Wie muss es aussehen, das Fernsehformat der Zukunft? Das wollen wir in diesem Blog mit Euch herausfinden. Wir, das sind eine Reihe TV- aber auch Web-Spezialisten, die mit mir das Konzept für ein neues Programmangebot erarbeitet haben. Ein Konzept, das wir nicht verstecken, sondern ganz offen mit Euch diskutieren wollen. Ziel ist die Produktion eines Piloten.
Die Rundshow ist keine Fernsehsendung sondern eine Plattform. Sie bricht mit der Idee, dass ein Programm zu einer bestimmten Sendezeit beginnt und nach einer vorgegebenen Zeit wieder zu Ende ist. Sie ist rund um die Uhr erreichbar. Schon lange vor der allabendlichen Live-Show wird im Web diskutiert. Zuspieler werden bereits über den Tag hinweg gepostet, und damit die Diskussion angeheizt. Die Reaktionen werden eingefangen und moderiert. Dabei werden auch die Themen nicht allein von der Redaktion vorgegeben, sondern genauso von den Usern. Zum jew. Aufreger des Tages laden wir dann einen Studio-Gast für die Live-Show ein.

Über eine App für iPhone- und Android-Smartphones können die Fernsehzuschauer während der TV-Show auch ohne Computer an Abstimmungen teilnehmen, Kommentare abgeben, applaudieren oder Buh!-rufen (mehr dazu weiter unten).

Keine Sendezeiten
Die allabendliche Live-Show (ca. 30 Minuten) lässt sich auf unterschiedliche Arten verfolgen: klassisch am Fernsehbildschirm, als Livestream weltweit über Facebook, zeitversetzt bei iTunes und bei YouTube, sowie in Auszügen in privaten Blogs.
Keine Ausgrenzung
Die Rundshow ist ein Programmangebot sowohl für passive Fernsehzuschauer, als auch für aktive Onliner – und alles, was dazwischen liegt. Sie ist Anlaufpunkt für Menschen, die sich für Nachrichten interessieren, sich darüber hinaus aber auch über Themen austauschen, die jenseits der klassischen Medien im Netz diskutiert werden. Vorrangiges Ziel des Programmes ist nicht die Einschaltquote, sondern der Aufbau einer breitgefächerten Community.
Der Titel
Der Titel ist eine Hommage an die Rundschau, der Nachrichtensendung des Bayerischen Rundfunks, für die ich seit 10 Jahren vor der Kamera stehe. Mit dem Titel möchte ich zum Ausdruck bringen, dass das Format nicht etwa den Bruch mit den klassischen Fernsehformaten sucht, sondern die Stärken der „alten“ um die Möglichkeiten der neuen Welt ergänzen soll.
Die Live-Show
Bei der Livesendung handelt es sich um ein Talk-, Erklär-, und Showformat, das die Kulturtechniken des Webs auf die Fernsehwelt überträgt. Dabei sollen die Highlights aus dem Netz Abend für Abend in die ca. 30minütige Live-Show einfließen. In einer Zeit, in der sich viele Programme krampfhaft darum bemühen, interaktive Elemente künstlich in ihr Programm zu integrieren, setzt die Rundshow auf bereits vorhandene Gespräche im Netz auf. Facebook-, Twitter- und Mail-Interaktion sind für die Rundshow so selbstverständlich, dass innerhalb der Live-Sendung auf Mitmach-Aufrufe gänzlich verzichtet werden kann. Die Möglichkeit mitzumachen ergibt und erklärt sich quasi von selbst.
Die Show besteht im Wesentlichen aus 3 Schwerpunkten:
1. Der Talk
Im Mittelpunkt jeder Show steht ein Studiogast, mit dem wir über das Thema des Tages sprechen. Der Gast wird dabei nicht nur vom TV-Moderator, sondern auch mit Fragen und Kommentaren aus dem Netz konfrontiert.
Ein Erklärfilm (‘WikiFacts’) bringt die wichtigsten Eckdaten eines Themas auf den Punkt. WikiFacts soll im Twitter-Stil ein komplexes Thema in 140 Sekunden erklären. Die Länge von 2:20 Minuten reicht aus, um jedes Thema so aufzubereiten, dass danach jeder mitreden und seine Meinung äußern kann.
So könnte ein ‘WikiFacts’-Erklär-Video aussehen (von C.G.P. Grey)
Diese Erklär-Clips summieren sich im Laufe eines Jahres zu einer Video-Enzyklopädie zu unterschiedlichsten gesellschaftlichen Themen, die unter Creative-Commons-Lizenz via YouTube und auf anderen Plattformen (Blogs etc.) benutzt und verbreitet werden darf.
Die Themen
- Jugend außer Rand und Band – die Krawalle in London / Studiogast: Mercedes Bunz
- Goodbye, America! – Ist die Weltmacht am Ende? / Studiogast: U.S. Generalkonsul Conrad Tribble
- Geheimnisverrat der neuen Generation – warum Wikileaks und Openleaks am Ende sind / Studiogast: Daniel Domscheit-Berg oder Markus Beckedahl
- Fragen Sie Google / Studiogast: Google-Sprecher Stefan Keuchel
- Fragen Sie Facebook / Studiogast: Facebook-Sprecherin Tina Kulow

Gäste, die per Skype geschaltet werden, bekommen künstlichen Körper
Unsere Gäste sind nicht die üblichen Verdächtigen, die tagein tagaus durch den deutschen Talkshow-Zirkus wandern, sondern junge Hoffnungsträger aus Politik, Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft, Blogger und Netz-Pioniere, aber gerne auch mal ältere Semester, die mit dem Internet so rein gar nichts anfangen können.
2. Der Rund(show)umschlag
Worüber redet das Netz? Zu aktuellen Themen – jenseits der üblichen Medien-Agenda – sammelt die Rundshow über den Tag hinweg Tweets, Postings, Hashtags, Trending Toppics, Blog-Zitate, Web-Video-Kommentare oder Straßen-O-Töne, um daraus eine 90-Sekunden-MAZ (‚WebCheck’) mit Stimmen, Stimmungen und Meinungen zu produzieren. Nach der Sendung dient dieser Videoclip bei Facebook, Twitter und Co als Gesprächsgrundlage für weitere Diskussionen.
Im Anschluss an das Video wird das Zweier-Gespräch im Studio (Moderator/Gast) um den Netz-Reporter (‘Sidekick’) erweitert, der die Stimme/n der Netz-Gemeinde vertritt.

3. Die Serientäter
In jeder Liveshow wird eine neue Folge einer Pilot-Serie aus dem Rundshow-Labor präsentiert. Damit bietet die Rundshow Woche für Woche eine Fläche für neue Programmideen und Talente aus dem Netz.
Jede Serie besteht aus 4 Einzelfolgen, die von Montag bis Donnerstag eine Fortsetzungsgeschichte bilden. Bei diesen Clips kann es sich um eine Reportage-Reihe eines jungen Journalisten handeln, eine fiktionale Webisode von Filmstudenten oder eine Comedy bekannter YouTube-Personalities.

Bedingung: Die Videos müssen unter Creative-Commons-Gesichtspunkten produziert werden und nach der Sendung frei im Netz verbreitet werden dürfen.
