In den vergangenen Tagen eskalierte wieder einmal die Gewalt zwischen Israel und Gaza. Am gestrigen Montag war ich in Ashdod, als Raketen in der Stadt einschlugen.
In den vergangenen Tagen eskalierte wieder einmal die Gewalt zwischen Israel und Gaza. Am gestrigen Montag war ich in Ashdod, als Raketen in der Stadt einschlugen.
danke fuer die reportage, welche deutlich zeigt, womit die israelis es zu tun haben. die “israelkritiker” behaupten gern, dass es sich um silvesterraketen handelt, die nicht toeten.
die begrenzte zahl an verletzten hat man 2 faktoren zu verdanken. erstens sind die menschen diszipliniert und suchen schutzraeume, wenn sirenen heulen. und zweitens, die weltneuheit israelisches abwaehsystem “iron dome”.
iron dome ist in der lage in kuerzeste zeit raketen aufzuspuehren und die einschlagsorte zu berechnen. raketen, welche weit von bevoelkerungszentren einschlagen, laesst das system durch. alles andere wird abgeschossen. die erfolgsquote liegt laut der armee bei 85%. noch vor drei jahren haben solche raketenangiffe den ganzen sueden praktisch paralysiert. heute faehlt nur das unterricht in den unis und schulen aus. alles andere arbeitet normal.
Danke für den Bericht. Es wurde ja nun eine Waffenruhe bekannt gegeben und ich hoffe das dies auch so bleibt. Am 19.03 steht bei mir eine Israelreise an und ich möchte sie ungern absagen.Passen Sie gut auf sich auf und ich habe grossen Respekt vor dem was Sie da tun.
israel ist/wird mehr und mehr zum kriegtreiber geworden, das steht fest! um so schlimmer, das länder wie die usa, die sonst gern welt-polizei spielen, auch noch dahinter stehen!
ich habe nicht vor mit dir fakten zu diskutieren, weil es nichts bringen wird. es gibt menschen, die sich nicht von fakten beeinfluessen lassen. aber eins will ich dir trotzdem sagen. es ist besser ein “boeser kriegstreiber” zu sein, als tot!
@ ariel
Das Bild des « bösen Kriegstreibers » Israel existiert leider in der öffentlichen Meinung.
Daher wollen die Stimmen, die von Israels EXISTENTIELLER Bedrohung sprechen, nicht gehört werden. Mit einem “Kriegstreiber”, der die Welt in einen Dritten Weltkrieg treiben kann, hat man kein Mitgefühl.
Es besteht ein gewisses MaB an Gleichgültigkeit angesichts des Existenzrechts Israels, auch Zweifel an diesem Recht, wie und warum es zu begründen sei. In Israels jüngerer Geschichte wird immer weniger auch eine Antwort auf die Deutsche Geschichte gesehen, und es fehlt an “Fantasie”, sich vorzustellen, dass Israels Bedrohung, seine Angst vor der Vernichtung, Realität ist. Man versteht nicht, was diese Angst bedeutet und wie sie sich anfühlt. Das kann fassungslos machen.
Ich frage mich, wie man “den” Deutschen, der breiten Masse, Israel näher bringen und verständlich machen kann, dass sich nicht verhandeln lässt mit Partnern, deren einseitig erklärtes Ziel die Vernichtung des anderen ist! – Und an dieser Stelle muss ich innehalten: Sollten es ausgerechnet die Deutschen sein, denen es an der nötigen Vorstellungskraft fehlt, das zu begreifen?!
Welch bittere Ironie der Geschichte!!
… bitter für Israel, beschämend für Deutschland – und andere.
“Die Deutschen”…
Sie können also als einzelne Person über ein ganzen Volk richten? Was habe ich mit Steve`s Post zu un?
Was sollen WIR denn IHRER Meinung nach so alles wissen? Meinen Sie nicht, dass eine neutrale Beurteilung am besten wäre? Was natürlich wegen den Jahren des 3. Reichs (ich wurde übrigens 1981 geboren und die dt. Geschichte beginnt auch etwas früher) nicht geht, weil man sowieso immer entweder als Antisemit (eine kritische Äußerung ggü. Israel langt schon um als solcher gebrandmarkt zu werden) oder von der anderen Seite mit einem entsprechenden Begriff beschimpft wird.
