Unser Team

Gestern erhielt ich eine Mail von einem User, der sich sehr für unsere Arbeit interessierte und bat, wir mögen doch mehr über unser Studio erzählen und wie wir da arbeiten und wer die Leute “hinter” der Kamera seien, aber auch, wer hinter Namen wie “Bernd Niebrügge” steckt…

Nun, ich möchte das heute – allerdings nur schriftlich, weil ich bald nach Ramallah aufbrechen muß – gern tun angesichts der enormen Leistung unseres Studios, auf das ich sehr stolz bin. Als Leiter des Fernsehstudios möchte ich mich hier aber auf meine Kollegen beschränken, wobei ich betonen möchte, daß die Kollegen vom Hörfunk ja auch einem unglaublichen Stress ausgeliefert sind – und wie Sie ja hier anhand des Blogs sehen können, waren die Kollegen ja länger mit Gaza beschäftigt als wir, weil die Arbeitsmodalitäten, vor allem aber auch die sogenannten “Abspielflächen” beim Fernsehen geringer sind als beim Hörfunk. Torsten Teichmann und seine Truppe müssen (und können!) bis zu 60 Sender bedienen. Wir vom Fernsehen haben zu allererst das Erste und damit Tagesschau, Tagesthemen, Morgenmagazin, Mittagsmagazin und Nachtmagazin zu bedienen, außerdem Weltspiegel, mit Lives immer wieder auch Phoenix, Tagesschau 24, die Rundschau des Bayerischen Fernsehens und immer wieder auch die Auslandsprogramm der Dritten Programme, mal ganz abgesehen von den langen Dokus und Reportagen, die wir machen.

Jetzt, während des Krieges, waren wir zuallererst für’s Erste im Geschirr, daneben eben Lives für Phoenix, TS 24 und den BR.

Und so kommt es, daß wir im Fernsehen z.B. nur relativ kurz auf Gaza geschaut haben und längst wieder mit anderen Dingen beschäftigt sind und sein müssen, weil die Redaktionen ihr Programm anders füllen müssen als das Radio das kann. Man darf ja nie vergessen: Die Tagesschau ist nur 15 min. lang, die Tagesthemen 30 min. – und es gibt noch andere Nachrichten aus der ganzen Welt, die die Redaktion in Hamburg jeweils berücksichtigen muß. Es ist also ein ewiger und “natürlicher” Kampf zwischen uns Auslandskorrespondenten und den Heimatredaktionen, wenn wir anrufen und sagen: hier geschieht was ganz wichtiges, das muß gemacht werden, wir haben das sogar “exklusiv” – und die Redaktion dann sagt: Ja, aber…. da ist gerade in Ägypten noch viel wichtigeres los oder die neuesten Entscheidungen zum Euro müssen berichtet werden und die Sendung ist voll… Die Kollegen vom Hörfunk haben da mehr “Ausweichmöglichkeiten” als wir. Und so halten sich die Medien die Waage – was wir an Vorteil in Sachen Bild haben, wie wir also in der Lage sind Dinge über das Bild deutlich zu machen, nahezubringen, das können die Hörfunkkollegen über eine größere Breite ihres Angebots, über mehr Hintergrundgeschichten manchmal. Und oft ist es ja auch tatsächlich so, daß es eine Geschichte gibt, die man für den Hörfunk oder die Printmedien machen kann, aber nicht für’s Fernsehen, weil es schlicht an Bildern fehlt. Was zeigt: Hörfunk und Fernsehen sind komplementär – und damit als Gesamtangebot für Sie eigentlich eine wunderbare Sache. Und dazu noch unser Daily Blog, mein Videoblog – wir haben zum Glück als öffentlich-rechtliches Programm viel anzubieten.

Doch ich schweife ab… Zu unserem Studio. Ich habe vor längerer Zeit mal ein Videoblog “Zwischen Mittelmeer und Jordan” gemacht, in dem ich die Arbeitsweise unseres Studios vorgestellt habe, vielleicht steht das noch im Netz. Leider dürfen ja die Beiträge nicht “für immer” im Netz sein, das liegt an Brüsseler Bestimmungen… Sie müßten mal gucken, ob es noch drin ist, ich bin nicht ganz sicher.