Am Ende der Woche wird über jede Serie abgestimmt und entschieden, ob die Reihe fortgesetzt, vielleicht sogar als eigenständiges Format produziert werden soll.

Und alle so: Yeah!
Zum ersten Mal im deutschen Fernsehen gibt es für eine Fernsehsendung eine eigene Fernbedienung! Mit der App zur Sendung (“Die Macht” für Apple iOS oder Google Android) kann das Publikum von zuhause aus an Abstimmungen teilnehmen und sogar applaudieren oder Buh!-rufen. Vorteil gegenüber Anruf und SMS: Keine zusätzlichen Kosten (Wer kein Smartphone hat, kann auch per E-Mail oder über die Facebook-Seite teilnehmen).
Und ja: Natürlich könnt Ihr uns auch ein Fax schicken
Wer präsentiert die Rundshow? * skizziert von Daniel Fiene
“Richard Gutjahr als Moderator ist eine Marke. Vielleicht steckt der Erstzuschauer Gutjahr direkt in die Marco-Schreyl-Schublade, wird aber schnell eines besseren belehrt: Die Attribute überraschend, neugierig, querdenkend und provozierend ziehen sich durch seine Moderation.
Ein wesentlicher Aspekt von Gutjahr ist eine vorbildlich „Hands-On“-Einstellung. Während andere noch diskutieren, hat er schon längst Hand angelegt und taucht im wahrsten Sinne in ein Thema ein: Er probiert es selbst aus, ist sein eigenes Versuchskaninchen und will genau wissen, worüber er redet. Er reist zu den Orten des Geschehens und hat keine Bedenken Techniken auszuprobieren – auch wenn diese die totale Überwachung bedeuten würden. Über Jahre hat er diese Einstellung in seiner Arbeit als Journalist und in seinem Blog gezeigt.
Auf der anderen Seite kann Gutjahr kein Scheinwerfer zu viel auf ihn gerichtet sein. In diesem Punkt polarisiert er. Die einen werfen ihm Selbstinszenierung vor, die anderen werden selbst zum Gutjahr-Fanboy, wie er selbst sonst nur von Apple Fanboy ist. Einige fragen sich: Startet er eine Aktion um im Mittelpunkt zu stehen oder um eine Geschichte zu erzählen? Vielleicht weiß nicht einmal Richard die Antwort – die ist aber auch nicht nötig, da die von ihm behandelten Themen immer weiter getrieben werden. Seine Diskussionen sind kein Abbild des „journalistischen Einheits-Blas“, sondern führen zu einer etwas anderen (aber immer durchdachten) Herangehensweise an das Thema.
Letzteres wäre auch ein Punkt, mit dem in der Sendung gespielt werden sollte. Zum Beispiel durch die Frage am Ende „Und wie war ich?“ oder einen gespielten Gag zu jedem Start einer Sendung aus der Maske. In diesem Gag ist sich Gutjahr auch nicht zu schade, auch mal selbst das Scherzopfer zu sein.”
Moderiert das Netz: Netzreporter Daniel Fiene
Der Netzreporter
Wenn der TV-Moderator mit seinen Gästen, mit seinen Themen, mit seinen Experimenten und auch mit sich selbst beschäftigt ist, braucht er eine Verbindung in das Netz. Dies würde perfekt durch einen Sidekick gelingen, der die Funktion eines Netzreporters übernimmt. Dann schaut Richard nicht in irgendwelche Bildschirme, sondern in ein Gesicht. Der Netzreporter hat ein Gefühl für die Themen und kann die Show mit einem Buzzer unterbrechen, um wichtige Nutzerkommentare an der richtigen Stelle einfließen zu lassen. Außerdem kann er Richard bremsen oder anfeuern, wenn es angebracht ist.
Das Studio
Für die Set-Deko gibt es 3 Überlegungen:
Vorschlag Eins: Ein modernes Set mit Late- Night-Anmutung. Eventuell könnte man den typischen Schreibtisch und eine Tasse Kaffe weiterentwickeln – in Richtung Kaffeehaus mit Skyline im Hintergrund. Ein Kaffeehaus gilt als kommunikativer Ort; hier treffen sich Leute und diskutieren die aktuelle Agenda, haben aber auch Spaß. Außerdem lassen sich hier auch bestimmte Handlungen/Running-Gags einbauen (Gäste können sich ein Getränk bestellen, ab und zu läuft Sascha Lobo durch das Café, etc.)
Variante Zwei sieht ein Retro-Wohnzimmer im Mad-Men-Style vor, mit Röhren-TV, Wählscheibentelefon und Ringelschnur und Schreibmaschine. Die E-Mails, Facebook-Kommentare und Tweets der Zuschauer würden uns im Studio per Rohrpost erreichen. Ein klarer Kontrast zur Moderation mit eventuell sogar Einfluss auf die Gäste: Vermutlich würden diese in einem etwas „karikierten“ Ambiente tatsächlich nicht ihre Standardantworten abspulen.
Ende August hat Leo Laporte sein 360-Grad-Studio eingeweiht

Setting Drei wäre ein umgebautes Lagerhaus im Garagen-Ambiente. Als Inspiration dient der große Leo Laporte, der vor wenigen Wochen das neue 360-Grad-Sendestudio für seinen Web-TV-Sender TWIT.TV eingeweiht hat. Wir haben Leo in Kalifornien besucht und zur Anregung den folgenden Film mitgebracht:
Wie es weitergeht
Wir haben bereits einige Ideen für Studio- und Web-Aktionen gesammelt, doch immer der Reihe nach. In einem der nächsten Einträge möchte ich das Team vorstellen, damit Ihr wisst, wer schon alles dabei ist. Das und mehr also demnächst auf diesen Seiten.
Wenn Ihr Fragen habt, erreicht Ihr mich direkt hier richard(at)gutjahr.biz

Vielversprechend, neu, spannend!
So würde ich das Konzept bisher beschreiben. Ich finde es besonders genial, dass ihr euch etwas traut. Ihr traut euch nicht nur, etwas Neues und Unprobiertes zu entwickeln und vorzustellen, sondern ihr wagt euch auch, eure Idee umzusetzen!
Ich drücke ganz fest die Daumen und werde als junger Blogger und Medieninteressierter verfolgen, wie es weitergeht und aktiv werden, wo man aktiv werden kann!
Vielversprechend, neu und spannend…
Hallo Julian. Noch sind wir nicht am Ziel. Aber jeder Weg, und sei er noch so lang, beginnt mit dem ersten Schritt! Vielen Dank für Deine aufmunternden Worte!
Hi, ich hab mal ne Frage zur Plattform. Also wie wird übertragen? Über einen eigenen Livestream oder steht da schon ein Sender im Rücken für den ihr das entwickelt, oder sucht ihr zum Beispiel auch auf diesem Wege danach?
@Jannis Ich bin ja freier Mitarbeiter beim BR und würde mich freuen, wenn wir die Sendung dort realisieren könnten. Wir entwickeln das Konzept aber erstmal völlig unabhängig. Schließlich soll es ja ein Programm sein, das aus dem Netz geboren wird und primär dem Publikum gefallen soll, nicht einem Sender.
Bei mir funktioniert der RSS-Feed nicht, da müsste nochmal drübergeschaut werden
@Yannic, Ja wurde mir schon via Twitter gemeldet. Da geht so einiges noch nicht. Ich hab es auf meine To Do Liste gesetzt. Vielen Dank für die Nachricht!
