Was ist Luxus?

Was ist Luxus? Die Antwort ist in solchen Zeiten ganz einfach: im eigenen Bett schlafen zu können, den Morgenkaffee zu genießen, ehe es wieder raus geht, in den Süden.

Wer weiß, wie sich dieser Konflikt noch entwickelt, ob ich in den nächsten Tagen und möglicherweise Wochen immer im eigenen Bett schlafen kann oder ich sonstwo sein werde.  Und mittlerweile kommt noch eine andere, neue Frage dazu: Da ich im Süden Tel Avivs lebe und eine der Raketen, die auf die Stadt abgefeuert wurde, in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung heruntergekommen ist, kommt so langsam auch die Frage auf, ob ich abends, so ich denn heim komme,  mein Zuhause noch vorfinden werde…

Sicher, im Augenblick ist die Frage ein wenig übertrieben, denn wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht wirklich daran, daß etwas geschehen kann. Aber warum glaube ich nicht dran? Weil ich nicht dran glauben w i l l? Weil ich versuche, solch einen Gedanken schlicht zu verdrängen, weil dies bedeuten würde, daß wir hier einen Krieg in noch nie dagewesener Form erleben würden, wenn meine Wohnung in Tel Aviv ernsthaft so gefährdet wäre, daß ich ernsthaft Angst haben müßte, daß ich abends möglicherweise zu einem Trümmerhaufen zurückkehren könnte? Ich kann mich erinnern, wie das war, damals im Golfkrieg 1991, als die Scud-Raketen auf Tel Aviv fielen.  Das war die bislang größte Bedrohung für die Stadt Tel Aviv, es wurden Wohnungen, Häuser zerstört… aber irgendwie hatte man sich daran gewöhnt und nahm – allerdings erst nach Tagen – die Möglichkeit, Tel Aviv könnte ernsthaft gefährdet sein, nicht mehr wirklich ernst. Oder ist diese Vorstellung, meine Wohnung könnte ein Trümmerhaufen sein schlicht übertrieben, weil die Islamisten in Gaza, egal wieviel Raketen sie vielleicht noch haben, gar nicht in der Lage sind, Tel Aviv ernsthaft zu gefährden? Weil wir hier eine ungleichen, asymetrischen Krieg erleben?

Doch für die Israelis im Süden ist diese Frage, ob sie möglicherweisen einen Trümmerhaufen statt ihrer Wohnung vorfinden, wenn sie abends heim wollen, eine sehr reale, gar nicht übertriebene Frage. Seit Jahren. Nicht erst seit Wochen oder Tagen. Und ich war oft genug in Sderot und Umgebung, um zu erleben, wie das ist, wenn plötzlich Alarmstufe Rot losgeht, die “Zeva-Adom” Warnungen über die Lautsprecher dröhnen und 15 – 20 Sekunden später irgendwo ein Knall zu hören ist und eine Kassam in einem Haus, einem Laden, einer Wohnung gelandet ist.

Vor einigen Jahren habe ich für das Mittagsmagazin mal eine Live-Story in Sderot gemacht, um zu zeigen, welche Wucht und Zerstörungskraft diese “selbstgebastelten” Raketen haben.  Da war eine Kassam in ein Familienhaus hineingekracht, das in einer kleinen Gasse lag. Kleine Reihenhäuschen, auch auf der anderen Seite, die Gasse dazwischen war nur für Fußgänger, da paßten gerade mal 3, 4 Menschen nebeneinander, höchstens ein Auto konnte durch, ein kleines, schmales. Die Kassam war  durch das Dach vom ersten Stock in die Küche geschossen. Die Zerstörung war total. Die Familie hatte Glück: Sie saß im Wohnzimmer als die Rakete einschlug. War aber natürlich total fertig, geschockt, die Großmutter hatte einen Herzanfall erlitten. Durch die Nähe zu den gegenüberliegenden Häusern waren Glassplitter und Brocken der zerstörten Wände und des Daches herumgeflogen und hatten überall im Umfeld ebenfalls große Schäden angerichtet. Ich zeigte dies alles in der Reportage, um deutlich zu machen, daß selbst die kleinste Rakete dazu gemacht ist, zu zerstören. Daß es sich hier nicht um Feuerwerksraketen handelt….

Die Menschen im Süden Israels also fürchten jeden Tag konkret und nicht nur so irgendwie wie ich um ihre Wohnung, um ihr Zuhause. Sie fürchten um eines der Grundrechte des Menschen.

Und die Menschen in Gaza? Die ganz genauso. Natürlich! Sie fürchten um ihr Zuhause, wenn sie denn überhaupt eins haben, sowie sie auch nur einen Schuß hören, sowie sie von Ferne die Geräusche eines Helikopters hören, das Erzittern des Bodens durch das Donnern der Kampfjets, die über Gaza hinwegfliegen. Aber auch, wenn sie gar nichts hören…. weil still und leise Drohnen über Gaza schweben und auch aus Drohnen gezielt geschossen werden kann, Raketen abgefeuert werden können. Ich habe das immer wieder selbst erlebt, wenn ich in Gaza war und plötzlich die israelischen Apache-Hubschrauber angeflogen kamen oder die Kampfjets und ihre Bomben abwarfen. Wir rannten irgendwohin, wo wir meinten, Deckung zu haben. Und man sitzt wie in einer Mausefalle, denn man weiß: Es gibt kein Entrinnen. Es gibt keinen Fluchtweg für die Zivilbevölkerung (außer für die Führung der Islamisten, die haben ihre Bunker…)

Die Menschen fürchten um ihre Grundrechte: Ein Zuhause, etwas zu Essen, Sicherheit für die Kinder, eine gute Erziehung…. all diese Dinge, um die wir uns in Europa seit Jahrzehnten (zumindest im westlichen Teil Europas) keine Gedanken machen mußten.

Und hier stellt sich mir als Journalist immerzu die Frage: Wie vermittel ich das, was hier geschieht so, daß der deutsche Zuschauer vor dem Fernseher oder inzwischen auch vor dem Computer, dem Tablet-PC, dem Smartphone oder vor welchem Ausspielweg auch immer, wirklich be-greift, was hier los ist? Ich weiß zu gut, daß die Macht des Bildes stärker ist als die Macht des Wortes. Wenn ich also, wie vor ein paar Tagen in meiner Tagesthemenreportage die zerstörte Wohnung der palästinensischen Familie zeige, die obendrein bei dem israelischen Angriff ihren 11 Monate “alten” Sohn verloren haben, dann sind die BIlder so stark, daß der deutsche Zuschauer daheim, in seiner derzeit gut geheizten Wohnung zumindest erahnen kann, was diese Menschen erleiden. Aber auf der israelischen Seite ist das schon anders: Die Bilder sind nicht so stark. Und wenn ich nicht eine Familie vor der Kamera habe, deren Sohn, Tochter, Oma, Opa, Vater, Mutter von einer palästinensischen Rakete getroffen und getötet wurde und deren Gesichter dann von demselben Entsetzen und Trauer und Verzweiflung gezeichnet sind wie die Gesichter auf der palästinensischen Seite, dann ist es beinahe unmöglich, das Leiden dieser Menschen für einen Tagesschau- oder Tagesthemenbeitrag bildlich zu machen. In längeren Formaten geht das – denn dann hat man Zeit – beim Drehen, im Stück – um den Menschen ganz nahe zu kommen, sie zu “öffnen”, so daß man dann von ihnen mehr hört als nur “Soundbites”, daß sie auch Vertrauen fassen und mir, dem fremden Journalisten, auch einen Blick in ihre Seele gewähren.

Heute morgen, gleich nach dem Aufwachen, lese ich ein Talkback eines Users dieser Blogseite. Er schreibt mir, daß er meine Berichterstattung interessant findet. Und dann schreibt er mir wörtlich: “Doch bitte, bitte, benutzen Sie zukünftig die Umschalttaste (sie befindet sich in der Regel links unter dem Buchstaben “a”). Das kann man sich ja nicht anschauen!”

Er bezieht sich auf einen Eintrag, in dem ich alles klein geschrieben habe, ohne Großbuchstaben, wie sich das im Deutschen “gehört”. Denn ich schreibe unterwegs nur auf meinem Ipad, kann nicht immer die Tastatur mit  Bluetooth nutzen, sondern schreibe mit dieser Tastatur, die auf dem Bildschirm hochkommt – ich bin ja stets unterwegs, es muß schnell gehen und diese Tastatur ist nicht so gut zu benutzen, so daß die Groß- und Kleinschreibung umständlich ist und ich deswegen einfach, weil es schneller geht, alles klein schreibe. Ich finde, daß es egal ist, Hauptsache, Sie, die User, bekommen immer wieder Infos auch von dem, was sich “hinter den Kulissen” unserer Arbeit abspielt.

So, und da bekomme ich also solch eine Reaktion, die in mir als erstes natürlich einen Reflex auslöst: Hat der geschätzte User unseres Blogs keine andere Sorgen, als daß ich die deutsche Rechtschreibung so anwende, wie sich das “gehört”?

Doch dieser Talkback löst in mir schließlich die Frage aus, ob es überhaupt möglich ist, dem Zuschauer, User, Leser, Zuhörer in Deutschland die Lage hier nahezubringen. Lieber User, der mir den Vorwurf wg. der Kleinschreibung gemacht hat, bitte seien Sie mir nicht gram, aber ich frage mich dann schon: Ist das denn angesichts dessen, was hier geschieht, so wichtig? Ist das so wichtig, ob ich nun die deutsche Rechtschreibung anwende oder nicht? Ob meine Kommata in diesen Blogs immer stimmen oder nicht? Meistens schreibe ich in diesen Kriegstagen die Blogeinträge nebenher, schnell, draußen, irgendwo wo die Raketen runterkrachen. Ich will Zusatzinformationen liefern und mir ist es in dem Augenblick egal, ob die Rechtschreibung stimmt, ob die Kommata sitzen, ich habe gar keine Zeit, meine Einträge nochmal Korrektur zu lesen.

Dieses “Rechtschreib”-Problem ist für mich aber symptomatisch für die Frage, wie wir Journalisten arbeiten müssen, um Menschen, die in einer völlig anderen Lebens- und Gefühlswelt sind, die Realität hier vor Ort so zu vermitteln, daß sie sich wirklich einfühlen können. Und zwar einfühlen in BEIDE SEITEN. Ich habe vor einigen Jahren mal ein Buch mit dem Titel “Wer ist Schuld? Wer hat Recht?” geschrieben, in dem ich versuchte, die Grundzüge des Nahostkonflikts zu vermitteln.

