Projektionen.

DJ-Set am Rand des Kunstevents. Rechte: BR

Am Wochenende hat in Tel Aviv das Kunstjahr offiziell begonnen. Mit einem Event. Junge Menschen in schwarzen T-Shirts tragen große Häuser aus braunem Pappkarton durch die Gegend (Titel: Die Möglichkeiten einer Stadt). Zuschauer liegen auf einer Wiese, um einer Projektion zu Moderner Klassik zu folgen. Im Programmheft stellt sich heraus, es ist eine webbasierte Oper (Titel: May B).

Eine Projektion zeigt Besucher einer Ausstellung, projeziert auf die äußere graue Hülle des neuen Anbaus des Tel Aviv Museums (Titel: Shadow Feedback). Alles sehr angenehm und harmlos. So geht es im Projekt um Migration nicht um afrikanische Flüchtlinge, die in Tel Aviv Zuflucht suchen. Es sind Daten der Vogelwanderung, die an die Front der Bibliothek geworfen werden. Und wenn so ein großer Platz wie das Kunstareal in Tel Aviv bespielt werden muss, dann endet es nicht anders als in Europa: Mit einer Fressmeile und einem DJ.

Shadow Feedback von Boris Oichermann Rechte: BREtudes of Migration Data. Rechte: BRKunst ohne Catering? Rechte: BR

War am Wochenende noch in Ramallah: Der Museumsraum des Darwisch Monuments ist fertig. Er wirkt bescheiden und aufgeräumt. Die äußere Hülle dagegen, die Steinterrassen und das übergroße Grabmahl wirken immer noch erdrückend. Ein palästinensischer Künstler hat im Gespräch schon vorgeschlagen, alles mit Pflanzen zuwuchern zu lassen.

Darwisch Museum Ramallah. Rechte: BR

 

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  1. Sehr geehrter Herr Schneider,

    vielen herzlichen Dank für Ihre Blogbeiträge (die vielleicht sicher nicht ganz ungefährlich sind). Es ist eine wunderschöne Möglichkeit etwas über Israel und den Menschen dort zu erfahren. Eine besondere Freude ist es, wenn Sie von der atemberaubenden Landschaft berichten >>und das man davon trunken vor Glück << werden kann :) , es schwappt wirklich über :) denn wenn es schon am Bildschirm soooo schön ist, wie schön muss es erst sein wenn man selbst dort sein darf… Ich beneide Sie sehr und Ihr Team….

    Nochmals Danke und einen lieben Gruss nach Israel!

  2. Ich freue mich immer wieder, auch über solche “Events” etwas zu lesen.

    Nur wäre ich glücklich über Bildunterschriften (ich nehme an, das letzte Bild ist aus dem Darwisch-Monument).