Tolles Konzept! Soetwas fehlt wirklich in der jetzigen deutschen TV-Landschaft. Grade die direkte Zuschauereinbindung durch die App (Sofabequemlichkeit!) bzw. Webseite machen das Ganze für mich interessant.
)
Zum Set: Bevorzugen würde ich das Caféhaus-Ambiente: Modern, klare Linien und den Verzicht auf die Trennung zwischen Moderator und Gast (also nicht Schreibtisch vs. Sessel), sondern Gleichberechtigung zwischen beiden (in Richtung “Inas Nacht”, NDR: alle auf einer Sitzbank). Die Idee des Mad-Men-Set ist verlockend, aber dann könnte sich die direkte Einflussnahme des Zuschauers verlangsamen, oder?
Danke für den Kurzfilm (Studiorundgang) von Leo Laporte, das sieht echt gut aus! (Nur vielleicht zu groß für den Anfang, oder?
Ich werde hier mitlesen & meinen Senf dazugeben, macht weiter! Traut euch!
@Niels Danke für den Input. Ich persönlich wäre ja großer Fan von der Mad Men Retro Nummer – allerdings ist die Coffeehouse-Nummer im wahrsten Sinne zeitloser. Was den Gast betrifft – das hängt natürlich davon ab, welches Set man wählt. Und zu Laporte: Auch Leo hat mal klein (in einem Gartenhäuschen) angefangen
Wenn Dir noch weitere Ideen kommen – jederzeit Willkommen. Jetzt geht’s ja erst so richtig los!
Da bin ich wirklich neugierig, was sich daraus entwickeln wird! Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Glück und werde natürlich auch ein Auge darauf werfen.
Bei den Gästen, die per Skype zugeschaltet werden, musste ich sofort an eine Szene mit Sheldon Cooper in “The Big Bang Theory” denken (http://youtu.be/mP9m8Mkc3f8?t=54s) und hoffe, dass das genauso gut umgesetzt wird
@Sebastian Genial!! Genau so habe ich mir das vorgestellt! #BigBangTheory Danke für den Clip – damit kann ich das gleich viel besser illustrieren!
Das Konzept steht doch schon: Das klingt Klasse! Alle Achtung, dass Ihr Eure Idee so offen ins Netz stellt – würde Steve Jobs ja schon mal nicht tun
Könnte man da vielleicht noch eine weibliche Sicht- und Herangehensweise mit ins Spiel bringen? Sofortmitmachenwill
WOW! Tolle Ideen!
Ich arbeite gerade auch mit einem öfftl. Sender zur Realisierung eines cross-medialen Digital-Native Formats zusammen. Vielleicht wäre hierzu ein Austausch eine gegenseitig befruchtende Sache!
@Philipp Riederle – Klar, sehr sehr gerne! Wo denn? (Ich bin so halb BR)
“Unsere Gäste sind nicht die üblichen Verdächtigen … ab und zu läuft Sascha Lobo durch das Café”
Die Retronummer erinnert zu sehr an den Elektrischen Reporter in Farbe, würde ich nicht machen.
@drikkes Das tolle daran: Sascha läuft durch das Café. Er sagt nix. Das gibt’s NUR bei uns!
Hallo Richard, so als Rundum-Feedback erst mal: Sieht wirklich vielversprechend aus. Der Mix der Inhalte, der verschiedenen Medienzugängen, die Interaktivität. Mir gefällt euer Punkt 2 besonders gut, weil a) interessiert, aber b) krieg ich vieles gar nicht mit, schon mangels Zeit. So ein Kurz-Update “what´s on” – klasse. Aber auch die beiden anderen Szenarien finde ich spannend.
Viel Erfolg jedenfalls jetzt schon mal – sieht so aus, als hättet ihr da jetzt schon einiges an Arbeit reingesteckt.
Als Set gefällt mir die Kontrastierung der Mad Men Vintage-Geschichte mit dem ganz neuen Format besonders gut.
Ich werde jedenfalls gerne immer wieder reinschauen und ggf. den ein oder anderen Kommentar aus Sicht des doch etwas “älteren Semesters” (mit hoher Webaffinität) abgeben
Hallo Carmen. Was die Anspielung auf Dein Alter betrifft: sowas lasse ich nicht gelten. Mein Nachbar ist Ende 60 und ein eBayer und Online-Junkie vor dem Herrn. Wir wollen aufgeschlossene Menschen erreichen, keine werberelevanten Zielgruppen.
Zum Set: Mir gefällt die Mad Men Nummer auch am besten. Aber das ist nur mein rein persönlicher Geschmack. Sollte es tats. einen Piloten geben, werden wir die Frage anhand von ein paar Entwürfen hier im Blog nocheinmal gesondert diskutieren. Ich lasse mich gerne überzeugen. Manchmal jedenfalls.
Cooles Konzept! Klingt wirklich vielversprechend!
Wenn Ihr, so wie ich das verstanden habe, auch dem Nachwuchs eine Plattform stellt, hat das sehr viel Potential. Auch wenn das die Administration vermutlich recht umfangreich werden lässt.
Zum Set: ich würde evtl. keine künstliche Kulisse, sondern was authentischeres wählen. Warum nicht eine legerere Variante der Nacht-Nachrichten direkt aus einer Redaktion heraus? Nehmt das was sonst hinter den Kulissen passiert mit in den Hintergrund (Ton-/Bildregie, etc). Bringt mehr Leben rein und muss ja auch nicht übertrieben sein. Weniger ist mehr und bei einer Latenight-Kulisse denke ICH egal bei welchem Format sofort an Harrald Schmidt,
Liebe Manu – was die Integration der Nachrichten betrifft: soweit sind wir noch nicht. Es ist ja noch gar nicht raus, ob der BR oder sonst ein Sender ein solches Projekt überhaupt stemmen kann und möchte. Die Idee mit einer “Sendung in der Sendung” halte ich aber für gut. Ich werde das auf alle Fälle als Option in die Gespräche mit einbringen. Vielen Dank!
Na das wärde doch endlich mal was. Bin ständig auf der Suche nach interessanten webtv Shows mit Mitspracherecht. Leider fehlt oft die echte Interaktivität so dass man sich fragen muss warum bisher nur Sender wie Viva den Kids die Chance geben sich ihre pubertären Texte per SMS-Abzocke einblenden lassen. Ironischerweise ist mir zu deinem madmax-Stil gleich das alte Vivasion eingefallen http://www.youtube.com/watch?v=vuG7JQGr2ZM&feature=youtube_gdata_player doch vielleicht diesmal ohne den Alleinunterhalter Raab. Euer Vorhaben hat aus unserer Sicht ein riesen Potential. Auch das mit den 120sec Wikis muss dringend umgesetzt werden. Das ist genau die Zeit, die auch der schwierigste Schüler dem Prof. folgen kann und revolutioniert am Ende vielleicht sogar die Sendung mit der Maus. Wer weiss, wer weiss
Ach und natürlich muss die Kulisse verrückt-authentisch sein und an den elektrischen Reporter, übermorgenTV oder Sascha vs Lobo- Stil in einer ähnlichen Weise anknüpfen
Danke Andi, genau das hat uns ja auch bewegt, einfach mal loszulegen. Und wenn’s am Ende nichts werden sollte, dann hatten wir hoffentlich eine gute Zeit und können sagen: Wir haben es zumindest probiert!