Wir sind in einem Konflikt immer versucht, einen Schuldigen auszumachen. Das ist, glaube ich, die menschliche Natur, wir können fast nicht anders, als immer eine Grenze zwischen Gut und Böse, zwischen Schwarz und Weiss zu ziehen. Wir tun das wahrscheinlich, weil wir Klarheit und Gewißheit im Leben brauchen, weil wir ein Koordinatensystem brauchen, um in dieser Welt, die ja immerzu komplizierter und komplexer wird, zurechtzukommen. Und wir wissen ja: je einfacher die Antworten, desto mehr Anhänger wird diese Antwort haben.  Extremistische Ideologien jeder Couleur wissen das und geben entsprechende “Antworten” auf das Leben. Die europäische Aufklärung hat uns dagegen ein “Gut” gebracht, das wir heute immer weniger zu schätzen wissen: Skeptizismus. Das Hinterfragen. Den Zweifel. Es macht uns, im besten Fall, zu eigenverantwortlichen Wesen, zu Menschen, die Verantwortung tragen, die die Gesellschaft, die Politik, Ideologien und schließlich sich selbst hinterfragen. Immer und immer wieder. Eigentlich sollte uns das als Individuen stärken. Doch häufig ist das Gegenteil der Fall: Wir haben keinen Anker mehr, wir fühlen uns verloren, weil wir keine Gewißheiten mehr haben, mehr Fragen als Antworten. Und so flüchten wir uns dann doch gerne wieder in irgendwelche “Sicherheiten”, die uns “gewiß” scheinen. Und sie mögen für uns, für den einzelnen gewiß sein und stimmig und richtig und “wahr”. Aber für den anderen? Für meinen Nachbarn? Und noch extremer: Für die Menschen anderer Länder, Kulturen, Gesellschaften, Religionen?

Man muß nur einmal ein kleines Experiment machen: Wir alle sind es gewohnt, die Welt von “unserem Standpunkt” aus zu sehen. Wir in Deutschland haben in der Schule Land- und Weltkarten gesehen, auf denen Deutschland im Mittelpunkt war und Europa, die Welt sich drumherum anordnete. So sehen wir die Welt. Wir wissen: Links ist Frankreich, rechts beginnt der Osten. z.B.

Als Kind bin ich in eine französische Schule gegangen. Da sahen die Weltkarten anders aus: Frankreich war in der Mitte. Und wir lernten: links ist das Meer, das “Nichts”, rechts ist das große, starke Deutschland, von rechts kommt die “Bedrohung”.

Jetzt lebe ich in seit einigen Jahren in Israel. Und wiederum sind die Karten anders “zentriert”. Allein das zeigt, wie sich Perspektiven verändern, immer.

Und wir Journalisten, die wir von zwei Seiten eines Konflikts berichten, sind immerzu Wanderer “zwischen den Welten”. Wir müssen versuchen, beide Seiten zu verstehen, beiden Seiten gerecht zu werden, beide Seiten zu begreifen und dabei aber das eigene Koordinatensystem, das eigene Wertesystem mit dem wir aufgewachsen sind, nicht zu vernachlässigen, denn schließlich berichten wir ja für eine Gesellschaft, die dieses Wertesystem als richtig empfindet, so wie wir das ja auch tun: Liberalismus, Demokratie, Meinungsfreiheit, Gewaltlosigkeit, Sie wissen, was ich meine. Aber all das gilt in dieser Region nicht. Andere Werte spielen hier eine viel größere Rolle als bei uns. GOTT z.B. ist hier allgegenwärtig. Wie aber die Kategorie GOTT (egal, welcher Gott) in eine liberal-demokratische Berichterstattung einbauen? Ich merke… ich verliere mich gerade in pseudo-philosophische Gedanken… Dahinter steht aber immer nur die Frage: Wie berichte ich so, daß ich den Zuschauer erreiche, daß ich beiden Seiten gerecht werde, daß ich mein eigenes Wertesystem nicht verrate? Ein Spagat, ein ständiger Spagat, den wir immerzu machen müssen. In der Hektik der aktuellen Berichterstattung, wenn wir alle 60 Minuten einen Bericht, eine Live, einen Kommentar etc. abliefern müssen, unter Zeitdruck, Hektik, Stress, wenn ununterbrochen das Telefon klingelt, die verschiedenen Redaktionen anrufen, Beiträge bestellen, nachfragen, wenn das Studio anruft, logistisches besprechen will, wenn man gleichzeitig ununterbrochen die Nachrichtenlage checkt, zwischendurch in Deckung geht, weil eine Rakete runterkommt… objektive, sachliche, ruhige Berichterstattung ist machmal eine wahre Herkules-Aufgabe.

Ich kann nur für mich sprechen: Am Ende eines Tages frage ich mich immer und immer und immer: Wie hätte ich es besser machen können? Jeden Tag versuche ich, versuchen wir, das Beste zu geben, Sie so zu informieren, daß Sie ein möglichst umfangreiches Bild bekommen, von dem, was hier geschieht. Natürlich haben Sie oft Kritik an uns. Ganz zu Beginn meiner Tätigkeit hier hatte ich ein “lustiges” Erlebnis, das ich gerne immer wieder erzähle: Nach einem Tagesthemenbeitrag bekam ich Zuschriften von Zuschauern. Die einen warfen mir vor, dieser Beitrag sei zu pro-palästinensisch gewesen, die anderen, er sei zu pro-israelisch. Sie lachen? Das habe ich damals zunächst auch getan. Aber ist darin nicht das ganze Dilemma der Nahost-Berichterstattung erfaßt?

Auf meinem Schreibtisch liegt seit vielen Jahren ein rostiger Nagel von den Gleisen der berüchtigten “Rampe” in Auschwitz. Dieser Nagel erinnert mich daran, warum ich diesen Job mache. Ich kann als Journalist mit Sicherheit nicht die Welt verändern. Aber ich kann dazu beitragen, daß nie wieder jemand sagen kann: “Wir haben davon nichts gewußt”.

 

 

 

 

 

Kommentieren:

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  1. Mir bleibt nicht viel zu sagen; ein sehr packender Bericht. Schade ist nur, dass ich den Eindruck erhalte, dass Sie unter Zwang stehen, für Ihren Beruf Rechenschaft ablegen zu müssen, denn dies ist allein durch die Definition Ihreres Berufsbildes eigentlich nicht notwendig. Aber was wir brauchen, ist die von der Aufklärung geforderte Vernunft, erst die Maxime der Handlung zu einem Allgemeingültigkeit Gesetz werden lassen, dann handeln und die Wichtigkeit der Aufgabe der Publizität und der Annhörung, nicht nur der Philosophen, achten. So darf dann auch weiterhin die Hoffnung auf einen “ewigen Freiden” im kantischen Sinne gehofft werden.

  2. sehr schöner Beitrag. Das mit dem Rechtschreib-Kommentar triffts mal wieder sehr gut.
    Wohnen Sie in Florentin? Nun, gute Nachricht für die Investoren, es gibt in Tel-Aviv wieder freie Baugrundstücke 😉
    Meine Wohnung hat ein Bunkerzimmer, aber man sollte sich ja nicht verrückt machen.

    Ich denke schon das die meisten Leser das alles differenziert betrachten können und Ihre Berichterstattung wertschätzen können. Wenn nicht können sie ja “Press TV” gucken….

  3. Hallo Herr Schneider,

    Ich verfolge Ihre Berichte auf tagesschau.de seit einigen Monaten, und dieser hier ist sehr bewegend und anders, natürlich, vor diesem Hintergrund.

    Kann man die Zusammenhänge und Empfindungen wirklich verstehen? Ersteres hatte ich mir immer eingebildet, letzteres hat sich mir erst aufgetan, nachdem ich vor 2 Jahren einmal selbst eine Urlaubsreise nach Israel gemacht habe. Wenn man dazu keine Gelegenheit hat (oder wegen der immer labilen Lage sich soetwas freiwillig nicht antun möchte), sind Ihre Beiträge wirklich eine gute Vermittlung. Ich hoffe, Sie lassen sich nicht verjagen, dann würde was fehlen.

    Viele Grüße
    Harald Kohls

  4. Hallo Herr Schneider!

    Von mir aus hätten Sie auch alles in Großbuchstaben schreiben können ich würde diesen Beitrag zu Ende ohne Probleme lesen können. Allerdings stört es mich, dass sie von der zerstörerischen Kraft der Kassam-Raketen erzählen. Natürlich sind die zerstörerisch (das sind ja auch Waffen und keine Liebesgeschenke), aber Sie haben kein Wort über die Kräfte der israelischen Waffen erzählt. Jets, Drohnen hier und da aber was können die anrichten? Eine Kassam Rakete wird blind in Richtung Tel Aviv geschossen und zerstört max einen Raum. Militärische Effektivität: 0%. Da man damit auch nicht besonders Zielsicher schießen kann ist auch die “terroristische” Effektivität nicht so besonders hoch. Während die Israelis aus ihrem warmen Bürostühlen bestens zählen können wie viele mit dem nächsten Schuss sterben werden, welche Maße die Zerstörung haben wird schreiben Sie über die zerstörerische Kraft der Kassam-Raketen. Vor allem interessiert mich eins! Diese Drohnen die ständig über Palästina/Gaza-Streifen kreisen, sind doch mit den besten Kameras ausgestattet! WIESO SCHREIBEN SIE NICHT DASS DIE ISRAELISCHE ARMEE DIE MITTEL DAZU HAT IHRE ZIELE BESTENS AUSZUKUNDSCHAFTEN UM 11 MONATE ALTE KINDER AUS DEM KRIEG ZU VERSCHONEN!?!? Jeder weiß, dass dies ein ungerechter Krieg ist, dass das Volk und nicht die Anstifter darunter leiden… Gehen Sie doch bitte vielmehr auf die Fehler der Befehlshaber ein? Wäre viel interessanter meiner Meinung!

    • Ist gibt keine sauberen Waffen Kamil, durch den Explosionsdruck und den Mantel des Geschosses entstehen sehr viele Splitter. Es wird daher immer Kollateralschäden geben und das betrifft nunmal auch Menschen jeglichen alters. Sowas kann man nur vermeiden, wenn beide Seiten aufhören zu schießen.