Ihnen ist schon klar, dass der gemeine Mensch gleich welcher Nation auch immer tagsüber arbeitet und nach Feierabend Entspannung sucht? Dazu gehört das Feierabendbier (je nach Kultur), das Spielen mit den Kindern, der Schnack mit dem Ehepartner, ggf. Einkaufen, uvm.. Nur wenige haben da noch Lust (und Zeit) auf schlechte Nachrichten aus anderen, fremden Ländern. Daher “bild”et man sich schnell seine Meinung und damit hat es sich. Nachrichten müssen an den Mann gebracht werden, also werden sie auch entsprechend geschrieben. Der Block vom Herrn Schneider und auch dieser Block hier ist nichts anderes als ein Glücksfall.
Sry Lily, aber auch wir sind nur ganz normale Menschen. Seine Extremisten muss jedes der beiden Völker da unten schon alleine stoppen und wenn sie sich mal wieder bekriegen wollen, dann machen die das auch. Das Selbstbewustsein beider Seiten, so scheint es mir, scheint jeder Kritik erhaben zu sein. Entweder die schlagen sich selber ihre binationalen Brücken oder halt nicht.
Dt. Blut auf dem Boden nichts verloren.
Aber vielleicht haben Sie ja einen Lösungsvorschlag? Ich bin ganz Ohr bzw. Auge.
“Das Bild des « bösen Kriegstreibers » Israel existiert leider in der öffentlichen Meinung. ” Das ist bedauerlicherweise war. Wir erleben in vielen Medien, daß von israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen gesprochen wird, aber nicht von 180 Geschossen, die zuvor aus dem Gaza Streifen gekommen sind.
Wenige sind auch bereit sich mit den Fakten zu beschäftigen und darüber nachzudenken was passiert. Aus 3000 km Entfernung aus Deutschland ist es viel bequemer von bösen Israelis, Weltverschwörungstheorien und anderen halbgaren Gedanken zu schwafeln. Daß es hierbei um 8 Mio Einwohner des Staates Israel und sein Existenzrecht geht, das interessiert kaum jemand.
Es ist “en vogue” mit den Wölfen zu heulen und in den Chor der Ankläger gegen Israel einzustimmen. Die belegen auch die Äußerungen von Siegmar Gabriel in diesen Tagen.
Nein, es geht nicht darum zu bewerten ob Netanyahu alles richtig macht oder Livni es besser machen würde. Es geht darum, daß zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Existenszrecht Israels massiv in Frage gestellt wird direkt und indirekt durch . Viele sind bereit Israel gute Ratschläge zu geben, nur wenige haben die chuzpe zu sagen, ja ich bin für Israel, ja ich trete für das Existenzrecht des Staates Israel ein.
Ich höre, daß europäische Politiker den Gazastreifen und die Westbank besuchen und betroffen von den Mauern und den Kontrollen sind. Sehr gelten höre ich, daß Mrs. Ashton oder FM Westerwelle die Angriffe aus dem Gazastreifen öffentlich hörbar veruteilen.
Ich wünschte es würden sich mehr mit Israel, der Lage vor Ort und den Gegebenheiten befassen. Vielleicht würde dem einen oder anderen auch helfen, gelegentlich ein Buch von Avi Primor zu lesen.
@ der steve
Gestern musste die Schule an einigen Orten in Südisrael erneut ausfallen da trotz des verhandelten Waffenstillstands wieder Raketen in Israel landeten. Wer ist der Kriegstreiber?
Die Extremisten beider Seiten. Für mich ist die Geschichte Israel/Palästinas nichts anderes als eine inzwischen kritische Gewaltspirale.
“extremisten beider seiten” und “gewaltspirale” – das sind zwei sachen, die ich nicht mehr hoeren kann.
welche extremisten gibt es auf beiden seiten, welche man in einem atemzug zusammen nennen kann??? die extremisten auf einer seite zeichnen sich dadurch aus, dass sie gezielt zivilisten ermorden. die extremisten auf der anderen seite, bauen haeuser auf umstrittenem gebiet. wie kann man diese gruppen ueberhaupt vergleichen?!
was die gewaltspirale angeht, so ist es keine. es gibt eine seite, die gezielt zivilisten angreift und eine andere, die versucht solche angriffe mit allen mitteln zu stoppen.
wer diese beide begriffe benutzt, kann die nahostproblematik nie verstehen und politiker, die so denken, werden es nie loesen koennen.