Ich bin ja ein großer Fan der Steam-Punk Kulisse von Max Headroom. Etwas trashig vielleicht. So einen TV, der Hin und wieder seinen Kommentar abgibt und durch nette Effekte und coole Kommentare glänzt wäre doch was, nein?
Ich wünsche viel Glück für das ambitionierte Projekt!
Gruß Droid Boy
Jaaajaaajaaa! Das macht Spaß! Das würde ich gerne im TV, online und sonstwo sehen. Mein Studio-Favorit ist Laporte (mit einer Träne im Knopfloch: ich mochte ja die Gartenlaube!). Als Spielkind mag ich auch die Fernbedienung sehr. Und den Skypekameraden, die Vogelscheuche 3.0. Aber ich finde auch: Inhalt, Thema, Meinung, Emotion und Zuschauer stehen im Rampenlicht. Alles andere spielt die zweite Geige. Social Media, Technikgedöns, Fernbedienung und, ja: auch der Moderator sind nur Mittel zum- und kein Selbstzweck. Da muss man obacht geben vor einer Überinszenierung, auch wenn’s uns so Spaß macht. Je selbstverständlicher wir das alles betreiben, desto authentischer wird es am Ende rüberkommen.
nochmal nachgedacht…. manu’s idee ist sehr cool: die sache umdrehen und aus dem backstagebereich senden wäre eigentlich sehr passend. führt mich zu arbeitstiteln wie “rundschau backstage”, “rundschau inside” usw. vielleicht findet man ja auch noch was ohne die dämlichen anglizismen. das “nachrichtenstudio” könnte man frecherweise noch als “unnötigen nebenraum” mitführen. selbst wenn es gar keins gibt, könnte man eins zum spass aufbauen (ggf. auch nur als ani), in dem wäre dann die garderobe usw…
@Manu und @Markus Wichtige Hinweise, die ich mitnehme: Menschen, Emotionen und Geschichten nicht durch die Inszenierung aus dem Auge verlieren. Was das Studio betrifft – es wird einen Backstage-Bereich geben, jedenfalls hatten wir das als Running Gag schon mal angedacht. An eine fixe Sendung (RundSCHAU) können wir das nicht anknüpfen, da das TV-Umfeld ja noch nicht feststeht.
Als ebenfalls öffentlich rechtlicher TV Journalist würde ich am liebsten gleich mitmachen!
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass solch ein Sendung gerade bei EinsFestival oder EinsExtra ein Plätzchen finden könnte.
Die ARD hat etwas ähnlich übrigens in Planung…
@Daniel Mach doch! Bei welchem Sender bist Du? Wenn Du das nicht öffentlich machen willst – mail mir. Klar wird überall geplant – aber was nutzt das, wenn das jeder still heimlich in seinem Kämmerchen macht?
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Leo Laporte sehe ich wirklich sehr gern. Tolles Format.
In seinen Aufzeichnungen wünsche ich mir nur noch eine Timeline mit Themenschwerpunkten oder originellen Aussagen, die der Kommentarleiste bei soundcloud ähneln darf. Eine darunter liegende zweite Kommentarleiste bleibt den Zuschauern vorbehalten. Beides (Video und Kommentarleisten) kann man stretchen und scrollen und findet so leicht kontroverse Punkte in der Sendung. Üblicherweise liegen die dort, wo sich die meisten Kommentare häufen. Die Soundcloud- Spuren sind auch hier ein super Vorbild. Man kann schnell durchscrollen und die Kommentare anklicken. Besser wäre stretchen, was bei soundcloud noch nicht geht.
Inhaltlich schau dir mal an, was das Bundesradio- Team zur letzten Bundestagswahl gemacht hat. Mit Aussenreporter via Skype, Studiogästen, Publikum etc.
In der Praxis funktioniert die Beteiligung der Zuschauer via Twitter und Chat befriedigend. Im krassen Unterschied dazu trauen sich leider nur sehr wenige per Skype ihre Nase zu zeigen oder wohl eher ihr Wohn- oder Schlafzimmer im Hintergrund.
Fazit aus zwei Projekten, an denen ich beteiligt war: Im Livestream schalten sich die Zuschauer oft mehrfach dazu und bleiben in der Regel 20 Minuten. In der Aufzeichnung scrollen sie am liebsten zu den interessanten Punkten. Diese Punkte gilt es zu kennzeichnen, am besten mit der Kommentarleiste oder wie bei Youtube mit einer Kurve.
Viel Erfolg!
Noch was zu den Themen:
Zitat:
“Goodbye, America! – Ist die Weltmacht am Ende? / Studiogast: U.S. Generalkonsul Conrad Tribble
Geheimnisverrat der neuen Generation – warum Wikileaks und Openleaks am Ende sind / Studiogast: Daniel Domscheit-Berg oder Markus Beckedahl ”
Der erste Titel ist ok. Hier würde der Studiogast gerne kommen und es verspricht eine spannende Diskussion zu werden.
Beim zweiten Titel ist ja die unterschwellige Botschaft eindeutig und ich würde mich sehr wundern, wenn der angekündigte Studiogast Lust haben sollte, zu einer so betitelten Sendung zu erscheinen.
Also: Themen offen lassen. Fragen stellen. Die Antworten den Gästen und vor allem den Zuschauern überlassen. Erklärfernsehen und Schulfunk war gestern.
@ Wolf Herzlichen Dank für diese tollen Anmerkungen! Ich weiß nicht, ob es uns gelingen wird, so tief in die Web-Welt einzutauchen, dass wir uns mit Leo Laporte mithalten können. Da sollten wir uns realistische Ziele stecken (auch bzgl. der Kosten / Manpower). Mit Skype sehe ich Probleme, zumindest, was die Zuschauerbeteiligung betrifft. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass sich nur die wenigsten trauen / Lust haben, sich mit Livecam an einer TV-Show zu beteiligen – und diejenigen, die das machen, sind dann immer die gleichen. – Was den Livestream betrifft gebe ich Dir absolut recht! Die Live-Übertragung sollte daher auch nicht länger sein als 30 Minuten, ein Best of des Tages im Web sozusagen. Was die Fragestellung der Themen betrifft: Guter Punkt! Danke – und bitte begleite uns weiter in diesem Blog!
Im Grunde gab es das Alles ja schon… nur glaube ich, dass die Zeit für so ein Format endlich mal gekommen ist (alle anderen dieser Experimente waren zu früh dran).
Als (Video-)Podcast-Fan und -Macher unterstütze ich dieses Projekt im Geiste (ihr könnt mich natürlich auch gerne einkaufen) und drücke heftigst die Daumen!
@Micha Wem sagst Du das (gab’s alles schon) – ich war 1996 Internet-Moderator bei einer Sendung mit dem Namen “Live aus dem Alabama” – das war in der Tat etwas zu früh für das breite Publikum. Habe aber eine Menge gelernt dadurch. Vonwegen Einkaufen – ich wünschte ich bekäme Geld für meine Bloggerei hier!
@admin Hey, ich habe jahrelang für das Netz-Urgestein “GIGA” gearbeitet. Von “zu früh fürs breite Publikum” kann ich mehrere Lieder singen.
