Jobkiller oder Zukunftsvision? Riesenstreit um den Elektromotor

Das Elektroauto gilt als das Fahrzeug der Zukunft: emissionsfrei, lautlos, antriebsstark. Doch es hat eine Schattenseite: Ein Elektromotor ist weit weniger komplex als ein Verbrennungsmotor. Experten gehen davon aus, dass zigtausende Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie durch die Umstellung gefährdet sind. Mehr

 

 

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  1. Der Verbrennungsmotor ist seit 50 Jahren veraltet. Über 600 Teile für einen Hubkolbenmotor der nur 36% Effizenz hat. Das bedeutet: Von 100 Liter Benzin werden nur 36% in Leistung umgesetzt. Der Rest wird als Wärme und Reibungsverlust verschwendet. Ich bin KFZ Mechaniker seit 30 Jahren und selbst ICH bin für den Elektromotor. Ihr seit alle ewig gestrige ihr Pfeiffen. Dobprint ist ein Spinner und kricht der Autoindustrie in den Anus.

  2. Hallo, das darf doch jetzt nicht wahr sein. Da verschlafen die deutschen Automobilmanager und Verkehrsminister seit 10 Jahren die Zukunft und jetzt sind die Grünen daran Schuld. Die Welt ändert sich und wer das nicht versteht der wird von der Zukunft bestraft. Ja wir brauchen weniger Arbeit für eine Elektroauto, die Lösung kann aber nicht sein, dass wir in der alten Technik verharren. Was machen wir eigentlich wenn Elektroautos dann 40000 h halten statt wie die heutigen 5000 h – machen wir die dann nach 5000 h kaputt, weil sich ja nichts ändern darf?
    Ihr Bericht ist einfach schlecht, sie sollten sich mehr Mühe geben.

  3. In der Diskussion über das Elektroauto herrscht noch immer die Meinung vor: „der Strom kommt aus der Steckdose“.
    Wenn man bedenkt, dass ca 1/3 des Energiebedarfs von Deutschland in den Transport Sektor geht vermisse ich die Diskussion über die Frage woher dennder Strom fürs Elektroauto kommt. Das heisst:
    – riesige Erweiterung der Stromnetze – man sieht ja wie schwer sich das heute schon darstellt
    – riesiger Bedarf an Stromspeichern, da ja die Sonne tagsüber scheint wo die Autos am Arbeitsplatz und nicht zuhause stehen
    -riesiger Bedarf an Stromtankstellen,da ja der Auftankvorgang nicht in 10mi erledigt ist.
    Diese Fragestellungen sind meiner Meinung nach zuvorderst zu lösen bevor wir über die Arbeitsplätze der Motorenfertigung diskutiern müssen.

  4. und Ich habe mich dann für ein hybridauto entschieden aber vorsichtshalber bei meiner Versicherung in der Hoffnung einen günstigeren Vertrag zu bekommen angefragt und bin nach Erhalt der Nachricht fast vom Stuhl gefallen. Statt für den bisherigen fast baugleichen Benziner soll ich fast den doppelten Versicherungsbetrag bezahlen für das Hybrid Auto.

  5. Ein E-Auto – nein danke !
    Haben wir schon mal überlegt, was eine Batterie für ein E-Auto kosten würde, wenn ein Ersatz durchgeführt werden muss.
    Dann schon lieber einen Plug In Hybrid, der den E-Motor bei Bedarf ersetzen kann.
    Fahren sie mal mit einem E-Auto in Urlaub oder eine längere Strecke, da ist eine längere Pause vorprogrammiert, falls sie eine Stromtankstelle finden..
    Also, die Zukunft liegt beim Wasserstoffmotor, der den Radius anbietet der als flexibel bezeichnet werden kann.

    Die spitze Feder

    • Die Wasserstoff / Brennstoffzelle bietet die möglichkeit auch ohne „Stromsteckdose in den Urlaub zu düsen, es braucht nur eine Wasserstofftankstelle, die aber nicht Flächendeckend ausgebaut sind, dank der Schlafmützen in der Regierung.

    • Einfach mal rechnen. Tesla und Toyota werden die E-Autos ab 2022 in der Golfklasse für 35.000 Euro anbieten. Der VW Golf kostet 24.000 Euro mit gleicher Ausstattung. Die Batterie hat eine Garantie für 10 Jahre laut Tesla. Die E-Autos haben kaum Wartungskosten und keine Benzinkosten und kaum Steuern. Sie fahren einmal im Jahr (vielleicht zweimal) mit dem Auto in den Urlaub. Dafür mieten Sie sich einen Verbrenner Preis pro Tag 50 Euro. Wertverlust beim Verbrenner ist laut Studien 3 x höher als beim E-Auto.
      Wieso sollte man sich dann einen Verbrenner zulegen?

      Zum Wasserstoff: Vergessen Sie die Brennstoffzelle für Autos, diese ist nicht Leistungsfähig gegenüber einem E-Motor und das Problem des Wasserstofftanks und die Gefahr der Explosion ist ebenfalls noch nicht ansatzweise unter Kontrolle.
      Wo ich sehr wohl für bin sind Brennstoffzellen im Haus. Strom- und Wärme in Eigenproduktion und die Effizenz extrem hoch.

  6. Ein silicon valley wird sich in Deutschland nie durchsetzen können. Das einzige was Deutschland kann ist jammern!
    Wir brauchen Verantwortungsträger am Koof der Politik die nicht nach dem Mund der Lobbyisten reden und Veränderungen herbeiwiirken, so wie es jeder gute Unternehmer tut damit seine Firma am Markt weiter existieren kann.
    Erst verpennt Deitschland hochnäsig den Change und dann jammert das Land auf höchsten Niveau.
    …… unfassbar!

  7. Sehr geehrte Damen und Herren,
    gerade habe ich den Beitrag über den Umstieg vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor gesehen.

    Vor ca. 20 Jahren hat sich in der Telekommunikation ein ähnliches Szenario abgespielt, ohne dass es große Aufmerksamkeit, wegen dem Wegfall von zehntausend en Arbeitsplätzen in der Bevölkerung gegeben hätte. Damals wurden die Vorteile angepriesen, wie automatischer Rückruf, die Anzeige der Rufnummer, ec.
    Bis dahin hat es in Deutschland bei der Telekom rund acht tausend Vermittlungsstellen mit analoger Relais Technik gegeben, die von vielen tausend Mitarbeitern gewartet und betrieben wurden.
    Wo früher Wählersähle in der Größe von halben Fussballfeldern mit dieser Technik waren, sind heute nur noch ein paar Reihen Server – Schränke. Menschen kommen da nur sehr selten hin!

    Zulieferer, wie Siemens, SEL, oder T&N waren mit vielen zehntausend Mitarbeitern für die Herstellung und Erweiterungen dieser Anlagen tätig.

    Auch in der Rundfunk und Fernsehsender Technik hat sich mit dem Umstieg auf die Digitaltechnik ähnliches abgespielt. Wo früher Techniker rund um die Uhr an großen Sender Standorten vor Ort waren, wird heute alles von Servicecetern betrieben.

    Bei unseren Autobauern kommt es mir so vor, als ob diese nach wie vor mit Feile und Drehmaschine ihre Produkte herstellen wollen, die CNC- Maschine verleugnen, und dann total überrascht sind, wenn andere ihre Teile mit einem 3D-Drucker herstellen.

    Hatten uns die Stromversorger nicht auch schon mal erzählt, das Solarstrom und Windstrom nie funktionieren würde und nur Atomstrom zukunftssicher sei?
    Diese Stromversorger hatten auch mit aller Gewalt und polemischer Angst mache den Umstieg auf erneuerbare Energien zu verhindern versucht und hinken nun mit ihren Techniken Jahre hinter der Realität hinterher.

    Verpasst Deutschland auch bei der Elektromobilitätmal wieder den richtigen Umsteigepunkt?

    Die Deutsche Post und Ariva bauen sich schon eigene Elektrofahrzeuge, weil VW, Mercedes, ec. keine lukrativen Angebote haben!
    Wie kann das sein!?
    Die Ingenieure sind wahrscheinlich total überlastet mit dem Ausbaldowern von Schummelsoftware, um die Kunden mit unrealistischen Abgaswerten zum Kauf von alter Technik zu verleiten.
    Hauptsache diese Manager und Aufsichtsräte bekommen ihre Bonis!

  8. Da sollten wir doch, um Arbeitsplätze zu erhalten, unsere Lebensgrundlage in die Tonne treten – ist das die Lösung? Ja, die Jungs an der Spitze von Baden-Würtemberg, Niedersachsen und Bayern machen sich zusammen mit den entsprechenden Managern der betroffenen Betriebe jetzt Sorgen, dafür hat in den letzten Jahren der shareholder value gestimmt. Und bis es dann in unseren Exportländern China / USA / Russland z.B. so weit ist, dass es dort auch nur noch Elektroautos gibt, können wir noch viel Geld verdienen. Hier im Lande schlage ich vor, zur Aufrechterhaltung der „Inneren Sicherheit“ Umschulungsprogramme vom KfZ-Bauer zum Polizisten aufzulegen (kann Andrea Nahles‘ Ministerium bezahlen), und Herr Dobrint wird Ehrenbürger Europas, weil er sich so lange für unsere tollen Drecksschleudern stark gemacht hat. Die alte Idee von der Teilhabe eines Volkes an der gestiegenen Produktivität scheint ganz aus der Mode geraten sein, sonst hätten wir längst ein bedingungsloses Grundeinkommen und würden uns Gedanken darüber machen, wie wir die immer älter werdende Bevölkerung angemessen und würdevoll alt werden lassen. Ein schräger Bericht ohne kreative Vorschläge, schade!

  9. Danke für diesen Beitrag. Ich sehe auch diese Problematik E-Auto – Jobkiller. Aber da ist noch ein weiterer Gesichtspunkt, der mir Gedanken macht.
    E-Auto ist auf den ersten Blick sicherlich umweltfreundlich und „Grünen-gerecht“ aber wie so oft nicht zu Ende gedacht. Bei der Herstellung fängt es an. Im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren fallen bei der Produktion von Elektroautos 60 Prozent mehr CO₂-Emissionen an. Das ergibt eine Studie, die das Fraunhofer-Institut für Bauphysik im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums verfasst hat.
    Was mir aber auch sehr zu schaffen macht, wie wird der Bundeshaushalt die mit dem E-Auto verlorengehenden Steuereinahmen aus der Mineralölsteuer beschaffen. Immerhin waren das in 2016 ca. 42 Milliarden € . Da unsere Politiker nicht vorrausdenkend sondern sehr pramatisch werden diese sich beim Stromverbraucher bedienen. Wenn ich lese, dass die Steuereinnahmen aus der Stromsteuer im letzten Jahr 6,6 Milliarden € waren, dann bedeutet das, zukünftig muss sich die Einnahme aus der Stromsteuer über das 6-fache erhöhen. Natürlich bezahlt das auch der Privatkunde ob er Auto fährt oder nicht.
    Werte Report München Redaktion. Da mir bis heute zu dieser Thematik noch keine Stellungsnahme bekannt ist, sie (Redaktion) sicherlich diesen Zusammenhang sehen, wäre ich ihnen dankbar wenn sie mir hierzu Stellung nehmen würden.
    Hans Bubel

    • Siehe mein Beitrag oben vom 27.Juni.
      Es genügt nicht die Produktionskosten alleine zu betrachten, die CO2 Bilanz im Betrieb dominiert letztendlich.
      Können wir denn bei einem Aufschwung des Elektroautos in einem derart intensiven Zweig unseres Energieverbrauchs (ca.1/3 unseres Gesamtenergiebedarfs) wirklich ohne Zubau konventioneller Stromerzeugung auskommen um eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten und über den ganzen Tag sicherzustellen? Das Ökologische Image des E Antriebs kann dann schnell dahin sein in unserer Gesamtenergiebilanz.
      Manches ist nur auf den ersten Blick CO2 neutral.

    • Das ist ein wahres Wort Herr Bubel, die Bundesregierung wird auf eine Erhöhung der Strompreise bei Bedarf bestehen.
      Was passiert denn dann ?
      Wieder wird der Autofahrer geschröpft, obwohl Alternativen bestehen würden.
      Aber das ist eben der einfachste Weg um die Autoindustrie zu schonen.

      Die spitze Feder

  10. Der Bericht, der im wesentlichen die korrketen Fakten darlegte, hat die Redaktion jedoch vergessen, dass die deutschen Autobauer aber gar keine andere Wahl haben, als so schnell als möglich E-Autos zu bauen und an den Markt zu bringen. Warum? Ganz einfach, die ausländischen Mitbewerber (Tesla, Toyota vor allem) sind den deutschen Autobauer jetzt schon um 10-15 Jahre in der Entwicklung voraus. Tesla wird im Jahr 2022 das erste Voll- E- Auto der Golfklasse für 35.000 Euro auf den Markt bringen (Ausverkauft bis zum Jahr 2027 jetzt schon). Das Auto hat sich sofort refinanziert für den Besitzer, weil Wartungs- und Inspektionskosten, Brennstoffkosten fast null sind und die Steuer ebenfalls günstiger ist. Wer wird dann noch Verbrennungstechnik kaufen, als Privatperson?
    Darum stellt sich die Frage gar nicht mehr, ob es zu Massenentlassungen bei der deutschen Auto-und Zulieferindustrie kommt und ob man diese noch Steuern oder rauszögern kann. Nein, dass kann die Politik und die Industrie nicht mehr. Darum verstehe ich immer noch nicht warum VW, BMW, Mercedes, Porsche usw. überhaupt noch Geld in die Weiterentwicklung von Verbrennungstechnik geben (VW 2/3 des Innovationsbudgets). Dieser Aspekt fehlte mir komplett im Beitrag.

  11. Lieber Herr Bubel,
    die Herstellung eines Motorblocks und deren geamten Teilen bestehen aus Gußmetall und div. Legierungen. Um Metall zu schmelzen und in Formen zu gießen bedarf es sehr hoher Energiemengen.Ich betweifle sehr das dieser BWL Spinner am Institut richtige Zahlen vorliegen hatte.
    Es bedarf wentenlich weniger Energie ein Gehäuse für einen Elektromotor zu fertigen, alleine die Herstellung des Lackdrahtes für die Wicklungen der Anker sind wesentlich effizienter in der Herstellung. Das Fahrzeug selber benötigt den selben Aufwand als ein Verbrenner, die Presswerkzeuge und das Walzen der Bleche sind die selben Schritte. Wer ein einfaches E Auto in der Form eines alten BMW Isetta möchte, der kommt sogar sehr Billig weg. Es gab in den 50 iger Jahren schon 3 Liter Wagen (Isetta und Co.) Selbst der alte Fiat 500 verbrauchte nur knappe 4 Liter. Die größe war eher bescheiden, den heute wollen alle SUV mit 20 Liter Verbrauch fahren und die Brötchen holt man heute mit dem Vorzeige Q7 oder dem Poesche SUV der bei Vollgas über 40Liter Sprit rausbläst. Alles Schwarzbebrillte Spißbürger und Vollpfosten die meinen Öko fängt bei der FSC Zertifizierten TETRA Verpackun an und hört beim Gütesiegel für Ökologisch gefangen Fisch auf. Wo ist ein Tetrapack Umweltfreundlich? Alles Lügen um die Spißbürger mit der Trendigen Brille und dem neuen Ökologisch produzierten Smartphone zu beruhigen. Bis neulich… Hans Haberl

    • Hallo Hr Haberl.
      Danke für ihre Meinung. Wenn ich von CO₂-Emissionen rede, soll das nicht oberflächlich betrachtet werden. Ich möchte dazu nur 2 Beispiele zu E-Auto einbringen.
      Das ist zum ersten der Gleichstrommotor. Zum Betreiben eines solchen braucht man starke Magnetfelder, dazu benötigt man man Neodym-Eisen-Bor Dauermagnete. Neodym (seltene Erden) Abbau und Aufbereitung sind umweltschädlich wegen den radioaktiven Abfallprodukten.
      Die Leichtmetallkarosserie: Aluminiumgewinnung aus Bauxiterz ist sehr energie-intensiv. Weiterhin fallen beim schmelzen neben Alu auch Schwermetalle und ein mit Natronlauge versetzter Rotschlamm an (Entsorgung)
      Zu allem Übel befinden sich die grossen Bauxitreserven in unseren tropischen Regenwäldern (Lunge der Erde). Die Vergangenheit lehrt mich, wie Rohstoffe abgebaut werden. Zurück bleibt Kaos.
      Gerne hätte ich aber auch ihre Meinung zu Ausgleich der Mineralölsteuer gehört.
      bis bald Hans Bubel

  12. Fragen wir doch mal den Verkauf im Vertrieb der Autoindustrie, was eine Batterie nach 5-6 Jahren im “ Plug in Hybrid “ kostet ?
    Je nach Pkw zwischen 6000,– – u. 12000,– Euro !
    Verkaufen sie mal einen Pkw nach 4-5 Jahren, wenn die Batterie nach einiger Zeit ersetzt werden muß ?
    Also da reichen keine 4000.– bzw. 3000.– Euro bei E-Mobiles oder Plug in Hybride an staatlicher Subvention aus.
    Also abwarten bis nach den Wahlen, keine Partei wird sich ihre Wähler vergraulen.

  13. Also ich bin echt geschockt wie Rückständig der BMW Betriebsrat denkt … sucht Zukunftskonzepte un blockt nicht einfach ab ! So würden wir noch mit dem Eselskarren fahren als jeder das erste Auto verteufelt hat !

    VG
    Manfred

  14. Mein Onkel ist in dieser Branche tätig. Leider ist ihm auch noch nicht klar, ob die Gasmotoren oder tatsächlich die Elektromotoren besser für die zukünftigen Arbeitsstellen geeignet wären.

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