      Ich bin hier zwar neutral, aber Kamil sag mir doch mal, warum schießen den die Kassambrigaden ihrer Raketen aus Wohngebieten und sogar von Schulen aus ab? Man könnte meinen, dass die das tun um selbst noch aus den Gegenschlägen der Israelis Gewinne in Form von Propagande zu schlagen und zwar um mit den Bildern toter Kinder Emotionen bei den Zuschauern zu wecken. Insofern ist die Hamas der Palästinenser somit keinen Deut besser wenn sie ihre eigenen “Schutzbefohlenen” als Schutzschilde missbraucht

      Sie kommen aus Hamburg? Dann haben Sie möglicherweise einen dt. Pass und sind damit Deutscher und kein Palästinenser. Also beurteilen Sie die Lage gefälligst neutral.

  5. Lieber Herr Schneider,

    sehr gut geschrieben. Sie schaffen es immer wieder mich zu beeindrucken. Ich lebe in Ramallah und Sie haben mir sehr aus der Seele gesprochen.

    Ich drücke Ihnen die Daumen.

    Sonnige Grüße und alles Gute,
    Steffi

  6. Hochachtungsvoll grüße ich dankbar für Ihre Art der Berichterstattung. Es gelingt viele Facetten des Lebens im Land darzustellen. B’hüt Sie Gott.

  7. Sehr geehrter Herr Schneider,

    Vielen Dank für ihre Blogeinträge und ihre Berichterstattung. Wir fühlen uns durch Sie und Ihre Kollegen der ARD immer gut informiert – natürlich würden wir uns über längere Beiträge und genauere Informationen freuen – aber das liegt daran, dass wir Familie und Freunde in Israel haben. Es wäre auch zu viel Information für das deutsche Publikum generell. Außerdem sind ihre Zusatzbeiträge (Blog, Videoblog,etc) immer sehr detailreich und informativ. (Und dass sie Apple von der alten deutschen Rechtschreibung überzeugen ist völlig in Ordnung!)
    Ihnen und Ihren Kollegen vielen Dank. Wir warten ‘mit (An)Spannung auf Ihre Berichte und hoffen jedes Mal, dass es gute Nachrichten sein mögen. Leider ist es nicht an Ihnen die Situation vor Ort zu ändern, aber zumindest ist Ihre differenzierte Berichterstattung die beste im deutschen Fernsehen und Rundfunk!
    Schabbat Schalom!

  8. Hallo Richard,
    ich bin erst vor ein paar Tagen auf Ihre Seite gestoßen, und Sie und Ihr Team berichten wirklich gut. – Machen Sie sich am Abend keine Gedanken, was besser hätte sein können – so etwas ist umsonst, denn man muss immer davon ausgehen (wenn man bewusst ist…. und für mich sind Sie das) dass man zu diesen Zeitpunkten immer sein Bestes getan hat. Punkt und Shalom!!!
    Wen interessiert hier “deutsche” Rechtschreibung??? – My goodness!!!
    Seien Sie beschützt
    Aya

  9. Danke Herr Schneider,
    das sie uns an ihrem Leben an ihren Gedanken, Fragen und Zweifeln teilhaben lassentotDchronicler
    ich wünsche ihnen viel Ausdauer und Mut und bitte bleiben sie Gesund!
    Shalom

  10. sehr geehrter herr schneider,

    herzlichen dank für ihre berichterstattung, die stets die tiefen und hintergründe des aktuellen geschehens zu berücksichtigen versucht. ich kann nur meine bescheidene meinung äußern, die sich durch eigene erfahrungen in der region stützt: sie werden ihrem anspruch, die realität BEIDER seiten zu vermitteln, gerecht.

    alles gute für die nächsten tage!
    ihr roland zielonka

  11. Sehr geehrter Herr Schneider,
    danke für diesen Beitrag! M.E. haben Sie mit Ihren philosophischen Betrachtungen “den Nagel auf den Kopf” getroffen. Ich glaube, am Unverständnis des Westens für die doch so verschiedenen Werte im Nahen Osten scheitern viele Gespräche und Lösungsversuche.
    Es ist sicher sehr schwer, sich in der hiesigen Sicherheit in die Lage der Menschen dort zu versetzen.Ich persönlich empfinde Ihre und die Beiträge Ihrer Kollegen als ausgeglichen. Vielleicht auch, weil ich diesen Eindruck schon in den früheren Blogs gewinnen konnte.
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Kollegen viel Kraft für Ihre weitere Arbeit!

  12. Guten Morgen Herr Schneider,

    Danke. Dafür dass Sie sich all diese Fragen fragen, sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden geben.
    Als Journalist sind Sie nicht neutral, im Gegenteil: Sie müssen, um menschlich zu bleiben bei all dem Leid, Position beziehen – aber eben immer wieder wechselnd für unterschiedliche Seiten. In 60 Sekunden Bildmaterial ist das schwer zu dokumentieren. Darum bin ich froh, Ihre die letzten Jahre reflektierenden Gedanken gelesen zu haben. Die Worte haben mich bewegt, mehr als die Bilder gestern in der Tagesschau. Und nun hoffe ich, mehr zwischen den “Zeilen” Ihrer Berichte lesen zu können.
    Deshalb noch einmal: Danke, dass Sie sich (auch ein bisschen für mich hier im deutschen Wohnzimmer) vor Ort mitten hinein stellen und seit Jahren d r a n bleiben. Trotz und mit allen Herausforderungen. Beste Grüße an Ihr Team,
    D. Krebs

  13. Herr Schneider,

    ich verfolge ihren Blog in diesen Tagen sehr aufmerksam und danke ihnen für die hintergründigen und tiefgehenden Beschreibungen. Sie schreiben, dass dort unten ein anderer Wertekanon benutzt wird als wir (Westeuropäer) ihn haben. Daher frage ich mich, ob ein westlicher Beitrag zur Konfliktlösung überhaupt Erfolg haben kann, wenn wir uns nicht auf die Werte der dortigen Konfliktparteien einlassen. Müssten wir uns bei Vermittlungsbesuchen nicht mehr in die Sichtweise von Israelis und Palestinensern hineinversetzen um etwas hilfreiches beizutragen? Wie ist Ihre Einschätzung?

  14. Vielen Dank für Ihren Blog,
    leider sind in unserer westlichen Zivilisation die Nachrichten viel zu kurz, ich meine die einzelnen Meldungen. die hintergründe fehlen viel zuoft oder sind stark verkürzt. Und wenn Sie schreiben, dass Sie jede Stunde einen Bericht abliefern, sehe ich wie unsere Tempo-Info Mentalität auch schon in Ihrem Alltag ihr Unwesen treibt und einen Teil “guter” Information verhindert. Gerade deswegen ist so ein etwas längerer Blog sehr gut;
    Thomas Wolf-Ziegelmayer

  15. Lieber Hr. Schneider, haben Sie vielen Dank für Ihre aufrichtige Berichterstattung, Ihre ehrlichen Worte- die sich sonst so selten finden. Ich habe großen Respekt vor dem, was Sie und Ihre Kollegen (gegenwärtig) leisten. Dieses Blog ist eine wertvolle Bereicherung und für mich derzeit die wichtigste Informationsquelle über diesen furchtbaren Krieg. Halten Sie bitte daran fest! Ihnen allen viel Kraft und einen Schutzengel für das was kommen wird.

  16. Wie bewegend und schön – wäre nur der Hintergrund nicht so bitterbitterernst!!

    Vielen Dank.

    Ich glaube, weit ab vom Nahen Osten nehmen noch immer die wenigsten wahr, dass dort ein schlimmer, schlimmer Krieg begonnen hat.

    Sie sagen das nicht, aber Sie haben ja ‘gewusst’, dass so etwas kommen würde, auch wenn Sie die Kämpfe wohl eher von anderer Seite (Iran) und ohne den Einsatz von Bodentruppen erwartet hätten.

    Es erscheint mir fast müssig zu sein, hier überhaupt “Schuldige” benennen zu wollen, darüber zu diskutieren, ob das nun hat sein “müssen”, ob man den Krieg hätte verhindern können und an wem es wäre, was zu tun, um Frieden herbeizuführen.

    Es gibt diese rationalen Überlegungen, gewiss. Aber in Nahost und zwar mehr als an jedem anderen Ort der Welt spielt Gott als irrationaler Faktor eine zentrale Rolle; Sie erwähnen das. Gott aber hat in der rationalen Debatte keinen Platz. Wie aber über diesen Konflikt sprechen, wenn man ausblendet, ausblenden muss, was die Auseinandersetzungen mehr als alles andere kennzeichnet?

    Ich empfinde sehr stark, dass da Menschen Entscheidungen treffen über Leben und Tod, die von sehr viel grösserer Tragweite sind bzw. die eine noch ganz andere Dimension haben als die militärstrategische und ideologische und die sich menschlichem Zugriff entzieht. Schicksal, Vorbestimmung, Gottes Plan mit der Welt… Es gibt viele Worte, um das zu beschreiben. – Und wenn ich diese Dimension hinzunehme, ahne, weiss ich, dass dies erst der Anfang ist, dass es auf jeden Fall noch schlimmer kommen wird.

    Und so empfinde ich fernab der Geschehnisse Gelassenheit, beinahe Heiterkeit und doch auch Angst und Unverständnis. Warummm…?

    Und es ist hier, in Frankreich, (noch) niemand da, um sich darüber auszutauschen, da dieser Krieg soo weit weg ist, wo sich religiöse Fanatiker gegenüberstehen. In den Zeitungen ist Nahost nicht die erste Meldung, die ins Auge sticht. Man redet unter Freunden über Dinge des ganz normalen Alltags.

    Hier, wo ich lebe, ist die Gesellschaft sehr gemischt. Es gibt viele Araber, gemässigte Muslime, Salafisten und Juden auch. In den Supermärkten gibt es Regalreihen mit Halal-Produkten und gegenüber Koscheres. Die Mehrheit sind Europäer. Das Miteinander ist nicht frei von Spannungen. Und wie wird es damit weitergehen? Die Auswirkungen des Nahostkriegs werden wir alle sehr schnell spüren.

    Auch die “Gemässigten”, alle werden sich zu einer Seite bekennen. Man erwartet Vermittlung vom Mursi-Regime: vergebens. Der gemässigte Abbas zeigt sich solidarisch mit den palästinensischen Brüdern in Gaza. Die Bundesregierung verurteilt unmissverständlich die Provokationen der Hamas…

    Das kleine Israel und das noch viel kleinere Gaza stehen einander gegenüber, und der Rest der Welt teilt sich darüber in zwei Lager. Es wird aber auch immer solche geben, die einen Blick für das Gemeinsame jenseits der Polarität haben, die das “Leiden auf beiden Seiten” wahrnehmen und darauf hinweisen (danke!), denn dieses so ähnliche Leid verweist auf denSelben Ursprung. Die “Guten” und die “Bösen” sind EINS in ihrem Menschssein. Wir sind alle verbunden.

    Wir gehen ALLE durch dieses Leid, auch wenn es jeder Mensch individuell anders erlebt. Wir gehen da gemeinsam hindurch, so wie wir anschliessend auch gemeinsam Freude empfangen werden. “Das Leid gräbt die Schalen in unsere Herzen, welche die Freude zu fassen vermögen.” (Khalil Gibran?)

    Es berührt mich sehr, die Gesichter der jungen Soldaten und Soldatinnen anzusehen und ihre sorgenvollen Eltern zu hören. Wenn es nun also – heute, morgen? – zu dieser Bodenoffensive kommen wird, werden viele von ihnen in den Tod gehen. – Und wir haben davon gewusst.

    Es ist nicht machbar…, aber was war so schlimm an den U-Boot-Lieferungen für Israel? Sollten wir nicht besser den Eltern dort sagen, dass sie ihre Kinder zu Hause behalten können, weil WIR für sie da reingehen? ‘Absurd. So denkt niemand. Wir haben nichts mit der israelischen Kriegstreiberei zu tun.’ – Hätten wir unser nationales Narrativum in uns aufgenommen, so würden wir sehen, dass es da nicht um Kriegstreiberei geht und wir würden zwar nicht einmarschieren, aber ganz sicher zumindest so EMPFINDEN, wie gerade von mir beschrieben.

    In ein paar Wochen werden wir sagen: Wir haben es gewusst, aber nicht verstanden. Wir konnten nichts tun. Und diesmal stimmt das wohl auch.

    Wir kämpfen nicht aktiv für Israel und übersehen auch, dass Israel dort einen Stellvertreterkampf für die Freiheit führt. Man sagt, in einem Krieg gebe es nur Verlierer. Leid auf beiden Seiten, ja. Aber in diesem Krieg stehen sich nicht nur Menschen, sondern zwei unterschiedliche Lebensauffassungen gegenüber. Welche wird “siegen”?

    Wir, jeder einzeln und nicht nur die Bundesregierung, sollten Israel ohne Wenn und Aber zumindest moralisch unterstützen.

  17. Herzlichen Dank für Ihren guten Artikel. Ich wünsche Ihnen Schutz und Bewahrung und ich bete zum Gott der Bibel für Israel und die Palestinenser und die Christen, die sich auf beiden Seiten befinden und zwischen den Stühlen sitzen. War selbst kürzlich in Israel gewesen. Es geht einem nahe und es gibt keine einfache Antwort.
    Behüte Sie Gott!

  18. Danke für diesen großartigen Beitrag. Danke, dass Sie dieses Format nutzen, uns wirklich an Ihren Gedanken und Gefühlen, Ihren Skrupeln und Ihren Motiven Anteil zu geben. Dass hinter dem Menschen, der uns in 90 Sekunden Live die Welt erklärt ein Mensch steckt, der sich der Unmöglichkeit dieses Unterfangens bewusst ist, und trotzdem das Beste daraus zu machen versucht – das nötigt mir allergrößten Respekt ab.

    Hoffentlich gibt Ihnen die ARD Gelegenheit, einmal in einem anderen Format diese Reflexionstiefe auch dem Fernsehpublikum zu vermitteln, bei denen entweder ein Schwarz-Weiß-Schema in den Köpfen regiert oder das pauschale: die sind alle verrückt da unten.

    Dass dieser Konflikt eben nicht schwarzweiß zu verstehen ist, und auf beiden Seiten auch kluge, sehr ernst zu nehmende Menschen um Lösungen ringen, aber die Sehnsucht der Palästinenser nach Heimat und Würde zu völlig unrealisierbaren Hoffnungen und Zielen führt, das durch die Ohnmachtserfahrung des Holocaust vielleicht übersteigerte Bedürfnis Israels nach Sicherheit und Selbstverteidigung zu teils demütigenden Kontrollmechanismen und überharten Vergeltungsaktionen führt – das alles gehört zu der verhängnisvollen, fast tragischen Seite des Konflikts.
    Dass Menschen dort, die nur ihr ureigenstes Menschenrecht zu verteidigen suchen, schon dadurch dem anderen das seine in Frage stellen – und entsprechende Reaktionen provozieren.

    Hamas ist in Gaza nicht deshalb so beliebt, weil sie Sozialprogramme haben, sicher das auch. Aber man liebt sie gerade auch deshalb, weil sie konsequent und kompromisslos Israel vernichten wollen. Innenpolitische Gefahr droht ihnen nicht von der kompromiss- und friedensbereiteren Fatah, sondern von noch extremeren, noch militanteren Gruppen. Wer Frieden mit Israel sucht, ist dort automatisch delegitimiert.

    Israel muss also um Frieden mit Gruppen und Menschen verhandeln, die glaubwürdig Israels Vernichtung predigen, und dies am besten noch durch blutige Taten untermauern. So irre es klingt: Frieden könnten sie nur mit einem Palästinenserführer schließen, der mindestens ein Dutzend Juden ermordet hat, sonst bekommt er von zu Hause kein Mandat. Die derzeitige Regierung setzt solche Leute aber auf die Most Wanted Liste und bringt sie um. Was ohne weiteres nachvollziehbar ist, aber damit den Weg in die Sackgasse aus Gewalt doch nur beschleunigt.

    Umgekehrt kann in Israel nur eine Regierung den Palästinensern Zugeständnisse machen, der man zutraut, die Sicherheit Israels ohne jeden Kompromiss verteidigen zu können und zu wollen. So ist auch in dieser Eskalation ein Keim der Hoffnung: Vielleicht werden darin diejenigen Helden geboren, die später den Mut zum Frieden haben

    Heidelbaer
    aka Philipp Kurowski

  19. Ich persönlich finde Ihre Berichterstattung herausragend, ausgewogen, auf sehr guten sprachlichem Niveau, engagiert, manchmal tiefsinnig, brandaktuell, immer verständlich etc. etc. – rundum Lob! Bitte weiter so.

  20. Hallo Richard und BR-Team in Israel,

    danke Ihnen für erlebte Informationen aus Israel und Gaza und Ihr großes Engagement für eine Berichterstattung, die eben nicht nur Fakten und Einschätzungen vermittelt, sondern die Not und Ängste aller Betroffener nahebringt. Danke, dass Sie in allem Stress die Zeit haben, uns an Ihren Gedanken und Ihrem persönlichen Erleben teilhaben zu lassen. Und danke, dass Sie es immer wieder schaffen, die komplexe Realität in Israel für uns lebendig werden zu lassen. Ich wünsche mir sehr, dass wir hier im sicheren Europa die Bedrohung Israels und die Belastung dieses Landes besser verstehen und uns schnelle Urteile und Schuldzuweisungen verkneifen können. Ihre Arbeit trägt in höchstem Maß dazu bei!

    Ihnen wünsche ich allzeit Bewahrung bei Ihren Touren durch das Kriegsgebiet und für jeden Tag eine sichere Heimkehr!
    PS Rechtschreibung unwichtig!!

  21. Danke für Ihre großartige Arbeit und die Leidenschaft zu klarer Information und Sachlichkeit, mit der Sie stets an diese schwierige Aufgabe herangehen!

    Besonders gefallen mir auch Ihre das Bild abrundenden, sehr persönlichen Berichte, in denen die Person hinter den Beiträgen durchscheint.
    Nach vielen Videoblogs, Textbeiträgen und Liveberichten kommt es mir fast so vor, als hätte ich Sie persönlich kennengelernt. Dies gibt mir um so mehr das Vertrauen, außerordetlich gut und tatsachengetreu informiert zu sein, so weit dies nur möglich ist.

    Eine große Bereicherung fúr die journalistische Landschaft!

  22. Ich war selbst zur Zeit der zweiten Intifada für ein Jahr in Israel. Obwohl ich anfangs nicht wirklich an nationaler oder internationaler Politik interessiert war, ließ mich der Nahost-Konflikt natürlich nicht kalt. Inzwischen bin ich seit knapp 10 Jahren wieder im friedlichen und sicheren Deutschland. Der Konflikt hat sich kaum geändert. Es wurden Nobel-Preise vergeben für die Bemühungen einzelner und natürlich gab es immer kleine Veränderungen in die eine oder die andere Richtung. Aber der Konflikt bleibt. In meiner Isreal-Zeit war ich ständig auf der Suche nach ‘den Schuldigen’ und noch viel mehr nach der Lösung, nach Frieden. Je mehr ich dort mit jüdischen, arabischen oder christlichen Menschen in Kontakt kam, desto mehr verstand ich, dass es nicht eine unmittelbare Lösung gibt. Die Lebenserfahrung der einzelnen hinterläßt Spuren in den Köpfen. Wenn die Oma bei einem Anschlag oder Luftangriff ums Leben kommt, ist die Welt nicht mehr die selbe und der Schuldige schnell ausgemacht.

    An einem sonnigen Samstag in Deutschland fragt man sich schnell, wie bekloppt die Menschen sein können, dass sie sich in Nahost oder sonstwo die Köpfe einschlagen. So einfach ist es aber nicht. Da merkt man, wie unbeteiligt wir sind und in was für einem Luxus wir hier leben: wir haben nicht nur das eigene Bett sondern leben in Frieden.

    Der Nahost-Konflikt besteht seit langen Jahren und er bleibt. Eine Lösung kenne ich nicht. Aber ich weiß, dass die Begegnung mit einzelnen gut ist. Und zwar für jeden der Begneten.

    Der Gedanke, dass sich etwas anbahnt, dass Freunde und Bekannte von mir einberufen werden, macht mir Angst. Der Konflikt ist seit langer Zeit konstant, aber er ist auch zerbrechlich. Für mich ist er nach wie vor nicht begreifbar, obwohl ich ihn hautnah erlebt habe.

    Vielen Dank für die ausdauernde und konsequente Berichterstattung und für diesen Blog. Er bringt mich ‘meinem’ Israel wieder ein Stück näher.

  23. Sehr geehrter Herr Schneider,
    ich weiß nicht so recht, wie ich ausdrücken soll, was ich beim Lesen Ihrer heutigen Gedanken empfand. Irgendeine Art von Bewunderung oder Hochachtung, dass Sie inmitten dieser hektischen Tage vor Ort noch die Zeit/Ruhe finden, über das Wie Ihrer Berichterstattung nachzudenken.

    Bitte bleiben Sie und Ihre Kollegen bei Ihrer Art der Berichterstattung aus Nahost, da fühle ich mich als regelmässiger Leser des Blog (bzw. der Tagesschau-Seite) gut informiert (und nicht nur, wenn’s um Krieg geht)

    Christoph Herrmann

  24. Lieber Herr Schneider,
    dass Journalistinnen und Journalisten keine Schreib-Maschinen sind, wird oft vergessen. Vielen Dank für diese Geschichte hinter den Geschichten. Ihnen und Ihren Kollegen alles Gute!

  25. MAZEL TOV – VIEL GLÜCK, Ihnen und dem ganzen Team! Mögen Sie alle gesund und unverletzt davon kommen. Ich bekomme täglich ein Newsletter der Israelischen Botschaft in Berlin und in diesem Newsletter war immer wieder zu lesen, wann und wie viele Raketen auf Israel geflogen sind und was diese Raketen angerichtet haben. Nach Angaben dieser Quelle sind seit dem 24.10.2012 mindestens 541 Raketen aus den palästinensischen Gebieten auf Israel abgefeuert worden. Wie lange soll sich das Israel noch gefallen lassen? Mir tun die Opfer auf beiden Seiten leid, aber ist es die Schuld Israels, dass sich die Terroristen die die Raketen abfeuern, in den palästinensischen Wohngebieten verstecken?

    P.S. Für das “Rechtschreibproblem” hätte ich folgende Erklärung: Da Sie sich in Israel aufhalten und es in der hebräischen Sprache gar keine Groß- und Kleinschreibung gibt, gelten halt für Sie diese Regeln. 😉

  26. Ich verfolge diesen Blog schon seit geraumer Zeit und war selbst auch schon in Isreal. Ich persönlich glaube, dass niemand aus unseren “gut geheizten Wohnzimmern” wirklich nachvollziehen kann um was es auf beiden Seiten geht. Dies gilt sowohl im Privaten, als auch für jede politische oder ideologische Gruppe. Gleichwohl behaupte ich auch nicht ich könnte das. Eigentlich kann dies nur genau derjenige, der eben solch eine Situation schon erlebt hat. Für mich stellt dieses Problem den fundamentalen Zwiespalt einer möglichst objektiven Berichterstattung dar. Einerseits ist es wichtig so objektiv und anschaulich wie irgend möglich zu sein, andererseits projeziert man das erlebte in eine sprichwörtlich/geographisch/metaphorisch/kulturell andere Welt und verfehlt dadurch automatisch eine tatsächliche Objektivität, zumindest in den Köpfen der Menschen, die man ja eigentlich mit einem wahrheitsgemäßen Bild versorgen will. Den Rest geben dann eine politische “Vorfärbung” und der knappe Zeitrahmen bzw. die Umstände, die Sie beschrieben haben.
    Ich finde Ihre Beiträge durch die Bank sehr gut, mache mir aber auch die Mühe mich umfassend mit Themen zu beschäftigen und kann Ihnen deswegen versichern, dass nur eine selbstständige Auseinandersetzung mit einem Thema die Möglichkeit schafft eben jenen Zwiespalt zu verkleinern. (Das sollte allerdings auch keine neue Weisheit sein.) Wer sich solche Gedanken nicht macht wird notgedrungen einen Teil des Bildes vermissen, der aber in seiner eigenen, nicht der Ihren, Hand liegt. Eine andere Möglichkeit bestünde darin, dass die ARD in Zukunft Kassam-Raketen auf die Häuser der Leser dieses Blogs abfeuert, aber ich glaube das ist eher unwahrscheinlich.

    Grüße

  27. Lieber Herr Schneider,
    ich verfolge seit Jahren Ihre Beiträge für die Tagesschau, insbesondere freue ich mich immer über die neuesten Israel-Palästina-Blog-Einträge und “Zwischen Mittelmeer und Jordan”. Ich bin immer wieder tief berührt von Ihren einfühlsamen, intelligenten, teils traurigen, teils hoffnungsvollen oder witzigen und schönen Beiträgen, die immer darum bemüht sind, den Konflikt nüchtern darzustellen und “beiden Seiten” eine Stimme zu geben. Man kann manchmal an Ihrem Dreitagebart und den Augenringen erahnen, welch große persönliche Engagement Ihnen diese immer hoch professionelle Berichterstattung abverlangt. Ich bin sehr dankbar dafür, dass es solch guten Journalismus in einem schwierigen Themenfeld gibt und hoffe, dass Sie durch Ihren aufopferungsvollen Job nicht auf zu viel verzichten müssen. Bitte bleiben Sie den deutschen Zuschauern noch lange erhalten! Vielen Dank und alles Gute!

  28. Ein sehr authentischer Bericht! welcher vor allem Einblick hinter die Kulissen von so einer Berichterstattung gibt.
    Authentisch kann auch deshalb sagen, weil ich ein Jahr in Israel gelebt habe und deine Eindrücke gut nachvollziehen kann..
    Ich habe damals in Rishon lezion gewohnt, dort sollen vor kurzem auch in der Nähe Raketen eingeschlagen sein! Und gerade in der Zeit, wenn man so etwas hört, möchte man doch am meisten wieder zurück.. Die Freunde wieder sehen, die wahrscheinlich in die Armee eingezogen werden, ohne es wirklich zu wollen, mit dem Falafelverkäufer an der nächsten Ecke über die Lage zu sprechen, den Leuten im Sherut zuzuhören, die “israel hajom” in die Hand gefrückt zu bekommen, Nachrichten zu gucken… Ich beneide dich, weil du vor Ort bist, so dumm es auch klingen mag. Aber irgendetwas verbindet mich mit diesem Land, wie dich vielleicht durch den rostigen Nagel..
    Übrigens, deine kleingeschriebenen Kommentare stören mich nicht! Schreibe oft selbst klein, obwohl ich keinen Stress, Zeitdruck, etc. habe..
    Danke für deine Berichtserstattung! Auch wenn die Kommentare hin und wieder sicher subjektiv sein mögen: das Wichtigste ist doch, die nicht als allgemeine Wahrheiten herauszugeben sondern vor allem als persönliche Meinungen..

  29. Danke für den Beitrag. Und schreiben Sie ruhig klein, ich für meinen Teil kann das verkraften. Lieber mehr Kleingeschriebenes als weniger Ordentliches.

    Eine Frage: warum ist es schwieriger, das Leid der Israelis darzustellen? Das ist mir nicht klar geworden.

  30. Shalom, Herr schneider, sie machen ihre reportagen sehr gut, und als user in deutschland kann ich die bilder und kommentare “spüren” wenn ich aufmerksam bin,und mich mit der geschichte dieser region befasse. täglich lese ich ihre blogs,und die ihrer kollegen sehe die wochenvideos und reise so durch dieses land mit seinen
    höhen und tiefen, pros und contras.
    dieser konflikt oder schon krieg belastet auch mich in europa, wo es warm und gemütlich ist! und wer sagen kann, wir haben von diesem krieg nichts mitbekommen, der wird sich für keine bilder oder kommentare interessieren, oder alles als weit weg
    oder das geht mich nichts an, abstempeln.
    ich wünsche ihnen und ihrem team bon courage und shalom und grüsse herzlich Gabriele

  31. Ich muss Ihnen, Herr Schneider, und ihrem gesamten Team an dieser Stelle einfach mal ein wirklich riesiges Lob aussprechen. Ich verfolge sowohl Ihren eigenen Blog (zwischen Mittelmeer und Jordan) als auch diesen hier nicht erst seit der aktuellen Eskalation, sondern mehr oder weniger von Anfang an.
    Ich hätte absolut nicht erwartet, dass Sie neben dem gewaltigen Arbeitspensum in diesen Tagen noch die Zeit übrig hätten diesen Blog mit weiteren Informationen zu füllen, umso schöner ist es aber hier auch neben allen “gewöhnlichen” Beiträgen weitere Informationen geliefert zu bekommen, insbesondere auch darüber, wie Sie persönlich die ganze Situation erleben. Lassen Sie sich bitte nicht von den Kommentaren irgendwelcher Leute von Ihrer wirklich guten und vor allem (in meinen Augen) ausgewogenen Berichterstattung abhalten!
    Was die Vermittlung dem deutschen Zuschauer gegenüber angeht, denke ich, wäre es vielleicht hilfreich nochmal deutlich zu machen, wie sehr das Leben der Menschen im Süden Israels seit Monaten und Jahren vom permanenten Raketenbeschuss geprägt wird. Ich habe das Gefühl dass das noch nicht klar genug geworden ist (meine das aber keineswegs als böse Kritik!).

    Ich wünsche Ihnen, Ihrem Team sowohl in Israel als auch in Gaza und allen Menschen in der Region alles Gute und dass sie vielleicht doch recht bald alle wieder wenigstens in Ruhe schlafen können!

  32. Vor ca. zwei Jahren habe ich in der Uni ein Seminar zum Thema „Erinnerung an Auschwitz“ besucht. Eines der beeindrucktesten Seminare meines Lebens! Warum? Der Professor kam in den Seminarraum, begrüßte uns sehr kurz und begann zu lesen. Er las uns – uns Studierenden – ca. 45. vor. Er erzählte uns die Geschichte eines in Sighet geborenen Jungen, der davon berichtet, wie er und seine Familie von den Nazis verschleppt und durch ein mörderisches Martyrium getrieben wurden. Er erzählte uns, wie dieser Junge beobachtete, wie Schaulustige, Brotstücke in einen der Höllenzüge warfen, die nach Auschwitz oder in eines der anderen Konzentrationslager fuhren. Und er erzählte uns, wie dieser Junge miterleben musste, dass sich die sich im Zug befindenden und zum Tode Verurteilten gegenseitig ermordetet, um jene Brotstücke für sich selbst erhaschen zu können.
    Was machten die Schaulustigen? Verstanden Sie, dass Sie durch ihre vermeidliche Gutmenschentat nur noch mehr Unheilanrichteten? Nein, sie warfen den Gefangenen immer mehr Brotstücken zu und ergötzen sich an dem Schauspiel.

    Durch Elie Wiesel begriff ich persönlich an diesem Tag zum ersten Mal wirklich, wie grausam Krieg ist und das diese Grausamkeit noch durch all jene verstärkt wird, denen das Leid der Leidenden egal ist. Denn warum, um alles in der Welt, verstanden diese dämlichen Schaulustigen nicht, dass sie mit ihrer Tat nur noch mehr Schaden anrichteten. Warum rannten Sie nicht zu dem Zug und warum befreiten Sie diese Menschen nicht. Elie Wiesel gab mir und vielen anderen Menschen die Antwort: Es war ihnen egal. Den Schaulustigen war es egal, dass vor ihren Augen Menschen ermordet wurden. Daher sagt Elie Wiesel zu Recht: “Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.”

    Warum diese Geschichte?

    Meines Erachtens, lieber Herr Schneider, vermitteln Menschen wie Sie, damit meine ich auch ihre Kollegen, die ich namentlich jetzt nicht anspreche, zwischen den Opfern und den Schaulustigen. Sie haben die schwere Aufgabe den Schaulustigen zu erklären, dass die Gefangenen in diesem Todeszug nicht freiwillig sitzen.
    Schwere Aufgabe?? Das hört sich doch banal an. Aber wie Elie Wiesels Erzählung zeigt, begriffen die oben beschriebenen Schaulustigen ja noch nicht einmal die offensichtliche Not der Menschen, die in diesem Todeszug gefangen waren. Wie sollen dann Menschen hier im fernen Europa die Todesangst der Israelis UND Palästinenser begreifen??

    Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich durch u.a. Ihre Berichterstattung das israelische und palästinensische Verhältnis besser verstehe. Wenn mir heute in Deutschland ein im Hinblick auf den Nahost-Konflikt unreflektierter Mensch über den Weg läuft, der mit antisemitischen Parolen Israel die Schuld für alles Böses in der Welt zuschreibt, dann muss ich dank ihres Blogs nicht stillschweigen hinhören. Ich kann diesem Menschen Argumente entgegenhalten, die ich mir durch u.a. Ihre Berichterstattung aneigne. Ich für meinen Teil kann diesen Konflikt nicht lösen. Aber in der Funktion eines Multiplikators kann ich zumindest gegen solche monoperspektivischen Diffamierungen ankämpfen, indem solchen unreflektierten Menschen nicht sprachlos gegenüber stehe, sondern ihnen vielmehr noch verbal die Unsinnigkeit ihrer Aussagen vor Augen halten kann. Das ist nicht viel. Aber zumindest schaue ich nicht wie meine Vorfahren weg, wenn Ungerechtigkeit um mich herum passiert. Dass ich dazu in der Lage bin, hab ich u.a. Menschen wie Ihnen zu verdanken.

    Ergo: Guter Job und vielen Dank!

    • “Sie haben die schwere Aufgabe den Schaulustigen zu erklären, dass die Gefangenen in diesem Todeszug nicht freiwillig sitzen.
      Schwere Aufgabe?? Das hört sich doch banal an. Aber wie Elie Wiesels Erzählung zeigt, begriffen die oben beschriebenen Schaulustigen ja noch nicht einmal die offensichtliche Not der Menschen, die in diesem Todeszug gefangen waren. Wie sollen dann Menschen hier im fernen Europa die Todesangst der Israelis UND Palästinenser begreifen??”

      Das trifft den Nagel so sehr auf den Kopf! Danke.

    • Stimmt, es hilft, nicht sprachlos zu sein!
      Argumente sind ja schwer zu bekommen.
      Dagegen zu halten hat schon eine multiplizierende Wirkung

  33. Kieber Herr Schneider,

    ich danke für Ihre Ausführungen, auch wenn ich mich zwischendurch frage, ob Sie auch nichts besseres zu tun haben als sich an dem Bloggereintrag aufzuhängen und nicht an dem von Ihnen ein paar Zeilen zuvor Geschriebenen. Ich hoffe dennoch, dass Sie in Zukunft auch, das einhalten was Sie sich vornehmen.

    In Bezug auf die Art und Weise, wie die Menschen in Gaza (aber auch im Westjordanland) leben hätten Sie m. E. dennoch bitte etwas genauer eingehen können, auch ohne Schwarz und Weiß Malerei. Ist es nicht so viel mehr was die Menschen dort durchsteehen müssen, als nur die Angst vor Bomben. Da wäre zu einem die witrschaftliche Lage Israels und damit verbunden auch die Unzufriedenheit israelischer Bürger und andererseits wohl auch die generelle versorgung im Gazastreifen. Mehrere Stunden keinen Strom zu haben, eine medizinische Versorgung, die wenn es sie hier geben würde uns zur Verzeweiflung bringen würde. Die Liste ist doch sehr lang und macht mich gleichzeitig sehr traurig, genauso wie dieser sttige Konflikt in der Region Israel. Ich würde mir bei aller Ehrlichkeit und Ihrem Vorhaben, doch auch mal wünschen, wenn Sie genau solche Thematiken mal ansprechen würden und dies nicht nur in Ihrem Block.
    Vielen Dank.

  34. Ich komme aus Dachau, engagiere mich in der Erinnerungsarbeit, ich kenne Israel ein wenig, habe durch Reisen meine Liebe zu diesem Land, zu diesem Gebiet über die israelischen Grenzen hinaus, kennengelernt, ich bin Schauspielerin und studiere Philosophie… Mein Beruf, mein Studium, meine Reisen… all das tue ich der Fragen wegen, die auch Sie stellen… und um zu verstehen, zu wissen… foundations zu finden für meine Meinungsbildung und meine Urteile… Und ich ertappe mich bei meinem Fragen auch bei jener: “Was ist Luxus?”, – wenn ich meine nächste Israel-Reise im März 2013 ins Zweifelhafte gerückt sehe… Die Sorgen um diese Reise verblassen angesichts der Sorgen um meine Freunde dort, um all die Menschen dort, die ich auf beiden Seiten kennengelernt habe, all die Gesichter die mir über den Weg gelaufen sind, meinen Weg gekreuzt haben… Dies ist das erste Mal, dass ich einen Blog verfolge weil ich das Gefühl habe, dass er mir mehr vermittelt als die direkte Nachrichtenberichterstattung es alleine könnte. Ihre semantics kommen bei mir an, sie schaffen den Sprung von Israel nach England und erschaffen Bilder vor meinem inneren Auge… – darin wollte ich Sie bestätigen und dafür wollte ich ihnen danken.
    Take care!

  35. Hallo Herr Schneider,

    auch Ihnen als Korrespondent gilt mein Danke für dieses sehr gute und informative Blog zum Thema dieses Konfliktes zwischen Israel und Palästina. Die Live-Schalten der Korrespondenten – zum Teil unter Einsatz ihres eigenen Lebens – bringen uns Usern sehr deutlich nahe, was dort passiert und es lässt unsere Herzen bluten! Wir verstehen auch nicht, warum die Hamas ständig Raketen auf Israel abschießt und wass sie damit gewinnen könnte.

    In meinen Augen nämlich kann die Hamas damit überhaupt nichts gewinnen außer eine sich ständig weiterdrehende Gewaltspirale. Und dass macht uns User hier unglaublich traurig.

    Aber wir können auch nicht nachvollziehen, warum Israel hier gleich so mit unzulässigen Ermordungen von Militär-Chefs mittels Drohnen reagiert. Denn wir User sehen sowas als unzulässig an wegen Verstoßes gegen die UN-Charta. Und auch diese Zerstörung des Regierungssitzes im Gaza-Streifen, der angeblich mit EU-Geldern aufgebaut worden sein soll, sehen wir als klares Kriegsverbrechen an.

    Und daher ruht unsere Hoffnung nun auf Ban Ki Moon, dass es ihm gelingen möge, hier doch noch eine Vermittlung hinzubekommen und wir versuchen alles, diese Bodenoffensive zu stoppen bevor sie beginnt. Denn wir User sind der Meinung: es wurde bereits genug Blut vergossen und genug Leid auf beiden Seiten angerichtet. Und wir sehen es auch so, dass beide Seiten schuld sind an dieser neuerlichen Gewalteskalation.

    Aber unser zweiter Gedanke gilt auch euch Journalisten. Denn wir sorgen uns auch um eure Sicherheit. Denn wie es ein anderer Kollege schon ganz richtig schreibt: kein Bild und keine Live-Schalte sind ein Leben oder eine Verletzung von euch Journalisten wert. Deshalb bitten wir euch Journalisten: passt auf euch auf und achtet bitte auf die Sirenen. Wenn ihr also sowas hört, dann begebt euch bitte in die Schutzräume!! Und auch an eure TV-Sender appellieren wir: passt bitte auf eure Korrespondenten auf!! Keine Reportage ist auch nur ein Leben eines Korrespondenten wert!! Die Korrespondenten sind viel zu wertvoll, um sie zu opfern!!

  36. Ich lebe seit kurzem in Israel und verfolge mir großer Aufmerksamkeit ihr Plots und Beiträge. Ich finde sie gut, sehr gut. Informativ, sehr menschlich und sie werden beiden Seiten gerecht!
    Lg. P.S.

  37. Lieber Herr Schneider !

    Ich habe Hochachtung und Respekt vor Ihrer Arbeit.
    Danke auch dafür, dass Sie uns Lesern immer wieder auch einen kleinen Einblick in ihr Innerstes geben und es uns ( zumindest mir ) somit leichter machen, sich einzufühlen.
    Ich verstehe ihren Spagat sehr gut und bin dankbar über die dennoch sehr kompetente Berichterstattung. Das ist sicher alles andere als einfach.

    Mir helfen Ihre Berichte sehr und ich bin oft in Gedanken und Gebeten in diesem Teil der Welt.

    Bitte machen Sie weiter so.
    Und:
    Bitte passen Sie auf sich auf !

  38. Hallo Richard,

    danke für Ihren kurzen Bericht. Ich teile Ihre Meinung, dass es in diesen Stunden und Wochen vorbehaltlos um den Inhalt ihrer tatsächlichen Worte gehen muss. Die Präsentation und Form Ihrer Beobachtungen, bspw. ob Groß- oder Kleinschreibung, spielt im Moment nun wirklich eine Nebenrolle.

    Bitte bleiben Sie bei Ihrer Nahost-Berichtserstattung schnell und direkt in Ihren Informationen. Nur das macht es den Menschen in einer Zeit der Überflutung von gefilterten Nachrichten möglich, die Wahrheit zu erfahren. Lassen Sie sich nicht von der freien Meinungsäußerung anderer irritieren, indem Sie Ihre zu vermittelnden Informationen und dessen Art rechtfertigen. Bleiben Sie bei Ihrem eigentlichen Anliegen der Arbeit, der klaren und objektiven Berichterstattung eines eskalierenden Krieges, der wirtschaftsübergreifende Konsequenzen weltweit und großes Leid für eine unschuldige Bevölkerung mit sich bringt.

    Ich für meinen Teil möchte Anteil an den Geschehnissen in Israel nehmen (sofern das überhaupt – tragischerweise – möglich ist) und benötige dazu den klaren Blick von Journalisten, die ihre Blicke aufrichtig und ernsthaft mit mir teilen.

    Danke für Ihren Einsatz, herzliche Grüße,
    Andy

  39. Vielen Dank! Ich finde diesen Blog sehr wichtig, wie wenig bekommen wir zu Hause doch mit über die Arbeitsbedingungen eines Journalisten im Krisengebiet. Wir sehen uns alles vom Sofa aus an, und durch das Internet wird deutlich, wie Realitäten zusammenknallen.

  40. Hallo Herr Schneider,
    ich finde Ihre Berichterstattung ziemlich ausgewogen. Hoffentlich findet der Konflikt bald ein Ende und Sie können wieder über weniger verstörende Momente in ihrem Videoblog berichten.
    Passen Sie auf sich und Ihr Team auf.
    Alles Gute aus Schottland
    Hendrik

  41. Lieber Herr Schneider,

    Ihr aufrichtiger Blog-Eintrag verdient mehr als so vieles aus der offiziellen Berichterstattung gelesen zu werden. Über 90% aller Zuschauer dieses Konflikts reagieren, wird er wieder verstärkt gewaltsam wie jetzt, nach Art Pawlowscher Hunde. Die Verbindung zwischen Nachrichtenreiz und evaluativer Reaktion samt starker Emotionen ist unmittelbar und an beiden Fronten vorhersehbar. Sie befinden sie dagegen im Herzen der Lage und nehmen trotzdem täglich die Distanz zu allen Seiten ein, die nötig ist, damit in die unmittelbare Reizreaktioin durchbrochen wird und man einen Denkraum der Besonnenheit behaupten kann, ohne je sicher zu sein, das Richtige zu treffen. Es ist schwer, diesen Raum aus der Ferne Europas mit abwägenden Urteilen zu füllen, umso mehr braucht man vertrauenswürdige Stimmen, deren spektischer Einstellung man aus der Ferne folgen kann. Für Ihr tägliches Engagement und ihr existentiell verstandenes Verantwortungsbewusstsein danke ich Ihnen sehr! Mit hoffnungsvollen Wünschen auf ein rasches Ende des Kriegs!

    • “Sie befinden sie dagegen im Herzen der Lage und nehmen trotzdem täglich die Distanz zu allen Seiten ein, die nötig ist, damit in die unmittelbare Reizreaktioin durchbrochen wird und man einen Denkraum der Besonnenheit behaupten kann, ohne je sicher zu sein, das Richtige zu treffen.” (Asmus Trautsch)

      … einen Denkraum der Besonnenheit behaupten …

      Die Fähigkeit dazu ist in der Tat phänomenal. Chapeau! auch von mir.

      Und das nicht nur angesichts des Krieges, sondern auch in Anbetracht der Tatsache, immer noch tiefer zu graben:

      “daß sie auch Vertrauen fassen und mir, dem fremden Journalisten, auch einen Blick in ihre Seele gewähren.”

      Bei diesem Vorgehen wird Herrn Schneider zusätzlich so einiges gefragt oder ungefragt zu Ohren kommen, nicht auszudenken, und auch das muss irgendwie absorbiert, verarbeitet oder manchmal auch verdrängt, weggeschoben und vergessen werden.

      Das alles angesichts des Stresses, der eigenen Angst und der Erwartungen von aussen unter einen Hut zu bringen – phänomenal. Ich sagte es bereits.

  42. Sie leisten hervorragende Arbeit, auch wenn in den Lives kaum Zeit bleibt um alles das zu transportieren, was wichtig wäre.
    Aber seien Sie gewiss, es kommt an.
    Und manchmal helfen einem kleinigkeiten, um zu erkennen, wie wichtigkeiten sich verschieben können. aber letztlich bleibt es, wie es ist: es ist unangenehm, die perspektive, sprich den standpunkt zu ändern, denn man könnte über wahrheiten stolpern, die nicht die eigenen sind!
    Es ist zu schade, dass die Menschheit ihre eigenen Unterschiedlichkeiten in Kultur, Bildung und vieles, vieles mehr nicht besser friedlich und im Einvernehmen zu nutzen weiß!
    Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und Ihr Engagement!

  43. Lieber Richard C. Schneider und Team:

    Erstmal vielen Dank, dass ihr euch in Lebensgefahr begebt, um uns auf dem Laufenden zu halten … sicher könntet ihr auch aus dem Bunker berichten.

    Interessant wäre es, wenn ihr mal jemanden interviewen würdet, der diesem ständigen Terror schon seit Jahren ausgesetzt ist, der damit lebt. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das öffentliche Leben in einer Stadt (z.B. Sderot) funktionieren soll.

    Ein Ratschlag: Zermartert euch nicht das Gehirn, wie besser/ausgewogener berichtet werden könnte. Jeder Leser/Zuschauer weiß, dass ihr Menschen seit. Informationen sind IMMER gefärbt und gefiltert – das muss man nicht betonen, es ist eine Selbstverständlichkeit.

    Machts gut, passt auf und macht weiter so
    Euer Wilhelm

  44. Sehr geehrter Herr Schneider,

    ich finde es beeindruckend, was Sie dort unten für eine Arbeit leisten. Mit diesem Artikel haben Sie mir schon einen sehr guten Eindruck über die Lage in Israel und im Gaza Streifen gegeben. Ich werde mir gerne weitere Artikel von Ihnen durchlesen. Vielen Dank für die Berichterstattung!Über die Rechtschreibung mache ich mir nun wirklich keine Gedanken!

  45. Den daumen gleich dreimal hoch! wir waren ueber ostern im heiligen land, habe mit juden gesprochen, mit palaestinensischen pfarrern in betlehem.. Jede seite hatte ihre argumente. Wir kehrten zurueck ins beschauliche deutschland und wussten: wir hatten viel erfahren aber wenig verstanden. Darueber zu urteilen ohne je dort gewesen zu sein ist obsolet.

  46. Vielen Dank für diesen Einblick in euren in vielerlei Hinsicht komplizierten Alltag. Um Berichterstattung verstehen zu können, sind eben nicht nur die blanken Informationen wichtig, sondern auch das Wissen darüber, in welcher Lage sich die ‘Infoproduzenten’ befinden, mit all ihrer Zerrissenheit. Danke.

  47. Ich muss Ihnen für Ihre Blogeinträge wirklich danken. Sie schaffen es damit ein umfangreicheres Bild der aktuellen Lage zu zeichnen, als es die 2 oder 3 Minuten Beiträge im Fernsehen alleine es jemals könnten.

  48. Ja, eine schwierige Aufgabe. Herzlichen Dank für Ihre engagierte Berichterstattung!

  49. Alle meine Hochachtung für Sie, Herrn Schneider! Vielen Dank für die differenzierten Berichte (Bilder und Worte) und Ihre Gedanken über die Region Israel-Palestina. Immer, wenn ich bei Menschen in meiner Umgebung bemerke, dass ihre Sicht zum israelischen und / oder palestinensischen Leben und zum Nahostkonflikt zu einfach / schwarz-weiß ist und sie einfache Lösungen zu wissen meinen, empfehle ich ihnen, Ihren Videoblog anzuschauen. Wer sich darauf einlässt, wird bescheiden und bekommt zugleich eine menschlichere Sicht auf die Dinge.
    Alles Gute für Sie!

  50. Sehr geehrter Herr Schneider,
    vielen Dank für diesen reflektierten und selbstkritischen Blogeintrag, mit dem Sie Ihre Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen auf den Punkt bringen.
    In Zeiten immer kurzlebigerer Nachrichten und Medien ist eine umfangreiche und komplexe Berichterstattung, welche die Situation beider Seiten ausreichend beleuchtet, fast ein Ding der Unmöglichkeit.
    Menschen verlieren schnell ihre Geduld, vergleichen die Lage im Nahen Osten mit ihrer gewohnten Umgebung und kommen zu dem Schluss, dass ja auch Europa sich vom Krieg zum Frieden gewandelt hat und “die da unten” sich gefälligst mal zusammenreißen sollen.
    Dass es unter den gegebenen Bedingungen womöglich gar keine Lösung gibt, kann und möchte keiner glauben. Aus Angst vor diesem Schluss suchen sie einen Schuldigen und schlagen sich entweder auf die eine oder auf die andere Seite. Leider geschieht dies auch zu oft in den Medien, die allein durch ungeschickte Wortwahl Partei ergreifen können und einen massiven Einfluss auf das Verständnis der Menschen haben.
    Aus dem Nahen Osten zu berichten ist meines Erachtens eine der schwierigsten journalistischen Aufgaben – gerade weil eine Trennung in Schwarz und Weiß, Gut und Böse unmöglich ist.
    Wer noch nicht in Israel war, kein Hebräisch bzw. Arabisch spricht oder durch sonstige Verbindungen in der Lage ist, sich ein ausgewogeneres Bild zu verschaffen, dessen Informationskanäle sind auf die hiesigen Medien beschränkt.
    Durch diesen Blog tragen Sie dazu bei, dass wir in Deutschland uns – so wir gewillt sind – umfangreicher als allein durch ein einminütiges Live informieren können.
    Machen Sie weiter! Ich wünsche Ihnen inmitten des Chaos und Stress ruhige Minuten, inneren Frieden und die Gewissheit, wieder nach Hause kehren zu können.

  51. Füge noch verschiedene Korrekturen ein (wie etwa fehlende Worte). Bitte obigen Beitrag löschen und durch diesen ersetzen. Danke!

    Hallo Herr Schneider,

    Ihre persönliche Sicht auf die sich jetzt leider wieder zuspitzenden Situation im Nahen Osten findet meine volle Unterstützung. Sie gehen auf beide Seiten der Konfliktparteien und reden mit den Betroffenen als Mensch, der unvoreingenommen die Zustände beschreibt. Bitte weiter so.

    Ich selber war vor etwa 10 Jahren während einer relativ ruhigen Zeit in Israel und Jordanien als Urlauber unterwegs und konnte dabei Beobachtungen machen, die auf mich beklemmend wirkten. Beim abendlichen Spazierengehen in einer Stadt stoßen wir immer wieder auf Israelis, die als Zivilisten mit schweren Schußfeuerwaffen am Halfter unterwegs sind. Die militärische Präsenz durch Soldaten und Warnschilder in der freien Landschaft sind nicht zu übersehen. Das Land befindet sich einem dauerhaften Alarmzustand. Die Gespräche beider Konfliktseiten unter der Überschrift “Frieden für Land” sind nicht zum Durchbruch gekommen. Beide Seiten müssen noch mehr Kompromißbereitschaft zeigen, damit eine Generation junger Menschen heranwachsen kann, die normal miteinander umgehen wie inzwischen Deutsche und Franzosen.

    Israel kommt aus einer Position der Stärke und glaubt dies auch auf Dauer durchhalten bis durchdrücken zu können. Dies werden die Palästinenser nicht hinnehmen. Auf der Gegenseite müssen die Palästinenser das Existenzrecht Israels aktiv anerkennen. Mit aktiv meine ich nicht als Lippenbekenntnis sondern aus Überzeugung.

    Da kommt auf alle Konfliktparteien eine Herkulesaufgabe zu: Starke orthodoxe Gruppen und starke wirtschaftliche Interessen der Siedler in Israel stehen einem Kompromiß im Wege. Mit radikalen Gruppen auf palästinensischer Seite als Wortführer gibt es nur sehr schwer einen Kompromiß.

    Gemäßigte palästinensische Gruppen werden aber nur Erfolg haben, wenn es dem “Mann auf der Straße” besser geht und mehr Menschen in Lohn und Arbeit kommen. Und hier muß sich Israel öffnen, damit durch Handel Wandel enstehen kann.

    Nur wenn beide Seiten eine Vision für das gemeinsame Miteinander schaffen und dabei auf eigene Vorteile verzichten, wird sich in den nächsten Jahren eine Entwicklung zum Positiven für die Menschen in Palästina ergeben, wobei ich Palästina als Zusammenfassung von Gaza, Israel und Westjordanland sehe, da es ein gemeinsamer Kulturraum ist.

    Viele Grüße

    Rüdiger

  52. ich möchte einfach nur ein Danke sagen für diesen persönlichen Beitrag, der unter die Haut geht und all das formuliert, was man als Zuschauer und Leser bei sich denken mag und sich fragt, wie Sie und Ihre Kollegen das alles leisten.
    Passen Sie auf sich auf. Menschen wie Sie werden gebraucht.

    Danke
    Max Meier

  53. Hallo Herr Schneider,

    der Nahe Osten liegt mir sehr am Herzen, die Konflikte dort verursachen oft Herzschmerzen und wenn es mal wieder so weit ist wie jetzt, blutet mir das Herz ..
    Ich kann Ihr Dilemma, das Sie so anschaulich und ehrlich schildern, sehr gut nachvollziehen – es ist wahrlich nur schwer möglich, den “Wahnsinn” in seiner ganzen Dimension zu erfassen und dann auch noch in passende Worte zu bringen. Ihrer sehr persönlichen Berichterstattung gelingt es jedoch, innere Bilder im Leser entstehen zu lassen … und die wirken oft nachhaltiger als gesehene Bilder. Vielen Dank dafür, dass Sie uns so viele verschiedene Aspekte des Konflikts zeigen und vor allem auch dafür, dass Sie dabei verschiedene Facetten von sich selbst zeigen! Dass man angesichts der Umstände, unter denen Sie arbeiten, Rechtschreibung oder Rasur (auch hierzu habe ich einen Kommentar gelesen) kritisiert, finde ich schlichtweg dreist.

    Machen Sie bitte weiter mit Ihrer eindrücklichen – weil lebendigen – Berichterstattung!

    Ich wünsche Ihnen, Ihren Mitarbeitern und allen betroffenen Menschen in der Region einen wachsamen Schutzengel, von welchem Gott auch immer er gesandt sein mag….möge er ganz besonders auf die Kinder achten…

  54. Shalom Herr Schneider,
    vielen Dank für Ihren Bericht. Endlich einmal hat ein Reporter das geschrieben, was ich immer erhofft habe.
    Ich lebe in Beersheva, und seit längerem gab es immer wieder mal einen Alarm.
    Aber seit Mittwoch abend sind wir wie viele andere Städte im Süden unter Beschuss. Heute war es ca alle 30 Minuten.
    Natürlich ist eine Rakete nicht vergleichbar mit den Waffen, die die israelische Armee einsetzt, das Gefühl einer Waffe ausgesetzt zu sein ist allerdings in keinem Fall angenehm.
    Ich habe tiefes Mitgefühl mit der palästinensisches Bevölkerung, die von ihren Machthabern benutzt wird, die sitzen nämlich in ihren Bunkern.
    Was mir aber in der deutschen Berichterstattung fehlt, (ich empfange ZDF über Satelit) ist die Darstellung der israelischen Seite. Meine Freunde in Deutschland haben erst angerufen, als die Rakete auf Tel Aviv in den Nachrichten war. Da hatten wir eine Nacht mit mindestens 8 Alarmen hinter uns. Und ältere Wohnungen haben nur einen geschützten Raum unter dem Haus, d.h. jedes mal aufstehenund innerhalb 60Sekunden in meinem Fall 3 Stockwerke runter.
    Also nochmal danke und passen Sie auf sich auf.
    In der Hoffnung auf eine Einigung.
    Isabel

  55. Ich habe Freunde, die inzwischen wieder in Tel Aviv leben. Ein paar Tage war ich abgeschnitten vom Internet und bekam am 16. eine Mail: Wir haben Krieg.
    Seit dem bin ich unruhig.
    Deshalb vielen Dank für Diesen Blog.
    Sie und Ihre KollegInnen geben mir die Möglichkeit zu recherchieren und tiefer zu schauen, als nur über die Nachrichten. Wobei ich den vielen Tagesschauen seit dem 16.11. sehr dankbar bin. Ich mag die differenzierte, mehrseitige und gleichzeitig persönliche Berichterstattung dieser Webseite – AV-Beiträge, Audio-Berichte, Texte, Lives.
    Genau das ist die Richtige Mischung um Empathie und Verstehen zu fördern.

    Alles Gute Ihnen & Gern Weiter So!
    kirsten

  56. Die Sitte, sich in Blogs auszumehren ist leider eine Unsitte – erst recht von einem Journalisten – den ich sonst im Fernsehen eigentlich ganz interessant und moderat finde. Weniger und strukturierter wäre gerade für einen Journalisten sicher mehr.

  57. Danke für diese Einsicht. In vielem stimm ich zu. In einem Punkt nicht. Es beiden Seiten immer gerecht zu machen, kann nicht das Hauptaugenmerk eine Journalisten zu machen. Es geht um die die Leiden, die eingesperrt werden, die isoliert werden, die die sterben. (Auf beiden Seiten!) Dazu kann ich nur Robert Fisk (vom Independent) anbringen, der meiner Meinung es sehr gut auf den Punkt bringt was ein Journalist im Nahen Osten für eine Aufgabe hat.

  58. Hallo Herr Schneider,
    vor kurzem erst bin ich von einem längeren Aufenthalt aus Israel zurückgekehrt. Als ich dort war, schien die Lage stabil zu sein und von der angespannten Stimmung zwischen Israelis und Palästinensern war im Alltag kaum etwas zu spüren. Umso schockierender ist es, die neuesten Entwicklungen in den Nachrichten mitzuverfolgen – kaum vorstellbar ist es, wie schnell sich die Lage so zuspitzen kann, wie die Situation von einer Sekunde auf die andere sich ändert. Ihre Beiträge lese, höre, sehe ich immer mit größtem Interesse und vor allem mit vollem Respekt. Für uns hier vor dem Fernseher/Computer, so weit weg vom Ort des Geschehens, ist es unbegreiflich, wie sie von einem Krisenherd zum nächsten jagen, um uns hier ein möglichst realistisches und differenziertes Bild von der Lage in Israel und Palästina zu geben. Danke also für ihren so ehrlichen Beitrag, der dem ein oder anderen hoffentlich die Augen öffnen möge, was ihr Job bedeutet! Shalom

  59. Lieber Richard C. Schneider,

    ich verfolge schon seit langem Ihr Video-Blog auf der Tagesschau-Seite. Und jedesmal konstatiere ich: “Der Richard C. Schneider, der ist ein Guter.” Ein guter Journalist meine ich damit wohl.
    Es erfüllt mich mit Freude und Hoffnung, dass Menschen wie Sie, die sich noch substantielle Fragen über das Bild und seine Wirkung stellen, uns Bericht erstatten aus dieser Region. Dass Sie kleinschreiben, wenn es schnell gehen muss, auch mal komplizierte oder provokante Interviews veröffentlichen, ohne festgefahrene Ansichten zu vertreten, verschiedene Perspektiven einnehmen.

    Danke dafür. Ich wünsche Ihnen, sowie natürlich dem Rest des Teams, alles Gute und hoffe, sie bald wieder zu lesen, zu hören oder zu sehen.

    Grüsse aus Frankreich, da wo im Westen dann “nichts” mehr ist 🙂

  60. Ein guter Text. Vielen Dank.

    Ich kann in der Berichterstattung (auch der öffentlich-rechtlichen) in Deutschland aber leider nicht diesen ausbalancierten skeptischen Geist erkennen.

    Es mag ja sein, dass es in irgendeinem Dritten Programm um 0:30 nachts mal vor Monaten ein Feature über das besetzte/blockierte Gaza gab.

    Dass die Israelische Armee ende Oktober/Anfang November unschuldige Kinder getötet hat – kein Wort darüber in deutschen Mainstream-Medien.
    Dass Israel bewusst die Lieferungen nach Gaza kurz hält und so einerseits das Leid der dortigen Bevölkerung in Kauf nimmt und den extremistischen Kräften dort Auftrieb gibt – kein Wort darüber in deutschen Mainstream-Medien.
    Dass die Kassam-Raketen nicht von der Hamas, sondern anderen extremen Gruppen abgeschossen werden und Hamas-Führer an einem Waffenstillstand gearbeitet haben – kein Wort darüber in deutschen Mainstream-Medien.

    Woran liegt diese unkritische einseitige pro-Israelische Haltung, Herr Schneider?

  61. Lieber Richard Schneider, liebe ARD-KollegInnen,
    ich wollte einfach mal DANKE sagen für eine ausgewogene und stets gut sortierte Bericherstattung in diesen Tagen. Ich weiß – wie schwer es ist.
    TODA RABA!