["Die Deutschen”…
Sie können also als einzelne Person über ein ganzen Volk richten? Was habe ich mit Steve`s Post zu un?
Was sollen WIR denn IHRER Meinung nach so alles wissen?]
@ Christian,
ich bin nun wirklich sehr spät dran mit meiner Antwort – auf Ihren Kommentar weiter oben. Vielleicht erreicht er Sie ja noch.
Dass ich von “den” Deutschen sprach, war etwas irreführend, da ich ebenfalls Deutsche bin. Da ich nicht mehr in Deutschland lebe, betrachte ich Land und Leute etwas “abgehoben” und denke, dass ich dadurch manches besser und anderes nicht mehr verstehe.
Meine Kritik galt nicht “den” Deutschen, dem Einzelbürger, von dem ich erwarten würde, dass er nach Feierabend Familie und Bier sausen lieBe, um sich als ~ehrenamtlicher Hobby-Nahostexperte~ zu engagieren. Mein Bedauern und meine Kritik setzen vielmehr da an, wo Meinung gebildet wird. Zuerst in den Schulen. Aber wie soll von Lehrern oder Ministern erwartet werden, dass sie Lehrpläne entwickeln, die Geschichte in die Herzen der Schüler trägt, die von ihnen selbst nicht richtig verstanden und verarbeitet wurde? Meinungsbildend sind natürlich auch die Medien. Dort aber gilt das gleiche wie in der Bildungspolitik. Wer nie aus dem eigenen Schatten herausgetreten ist, kann keine neue Richtung vorgeben.
Sie sprechen das an, was fast jeder so empfindet: Sie sind lange nach dem Krieg geboren und haben mit deutscher Schuld nichts am Hut, können es aber nicht wirklich so sagen, weil das ja direkt antisemitisch gedeutet würde. Ich kann Sie sehr gut verstehen, weil ich früher genauso empfand.
Es gab zwei Dinge, die das geändert haben. Zum einen hat mich einfach beschäftigt, wie es zu Duldung und Beteiligung eines solchen Massenmordes durch die Deutschen hatte kommen können. Ja, das ist auch Thema des Schulunterrichts. Da wird jedoch zuerst nach wirtschaftlichen, historischen und politischen – intellektuellen – Ursachen gesucht und nicht danach, was in den Herzen der Menschen vorgegangen war. Diese Frage hat mich beschäftigt. Ich habe damals keine Antwort finden können, mir aber vorgestellt, wie Deutschland aussehen würde, wenn die Menschen, die durch deutsche (hier: nichtjüdische) Hand “verloren” wurden, noch dawären und wie man dann wohl mit den jüdischen Mitbürgern zusammenleben würde. Ich hatte da bereits das Gefühl, dass das Miteinander nicht konfliktfrei sein würde – nicht, weil wir noch immer etwas gegen Ausländer hätten, sondern weil die jüdischen Mitbürger keine Ausländer, sondern eine teilweise anders lebende und in vielem überlegene(!) Minderheit waren.
Die andere Sache, die mein Denken veränderte, war meine erste zufällige Begegnung mit Juden in den USA, die allesamt Nachkommen Holocaust-Überlebender waren. Für sie schien die Zeit stehengeblieben zu sein, und ich war ‘eine von denen’, worüber ich empört war und was ich zutiefst verletzend fand. – Durch die Auseinandersetzung damit habe ich sehr viel gelernt, und das war nur ein Anfang.
Es wäre nun zu viel verlangt, jedem Deutschen eine zeitweise Zwangsauswanderung zu verordnen. : – ) Dennoch denke ich, dass es sicher möglich ist, sich auch auf deutschem Boden so mit der Vergangenheit und “deutscher Schuld” auseinanderzusetzen, dass diese Geschichte vom Herzen her verstanden und verinnerlicht werden kann. Das wäre erforderlich, um Antisemitismus zu überwinden.
Sie sagten noch etwas darüber, dass deutsches Blut nichts auf dem Boden verloren habe, sprich dass Deutschland nichts zu tun habe mit den Konflikten Israels mit seinen Nachbarn. Sie müssen da gar nicht an deutsche Verantwortung denken. Es ist viel einfacher. WENN der Iran Israel erobern oder vernichten würde und man lieBe das Land gewähren, wäre der Islamismus damit befriedet? Oder gibt es da nicht noch andere ‘Ungläubige’??
Stellen Sie sich einfach einmal vor, Israel würde einen anderen Weg wählen: den des Antizionismus. Es käme zum Massenexodus aus Israel, zum neuen Exil. Die Deutschen würden natürlich sofort 2 Millionen Juden mit offenen Armen bei sich aufnehmen. Viele würden in die USA, Canada, nach Australien und ins übrige Europa gehen. Man überlieBe den Arabern das “Heilige Land”. Immerhin hat das Judentum lange Jahre auBerhalb des Gelobten Landes überlebt.
Würde dies den Weltfrieden sichern? Ohne den “Kriegstreiber” Israel mit seinen “Extremisten” vor Ort müsste das wohl so sein… – Und der Iran könnte endlich ungestört und friedlich seine Kernenergie nutzen…
Wirklich? —
Schöne GrüBe
Lily
Das war in den vergangenen vier Tagen der Alltag rund um den Gaza Streifen. Und gleichzeitig ein Beleg, daß radikale Palästinenser von der Hamas oder Hisbollah mit reichlich Waffen unterstützt werden. Es ist wichtig, daß derartige Berichte von dritter Seite veröffentlicht werden. Dank an Richard C. Schneider und sein Team. Bitte achten Sie auf Ihre Sicherheit !
Heute nunmehr melden die IDF, daß das veröffentlichte Bild von dem getöteten Kind aus dem Gaza Streifen, das seit Stunden gepostet wird, eine Aufnahme aus 2006 ist.
Dennoch melden viele Medien wiederholt, daß die israelische Luftwffe dieses Kind in diesen Tagen getötet hätte. Auf dem idfblog dot com ist die Fälschung der Meldung dokumentiert.
Die Gewalt in der Region muß ein Ende haben. Und hierzu müßen die Verantwortlichen auch außerhalb des Gazastreifens in Damaskus und Teheran zur Verantwortung gezogen werden.
Wer Wind sät, wird Sturm ernten, ein Hinweis aus dem Alten Testament, der sich wieder bewahrheitet hat.
Machen Sie weiter mit ihrer Berichterstattung und passen Sie auf sich auf.
Guten Tag,
herzlichen Dank für ihre tägliche Reportage und den Blog “Zwischen Mittelmeer und Jordan” den ich ebenfalls mit Interesse verfolge.
Vielleicht könne Sie mir eine Frage beantworten:
Wie kann man heraus finden wo der nächste Schutzraum ist den man bei Alarm aufsuchen soll?
Die Frage stellt sich für mich jetzt, weil Ashdod & Tel Aviv nicht weit von meinem Wohn- & Arbeitsort sind und wir heute einen weit entfernten Einschlag gehört haben.
Herzlichen Dank!
Shalom Sarah,
Informationen über den nächsten Schutzraum kann Ihnen auch die israelische Heimatschutzbehörde mitteilen (ohne dem ARD Team Tel Aviv vorzugreifen)
http://www.oref.org.il/14-en/PAKAR.aspx
(vielleicht kann die Redaktion diese Anmerkung und den Link an Sarah weiterleiten.)
Danke das sie da sind und das Zeigen was wirklich geschieht…Oder ausgelassen wird!
Hut ab! Grüsse aus Tel Aviv
Das gibt wieder einen Eindruck ins bönnsche zu Hause, den man zwar von den Fakten her theoretisch kannte, aber Bilder sind da doch eindrucksvoller.
Wie schon von den anderen geschrieben: Passen Sie auf sich auf.
Vielen Dank für diesen Bericht, der uns Europäern sehr deutlich zeigt, in was für einer Umgebung die Israelis leben. Heute sagte Herr Erdogan, dass Israel in Gaza ein Massaker verübt habe. Vielleicht sollten seine Berater auch ihm dieses Video zeigen. Er hat nämlich von der Lage in den israelischen Städten wie Ashdod keine Ahnung. Aber auch die türkischen Medien schauen nur auf Gaza und berichten nicht über die Lage in den von Terror-Raketen beschossenen israelischen Städten.
Schön zu sehen, dass die Menschen in den Schutzräumen ‘alle gleich’ sind: Israelis, Ausländer, Säkulare, Fromme (in verschiedenen Schattierungen), Bewaffnete, Zivile – und sogar Frauen!
Liebe Sarah,
das Einfachste ist, in der Umgebung herumzufragen, die Bewohner wissen meist, wo der nächste Schutzraum ist. Ansonsten wenden Sie sich auch an die deutsche Botschaft in Tel Aviv
Auch ich kann nur sagen: Passen Sie auf sich auf!!!
Der Bericht war sehr eundrucksvoll und wie Hannes schon sagte, man kennt die Fakten, aber die Bilder sprechen eine ganz eigene Sprache.
Danke, dass Sie vor Ort sind und die Gefahr in Kauf nehmen, um uns zu informieren.
OMG.
Ariel wirft impiziert den Palästinensern vor das sie nicht wie Israel die möglichkeit haben mit Flugzeugen die Anführer des Gegners direkt zu töten. Brilliant.
Natürlich muss Israel nicht akzetieren das man mit Raketen auf sein Land schießt.
Aber müssen Palästinenser es akzeptieren das man sie ab un zu mit Flugzeugen vorbeikommt und einige Raketen abwirft.
der Steve und Ariel haben beide das verloren was man einen Blick für die Perspektive nennt. Die Wahl der Mittel ist abhängig von den möglichkeiten die man hat.
“es gibt menschen, die sich nicht von fakten beeinfluessen lassen”. So Wahr.
Fallls es sowas wie “die Guten” gibt dann auf jeden fall nicht in diesem konflikt.
@chickenfood
“Aber müssen Palästinenser es akzeptieren das man sie ab un zu mit Flugzeugen vorbeikommt und einige Raketen abwirft.”
koennen sie mir nur einen bsp. nennen, wo die israelis “ab und zu” gekommen sind und einige raketen abgeworfen haben? mit ab und zu meinen sie doch bestimmt die “willkuer” bzw. “unberechenbarkeit”, wie sie auch von steve erwaehnt wird.
“der Steve und Ariel haben beide das verloren was man einen Blick für die Perspektive nennt.
ihre “ueberlegene sichtweise”, welche sie zu pflegen scheinen, bei der die opfer und taeter in ein topf geworfen werden, ist sehr typisch fuer europa. die israelis haben tatsaechlich keine perspektive und zwar aus bittere erfahrung. land fuer frieden hat ihnen keinen frieden gebracht. deswegen glaubt keiner, dass noch mehr landverziht ploetzliche zu frieden fuehren wird. in so einer situation bleibt nur eins – terrorabwehr.
“Die Wahl der Mittel ist abhängig von den möglichkeiten die man hat.”
die palaestinensische terrorgruppen (16 an der zahl) in gaza haben durchaus die “moeglihkeit, keinen terror gegen den judenstaat zu betreiben. deswegen muessen sie gar nicht auf die “mittel” zureuckgreifen und israelische zivilisten direkt angreifen, wie es in 99% der faelle passiert.
@ Chickenfood
Wen meinen Sie eigentlich mit “den” Palästinensern?
Handeln die 16 von ariel genannten Terrororganisationen, handelt die Hamas im Sinne des palästinensischen Volkes? Wer entscheidet über das militärische Vorgehen der Palästinenser in Gaza? Sind es freiheitlich und demokratisch gewählte Volksvertreter, oder hat nicht etwa die Hamas an Ägypten appellieren müssen, um den Islamischen Dschihad und PRC, die im Alleingang wahllos Raketen auf Israel abfeuern, zu einem Waffenstillstand zu bewegen? – und den sie nun nicht einhalten..
Islamische Terroristen bedienen sich aller möglichen Mittel; das ist wahr.
das ende ist endlich in sicht und der homo erektus verlässt auf ewig die bühne.
danke kriegstreiber
http://www.schwaebische.de/region/biberach-ulm/riedlingen/stadtnachrichten-riedlingen_artikel,-âTut-mir-leid-wir-hatten-grade-Alarmâ-_arid,5221478.html
Das ist ein Link von einem Zeitungsbericht den ich gegeben habe in einer Deutschen Zeitung ueber das Chaos das hier los war…..vielleicht interessiert es euch ja auch…..
Ich hoffe einfach nur das hier bald Frieden einkehrt den so kann wirklich niemand leben….Gruesse aus Ashdod
Liebe Romina,
vielen Dank für deinen Zeitungsartikel.
Ich fand ihn sehr interessant zu lesen.
Ich kann deine Mutter gut verstehen, dass sie Angst um dich hat.
Wünsche dir alles Gute und pass auch auf dich auf!
Elisabeth
Hey Sarah…du hast fast ueberall Schutzraeume auch auf der Strasse…falls du keinen findest reicht es schon wenn du in ein Hochhaus gehst….vermeide den ersten Stock…wenn das Hochhaus 4 Stockwerke hat gehe in den 2.ten Stock das ist am sichersten….nie ganz nach oben oder im Erdgeschoss ausser natuerlich es befindet sich dort eine Feuerschutztuer….WEnn du draussen bist und keinen SChutz findest leg dich auf den Boden…weg von Autos und lege die Arme ueber den Kopf bedecke das GEscicht……Hab keine Angst…die Israelis lassen dich nciht einfach dort stehen…folge denen in ein Haus wenn die das auch machen…PAss auf dich auf….Ich weiss wie du dich fuehlst ich lebe mit dem schon 3 JAhre….
Herzlichen Dank an
Herr Richard Krauß für den Link,
Herr Richard C. Schneider für den Hinweis mit der dt Botschaft und
Romina für die praktischen Hinweise.
Ich erlebe die Iraelis ebenfalls, als sehr offene, freundliche Menschen.
Nur beim Thema Gazastreifen/Raketen/Ian/Krieg heisst es immer nur gleichgültig und gelangweilt “Uns passiert nichts/Hier passiert nichts/Du brauchst dir keine Sorgen machen” …
Inzwischen weiß ich wo die nächsten “shelter” während dem Tag bzw. zu Hause sind.
Ich bin gespannt wie sich die Situation weiter entwickelt und verfolge die Nachrichten im Internet.
Meine Eltern würden mich natürlich auch am liebsten wieder nach Hause beordern. Aber dazu sehe ich im Moment noch keine Veranlassung. Zumal mein Aufenthalt auf ein paar Monate begrenzt ist.
Grüße Sarah.
Danke fuer diesen Bericht, Herr Schneider.
Sowas muesste Deutschland mal einen Monat lang jeden Tag durchmachen muessen – die unrefkletierte Daemonisierung Israels und das Verstaendnis fuer die Hamas und andere Islamisten, vorallem von Seiten der Linken, wuerde ganz schnell aufhoeren.
@ Veritas
Ihr Kommentar zur “Linken” ist interessant. Ich lese u.a. jpost.com und haaretz.com. Jerusalem Post ist offen pro-israelisch und zionistisch, politisch “rechts”, während (meiner Beobachtung nach) Ha’aretz eher nach “links” lehnt, nicht an israelischer Selbstkritik spart und einen Blick für palästinensische Interessen, eine Zwei-Staaten-Friedenslösung hat.
Während ich keine Veränderung bei jpost beobachte, hat sich der Wind bei Ha’aretz mit dem jüngsten Konflikt mit Gaza deutlich “nach rechts” – meiner Meinung nach: hin zur “Realität” – gedreht.
Es ist genau das, was Sie über Deutschland sagen. Die Realität der Bedrohung schärft die Sinne für das, was wirklich vor sich geht, und würde auch die europäische “Linke” wachrütteln.
Christian,
Sie meinen die Extremisten beider Seiten seien die Kriegstreiber.
Ich meine, Sie machen es sich mit dieser Einschätzung zu einfach.
« Früher » dachte man mehr in Täter/Opfer-Kategorien. Das ist heute nicht mehr politisch korrekt, denn wir wissen, dass alle Beteiligten “Schuld” haben, und wenn es jeder ist, dann ist es letztlich keiner bzw. wie soll man messen, wer mehr, wer weniger Schuld hat?
Ich glaube, dass es doch so etwas wie Täter und Opfer gibt, wobei das/die Opfer – auf einer anderen Ebene, spirituell gesehen – nicht zufällig Opfer sind, sondern dass das, was ihm/ihnen widerfährt, einen tieferen Sinn hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Opfer damit zugleich auch Täter wäre. In den meisten Konfliktsituationen kann man Schuld identifizieren. Das ist für eine neutrale dritte Partei natürlich unbequemer als der relativistische Ansatz, bei dem es weder Opfer noch Täter gibt, das Opfer jedoch auch nicht auf Gerechtigkeit hoffen kann.
Konkret heiBt das, dass ein “Extremisten-auf-beiden-Seiten-Urteil” leicht dahergesagt ist, womit Sie unter Umständen aber mindestens einer der beiden Seiten Unrecht tun.
Stellen Sie doch bitte einmal die “Extremisten” gegenüber, die Sie vor Augen haben, und vergleichen Sie ihre jeweilige Motivation und die daraus resultierenden Handlungen.
Ich bin heute einmal den hier erwähnten “16 Terrororganisationen im Gazastreifen” (ariel) ‘nachgegangen’, habe versucht, sie zu identifizieren. Interessant, dass jedem Namen, den ich finden konnte (Wikipedia), eine lange Liste von verübten Anschlägen folgte. Auf der jeweiligen Seite gab es auch einen Kasten, in dem zusammengefasst wurde, wie Israel auf diese Anschläge reagierte: mit Verteidigung (die natürlich auch wiederum Angriff bedeuten kann), Zivilschutz (Alarmsysteme, Bunker, Zäune, Mauern, Grenzkontrollen), “Iron Dome”, ZAKA (Katastrophenhilfsteams), und ich ergänze: mit gezielter Vereitelung geplanter Anschläge. Welche “Extremisten” meinen Sie auf israelischer Seite? Ultraorthodoxe, die sich an kurzen Ärmeln stören? “Siedler”?
[Ehm, und ich bin nicht Olli sondern Lily (wollte nur nicht erneut in dem Kasten rechts oben erscheinen)]
Das heist aber auch das unsere Regierungen im gegensatz zur Knesset einen guten Job gemacht haben. Immerhin waren wir verhasst. Oder etwa nicht? (Ja zu recht ich weiß)
Land für Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung. Dann gehören derartige Bilder und eine entsprechende Berichterstattung (hoffentlich) bald der Vergangenheit an.
Wird die Vernunft siegen?
@ Lily,
ich habe fast ein ganzes Schuljahr sehr ausführlich die Shoa in der Schule gehabt inkl. Schindlers Liste. Hinzu kam ein Theaterstück über das Warschauer Ghetto was die örtlichen Schulen gemeinsam besuchten. Der eigentliche 2. Weltkrieg wurde auf einer Seite DIN A3 abgehandelt. Die Machtergreifung dagegen sehr ausführlich im Zusammenhang mit der damaligen Zeit und möglichen Parallelen. Der Nahe Osten hat mich viele Jahre nciht interessiert.
Auf den Mittleren Osten bin ich viele Jahre später über den Umweg Jugoslawienkriege (Kurt Kopruner: Reisen im Land der Kriege) gekommen. Die mir bekannten Bücher über den Nahostkonflikt sind u.a. von Lizi Doron, Tom Segev (Die ersten Israelis & 1967), Friedrich Schreiber (Shalom Israel), …
Das die Überlebenden und Ihre Nachfahren uns als “Die” sehen ist ja nur menschlich und verständlich. Einem der letzten Überlebenden ggü. zu stehen ruft bei den meißten von uns nicht eingewanderten Deutschen Schuldgefühle hervor.
Das Existenzrecht wurde von Berlin mit der Lieferung der Exportversion der Dolphinklasse beantwortet und wird allgemein nicht angezweifelt, außer natürlich von Nazis und einigen Eingewanderten.
Verschwörungstheorien werden von der Mehrzahl nun wirklich nicht geglaubt.
Wo habe ich Israel als Kriegstreiber bezeichnet? Ich habe von Extremisten auf beiden Seiten gesprochen. Wenn ich die Einträge hier so lese, dann bekomme ich den Eindruck, dass die Isralis sich in den letzten Tagen leben sehen und die Terroristen und die Raketen des Gazastreifens ihr Ziel erreicht haben?
Spekulation:
IRAN
Man will die Atombombe zur Abschreckung eines Angriffs der Nato und anderer Mächte. Die Regierung will unangreifbar werden. Als Gegenmaßnahme wurden von Berlin ja gerade erst U-Boote der Exportversion der Dolphin-Klasse an Israel übergeben (Fähigkeit zum Abschuss von Marschflugkörpern). Außerdem wäre allein die amerikanische Antwort das entgülltige Ende Persiens. Die negativen Auswirkungen eines Atomaren Irans dürften wohl eher eine viel agressivere Hizbollah sein, sowie ein Wettrüsten zwischen Schiiten und Sunniten und kein iranischer Erstschlag.
Der Iran selber hat viele Bürger welche mit der eigenen Regierung nicht einverstanden sind. Ein Angriff würde den Bau vielleicht nur verzögern aber nicht verhindern und im schlimmsten Fall die Iraner vielleicht sogar zusammenschweißen. Genau davor habe ich Angst, dass die Sache so eskaliert, das Bodentruppen in dieses dann feindlich gesinnte Land geschickt werden müssen. -> (Gefallene-Politik-Wahlkampf-Pazifisten-Menschenrechte-militärischer Alltag vor Ort-Heimkehrer // Echo in den Köpfen der Extremisten-Sicherheitspolitik-Grundrechte // Kosten-Wirschaft-Ölpreis-soziale Situation daheim)
Meiner Meinung nach würde die Situation nach einem Luftangriff also nur schlimmer sein als davor und Israel hätte nichts gewonnen.
@ Christian,
Vielen Dank für die Erklärung Ihres Hintergrunds zum Nahen Osten (Schule und persönliches Interesse). Ich habe keinen Zweifel daran, dass das Thema in den Schulen weiterhin ausführlich behandelt wird, übe aber Kritik am Wie. Ich nenne Ihnen drei konkrete persönliche Beispiele aus meinem Bekanntenkreis:
- Eine veganisch lebende Frau, die dem Hinduismus nahesteht und alles andere als rechtsextrem ist, wird wütend bei der Vorstellung, man solle akzeptieren, dass es ein Volk geben könne, dass das Privileg besonderer göttlicher Auserwählung genieBe.
- Ein Laienprediger schlachtet jedes Jahr gemeinsam mit Freunden ein Schwein und wundert sich, wie man überhaupt auf die Idee kommen könne, Jesu Essgewohnheiten mit den eigenen in Verbindung zu bringen.
- Eine Frau, die sich sehr darüber empört, dass ihr jüdischer Kollege ab Freitagabend und am Samstag auch nicht ausnahmsweise im Büro erscheint.
Des weiteren: Sie führen an, dass Berlin klar das Existenzrecht Israels anerkenne, was durch die Lieferung der Dolphinklasse gezeigt werde. Sebastian Engelbrecht hat darüber auf tagesschau.de berichtet, und die über 100 Kommentare zur Meldung bewiesen das Gegenteil. In den Kommentaren, die ich quergelesen habe, konnte ich keinerlei Verständnis für diesen Einsatz Deutschlands für Israel finden.
Mit dem Begriff “Kriegstreiber” habe ich nicht sie persönlich zitieren wollen, sondern den Diskurs zum Thema im allgemeinen angesprochen.
IRAN/Gaza…
Die Situation Israels IST brenzlig. Dies ist mehr als eine Psychose. Israel wird von allen Seiten in seiner Existenz bedroht.
Und nein, ich denke nicht, dass es dem Iran nur darum geht, unangreifbar zu sein und dass die Bombe nur der Abschreckung dienen würde. Manche meinen es ernst, wenn sie von Vernichtung sprechen… – Leider spielt die Haltung der Bevölkerung dabei nur eine untergeordnete Rolle, und die Iraner werden sich ganz sicher nicht in Verteidigung Israels gegen die eigene Regierung stellen.
Sie denken, dass sich die Situation durch einen israelischen Luftangriff nur verschlechtern werde. Ja, das sehe ich auch so. Sie wird sich jedoch in jedem Fall weiter verschlechtern. Ich vermag nicht zu beurteilen, welche militärische Strategie in der Lage nun die ‘bessere’ sein könnte.
Schönes Wochenende!