Und was das Einkaufen und Geldverdienen angeht: zieht euer Konzept (konsequent) durch und es wird irgendwann der Rubel rollen (momentan setzen “die Großen” ja wieder verstärkt auf solche Konzepte bzw. arbeiten daran).
Verrennt euch aber bitte echt nicht zu sehr in Design und Technik. Im Fokus MÜSSEN echt die sympathischen und authentischen Inhalte bzw. deren Aufbereitung bleiben. Aber nach den Ausführungen hier und einigen Namen, die schon dabei sind, mache ich mir da keine großen Sorgen.
Lob für Ansatz und Engagement, aber die Kracher fehlen noch. Ich greife mal vier Ansätz raus:
1) Der Talk-Ansatz muss viel journalistischer herausgearbeitet werden: Fragen zu Google vom Google-Sprecher beantworten lassen? Wie innovativ, endlich werden wir die Wahrheiten erfahren… Wie kann man vermeiden das nur einseitiges Werbegequatsche und langes Geblubber herauskommt? Gespräch/Talk wird eigentlich nur dann spannend wenn sich zwei ernsthaft streiten (was einem Moderator selten abgenommen wird, vielleicht ehemals Küppersbusch). Also 2 Kontrahenten? Dann quatschen die sich wieder gegenseitig mit Standard-Flokseln zu. Der Coffee-Film zeigt, wie Konzentration durch die eigene Zusammenstellung entsteht – das wäre vielleicht auch ein Talk-Ansatz, irgendwie Richtung nur noch Mash-Up von Statements, Aufsagern, Zitaten etc. Der Ansatz: Was wollen wir wirklich wissen und wer sagt es uns wirklich (vor der Kamera).
2) Die Stärken der jeweiligen Medien werden (noch) nicht genutzt. Das (Coffee)Filmbeispiel ist lustigerweise ein reines Bilderbuch. Wann sind reine Filme besser, wann mediale Bilderbücher? Wann eine Kombi von Filmsequenzen und Fotos? Schaffen wir spannende Bilderbücher in einem aktuellen Format a) rein zeitlich vom Aufwand her und b) ohne Verletzung von Urheberrechten? Multimedia heißt auch bewusst entscheiden, mit welchem Medium (Warum?) die höchste Schlagkraft erzielt wird. Dazu müssen Kriterien her. Auch die (revolutionäre?) Machart der Filme ist zu bestimmen.
3) Wie wird der Rundshowumschlag attraktiv in Szene gesetzt? Da geht es viel um schriftliche Meinung – die abzufilmen ist langweilig. Umfragefilmchen zählen erfahrungsgemäß nicht zu den medialen Highlights. Nicht umsonst haben sich Zeitungen und TV-Nachrichten von den Presseschauen etc. verabschiedet. Da muss ein eigenes Konzept her. Etwas provokativ: Warum eigentlich Meinung in einer Sendung? Gerade das Netz ist voll von unseriösen Kommentaren. Der Reiz in Foren etc. ist, dass Jeder noch so Dummes Zeug schreiben darf, aber in einem journalistischen Format würde es für den Zuschauer (und die Macher) schwierig, zwischen Fundiertem und Unsachlichem zu unterscheiden. Ich meine: Meinung ja, aber nur eng verknüpft mit “Fakten”. Und für die abwegigen Thesen kann man ja eine unterhaltsame Ecke schaffen, z.B. als eigenes Format mit satirischen Kommentaren. Am produktivsten ist Meinung für das Entstehen des Programms. Toll ist der Crowd-Ansatz, die Community liefert wertvolle Hinweise im Entstehungsprozess zu, Quellen, außergewöhnliche Fragestellungen und natürlich ihre Interessen und ihr Informationsbedarf. Das würde sich bei einer gläsernen Redaktion intensivieren, wo der redaktionelle Fortgang mit Fragestellungen, Drehbüchern und Konfrontationslinien ständig aktualisiert wird. Während der Sendung ist die Meinung dann nur noch schwer zu integrieren, ich kenne kein gelungenes Call-In-Format.
4) Das “Studio” ist der Brand, da muss was Neuartiges her. Wenn das Netz im Mittelpunkt steht, muss das Netz auch im Mittelpunkt der Show stehen, also Richtung Laporte. Welches Ambiente erzeugt denn beim Zuschauer einen Zusatznutzen? Freizeit-Feeling? Nachrichten-Schaltzentrale? Viele Menschen (mittendrin…)? Noch spannender wäre, was der Moderator über sich selbst sagt: Am liebsten zu den Orten des Geschehens reisen. Dann kann man sich auch die Schalten sparen. Warum nicht gleich ein mobiles Format, aber ohne die redaktionelle Walze bisheriger Vor-Ort-Sendungen? Spontan, ohne das der Sendeort gleich die Sendung überdecken muss. Problem sind die Distanzen; vielleicht klappt ja auch ein Team-Konzept, wo sich mehrere Moderatoren nach Region ablösen und miteinander vernetzen.
@guggug Hammer Vorschläge – danke! Bin in einer Besprechung und komme später auf die einzelnen Punkte zurück. Wollte nur schnell Feedback geben, dass ich’s gelesen habe.
@guggug zu 1) Wenn Du meine Interviews kennen würdest, würdest Du den Verdacht auf Werbegequatsche sicher ganz schnell ablegen. Wenn’s Dich interessiert: Schau Dir mal die Videos auf der Impressum-Seite meines G!Blogs an. 2) Der BR würde über ein großes Film-Archiv verfügen, immer mehr davon auch rechtefrei. Ich frage mich schon seit langem, warum wir das nicht sinnvoller auch für’s Web nutzen. Laut Staatsvertrag dürften wir da mehr als wir bislang tun. 3) Dazu gibt es einige Ideen, die, wenn wir sie fertig skizziert haben hier sicher bald vorstellen können. Und hey: Wir bringen nicht jeden Müll. Dafür gibt’s uns ja – dass wir einen Weg durch den Web-Dickicht schlagen und auf guten Content, den wir gefunden haben (oder der uns gemeldet wird) hinweisen. Im Übrigen: Nur weil wir diesen Konzept-Prozess offen führen, heisst das nicht, dass wir uns nicht hier und da auch mal gegen die Mehrheitsmeinung entscheiden. Die Sendung muss ja auch Profil zeigen. Was das Studio betrifft: Da bin ich ganz bei Dir. Schalten sind oft lästig, weil sie sehr statisch sind und die pers. Chemie zwischen den örtlich getrennten Reportern nie rüberkommt. Aber: Da ist ja noch alles offen. Soweit für heute. Muss ins Studio. Hab gleich die Nachrichten.
Tolle Idee – ich drücke die Daumen, dass der BR die Zeichen der Zeit erkennt und Raum für Neues freigibt. Ich werde eure Arbeit auf jeden Fall verfolgen.
Großartige Sache! Meine Unterstützung mindestens als Zuschauer habt ihr in jedem Fall.
Als Setting kann ich mir in jedem Fall gut ein “belebtes” Ambiente gut vorstellen, vielleicht kann man die Kaffehaus-Atmosphäre ja ein Stück weit in eine umgebaute Werkshalle transportieren, indem man die Macher der Sendung in das Konzept mit einbezieht?
