsverhalten der Ärzte
    – Budgetierung – häufig keine ausreichende Versorgung mit
    PT-Verordnungen der Patienten gewährleistet
    – Eagle-Leistungen haben Vorrang
    – Ärzte benützen zur Diagnosestellung meist nur bildgebende
    Untersuchungsverfahren = hohe Kosten ohne therapeutischen Effekt
    – anstatt Verordnung von Physiotherapie – Krankenhauseinweisung
    – Umgehung der Budgetierung – Verordnung von Rehasport –
    Gruppenbehandlung anstatt qualifizierte Einzelbehandlung
    – zu häufige OP`s (Zunahme von Bandscheiben-OP, künstl. Gelenkersatz)
    – mangelnde Kenntnis von physiotherapeutischen Maßnahmen z.B.
    Massage bei arthrogenen Problemen etc.
    4. Vergütung durch die Krankenkasse
    – schlechte Bezahlung der Leistungen für Physiotherapie
    KG 15.-€ /20 Min Behandlungzeit = Stundenlohn von ca. 45.- €, bei
    3 Beh./Std. wovon alle Praxiskosten (Miete, Rezeptionskraft, NK,
    Versicherungen etc. abgezogen werden müssen!
    – enormer Bürokratismus teils mit kompletter Absetzungen von
    durchgeführten Leistungen bei Rezeptüberprüfungsfehlern
    5. Wertigkeit und Bedarf der Physiotherapie aus Sicht des Patienten
    – Verbesserung und Linderung seiner Beschwerdesituation
    – Wiederherstellung seiner Gesundheit
    – Verbesserung des Körperbewußseins
    – Reduzierung von Medikamenten
    – Therapie vor OP
    – Erhalt der Arbeitsfähigkeit (Reduktion von Arbeitsunfähigkeit)
    – Erhalt der Selbständigkeit etc.
    6. Weiterbildungsdrang der Physiotherapeuten zur Verbesserung
    seines Wissens und Könnens ohne finanzielle Anreize
    Zusammenfassend möchte ich Sie sagen, dass qualifizierte Physiotherapie zu einer Kostensenkung im Gesundheitssystem führen kann und wird. Es wäre super, wenn Sie unser Forderung für den Direktzugang (auch vor der Ärzteschaft) mit einer Verbesserung unserer Gehalts bzw. Einkommensitutation aufgreiffen könnten. Vielleicht schaffen Sie es mit einer dritten Sendung uns endlich zu helfen und die Notwendigkeit unseren Berufsstandes ins richtige Licht zu rücken. Unser Hauptziel in der Therapie ist es, unseren Patienten zu helfen.

  94. Sehr geehrte Report München Redaktion,

    Dass sich ein Physiotherapeut für die Belange der Physiotherapeuten einsetzt, hat mehrere Gründe: erstens kennt er die Problematik aus eigener Anschauung. Zweitens hat sich leider bislang nie ein Nicht-Physiotherapeut eingesetzt. Es gäbe schon Bundestagsabgeordnete, die sich berufen fühlen könnten – etwa Menschen, die selbst Behandlung brauchen (wie wär’s zum Beispiel mit offenkundig behandlungsbedürftigen Menschen wie Herrn Schäuble?), oder vielleicht sogar Ärzte. Nur ist das eben nie passiert. Soll nun der Physiotherapeut Kühne sich um die Belange aller anderen kümmern, nicht aber um die seiner darbenden Berufskollegen? Warum eigentlich? Er hat ein Positionspapier initiiert – das ist noch lange kein Gesetz. In diesem Papier sind eine Reihe sehr drängender Probleme thematisiert und Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen worden. Fein! Und nun an die Arbeit, all Ihr anderen Abgeordneten!
    Lobbyismus? Ist doch nichts schlechtes dran, wenn klar ist, wer warum wofür plädiert. Und das ist hier der Fall – im Gegensatz zu vielen vielen anderen Gesetzgebungsverfahren, bei denen die dahinter stehenden Interessen planmäßig verborgen werden.
    Ich würde gern mal eine Report-Sendung sehen, in der es um ein Thema geht, von dem ich was verstehe – und bei der ich nacher schlauer bin als vorher und nicht nur frustriert über die schlechte Recherche.