Unser Studio in Tel Aviv hat in den letzten Wochen tatsächlich rund um die Uhr gearbeitet, teilweise mit drei Schichten pro Platz, denn gerade in der ARD-Woche, wenn der Tag bereits mit dem Morgenmagazin losgeht, mußte unser Team um 4 Uhr früh schon antreten, um die neueste Story mit den neuesten Entwicklungen für das MoMa zu schneiden, um die ersten Lives ganz früh zu machen…

Wir haben einen Newsdesk, wo alle Infos zusammenlaufen, wo die gesamte Organisation, die gesamte Logistik und Planung eines Studios und des Tages abgewickelt werden. Manchmal vergleiche ich unsere drei Newsdeskproducerinen mit den Leuten, die am Radarschirm die Flugbewegungen beobachten müssen und die Flugzeuge nonstop anweisen, wie hoch, wie tief, wie schnell sie fliegen dürfen, damit in der Luft alles funktioniert. Wenn’s bei uns einen Fehler gibt, dann hat das zumindest keine “tödlichen” Konsequenzen, aber dennoch kann es peinlich werden, so etwa, wenn wir eine Live nicht schaffen, wenn ein Beitrag nicht rechtzeitig fertig wird, weil im Vorfeld etwas schiefgelaufen oder falsch geplant wurde. Unsere Newsdeskproducerinnen sind in erster Linie mit Multitasking beschäftigt…. Ein Wahnsinnsjob schon  im Alltag, weil Fernsehen eben so eine riesige Logistik braucht und hat, in Kriegszeiten so intensiv, daß dann noch zusätzliche Kräfte herangezogen werden müssen: Meine Assistentin hilft dann mit aus, unser Praktikant war da Tag und Nacht im Einsatz und manchmal mußten auch noch die Damen vom Archiv mithelfen. Ununterbrochen klingelt bei uns allen das Telefon, erst recht am Newsdesk. Bestellungen, Fragen, Umbestellungen, Zusatzbestellungen sind an der Tagesordnung. Plötzlich geschieht irgendwas, was die Pläne umwirft. Man hatte z.B. Stücke aus Gaza bestellt, alles war darauf geeicht, die drei Kamerateams in Israel, das Kamerateam in Gaza und das Kamerateam in Ramallah entsprechend eingeteilt, ich selbst für Lives irgendwo im Süden unterwegs – da wird, z.B., der Autobus in Tel Aviv in die Luft gejagt. Und das heißt im Klartext für uns: Alles sofort umorganisieren. Mein Team und ich zusammen mit unserer SNG sofort umkehren nach Tel Aviv, die anderen Kamerateams umorganisieren, um sofort an den Schauplatz des Attentats zu gelangen und zu drehen, die Redaktionen verständigen, neue Bilder von den Agenturen annehmen bis die eigenen Teams da sind und eigenes liefern können, zusätzliche Live-Bestellungen organisieren und und und – ein Mörderjob am Newsdesk. Und das alles muß bis zur nächsten Ausgabe der Tagesschau funktionieren.

Nicht minder “wahnsinnig” – die Arbeit der Fieldproducer, also der Producer, die mit den Kamerateams draußen sind und drehen. Denn in solchen Zeiten können wir Korrespondenten ja nicht an mehreren Stellen gleichzeitig sind – also müssen geschulte Leute mit den Teams auch alleine drehen. Ich selbst z.B. habe in der Kriegszeit überwiegend Lives gemacht, nur ab und an ein Stück, denn wir waren ständig unterwegs von einem Krisenort zum nächsten und so gut wie jede Stunde war ich live auf Sendung, da bleibt kaum Zeit für Stücke. Meine Kollegen Markus Rosch und Bernd Niebrügge müssen mit unseren Cuttern im Studentakt neue Stücke schneiden, texten, mischen, da kommen sie auch immer nur “raus”, wenn sie sich abwechseln können. Wenn der eine die Morgenschicht macht, dann kann der andere draußen mal was drehen und umgekehrt. Und häufig mußten sie parallel arbeiten, weil soviele Bestellungen reinkamen, daß man alleine es nicht schaffen kann. Darum hatten wir auch Bernd Niebrügge als Verstärkung hier (wie ja auch die Hörfunkkollegen, die immer hier vor Ort sind, Verstärkung aus München bekamen. Aus München deshalb, weil das ARD Studio Tel Aviv zum Bayerischen Rundfunk gehört).

