E1 – Was ist das ?

Immer wieder wird jetzt über “E 1″´gesprochen.  Das heisst East , also Ost, 1. Aber was ist das? Was steckt hinter diesem Kürzel?

(Falls es in dem kurzen Stück nicht ganz klar rüber kommt: Die Westbank ist in drei Zonen aufgeteilt:  Zone A; komplette palästinensische Kontrolle: 20 Prozent; Zone B: Militärkontrolle Israel , palästinensische Zivilkontrolle: 20 Prozent; Zone C: Israel: 60 Prozent.)

 

 

 

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  1. aber wenn die weißen Stellen, die bis zum Totenmeer hin reichen irgendwann nicht mehr von Isreal kontrolliert werden würden, dann ist die Westbank doch nicht geteilt. Da leben doch keine israelis da sind doch keine siedler oder?

    • Sie ist momentan deshalb weiß, weil Israel noch auf die Kontrolle der Grenze zu Jordanien besteht. Vor allem geht es aber auch um Zugang zum Jordanwasser. Es ist nicht wirklich zu vermuten, dass Israel die Kontrolle der Ostkante der Westbank ganz und gar aufgibt, solange noch Misstrauen zu den Palästinensern besteht. Aber sonst haben Sie selbstverständlich recht.
      Achten Sie aber auch auf das, was ich zum Thema Abu Dis gesagt habe.
      Heidelbaer

  2. Ein Versuch der Erklärung der Situation ist lobenswert, aber viel zu kurz, viel zu oberflächlich und im Endeffekt ohne jegliche Erklärung. Kein Wort davon, daß auf diesen unbewohnten Felsen keine Straßen gebaut werden können. Kein Wort davon, daß dieses Gebiet samt Ma’ale Adumim so oder so Israel zufällt. Kein Wort davon, daß es immer noch einen 20 km breiten Passus zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil des Westjordanlandes geben wird. Im übrigen, Israel ist an seiner schmalsten Stelle (genau in der Mitte!) 15 km breit, aber das scheint niemanden zu stören. Selbst Jerusalem wird von seiner östlichen Seite dadurch nicht “eingekreist”.

    Viel Lärm um nichts und das hat ein guter Journalist zu berichten und zu erklären. Es geht hier ums Prinzip, israelisches Leben jenseits der grünen Linie zu verdammen. Daß dieses Gebiet selbst noch auf Rabins Karten Israel zufallen sollte, davon kein Wort. Weden Wohneinheiten in bereits existierenden Städten werden Botschafter einbestellt, aber nie wurde auch nur jmd. dafür gerügt, daß Busse mit Insassen explodierten. Es gab absolut keine Folgen für die PA, es gab keine richtigen Folgen für die Hamas.

    • sorry ich fand den Beitrag zwar auch noch nicht ganz so hilfreich. Aber ich kann es langsam nicht mehr hören. Immer dieses Polarisieren. Ich geb’ ja selber zu, dass ich mich selbst dabei ertappe, wie mein Herz stärker für die Palästinenser schlägt (das liegt bei mir vermutlich daran, dass ich ein Jahr in Syrien gelebt habe und da Israel einfach der Feind war, das hat auf mich irgendwie abgefärbt), aber ich versuche ständig dagegen anzukämpfen, es mir nicht so einfach zu machen! In diesem Beitrag ging es nun mal um das Gebiet E1 und nicht um die schmalste Stelle Israels und was haben die Anschläge auf die Busse mit einem vom Ausland unterstellten Fehlverhaltens Israels zu tun? Frei nach dem Motto: Der hat auch einen Stein geworfen. Na und, damit wird dein Werfen auch nicht besser! Man kann den Journalisten an mancher Stelle vllt. Populismus vorwerfen, oder zu kurze zu schlechte Recherchearbeiten. An manchen Stellen hat mich das auch schon geärgert, dann wieder habe ich mir wieder vor Augen geführt, dass dies einfach ein Dayly Blog ist und da einfach nicht die großen Reportage laufen! Kann sich die Internetgemeinde endlich mal damit abfinden, dass in einem Beitrag mal mehr die Palästinensische Seite gezeigt mal wieder die Israelische Seite usw. Ich finde es wird sich zumindest sehr ordentlich bemüht hier beide Seiten zu zeigen zumindest meistens.

    • @Georg; @Johannes
      Ja, es stimmt. Es wäre noch ein 20 km breiter vorhanden, aber jeder, der ernsthaft behauptet, daß dies keine Trennung bedeutete, hat keine Ahnung von der Geographie in dem Gebiet. Dieses Gebiet ist Wüste und sehr bergig und zwischen Jerusalem und dem Toten Meer liegen um die 1000 oder 1200 Höhenmeter und nicht vergleichbar mit der Saron-Ebene. Wer schon einmal die 1 von Jerusalem nach Jericho gefahren ist, kann sich vorstellen, daß eine Verbindungsstraße von Ramallah nach Bethlehem in diesem Gebiet sehr schwierig zu bauen sein muß. Im Westjordanland würden drei wichtige Ballungszentren, alle nur höchstens 30 km voneinander entfernt, voneinander abgeschnitten werden. Ramallah, Jerusalem und Bethlehem würden voneinander getrennt. Schon heutzutage müssen Palästinenser ohne Jerusalem ID Jerusalem weiträumig umfahren (der Weg führt durch E1). Jerusalem wurde schon durch den Sperranlagenbau vom “central hub” (in Deutschland wäre das mit einem Oberzentrum vergleichbar) Palästinas zur israelischen Grenzstadt.