Sascha kann ja dann immer mal wieder durchs Studio laufen…
Das klingt interessant und es wäre etwas, das ich auf jeden Fall regelmäßig ansehen würde, wenn es professionell gemacht wäre. Mich freut dieser Enthusiasmus, etwas zu beginnen, ein Konzept zu erschaffen und es einfach zu wagen. Das ist selten der Fall, vor allem hier in Deutschland versucht man sich in der Regel nur an gelungene Formate aus dem Ausland und wenn sie nicht klappen, wirft man dem deutschen Markt vor, er sei noch nicht bereit dazu. Ich freue mich wirklich darauf.
Ein bisschen seltsam fand ich, dass im Text steht, die Gäste seien keine üblichen Verdächtigen, denn in der Liste finden sich ja doch ziemlich bekannte Personen. Conrad Tribble mal ausgenommen. Sicher die Namen sind vielleicht nur Leuten aus der “Medien/-Bloggerszene” bekannt. Wahrscheinlich ist dies auch nicht das Hauptpublikum, ich wünsche mir sogar, es wäre es nicht. Sonst bleibt das immer dieser kleine Club und das finde ich manchmal ein wenig schade, ja sogar feindlich gegenüber neuen Ideen.
Großartig finde ich diese Erklärvideos. Ein Archiv davon wäre toll. Man würde einen bestimmten Begriff nachschlagen und könnte sich zumindest einen kleinen Überblick verschaffen. Ein bisschen erinnert mich das an die Kindernachrichtenshow “Logo”. Dort haben sie früher die Berichte auch immer anschaulich erklärt. Solche Informationen zu großen und kleinen Themen sind meiner Meinung nach auch etwas, das gebraucht wird in einer Welt, die vollkommen überflutet ist von Angelegenheiten, die die allerwenigsten wirklich nachvollziehen können. Eine weitere Sendung kommt mir da in den Sinn, sie lief früher in Österreich wurde dann aber abgesetzt: “Sendung ohne Namen”, wer sie nicht kennt, sollte sie auf YouTube suchen.
Im Rahmen von BR wäre das sicherlich finanziell ganz gut. Sollte es dazu kommen, hoffe ich, dass die euer Material nicht auch zeitlich begrenzen. Die Interaktivität via FB, Twitter finde ich wunderbar. Ich sehe einige Webshows und es ist einfach eine komplett andere Erfahrung, wenn die Moderatoren Sätze aufgreifen, die von den Zuschauern gesagt wurden. Davon mal abgesehen, dass das schnell dazu animiert, selbst mitzureden. Laporte wurde ja schon genannt, unbekannter ist natürlich die Linux Action Show, die ich jedem Nerd empfehle. Abseits dessen – und verzeiht die Strukturlosigkeit dieses Kommentars – zeigt Democracy Now! das Journalismus, ja auch eine Nachrichtensendung ohne großen Sender im Rücken funktionieren und richtig gut sein kann.
Hier kommen wir auch zu einem sehr entscheidenden Punkt: so sehr ich Gutjahrs Apfelliebe manchmal argwöhnisch, ja verdutzt, nein gar angeekelt finde, bin ich abgesehen davon beeindruckt. Beeindruckt davon, dass er sich aufmacht, statt nur zu schwafeln. Er bewies, dass die Diskussionen über die Zukunft des Journalismus an der Zunft selbst scheitern. Statt zu berichten, tatsächlich Geschichten zu veröffentlichen, wird lieber um sich selbst getrauert. Sie wirken dement, als hätten sie vergessen, dass sie in Redaktionen sitzen.
So nun gut, bis hier hin. Ich freue mich auf das hier und falls ihr je freiwillige Hilfe braucht, stehe ich sehr gerne zur Verfügung.
@Pell – Uff. Ganz schön viel auf einmal. Wo fang ich an: Ja, irgendwann muss man einfach mal machen und nicht nur reden. War schon immer mein Ding, auch wenn ich manchmal dabei über’s Ziel hinausschieße. Den Hinweis auf den “Blogegr-Club” habe ich verstanden (auch bei Twitter schon). Glaub mir: Soviele Blogger gibt es gar nicht, um damit eine tgl. Sendung zu bestreiten. Wir werden also auch normale Menschen einladen müssen
Next: Wenn ich was nmicht verstanden habe, schaue ich immer logo-Nachrichten oder auch die Sendung mit der Maus. Klingt komisch, ist aber so. Und ja: Die Sendung ohne Namen – Donnerstag Nachts – war großes, wirklich ganz großes Kino! Was Leo Laporte und Democracy Now! betrifft: Das wirst Du in Deutschland nicht so schnell hinbekommen, denn durch die deutsche Sprache hast Du nie genug Traffic, um damit eine (journalistische) TV-Sendung gegenzufinanzieren. Zumindest heute noch nicht. Und – in eigener Sache: danke, dass Du meine Person nicht nur auf meine Apple-Leidenschaft reduzierst.
Die Zeit ist wohl reif, für ein neues TV-Talk-Konzept.
Aber Ihr hättet auch ruhig auf schon bestehende Vorbilder verweisen können zum Beispiel stream.aljazeera.com und 140Sekunden.de
Am Ende zählen aber die Inhalte. Ob ein tägliches Format dazu richtig ist und man sich um den “Aufreger des Tages” kümmern sollte weiß ich nicht. Vielleicht könnte man ein neues Konzept auch nutzen, um mehr Tiefe in eine laufende Diskussion zu bringen – siehe Volker Panzers Nachtstudio oder das Philosophische Quartett (jaja, Zielgruppe…)
Aber das wäre doch mal was: Qualität UND Social-Media. Traut Ihr Euch?
Bin jedenfalls sehr gespannt auf Eure nächsten Ideen zur RundShow!
Thomas.
Hallo Thomas, klar kennen wir die vorhandenen Konzepte in dieser Richtung. Wir wollten uns aber auch nicht dadurch entmutigen bzw. davon leiten lassen. Es geht darum, nochmal ein ganz weißes Blatt Papier / leeren Bildschirm vor sich zu haben und zu überlegen: Was würden WIR gerne anschauen? Ob es das schon gibt ist zweitrangig. Was Nachtstudio oder Philosophisches Quartett betrifft, werde ich Deine Hoffnungen ausbremsen müssen. Wir wollen ‘anders’ talken – aber sicher nicht in diesen Sphären (obwohl ich das Quartett auch gerne sehe!). Ich verspreche Dir aber, dass die Sendung keine Kochshow wird!
Cheers und stay tuned!
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Lieber Richard,
Sorry I must respond auf Englisch.
I like the idea very much.
I’ve long wanted to create a show that uses panels of speakers via webcams with a host in the studio who curates the best of what they have to say, making a conversation. I imagine a wall of screens with many faces, perhaps over their tweets, with what they want to say. The host calls upon them as a good host in an unconference would.
I think it’s quite wise to use Leo Laporte and TWiT as a model. The studio is beautiful and very flexible; it can even hold an audience. We hosts and guests can come in via Skype. Leo’s business model is also good: limited sponsorship.
Viel Gluck!
It can’t be a coincidence that Jeff’s wise words were the 42nd reply to this post.
Lieber Jeff, thank you for the encouraging words and your take on a program like this. We have visited Leo a few weeks ago in California. A true inspiration, such as you are. I feel very fortunate getting to meet great visionaries like you guys on this journey into the digital media world. Keep up the great work at CUNY, with your books and with all of your other projects. Hope to catch up with you either in Germany or the US. Best wishes, Richard
Sehr interessantes Konzept! Bin als Zuschauer auf jeden Fall dabei! Ich würde mir an Eurer Stelle aber zunächst keine so großen Gedanken über das Setting machen. Inhalte und Gesprächspartner sind aus meiner Sicht entscheidend. Viel Glück!
@Simon Hast absolut Recht, allerdings müssen auch Set/Design-Fragen schnell geklärt werden, denn diese müssen langfristig vorbereitet werden. Hauptaugenmerk gehört dann natürlich den Inhalten. Aber danke, dass auch Du uns daran erinnerst – wichtig!
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ooops…

Nachdem sich jetzt schon viele Kommentatoren durch viel Lob und konstruktive Kritik als zukünftige Mitarbeiter der Sendung beworben haben, sobald sie vielleicht eines fernen Tages mal durchfinanziert ist, wird es vielleicht Zeit, dass auch eine fette Kritik hier landet.
Ich will mal mit der Zeile eröffnen:
SENDUNGEN, DIE DIE WELT NICHT BRAUCHT.
Oder ich dreh die Sache mal rum und frag mich, wer eine solche Sendung denn brauchen könnte.
Ähämmm…
*räusper*
Was war nochmal der Inhalt der Sendung?
Kaffee? US-Konsul? Fratzbuch? Dat jroße, jroße Netz?
O.K., die gemeinsame Klammer ist Tagesaktualität, Aufreger des Tages und so. Kann man machen, ist gar nicht so schlecht, vom Prinzip.
Wenn man das als (schreibender) Autor machen möchte, braucht man – in historischer Reihenfolge – Papier und Stift, Schreibmaschine, Rechner, Internetzugang. (Wenn man es gut machen möchte, braucht man zudem Wissen, einen klugen Kopf und Zeit.)
Wenn man das als Fernsehproduzent haben möchte, eine halbe Stunde in “abnahmefähiger” Qualität senden, braucht man täglich eine fünfstellige Euro-Summe, um Technik und qualifizierte Mitarbeiter zahlen zu können.
Wenn man das eine Stufe billiger im Internet haben will, reicht eine Konsumerkamera, die man im Hobbykeller mit Kaugummi auf die Kommode klebt, und noch ein paar andere Accessoires, ich sag mal, die Grundausstattung kostet das, was die große Fernsehsendung am Tag verschlingt.
Aber nach Anschaffung der Grundausstattung hat man leider immer noch keinen Inhalt.
Gehen wir der Einfachheit halber von einem beliebigen Inhalt aus. Was denkt ihr, wie lange die BBC- oder die wer-auch-immer-Kollegen an dem Kaffee-Clip recherchiert, getextet und geschnitten haben? Tagesaktuell, auf dem Niveau? Im Hobbykeller?
Tagesaktuell Qualität produzieren, das geht fast nur mit Tricks. Viel Oberfläche zeigen und mit Wichtigkeit aufpumpen, ein gutes Archiv hilft, ideal ist, “Experten” möglichst lange reden zu lassen. (Wobei sich der Experte häufig gerne weltmännisch gibt, sich in Wahrheit aber ein scheinheiliger, schmieriger Lobbyist dahinter verbirgt, und dann ist es auch keine Qualität mehr. Wenn ich was wesentliches über die USA wissen will, darf ich ich nicht den US-Konsul fragen, oder? Solche Experten kriegt man nämlich billig, die stehen ja fast schon vor der Türe Schlange, um ihre Rübe in die Medien zu bekommen.)
Und, ach ja, mit vorselektierten Zuschauer-Meinungen kann man auch wunderbar Strecke machen. Aber ist das Qualität? Da hat Gretchen S. aus M. was gemailt, getwittert, gebloggt, gefaxt, oder sie skypt sich samt ihrer Meinung herein. Wow. Gretchen ist wichtig, die anderen auch alle. Vor allem, weil ihr sie braucht, um die Minuten zu füllen.
Das Netz ist randvoll mit Foren, Chats, Kommentar(funktion)en, Blogs. Je nachdem, wo man sich hinbewegt, kriegste gruselige Proll-Meinung, “gesundes Volksempfinden”, die Spaß-Fraktion ist auch immer da, zwischendrin mal ein paar Trolle, und natürlich Leute, die sich ernsthaft mit einem Thema beschäftigen, auf unterschiedlichem Niveau, je nach Bildung, Intelligenz und Lebenserfahrung. Und jetzt Gretchen S., vorselektiert. Dafür brauch ich aber kein Fernseh-Format, das kann das Netz, das kann das Radio, ja sogar die Zeitung wunderbar.
Schnelle Abstimmung per App? Wow, der Turbo-Ted ist geboren.
Ich verlier mich gerade im Lästern – was wollte ich noch sagen?
Ja – jetzt weiß ich’s wieder, aber es wird beim Lästern bleiben.
Also, ihr habt euch viele Gedanken über das Format gemacht und viele verschiedene Versatzstücke aus vielen verschiedenen Medien zu einem “neuen” Konzept zusammengepappt, damit so eine Art Neues rauskommt, aber es wird nur ein seltsames Mischwesen werden, eine häßliche Chimäre.
Ich stell mir das jetzt mal so vor, dass ihr vielen kleinen Kindern am Strand ihre aufblasbaren Schwimmtiere weggenommen habt, von jedem das schönste Teil abschneidet, es unter großen Mühen zu einem neuen Teil verschweißt, bis es dicht ist, und ordentlich Luft reinpumpt. Dat häßliche Teil will jeder mal sehen – aber nur einmal.
Und mit der Luft, da mein ich den Inhalt der Sendung, der ja, wie gesagt, von tagesaktueller Wichtigkeit ist – siehe oben. Nur noch am Rande gesagt – bei dem Konzept ist es schon pupsi-egal, aus welcher Art von Studio gesendet wird, wobei schon eure drei Vorschläge verraten: Mehr Schein als Sein.
Naja, ich komm mal wieder runter. Kurz und schlecht:
- Inhaltlich fehlt es bislang an einem journalistisch fundierten Konzept. Mich habt ihr jedenfalls nicht überzeugt.
- Zwischen den großen Bereichen “Information” und “Unterhaltung” habt ihr es punktgenau geschafft, einen der schlechtesten denkbaren Plätze zu finden.
- Ihr arbeitet an technisch neuen Möglichkeiten – das ist löblich. Vielleicht läßt sich die neue App mal gut und teuer an einen Nutzer verkaufen, wenn sie denn wirklich neu und gut ist und für ein Format wirklich brauchbar.
Ich habe fertig.