Die Fieldproducer, allen voran Liora, die unsere Chefproducerin und  immer mit mir unterwegs ist, müssen natürlich ebenfalls nonstop organisieren. Den Dreh vor Ort, die Kontakte mit den Interviewpartnern, die Koordination mit Polizei, Armee und anderen offiziellen Stellen (auch in Gaza, auch in Ramallah), um überall durchzukommen oder zumindest, um es zu versuchen. Sie müssen dafür sorgen, daß die Drehkassetten, bzw. Drehdiscs auf schnellstem Weg in das Studio kommen. Wenn ich draußen bin und etwa per Zufall einen Politiker vor Ort erwische, ihn interviewe, dann muß dieses Material sofort ins Studio, damit die Kollegen, die Stücke schneiden, das Interview verwerten und benutzen können. Die Interviews müssen übersetzt werden. Ich selbst spreche Hebräisch, meine Kollegen aber nicht, und was Arabisch angeht, brauchen wir alle Hilfe – für die Übersetzer ist das auch ein unglaublicher Stress, denn sie sitzen von früh bis spät  an den Monitoren und übersetzen übersetzen übersetzen. Manchmal aber geben die Fieldproducer auch nur kurz durch, daß etwa die Antwort  auf Frage nr 1, 2, 3 ganz wichtig war, dann kann der Korrespondent im Studio gleich das erst mal anhören,um zu entscheiden, ob er diese Antwort benutzen oder doch noch anderes erst sich anhören will.

Und Liora ist daneben, wenn sie mit mir unterwegs ist, immer noch als “Oberste Organisationsinstanz” nonstop mit dem Studio und mit Hamburg im Gespräch, um darüber zu wachen, daß alles reibungslos abläuft.

Die Kamerateams sind alle “kriegserprobt”. Es sind israelische, palästinensische und deutsche Teams, die für uns arbeiten. Sie  kennen das Geschäft in Kriegszeiten, sie müssen ja draußen sein und die Bilder bekommen, wenn es kracht. Und das natürlich so, daß sie sich nicht unnötigen Gefahren aussetzen. Da ist vor allem jahrelange Erfahrung maßgeblich, eine genaue Selbsteinschätzung, ein “Bauchgefühl”, das einem sagt: ja, die Situation ist ok oder nein, die Situation ist nicht ok. Daß in diesem Krieg vor allem unser Team in Gaza am meisten gefährdet war, ist klar. Doch wie Tausende von Zivilisten in Gaza, so bekamen auch sie von der israelischen Armee häufig auf ihrem Handy eine Warnung per sms, sich nicht in einem bestimmten Gebiet aufzuhalten, weil dort demnächst ein Angriff erfolgt. Doch nicht immer kommen solche sms oder Flugblätter und dann ist man dem “Zufall” ausgeliefert. Selbstverständlich gilt für uns alle: im Zweifelsfall nichts, absolut nichts riskieren, die eigene Sicherheit geht immer immer immer vor. Doch gerade in Gaza ist das so eine Sache. Denn die Kollegen vor Ort sind ja auch als Zivilisten dem Bombardement ausgeliefert. Und wenn sie – statt zu drehen – sagen: nein, wir bleiben lieber irgendwo im Sicheren und  gehen nicht raus, dann wissen sie natürlich auch nicht, ob nicht gerade in der Sekunde genau da, wo sie gerade  “privat” in “Sicherheit” sind, eine Bombe fällt. So daß ihre Devise ist: dann lieber draußen arbeiten, das lenkt uns ab, dann müssen wir nicht soviel nachdenken, haben tatsächlich weniger Angst. Ich weiß, daß ich als Studioleiter mich da auch ganz auf unser Team dort verlassen kann. Sie sind aus Gaza, sie leben dort seit Jahrzehnten, sie wissen genau, was sie können und was nicht. Wie wir in Israel lebend das ja auch, z.B. in den Zeiten der Selbstmordattentate gelernt haben, und jetzt auch wieder bei diesem Krieg im Süden. Ich war ja auch beim Gaza-Krieg 2008 vor Ort, war im Libanon-Krieg 2006 im Norden. Und selbst wenn diesmal sehr viel mehr Raketen aus Gaza abgefeuert wurden als 2008, viel stärkere, größere, massivere Raketen als noch vor 4 Jahren, so wußten wir dennoch, wenn die Sirenen losgingen oder die “Zeva-Adom”-Alarme, wie wir damit umzugehen haben.

