Urlaub vorbei, Grass weit weg oder: Bekloppte aller Länder vereinigt euch!

 

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  1. danke Richard Schneider für diesen Beitrag. Ich habe schon gedacht, es gibt niemanden in den deutschen Medien, der sich mal traut, die Wahrheit über diese schrecklichen Aussagen des Herrn A. zu sagen oder zu schreiben. Warum wird in deutschen Zeitungen und anderen Medien immer nur antiisraelisches(jüdisches) gebracht und wie ich feststellen musste sind auch sehr viele deutsche Leser in den verschiedenen Foren der gleichen Ansicht? Ich bin vor 6 Monaten nach Israel eingewandert, da ich immer öfter merkte, dass ich als Jüdin über Israel gar nicht mehr sprechen konnte, ohne verbal angegriffen zu werden. Es tut sehr gut, auch mal von einem deutschen Journalisten zu hören, dass die Wahrheit nicht immer dort ist, wo die Presse und Medien es wollen.
    Grüsse von Nahariya nach Tel Aviv

    • Auf welchem Planeten wohnt Ihr vollprogrammierten Menschen eigentlich?
      Seit wann berichten die Massenmedien antiisraelisch…?

    • Wir haben Satellitenüberwachung auf der ganzen Welt. Können via Infrarot jeden Furz an Anreicherung von Uran, auch unter der Erde erkennen, da die Hitze die dabei entsteht, immer via Infrarot zu sehen ist!!!!! Und es wurde bis heute nichts entdeckt. Also, wer ist wirklich daran interessiert, den Iran aus welchen Gründen anzugreifen? Es gibt bis heute keine Beweise dafütr, dass hier Atomwaffen hergestellt werden. Eine Schande für die ganze Welt, dass die USA immer wieder meint, Sie müssten überall auf der Welt Krieg treiben. Arme Welt, es wird Zeit dass so etwas aufhört. Ein pleites Land spielt Krieg, da es nichts anderes mehr kann – müssen wir blöde sein, wenn wir so langsam nicht merken, was wirklich gespielt wird. Aber das muss jeder für sich selbst raus finden! Schönes Wochenende.

      • Damit ist alles gesagt. Journalisten sollten sich weniger wichtig nehmen. Man hält die Leute für zu blöd. Schande für die medialen Narren.

    • Irit Lavi, schade, dass wir uns nicht getroffen haben. Wir lieben Israel und bewundern das standhafte Volk für die weise und humane Art, sich zu verteidigen.
      Gott ruft die Seinen zurück in das Land, das Er seinem Volk versprochen hat. Deshalb freut mich Ihre Einwanderung nach Israel. Ich wünsche Ihnen ein schnelles Eingewöhnen und bald das Gefühl, zuhause zu sein. Dass es wieder Deutsche waren, die Sie zum Weggehen getrieben haben, ist beschämend für unser Land.
      Erst recht ganz besonders liebe Grüße aus Deutschland
      Christine

  2. Lieber Herr Schneider,
    vielen Dank für Ihre mutigen und engagierten Blogs!
    zur IAEA und Irans angeblicher Weigerung zur Kooperation:
    Ist es so abwegig zu glauben, dass die IAEA nicht völlig unabhängig arbeitet, sondern dass insbesondere die USA Einfluss nehmen? Könnte es also sein, dass die IAEA versucht, außerhalb ihrer Zuständigkeitsbereiche zu arbeiten und militärische Geheimnisse herauszubekommen und dass deshalb Iran einige seiner Türen (berechtigterweise) verschlossen hält? Im Abschlussbericht der Inspektion heißt es aber dann: “Iran verweigert Zugang zu wichtigen Anlagen und legt nicht alles offen.”
    Ist es nicht auch so, dass in der Vergangenheit mehrere iranische Nuklearwissenschaftler ermordet wurden, vermutlich durch den israelischen Geheimdienst? Ist vor diesem Hintergrund die Zurückhaltung des Iran in Fragen der Kooperation nicht wenigstens etwas nachvollziehbar?
    Und glauben Sie allen ernstes, Iran würde Israel mit Atomwaffen angreifen, nur um dann als 2. vernichtet zu werden? Mir scheint es doch viel wahrscheinlicher, dass sich Iral vor möglichen Angriffen von Seiten der USA und einigen Nachbarstaaten schützen will. DAS, so meine ich, ist nach den Erfahrungen des Irakkrieges nun wirklich nicht weit her geholt.

  3. Nachtrag:
    was die in Deutschland weit verbreitete Meinung angeht, man dürfe Israel nicht kritisieren, so denke ich (und damit teile ich euch eine sehr frisch gebildete Meinung mit, ich bitte um Rückmeldungen), dass hier die Diskrepanz zwischen ‘öffentlicher Wahrnehmung’ (z.B.: die Medien kritisieren Israel gerne und häufig) und dem Verhalten / den Äußerungen der Politik für Unmut sorgt. HIER (in der Politik, den etablierten Parteien) wird Israel wirklich unverhältnismäßig wenig kritisiert.
    Jaja, de Meziere hat auch gesagt, ein Angriff auf Iran könnte unvorhersehbare Folgen haben, aber das ist wohl nicht die Art Kritik, die Israel nach Meinung der meisten Deutschen ‘verdient’ hätte (z.B. wegen des Siedlungsbaus). Was zudem zum Unmut in Deutschland und zu meinem eigenen Unmut beiträgt ist, dass von Seiten der Politik (nicht nur bei Israel) mit zweierlei Maß gemessen wird: Israel hält das Westjordanland seit dem Sechs-Tage-Krieg besetzt. Das ist ein Fakt. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein, aber ES PASSIERT NICHTS! Andere Nationen würden bei JEDER Gelegenheit von deutschen Spitzenpolitikern aufgefordert werden, diesen Zustand zu korrigieren.

    • “dass von Seiten der Politik (nicht nur bei Israel) mit zweierlei Maß gemessen wird: Israel hält das Westjordanland seit dem Sechs-Tage-Krieg besetzt. Das ist ein Fakt. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein, aber ES PASSIERT NICHTS! Andere Nationen würden bei JEDER Gelegenheit von deutschen Spitzenpolitikern aufgefordert werden, diesen Zustand zu korrigieren.”

      Ist das so? Wollen Sie denn alle Konflikte ueber einen Kamm scheren? Und was bitteschoen soll denn Deutschland?! gegen diese Besetzung unternehmen? Was SOLL denn Ihrer Meinung nach PASSIEREN, im ernst? Haben Sie eine Vorstellung davon, wie so eine Korrektur aussehen sollte?

      Und was die Pruefung der Anlagen durch die IAEA (in Kooperation mit den USA) angeht, da sind Sie wohl etwas naiv. Keiner “weiss” genau, was vor sich geht, und vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass laut IAEA der Iran noch vor wenigen Wochen kurz davor war, die Bombe bauen zu koennen, und dann tauchte in Diskussionen ploetzlich als Argument auf, es gebe laut US Regierung keine Hinweise fuer den Bau der Bombe, und da wusste es die US Regierung dann auf einmal besser. Es ist auf jeden Fall klar, dass A. durch den amerikanischen Wahlkampf erst einmal Zeit gewinnt zum Weiterbauen.

      Irgendwann wird dann schon auch etwas PASSIEREN.

      • Ja, von dem was passieren sollte habe ich in der Tat konkrete Vorstellungen:
        erstmal eine öffentliche Diskussion, in der klar festgestellt wird, dass Israel Besatzungsmacht im Westjordanland ist. Dann natürlich internationale Bemühungen unter Einbeziehung aller Parteilen (Palästinenser, Israel, USA, EU von mir aus) zur Beilegung des Konflikts. Natürlich schließt dies einen sofortigen Siedlungsstop im Westjordanland ein. Für die Gespräche müsste ein konkreter Zeitplan festgelegt werden. Ist es nicht so, dass Israel in der Vergangenheit jede Friedensbemühungen mit den Palästinensern torpediert hat? Hier müsste international (auch von Deutschland) mehr (diplomatischer) Druck ausgeübt werden. Es könnte also viel PASSIEREN, wenn man wollte!

        • “Friedensbemühungen mit den Palästinensern torpediert…”

          Gaza bietet ein Beispiel fuer die Haltung eines nicht besetzten Palaestinenserlandes gegenueber Israel.

          Vielleicht koennte da ja auch mal Druck ausgeuebt werden, so dass Israel keine Iron Domes mehr braeuchte!

          Aber klar, im Westjordanland waere das natuerlich alles anders. Warum gibt es nochmal diese Mauer und Sperrzaeune?

          • Achso, die (radikalen) Palästinenser greifen Israel einfach so an? Weil sie grad nichts besseres zu tun haben?
            Möglicherweise resultiert die negative Haltung der (so nehme ich an) Mehrheit der Palästinenser aus ihrer, sagen wir, nicht wirklich gleichberechtigten Behandlung durch die israelische Regierung?!
            Aktion = Reaktion!
            Das gilt natürlich auch für palästinensische Angriffe auf Israel.

      • Sie scheinen ja voll im Bilde zu sein. Ich wette, dass Sie auch immer vor Ort sind, um sich eine fundierte “Meinung” bilden zu können? Sie sind Wissenschaftler, Inspekteur oder jemand, der dazu überhaupt etwas fundiert sagen kann?

        Leute wie Sie sind es in nicht geringer Anzahl, die much noise ado nothing machen: viel Lärm um nichts. Wären Menschen wie Sie in der Politik, mit dieser Naivität, würde es ständig krachen.

        Glauben Sie allen Ernstes, die Russen, Chinesen und alle anderen würden die Füße still halten, wenn vor deren Tür eine atomare Zeitbombe tickt? Für wie naiv halten Sie die Welt eigentlich? Wir sind technisch im 21. Jahrhundert!

        • @ Gast:
          wie Sie mich doch missverstanden haben.. Ich maße mir nicht an, zu wissen, welche Maßnahmen die sinnvollsten wären, um wieder Bewegung in den Friedensprozess zu bringen. Allerdings gibt es einige Maßnahmen, die regelmäßig bei Konflikten in anderen Ländern ergriffen werden, ob sie nun passen oder nicht! Diese Doppelmoral ist es, die mich ankotzt.
          Meiner Meinung nach könnten die da unten machen was sie wollen, dann sollte man sich (als EU, USA) aber auch aus praktisch allen inneren Angelegenheiten anderer Staaten heraushalten!

          • Was Sie da mit dieser Doppelmoral meinen, ist nicht klar. EU und USA mischen sich ueberall da ein, wo sie sich betroffen fuehlen oder moralisch verpflichtet oder oder, und die Einmischung sieht nicht jedes Land betreffend gleich aus sondern wird notwendigerweise an die Situation und Beziehung zum Land angepasst. Einmischung kann Verhandlungen, Lieferung von Hilfsguetern oder Waffen, Sanktionen, Wirtschaftsembargos, Hilfsprogramme etc bedeuten. Es gibt nicht ein Mass fuer Israel und eines fuer alle anderen, sondern fuer jeden ein anderes.

          • @McNavara:
            Mein Statement bezieht sich auf McFly, 12. April 2012 um 17:31.

            Ich denke *Sie* recht zu verstehen.

        • @ Gast
          Und wer sind Sie, dass Sie glauben, meine Meinung in Frage stellen zu koennen? – Meine Meinung ist ein Klassiker. Ich weiss, dass ich nichts weiss, zumindest im Hinblick auf Irans atomare Anlagen, denke aber wie Sie, dass ein jeder Angst vor Atomkraft und -bomben hat und sich keiner gerne bedrohen laesst.
          Und ich weiss, dass Sie mit “much noise ado nothing” falsch liegen, Gast. Much ado about nothing or much noise about nothing.

          • @McFly: Seien wir nicht naiv. Es gibt so viele Atomwaffen auf dieser Erde, dass es überhaupt nicht ins Gewicht fällt, ob da jetzt irgendwer noch ein Bömbchen mehr oder weniger hat! Das ganze Geplänkel ist schlicht ein unsägliches Schauspiel, und jetzt bezieht man auch noch einen Literaturnobelpreisträger ein, die man als antisemitisch diffamiert. Damit IST schon mal eine Bombe “geplatzt”.

            Wer Angst vor Atomkraft hat, sollte keine Atomkraftwerke betreiben. Eigentlich hat man das Ganze auch gar nicht im Griff. Viele Havarien erfährt Otto Normalo gar nicht.

            Radiologisch können ohne allerdings auch gleich dicht machen, wobei die Strahlendosen hier weitaus geringer sind. Jeder, der bei Verstand ist, weiß, welche Auswirkungen das Zünden nuklarer Sprengsätze hat – und dass das nicht lokal/regional zu begrenzen ist. Ich würde mir selbst als “Konfliktunbeteiligter” nicht in 3000km Entfernung einen vor den Latz knallen lassen.

            Fakt ist doch: Wenn heute jemand Atomtechnik hat, egal welcher Art, dann hat er die nicht from scratch erfunden, sonmdern Zulieferer und international verfügbares (wissenschaftliches) know-how. Worum es also maximal geht, ist die Vorherrschaft um Technologie, um mittels der Abschreckungswirkung einer eventuellen Bombe (weiter) am Drücker zu sein.

            Wenn also jemand große Angst hat, dann sollte er sich von dem trennen, wovor er sich fürchtet. Es muss um Abrüstung gehen, nicht um Aufrüstung. Hier könnte Israel absolut vorangehen. Es würde dem jüdischen Glauben auch alle Ehre machen.

          • Wieso meinen Sie, dass eine Atombombe in Israel besser aufgehoben ist als in Iran?

  4. Ach Herr Schneider, dass Sie in dieser hitzig und unsachlich geführten Debatte nochmal beherzt nachtreten müssen, macht Sie zwar nicht zu einem besseren Journalisten, dafür aber zu einem sympatischen Menschen, selbst wenn ich Ihre Meinung zu Grass und dem Iran (wieder) nicht teilen kann ;-)

  5. Warum meinen die Leute, Israel nicht kritisieren zu dürfen, da es ja doch ein jeder tut ? Was steckt dahinter ?

    Schuldgefühle.

    Ganz einfach Schuldgefühle.

    Warum ? So ein Blödsinn! Wer soll den Leuten diese Gefühle denn einreden?

    Niemand.

    Alle sagen, das ist vorbei und vergessen. Es betraf eine andere Generation. Wir haben das in “Erinnerung”. “Wir” haben persönlich jedoch nichts damit zu tun, und auBer in antideutscher politischer Propaganda (z.B. aus GB) stellt das auch niemand in Frage. Dennoch –

    Täter kritisieren ihre Opfer nicht.

    Wir sind aber nicht die Täter!, und also können wir auch die Opfer, die ebenso wenig Opfer wie wir Täter sind, kritisieren!

    Und dann meldet sich trotz allem diese innere Stimme, das Gewissen, zu Wort und verbreitet ein Gefühl von Unbehagen. Das ist ärgerlich. “Ich darf doch wohl noch Israel kritisieren dürfen – [ohne dieses mulmige Gefühl]!” – Und so empfindet nicht einer allein. So empfinden viele, alle einzeln. Die anderen haben da auch diesen Mann im Ohr sitzen, der sagt, sie dürfen nicht und das gehe doch nicht. Und wenn einer dann doch Israel kritisiert, dann schauen die anderen alle groB und fragen sich, wie der andere das so locker über die Lippen bringt.

    Die Jüngeren sind weniger betroffen, da sie ja nun wirklich überhaupt nichts mit der fernen Vergangenheit zu tun haben. Sie kennen nicht einmal Erzählungen aus erster Hand von den GroBeltern. Aber sie spüren es auch – an den Blicken, an der Stille und der Befangenheit, wenn sie etwas über Israel sagen. –

    Und so wirkt die “Schuld” fort, von Generation zu Generation. Niemand erwartet das, niemand fordert das. Das ist unsere “Strafe”, die keine Strafe ist, denn niemand hat ein Urteil über uns gesprochen. Es geht hier um Ursache und Wirkung. Wir tragen die Konsequenzen der Vergangenheit. Wir stehen in vergangener Schuld, so irrational das auch sein mag. Das ist die Situation, in die wir – also die groBe Mehrheit der Deutschen – hineingeboren wurden.

    Und das ist so dumm, so sehr an den Haaren herbeigezogen, ja, so irrational eben, das kann es doch gar nicht geben! Und also ignoriert man diese Gefüühhhle und kritisiert eben trotzdem, was einem an Israel nicht passt. Was geschieht? Aus allen Ecken kommen “sie” dann daher – wirklich? – und schwenken die “Antisemitismuskeule”. Man “darf” aber auch gar nichts sagen!! —


    Es ist natürlich auch wahr, dass diese eigene Befangenheit auch Erwartungen weckt. Grass spricht, und man lauert bereits auf die Reaktionen jüdischer Verbände oder Israels, und sie bleiben dann auch nicht aus, gleich einer “self-fulfilling prophecy”.

    Ich glaube aber, dass die Betroffenen weniger AnstoB nehmen an der Kritik selbst als vielmehr an der kühlen Distanz und der Weigerung sich auf Israels Situation einzulassen und ihm als Freund zur Seite zu stehen… und da schwingt dann auch ein “nach allem, was gewesen ist” mit.

    • schön geschrieben Lily.
      Allerdings handelt es sich beim Lauern auf die Reaktion jüdischer Verbände (was ich auch bei mir selbst beobachte) keineswegs um eine self-fulfilling prophecy, da beispielsweise der Zentralrat der Juden tatsächlich bei, verzeihen Sie, jedem Furz auf der Matte steht und den betreffenden zurechtweist. Diese teilweise an Hysterie grenzenden Reaktionen nerven mich persönlich sehr! Und da kommt es in der Tat häufiger vor, dass das Wort ‘Antisemitismus’ leichtfertig in den Mund genommen wird. Meiner Meinung nach tun sich die Verbände damit keinen Gefallen, sondern Schaden ihrem Ansehen in Deutschland.

      • Mr McNavara -

        “Diese teilweise an Hysterie grenzenden Reaktionen nerven mich persönlich sehr!”

        Na, wenn das mal nicht typisch Mann ist! Jajaja. Das nervt. Es ist auch nachvollziehbar. Andererseits haben Sie nicht wirklich eine Ahnung davon, was die da so alles wahrnehmen und warum sie folglich so reagieren.

        Es wird antisemitischer Ausdruck an der Oberfläche – in Wort oder Tat – registriert , während sich der latent vorhandene, sagen wir mal, Nährboden für Antisemitismus bewusster Wahrnehmung vielfach entzieht und kaum greifbar ist. WENN dann so etwas wie diese Textung Grass‘ in die Zeitung kommt, gibt es kein Halten mehr. Die Überreaktion mag verwundern, da man glaubt, es gehe doch „nur“ um ein „„Gedicht““. Für die entsprechenden jüdischen Verbände oder israelischen Politiker ist so etwas aber immer nur die Spitze eines Eisbergs.

        Das mag nerven, aber leider ist es doch mehr als nur unbegründete Überreaktion.

        „Meiner Meinung nach tun sich die Verbände damit keinen Gefallen, sondern Schaden ihrem Ansehen in Deutschland.“

        Das ist Ihre pragmatische persönliche Meinung. Damit sagen Sie, die Verbände täten besser daran, sich etwas mehr zurückzuhalten und auch mal ein Auge zuzudrücken, so dass ihr Ansehen keinen Schaden nimmt. Aber geht es den Verbänden denn ums Ansehen oder ihre Sache? Ich denke, Ansehen sollte kein Kriterium sein. Es wäre allerdings gut, wenn sie die Notwendigkeit erkennen würden, ihre Anliegen erfolgreicher zu kommunizieren.

        • Es ist doch wohl deren Problem, was die für die Spitze des Eisbergs halten. Zentralrat der Juden in Deutschland ist legitim, aber Zentralrat deutscher Staatsbürger ist “verdächtig”. Die scheinen sich alle gegen die “bösen Juden” zuammenzurotten. Dieses Bild wird offiziell in Deutschland gefördert.

          Man kann auch Phantomangst haben, sich ständig bedroht und verfolgt fühlen und in Folge Atomwaffen als legitim ansehen. Das ist eine geniale Logik, weil doch die Juden die einzigen auf diesem Globus sind, denen derartig penetrant das Lebens- und Existenzrecht abgesprochen wird?

          Sie, Lilly, müssen sich fragen lassen, woher der untere Teil des Eisbergs kommt. Alles Faschisten und Antisemiten, oder was? Das wäre schlicht paranoid, weil es an Absurdität nicht zu überbieten ist.

          • “Zentralrat deutscher Staatsbürger ist “verdächtig”. Die scheinen sich alle gegen die “bösen Juden” zuammenzurotten. Dieses Bild wird offiziell in Deutschland gefördert.”

            Ich weiB nicht. Das kommt mir doch etwas übertrieben vor. Es ist doch immer wieder nur die Rede von Einzeltätern. Vielleicht verbreitet der Zentralrat der Juden in Deutschland ja solch ein Bild, aber man muss ihn zuerst einmal ernstnehmen und auch recht genau hinhören, um seine Stimme im allgemeinen politischen Getöse laut genug vernehmen zu können.

            “Sie, Lilly, müssen sich fragen lassen, woher der untere Teil des Eisbergs kommt. Alles Faschisten und Antisemiten, oder was? Das wäre schlicht paranoid, weil es an Absurdität nicht zu überbieten ist.”

            Wenn Sie von Faschisten und Antisemiten sprechen, warum dann nicht gleich von ‘Judenmördern’? Wir müssen diese Fremdwörter klar definieren und ihrer Bedeutung nachgehen. Jemand ist ein Mörder oder nicht. Aber ein Antisemit? Das ist ein weites Feld, und es gibt da keine klare Trennlinie zwischen Sein oder Nichtsein, offenem und latentem Antisemitismus, dem unteren Teil des Eisbergs.

            Das Leben ist manchmal absurd. Sie können mich fragen, ob ich für oder gegen Indien bin, und ich werde vermutlich antworten, dass mir die Inder einigermaBen egal sind, da ich keinen Inder persönlich näher kenne. Das heiBt, ich fühle mich den Indern verbunden in ihrem Menschsein, aber mehr auch nicht.

            So kann man natürlich auch in bezug auf Israelis empfinden und sagen: Ich kenne keinen. Die sind mir egal. Aber bei Israel ist es anders. Man ist für Israel oder gegen Israel. Egal gibt es nicht. Egal bedeutet gegen. Das ist paradox und absurd, aber so IST es. Man kann sich darüber aufregen oder versuchen, es zu verstehen. Es ist ein sehr interessanter Forschungsgegenstand.

    • Lily, was schreiben Sie hier für einen Unsinn eigentlich? Täter? Opfer? Kaum einer, wahrscheinlich niemand der hier Kommentierenden hat das Alter, ein Täter zu sein. Und die meisten Israelis sind auch keine Opfer. Es gibt noch 200.000 Holocaustüberlebende in Israel, stimmt. Aber es ging Grass nicht um “die Israelis”, die er als schätzt, sondern um die aggressive und verantwortungslose Kriegsretorik der Regierung, die wohl die rechteste Regierung seit der Gründung des Landes ist.

      Sie wollen hier jemandem Schuldgefühle einreden? Wow… fühle mich schon ganz schuldig, so was von schuldig…

      Sie meinen doch nicht etwa, “Tätersein” vererbt sich, oder? Solchen Pseudophsychologischen Unsinn jenseits jedes gesunden Menschenverstandes zu verbreiten… schämen Sie sich und versuchen Sie doch zur Abwechslung selbst zu denken, anstatt ständig leere Floskeln rauf- und runterzubeten…

      “Wir stehen in vergangener Schuld” ????? Also kumuliert sich das mit der Schuld auf in ihrem Weltbild? Also da der Adel im Mittelalter brutal gegen die Untertanen vorgegangen ist, dann ist er heute noch schuldig? Da Stalin seine eigenen Leute millionenfach umgebracht hat, ist er heute noch schuldig? Bzw. seine Enkel? Aber wer ist dann genau schuldig? Ist es Stalin als Kommunist, also sind die heutigen Kommunisten schuldig? Oder er als Georgier? Also sind die heutigen Georgier für die Ermordung von Millionen Sowjetbürger verantwortlich? Sie sehen: es macht nicht wirklich Sinn, was Sie da sagen… Wie soll man für etwas schuldig sein, bei dem man nicht nur nicht anwesend war, als es passierte, sondern nicht einmal existiert hat, das Verbrechen Jahrzehnte vor der eigenen Geburt lag…???

      Außerdem: Falls es Ihnen entgangen sein sollte: die Welt ist nicht so schwarz-weiß, wie sie sich simple Geister wie Sie wünschen: die Zuweisung von “Täter” und “Opfer” trifft nicht einmal historisch zu. Es wurden von den Nazis auch viele nicht-jüdische Deutsche ermordet: Schwule, Kommunisten, Kirchenmänner, Behinderte etc. – Diese waren Deutsche, also Angehörige des “Tätervolkes”. Wenn Sie nun Ihren Gedanken konsequent zu Ende denken, werden sie zur Schlußfolgerung kommen, daß diese ermordeten Deutschen für ihren eigenen Tod schuldig sind. Macht nicht wirklich Sinn, oder?

      (Selbst-) Denken hilft.

  6. Ich habe den Eindruck, Herr Schneider versucht mit diesem Rundumschlag sämtlichen Kritikern der agressiven israelischen Haltung gegenüber dem Iran (Drohung mit präventivem Krieg !), den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Er tut das sehr geschickt, mit seinem Ausblick auf das malerische Stadtbild von Tel Aviv verknüpft mit derr Frage : Was wäre wenn hier Raketen einschlagen?

    Lieber Herr Schneider die selbe Frage könnten Sie auch von einem Balkon in Teheran aus stellen!!!

    Und was ihre scheinbare Entlarvung des Ahmadinnedschad Zitats als authentische Drohung Israel auszulöschen betrifft: weder Linguisten noch Kenner der iranischen
    Politik werden sie davon abbringen weiterhin darauf zu bestehen – “Er(Ahmadinedschad) hat aber Jehova gesagt”(Monty Phyton – das Leben des Brian).

    • Sie vergessen nur, dass sie vom Balkon in Teheran aus vermutlich nicht sehen werden, wie die weit entfernten iranischen Atomanlagen im Bombenhagel untergehen, wie es Israel androht und plant. Irans Plan der Auslöschung Israels hingegen werden sie tatsächlich von gezeigtem Balkon in Tel Aviv aus sehen können. Auch wenn die Details vielleicht lästig sind, sind sie eben doch entscheidend. Hier steht die Androhung eines Genozids an einem demokratisch strukturierten Staat und seiner Bevölkerung gegenüber der Androhung strategischer Schläge gegen die atomare und militärische Infrastruktur eines anderen, diktatorisch strukturierten, Staates, um eben jenen Völkermord abzuwenden. Und eine der beiden Seiten verfügt über die historische Erfahrung, was Genozid bedeutet.

      • Genau, das ist die alte Keule. Gäbe es den Holocaust nicht, wäre das Ganze seitens dieser Argumentation hinfällig. Und manche Deutsche, die sich bis heute schuldig fühlen (sollen), haben natürlich auch größtes Verständnis dafür, dass ein Volk, welches mal Gegenstand einer extremen Bedrohung war, wiederum andere bedrohen darf, weil ihm atomarer Schutz schon aufgrund dieser Vergangenheit zusteht. Und weil es selbst diesen Schutz haben darf, darf es sogar den Gedanken hegen, nukleare Verseuchung über andere Völker zu bringen, denn radioaktiver Niederschlag macht an keiner Grenze halt. Israel maßt sich an, die Welt zu bedrohen – nicht anders herum. Wo kommen wir hin, wenn jeder herumbomben darf, wie es ihm gerade passt?

        NEIN! Israel unmissverständlich Einhalt zu gebieten. Es ist auch Einhalt zu gebieten, dass das als antisemitisch deklariert wird, weil Tautologie keine Validität hat.

      • Wieso Genozid?
        Es hat niemand behauptet, die israelische Bevölkerung zu vernichten.

          • Nein!
            Ahmadinedschad sagte: das zionistische (besatzungs)Regime muss Geschichte werden.

            Reuters und DPA haben es bewusst falsch übersetzt bzw. frisiert. Und seitdem plappern es alle (falsch) nach.

          • Richtig. Die Übersetzung besagt, das dass Besatzerregime verschwinden soll. Es ist nirgendwo die rede davon, das israelische/jüdische Volk auszurotten.

      • @Lars
        was sind das für Phantasien denen Sie nachhängen ?
        “wie die weit entfernten iranischen Atomanlagen im Bombenhagel untergehen”
        Sie glauben wohl immer noch an die sogennaten chirurgischen Präzisionswaffen, und dass “nur” strategische Ziele angegriffen werden sollen.

        Schauen Sie sich an was im IRAK und Afghanistan angerichtet wurde. Das begann auch mit den angeblichen Präzisionschlägen(wobei schon die ersten, entweder falsch programmiert waren, oder absichtlich zivile Ziele trafen) und mittlerweile ist die Infrastruktur weitgehend zerstört und die Menschen können sehen wie sie damit zurechtkommen.

        Und Ihre Kristallkugel, die Ihnen “Irans Plan der Auslöschung Israels” offenbart hat, sollten Sie vielleicht mal in einer ruhigen Minute mit Ihren Tarotkarten abgleichen.

        Die Organisation “Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden”, sieht jedenfalls in den Äußerungen der iranischen Führung keinen Anlass, panisch zu reagieren, geschweige denn einen “angedrohten Genozid”.

        Aus deren Stellungnahme zum Grass Gedicht:

        “Der Wunsch der im Iran Herrschenden, dass das “zionistische Regime” verschwinden möge, hat seine genaue Entsprechung im Wunsch der USA und Israels, dass das “islamistische Mullah-Regime” verschwinden möge. Unsere Medien und Politiker verteufeln das eine als “Vernichtungsdrohung gegen die Bevölkerung” und spielen das andere als “berechtigte Forderung” herunter. ”

        P.S. ich hoffe das mein Kommentar nicht wieder abgelehnt wird, ich habe diesmal den link zu dieser Organisation herausgenommen, und darf wohl erwarten, dass ich damit der netiquette Genüge getan habe.

        • @Walter Moeglich

          “Schauen Sie sich an was im IRAK und Afghanistan angerichtet wurde.”

          Schauen Sie sich an, was Praesident Assad aktuell mit seinem eigenen Volk tut und wie sich die iranische Regierung angesichts des Massakers verhaelt.

          • @ McFly:

            schauen Sie mal, wie die willkürlich brutal die Israelis mit den Palästinensern umgehen…

            P.S. Wenn Sie etwas Verständnis der Region besitzen, was ich bezweifle, dann wird ihnen klar, warum die Iraner natürlich Assad unterstützen! Alles andere wäre vollkommen unlogisch!

            Kleiner Tipp:
            Zwölferschiiten verbünden sich natürlicherweise mit den schiitischen Brüdern der Alawiten gegen die Sunnis, die den Aufstand (aus religiösen Gründen) maßgeblich führen, um die Herrschaft der schiitischen Minderheit endlich zu beenden, und von den “zuverlässigen” US-Verbündeten Saudi-Arabien, das klammheimlich seinen Steinzeitislam, der noch wesentlich extremer ist als das Religionsverständnis der iranischen Regierung, (erfolgreich) in alle Welt exportiert, unterstützt werden – aber vielleicht ist das zu kompliziert…

  7. @walter

    erstens, schauen sie sich die offizielle seite des iranischen praesidenten an. da steht naemlich geschrieben:

    illegitimate regime and a cancerous tumor should be wiped off the map.

    http://president.ir/en/10114/preview?term=wip of the map

    d.h. die “falschuebersetzung” ist die offizielle uebersetzung. wuerde es sich um einen fehler handel, haetten die iraner es zuerst korregiert.

    zweitens, – “Drohung mit präventivem Krieg !” koennen sie ihre worte mit zittaten belegen? hat israel tatsaechlich dem iran offen mit einem krieg gedroht oder handelt es sich mehr um histerie, die solche wie grass verbreiten???

    “Lieber Herr Schneider die selbe Frage könnten Sie auch von einem Balkon in Teheran aus stellen!!!”

    ne, diese frage kann man nicht stellen. es ist der iran, welcher gedroht hat tel aviv anzugreifen. israels angriff dagegegen, falls ueberhaupt, wird sich nur gegen die atom-anlagen richten. es ist die spezialtitaet von iran mit hilfe von hisbollah und hamas israelsiche zivilisten anzugreifen.

    • illegitimate regime and a cancerous tumor should be wiped off the map.

      …eben, dort ist die Rede vom “Besatzerregime” und nicht von “Israel”

    • @ariel

      Zitat: „es ist die spezialtitaet von iran mit hilfe von hisbollah und hamas israelsiche zivilisten anzugreifen“
      Und leider ist es die Spezialität von Israel anderer Länder Atomanlagen anzugreifen (Irak 1981 und Syrien 2007 auf im Bau befindliche Atom Reaktoren) und Israel wird es im Iran sicher wieder tun. Doch diesmal wird das Ziel unter anderem ein funktionierender Reaktor (Buchehr) sein.
      Und nun denken wir kurz an Fukushima und Tschernobyl…

      • Das wird nicht eintreten, weil es die Russen verhindern. Immerhin würde es praktisch vor deren Haustüre “krachen”. Ich kann Russlands Politik und Haltung nur auf das Außerordentlichste begrüßen.

    • Sehr geehrte Ariel,

      ich amüsiere mich gerade köstlich über ihre Naivität.

      • Ach, stimmt… ich kleines naives Dummerchen aber auch :D

        Ich baue mir halt die Welt, wie sie mir gefällt :-) Wenn man die komplexen und schwer verständlichen Zusammenhänge ausblendet, dann lebt es sich wesentlich einfacher und “Gut” und “Böse” ist eindeutiger und viiiiiel leichter zuzuordnen :-)

  8. Wie ist das eigentlich mit der REICHWEITE iranischer oder anderer Raketen?

    Ist dieser Balkon in Yafo im Ernstfall ein sicherer Zufluchtsort, oder wird da eine unbemannte Kamera installiert?

  9. Erste Frage: Hat Israel Atombomben?
    Zweite Frage: Hat Israel einen eigenen Reaktor zur Anreicherung von Uran zu Plutonium?
    Dritte Frage: Hat Israel irgendwann einen Atomwaffenkontrollvertrag unterzeichnet?

    Vierte Frage: Was macht den Iran gefährlicher als Pakistan, Indien, Russland, die USA, Frankreich etc. die alle schon Atombomben haben. Oder gefährlicher als Nordkorea?
    Halt, blöde Frage, Nordkorea hat kein Öl.

    Und noch kurz zu Grass – ich habe sein Gedicht etliche Male nach einem Ansatz von Antisemitismus durchsucht, aber ich bin nicht fündig worden.
    Vielleicht beantwortet jemand meine Fragen und klärt mich über den Judenhass von Herrn Grass auf.

    PS: Ich bin 1955 geboren und mit Sicherheit kein Antisemit und auch kein Neonazi.

    • @ doci

      Sie haben eine wesentliche Frage vergessen:

      Was macht Irans eventuell noch nicht gebaute Atombombe so viel gefaehrlicher als Israels atomare Streitkraft?

      Und ich habe noch eine weitere Frage:

      Wie definieren Sie Antisemitismus?

      PS: Der Jahrgang ’55 war weder antisemitisch noch rechtsradikal? Interessant. Ich glaube, Sie waren es, der weiter oben meine fachliche Kompetenz in Frage stellte, ja?

    • Dem kann ich nur zustimmen. Welche Arroganz steckt eigentlich dahinter, wenn man meint bestimmen zu können wer die Atombombe besitzen darf und wer nicht. Und die USA sind die einzige Atommacht, welche diese Waffen bisher wirklich eingesetzt hat. Wer ist hier eigentlich gefährlich?

  10. Danke für Ihre Antwort, die mich veranlasst, meine Ausführungen etwas zu konkretisieren:
    Es ist klar, dass es das berechtigte Anliegen bspw. des Zentralrats der Juden in Deutschland ist, gegen jegliche Formen des Antisemismus vorzugehen, natürlich auch in Ansätzen oder Latenzen. Da sollte selbstverständlich im Sinne der Sache und nicht im Sinne des eigenen Ansehens gehandelt werden.
    Ich bezog mich mit meinen Ausführungen jedoch auf eine Überempfindlichkeit, die Israelkritik als Antisemitismus missversteht. Hier sollten sich die Verbände etwas zurücknehmen. So ist es selbst beim Grass-Gedicht zumindest zweifelhaft, ob es als “antisemitisch” zu bezeichnen ist. Von einem “Hass-Pamphlet” (Graumann) kann jedoch wirklich keine Rede sein. Diese Aussagen sind es, mit denen sich die Verbände selbst diskreditieren.

  11. Mein jüngster Beitrag ist eine Antwort auf “Lily sagt:12. April 2012 um 16:49″

  12. Das Problem der Israelis ist nur: Kritisiert man irgendetwas an Israel, gilt man gleich als antisemitisch. Niemand möchte sich diesem Vorwurf aussetzen, erst recht nicht als Deutscher. Also wird hier immanent ein Hörigkeitsgefühl gegenüber der israelischen Regierung erzeugt. Kritiker sollen mundtot gemacht werden.

    Ich rate nur jedem: Fahrt selbst in das Heilige Land und in die Palästinensergebiete und bildet euch eine eigene Meinung. In den westlichen Medien werden die Israelis oft als die Guten dargestellt, die Palästinenser als Terroristen. Die Welt ist aber nicht schwarz-weiß. Ich war immer ausschließlich pro-israelisch eingestellt. Doch als ich mit eigenen Augen sah, wie die Palästinenser unterdrückt werden, konnte ich auch die andere Seite gut verstehen.

    Für einen Mitteleuropäer scheint der Nahost-Konflikt doch so einfach lösbar zu sein, wenn man sich mit ernsthaften Absichten um eine Beilegung des Konflikts bemüht. Leider ist dieser endlose Streit aber so emotional aufgeheizt, dass man der Ratio keine Chance gibt.

    • @ Mike

      Also, das ist nun wirklich lustig! Soll Ihnen das ernsthaft jemand abnehmen mit dem “immanenten Hoerigkeitsgefuehl” gegenueber der israelischen Regierung – von Deutschland aus?!

      Wenn Sie von “unterdrueckten Palaestinensern” sprechen, so sollten Sie die Hintergruende dieser “Unterdrueckung” genauer untersuchen sprich wie es dazu gekommen ist.

      Ich glaube nicht, dass irgendjemand glaubt, den Nahost-Konflikt so einfach loesen zu koennen, auch wenn es nicht wahr ist, dass die Diskussion nicht rational gefuehrt wuerde, worueber man natuerlich lange streiten kann.

  13. Ich frage mich wirklich, was das Ganze hier soll. Vorweg : mein Großvater war als Kommunist auch mehrere Jahre im KZ und hat am Ende Buchenwald nur, wenn auch schwerkrank, durch die Selbstbefreihung überlebt. Das zum Thema die ewige Schuld der Deutschen. Das nach dem Krieg nicht nur kleine Mitläufer, sondern auch üble Ganoven, wie zum Beispiel R. Gehlen (früher hoher Gestapo-Offizier, dann Chef des BND) und andere unbekümmert Urständ feiern konnten, sollte nicht zur Begründung der Sippenhaft aller Deutschen dienen.Das ständige gebetsmühlenartige Wiederholen der Schuld aller Deutschen sorgt nur für immer größer Ablehnung. Das selbst Foren, wie dieses für solche Aktionen regelrecht zu gepflstert werde ist schon sehr bedenklich.

    • Haben Sie sich in der Debatte verlaufen?
      Wer wiederholt denn gebetsmuehlenartig die Schuld aller Deutschen?

  14. Nachtrag:

    Ist das Ihre Art, zum Ausdruck zu bringen, dass Sie einen Menschen (Frau Amirpur) kennen und schätzen? Dann will ich lieber nicht wissen, wie Sie über Menschen reden, die Sie nicht mögen.

    • Mann, er liebt sie als Frau und kann sie fachlich bedauerlicherweise nicht schaetzen! Oder anders: Er mag sie sehr (die Frau, Sie verstehen schon?), haelt sie jedoch zumindest in dieser Sache fuer inkompetent. Simple, isn’t it?

      • Das mag ja so sein. Von einem Journalisten erwarte ich allerdings anderes.

        • Wie bitte? Erwarten Sie Unmenschlichkeit? Die Aussage in der Sache ist eindeutig. Sie unterstellen den Zuschauern, dass sie nicht trennen koennen zwischen persoenlichem Empfinden und sachlichen Fakten? Dies hier ist ein Blog und kein Lexikon!

  15. Ich bin eher enttäuscht über diesen Kommentar, weil er nichts an validierbaren Fakten bringt, welche dann zu der Meinung des Autors geführt haben können.
    Das Wichtigste wird dann zum Schluss noch nicht einmal gesagt, sondern es wird nur auf einen Kommentar in einer Zeitung verwiesen. Der Rest ist eine nebulöse Suppe aus Interpretation und Unterstellung.
    Man kann Herrn Schneider daher nicht nur die Jan-Fleischhauer-Brille und die Tatsache vorwerfen, dass er den Nachnamen von Alfred Grosser nicht richtig betonen kann, sondern in erster Linie, dass er Günter Grass’ Argumente nicht entkräftet hat.

    Das ist eigentlich enttäuschend, denn auch der “Faktencheck” von Stefan Sydow in “Spiegel-Online” unter der Überschrift “So falsch liegt Günter Grass” bestätigt den Nobelpreisträger in mehr Punkten als es ihn widerlegt.

    So wird Ihnen dann doch nur übrig bleiben, die Zuschauer in ihren ideologischen Ecken stehen zu lassen oder noch einmal sachlich auf jeden von Grass geäußerten Punkt einzugehen.
    Ich vermute, Sie entscheiden sich für die erste Variante und verdeutlichen damit aber auch, dass Sie kein objektiver, sondern auch ein ideologisch geprägter Beobachter und Kommentator sind.

    Das ist schade.

    • @peeka

      “dass Sie kein objektiver, sondern auch ein ideologisch geprägter Beobachter und Kommentator sind.”

      NIEMAND ist “objektiv”. All unsere Beobachtung ist subjektiv, gepraegt durch Erziehung, Gesellschaft, Kultur, unsere Epoche und auch persoenliche Ueberzeugungen.

      Die Frage, die Sie sich eher stellen sollten, ist, ob der Beobachter – hier: Korrespondent – bemueht ist, einen Sachverhalt genau widerzugeben und ob er zu einer intelligenten Einschaetzung in der Lage ist. Die weitere Beurteilung liegt beim Betrachter.

      Erwarten Sie, dass Korrespondenten gleich Demagogen durch vermeintliche Objektivitaet und den Absolutheitsanspruch ihrer Aussagen bestechen sollten? Oder duerfen Sie subjektiv und menschlich berichten?

      Sie finden es gut, sich noch weiter mit diesem “Gedicht” zu befassen. Und dagegen ist nichts einzuwenden. Das kann ja jeder tun, der sich davon angesprochen fuehlt. Warum aber sollte Herr Schneider Ihrer Aufforderung Folge leisten? Also, das geht doch wohl zu weit. Jeder schaut sich das ganze von einem anderen Blickwinkel her an. Schneider ist nicht gleich Der Spiegel.

  16. Nicht schlecht Herr Schneider, gar nicht mal so schlecht. Der Urlaub hat Ihnen gut getan. Hoffentlich wirken die freien Tage noch lange nach und ihr gelungener Kommentar wird nicht in der >Auch eine kaputte Uhr zweigt zweimal am Tag die richtige Uhrzeit< Schublade verschwinden.

    Schöne Grüße
    G. Franz

  17. Aus Grass’ Gedicht spricht zu allererst Feigheit. Die Feigheit des Untertanen, des Duckmäusers. Der Untertan meint, daß Freiheit etwas ist, das ihm von oben verliehen wird (im Gegensatz zu etwas, das man sich selbst immer wieder erkämpfen muß *gegen* Widerstände von überall her). Droht aus seiner Sicht “von oben” (d.h. aus Medien, Politik, was immer man als Mainstream ansehen kann) auch nur der kleinsten Gegenwind, empfindet er dies wie ein Verbot. So kommt ihre typische weinerliche, selbstmitleidige Redeweise zustande “man dürfe Israel nicht kritisieren”. Sie sind zu feige, öffentlichen Gegenwind zu ertragen, deshalb duckmäusern sie. Sie sind Memmen, im Austeilen die Helden, beim Einstecken grotesk peinliche Mimosen.

    Wenn nun jemand wie Herr Grass plötzlich sein Schweigen bricht, ist das auch kein Zeichen von Mut. Duckmäuser kommen aus ihrer Reserve, sobald sie sich als Mainstream, als Mehrheit empfinden. Und genau das ist in den letzten 10 Jahren (angestoßen durch 9/11) in Deutschland passiert: der Antisemitismus ist wieder Mainstream. Nein, in der Öffentlichkeit bemerkt man davon nicht so viel, außer natürlich in den Kommentarbereichen von Blogs und Medienportalen. Aber glauben Sie mir, im Privaten ist es unübersehbar! So grausig und widerwärtig es ist, so schwer es auch zu glauben ist: die Deutschen sind wieder mehrheitlich Antisemiten. (und nein, ich bin kein Jude, das nur nebenbei)

  18. Eine dauernd wiederholte Lüge, dass der Iraner gesagt haben soll, dass Israel von der Landschaft verschwinden müsse, wird dadurch nicht wahrer, wenn man diese dauernd wiederholt.

    Der Iraner hat tatsächlich gesagt, dass das zionistisch-rassistische Regime aus der Geschichte verschwinden muss. Dieser Ansicht, so glaube ich wenigstens, sind heute nicht nur die Iraner.

    Wie auch immer, wenn von drohenden Angriffskriegen zu hören ist, dann hört man vor allem genau das zionistische Regime aus Israel. Die Wahrheit bleibt eben die Wahrheit, auch wenn viele sich daran versuchen diese nach orwellscher Art umzukrempeln.

    • “Der Iraner hat tatsächlich gesagt, dass das zionistisch-rassistische Regime aus der Geschichte verschwinden muss.”

      Und was genau wuenscht sich der Iraner anstatt dieses “zionistisch-rassistischen Regimes”?

  19. Bravo, ein toller Beitrag zur Verdeutlichung, wer wen in deutschen Medien bezahlt! Selten habe ich mich dermaßen amüsiert über die Verdrehungen von Tatsachen und Ignoranz eines Schreiberlings. Die gläubigen – weil uninformierten – Leser bzw. Zuhörer solcher “Beiträge” werden immer seltener, Herr Schneider. Sie wissen dies, da Ihnen die ökonomischen Zustände der sog. “Qualitätsmedien” bekannt sind – und dies ist auch gut so! Wer meint, Beiträge auf diesem Niveau ungestraft veröffentlichen zu dürfen, den soll der Teufel holen – im wirtschaftlichen Sinne gemeint!

    EULENSPIEGEL

    • Hi EULENSPIEGEL!

      Sie vertun sich. Herr Schneider spricht nicht die glaeubigen sondern die frei denkenden Leser, Zuhoerer und Zuschauer an, die sich gerne anregen lassen und hinterfragen und nicht unverdaut die Meinung eines anderen schlucken moegen.

      Sie haben leider recht damit, dass sich intellektuelle Fertignahrung heutzutage besser verkauft als das frische Obst und Gemuese unter den Informationen.

  20. Super, endlich mal ein informatives,unaufgeregtes Video.
    Und sogar ein wenig Israelfreundlich, was leider sehr selten vorkommt.

  21. Ok, versuchen sie als westlicher Medienheinz mal Fragen von Balkonen in Teheran zu stellen. Da können sie schnell ihre Fragen mal von dem wunderbaren Ausblick am Baukran baumelnd stellen. (oder wohl eher dann die Interviewpartner, die dann an besagten Kran baumelnd interviewen) Achim ist eine Zumutung für seine Leute und andere – wer ihn verharmlost spuckt der iranischen Freiheitsbewegung ins Gesicht.

    Israel will keinem Iraner etwas antun. Judentum bedeutet Frieden. Arabischen Frühling gibts derzeit nur in Israel und vielleicht bald im Iran. Erste Veränderungen im Untergrund machen Mut (bspw. das Leerbleiben der Moscheen – viele Rücktritte vom politischen Islam). Der Iran ist der einzige arabische Staat, dessen Widerstand das Potential für einen wirklichen arabischen Frühling hätte (ohne Muslimbrüder und Co.). Die jeweiligen Mullah-Gegner scharren schon mit den Hufen, hoffentlich ist der Achim bald weg vom Fenster.

    Deshalb Solidarität mit Israel und mit dem iranischen Untergrund.

  22. Lieber Herr Schneider,
    hätte es einen besseren Beweises für die Gefährlichkeit einer “Israelkritik” geben können als das was Herrn Grass gerade durch Leute wie Sie widerfahren ist?
    Könnte es sein, daß der Iran wenn er es wirklich wollte, trotz seiner vollkommenen militärischen Unterlegenheit, die Vernichtung Israels schon längst versucht hätte?
    Könnte es sein, daß der Verweiss auf jüdische Beführworter israelkritischer Aussagen auch dashalb immer wieder zitiert werden, weil in den Medien meist nur “Vorzeigejuden” die veröffentlichte Meinung bestätigen?
    Herr Grass hat die Aufgabe verantwortlicher Politiker übernehmen müssen und die
    entscheidenden politischen Antworten in seinem Gedicht gegeben.
    Dies sagt viel über die politische Kultur in Deutschland aus und die Rolle die Sie und die ARD dabei spielen!

  23. Sehr geehrter Herr Schneider,
    ich verfolge Ihre Blogs mit großem Interesse, weil sie facettenreiche, nicht ideologisch vorgefertigte Einblicke in eine komplizierte Gemengelage vermitteln. Auch fand ich ihre emotionalen Einlassungen auf die larmoyanten Ergüsse von H.Grass nachvollziehbar und erfrischend.
    Nur bei zwei Punkten bin ich stutzig geworden. Sie machen Werbung für das Buch von Broder. Broder ist Vertreter einer dezidiert betonharten Pro-Netanyahu-Fraktion und bestimmt kein Anhänger einer differnezierten Auseinandersetzung. Er genießt, das Aushängeschild einiger, offen rassistischer Foren zu sein und verknüpft Kritik an seiner Person mit absurden Nazivergleichen. Was er von Ihnen und differenzierteren Annäherungen an Israel hält, kann man ja an der süffisanten Überschrift auf seinem Blog zu dem Link zu Ihrem Kommentar ablesen. Ich finde nicht, dass man für diesen rechtslastigen Einpeitscher Werbung machen sollte.
    Natürlich kann man überall folgenlos Kritik an Israel üben. Das kostet keinen Mut. Nur meiner Erfahrung nach, kann ich mit keinem Israelfreund länger als 5 Minuten über die Siedlungspolitik oder die Annektion eroberter Gebiete diskutieren. Ab da diskutieren wir über deutschen Antisemitismus, meine Schuldgefühle und den aggressiven Iran. Ich finde, die Israelverteidiger machen es sich zu einfach auf jede Kritik mit dieser Keule zu reagieren. Israelis sind nicht nur Opfer und können daraus ein berechtigt gesteigertes Sicherheitsbedürfnis ableiten, sondern sie sind auch Täter und müssen sich mit einer menschenverachhtenden Besatzungspolitik auseinandersetzen. Wo gibt es z.B. hstypeine Stellungsnahme des Zentralrates der Juden in Deutschland, wie die zukünftigen Grenzen und die Rechtssituation der dort lebenden Araber ausschauen sollen?

  24. !!! Günter Grass hat Recht !!!
    Die Welt steuert auf einen neuen Krieg zu
    & alles schweigt.
    Ist es gleich “rechts”, wenn man die
    jahrelange Lügen- u. Gewaltpolitik Israels
    und seiner Verbündeten kritisiert?
    Es geht um Unschuldige & geplantes
    Kriegsverbrechen.

    !!! Humanes Bewusstsein darf nicht sterben !!!
    Wenn Medien lügen & schweigen, von oben befehligt, stirbt das Bewusstsein der Volksmasse, die Kraft zur Veränderung. Dies ist der Weg in eine neue Tyrannei über nachfolgende Generationen, welche dem Denken entmachtet, unfähig sein werden aus Fehlern zu lernen.
    !!! Wacht auf für Eure Kinder !!!
    Gegen Stagnation & Restauration ihrer Bürgerrechte

    • “!!! Humanes Bewusstsein darf nicht sterben !!!”

      Genau, dann STOPPEN Sie endlich Ahmadinedschads Unterstuetzung des syrischen Massakers!!!

      Das waere ein willkommener Anfang.

  25. Herr Schneider, Sie fragen, wie Deutschland reagieren würde, bekäme es gesagt, es hat von der Landkarte zu verschwinden. Historisch gebildet ist festzustellen, feststellen, dass diese Formulierung sehr ähnlich von Churchill getätigt wurde – Deutsche haben also Erfahrung damit. Und da Sie Broder anführen: ein größerer Agitator ist für mich schwer vorstellbar.

    Dass Medien nicht mehr zu trauen ist, sehen wir allerorten, angefangen bei 9/11, und das hat auch Ihre Zunft, Herr Schneider, selbst mit zu verantworten. Beklagen Sie sich also nicht, wenn genau jene Leute, die auch Ihre Zunft erst dahin gebracht hat, wo sie heute ist – nämlich weitgehend un- und desinformiert – Schlüsse zieht, die ebenso unzutreffend sind wie Ihre zynische Balkon-Variante.

  26. Zuerst habe ich gedacht das mein Beitrag den Wachhunden der Kommentarprüfung nicht gefallen hat und deshalb nicht eingestellt wurde.
    Dann habe ich gesehen daß das verwenden von Links nicht gestattet ist und hab mir gedacht das ich selbst schuld bin, wahrscheinlich wurde mein Beitrag aussortiert, weil ich einen Link drin hatte.

    Dann habe ich mich daran erinnert, das ariel auch einen Link in seinem Post hat, der veröffentlicht wurde.
    Wenn ich mir ansehe was für eine Art von Beiträgen von ariel kommt (extrem PRO-israelisch) und er darf sich anscheinend über die Kommentarfunktionen hinwegsetzten, dann weiß ich jetzt auch, woher der Wind hier weht.

    Eine neutrale Berichterstattung ist wohl auch hier in diesem Blog nicht erwünscht. Schade eigetlich, der Blog hatte mir gut gefallen. Aber wenn ich die Art der PRO-israelischen Zensur sehe vergeht’s mir. Genau DAS ist der Grund warum Leute glauben Israel und Juden nicht kritiieren zu dürfen, ZENSUR.

    • An dieser Stelle möchten wir noch einmal an die im Internet geltende Netiquette erinnern, die auch für diesen Blog gilt. Wir freuen uns, wenn so viele User so kontrovers diskutieren, wie es gerade der Fall ist. Aber bitte ohne Volksverhetzung, ohne jemandem den Tod zu wünschen. Und, lieber Markus H., Links sind danach ebenfalls nicht erlaubt. Sorry, wenn uns da anfangs mal einer durchgerutscht ist.

  27. Danke Herr Schneider für diese notwendig klaren Worte und für die erfrischend ungekünstelte Art des Vortrags. Grass hat ganz einfach unfassbaren Unsinn von sich gegeben, das ist es, was gesagt werden musste. Der Iran und nicht Israel ist ein Gefahr für den Regionalfrieden.Das sehen auch die arabischen Staaten so, auch das musste noch einmal deutlich gesagt werden.

    • Vielleicht weil die arabischen Staaten, insbesondere die sunnitischen, traditionell Feinde des Iran sind?! ;)

      • ja genau deshalb und deshalb weil der Iran eine Vormachtstellung in der Region anstrebt und sich um diese mit Saudi-Arabien und Ägypten und anderen streitet, deshalb gibt es ein Nuklear-Arms-Race, wenn der Iran eine Bombe hat. Wie sagte der Saudische Botschafter in den USA lt Wikileaks: “Es wird Zeit, dass der iranischen Schlange der Kopf abgeschlagen wird, bevor es zu spät ist” und der Botschafter der VAE in den USA forderte die USA gleich zum Militärschlag auf…Hier liegt der eigentliche Konflikt, weiß Grass davon?…”dichtet” er darüber? Nein. Er dichtet über Israel, weil es ihm nicht um den “Weltfrieden” ja noch nicht einmal um den Frieden in Nahost geht, sondern weil er einen Judenknacks hat und sich an Israel im Wege der Schuldverrechnung abarbeitet. Er redet von den deutschen Verbrechen, um nahezu im gleichen Satz den Juden in Israel viel größere beabsichtige Verbrechen zu unterstellen. Israel nehme die Vernichtung des iranischen 80 Mio Volk in Kauf, und gefährde. den “Weltfrieden.”..Grass spricht Vernichtung/ Zerstörung des iranischen Volkes und spricht von “uns” Überlebenden. Zur Schuldverrechnung hat Grass im Gespräch mit Tom Segev schon die “6 Mio toten deutschen Kriegsgefangenen” erfunden (Die Zahl hat er wohl nicht zufällig ausgewählt) und jetzt das…Kein Wunder, dass er u. a. ein großer Held der NPD ist.vecvio

    • Wie sehen Sie denn Saudi-Arabien?

      Es ist leicht, sich einen missliebigen Staat oder eine missliebige Person rauszugreifen, die dann attackiert wird. Ist das intelligent? Es ist eher der Plebs, von Plebiszit.

      Grass hat zum Glück das gesagt, was ansonsten entweder unterdrückt oder in die rechte Ecke gestellt wird. Und was “rechts” ist, ist in Deutschland recht klar definiert. Das ist es, was gesagt werden muss.

      Kein einziges Land allein dieser Erde ist eine Gefahr für irgendwas. Die extreme Militarisierung der Welt und Missachtung von Völkerrecht durch die USA ist eine potentiell größere Gefahr, weil sie weniger kontrollierbar, inzwischen jedoch einigermaßen berechbar (geworden) ist. Ebenso Terrorismus, welcher merkwürdigerweise bis 2001 zwar bereits existierte, sich danach allerdings schlagartig über die Welt ausbreitete.

      Bei der heutigen Komplexität entbehren Ihre Behauptungen schlicht belastbaren Korrelationen. Und dass die Russen hinter dem Mond leben, dürfen wir alle als Illusion bezeichnen.

      • @Gast
        Ich hoffe und freue mich auf Ihre Definition von “Antisemitismus”.

  28. @McFly:
    Haben Sie einen imaginären Feind?

    Wie kommen Sie dazu, andere zu Definitionen aufzufordern – auch wenn Sie’s als Frage tarnen? Antworten suchen Sie gar nicht – Sie haben sie schon. Aufgrund überragender Kompetenz?

    • @ Tim

      Nein, ich habe keinen imaginaeren Feind. Hm?

      Ich habe immer mehr Fragen als Antworten.

      Aber natuerlich suche ich durch mein Fragen Antworten! :-)

      Hier ist immer wieder die Rede von Antisemitismus und der Kritik an Israel, welche nicht unter Antisemitismus falle. Wenn man mit solchen Begriffen umgeht, muss man zuerst definieren, was darunter verstanden wird. Wenn dies nicht geschieht, reden die Teilnehmer aneinander vorbei.

      So hinterfrage ich undifferenzierte Aussagen, die “Wahrheiten” vermitteln und den Bloggern das Denken abnehmen wollen.

      Nehmen wir zum Beispiel “Eulenspiegel”:
      “Selten habe ich mich dermaßen amüsiert über die Verdrehungen von Tatsachen und Ignoranz eines Schreiberlings. Die gläubigen – weil uninformierten – Leser bzw. Zuhörer solcher “Beiträge” werden immer seltener, Herr Schneider.”

      Welches ist der Inhalt dieser Aussage? Welches sind die Verdrehungen von Tatsachen? Worin drueckt sich die Ignoranz des “Schreiberlings” aus? Wer sind diese glaeubigen, uninformierten Leser? Und warum soll dies hier ein “”Beitrag”" sein? – Einige Beitraege KANN man nur mit unzaehligen Fragezeichen kommentieren.

  29. Weiter oben war ein Gespraechsfaden gerissen:

    @McNavara 13. April 2012 12:14

    “Achso, die (radikalen) Palästinenser greifen Israel einfach so an?”

    … Damit erinnern Sie mich nun daran, dass es da ja auch noch aus einer Ecke diese Sehnsucht nach dem Verschwinden Israels von der Landkarte gibt… oder liegt da auch einen Uebersetzungsfehler vor??

  30. “Nur was jetzt neu verlangt wird, beendet mehr oder weniger das zivile Atomprogramm zur Stromerzeugung, bzw. macht den Iran total abhängig von westlichen Brennstofflieferungen.”

    Und genau darum geht es doch die ganze Zeit. Es geht nicht darum, ob Iran Atomwaffen hat oder nicht. Es geht darum, dass die Islamische Republik nicht unabhängig sein darf, wie ihre Nachbarländer.

    Wer etwas fordert, sollte zuerst mal mit guten Beispiel vorangehen und selber das erfüllen was es von anderen Staaten fordert.

    Nein, wir leben ja auf einen Gutsherren-Planeten. Wir wissen was richtig und gut für Uns und für Euch ist. Macht gefälligst das was wir wollen. Wir haben die Weisheit mit Löffeln gefressen und ihr seid Unwissende und Barbaren. Wir wollen nur das Beste für die Welt. Also liebe Kinder hört auf eueren weisen Vater.
    Die USA mit seinen Gutsherren aus dem europäischen Westen sind einfach nur geisteskranke, verrückte Nicht-Menschen, die ihren Gott Mamon und ihre Kontroll-Sucht brauchen, weil Sie sich sonst für überflüssig und minderwertig vorkommen. Was Sie ja auch dann sind wenn ihre Masken fallen und ihre wahren Fratzen ans Tages-Licht kommen.
    Sie sind Diener des Dunklen, die alles Geld und Herrschaft über die Menschheit brauchen, weil Sie sonst ihre Lebensgrundlage die aus Ängsten und Gewalt besteht verlieren.
    Wisset, ein Leben ohne Waffen, Gewalt und Angst. Ohne Hunger und Leid wäre seit Langem möglich. Keine Armut und ein freies Leben aller Menschen rund um den Planeten wäre schon immer möglich gewesen. Die Menschen müssen es sich nur nehmen. Aber sind sie dazu auch bereit die zerstörerischen Fratzen einhalt zu gebieten?

    Die Prinzipien des Großen Spiels blieben stets die gleichen: Halte einen Großteil dumm und wiederhole ständig die gleichen Lügen! Beschäftige das Volk und lass ihnen keine Zeit zum nachdenken. Und tun sie es doch, adaptiere sie. Geht das nicht, naja……manche Probleme lösen sich selbst! Schaffe Probleme und biete Lösungen. Das schafft wieder Unterstützung und lenkt von den Plänen ab. Erarbeite eine lange Kette sich gegenseitig bedingender Abhängigkeiten und die Wohlstandsjunkies tun alles zur Stillung ihres Dranges. Biete hierzu genügend Produkte und sie bringen ihr letztes Hemd. Verbreite Schrecken und das Volk verteidigt seine Festung. Schaffe Zwietracht und Mistrauen und das Volk verteidigt sich nach Innen und gegen sich selbst. Und wer kennt sie nicht, die Regeln dieses Spiels?

    Das traurigste ist die Schafe
    denken,daß sie eine eigene Meinung
    haben und überwachen sich beim
    Gang zum Schlachthof gegenseitig,
    daß niemand ausbüchst!

    Gerne wird auch anerzogens Wissen
    mit Weisheit verwechselt!

    Dabei ist die Wahrheit so einfach
    zu finden wenn man anfängt selbständig zu denken.

    Die Lügen die, die Medien (Mainstream) verbreiten sind nicht
    eimmal logisch Nachvollziehbar.

    • “Halte einen Großteil dumm und wiederhole ständig die gleichen Lügen! Beschäftige das Volk und lass ihnen keine Zeit zum nachdenken.”

      Ich hoffe, dass Sie sich auch gerne noch dazulernen. “Mammon” bitte mit zwei “m”. Bei “zum Nachdenken” handelt es sich um ein substantiviertes Verb, also bitte mit grossem Anfangsbuchstaben. “Nachvollziehbar” schreibe ich nun mit einem grossen “N”, da es am Satzanfang steht; ansonsten aber bitte mit einem kleinen “n”, da es sich um ein Adjektiv handelt. Sie sagen: “Beschäftige das Volk und lass ihnen…”; hier muss es heiBen “ihm”, da Sie sich auf das zuvor genannte Volk (wem? ihm = Dativ) beziehen. usw.

      Nehmen Sie sich bitte kuenftig mehr Zeit zum Nachdenken, damit man Sie nicht fuer das haelt, wovor Sie warnen.

      PS: Ich ersetze Umlaute durch “ae, ue, oe”, da ich sie nicht auf der Tastatur habe.

      • “Ich hoffe, dass Sie sich auch gerne noch dazulernen.” (ich)

        Na sowas! Es muss heiBen: “Ich hoffe, dass Sie auch gerne noch dazulernen.” :-)

      • Sie schrieben doch, dass da Forum hier kein Lexikon sei. Und nun fallen Sie sich selbst in den Rücken…

  31. Nochmals die Beiträge durchgelesen. Für was soll das Schreiben in Foren gut sein? Kommen hier Menschen ins Gespräch? Eigentlich nicht.

    Keine Zeitungen mehr lesen, Rundfunk aus. TV sowieso. Keine Foren.

    Kein Buch mehr in die Hand. Meine Zeitung ist abbestellt, kein Hörfunkprogramm mehr, TV fällt sowieso weg und auch hier das Forum: für was?

    Schließlich. Keiner schafft es immer an Ort und Stelle zu sein (weltweit, wohlgemerkt). Wer beherrscht alle Weltsprachen und hat Politikwissenschaft, Physik, Geographie und Geschichte studiert, gekoppelt mit Psychologie? Selbstverständlich alle zusammen. Ja, ich habe eine Allergie bekommen. Bücher in den Keller. Zeitschriften sind im Papiersack. Her mit den Kundenzeitschriften, Sternsinger und Bistumsblatt. Bloß keine Politik mehr. Keine Weltnachrichten oder etwas, was über den Landkreis hinausreicht. Und was den öffentlichen Diskurs über Krisengebiete, Konflikte angeht: Was hilft all das Reden und Informationen? Wem vertrauen, wem Glauben schenken….

    • Liebe Thea,

      verzagen Sie mal nicht! Diese Diskussion zeigt, dass Nahost nicht der ideale Gesprächsstoff fürs Nähkränzchen und so ein Forum nicht der ideale Ort für die Begegnung von Mensch zu Mensch ist.

      Für die Klärung politischer Fronten ist dieser Ort aber doch ganz gut. Man liest sich hindurch, nickt und schüttelt mit dem Kopf, und am Ende hat man wieder etwas mehr über die Welt erfahren, was so nicht in allen Zeitungen steht oder was in den TV-Nachrichten oder im Radio berichtet wird.

      Es gibt jedoch auch hier “ruhigere” Themen.

      “Was hilft all das Reden und Informationen? Wem vertrauen, wem Glauben schenken….”

      Aber warum sagen Sie so etwas? Durch das Reden und mithilfe der Informationen können Sie lernen, die Welt besser zu verstehen. Wenn Sie aber fragen, wem Sie vertrauen können und wem Sie Glauben schenken sollen, tja, das sind Fragen die Sie berufen sind, selbst zu beantworten. Und dafür ist es doch gut, möglichst viel zu erfahren und zu wissen, um Glauben und Vertrauen nicht einfach nur dem Zufall zu überlassen, sondern verantwortungsvoll entscheiden zu können.

      • Hallo Lily,

        die Geister der Vergangenheit haben bis in unsere Tage hinein “Macht über uns”. Sonst reagierten Menschen nicht derart.
        Ruth Klüger, in zahlreichen Interviews, erzählt vom Überwinden dieser Geister.
        Und Jonathan Meese postuliert, “wir müssen uns die Symbole wieder zurückholen”.

        Diese Geister der Vergangenheit nicht füttern, sondern entmachten. Erinnern. Aber diese Geister der Entzweiung und Entmenschlichung nicht noch die Gegenwart überlassen! Nicht die Gegenwartund auch nicht die Zukunft.

        Gruß Thea (Kommentar hat mich gefreut)

        • Hallo Thea,

          es gibt hier so viele verschiedene Diskussionsstränge. Ich nehme an, dass Sie mit diesen “Geistern” die Gefühle von Schuld und Antisemitismus meinen oder das, was wir davon in unserem nationalen Bewusstsein oder auch sonst manch einer in sich tragen mag.

          “Diese Geister der Vergangenheit nicht füttern, sondern entmachten.”

          Das geht nur, wenn wir den MUT aufbringen, uns einzugestehen, dass diese Geister überhaupt existieren. Dann erst können wir sie entmachten und überwinden. Solange wir diesen Mut nicht aufbringen, bleiben sie leider als Mitesser erhalten.

  32. Sehr geehrter Herr Schneider,
    danke für Ihr Video “Urlaub vorbei, Grass weit weg oder:
    Bekloppte aller Länder vereinigt euch!”

    Ich habe dazu paar Fragen und bitte Sie, auch diese öffentlich zu
    beantworten.

    Unter dem Motto:
    “Zur Schutzpflicht Deutschlands gegenüber Israel muss daher auch
    gehören, den jüdischen Staat vor selbstmörderischen Abenteuern zu
    bewahren!” Das ist der letzte Satz von Herrn Walther Stützle,
    ehemaliger Staatssekretär des Verteidigungsministeriums in seinem
    Artikel “Was will Netanjahu”, veröffentlicht in Cicero, April 2012.

    Herr Ayatollah Khamenei, der oberste politische und geistliche Führer
    Irans, erklärte zum diesjährigen persischen Neujahrsfest:
    “Der Konflikt habe nichts mit dem behaupteten und nicht existierenden
    iranischen Atomwaffenprogramm zu tun, es geht in Wirklichkeit ums Öl.”
    Frage:
    Wird nicht in diesem Konflikt, beruhend auf verschiedenen Übersetzungen
    von Reden des Herrn Mahmud Ahmadinedschad, der Staat Israel
    missbraucht, um den Ölmultis den Besitz von iranischen Ölquellen zu
    ermöglichen?

    Israel will die iranische Atomanlagen, manche davon sind schon in
    Betrieb, zerstören. Die Radioaktivität wird freigesetzt und so
    entsteht ein Atom-GAU für die Menschen nicht nur im Iran, sondern auch
    in den Nachbarstaaten von Iran und Israel.
    Frage:
    Bekommt dafür Israel ein UN-Mandat?

    Sie haben gesagt, von Ihrem Balkon werden Sie den Untergang Tel Avivs
    beobachten. Somit haben Sie indirekt bestätigt, dass das
    Raketenabwehrsystem Israels nicht zu 100% funktioniert?
    Israel ist zwar die am besten ausgebildete und ausgerüstete
    Militärmacht im Nahen Osten, aber hat kein sicheres
    Raketenabwehrsystem! Weltweit gilt die USA-Seegestützte Raketenabwehr
    als besonders zuverlässig. Dennoch verliefen seit 2002 ganze 22 von 27
    Abfangtests nach Angaben der USA erfolgreich. Fünf Raketen sind also
    trotzdem durchgekommen; und das war nur ein Test!
    Frage:
    Was wird geschehen, wenn Iran nicht Tel Aviv, sondern den Reaktor in
    Dimona und die Orte, in denen bis zu 200 israelische Atomwaffen
    gelagert sind, mit Raketen angreift?

    Hochachtungsvoll, Stanislav Sedlacik, D-99427 Weimar

  33. Im Gegensatz zu Israel hat der Iran in den letzten 50 nJahren noch keine Angriffskriege geführt.

    Un noch etwas interessantes:
    Der Iran wird zum wirtschaftlichen Profiteur der erneuten deutschen U-Boot-Lieferung an Israel. Die islamische Republik hält seit Schah-Zeiten ein Aktienpaket von 4,5% an der ThyssenKrupp AG. Die ist alleiniger Eigentümer von HDW. Dort werden die U-Boote gebaut. Von den Gewinnen, die erzielt werden, bekommt auch Teheran seinen Anteil.

  34. @ Gast (Fortsetzung des weiter oben abgerissenen Fadens)

    “Worum es also maximal geht, ist die Vorherrschaft um Technologie, um mittels der Abschreckungswirkung einer eventuellen Bombe (weiter) am Drücker zu sein.”

    Nein. So sieht es der Westen. Es geht hier nicht um technologische Vorherrschaft oder um den Zugriff auf Irans Erdoelreserven oder ueberhaupt eine wirtschaftliche Vormachtstellung. Das sind natuerlich Faktoren, durch die Israel sich eine gewisse Unterstuetzung vom Westen sichert.

    Es sind transzendente Werte um die es zentral geht, um das Heilige Land, den Tempelberg, die Erwartung des Mehdi bzw Messias. Das sind Themen, die nicht rational diskutierbar sind. Daher klammert man sie lieber aus, wenn man sich zusammensetzt, um den Nahostkonflikt zu loesen. Man verhandelt rational an der Oberflaeche, aber weiter unten brodelt das Magma mit ungeheurer Sprengkraft weiter und draengt nach oben.

    Die atomare Gefahr gibt es ueberall. Das stimmt, und es kann uns in Staunen versetzen, dass es nicht noch mehr Unfaelle gibt und Atombomben praktisch nicht eingesetzt werden. Dennoch hat es eine andere Qualitaet, wenn ein Land – und das ist nicht nur der Iran, sondern auch Gruppen wie die Hamas, Hezbollah und die Muslimbruderschaft, denen allen am Ende Israels gelegen ist – diese Waffe einsetzen wuerde und es gar den heiligen Auftrag spuert, dies zu tun, um das Kommen des Mehdi herbeizufuehren.

  35. Erläutern Sie uns einmal, wie man einen Staat von der Landkarte streicht und eine Religionsgemeinschaft vernichtet (beides Forderung des Iran und seiner geistigen Brüder) ohne die dazugehörigen Menschen umzubringen. Sollen die alle in Konzentrationslagern umerzogen werden?

    • @Lars , zum Letzten

      “Erläutern Sie uns einmal, wie man einen Staat von der Landkarte streicht und eine Religionsgemeinschaft vernichtet (beides Forderung des Iran und seiner geistigen Brüder) ohne die dazugehörigen Menschen umzubringen.”

      Ich will Ihnen da mal auf die Sprünge helfen, obwohl ich kaum glaube, dass Sie Ihre verleumderischen Unterstellungen deswegen einstellen werden.

      Es gab einmal zwei Länder die waren durch eine Mauer und Stacheldraht voneinander getrennt. Und dann, eines Tages, fiel diese Mauer und die Menschen waren fortan vereint. Ungefähre Anzahl der Toten bei diesem Ereignis(…?), aber daran dürften ja selbst Sie sich noch erinnern können.

    • Wie oft denn noch? In den Aussagen aus dem Iran ging es um “die Beseitigung des Besatzerregimes” und nicht darum, einen Staat von der Landkarte zu tilgen o.ä. (auch wenn der Herr Schneider findet, dass darüber die Hühner lachen)

  36. Ich schließe mich an, ARD-Niveau mit suggerierter “unabhängiger” Berichterstattung.

    Mehr als die Hälfte des Videos konnte ich nicht ertragen.

    • Ja, warum kommentieren Sie dann hier, wenn Sie sich nicht fuer den Bericht interessieren? Sie “urteilen” ueber einen 10-minuetigen Vortrag, den Sie nur zur Haelfte angesehen haben! Da sind Sie wie der, der das Schwimmbad besucht, nach der Dusche wieder geht und dann das Schwimmbecken und Wasserqualitaet beurteilt…

      Wenn Sie einfach nur gerne schreiben, ohne sich zu interessieren, dann koennen Sie das doch auf Word tun oder in Ihrem Tagebuch und nicht in einem Forum, in dem Inhalte diskutiert werden.

      • @McFly:
        Nachdem Sie sich nun in gleich drei Beiträgen nichts zum Thema gesagt, sondern sich über andere ausgelassen bzw. sie zurechtgewiesen haben, will ich sie auf diesen Umstand aufmerksam machen: Ich denke nicht, dass es Ihnen zusteht, andere Beträge abseits der Thematik zu kritisieren. Falls Sie denken, dass es Ihnen doch zusteht, so halte ich es zumindest für absolut nicht zielführend.

        als Belege: “McFly sagt: 14. April 2012 um 11:18″
        “McFly sagt: 14. April 2012 um 11:32″
        “McFly sagt: 14. April 2012 um 11:35″

        zum hier beantworteten Beitrag von Ihnen:
        “Ja, warum kommentieren Sie dann hier, wenn Sie sich nicht fuer den Bericht interessieren?”
        Dass er sich nicht dafür interessiert hat Kurt doch garnicht gesagt! Sein Beitrag hat immerhin mehr Informationsgehalt als Ihre antwort: Kurt äußert seinen Unmut über die Darstellung der Thematik / die Kommentierung von Schneider in dem Video. Das ist doch ersichtlich oder? Da bedarf es doch wirklich nicht Ihres Kommentars..

        • @ McNavara

          Vielen Dank fuer Ihre Zurechtweisung.

          „Ich denke nicht, dass es Ihnen zusteht, andere Beträge abseits der Thematik zu kritisieren. Falls Sie denken, dass es Ihnen doch zusteht, so halte ich es zumindest für absolut nicht zielführend.“

          Welches ist das Ziel?

          Ich erklaere den Hintergrund meiner „Kritik“.

          Es geht hier um eine inhaltliche Thematik, ueber die sich sachlich diskutieren laesst. Die Nahost-Thematik ist immer komplex und vielschichtig. Sie umfasst den politischen, den religioesen und spirituellen Aspekt sowie hier im Blog auch die Form der Debatte.

          Wenn zwei Parteien miteinander streiten, von denen die eine dem Guten im anderen vertraut, subjektiv und ehrlich spricht und sich damit angreifbar macht, und auf der anderen Seite stehen Zuschauer, die nicht mit der gleichen Grundidee an die Diskussion herantreten, sondern die Gelegenheit nutzen moechten, um den Korrespondenten aus Prinzip oder um der Sache willen zu diskreditieren, so ist Kommunikation nicht moeglich.

          Daher habe ich bei manchen Beitraegen mehr auf die Form als die genannten Inhalte reagiert. Mit Propaganda bringe ich nur wenig Geduld auf und sollte mich wohl ganz davon fernhalten. Warum „Propaganda“? Jeder vertritt eine Meinung. Vielleicht bin ich ja nur grosszuegiger angesichts Propaganda, deren Botschaft ich teile? Das ist kaum moeglich, da Vielfalt, Pluralitaet, Querdenken und Fragenstellen fuer Propaganda prinzipiell ungeeignet sind.

          Propaganda selektiert Fakten, stoert sich an Fragen, faellt inhaltliche Pauschalurteile („der“ Westen, „die“ ARD, „der“ ideologische, nicht unabhaengige Schneider). Sie gibt sich klug und wissend – im Gegensatz zu den angeblich unkritischen, da gezielt verdummten und manipulierten Lesern. Propaganda schafft Meinung, die auf selektivem „Wissen“ beruht. Ein Gesamtbild wird suggeriert und soll lieber nicht persoenlich hinterfragt werden.

          Konkret zu Schneiders Video: Seine individuelle Meinung ist zwar subjektiv und wertend. Das darf und soll in diesem Blog so sein, auch vonseiten der vier Korrespondenten. Die individuellen Ansichten sprechen jedoch nicht von mangelnder Unabhaengigkeit sondern von genau dem Gegenteil! Gerade weil sie unabhaengig sind, geben sie ihre persoenliche Meinung preis und regen zum Weiterdenken an.

          Ich bin sehr fuer die Begegnung der streitenden Parteien (also hier den Nahostkonflikt betreffend). Daher bin ich auch ein Befuerworter der „Israel loves Iran“-Initiative. Hier wurde jedoch bereits an anderer Stelle gesagt, die Hoffnung der Aktivisten auf Frieden sei naiv. Sollen sie denn ihre weissen Fahnen schwenkend Dschihadisten in die offenen Arme (arms?) laufen?

          Genau so empfinde ich, wenn mein Wohlwollen angesichts kommunikativer Kriegsfuehrung erwartet wird. Meine Identifizierung von Propaganda basiert auf Textanalyse, Intuition und Erfahrung. Mein Umgang damit ist hart, unbarmherzig und, wenn moeglich, enttarnend, auch wenn ich mein Ziel gelegentlich verfehle bzw darueber hinaus schiesse. Ich bin immer dankbar fuer die Korrektur durch andere kritische Beobachter!

          Wir „sehen“ unser Gegenueber hier nicht, aber selbst im wahren Leben hilft das Sehen vielmals nicht. Im Leben ist es wie im Maerchen: „Das Boese“ kommt in manch schoener Gestalt suess saeuselnd daher, um zu taeuschen und verfuehren.
          Sollen wir lieber immer das Gute im anderen annehmen – oder die „Waffenruestung des Heiligen Geistes“ anlegen, kritisch pruefen und gegebenenfalls das Schwert nicht scheuen?

          „Kurt äußert seinen Unmut über die Darstellung der Thematik / die Kommentierung von Schneider in dem Video.“

          Ich glaube nicht, dass das alles ist, was Kurt zum Ausdruck bringen wollte.

          • Sie zeigen Größe McFly, Respekt!
            Dank der Darlegung Ihrer Position und Ihrer Erwartungen an diese Diskussion kann ich Ihren Unmut gut nachvollziehen. Möglicherweise kommen Sie dem Ziel einer offenen und fairen sowie sachlichen und differenzierten Diskussion (ich nehme dieses Ziel ist auch das Ihre) näher, wenn Sie sich mit Ihren Antworten auf diejenigen Beiträge konzentrieren, von denen eine ‘vernünftige’ Antwort erwartbar ist, wodurch also die Diskussion weiter belebt bzw. fortgeführt werden kann.

            “Ich glaube nicht, dass das alles ist, was Kurt zum Ausdruck bringen wollte.”
            Darüber ließe sich an dieser Stelle nur spekulieren, daher belasse ich es dabei ;)

          • @ McNavara

            “Sie zeigen Größe McFly,..”

            Ich bluffe… :-)

            “… wenn Sie sich auf diejenigen Beiträge konzentrieren…”

            Yeah, that’s the way.

      • McFly
        “dann koennen Sie das doch auf Word tun oder in Ihrem Tagebuch und nicht in einem Forum, in dem Inhalte diskutiert werden.”

        Eben, es geht um Inhalte und Sie spielen u.a. die Rechtschreibungspolizei…

  37. Das habe ich gerade im Netz gefunden:

    “Morgen, am 15. April, soll die nächste “Flytilla” stattfinden. Aus vielen Ländern wollen Unterstützer Palästinas nach Palästina fliegen, um sich dort die Verhältnisse im besetzten Westjordanland anzusehen.

    Im letzten Jahr wurden die meisten von den Israelis bereits am Flughafen abgefangen und abgeschoben. In diesem Jahr hat Israel Hilfe: die deutsche Lufthansa. Die hat etliche Tickets storniert, auf Bitten der israelischen Regierung. Die hat eine schwarze Liste unerwünschter Personen erstellt, auf der wohl nicht nur Grass steht. Nur: das mag ihr gutes Recht sein, wenn es um Israel geht. Diese Menschen aber wollen nach Palästina. Hier stellt die Israelische Regierung klar, dass ungeachtet der Oslo-Verträge Palästina weiter ihre Geisel ist. Und die deutsche Lufthansa leistet fröhlich Beihilfe.”

    • Wenn Sie die Diskussionen hier im Forum zuruecklesen, werden Sie mehr ueber die groesseren Zusammenhaenge lernen. Das kann Ihnen dabei helfen, besser zu verstehen, was da vor sich geht.

  38. Guten Morgen!

    Ich glaube schon, dass die religiösen Vorstellungen von uns allen in dieser Diskussion eine Rolle spielen – bewußt oder unbewußt.

    “Die geschichtlichen Religionen haben die Tendenz, Selbstzweck zu werden und sich gleichsam an Gottes Stelle zu setzen, und in der Tat ist nichts so geeignet, dem Menschen das Angesicht Gottes zu verdecken, wie eine Religion. Die Religionen müssen zu Gott und seinem Willen demütig werden; jede muss erkennen, dass sie nur eine der Gestalten ist, in denen sich die menschliche Verarbeitung der göttlichen Botschaft darstellt,- dass sie kein Monopol auf Gott hat; jede muss darauf verzichten, das Haus Gottes auf Erden zu sein, und sich damit begnügen, ein Haus der Menschen zu sein, die in der gleichen Absicht Gott zugewandt sind, ein Haus mit Fenstern; jede muss ihre falsche exlusive Haltung aufgeben und die rechte annehmen. Und noch etwas tut not: die Religionen müssen mit aller Kraft daruf horchen, was Gottes Wille für diese Stunde ist, sie müssen von der Offenbarung aus die aktuellen Probleme zu bewältigen suchen, die der Widerspruch zwischen dem Willen Gottes und der gegenwärtigen Wirklichkeit der Welt ihnen stellt. Dann werden sie, in der gemeinsamen Erwartung der Erlösung, so in der Sorge um die noch unerlöste Welt von heute verbunden sein.”
    (Martin Buber, Fragmente über Offenbarung, zitiert aus Martin Buber, Nachlese, Heidelberg 1965: Lambert Schneider, S. 111f)

    Ich weiß schon, Bubers Sätze sind lang, verschachtelt und umständlich. Aber mit seinem “dialogischen Prinzip” hat er vieles auf den Punkt gebracht, was im Moment notwendig wäre. Dieser Satz stammt, glaube ich , aus seiner letzten Veröffentlichung, 1963 in Israel geschrieben, wo er 1938 als überzeugter Zionist, trotzdem sehr ungern, aus Deutschland eingewandert war.

    Grüße
    Bertha

    • “…Dann werden sie, in der gemeinsamen Erwartung der Erlösung, so in der Sorge um die noch unerlöste Welt von heute verbunden sein.” (Bertha/Buber)

      Das sind idealistische und schöne Worte. Danke, Bertha.

      • Liebe Lily,
        ich hoffe nicht nur idealistisch und schön – in erster Linie Arbeitsauftrag
        Bertha

        • Liebe Bertha,

          Ich nehme noch einmal die Worte Bubers auf:

          Ihm geht es hier um den verfehlten Auftrag der Religionen, „Mittler“ zu Gott zu sein. Er sagt, „die Religionen“ müssen zu Gott und seinem Willen demütig werden und mit aller Kraft auf Gottes Willen horchen und „von der Offenbarung aus“ (dem so Gehörten?) die aktuellen Probleme bewältigen suchen. Diese existieren im Widerspruch zwischen dem Willen Gottes und der gegenwärtigen Wirklichkeit der Welt.

          Sie sehen hierin einen „Arbeitsauftrag“. Wie sieht der aus? Wer sind „die Religionen“? Ich kann mich persönlich angesprochen fühlen, vor Gott und seinem Willen demütig sein und aus diesem Verständnis an meine eigenen Probleme herangehen. Das ist machbar.

          „Die Religionen“ ist aber ein solcher Rundumschlag, dass nichts damit gemeint sein kann, oder soll der einzelne entsprechend Einfluss auf seine Religion ausüben, um damit Veränderung im groBen zu bewirken? Das ist nicht nur idealistisch, sondern geradezu utopisch. Religion ist institutionalisierter Glaube. Sie ist nicht frei von politischen Erwägungen und weltlicher Macht. Religionen werden nie machtfreies Sprachrohr oder einfach nur offenes Haus für die Menschen sein.

          „Jede muss erkennen […], dass sie kein Monopol auf Gott hat.“

          Das klingt ein wenig, als sage man einem Kind, Mama und Papa gehören ihm nicht allein, sondern müssen mit der Schwester ‚geteilt‘ werden.
          Jede Religion lebt von der Überzeugung, selbst Gott in absoluter Weise erfahren zu haben und ihm zu begegnen. Mit etwas Distanz, auBerhalb der Religionen, ist es recht einfach zu erahnen, dass die verschiedenen Religionen alle Aspekte derselben Wahrheit, des einen Gottes, von einer jeweils anderen Seite her sehen, dass Gott im Zentrum aller Religionen steht, auch wenn sich der religiöse Ausdruck von Religion zu Religion sowie auch unter dem Dach nur einer Religion sehr stark unterscheiden kann.

          Was aber würde es bedeuten, wenn eine Religion nicht mehr für sich in Anspruch nähme, ein Monopol auf Gott zu haben?

          Dazu fallen mir zwei Dinge spontan ein. Zum einen: Es wäre das Ende der Religionen. Zum anderen: Im Judentum wird das so gesehen. „Auserwählung“ bedeutet, in der Begegnung mit Gott einen besonderen Auftrag erhalten zu haben, einen Auftrag, der jedoch nicht auf AusschlieBlichkeit beruht. Es geht nie darum, andere von den eigenen Wegen überzeugen zu wollen, sondern immer nur darum, den erhaltenen Auftrag treu zu leben.

          Leider herrscht in vielen Religionen der Gedanke vor, Gott könne nur auf eine Weise verstanden werden werden, und das „richtige“ Verständnis sei Voraussetzung dafür, dass wir „in den Himmel“ kommen, während alle anderen ausgeschlossen seien.

          Bubers Worte verstehen Religion als eine relative, menschliche Einrichtung. Gott allein ist absolut, und im Erkennen dieser Wahrheit Aller Menschen liegt Bubers Erlösungsgedanke.

          Buber spricht in dem von Ihnen, Bertha, genannten Zitat nicht von konkreter biblischer Offenbarung, die keinen sanften Weg hin zur Erlösung vorzeichnet sondern vielmehr genau den Tumult und das Chaos unserer Zeit. Im Englischen gibt es dafür den Begriff der „messianic birthpangs“ (Wehen, die die Ankunft des Messias ankündigen). Die Endzeitprophetie des Islam zeigt übrigens starke Parallelen zur jüdisch-christlichen.

          • Liebe Lily,

            mir ging es beim Schreiben dieser Zeilen in erster Linie um die Schreiber in diesem blog. Ich vermute mal, hier schreiben Christen, Juden und Muslime – mehr oder weniger religiös, aber immer von der Religion ihrer Gesellschaft geprägt, mit guten oder schlechten Erfahrungen damit, und ich meine, das aus manchen Beiträgen herauslesen zu können. Judentum, Christentum, Islam – alle glauben, ihren besondere Zugang zu Gott zu haben, die Juden als die Auserwählten, die Christen als die, die den Bezug zum wahren Gottessohn haben, und der Islam mit dem Siegel der Prohpheten und dem Wissen um das endgültige Wort Gottes.
            Und tatsächlich erinnert mich das “Zusammenspiel” an das in einer Familie, in der um die Gunst des Vaters und die Nähe zu ihm gebuhlt wird: Eifersucht, Neid, zeitweilige Koalitionen, Stolz, Enttäusuchungen, Aggression, Konkurrenz – und vielleicht letztendlich doch Zusammengehörigkeit, wie das halt unter Geschwistern so ist – oder zumindest sein kann.
            Ich halte das Ringen miteinander für sinnvoll und richtig – man wächst daran. Aber dass das gemeinsame Band erhalten bleibt, auch – es zerreißt oft genug. Und so wollte ich das Buber-Zitat hier verstanden wissen.

            Und das, scheint mir, ist ein Arbeitsauftrag.

            Sie, Lily, scheinen, wie ich aus Ihren Beiträgen zu lesen meine, am “gemeinsamen Band” in diesem blog interessiert zu sein. Danke.

  39. Apropos Schuld: So viel ist klar. Mit einem Titel wie “Bekloppte aller Länder vereinigt euch!” trägt Herr Schneider selbst die Verantwortung für die Qualität der Video-Kommentierungen. ;-)

  40. Lieber Herr. Schneider,

    Danke dass sie das aussprechen was ich und viele andere denken.
    Danke dafür dass Sie den nagel genau mittig auf den Kopf treffen.
    Danke für einen mutigen, richtigen und hoffentlich wirksamen Blog.

  41. Lieber Herr Schneider,
    wir freuen uns, dass Sie die Dinge in Sachen Grass, Israel und Teheran zurechtrücken. Emotionen und Polemik sind hier fehl am Platz, klare, nüchterne Betrachtung angesagt. Da gut es gut, Ihnen als einem Kenner des Landes zuzuhören.
    Dieser Blog ist eine wunderbare Einrichtung und wir freuen uns täglich auf Neues aus Israel. Vielen Dank!

  42. Was gesagt werden muss

    Ein Mensch, der geistig eingeschränkt
    und den mit Namen jeder kennt,
    der einst bei der SS gewesen
    hat offenbart sein Geisteswesen,
    indem er nun sein Schweigen bricht
    und öffentlich zur Sache spricht.
    Ein Sozialist von dazumal
    war braun und dachte national,
    und heute ist ein linker Schwätzer
    auch Judenfeind und Judenhetzer.
    Natürlich kennt der alte Grass
    nicht ganz persönlich Judenhass,
    doch gut versteckt und eingelullt
    sind Juden doch an allem schuld.
    Dass im Islam ganz unverdeckt
    der Judenhass im Denken steckt,
    und der Iran die Bombe baut,
    wovor es auch dem Westen graut,
    um das verhasste Staatsgebilde
    zu liquidieren ohne Milde,
    all das verdrängt der Sozialist,
    der sehr beschränkt im Denken ist.
    Die Judenhasser im Iran
    sieht Grass mit großer Milde an,
    und äußert ungeschminkt empört,
    dass Israel den Frieden stört.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%

    • Wer dumm wie Stroh
      und darum roh,
      meint andersrum er sei nicht dumm
      und hört sich drum bei And’ren um
      greift auf was er so schnappen kann
      und fasst’s in Verse – armer Mann !

      Man sieht das Reimen ist nicht schwer
      doch ob’s gefällt und ob es trifft,
      da zweifelt man doch manchmal sehr.

      Auch wenn die Worte ausgesucht,
      Der Reim schön artig aufgespult,
      fehlt es an Geist und an Verstand
      sagt man: der hat sich wohl verrannt.

      Verschont er uns uns vor weit’ren Proben
      der “Dichtkunst” aus dem Reich des Groben
      so soll es nicht sein Schaden sein
      wir werden ihm drob dankbar sein

  43. “..der einst bei der SS gewesen..”,
    “..auch Judenfeind und Judenhetzer.”
    “..sind Juden doch an allem schuld.”
    Ich dachte die Nazi- und Antisemitismuskeule wäre wenigstens in diesem Forum nicht existent…
    Was mich aber noch weit mehr stört ist, dass Sie ganz offen antiislamische Äußerungen (“Dass im Islam ganz unverdeckt der Judenhass im Denken steckt”) tätigen (dürfen) (Moderation?). Oder ist das die Freiheit der Kunst? Falls Sie jetzt einwenden, dass im Koran möglicherweise entsprechende Verse stehen, so darf ich Sie auf das alte Testament verweisen..

    Ein weiterer Fehler: “Die Judenhasser im Iran”. Das ist nachweislicht nicht so! ‘Zionistenhasser’ träfe es schon eher.

    • Für fromme Muslime ist alles was der Prophet Mohammed getan und gesagt hat, wahr und heilig. Somit kommt seiner Aussage auch heute noch eine besondere Bedeutung zu: Eines Tages werde zwischen den Muslimen und den Juden ein großer Krieg ausbrechen. Der Jüngste Tag werde erst dann anbrechen, wenn auch der letzte Jude von der Bildfläche verschwunden sei.
      Die erschreckenden Sprüche, die Mahmud Ahmadinedschad seit einiger Zeit von sich gibt, sind nicht Ausdruck einer neuen politischen Denkweise oder das irre Gerede eines islamischen Extremisten, sondern Abbild eines urislamischen Gedankengutes. Er handelt dabei nicht nach seinen eigenen Vorstellungen oder gar nach Gutdünken, sonst könnte man sagen, er ist ein Verrückter oder ein Verbrecher, sondern aus tiefster religiöser Überzeugung gemäß dem Koran und seinem Vorbild Mohammed.
      Es handelt sich um eine klare Linie, die den Bogen spannt von Mohammed, der einst befahl, jeden Juden zu töten, den man ergreifen kann, über Hitler, der die Juden zunächst in Europa ausrotten wollte, bis hin zum iranischen Präsidenten, der heute den Staat Israel und alle Juden weltweit vernichten möchte. Für die gerechte Sache Allahs wird er es auch für richtig und angebracht halten, sogar Atomwaffen, falls er sie besitzen sollte, gegen die Ungläubigen einzusetzen.
      Der im Koran gründende und anbefohlene Djihad, d.h. der Einsatz für die Sache Allahs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und dem Ziel der Weltherrschaft, schließt auch diesen Schritt nicht aus.

      • “Für fromme Muslime ist alles was der Prophet Mohammed getan und gesagt hat, wahr und heilig. ”
        Das sagen Sie. Ich würde sagen: Für RADIKALE Muslime ist alles was der Prophet Mohammed getan und gesagt hat, wahr und heilig. Was sich in analoger Weise wohl auch auf radikale Christen und Juden übertragen ließe.

        “Somit kommt seiner Aussage auch heute noch eine besondere Bedeutung zu: Eines Tages werde zwischen den Muslimen und den Juden ein großer Krieg ausbrechen. Der Jüngste Tag werde erst dann anbrechen, wenn auch der letzte Jude von der Bildfläche verschwunden sei.”
        Ich darf nochmals auf das Alte Testament verweisen.

        “… sondern aus tiefster religiöser Überzeugung gemäß dem Koran und seinem Vorbild Mohammed.”
        Das A plötzlich nach seinen angeblich “tiefsten religiösen Überzeugungen” handelt, wäre mir neu..

        “Es handelt sich um eine klare Linie, die den Bogen spannt von Mohammed, der einst befahl, jeden Juden zu töten, den man ergreifen kann, über Hitler, der die Juden zunächst in Europa ausrotten wollte, bis hin zum iranischen Präsidenten, der heute den Staat Israel und alle Juden weltweit vernichten möchte.”
        Sorry, aber dieser Bogen (“klare Linie”), den Sie da spannen wollen, ist absolut lächerlich. Als gäbe es einen direkten Zusammenhang mit A und Hitler.. Nazikeule?

        “Der im Koran gründende und anbefohlene Djihad, d.h. der Einsatz für die Sache Allahs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und dem Ziel der Weltherrschaft, schließt auch diesen Schritt nicht aus.”
        Weils so schön war: Altes Testament! Hier finden Sie für nahezu jede Aussage des Koran (Aufrufen zu Genozid etc), die ‘christlich-jüdische’ Entsprechung.

        • @ McNavara

          “Altes Testament! Hier finden Sie für nahezu jede Aussage des Koran (Aufrufen zu Genozid etc), die ‘christlich-jüdische’ Entsprechung.”

          Also, da machen Sie es sich zu einfach. Wollen Sie provozieren?

          Zum einen halten sich nicht nur “radikale” Christen oder Juden an ihre heiligen Schriften, sondern ganz einfach praktizierende Glaeubige.

          Des weiteren koennen Sie nicht einfach Christen und Juden in einen Topf werfen.

          Und das bringt mich zum dritten und wichtigsten Punkt. Es mag Entsprechungen in Thora, Altem Testament und Koran geben. Identisch sind die Schriften jedoch nicht, und was viel wichtiger ist: Die Lesart der drei Religionen unterscheidet sich ganz grundlegend voneinander!

          Die Motivation des Dschihad beruht auf einem woertlichen Textverstaendnis. Im Zentrum des Christentums steht das Neue Testament, und dem Alten Testament wird vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt, auch da es in seinem woertlichen Verstaendnis oft nicht in Einklang zu bringen ist mit den Worten und dem Leben Jesu. Für die Thora schlieBlich gibt es verschiedene Leseebenen vom woertlichen bis hin zu einem mystischen Textverstaendnis, und sie wird auch nicht isoliert gelesen sondern ergaenzt durch den Talmud und andere Kommentare. Gewaltaufrufe werden niemals woertlich verstanden, auch wenn die Texte selbst nicht frei von Gewalt sind.

          Und schlieBlich missfaellt mir der Gebrauch der Begriffe Nazi- oder Antisemitismuskeule, mit dem unliebsame Aussagen auf die schnelle entkraeftet werden sollen.

          Darf man Antisemitismus beim Namen nennen, oder bedarf es da immer gleich eines Anschlags? Auf Wikipedia (ja, ja..) finden Sie als deutsche Entsprechung fuer “anti-Semitism” im Englischen: “Judenfeindlichkeit (Judenhass, Judenfeindschaft, ggfs. Judenverfolgung), inkl. Verleumdung, Diskriminierung, Unterdrueckung, lokale/regionale Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung, Ausrottung.” [...]
          Weiter: “Die Ablehnung des Zionismus und des Staates Israel nennt man Antizionismus; dieser kann antisemitische Motive verdecken.”
          Und es geht noch weiter: “Prinzipielle Judenfeindlichkeit tendierte[!] bei all ihren verschiedenen Begruendungen letztlich zur Ausloeschung des Judentums.”

          Das hat nun nicht Herr Zott gesagt. Es steht einfach so da auf Wikipedia.

        • Auch wenn das zu wissen Ihren geistigen Horizont übersteigen sollte, ist es eine Tatsache, dass sowohl Gewaltandrohung als auch Gewaltanwendung im Wesen des Islam selbst begründet sind und von Allah und seinem willigen Vollstrecker Mohammed stammen.
          „Gegner des Tötens haben keinen Platz im Islam. Unser Prophet tötete mit seinen eigenen gesegneten Händen. Unser Imam Ali tötete an einem einzigen Tag über siebenhundert Personen. Ist Blutvergießen für den Bestand unseres Glaubens vonnöten, sind wir da, unsere Pflicht zu erfüllen“. Das meint jedenfalls Ayatollah Sadeq Khalkhali, der sich, allein durch die Ehrenbezeichnung „Ayatollah“, als ein hoher Geistlicher im schiitischen Islam ausweist.
          Verlässliche Islamexperten haben nicht weniger als 204 gegen Nicht-Muslime gerichtete Verse gezählt, die jedermann im Koran nachlesen kann. Als ein Beispiel für viele Stellen, an denen zur Ermordung Ungläubiger aufgefordert wird, sei der 89. Vers der 4. Sure angeführt, der in der Koranübersetzung von Max Henning lautet: „Sie (die Allah irregeführt hat) wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr (ihnen) gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswandern in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreift sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmt keinen von ihnen zum Freund oder Helfer…“, natürlich folgt nun „außer denen…“. Aber rechtfertigen diese Ausnahmen, dass man die anderen Ungläubigen tot schlägt? Müssen sich die Muslime hier verteidigen? Die ganze Schuld derer, die man ermorden soll, besteht darin, keine Muslime zu sein und auch nicht werden zu wollen. Sie besteht einzig und allein darin, eine andere Weltanschauung und Religionsauffassung zu haben.
          Der blinde Scheich Omar Abdel Rahman von der Al-Azhar Universität in Kairo hatte wohl den geistigen Durchblick, als er auf eine Studentenfrage nach der Friedfertigkeit im Koran vor fünfhundert Studenten im Jahre 1980 sagte: „Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure, die „Die Kriegsbeute“ heißt. Es gibt keine Sure, die „Frieden“ heißt. Der Djihad und das Töten sind das Haupt des Islam, wenn man sie herausnimmt, dann enthauptet man den Islam.“ (Prof. Mark A. Gabriel: „Islam und Terrorismus“; S. 44).

          Hat etwa Omar Abdel Rahman, der sunnitische Gelehrte der Al-Azhar Universität den Koran nicht gekannt oder verkannt, oder vielleicht den Islam nicht verstanden? Es müssten allerdings viele bedeutende Geistliche des Islams, so auch Ali Hassani Khamenei, die Sache mit der Friedfertigkeit, wie sie uns ständig vorgetragen wird, gründlich missverstanden haben. Er ergänzt die Aussage über den Koran von Scheich Omar Abdel Rahman durch ein Bild des Gesandten Allahs mit den folgenden Worten: „Den Koran in der einen Hand, einen Säbel in der anderen: So führte unser Prophet seinen göttlichen Auftrag aus. Der Islam ist keine Religion für Duckmäuser, sondern Glaube derjenigen, die den Kampf und die Vergeltung schätzen“.

      • “bis hin zum iranischen Präsidenten, der heute den Staat Israel und alle Juden weltweit vernichten möchte.” *

        Das schlimme an dieser Wahnvorstellung, sie ist salonfähig!

        Ich weiß ja nicht welcher Religionsgemeinschaft Sie angehören, aber als in der christlichen Tradition aufgewachsener und geprägter Mensch fühle ich mich verpflichtet Sie an das Bibelwort zu erinnern:

        “Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.”

        Und die Tatsache, dass sie nur nachplappern was andere sagen, macht die Sache keineswegs besser.

        * Im Iran leben tausende von Juden, die nicht daran gehinderrt werden ihre Religion auszuüben oder das Land zu verlassen, warum wohl ziehen sie es vor dort zu bleiben und nicht auszuwandern(in das gelobte Land ?)

        • Um das Geschehen der Gegenwart richtig bewerten und einordnen zu können, sollte man erkennen, dass ein neuer Totalitarismus im Gewande des Islam sich zu etablieren anschickt, ein Totalitarismus, der mächtiger und gefährlicher ist als Kommunismus und Nationalsozialismus. Wir stehen heute in Deutschland vor einer ähnlichen Situation wie seinerzeit, als der Nationalsozialismus heraufzog. Auf Grund einer merkwürdigen Erkenntnisblindheit und Erkenntnisverweigerung versagen Politik und Kirchen heute wieder.
          Auch wenn man es nicht wahrhaben will und sich durch „taqiya“ täuschen lässt, der wahre Feind des Westens und des Christentums ist der Islam, der sich von Anfang an als die einzig wahre, jeder Zivilisation überlegene und für die gesamte Menschheit bestimmte Religion verstanden hat – als eine Religion, die den Auftrag Allahs, wenn nötig mit Gewalt durchsetzt.
          Da schon an der Wurzel des Islams die Forderung erhoben wird, dass alle Menschen im Auftrage Allahs, in welchen Ländern sie auch leben und welcher Religion sie auch angehören mögen, Muslime werden müssen, ist der permanente religiöse Krieg zur Unterwerfung Andersdenkender unter das Gesetz Allahs ein Wesenszug des Islams.
          So erfahren wir folgerichtig aus dem Koran, dass den Muslimen der Kampf gegen die Ungläubigen von Allah anbefohlen wird, sowohl der mit der Waffe in der Hand, was durch das arabische Wort „qital“ ausgedrückt wird, als auch der mit einem Gesamteinsatz von Zeit, Kraft, Geld und Leben für die Sache Allahs, was der arabische Terminus „djihad“ ausdrückt.
          „Der Kampf mit der Waffe (qital) ist für euch (Muslime) vorgeschrieben, obwohl er euch zuwider ist“, lesen wir im 216. Vers der 2. Sure.
          Zweifellos sind die Aussagen im Koran letztlich die Ursache des radikalen Islams und des islamischen Terrorismus unserer Tage.
          Zum Andern wird der Weltmachtanspruch, wie er heute wieder besonders laut wird, mit der Aussage Mohammeds begründet, dass er von Allah, und mit ihm alle Muslime in der Nachfolge, angewiesen wurde, die Menschen zu bekämpfen, bis sie alle Muslime geworden sind, oder sich dem Islam unterworfen haben. Uneingeschränkt gilt auch bis heute die als Hadith überlieferte prinzipielle Haltung: „Der Islam herrscht und wird nicht beherrscht!“ Das ist Programm und Ausdruck des Erwählungsbewusstseins und Totalitätsanspruchs der „einzig wahren Religion“.

    • „Allah brachte die Muslime auf die Welt, damit sie die Welt erobern und beherrschen und bevölkern. Wenn ein Volk sich dem Willen Allahs widersetzt und sich weigert, muslimisch zu sein, dann wird es zu Sklaven der Muslime werden und Steuern an die islamische Obrigkeit bezahlen. Diese Völker werden hart arbeiten, und ihr (Muslime) werdet Nutzen daraus ziehen“ (Umar ibn al-Khattab).
      Das sind keine leeren Worte eines Utopisten, sondern das Programm islamischer Expansionspolitik wie sie schon in den Anfängen verkündet wurde. Ein Szenario für „die Zukunft des Islams“ wie es Mohammed Taqi Partovi Sabzevari dargestellt hat, sieht ähnlich aus: „Der Allmächtige verhieß, der Tag werde kommen, an dem die gesamte Menschheit vereint unter dem Banner des Islam lebt, an dem der Halbmond, das Symbol Mohammeds, überall herrscht“. Diese Verheißungen Allahs gelten uneingeschränkt für alle Muslime und für alle Zeiten, so auch für die unsrige, und sie werden als immerwährender Auftrag an alle Muslime verstanden.

      Durch einen Blick in die Geschichte des Islams, zurück bis zu den Zeiten Mohammeds werden diese Grundauffassungen und das daraus folgende Vorgehen bestätigt und als islamimmanent erkennbar:
      Im zehnten Jahr nach der Auswanderung (hidjra) ließ Mohammed einen Erlass verkünden, der die „Schriftbesitzer“ vor die Wahl stellte, zum Islam zu konvertieren, Kopfsteuer zu zahlen oder getötet zu werden. Ali Dashti bemerkt ganz sachlich und richtig: „Mohammeds Verkündigung dieses Erlasses nach der Vertreibung und Vernichtung der Juden, die Inbesitznahme der jüdischen Dörfer Khaybar und Fadak und die Eroberung Mekkas zeigen deutlich, dass der Islam, wenn er einmal an die Macht gekommen ist, keine höfliche und vernünftige Diskussion mit Andersdenkenden für nötig erachtet. Die Sprache des zukünftigen Gesprächs mit ihnen war die des Schwertes“ („23 Jahre“; S. 154). Schließlich erteilte der Gesandte Allahs den Befehl, „jeden Juden zu töten, den man ergreifen kann”.

      In seinem Bestreben Medina „judenrein” zu machen, wurden nicht nur im Jahre 627 n. Chr. siebenhundert jüdische Männer von dem Stamme der Quraiza enthauptet und ihre Frauen mitsamt den Kindern versklavt, sondern auch viele Juden umgebracht, deren Schuld darin bestand, die neue Lehre nicht annehmen zu wollen. Darüber hinaus erschlug man viele unschuldige und harmlose Menschen, nur weil sie Juden waren, wie den gutmütigen Ladenbesitzer Ibn Sanaya in Medina. Von den drei jüdischen Stämmen, Banu Qaynupa, Banu Nadir und Banu Quraiza, die es in Medina um 622 n. Chr. vor Mohammeds Ankunft noch gab, und die untereinander und mit der übrigen Bevölkerung ohne strikte Trennung und fast gleichberechtigt zusammenlebten, wurden die beiden erstgenannten von Mohammed und seinen Leuten in den Jahren 624 n. Chr., bzw. 625 n. Chr. bekämpft, beraubt und innerhalb von drei Tagen vertrieben, während der letztere 627 n. Chr. „ausgemerzt“ wurde, um es mit einem Begriff aus der Nazizeit zu sagen. „Der Einsatz von Truppen, politische Morde und Blutvergießen ohne eine erkennbare menschliche oder moralische Rechtfertigung, all das gehörte zum Instrumentarium für den Aufstieg des Islams”, bemerkt Ali Dashti zutreffend in seiner Mohammed-Biographie („23 Jahre“; S. 278).

      • SIe haben es wohl nicht verstanden… Im Alten Testament werden Sie völlig analoge Verse finden!! Das beweist: Aufrufe zu Gewalttaten in heiligen Büchern sagen nichts – genauer: nicht notwendigerweise etwas (damit sind Ihre Aussagen bereits entkräftet) – über die Gewaltbereitschaft einer Religionsgemeinschaft!

        • Abgesehen und unabhängig vom Inhalt ist ein Vergleich von Bibel und Koran falsch. Unter der richtigen Voraussetzung, dass der Logos, das ewige göttliche Wort, nach Bekunden des Islams ´Buch´, und nach christlicher Auffassung ´Fleisch´ in der Gestalt Jesu wurde, der Koran also in einer analogen Betrachtungsweise von Islam und Christentum an der Stelle von Jesus Christus steht, ist diese Gegenüberstellung unsinnig. Mohammed ist allenfalls vergleichbar mit den zwölf Aposteln, und der Hadith mit den Evangelien oder der Apostelgeschichte.

        • Es gibt im wesentlichen zwei Wege, auf denen Verständigung zwischen Anhängern der monotheistischen Weltreligionen funktionieren kann.

          Die eine Möglichkeit (1) ist, die eigene Religion (Absolutheitsanspruch, Dogma) nicht zu ernst zu nehmen, sie in der Begegnung mit anderen am besten ganz aus dem Spiel zu lassen (Laizismus/McNavara?).

          Die andere Möglichkeit (2) besteht darin, die eigene Religion besonders ernst zu nehmen, indem das Augenmerk nicht auf Äusserlichkeiten gelegt, sondern Spiritualität und mystisches Verstehen kultiviert werden.

          Der erste Ansatz wirkt vielversprechend, scheitert aber oft am menschlichen Egoismus, da die absoluten Wahrheiten dann ausserhalb der Religionen und fern von Gott gesucht werden, und wer mag da “recht” haben?

          Der zweite Ansatz hingegen bereitet den Weg zur Erkenntnis des von Bertha weiter oben beschriebenen “gemeinsamen Bandes” und kann so dauerhaften Frieden stiften.

          • Ergänzung:

            Eine dritte Möglichkeit(3) beschreibt wie das Verständnis untereinander misslingt: Ein jeder pocht auf Dogma und ÄuBerlichkeiten, und wirkliche Begegnung ist nicht möglich. Das Ergebnis ist nicht selten Krieg.

            Aber selbst bei Krieg da drauBen kann es Frieden im kleinen geben.

      • Vielen Dank Herr Helmut Zott. Würde Ihnen gerne einen link schicken, darf man hier aber nicht.

  44. Mit welchen Mitteln versucht man heute in der islamischen Welt diesen Auftrag Allahs umzusetzen? Die Ölvorkommen dieser Erde liegen fast ausschließlich in den islamischen Ländern, was die Muslime als Vorsehung und Geschenk Allahs, aber auch als Verpflichtung betrachten. Der daraus resultierende ungeheuere Reichtum eröffnet heute weltweite Möglichkeiten.
    Durch das islamische Almosenspenden, das keineswegs eine Liebesgabe aus Mitleid im christlichen Sinne, sondern eine religiöse Pflicht ist und unseren staatlichen Steuerabgaben entspricht, wird jeder reiche Moslem, und somit auch die Ölscheichs, gezwungen, ein Vierzigstel der Jahreseinnahmen zu „spenden“.
    Diese ungeheueren Summen, die beispielsweise aus Saudi Arabien stammen, fließen an „Wohltätigkeitsorganisationen“ in Amerika und Europa. Nur ein kleiner Teil des Geldes wird tatsächlich für Wohltätigkeit verwendet, der größte Teil fließt, nachdem er zwischen den zahlreichen Tarnorganisationen durch vielfaches Hin- und Herspenden gewaschen wurde, an Hamas, Hisbollah und Al Kaida.
    „Das ist der geniale Hintergedanke des Netzes islamischer Organisationen, das von Abdallah Azzam, Bin Ladens Mentor und geistiger Vater, geknüpft wurde. Was könnte reinigender und edler sein, als das Geld einer karitativen Organisation zu spenden? Die Organisation wiederum leitet das Geld an eine Tarngruppe weiter, die als Denkfabrik oder religiöse oder schulische Einrichtung fungiert. Von dieser Tarngruppe gelangt das Geld zum Dschihad und den Mudschaheddin“ („Die Terroristenjägerin“, S. 368).
    Die Almosensteuer für den Dschihad, oder gar den Terrorismus als eine besondere Form des Dschihad, zu verwenden, ist aus islamischer Sicht keineswegs zweckentfremdend oder unmoralisch. Jeder Moslem, der Bedarf hat, kann unterstützt werden, und schon Mohammed, der das größte Vorbild der Muslime ist, hat diese Gelder für seine kriegerischen Unternehmungen verwendet. Schließlich ist der Dschihad ja das Mittel zur Erfüllung des göttlichen Auftrags, der da lautet, die ganze Menschheit unter das Gesetz Allahs zu bringen. Natürlich fließen auch beträchtliche Summen an die vielen Vereine und Organisationen in Amerika und Europa, die den Moscheebau, den Aufkauf von Grund und Boden oder andere Formen der Islamisierung betreiben.
    Der Koran, die Sunna und die Scharia sind die geistigen Quellen, das Öl die materielle Grundlage für die Islamisierung dieser Erde.
    Der „ungläubige“ Westen finanziert durch den unvermeidbaren Öleinkauf und den Verkauf seiner modernsten Waffen an die Ölländer deren Aufrüstung und damit letztlich seinen eigenen, von Allah gewollten Untergang.
    Der Brennpunkt ist Jerusalem. Nicht nur Israel produziert schon seit der Staatsgründung Atomwaffen, auch die islamische Seite rüstet unentwegt auf und verfügt über Atomwaffen. Wie viel Atommaterial durch den Zerfall der UdSSR in den Besitz der ehemaligen moslemischen Sowjetrepubliken gelangt ist und heute unter islamischem Einfluss steht, ist schwer zu entscheiden.
    Für die gerechte Sache Allahs wird es jeder fromme Moslem für verpflichtend und angebracht halten, auch Atomwaffen gegen die Ungläubigen einzusetzen und Atombomben abzuwerfen. Er hat ja, ohne persönliche Verantwortung übernehmen zu müssen, von Allah selbst die Lizenz zum Töten und kann dabei aus dem Koran den 17. Vers der 8. Sure rezitieren: „Und nicht erschlugt ihr sie, sondern Allah erschlug sie; und nicht warfst du, als du warfst, sondern Allah warf“.
    Ein Moslem meint denn auch: „Die Welt muss zerstört werden, damit das islamische Reich kommen kann. In diesem islamischen Reich wird es keine Juden und keine Christen mehr geben; der Islam ist die Krönung dieser Religionen“.
    In diese Richtung gehen auch die Gedanken des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, der alles tun will, um die schnelle Rückkehr des verschollenen „Zwölften Imam“ herbeizuführen oder herbeizubomben. Nach diesen Vorstellungen erfolgt die Rückkehr zum Auftakt eines am Ende siegreichen Krieges der rechtgläubigen Muslime gegen Israel und den Rest der Welt. Im Klartext bedeutet dies das Ende der bestehenden Welt und die Schaffung des Friedens auf Erden, durch „jenes perfekte und reine Wesen, das die Welt mit Gerechtigkeit und Frieden erfüllen wird“.

    • Ich verwahre mich gegen Ihre Pauschalierungen! “Ein Moslem..”, “Der Islam..”
      Unerträglich!
      Mein vorheriger, längerer Beitrag wurde offenbar (aus mir nicht ersichtlichen Gründen) zensiert.

  45. Was für eine irre Diskussion. Hier wird ein mächtiger Eintopf gekocht, man sollte die Temperatur etwas zurücknehmen.

  46. Lieber Herr Schneider,

    ich akzeptiere gern Ihre Meinung, auch wenn ich sie nicht teilen kann. Woher haben Sie denn all diese Paranoia gegenüber dem Iran? Sie haben doch bislang immer durch ausgeglichene und verständnisvolle Viedoblogbeiträge geglänzt, aber nun das?

    Wieso geben Sie in ihrem Blog den wirren und kruden Theorien eines Broder Raum, ohne sie IRGENDWIE kritisch einzuordnen, und empfehlen sogar seinen aufgeschriebenen Unsinn? Wie kommen Sie darauf, solche “gewichtigen” Broderschen Albernheiten wie “Alibijuden” (wobei Sie das Wort allerdings nicht aussprechen) ersthaft in ihrem Blog (einseitig und einfach das altbekannte “wohldurchdachte” “Argument” von Broder wiedergebend) anzusprechen? Wie kommen Sie als (wie ich zumindest bislang immer dachte) ernstzunehmender und umfassend informierter und mit Fachwissen glänzender Journalist dazu, die pöbelnde und umherschreiene Unwissenheit eines Broder über die Fachkompetenz einer iranisch-stämmigen Religionswissenschaftlerin, die im Gegensatz zu jenem sowohl im Persischen als auch im Deutschen flüssig ist, zu stellen? Kann es sein, daß eine Religionswissenschaftlerin als solche eher an den Inhalten interessiert ist (was Sie in Ihrer leider fast schon Broder-ähnlichen Überheblichkeit als “herumeiern” abtun), zumindest ist eines sicher, daß eine Wissenschaftlerin mit Sicherheit mehr an Fakten und Sachlichkeit interessiert als ein gewisser alter sinn- und taktlos umherpöpelner “Buchautor”, meinen Sie nicht auch? Wäre es für Sie auch vorstellbar, daß Menschen wie Broder ein grundsätzliches Problem mit dem Islam und Moslems haben? Es gibt ja keinerlei Indizien dafür, fürchte ich…

    Dieser Blogeintrag war leider absolut unterirdisch, wissen Sie das? Plumpe Meinungsmache basiered auf Broderscher “Wahrheit”, leider voll von Einseitigkeit und allzu wirrem Gedankengut…

    Ich bin wirklich sehr enttäuscht, von diesem unglaublich schlechten und undurchdachten Post von Ihnen. Ich meinte bislang, Ihr Weltbild würde auf das haltlose Geschwafel von Broder und seinen Geistesbrüdern nicht viel geben, sondern eher alle Seiten und Perspektiven zu verstehen zu versuchen, aber jetzt entlarven Sie sich als ein Jünger, der die Broderschen Wahrheiten der Welt als “brilliant” empfiehlt. Vor allem hätte ich Ihnen geistige Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zugetraut, war aufgrund Ihrer Videoblogeinträge sogar recht überzeugt davon. Wie man sich irren kann…

    Wie können Sie meinen, andere Sichtweise und wohlfundierte Meinungen (ich würde vermuten, daß diese Frau ein Mehrfaches vom Wissen über Religion und Politik des Iran besitzt als Sie und der Broder zusammen) mit einem arroganten “und da lachen ja die Hühner” abzutun, meinen entkräften zu können? Sie sagen “die Behauptung [...] ist albern und das ist dumm, das ist einfach nur dumm…” – Herr Schneider, je öfter ich mir diesen Post anschaue, umso stärker wird mein Unwohlsein. Sie scheinen sich plötzlich in einen pöbelnden Arroganzklecks verwandelt zu haben. Was ist mit Ihnen geschehen im Urlaub? Doch nicht etwa Tag und Nacht Broder gelesen? Wie können Sie anderen (fundierten) Meinungen den Wert absprechen und nach Ihrer eigenen brillianten Analyse feststellen, es sei “einfach nur der Versuch, Menschen zu verblöden”?????!!!!! Das ist unglaublich, Herr Schneider, absolut unglaublich! Mir ist absolut schleierhaft, welche Laus Ihnen über die Leber gelaufen ist, so ein unterirdisches Niveau der Öffentlichkeit zuzumuten…

    • Anna –

      Sie illustrieren in wunderbarer Weise die weiter unten von Michael beschriebene “Empörung”!

      Sie scheinen Broder gut zu kennen und haben mich sehr neugierig auf sein Buch gemacht, danke!!

      Sie nennen Broders “pöblende und umherschreiende Unwissenheit” und sagen er sei ein “alter sinn- und taktlos umherpöpelnder “Buchautor”". Lachen musste ich über den kleinen Tippfehler, denn nicht jeder, der herumpöbelt, popelt auch gerne. :-)

      Aber am besten hat mir gefallen, dass Sie den, den Sie mit “Lieber Herr…” ansprechen, weiter unten als “pöbelnden Arroganzklecks” bezeichnen. Chapeau!

      Ihrer Einschätzung von Herrn Schneider schlieBe ich mich gerne an: ein umfassend informierter und mit Fachwissen glänzender Journalist, absolut ernstzunehmen, ja!

      “Je öfter ich mir diesen Post anschaue…”

      Ich finde auch, dass der Blog sehr gelungen ist, aber – ehrlich gesagt – ich habe mir den Post nur EINmal angesehen. Jeder kann das natürlich handhaben wie er will, aber Sie fahren mit EINmal-Sehen vielleicht auch besser, also wegen Ihres Unwohlseins.

      • MOI: toll, daß Du lesen kannst und daß Du es der gaaaanzen, großen Welt auch beweist! Wow, das macht mich wirklich sprachlos! Lesen klappt immerhin schon gut, aber mit dem Denken geht es offensichtlich noch nicht so recht… macht nichts, MOI, Du bist nicht allein…

      • MOI, Sie sind ein toller hecht! Anna’s Beitrag ist keine Empörung, sondern sie plädiert einfach für etwas mehr Sachlichkeit, die in diesem Post nun wirklich nicht reichlich gesät ist. Endschuldigen Sie meine Einschätzung, aber damit scheinen Sie auch nicht gerade gesegnet zu sein…

  47. Von der Landkarte tilgen muss getilgt werden

    Kein Satz wird so häufig Mahmud Ahmadinedschad in den Mund gelegt wie dieser: Israel muss von der Landkarte getilgt werden. Das Problem ist nur – er hat diesen Satz nie gesagt. Es ist unglaublich wie hartneckig diese Lüge sich halten kann und ständig wiederholt wird, obwohl schon seit Jahren von vielen Seiten auf die falsche Übersetzung hingewiesen wurde. Es wird immer weiter von “Vernichtung”, “Auslöschung”, “ins Meer treiben” gesprochen. Interessant ist, jetzt kommt ein Eingeständnis sogar von höchster Seite Israels, der Satz ist falsch und muss weg.

    Die Kontroverse um das Grass-Gedicht hat wieder viele Politiker, Kirchenvertreter, Medienleute, Publizisten und sonstige Lügner dazu veranlasst, die falsche Behauptung über Ahmadinedschad zu zitieren.

    So der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, der sagte, in dem Grass-Gedicht werde die Bedrohung der Existenz des Staates Israel und der vom iranischen Präsidenten ausgesprochener Vernichtungswille “verharmlost und ignoriert”.

    Oder die Journalistin und Kandidatin für Die Linke bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2012, Beate Klarsfeldt, die sagte, der Iran drohe ständig damit, den Staat Israel auszulöschen, und arbeite an der Entwicklung einer Atombombe.

    Oder ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, der sagte, “Israel ist der einzige Staat auf Erden, der offen mit Vernichtung bedroht wird – und zwar von der iranischen Führung.”

    Oder Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, in dem er sagte: “Der peinliche Vergleich, den Günter Grass zwischen Israel und dem Iran gezogen hat, einem Regime, das die Schoah leugnet und zur Vernichtung Israels aufruft, sagt sehr wenig über Israel und viel über Herrn Grass.”

    Netanjahu hatte bereits bei seinem letzten Besuch in Washington im März Barack Obama eine Festrolle mit dem Buch Esther überreicht. Darin geht es um den ersten vergeblichen versuchten Genozid am jüdischen Volk durch den Perser Haman. Die Botschaft Netanjahus an Obama ist klar: Ahmadinedschad ist der moderne Haman, der das israelische Volk ausrotten will. Israel muss sich mit einem Präventivschlag dagegen wehren.

    Dabei sind beides unverschämte Lügen, die angedrohte Vernichtung Israels durch den Iran und die Arbeit an einer Atombombe.

    Bereits sein Vorgänger Ehud Olmert entwickelte das falsche Zitat zu der Behauptung weiter, der iranische Präsident spreche “von der völligen Zerstörung und Vernichtung des jüdischen Volkes” und schlug den Bogen zur atomaren Bedrohung Israels durch Iran. Die unterstellte atomare Bedrohung ebenso wie die mutmassliche verbale Drohung können so jederzeit einen Angriff auf Iran rechtfertigen.

    Was hat Ahmadinedschad aber wirklich gesagt?

    Am 26.10.2005 sprach Ahmadinedschad auf einer Konferenz bei der es um den Zionismus ging. Dort listete er Vorhersagen von Imam Khomeini über Regime auf, die eingetroffen sind. Wie, das Regime von Saddam Hussein und das Sowjet-Regime wären verschwunden. Dann zitierte er eine weiter Vorhersage von Khomeini mit den Worten: “Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, wird von den Seiten der Geschichte verschwinden”.

    Das heisst, das waren nicht die Worte oder die Meinung von Ahmadinedschad selber, sondern er zitierte Khomeini und Vorhersagen die er gemacht hatte. Wenn man es vereinfacht ausdrückt lautet der Satz: “Das Besatzerregime muss Geschichte werden.” Das ist keine Aufforderung zum Vernichtungskrieg, keine Drohung zur Vernichtung Israels, sondern nur die Aufforderung, die Besatzung Jerusalems zu beenden, so wie es in vielen UN-Resolutionen verlangt worden ist.

    Quelle der falschen Wiedergabe der Aussage von Ahmadinedschad sind die grossen westlichen Nachrichtenagenturen, die die Übersetzung dieser Passage lieferten. Sie machten daraus: Israel von der Landkarte radieren (AFP), Israel von der Landkarte tilgen (AP, Reuters), Israel ausrotten (DPA). Dann haben natürlich alle Medien und alle Feinde des Iran die Lüge übernommen und wiederholen sie bei jeder Gelegenheit schon seit 7 Jahren.

    Israels Vize-Premierminister gibt flasche Zitierung zu

    Der Journalist und Präsentator für Al-Jazeera, Teymoor Nabili, hat jetzt eine erstaunliche Aussage von Dan Meridor, den Vize-Premierminister Israels, bei einem Interview festhalten können. Bei seinem Treffen in Jerusalem hat er etwas gehört, was er noch nie vorher gehört hat.

    Das Thema des Gesprächs waren die P5+1 Verhandlungen in Istanbul, das Atomprogramm des Iran und die ständige Drohung Israels den Iran angreifen zu wollen. Da Merodor auch Minister für die Geheimdienste und für die Atomenergie ist, war er die richtige Person um darüber zu sprechen.

    Obwohl Merodor einige Themen ausgewichen ist, bohrte Nabili nach und stellte ihn die Frage über Irans angeblicher Drohung “Israel von der Landkarte zu tilgen” und ob Ahmadinedschad das wirklich jemals gesagt hat.

    Meridor: (Irans Führung) kommen alle aus einer idiologischen, religiösen Richtung, mit der Aussage, Israel ist eine unnatürliche Kreation, es wird nicht überleben. Sie haben nicht gesagt ‘wir werden es tilgen’, ja Sie haben recht, aber es wird nicht überleben, es ist ein Krebsgeschwür, es sollte entfernt werden.

    Nabili: Ja, ich win froh Sie geben zu, sie haben nicht gesagt, sie werden es tilgen, denn sicherlich was die israelischen Politiker …

    Meridor: … sagen es wird getilgt, muss getilgt werden …

    Merodor fragt sich jetzt, war es ein momentaner Konzentrationsverlust oder ein ehrliches Eingeständnis? Aber egal, der Vize-Premierminister Israels gibt damit zu, die falsche Aussage “von der Landkarte tilgen” muss aus den politischen Dialog getilgt werden.

    Das heisst auch, die israelische Regierung weiss ganz genau was Ahmadinedschad wirklich gesagt hat. Sie nutzen die falsche Übersetzung der Nachrichtenagenturen und erfinden damit eine Bedrohung, die gar nicht existiert, um sich als Opfer darstellen zu können, mit dem Recht auf präventive “Selbstverteidigung”.

    Es wird wirklich Zeit, dass die Politiker, Medien und alle anderen die wissenlich es mit der Wahrheit nicht genau nehmen, endlich aufhören die Lüge zu verbreiten, der Iran baut eine Atombombe und will damit Israel vernichten. Es gibt keine Rechtfertigung für einen Angriff auf den Iran und auch keine für Sanktionen.

    • Und wieso steht dann auf den iranischen Mittelsteckenraketen “Tel Aviv”?
      Warum gibt es Rufe wie “Death to Israel” oder “Down with Israel”?
      Warum wird Israel als ein Krebsgeschwür bezeichnet, dass man entfernen muss?

  48. Vielleicht ein nicht-”zionistisch-rassistisches Regime”?

  49. Sehr geehrter Herr Schneider,
    meinen Respekt haben Sie für den Mut, so eine Diskussion hier loszutreten. Ich hoffe nur, Sie werden nicht von dieser Lawine begraben.

    Liest man die Kommentare zu diesem Betrag und zu Israel allgemein, kann ich Fatih Cevikkollu nur zustimmen, wenn er im Einband seines Buchs “Der Moslem-TÜV” schreibt:
    Typisch deutsch ist: die Lust am Recht auf Empörung. Ich bitte zu beachten, dass es sich hierbei um eine Lust handelt – will sagen, die kleinste Aussicht auf eine berechtigte Beschwerde löst beim Deutschen ein Gefühl nahezu sexueller Erregung aus. Er stößt ein triumphales ‘Das ist ja unerhört!’ aus, steckt sich die Zigarette danach an und fragt sein Gewissen: “Na, wie war ich?”

    Der Begriff “Apartheid” von Herrn Gabriel (den ich nicht für den hellsten deutschen Politiker halte) ist deshalb so “lustig”, weil Deutschland selbst ein Apartheidsystem gegenüber hier lebenden Türken eingerichtet hat. Nachdem das nicht mehr unter dem Teppich zu halten war, hat man flugs die Schuld dafür den integrationsunwilligen Türken in die Schuhe geschoben. Natürlich hatten wir auch hier wieder zweiseitige Empörung (bei der CSU über die Türken und bei den Grünen über die CSU), dass es nur so eine Lust war.

    Dass neben Herrn Grass offenbar auch viele andere Herrn Achmadinedschad glauben geschenkt haben, als er im ZDF ein dementsprechendes Interview gegeben hat, mag bedauerlich sein, ist allerdings keinesfalls verwunderlich. Wie jeder totalitäre Anführer besitzt auch Herr Achmadinedschad eine narzißtische Persönlichkeitsstörung, und mit dieser geht immer die Fähigkeit einher, Menschen in seinen Bann zu ziehen und nach seinen Vorlieben zu manipulieren.

    Achmadinedschads wie Grass’ Taktik gegen Israel ist jedenfalls leicht zu durchschauen:
    1. Weise auf falsche Verhaltensweisen Deiner Gegner hin, um eine negative Grundstimmng gegen sie zu erzeugen. Verwende dazu ein Thema mit möglichst großem Empörungspotenzial.
    2. Spiele Dich als Retter der armen Unterdrückten auf, um die Sympathien der Empörten auf Dich zu ziehen. Das funktioniert bei Empörten automatisch, wenn sie die Empörung insbesondere zum Aufrechterhalten der Illusion der eigenen Selbstgerechtigkeit benötigen.
    3. Stelle jeden, der nicht für Dich ist, als Feind der Unterdrückten dar.
    4. Wenn Dich jemand für Deine Taten kritisiert, streite alles ab und verweise auf Taten der Kritiker, die geeignet sind, diese ebenfalls zu diskreditieren. Falls das nicht möglich ist, beginne so oft bei Schritt 1, bis auch der letzte Kritiker die Lust verloren hat.

    Das funktioniert übrigens auch prima bei all jenen, die entweder die Untaten der Israelis als Rechtfertigung für die Untaten der Palästinenser oder (seltener) umgekehrt verwenden.

    Zum Thema Auslöschen der Israelis durch Achmadinedschad hatte ich vor ein paar Jahren den Originaltext auf Farsi (in persischer Schrift) bekommen und die betreffende Zeile (allerdings aus Versehen ohne das Objekt im Satz, nämlich Israel) einer persischen Kollegin gezeigt, damit sie es für mich übersetzt. Sie wusste also nicht, worum es dabei ging. Ihre Aussage dazu war, dass hier ein “sehr böses, feindliches Wort verwendet wird, das so viel wie jemanden ausradieren bedeutet”. Egal ob sich das gegen ein Volk oder “nur” gegen Regierungsmitglieder richtet: eine Morddrohung ist und bleibt eine Morddrohung.

    Zum Schluss möchte ich auf den Beitrag “Und noch’n Gedicht” von Harald Martenstein im Berliner Tagesspiegel hinweisen. Besser kann man das Thema aus meiner Sicht nicht abschließen.

    Viele Grüße
    Michael

    • Kleine Fausregel bezüglich der allzu laut Empörten: Wer mit dem Finger auf einen anderen zeigt, zeigt mit vieren auf sich.
      Kritik ist immer und überall berechtigt. Aber sie hat nichts mit Entweder-oder, mit Schwarz oder Weiß zu tun. Wer daran festhält, hat in der Regel einen blinden Fleck für die eigenen “dunklen Seiten”, die er dann gerne im anderen findet – und dort empört niederschreit. (Das ist die Sache mit dem Splitter im Auge des Bruders und dem Balken im eigenen).
      Dies gilt zumindest für uns, die wir hier in Sicherheit und unbedroht an unseren Bildschirmen sitzen.

      • “Wer mit dem Finger auf einen anderen zeigt, zeigt mit vieren auf sich.”

        … nur wenn man mit dem Daumen zeigt! ;-) (Ich hab’s ausprobiert.)

          • Liebe Lily,
            vielleicht ist es das ja: Ein Finger auf den anderen, – wahrnehmen- , drei auf sich selbst zurück -Selbstreflexion – und ein Lösungsansatz von dort, wo der Daumen hinweist. Gute Idee! Danke!

  50. Danke Herr Schneider für den Beitrag.

    Anfangs war ich etwas Skeptisch was dieses Blog angeht, dann kamen Ihre Beiträge…

    Danke nochmal und weiter so!

  51. … kurz und bündig… sehr sehr cooler Beitrag, danke dafür!!!

  52. Danke, Anna!
    Schon interessant, dass dieser Kommentar, der bereits gestern Morgen verfasst wurde erst gerade eben (alle, die die Email-Benachrichtigung aktiviert haben können es nachvollziehen) erst gerade eben freigeschaltet wurde..
    Na Herr Schneider? Darf man sich uneingeschränkt kritisch äußern?
    Es bedarf keiner übergeordneten jüdischen Verschwörung (wie Sie zurecht kritisieren), um in seiner Meinungsäußerung eingeschränkt zu sein!

    • Manche Kommentare gehen leider sehr in die Nähe persönlicher Diffamierungen. Wir möchten an dieser Stelle nochmal an die Netikette erinnern und unsere Kommentarrichtlinien. Ihr blog-admin.

  53. @McNavara

    Den Hass im eigenen Geist zu erkennen ist eine große Kunst. Aber nur das bringt Klarheit des Verstands.

    • @Samboga Lewis
      Richtig, ich stimme Ihnen voll und ganz zu!
      Wenn Sie mir jetzt noch verraten könnten, was das mit mir zu tun hat, wäre ich Ihnen sehr verbunden.

  54. Machen Sie weiter so Herr Schneider! Ihre Beiträge sind großartig.

  55. Eine Atommacht Iran würde den Nahen Osten stabilisieren und diplomatischen Lösungen Vorschub leisten.
    Deshalb begrüße ich den Aufstieg Irans zur (militärischen) Atommacht.

  56. an alle, die hier behaupten, ahmadinedschad wuerde nicht die israelische bevoelkerung in seiner aussage bedrohen, sondern nur die besatzung, – also bitte, in welcher realitaet leben sie eigentlich? ja, die mullahs und ahmadinedschad ziehen demnaechst mit weissen tauben und friedensflaggen durch die strassen…
    wenn ihr gegen israel sein wollt, bitte schoen, dann sagt, ja, die israelis, die juden moegen wir nicht. aber bitte, – verschont mich mit fehlerhaften, aber von euch als wahrhaft deklarierten fakten, – denn was hier einige schreiben, hat mit fakten nichts zu tun. ich habe es satt, staendig von der agression israels zu hoeren, die aus purer machtgier und kriegslust, angeblich den iran angreifen will.
    ERSTENS: sollte israel wirklich einen militaerschlag planen, so wuerde israel, die Atomanlagen des Irans bombadieren, – so wie sie es auch schon im Irak in den 80igern und in Syrien getan haben. Sie wuerden nicht einen Krieg beginnen, also den Iran angreifen, mit dem Ziel, die Einwohner oder den Iran zu zerstoeren, sondern lediglich die Atomanlagen!
    ZWEITENS. All diejenigen, die meinen, man sollte Iran, doch seine Atombomben bauen lassen, da ja andere Staaten auch im Besitz von Atomwaffen sind, denen sei gesagt, – solange man mit seinem sicheren Hintern in Deutschland sitzt, ist es vermessen und arrogant, so lapidar einer Atombombe im Iran zu gewaeheren. euch sei gesagt, kommt selbst nach israel, lebt hier und dann wollen wir mal sehen, wie grosszuegig ihr noch einer iranischen Atomwaffe zustimmen wuerdet, bzw. einen praeventivschlage gegen die ATOMANLAGEN des Irans verurteilen wuerdet.

  57. Sara, es ist schwierig DIE objektive Realität zu erfassen und es gibt nicht DIE Wahrheit. Sondern individuelle subjektive Realitäten.
    Mit Ihrem Satz: “in welcher realitaet leben sie eigentlich?” bringen Sie ja auch zum Ausdruck, dass es mehrere Realitäten/Wahrheiten gibt. Dass Sie Ihre Realität für die objektive Wahrheit halten…nun gut.
    Bei emotional aufgeheizten Beschreibungen von Konflikten ist es oft sinnvoll, diese einmal umzuformulieren. Dann wird oft klarer, wie einseitig die eigene Meinung ist. Und man kann besser nachvollziehen, warum Menschen auf solche Beschreibungen auch emotional reagieren. Deswegen habe ich Ihren Text einfach mal andersherum formuliert:

    an alle, die hier behaupten, Nethanjahu wuerde nicht die iranische bevoelkerung in seiner aussage bedrohen, sondern nur die atomanlagen, – also bitte, in welcher realitaet leben sie eigentlich? ja, die rabbis und nethanjahu ziehen demnaechst mit weissen tauben und friedensflaggen durch die strassen…
    wenn ihr gegen den iran sein wollt, bitte schoen, dann sagt, ja, die iraner, die moslems moegen wir nicht. aber bitte, – verschont mich mit fehlerhaften, aber von euch als wahrhaft deklarierten fakten, – denn was hier einige schreiben, hat mit fakten nichts zu tun. ich habe es satt, staendig von der agression irans zu hoeren, die aus purer machtgier und kriegslust, angeblich israel angreifen will.
    ERSTENS: sollte der iran wirklich einen militaerschlag planen, so wuerde der iran, die Atomanlagen Israels bombadieren,… Sie wuerden nicht einen Krieg beginnen, also Israel angreifen, mit dem Ziel, die Einwohner oder Israel zu zerstoeren, sondern lediglich die Atomanlagen!
    ZWEITENS. All diejenigen, die meinen, man sollte Israel, doch seine Atombomben bauen lassen, da ja andere Staaten auch im Besitz von Atomwaffen sind, denen sei gesagt, – solange man mit seinem sicheren Hintern in Deutschland sitzt, ist es vermessen und arrogant, so lapidar einer Atombombe in Israel zu gewaeheren. euch sei gesagt, kommt selbst in den Iran, lebt hier und dann wollen wir mal sehen, wie grosszuegig ihr noch einer israelischen Atomwaffe zustimmen wuerdet, bzw. einen praeventivschlage gegen die ATOMANLAGEN Israels verurteilen wuerdet.

    Und noch etwas:
    Sie schreiben “so wuerde israel, die Atomanlagen des Irans bombadieren, – so wie sie es auch schon im Irak in den 80igern und in Syrien getan haben. Sie wuerden nicht einen Krieg beginnen, also den Iran angreifen, mit dem Ziel, die Einwohner oder den Iran zu zerstoeren, sondern lediglich die Atomanlagen!”

    Was ist denn Ihre Definition von Krieg? Wikipedia sagt dazu: Krieg ist ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt, an dem mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind.
    Der Iran würde sich bei solch einem Angriff verteidigen und auch mit gewaltsamen Mitteln arbeiten. Dass einzelne Ziele nicht “chirurgisch” angegriffen werden können, ohne gleichzeitig Menschen (oft unbeteiligte Zivilisten) zu töten konnte man sehr gut im Irak und in Afghanistan sehen.

  58. 1. Nein, ich bin nicht gegen Israel.
    2. Ich bin aber überzeugt, dass die Politik der rechten Hardliner um Netanjahu, Liebermann, etc. unterstützt von einer internationalen, rechts-gerichteten Pro-Israel-Lobby (AIPAC, ADL, Journalisten wie H. M. Broder) in die Sackgasse führt und Israel und seiner Bevölkerung schadet.
    Natürlich muss man sich angesichts der Hetzreden eines Ahmadinedschad bedroht fühlen.
    Zu glauben aber, ein israelischer Militärschlag würde die Bedrohung verringern oder ausschalten, halte ich für naiv. Für noch naiver halte ich es, zu glauben, ein Kriegseinsatz wäre auf das präzise Bombardement von Atomanlagen zu beschränken; man sollte sich nur mal das Eskalationspotential vergegenwärtigen, das dem Iran in dieser eh schon instabilen Region zur Verfügung steht (Hisbollah im Libanon, Syrien, Hamas, Schiiten im Irak, etc.).
    Ich möchte an dieser Stelle auf folgende Einschätzung hochrangiger israelischer Militärs hinweisen: “Ein Militärschlag zur Ausschaltung der iranischen Atomanlagen ist ein äußert schwieriges Manöver mit sehr geringen Erfolgsaussichten; die Konsequenzen jedoch sind unabsehbar und unkontrollierbar. Langfristig ist eine Atomrüstung des Irans nicht zu verhindern.”.