Israels Siedlungsbaupläne und ihre Folgen

02.12.2012/ ARD-Studio Tel Aviv, 17:00/ Peter Kapern

 

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  1. peter kapern, nach geltenden oslo vertraegen haette abas nicht zu un gehen duerfen. einseitige schritte werden untersagt.

    und wie waere es schulden zu begleichen?

    • Nicht zur UNO gehen? Mal ehrlich, was ist,denn schlimm daran, bei der UNO anzuklopfen und zu fragen, als Mitglied der UNO nur mit Beobachterstatus aufgenommen zu werden? Es ist grossartig, dass Sie sich auf einseitige Schritte berufen, die zu unterbleiben sind. Israelische Politik ist nichts anderes als eine Politik der einseitigen Schritte.Hilfe können die Palästinenser nicht von Israel erwarten. Israels Politiker halten sich am liebsten in den Vorzimmern amerikanischer Regierungsmitgliedern auf, um neue Waffeneinkäufe zu tätigen, als sich auch nur ein klein wenig mit dem Palästinaproblem zu beschäftigen. Netanyahus und Liebermans Vergeltungstiraden sind nicht nachvollziehbar.

      • Einseitige Politik?
        Einseitig ist es von Seitens der Palästinenser zur UNO zu gehen und jegliche Bemühungen Seitens Israel über den Tisch zu verwerfen.
        Frieden wäre schon oft möglich gewesen: Rabin mit Oslo, Barak mit Camp David II, Scharons und Olmerts Abkopplungs- bzw. Konvergenzplan. Immer wären schon im ersten (!) Schritt 90% des Westjordanlandes und Gaza für einen Staat zur Verfügung gestanden, inkl. Ostjerusalem (bzw. Option darauf). Klar wären die 90% noch von Siedlungen und von für Palästinenser verbotenen Straßen durchzogen und zerstückelt gewesen, aber das sollten Themen sein, nachdem sich weitere Stabilisierung eingestellt hat. Die Partei- und Regierungswechsel von Scharon und Rabins Tod v.a. zeigten ja, dass Politiker unter enormen Druck stehen, wenn sie Friedenspläne umsetzen wollen. Denn es ist immer letztlich auch eine Politik notwendig gegen jüdische Siedler in der Westbank (zum Großteil religiöse “Spinner”). Wo ist der Mut palästinensischer Politiker?
        Abbas ist ein Feigling, der mal so, mal so redet, aber niemals ernste Schritte für Frieden sich trauen wird. Immer schön hinter der Grünen Linie verschanzen statt den Menschen sagen, dass alle Seiten verzichten müssen für eine Lösung: als ersten die Palästinenser auf Antisemitismus, Mord, Terror und Todesliebe. Doch Abbas scheint wohl genau darauf nicht verzichten zu wollen. Irgendwann wird Israel auf weitere Siedlungen verzichten müssen (eine wurde erst wieder im September geräumt). Oder sollte man gar einst, ohne, dass man sie wegbombt, neben Juden oder mit ihnen leben können? So wie, als wären Juden endlich Menschen, die nicht ewig und ständig um ihr Leben fürchten müssen? Als gäbe es das nicht mehr, dass eine Gruppe von Menschen sich nur, weil sie zu der Gruppe “Jude” gehört, globalem eliminatorischem Hass, totaler Todesdrohung und einer ihnen feindlichen UN ausgesetzt sieht?

        Und der Vorwurf zu Lieberman ist ebenso nicht nachvollziehbar, er war nämlich derjenige der vorgeschlagen hat, dass sich Israel aus palästinensischen Gebieten zurückzieht, aber dann auch die Grenzen komplett zu machen und den Palästinensern ihr eigenen Ding machen lassen.

        Egal was Israel machen wird, Recht wird es den Antisemiten und Antizionisten nie sein!

  2. “Mal ehrlich, was ist,denn schlimm daran, bei der UNO anzuklopfen und zu fragen, als Mitglied der UNO nur mit Beobachterstatus aufgenommen zu werden?”

    es ist ein bruch der osloer vertraege. man kann nicht einseitig einen staat schaffen, welches auf einem gebiet liegt, dass von beiden seiten beansprucht wird.

    Netanyahus und Liebermans Vergeltungstiraden sind nicht nachvollziehbar.

    ich kann es sehr gut nachvollziehen.

    • Das ist doch ein albernes Argument. Israel hat sich doch selber nie an alle Abmachungen von Oslo gehalten.

    • Und die Israelis haben 1948 doch auch einseitig ihren Staat auf Gebiet geschaffen, dass von beiden Seiten beansprucht wird.

  3. Ich habe da mal eine Frage zu. In den deutschen Medien wird immer gesagt, dass wenn das E1 Gebiet besiedelt wird, das zukünftige oder bisher als solches gedachte Gebiet eines palästinensischen Staates in zwei Teile geteilt wird. Aber zwischen Ma’ale Adumim und dem Toten Meer liegen doch noch einige Kilometer, wieso wird das Gebiet dann durchtrennt? Wenn ich mich recht erinnere ist dazwischen auch nicht wirklich was, außer ein oder zwei Kibuzzim an der Straße am toten Meer. Also Land was meinem Verständnis nach als Verbindung zwischen Nord- und Südpalästina dienen könnte. Kann mir jemand erklären, wieso das so ein großes Problem ist?