Zurück zum Studio: Da sind die Cutter und die Korrespondenten, die nonstop Stücke schneiden müssen… eine Mammutleistung: Immerzu das neueste Material eindigitalisieren, sichten, im Blick haben, neueste Meldungen aufnehmen, um immer ganz nah dran zu sein am Geschehen, zu wissen, was gerade passiert, Infos der Teams, die ja auch ständig ins Studio melden, was draußen los ist… all das muß in kürzester Zeit verarbeitet und ausgewertet werden, um zu entscheiden, welche Info in das nächste Stück, das dann 1’20 oder 1’30 lang ist, hineingehört. Und das alles in jeweils 45 min. Denn sowie die Tagesschau zur vollen Stunde vorbei ist, beginnt schon wieder der Wettlauf gegen die Zeit: in 45 min. muß das nächste Stück überspielt werden. Bis dahin heißt es: Material sichten, schneiden, texten, bewerten, einordnen. Möglicherweise wenige Minuten vor der Überspielung nach Hamburg nochmal alles umwerfen, weil die Lage sich schon wieder verändert hat, es neue Angriffe gegeben hat, die noch hinein müssen in die Story, weil es viele Tote gab oder weil ein wichtiges Gebäude getroffen wurde oder weil es politische Implikationen hat,weil irgendein Politiker etwas gesagt hat,was bedeutend sein könnte. Das Adrenalin in den Adern aller Kollegen ist in solchen Tagen am überqellen….

Habe ich noch jemanden vergessen im Studio? Ja – da sind nämlich noch die Damen vom Sekretariat. Nun glaubt man, die hätten in Kriegszeiten wenig zu tun – von wegen. Die Bürokratie verlangt immerzu ihren Anteil und was da abgerechnet, erledigt, und für München vorbereitet werden muß, ist natürlich dann auch ein Vielfaches, denn mit der Menge der Bestellungen, mit der Menge der Zusatzteams und Übersetzer und Producer, die wir brauchen, gibt es immer mehr zum Abrechnen… Also auch das Sekretariat ist “auf Anschlag” im Einsatz…

Und last, but definitely not least: unser beiden Männer, die für die gesamte Technik zuständig sind. Die sind natürlich in solchen Tagen ebenfalls im Dauereinsatz, denn die hochempfindlichen Hight-Tech-Geräte, die heute zum Standard gehören, ”zicken” natürlich gerade in solchen Zeiten am meisten. Hilfe, der Avid, der Schneidetisch, ist abgestürzt, wie booted man alles wieder so, daß nichts verloren geht. Eine Leitung ist nicht stabil, was tun? Irgenein Computer mag plötzlich nicht mehr, usw….

Und so laufen die Tage dahin… Man arbeitet unter schwierigsten und stressigsten Bedingungen, man ist getrieben von der journalistischen Neugier, dem Adrenalin, der Situation, und dem Wunsch, dem Publikum in Deutschland die Lage hier so darzustellen, daß man sich daheim vorstellen kann, was hier geschieht. Eben ein Mix aus Information, Analyse, Emotion und Distanz zugleich – guter Journalismus halt. Das ist, worum wir alle uns bemühen.

Und das möchte ich als Studioleiter und als Korrespondent hier in aller Deutlichkeit sagen: Ich bin stolz auf das Team, das Unglaubliches geleistet hat, jeden Tag bis zu 15, 16, 17 Stunden. Und ich als Journalist bin nichts ohne ein Team von Menschen, das mir so zuarbeitet, daß ich (und natürlich auch Markus Rosch und Bernd Niebrügge in diesen Tagen) ihnen das Beste an Informationen übermitteln kann. Die besten Bilder, die besten Geschichten, die besten Analysen, die besten Informationen.

Nicht weniger versuchen wir hier zu leisten.

 

Kommentieren:

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  1. Danke für die Informationen, das hatte mich auch schon immer interessiert!
    Das Arbeitsklima haben Sie gut beschrieben, aber ich kann mir noch immer nicht vorstellen, WIE VIELE Menschen eigentlich in so einem Studio arbeiten.. wenn es ja mehrere “Cutter”, “Fieldproducer”, “Kamerateams” und sogar mehrere “Damen vom Sekretariat” zu geben scheint, dann klingt das alles nach einem riesigen Unternehmen. Ich hoffe auf mehr Beiträge dieser Art, ich finde das Thema sehr spannend!

  2. Wie schaffen Sie das nur alles?

    Vielen Dank, dass Sie uns User so an den Geschehnissen vor Ort und Ihrer Arbeit teilhaben lassen.

