Steine und Tränengas – Billin am Freitag

12 Kilometer westlich von Ramallah liegt das kleine Dorf  Billin. Seit 2005 demonstrieren jeden Freitag Palästinenser gegen die iher Meinung nach illegale Sperranlage, die in der Nähe des Dorfes verläuft. Steine fliegen, die Israelis antworten mit Tränengas. Es ist fast schon ein Ritual.

 

 

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  1. Warum tragen die Palästinenser keine Gasmasken?

    Im Viedoebeitrag vom 6.März heisst es dass man die Masken in Heimwerkermärkten bekommt. Und immer wieder bekommen Palästinenser Permits um nach Israel zu kommen (arab. Christen an Ostern z.B.) – wären das nicht Gelegenheiten sich entsprechende Ausrüstung zu besorgen?

    • die gasmasken sind fuer israelische staatsbuerger gedacht. fuer die palaestinenser ist die pal. autonomiebehoerde verantwortlich.

      ausserdem, wie soll israel gasmasken an die unruhestifter verteilen???

      ausserdem sind die masken staatseigentum und duerfen erst im ernstfall nach einem erlaubnis der zivilschutzbehoerde verwendet werden.

  2. Bei manchen Beiträgen fragt man sich wirklich, was soll jetzt eigentlich die Quintessenz sein?

  3. Danke für den Beitrag. Diese Berichte des Typs “so ist hier der Alltag” finde ich persönlich sehr interesant, weil sie einen wichtigen Beitrag dazu leisten den Nahostkonflikt ein wenig mehr zu verstehen.

  4. Die Sperranlage ist nicht nur nach der Meinung der Palästinenser illegal, sondern auch nach internationalem Recht.

    Meinen Sie, daß die Palästinenser das Protestieren aus Spaß und Langeweile tun? Sollten sie der Sperranlage etwa zujubeln, die ganz nebenbei ihnen ihr Land enteignet und sie nicht nur in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt, sondern auch (noch mehr) verarmen läßt?

  5. Ich habe gerade noch Herrn Zotts Worte aus der Debatte “für Bekloppte » :) im Ohr (zwei blogs zurück; ab ca. Kommentar #130), der unverblümt die Gefahren islamischer bzw. islamistischer Ideologie erörtert.

    Hier sind nun Bilder von friedlichen, muslimischen Palästinensern, die allwöchentlich an diesen israelischen Sperrzaun pilgern und von Wurfgeschossen und Tränengas vonseiten Israels empfangen werden.

    Es ist schwierig, diese beiden Sachverhalte miteinander abzugleichen. Soll man sich vor diesen friedlich demonstrierenden Menschen “fürchten”? Immerhin gehören sie dieser Religion an, die eine weltweite und gegebenenfalls gewaltsame Islamisierung propagiert. Es mögen ja nur wenige sein, die so stark ideologisch empfinden, und die Menschen im clip wünschen sich sicher lediglich mehr Bewegungsfreiheit und Freiheit von der isralischen “Besatzungsmacht”. Es genügt aber, wenn nur wenige “Gläubige” den Worten Mohammeds Folge leisten, um damit einen instabilen Weltfrieden zu vernichten.

    Die IDF hantiert hier mit Tränengas, aber ihr Handeln dient doch zuerst dem Selbstschutz (vor diesen netten Menschen?!), sagt man. Israel geht es nicht um eine gewaltsame Judaisierung der Welt. Geht es zu weit zu sagen, dass diese friedlichen Menschen “hinwegtäuschen” über “die wahre Natur” des Islam?? Und was können sie überhaupt dafür? Sie sind in der Regel einfach in einen Kulturkreis und eine Religion hineingeboren, die sie sich nicht ausgesucht haben. Wieso sollen sie also in solcher Art zu ~leiden* haben, da sie es ja nicht selbst sind, die Terroranschläge verüben? (* Es ist mein Eindruck, dass die Wahrheit des Leids wohl irgendwo zwischen wirklichem Leiden und bloBer Unzufriedenheit mit dem Zustand liegt).

    Diese Begegnungen am Sperrzaun machen wenig Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Konflikts. Ich frage mich, ob Herr Rosch beispielsweise mit den Betroffenen unter der Besatzungswirklichkeit mit leidet, ob er (auch) zuerst ‘den’ “grösseren Zusammenhang” im Blick hat oder ob und wenn ja, wie sein “anderes” Bild von der Gesamtsituation aussehen mag. Versteht er es als unabänderlichen Ist-Zustand oder findet er, dass zuerst die israelische Regierung gefragt ist und dass mit einer Änderung der Siedlungspolitik alles schon irgendwie wieder gut werden wuerde?

    • Also, nach einer friedlichen Demonstration sah das nicht aus. Es waren vor allem (junge), provozierende und steinewerfende Araber. Würde man in Deutschland so demonstrieren, dann würde die Polizei mindestens genauso vorgehen. Jedenfalls sieht für mich eine friedliche Demonstration anders aus!

  6. Muss dieser Sensationsjournalismus immer sein? Ich sehe lieber Hintergründe, Interviews etc. und nicht den Journalisten, der Gasmaske und Helm präsentiert.

  7. Wie heisst es noch: “Wahnsinn ist, wenn man wiederholt immer und immer wieder dasselbe tut und ein anderes Ergebnis erwartet.”