@ooops… Wo soll ich anfangen? Erstmal danke überhaupt dafür, dass Du Dir soviel Zeit genommen hast, Dich mit unserem Projekt auseinanderzusetzen. In vielen Punkten liegen wir gar nicht so weit auseinander – in manchen dafür um so mehr: Die Frage nach Tiefgang, Recherche, dem (scheinbaren) Widerspruch zur Schnelligkeit und Tagesaktualität, zum Beispiel. Wieso soll das unrealistisch sein? Nachdem Du, was Dein gutes Recht ist, anonym kommentierst, ich also nicht beurteilen kann, was für einen Background Du in den klassischen Medien oder im Netz hast, kann ich Dir nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten (als “klassischer” Journalist, der auszog, um das Bloggen zu lernen): Nur weil es aktuell keiner probiert, heisst es nicht, dass das nicht geht. Und ja, “Gretchen S. aus M.”, wie Du sie beschreibst, gibt es. Genauso wie es “Prof. M aus S.” gibt, der mit einem messerscharfen, klugen Kommentar selbst einen gestandenen Ressortleiter überraschen kann. Beides hat seine Berechtigung, beide Stimmen sind wichtig, genauso wie die Spaßfraktion, die Nörgler, die Trolle und die Experten – kurz: sie nennen es “Leben”. Ich persönlich lehne eine Kategorisierung “Information” (gut!) und “Unterhaltung (pöse!) ab. Was soll das? Menschen richten sich nicht nach solchen Schubladen, das tun nur Medienfuzzis und Kulturkritiker. Jeder Mensch mischt sich aus der Fülle von Angeboten den Medienmix zusammen, den er/sie am jew. Ort zur gegebenen Zeit gerade sucht. Die Übergänge zwischen E und U sind fließend. Wer so wie Du argumentiert, hätte vor 15 Jahren sicher auch gesagt “Wer Wird Millionär”? Pah! Punktgenau dazwischen, der schlechteste denkbare Platz, will keiner sehen. Ich kann Deine Zweifel nachvollziehen, teile diese sogar bis zu einem gewissen Punkt – nur eines geht mir gewaltig gegen den Strich: Menschen, die sich in einer ellenlangen Kritik verlieren, dabei aber keinen, keinen einzigen konstruktiven Vorschlag machen. Mit Verlaub – das ist ganz schön arm. Dann doch lieber Gretchen S. aus M.
1.)
Was schnelles und fundiertes Arbeiten im Journalismus angeht –
du willst all die etablierten Redaktionen, die seit Ewigkeiten ihr Bestes geben, so eben mal schnell und einfach überholen?
Na, dann mal viel Glück…
Es wird dir nicht gelingen, schon gar nicht, wenn du keinen ernst zu nehmenden “Apparat” im Rücken hast. Dein nettes Élèven-Team hilft dir da nicht wirklich weiter.
Die Alternative ist Oberflächen-BlaBla – davon gibt es aber schon genug, wie du selber gut weißt.
2.)
Was die Kommentatoren im Netz angeht… Sei doch mal ehrlich, das ist zwar das Leben – aber sind die alle (gleich) wichtig? Ist dir jede Dumpfbacke und jeder Rassist genau so viel wert wie der Troll, Gretchen S. und dein Lieblings-Professor? Denk mal nach.
Ich fürchte nicht nur, ich weiß: Du lügst dir in die eigene Tasche.
3.)
Information vs. Unterhaltung. Ich find Information wichtig, und ich liebe gute Unterhaltung. Aber was du in deinem Projekt bisher skizziert hast, ist eine ungute, oberflächliche Mischung.
4.)
Ich bin nicht dazu da, deine Erwartungen zu erfüllen. Ich muss hier also nicht deinen (vordem unausgesprochenen) Wünschen nach konstruktiven Vorschlägen nachkommen. Bin ich dein kostenfreier Ideengeber?
Das als “arm” zu bezeichnen, das ist wirklich arm, oder auch ar***** (falls du in der Lage bist, die Buchstaben für die Sternchen rauszufinden). Überleg dir, ob du Kritiker einfach mal so beleidigen möchtest, nur, weil sie dich kritisieren.
PS:
Ich finde, heute solltest du mal deinen Freund, den Münchner U.S.-Generalkonsul Conrad Tribble, als Studiogast einladen zum Thema:
Ermordung von Troy Davis durch die USA.
Da kannst du journalistisch echt was reißen.
Danke für den Themenvorschlag. Genau DAS wäre gestern spannend gewesen. Dazu ein Hintergrund zum Thema “Todesstrafe” evtl. noch eine Skype-Schalte zu einem AI-Sprecher. Mich würde sowas als Zuschauer interessieren!
bitte NICHT mit/für den BR produzieren.. öffentlich-rechtliche Anstaltmentalität ist bei dem schönen Konzept fehl am Platz. Das hört sich für mich an wie wenn die Piratenpartei nen Ortsverband bei den Grünen aufmachen will…
Warum startet Ihr nicht einen Versuch über Cowdfunding die Sendung zu stemmen… lieber einmal wöchentlich und unabhängig als täglich und beim BR
Och, warum nicht beim BR? Der ist deutlich besser als das Bild, welches du möglicherweise von ihm hast. Schau mal eine Ausgabe “quer” (Videos z.B. hier http://quer.de/blog ). Oder diesen Bericht vom BR Jugendprogramm “on3″.
Eine Produktion im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedeutet für Richards Format, sollte es denn produziert werden, eine ordentliche technische und inhaltliche Qualität, Zugriff auf umfangreiche Video/Foto/Informations-Archive und Nachrichtenagenturen sowie Schutz vor Eingriff durch Sponsoren/Werbungtreibenden und drohende Abmahnanwälte. Die Unabhängigkeit seiner Redaktion wird bei einer öffentlich-rechtlichen Produktion gesichert, nicht gefährdet.
“ordentliche technische und inhaltliche Qualität”, traue ich auch ohne BR zu.
“Zugriff auf umfangreiche Video/Foto/Informations-Archive und Nachrichtenagenturen”.. und genau das will ich in so einem innovativen Format genau nicht sehen…
“..sowie Schutz vor Eingriff durch Sponsoren/Werbungtreibenden und drohende Abmahnanwälte.”.. mehr Selbstbewusstsein bitte..;-)
“Die Länge von 2:20 Minuten reicht aus, um jedes Thema so aufzubereiten, dass danach jeder mitreden und seine Meinung äußern kann.”
Also diese Aussage find ich echt etwas knuffig;)
Wünsch euch dennoch viel Erfolg beim Probieren und Umsetzen des Konzeptes.
Mein konstruktiver Beitrag geht aber ein wenig richtung “ooops”:
Wichtig ist glaube ich, dass wirklich neue Inhalte gezeigt werden. Bereits bekannte Themen aus dem Leben mit Meinungen von Leuten aus dem Leben auf den “modernen” Medien des Lebens ausgestrahlt…klingt noch nicht ganz so spannend
-Da geh ich lieber ne runde in die Stadt, dort hab ich das Leben live und in 3D;)
@Surfer Ich greife das Szenario auf, das oops… vorgeschlagen hat. Hinrichtung von Troy Davis in den USA. Ein 2:00-Minuten-Fakten-Stück zum Thema “Todesstrafe”, dazu der US-Generalkonsul im Studio, der sich Zuschauerfragen stellt, evtl. noch eine Skype-Schalte zu einem AI-Sprecher. Mich würde so etwas – jenseits von Tagesschau und Kochshows interessieren. Dich nicht? – Und hey: Leben live ist immer besser. Aber das kann ich, als Fernsehmann gesprochen, durch keine Technik der Welt toppen.
klar interessiert mich das… aber die Frage ist, ob sich ein US Generalkonsul einer so unplanbaren Situation mit unkontrollierbarer live-Abstimmung etc. stellen würde. (wär ich sein PR-Agent würd ich ihm davon abraten;))
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