  3. Liebes Team,
    danke für die umfangreiche Berichterstattung und die durchgemachten Tage und Nächte auf beiden Seiten der Auseinandersetzung!

    Wahrscheinlich ist eine “zölibatäre Lebensform” als Korrespondent Voraussetzung dafür, dort zu arbeiten.Denn dies verlangt auch von möglichen Partnerinnen und Partnern eine Menge ab… Viel Kraft und Spaß weiterhin!

    • Hi Walgren,

      “… Voraussetzung dafür, dort zu arbeiten” – Meinen Sie nicht, dass gerade angesichts der grossen Belastungen partnerschaftliche Unterstützung nottut, die der Mensch im Einzelkämpfertum entbehrt? So würde ich das zumindest sehen, aber jeder tickt da bekanntlich ein bisschen anders.

  4. Sehr geehrter Her Schneider,

    wirklich interessant! Aber meinen Sie nicht auch, daß Israel etwas überbevölkert mit deutschen Journalisten ist? Ich meine, so viele Leute für so einen kleinen Klecks der Welt? Ist das nicht etwas viel des Guten? (Im Vergleich dazu, daß man dei der ARD anscheinend nur ein Studio in Kairo für so ziemlich den ganzen Mittleren Osten zu haben scheint!)

    Wäre nicht eine intensivere Berichterstattung aus unseren europäischen (v.a. den östlichen) Nachbarländern wichtiger? Oder ist die Zahl der Journalisten und damit die Zahl der Beiträge und der Intensität der medialen Aufmerksamkeit – aufgrund der Zusammensetzung der Aufsichtsräte der öffentlich-rechtlichen Sender – politisch so gesteuert/ vorgegeben?

    Könnten Sie bitte erklären, wer nach welchen Kriterien entscheidet, wieviele Korrespondenten der ARD sich in einem Land/ Studio aufhalten bzw. wo ein Studio eingerichtet wird und wieviele Mitarbeiter es hat?

      • Ariel ich denke nicht, dass Israel das 17 Bundesland ist , sonst hätten sich die Abgeordnete in der Mavi marmara vor Gericht verantworten müssen.

        Zitat ARD heute : “Der Bundestag hat die Immunität von vier Abgeordneten der Linkspartei aufgehoben. Sie sollen sich 2010 beim Castor-Transport in Niedersachsen an einem Aufruf zum “Schottern” beteiligt haben.”

        Leider ist Israel der 51 Bundesstaat der USA, immerhin bekommt Barak heute die Medal for distinguished public service und das direkt von “Leon Paneta” Verteidigungsminister und ex CIA Chef, Shimon Oslo Peres hat schon the congressional medal of Freedom :

        “Outgoing Israeli Defense Minister Ehud Barak will receive the highest award he could be given by a U.S. secretary of defense when he visits the Pentagon on Thursday, three days after announcing his exit from political life next year.”

        Ich frage mich für welche Dienste ??? und an wem ????
        Es bricht mir das Herz das alles mit zu erleben, die Zerstörung unseres zionistischen Traumes, durch die vom “Jüdischen-Selbsthass” getränkte liberale emanzipierte Linke, die eh nicht weiß wo sie hin gehört, genau wie die Konvertiten ( Um den anderen zu gefallen ) aus dem Ende des Neunzehnten und Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts, die sich schließlich am Ende das Leben selbst nahmen oder in den Konzentrationslagern ihr Ende fanden, egal ob sie längst Protestanten oder Katholiken waren.
        Diese Leute haben nicht realisiert ,dass wir niemanden zu gefallen brauchen.
        Wir haben verkaufte korrupte Politiker , die nicht den Mut haben eines
        Befreiungsschlags und he für fremde Mächte arbeiten und tausend faule Kompromisse an jeder Ecke gemacht haben bis Israel alle Hände gebunden waren
        und nicht zuletzt eine nicht mehr “Kriegstaugliche” Bevölkerung, die das böse Erwachen nicht kommen sieht.
        Ich kehre nicht mehr zurück nach Israel, ich werde nicht den Preis bezahlen für die “criminal negligence” all dieser Blinden.
        Ich bedaure nur die , nicht weg sein können wenn das dicke Ende kommt.
        Lieber 20 Jahre verschmäht eins auf Nordkorea machen aber dafür die Zukunft Israels auf Ewig sichern als langsam in “Wohlstand” in 20 Jahren nicht mehr da sein. Ich erinnere nur an die unschätzbaren jüdischen Werte an Geld Gemälde und Juwelen die immer noch in den Schweizer Banken liegen , weil sie kein Besitzer mehr haben. Wie sagte Gorbatschow ein mal ? ach ja : Wer zuspät kommt den bestraft das leben !

        • @AlexP:

          Sie schreiben: “Wir haben verkaufte korrupte Politiker , die nicht den Mut haben eines Befreiungsschlags”

          So wie sie diesen Satz einbetten, würde ich doch gerne wissen, was Sie mit Befreiungsschlag meinen.

    • Als Vorschlag: Die nachrichtentechnische Relevanz vielleicht? Wie man an den (mittlerweile) nicht mehr ganz so wenigen Kriegen in der Gegend sieht, ist es sinnvoll, dort eine größere Dependance zu unterhalten als, sagen wir, in Osteuropa.

      Hört sich vielleicht zynisch an, aber da passiert halt weniger, was mich (jetzt nur mich persönlich) interessiert. Weniger Kriege, weniger Anschläge, weniger Nachrichten. Ergo weniger Journalisten.

      Finde ich schon logisch, so weit.

  5. Vielen Dank für die Berichterstattung und all den Stress…

    Es gibt da eine Sache, die mich stutzig macht. Dieser Konflikt ist nach gut einer Woche vorerst beigelegt worden. Es herrscht Waffenruhe, nicht Frieden. War diese Auseinandersetzung nun ein “Krieg”? Ein Krieg in nur 8 Tagen. Das wäre anders ausgegangen, wenn die Bodentruppen einmarschiert wären.

    8 Tage Angst, Tote, Zerstörung und für die Journalisten und ihr jeweiliges Team Maximalstress, Angst, Anspannung, Hochspannung… – Und dann ist alles vorbei und die Berichterstattung wieder ‘back to normal’.

    Da alles vorüber ist, wirkt das Erlebnis des Krieges in der Rückschau wie ein grosses, gefährliches Abenteuer, und man ist dankbar und erleichtert, es wohlbehalten überstanden zu haben, stolz, die grosse Aufgabe bewältigt zu haben.

    Und dann sage ich mir: Wie kommt das? Was ist das? Es ging hier um Krieg – Krieg und Zerstörung. Nicht um eine Urwaldexpedition oder die Umsegelung der Weltmeere.

    Aber so sieht moderne Kriegsführung aus. Das nahezu Unerträgliche findet in einem kurzen Zeitraum komprimiert statt. “Dank” sei immer effizienteren und gefährlicheren Waffen, die solche Kriege ermöglichen. Komplett kriegsunerfahren und relativ kriegsdesinteressiert macht mich diese Beobachtung irgendwie fassungslos.

    Der Krieg ist vorüber. Same procedure as… Und im Handumdrehen kehrt man wieder zur Tagesordnung zurück. Andererseits: Ganz so einfach wird es wohl nicht sein. Sicher wird noch länger so manch dunkle Wolke der Entlastungsdepression vorüberziehen sowie die wiederkehrenden Bilder von und Gespräche mit denen, die die Opfer dieses Krieges sind, ehe sich der Alltag wieder halbwegs normalisiert haben wird.

    Alles Gute auch für diese Zeit danach, die hoffentlich nicht allzuschnell wieder zur Phase davor wird – obwohl sie es bereits ist.

    PS: Es ist sehr schade, dass die verschiedenen Nahostbeiträge nicht weiterhin systematisch gebündelt hier eingestellt werden!

  6. Sehr geehrter Herr Schneider,

    auch wenn ich nicht sofort dazu kam, möchte ich mich noch ganz herzlich für diese sehr ausführliche und spannend zu lesende Antwort bedanken. Toller Beitrag, der dann indirekt auch aufzeigt, wie viel Arbeit hinter den Kulissen der Berichterstattung stecken – und hier geht es ja weitgehend nur um den Fernsehanteil.

    Wenn ich bedenke, dass das Tel Aviver Studio nicht das einzige der ARD ist und zugleich auch noch, dass auch das ZDF über ein recht gutes Korrespondentennetz verfügt und die Berichterstattung am Ende auch noch qualitativ sehr hochwertig ist, bin zumindest ich richtig froh darüber, was mit meinen Gebührengeldern passiert :)

    Tolle Arbeit. Weiter so und noch einmal herzlichen Dank für die Antwort :)