    • Ich muss ihnen recht geben. Hier mal mit der Handkamera über eine bunte Karte zu huschen ist alles andere als professionell. Auch müssen beide Seiten gesehen werden. Warum hat Israel ein Interesse an der Besiedlung von E1, was haben die Palästinenser dagegen. Momentan hört man wirklich NUR die palästinensische Seite in den Medien…
      Heidelbaer

    • “Kein Wort davon, daß auf diesen unbewohnten Felsen keine Straßen gebaut werden können” (Georg)

      Es wurde hier mittlerweile festgestellt, dass das E1-Gebiet sehr wohl bereits von Strassen durchlaufen wird.

      Warum wurde in den TV-Beiträgen zum Thema immer wieder nur die ‘karge Steinwüste’ gezeigt und niemals jener Teil von E1, wo es bereits Infrastruktur/Strassen gibt?

      • Hallo! Doch Strassen und auch die Polizeistation haben wir gezeigt. Und auch, dass bereits 40 Millionen Euro in die Infrastruktur gesteckt worden ist. Gruesse M.R.

        • Vielen Dank, Herr Rosch. Den Beitrag mit den Strassen und der Polizeistation habe ich offenbar leider verpasst.

          Schade, dass nicht mehr ganz Nahost hierher verlinkt wird!

  3. 1. Es ist interessant, dass weiterhin keine Eindeutigkeit darüber besteht, ob durch eine israelische Bebauung von E1 das WJL wirklich zweigeteilt würde. Selbst im Hintergrund zu E1 hier auf tagesschau.de wird gesagt, dass laut Bürgermeister von Ma’ale Adumim auf beiden Seiten ein Korridor bliebe.

    2. Aktuell gibt es offenbar noch keine Nord/Süd-Verbindung (Strassen), die das E1-Gebiet durchlaufen. Ist das richtig? Und falls ja, kommen die Menschen doch nun auch von Nord nach Süd und umgekehrt.

    3. Wenn es hier um eine verkehrsmässige Anbindung zwischen Norden und Süden geht, so könnte die doch bei gleichzeitiger Besiedlung mit berücksichtigt werden, oder geht die Vorstellung dahin, dass im Falle einer Zweistaatenlösung der jeweilige Staat mit Stacheldraht umgeben und hermetisch abgeriegelt wäre??

    4. Würde E1 Teil eines künftigen palästinensischen Staates – den es ja schon gibt, obwohl es ihn eigentlich noch nicht gibt (wie irrwitzig…), so würde es von Ma’ale Adumim keine Verbindung zu Jerusalem mehr geben.- Folge nur ich solch einer möglichen Entwicklung mit Sorge?

    5. Im Grunde ist doch nur eine Einstaatenlösung möglich, bei der beides – jüdisches UND muslimisches Leben möglich ist. In Israel geht beides. In Gaza geht nur eins. Folglich kann nur eine Einstaatenlösung nach jüdischem Modell ¨- trotz jüdischer Minderheit funktionieren. Kann sie aber funktionieren, solange eine palästinensische Führung nicht einmal “Israel” über die Lippen bringt? – Nein. Daher wird es immer so weitergehen zwischen Kriegen und Waffenstillständen, aber immer ohne Frieden im Grossen.

    • Lily said:
      7. December 2012 at 16:50

      [QUOTE] 2. Aktuell gibt es offenbar noch keine Nord/Süd-Verbindung (Strassen), die das E1-Gebiet durchlaufen. Ist das richtig? Und falls ja, kommen die Menschen doch nun auch von Nord nach Süd und umgekehrt.[ENDQUOTE] Falsch! Dort (Wadi ?, vergessen) geht momentan der gesamte Nord-Süd-Warentransport Palästinas durch (Wadi ?, vergessen)! Wie wissen nur Locals. Ich vermute, das ist der erwähnte westliche “Korridor”.

      [QUOTE]3. Wenn es hier um eine verkehrsmässige Anbindung zwischen Norden und Süden geht, so könnte die doch bei gleichzeitiger Besiedlung mit berücksichtigt werden, oder geht die Vorstellung dahin, dass im Falle einer Zweistaatenlösung der jeweilige Staat mit Stacheldraht umgeben und hermetisch abgeriegelt wäre??[ENDQUOTE]

      Sorry, das Zitat zeigt, daß sie von den örtlichen Gegebenheiten keine Ahnung haben! Straßen zu israelischen Siedlungen können durchaus mit Stacheldraht und anderswie “gesichert” und selbst die Überquerung(!) für Palästinenser verboten sein! Brücken oder Tunnel? Fehlanzeige! Sehen sie sich mal auf einer Karte an, wie Israelis und andere Privilegierte (z.B. mit deutschem Reisepaß!) zum Eingang des “En Prad”-Nationalparks in dieser Gegend gelangen. Und suchen Sie dann mal bei Goole-Maps einen Weg unter Vermeidung der Siedlung Almon und der Straße dahin, die sind für Palästinenser nämlich verboten (es gibt eine, Marke Wüstenpiste)! Der Eingang zum Nationalpark liegt bezichnenderweise außerhalb der Siedlung, damit auch Palästinenser in den Nationalpark können, unter Zahlung des Eintrittspreises selbstverständlich ;-).

      Oder das Beispiel der Anbindung der Siedlung Ariel nördlich von RamAllah, 125 km Zufahrtsstraße auf palästinensichem Gebiet ohne Möglichkeit für Palästinenser, sie zu überqueren!

      [QUOTE] 4. Würde E1 Teil eines künftigen palästinensischen Staates – den es ja schon gibt, obwohl es ihn eigentlich noch nicht gibt (wie irrwitzig…), so würde es von Ma’ale Adumim keine Verbindung zu Jerusalem mehr geben.- Folge nur ich solch einer möglichen Entwicklung mit Sorge?[ENDQUOTE]

      Die Sorge ist nicht notwendig, die Verbindung ist ja jetzt schon da und für Siedler und sonstige Privilegierte (s.o.) kein Problem. Andere brauchen die ja nicht. Warum sollte sich das ändern? E1 soll Teil des künftigen palästinensichen Staates werden? ?-( Wie kommen Sie auf dieses schmale Brett? :-D

      Nur mal eine kleine Auswahl von Dingen, die man sich aus der Sicht von Privilegierten (Israel-ID, Reisepaßinhaber der meisten(!) anderen Länder der Welt) nicht vorstellen kann. Und die Sicht von Palästinensern mit palästinensicher ID (und grünem KFZ-Kennzeichen!) bekommt man ohne Weiteres so eben nicht zu sehen.

      Schönen Tag noch!

      Hanns

      • Bevor Protest kommt: Die Verbindung von Israel nach Ariel ist nur 25 km lang, sorry für den typo :-(

        Hanns

        • Das könnte stimmen, wenn es geogrfisch paßt. Egal, wenn ich das nächste mal “vor Ort” bin werde ich es mal ergründen, wenn es meine Zeit und meine Mobilität zuläßt! :-D

          Danke! Hanns

      • @ Mufti-Hanns,

        Warum “Mufti”?

        “Sorry, das Zitat zeigt, daß sie von den örtlichen Gegebenheiten keine Ahnung haben!”

        Das muss Ihnen nicht leidtun. Ich bekenne mich gerne dazu, von den örtlichen Gegebenheiten keine Ahnung zu haben und das, obwohl ich mich dafür interessiere (!) Sie dürfen nicht vergessen, dass sich die gesamte Weltgemeinschaft oder doch zumindest die deutsche Bundeskanzlerin und der israelische Ministerpräsident den Kopf über E1 zerbrechen. Wie viele von uns Interessierten sind mit der Situation vor Ort vertraut? Die Bundeskanzlerin??

        Ich halte Googlemaps für unbrauchbar, um zu verstehen, worum es bei E1 geht. E1 ist nun gerade Stein des Anstosses innerhalb des grösseren Konflikts. Daher lässt sich E1 nur von aussen nach innen, unter Berücksichtigung der grösseren Zusammenhänge begreifen.

        Ich verfüge über eine Landkarte des geografischen Palästinas und sehr viel wertvoller und empfehlenswert! über zwei geopolitische Atlanten über Israel und die Palästinenser, in französischer Sprache, aber die Sprachbarriere dürfte das Verständnis der Karten nicht behindern, vielleicht auch eine lohnende Anschaffung für die Journalisten vor Ort?

        “Atlas géopolitique d’Israël – Les défis d’une démocratie en guerre”, Frédéric Encel, 2012, Editions Autrement
        “Atlas des Palestiniens – Un peuple en quête d’un Etat”, Chagnollaud/Souiah, 2011, Editions Autrement

        “E1 soll Teil des künftigen palästinensichen Staates werden? ?-( Wie kommen Sie auf dieses schmale Brett?”

        Ganz einfach. Wenn die Palästinenser nicht wollen, dass Israel diese Landfläche nutzt, dann werden sie sie wohl selbst nutzen wollen – – nur um ein paar Ziegen zu weiden??? ;-)

        “Nur mal eine kleine Auswahl von Dingen, die man sich aus der Sicht von Privilegierten (Israel-ID, Reisepaßinhaber der meisten(!) anderen Länder der Welt) nicht vorstellen kann.”

        Ich will die Problematik von E1 verstehen. Dafür ist es erst einmal unwichtig, wer welche Strasse mit welchem Pass aus welchem Grund passieren darf oder nicht und wie ungerecht oder nicht das nun ist. Eileens Beitrag liefert übrigens ein gutes Gegengewicht zu Ihren Aussagen und Erfahrungen.

        • Lily said on 9. December 2012 at 10:59 :

          [QUOTE]@ Mufti-Hanns,

          Warum “Mufti”?[ENDQUOTE]

          Das ist das Ergebnis einer Wette von vor vor mehr als 30 Jahren! :-) Ich hatte bis dahin (außer dem phantasielosen “Hänschen” als Kind) nie einen Spitznamen und ein Studienkollege wettete mit mir, daß er mir einen lange haltbaren Spitznamen verpassen kann. Ich hielt dagen und verlor, wie man sieht. Daß das in diesem Blog ambivalente Emotionen auslösen kann, kam mir erst im Laufe der Zeit zu Bewußtsein.

          [QUOTE]Ich verfüge über eine Landkarte des geografischen Palästinas und sehr viel wertvoller und empfehlenswert! über zwei geopolitische Atlanten über Israel und die Palästinenser, in französischer Sprache, aber die Sprachbarriere dürfte das Verständnis der Karten nicht behindern, vielleicht auch eine lohnende Anschaffung für die Journalisten vor Ort? [ENDQUOTE] :-) :-) :-)

          Konnten Sie denn dort die Zufahrt zum Nationalpark “En Prad” finden, die die Palästinenser benutzen müssen? Dann werde ich mir die Karte sofort kaufen! BTW: GoogleMaps ist in der Karten-+Satellitenansicht durchaus zu gebrauchen, wenn man die Geländemarken zu deuten weiß. Als Routenplaner o.ä. ist es in der Westbank völlig ungeeignet, da gebe ich ihnen völlig recht.

          [QUOTE]Ganz einfach. Wenn die Palästinenser nicht wollen, dass Israel diese Landfläche nutzt, dann werden sie sie wohl selbst nutzen wollen – – nur um ein paar Ziegen zu weiden??? ;-) [ENDQUOTE]

          Vielleicht auch nur, um auf dem günstigsten Weg von A nach B zu kommen?

          Warum kann ich von Hizma zur ersten günstigen Straßenbahnhaltestelle in Jerusalem 3 km fahren, wenn wir nur Israelis im Auto haben, während wir mit nur einem(!) Palästinenser (MIT Jerusalem-Permit!) im Auto über den Checkpoint Qalandia fahren müssen und zur gleichen Haltestelle 15 km brauchen (auf der kurzen Strecke gibt es nämlich auch einen Checkpoint!)?

          Wie gesagt, man kann sich viele Probleme nur vorstellen, wenn man sich in die Sicht eines Palästinensers versetzt. Die Sicht des “normalen” israelischen Siedlers ist IMHO hierzu völlig irrelevant, für den ist “alles gut”, die isrelische Armee sorg für seine Sicherheit und weil er selbst Waffen tragen darf ist für den Notfall ausreichend vorgesorgt. Den allgemeinen mitteleuropäischen “gesunden Menschenverstand” kann man da getrost stecken lassen, der hilft nicht weiter!

          [QUOTE]Ich will die Problematik von E1 verstehen. Dafür ist es erst einmal unwichtig, wer welche Strasse mit welchem Pass aus welchem Grund passieren darf oder nicht und wie ungerecht oder nicht das nun ist. Eileens Beitrag liefert übrigens ein gutes Gegengewicht zu Ihren Aussagen und Erfahrungen.[ENDQUOTE]

          Gleich zweimal falsch! Erstens kann man auch die E1-Problematik nur verstehen, wenn man weiß, daß israelische Siedlungen keine deutschen Ortschafen sind, wo rechts und links Häuschen stehen und wo jeder(!) einfach so durchfahren kann. Auch für E1 ist zu erwarten, daß das Gelände und die Straßen dahin wie ein Hochsicherheitstrakt gegen die palästinensiche Ländereien abgesichert werden, gerade bei einer Zweistaatenlösung. Zweitens: “Eileens” Straße wurde nicht (oder nur in Teilen) gebaut, nämlich dort, wo es unproblematisch war. Ob und warum der weitere Ausbau seinerzeit abgelehnt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, ist auch unwichtig, ich brauche Straßen, die vor Ort existieren!

          Vielleicht ein Grund: Eine Hochsicherheitslösung für “Zufahrtsstaßen” gegen umliegendes “feindliches Territorium” (vorn rein und hinten wieder raus, dazwischen rechts und links Betonwände, oben Stacheldraht oder, wo das nicht reicht, wird es ein Tunnel) kann man an der Ausfahrt der Straße 1(?) aus Jerusalem bei Betlehem (immerhin vierspurig autobahnähnlich ausgebaut!) studieren, geht mit GoogleMaps hervorragend. Aufwand und Kosten mußten immens gewesen sein!

          Zur Siedlerproblematik ist das Buch “Die Irren von Zion” von Broder zu empfehlen, sollten Sie es noch nicht kennen!

          Und ich habe absichtlich von Wertungen abgesehen und mich bemüht, den “täglichen Wahnsinn” aus meiner Sicht zu schildern, so wie ich ihn seit 2010 in mehreren Wochen jährlich erlebe, BTW ohne mich zu irgendeinem Moment irgendwo belästigt oder bedroht gefühlt zu haben (OK, wir bekommen unsere Informationen, wo man sich ggf. nicht aufhalten sollte, wenn es irgendwo “hoch und heiß” hergehn sollte)!

          Schönen Tag noch!

          Hanns

          • @ Hanns

            Also, das mit der Anschaffung dieser Atlanten sollte nicht bedeuten, dass es den Journalisten an der nötigen Ortskenntnis mangeln würde. Die Journalisten sind keine Kartographen, und die Karten in den beiden kleinen Werken sind prima geeignet, um uns hier beispielsweise “E1″ anschaulich zu vermitteln.

            “Konnten Sie denn dort die Zufahrt zum Nationalpark “En Prad” finden, die die Palästinenser benutzen müssen? Dann werde ich mir die Karte sofort kaufen!”

            “Wie gesagt, man kann sich viele Probleme nur vorstellen, wenn man sich in die Sicht eines Palästinensers versetzt.”

            Sie sind offenbar ein erdverbundener, pragmatisch denkender Mensch… und interessieren sich daher vornehmlich für die Probleme des Alltags – Ihre eigenen sowie vor allem die der Palästinenser und weniger für die übergeordnete Problematik.

            “Die Sicht des “normalen” israelischen Siedlers ist IMHO hierzu völlig irrelevant, für den ist “alles gut”, die isrelische Armee sorg für seine Sicherheit und weil er selbst Waffen tragen darf ist für den Notfall ausreichend vorgesorgt.”

            Hier spricht niemand von der Sicht des normalen israelischen Siedlers. Ausserdem ist der normale israelische Siedler in der Regel selbst Reservist oder Soldat, also gewohnt, für seine eigene Sicherheit zu sorgen.

            Und WARUM muss er sich überhaupt um seine Sicherheit sorgen?

            “Den allgemeinen mitteleuropäischen “gesunden Menschenverstand” kann man da getrost stecken lassen, der hilft nicht weiter!”

            Sie versuchen’s dennoch beharrlich genau damit…

            Der Untertitel zum “Atlas géopolitique d’Israël” lautet “Les défis d’une démocratie en guerre” = Die Herausforderungen einer Demokratie im Krieg.

            Auch wenn gerade einmal keine Raketen hin- und Bomben herfliegen, so befindet sich Israel aufgrund seiner inneren und äusseren Bedrohungslage doch permanent im Krieg (= die übergeordnete Problematik).

            DAHER müssen Sie so umständlich mit dem Auto auf der Strasse herumgurken und zwar besonders dann, wenn Sie auch nur EINEN Palästinenser mit sich führen. Denn dieser EINE KÖNNTE ja auf die Idee kommen, sich einen Sprengstoffgürtel umzuschnallen, um ein Caféhaus samt Insassen in die Luft zu jagen. Wenn das Misstrauen erst einmal da ist…

            Broder? – Ich kann mich irgendwie nicht dazu bringen, Broder zu lesen. Hier wird ab und an für seine Werke geworben, aber ich finde, solch bissiger Zynismus hat auch etwas Entleerendes, innerlich Aushöhlendes. Es ist schön und gut, falsche Harmonie damit ans Licht zu holen, aber mir fehlt dabei der Weg hinaus, hin zu positiven und konstruktiven Ideen, zu denen ich mich eher hingezogen fühle.

            Können Sie etwas mehr über den En Prat-Nationalpark erzählen? Ist das ein beliebtes Ausflugsziel?

          • Bezüglich der “Hochsicherheitslösung” für Zufahrtsstraßen: Es ist nicht die Straße 1 sondern die Straße 60, sorry!

            Schönen Tag noch!

            Hanns

          • Immer dann wenn Sie nach Israel reisen oder wenn sie eine israelreise planen, dann werden ihnen Bekannte, Freunde, Studienkollegen, die sich sonst noch nie darüber sorgen gemacht haben, die sich als normale Nachrichtenkonsumenten auch hin und wieder über Israel im Allgemeinen vielleicht auch über “die Mauer” und Checkpoints empören, folgende Fragen stellen, ist das nicht gefährlich? ist das überhaupt sicher? Genau das habe ich am Wochenende wieder erlebt. Was antworte ich ehrlicher Weise?: Natürlich gibt es eine latente Gefahr mit der die Besucher und Bürger Israels leben müssen, aber die Israelis geben sich aller größte Mühe verwenden riesige Recourcen an Geld und Gehirnschmalz für die Sicherheit und darauf, dass wir alle gesund in einem Stück zurückkehren. Am absurdesten finde ich diese Mauer-Checkpoints-Betroffenheitstouristengruppen. Bigotter geht es nicht. Einerseits erwartet man den Schutz der israelischen Behörden, lässt sich aber dann von irgendwelchen sog. “Menschenrechtsgruppen” wie z, B, “Machsom Watch” mit ganz klarer, linker antizionistischer Agenda desinformieren, um sich dann über die Sicherheitsmaßnahmen, die die Israelis ergreifen zu empören.

      • @ Hanns (ich lasse den “mufti” in der Anrede jetzt mal weg ;-))

        Gerade habe ich mir mich nochmal durchgelesen und stelle fest, dass meine Worte doch recht “herzlos” rüberkommen müssen.

        Die menschliche Dimension sehe ich AUCH.

        Hier wurde in der Vergangenheit von “Mosaiksteinen” gesprochen. Es ging da um die verschiedenen Beiträge dieses Blogs, die insgesamt helfen sollen, die farbenfrohe Komplexität von Israel/Palästina zu vermitteln, indem viele Steinchen aneinandergesetzt werden.

        Ich sehe noch etwas anderes. Ich betrachte Israel/Palästina gerne auch wie einen bunt bedruckten, ungleich gewebten Seidenschal, auf dem sich die Farben an verschiedenen Stellen in unterschiedlicher Weise entfalten, einander überlagern und neue Effekte geschaffen werden.

        Die verschiedenen “Farben” sind die Rolle der Religion, das Land/die Erde selbst, das Erleben des einen sowie des anderen Volkes, die Geschichte – angefangen mit mythologischen Geschichten, archäologisch nachweisbarer Historie, biblischen Belegen, der Geschichte der vergangenen 1000 Jahre, der vergangenen 200 Jahre, der letzten 10, des letzten Jahres, die Gegenwart und der politische, soziale, ‘humanitäre’, religiöse und auch spirituelle Ausblick…

        Wenn der eine erklärt, welches die technischen Herausforderungen des Strassenbaus auf E1 sind, der nächste klagt über das Elend in den Flüchtlingslagern und ein dritter über die Heilige Stadt Jerusalem, dann kann man sich müde reden, aber nichts wird dadurch klarer. Daher ist es mMn hilfreich, diese Dinge getrennt unter die Lupe zu nehmen, um anschliessend einen sinnvollen Zusammenhang herstellen und logisch folgern zu können, wie die kleinen sowie grossen Konflikte möglicherweise gelöst werden können.

        • Weil ein direktes reply nicht mehr möglich ist, antworte ich hier noch einmal hierauf:

          Lily said on 9. December 2012 at 18:07

          [QUOTE Lily]@ Hanns

          Sie sind offenbar ein erdverbundener, pragmatisch denkender Mensch… und interessieren sich daher vornehmlich für die Probleme des Alltags – Ihre eigenen sowie vor allem die der Palästinenser und weniger für die übergeordnete Problematik.[ENDQUOTE Lily]

          Erdverbunden? Ich weiß nicht… Pragmatisch sicher! Aber wir bewegen uns hier stramm auf ein Off Topic zu! ;-)

          [QUOTE Lily] DAHER müssen Sie so umständlich mit dem Auto auf der Strasse herumgurken und zwar besonders dann, wenn Sie auch nur EINEN Palästinenser mit sich führen. Denn dieser EINE KÖNNTE ja auf die Idee kommen, sich einen Sprengstoffgürtel umzuschnallen, um ein Caféhaus samt Insassen in die Luft zu jagen. Wenn das Misstrauen erst einmal da ist…[ENDQUOTE Lily]

          Sie haben nicht alles gelesen: Mein hypothetischer Palästinenser hatte eine Jerusalem-Permit (meine Wortschöpfung, weiß nicht wie das Papier offiziell heißt)! Qalandia-Checkpoint darf er passieren, Hizma-Checkpoint nicht! Aber das hat auch nichts mehr mit E1 zu tun…

          [QUOTE Lily] Broder? [ENDQUOTE Lily] Kann man sicher geteilter Meinung sein, aber wenn seine Fakten falsch wären, wäre bestimmt hier und anderswo schon ein Proteststurm ausgebrochen!

          [QUOTE Lily]Können Sie etwas mehr über den En Prat-Nationalpark erzählen? Ist das ein beliebtes Ausflugsziel?[ENDQUOTE Lily]

          “Ja” und “Ja”, aber beides wäre hier auch Off Topic, leider! Tante Google ist ihre Freundin… :-)

          Roger and out wegen Gefahr von Restriktionen!

          Schönen Tag noch!

          Hanns

  4. Herr Schneider hatte in einem früheren Beitrag davon gesprochen, dass die PA zusammenbrechen werde, wenn Israel ihr die Steuerzahlungen nicht zukommen lasse. Das ist nun eingetreten. Wie steht es also um die Finanzierung der PA? Und wie geht es damit weiter. Vielleicht kann jemand in dieser Frage weiterhelfen?

    George

    • Danke, George. Das interessiert mich auch sehr. Ausserdem war hier einmal ein Interview auf Jiddisch (mit Akiva Eldar?) angedacht worden. Hoffentlich kommt das irgendwann zustande!

  5. Klingt interessant. “Eine Steinwüste, unwirtlich und “nur 12 Quadratkilometer groß”, Originalzitat aus dem TV Bericht. Muss ja ein superwichtiges Gelände sein. Dazu habe ich spontan ein paar Fragen: Können Sie mir bitte sagen, wieviele “Siedlungen” (im Plural!) auf dem unzugänglichen Berg errichtet werden sollen. Sie scheinen es ja zu wissen. Und zudem, Wenn dieser Berg so unzugänglich ist, wieso gibt es heute denn keinen “Keil” zwischen Nord und Süd? Sind die Palästinenser etwa alle Bergsteiger?

    • Und die vermeintlichen “Berge” in diesem Gebiet sind Hügel, die jederman begehen kann, der halbwegs gut zu Fuß ist. Es gibt halt dorniges Gestrüpp, keine Wege (geschweige denn Straßen), höchstens Pfade für Herden (waren ja zu sehen) und deren Hirten.

      Und: Die Palästinenser sind erdverbunden, die Siedeln in den Wadis (Tälern), insofern praktisch, weil da das Wasser ggf. vorbeiläuft! :-D

      Israelische Siedlungen entstehen anders: Erst wird im Stile eines Pfadfindercamps der Gipfel des Hügels besetz, bevorzugt von (para-)militärisch organisierten und ausgerüsteten Gruppen. Dann kommt ein Zaun und eine Zufahrt, über die mit der brachialen Gewalt modernster Bautechnologie, strategisch geplant, die Versorgung und Ausführung des Bauprojekts erfolgt, einschließlich Versorgungs- und sonstiger Infrastruktur. Hightech in der Wüste, sozusagen.

      Schönen Tag noch!

      Hanns

      • “wadi” heisst nicht tal sondern “kanyon”.

        “Israelische Siedlungen entstehen anders: Erst wird im Stile eines Pfadfindercamps der Gipfel des Hügels besetz, bevorzugt von (para-)militärisch organisierten und ausgerüsteten Gruppen.”

        erstens gibt es in israel keine paramilitaerischen oder militaerischen organisation ausser der armee. wenn da paar leute waffenschein haben, macht es sie noch lange nicht zu einer paramilitaerischen organisation. sie beschreiben entstehung von vorposten.

        ” Dann kommt ein Zaun und eine Zufahrt, über die mit der brachialen Gewalt modernster Bautechnologie, strategisch geplant, die Versorgung und Ausführung des Bauprojekts erfolgt, einschließlich Versorgungs- und sonstiger Infrastruktur. Hightech in der Wüste, sozusagen.”

        totaler unfug. keine firma waere bereit irgendwas ohne israelischer erlaubnis zu bauen. die illegalen steinbauten kann man an den 10 finger abzaehlen.

        • Möglicherweise kennen Sie die Gegebenheiten besser, aber ist Ihr Kommentar nicht ein wenig “Erbsenzählerei”? Ich wollte lediglich darauf hinweisen, daß mit moderner Technologie und ausreichend Geld auch “unzugängliche Berge” (Lieselchen) besiedelt werden können.

          Habe ich etwas von ILLEGALEN Siedlungen geschrieben? Ich hatte durchaus den israelisch abgesegneten offiziellen Siedlungsbau im Sinn.

          Den allgemein bekannten völkerrechtlichen Hintergrund lasse ich hier absichtlich mal außen vor! (SCNR)

          Schönen Tag noch!

          Hanns

          • ich antworte selten. und wenn ich antworte, dann ist es bestimmt keine erbsenzaehlerei.

            ihr beitrag war in meinen augen dermassen verzerrt, dass es nichts mehr mit der meinungsfreiheit oder blickwinkel zu tun hatte.

            ” Ich wollte lediglich darauf hinweisen, daß mit moderner Technologie und ausreichend Geld auch “unzugängliche Berge” (Lieselchen) besiedelt werden können.”

            das ist glatt untergegangen. aber ja, die siedler siedeln dort, wo die araber nicht siedeln wuerden. es handelt sich um steinlandschaft, wo man ausser olivenbaeumen nichts anbauen kann. genau so was er uebringes zu gruenderzeit in der negenwueste und in der oberen galilaea, die frueher ein sumpfgebiet gewesen ist.

  6. Sehr geehrter Herr Rosch

    Oops, you did it again! Ich schrieb Ihnen vor einiger Zeit um mich über Ihre tendenziöse Berichterstattung zu beschweren. Sie haben freundlicherweise auf meine Mail geantwortet, allerdings ohne eine substanzielle Erklärung zu liefern. Mir ist einfach nicht klar, was Sie mit der Verbreitung von Halbwahrheiten und dem Verschweigen von wichtigen Informationen, die Ihnen ja durchaus zugänglich sind, bezwecken.

    Um Ihre Zuschauer und Leser in den Genuss einer qualifizierten Analyse kommen zu lassen, die sich nicht darauf beschränkt, dass “alles sehr kompliziert” sei, habe ich einen Text von Ulrich Sahm beigefügt, den man im Gegensatz zu Ihnen, als einen valablen Nahostkorrespondenten bezeichnen kann.

    Mit freundlichen Grüssen
    David Klein

    Ein kahler Hügel mit dem Namen „E1“ hat weltweiten Wirbel und präzedenzlos scharfe Kritik gegen Israel ausgelöst, nachdem Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Bau von 3’000 neuen Wohneinheiten verkündet hat. Dem Premier wurde nachgesagt, aus „Wut“ völlig „irrational“ wie ein Mann an der Spitze einer „Verbrecherbande“ diesen Beschluss aus Rache wegen des Alleingangs der Palästinenser gefasst zu haben, bei der UNO den Status ihrer Beobachterdelegation in einen „Beobachterstaat“ verwandelt zu haben.

    Während Holland, Schweden, Frankreich und Australien die israelischen Botschafter in die Aussenämter zitiert haben, um heftige Rügen auszusprechen, lamentierten israelische Kommentatoren: „Jetzt hat Israel auch noch Europa verloren.“ Linksgerichtete wahlkämpfende Oppositionspolitiker wie Nurit Galron fuhren im strömenden Regen zu dem Hügel, um Netanjahu eines „Todesstosses“ gegen den Frieden mit den Palästinensern zu bezichtigen. Die linksgerichtete israelische Menschenrechtsorganisation Betselem wittert Verstösse gegen internationales Recht und eine Aussperrung der Palästinenser von Jerusalem, der Hauptstadt ihres angestrebten Staates. Dabei grenzen Ramallah im Norden und Bethlehem im Süden nahtlos an Jerusalem an. Mauern und Grenzkontrollen wurden erst als Folge palästinensischen Terrors errichtet.

    „E1“ – oder „Iwan“ wie auf Hebräisch ausgesprochen – ist ein weitgehend unbewohnter Hügel östlich des Jerusalemer Ölbergs. Noch weiter östlich liegt Ma’aleh Adumim, eine 1974 im besetzten Gebiet gegründete Schlafstadt. Die meisten der heutigen 40’000 Einwohnern pendeln täglich zu ihren Arbeitsplätzen in Jerusalem. Ma’aleh Adumim wurde 1973 errichtet, nachdem sich herausstellte, dass jordanische Panzer ungehindert auf einer breiten Autobahn bis zum Stadtzentrum Jerusalem hätten fahren können, wenn König Hussein sich entschlossen hätte, dem Überraschungsangriff der Syrer und Ägypter zu Beginn des Jom Kippur Krieges anzuschliessen. Das stellten Ministerpräsident Jitzhak Rabin und der König bei einem Gespräch 1994 fest.

    Rabin, der Architekt des Friedensprozesses mit den Palästinensern und der Osloer Verträge mit Jassir Arafat, erkannte schon 1994 die Notwenigkeit, das 12 Quadratkilometer grosse Gelände mit Schluchten und Steilhängen zu bebauen, um eine geografische Kontinuität zwischen Jerusalem und der isolierten Schlafstadt Ma’aleh Adumim zu schaffen. Deshalb liess Rabin während der Verhandlungen mit Arafat die Munizipalgrenzen der Stadt bis zum Berg „Iwan“ auszuweiten.

    Unter seinen Nachfolgern, darunter Ehud Barak, Netanjahu (während seiner ersten Kadenz als Ministerpräsident) und vor allem unter Ariel Scharon und Ehud Olmert wurden Bebauungspläne entworfen und ein Polizeihauptquartier mitten auf dem Hügel errichtet. Das geschah weitgehend unbeachtet von den Amerikanern. Gleichwohl hatten sich alle genannten israelischen Ministerpräsidenten gegenüber der amerikanischen Regierung unter George Bush und Bill Clinton verpflichtet, die Errichtung von Wohnungen in „Iwan“ ruhen zu lassen.

    2005 wurden unter Ministerpräsident Ariel Scharon erstmals Baupläne für die Errichtung neuer Viertel veröffentlicht. Scharons Vize, Ehud Olmert, der Netanjahu „unverantwortliches Handeln“ vorwarf, verkündete die Schaffung einer physischen Verbindung zwischen Jerusalem und Ma’aleh Adumim „im passenden Augenblick“, während Scharon grünes Licht für die inzwischen abgeschlossene Errichtung des Polizei-Hauptquartiers gab. Die Amerikaner schwiegen zum Bau der Polizeistation, weil sie sich damals nicht mit einem „Mikro-Management“ des Konflikts aufhalten wollten.
Gleichzeitig wurde eine Schnellstrasse zwischen den palästinensischen Ortschaften El Azariah (Bethanien) und Anata bei Ramallah gelegt. So wurde eine direkte Verbindung zwischen dem Süden des Westjordanlandes und dem Norden gewährleistet.

    Die von Palästinensern und in deren Gefolge auch von europäischen Regierungen erhobene Behauptung, dass Netanjahus Beschluss die Errichtung eines zusammenhängenden palästinensischen Staates unmöglich mache, ist nicht nachvollziehbar. Der weitgehend unerschlossene „Iwan“-Hügel ist für Fahrzeuge und sogar für Esel unpassierbar. Doch für „territoriale Kontinuität“ sind gute Strassen zweifellos wichtiger, als Schluchten und Steilhänge eines unzugänglichen Berges. Ebenso stellt sich heraus, dass Netanjahu lediglich uralte Pläne seiner Vorgänger seit Rabin aus der Schublade hervorgeholt und erneut veröffentlicht hat. Bis zu einer Genehmigung der Pläne und Ausschreibungen für den Baubeginn wird die Weltgemeinschaft noch weitere Gelegenheiten zu Protest gegen ein 20 Jahre altes Projekt erhalten.

    Zudem bleibt den Palästinensern bei Jericho eine etwa 14 Kilometer breite Schneise, um auf Umwegen vom Norden in den Süden zu fahren. Bekanntlich gibt es bei Netanja nördlich von Tel Aviv auch nur eine 14 Kilometer breite Schneise, auch „Wespentaille“ genannt, ohne dass je jemand behauptet hätte, dass Israel kein lebensfähiger Staat sei oder über kein „zusammenhängendes Territorium“ verfüge. Wer von Jerusalem aus nach Tiberias im Norden oder Dimona im Süden will, ohne durch besetztes Gebiet zu fahren, muss lange Umwege einplanen.

    • Herr Klein,

      wo haben Sie Herrn Sahms Worte gefunden?

      Er spricht davon, dass die Bebauungspläne als “Todesstoss gegen den Frieden mit den Palästinensern” gewertet wurde.

      In dem weiter oben vorgestellten Atlas zu Israels Geopolitik zeigt eine Karte (aus ‘Le Monde’ vom 22.09.2011), auf der drei Gebiete im WJL eingezeichnet sind, die für einen eventuellen ‘Landtausch’ vorgesehen sind (No man’s land, Giv’at Ze’ev, Gusch Etzion) sowie zwei für die Palästinenser “nicht verhandelbare” Zonen (Ariel und Siedlungen westlich davon; Ma’ale Adumim).

      Beide Siedlungszonen ‘durchschneiden’ das WJL, ohne es technisch zu durchtrennen. Es handelt sich um für Israel sicherheitsstrategisch wichtige Gebiete. Umgekehrt fürchten die Palästinenser die Schwächung eines eigenen Staates durch die israelische Präsenz an diesen Orten.

      Israel hat dort bereits Fakten geschaffen, und ein weiterer Ausbau von E1 bekräftigt diesen Sachverhalt, der für die Palästinenser eine Unmöglichkeit ist.

      Fragen: Wie kam es zu der Aussage, dass die beiden genannten Gebiete für die Palästinenser nicht verhandelbar seien (in 2011)? Warum hat diese Aussage einen solchen ