Sascha Lobo Sascha Lobo: Held oder Wichtigtuer?

Sascha Lobo, Foto: Reto Klar

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn: Sascha Lobo. Zwei Tage wird er neben Richard Gutjahr die rundshow moderieren. Wir sind gespannt, welches Urteil ihr fällt.

Sieben Shows lang war Daniel Fiene das rundshow-Gesicht neben Richard Gutjahr. Immer fröhlich, gelassen und bemützt. Nun wird sich das alles ändern – jetzt übernimmt Sascha Lobo das Netzruder. Sascha wer? Genau hier wird offensichtlich, wie sehr unsere Gesellschaft in Onliner und Offliner gespalten ist. Oder noch mehr: In Internet-Fexen und bloße E-Mailer. Von Ersteren hört man so Sachen wie “Der schon wieder”. Von Zweiteren eher ein “Wer’s'n das?”. Für die einen ist er meinungsgebend, für die anderen ein Wichtigtuer. Und genau das zeigt schon: Der Mann, der vor allem durch den roten Irokesenschnitt und seine Kolumne bei Spiegel Online (Mensch-Maschine) auffällt,  spaltet die Meinungen.

Das ist wahrscheinlich auch exakt das, was der ehemalige Werbetexter möchte. Denn all das zeigt, dass über ihn gesprochen wird, geschrieben, gemailt, getwittert, gefacebookt und geyoutoubt. Er ist der Mann, der die Internetkenner anzapft und dann dem Rest der Welt das Internet erklärt. Er ist ein Mittler zwischen den Onlinern und Offlinern, er schreibt Bücher über Prokrastination (Vertrödelei, Aufschieberitis) oder das Freiberuflerdasein und lieferte sich Rededuelle mit dem elektrischen Reporter Mario Sixtus.

Selber bezeichnet er sich als “Autor, Blogger, Microblogger und Strategieberater mit den Schwerpunkten Internet und Markenkommunikation.” Was er auf jeden Fall ist: Ein Mann mit Meinung, der sich mit breiter Brust auch gerne mal gegen einen Shitstorm wappnet. Und der es zu einer Tradition gemacht hat, auf der Bloggerkonferenz re:publica einen Vortrag zur Lage des Internet zu halten. Schaut euch diesen gern als Einstimmung für die nächsten zwei Sendungen am Dienstag und Mittwoch an. Wir sind gespannt, wie Sascha und Richard sich verstehen. Ob sie sich ins Wort fallen, sich bis aufs Blut bekriegen oder sich in den Armen liegen. Wir werden es sehen – und ihr hoffentlich auch.

 

 

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