  95. Auch nach Monate noch ist es mir heute wichtig, eine Gegenposition zu dieser Sendung einzunehmen.

    Was hat Report München von dieser Berichterstattung? Und das zweite Mal in dieser diffamierenden Qualität?

    Krankenkassen haben mit ersten Modellversuchen bewiesen, dass der Direktzugang finanzielle und personelle Ressourcen spart und die Patientenversorgung verbessert. Warum weiß das die Redaktion nicht?
    In Anbetracht von einem eklatanten Hausärztemangel, könnte das ein wichtiger Weg sein, wenn Physiotherapeuten Pat. nach einem Screeing/Befundverfahren eigenverantwortlich behandeln können. Wie häufig sitzen Pat. stundenlang in einem Wartezimmer, um dann ein Rezept mit einer vollkommen unspezifsichen Diagnose zu bekommen und dann natürlich: die gute PhysiotherapeutIn, noch mal eine spezifischen Befund macht.
    Die Physiotherapie hat sich in den letzten Jahren massiv weiterentwickelt und wird dies leisten können. Unsere Fortbildungsbereitschaft ist schon immer extrem hoch, so können wir diesen Anforderungen gerecht werden. Die Hürden für den first contact sind noch nicht definiert und dann werden sie hoch genug sein und das ist im Sinne der Patientensicherheit auch gut so.
    Aber uns als Preistreiber darzustellen ist eine extreme Ungerechtigkeit. Wir bewirken Gesundheitsverbesserung, am Ende Reduktion von Kosten, die sonst durch körperliche/seelische Beeinträchtigungen entstehen würden. (Pflegekosten, Arbeitsunfähigkeitskosten, Hilfsmittelkosten).
    Alle Erzieher bekommen derzeit ein gesellschaftliches Verständnis, ist auch richtig so.
    Aber warum wollen Sie die gesellschaftliche Akzeptanz, die wir uns durch zufriedene Patienten und wertschätzende Ärzte erarbeitet haben zerstören. Was haben Sie persönlich oder Ihre Redaktion davon?

    Dass Herr Kühne als legitimierter Politiker des Bundestages auch auf Mißstände aufmerksam macht, die er selbst gut kennt ist doch nur gut, auf wen sollen wir denn warten.
    Schlimm, wenn er es nicht täte. Der Gesundheitsausschuß hätte es ja schon seit Jahren merken können. Die waren sicher immer froh, dass wir immer so leise und fleissig sind.

    Und warum sollen für Herrn Kühne andere Gesetze gelten, als für Andere Bundestagsabgeordnete. Wieviele Juristen arbeiten als Juristen und im Bundestag?
    Es ist mir zu „billig“ Ihnen in der Redaktion eine Erkrankung zu wünschen, die eine physiotherapeutische Behandlung mit sich bringt. Und es gibt nur wenige, die keine Verbesserung durch Physiotherapie erreiche würde. Die Datenlage für die Wirksamkeit von Physiotherapie ist bei viele Erkrankungen gut bewiesen.
    Aber vielleicht würden Sie dann sensibler mit dem Thema umgehen? Das haben wir wirklich verdient. Und ich erwarte, dass Sie diesen Blog auch lesen und Gegendarstellungen herstellen!!!

  96. Wie bescheuert dieser Beitrag ist 🙁 was soll denn die Frage ob der Physiotherapeut von seinem eigenen Positionspapier profitiert -natürlich profitiert er, denn er ist Physiotherapeut so wie die, für die er kämpft!!!

    Und wie dumm der Kommentar über die ‚Grundregeln der Mathematik‘, wenn Physios endlich die Diagnose stellen dürfen, dann gehen die Honorare eben nicht an die Ärzte. Und überhaupt, warum sollen nur Ärzte Diagnosen stellen dürfen im Gesundheitswesen, wenn sich Physios viel besser auskennen.

    Mir riecht das nach negativ Lobby gegen Physiotherapeuten, die endlich den Mund aufmachen. Schlechter Journalismus. Noch schlechteres Gesundheitswesen ‚kompliziert‘ ja, das ist das einzig wahre an der Sache.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


<b>Spamschutz: geben Sie die fehlende Ziffer ein.</b> *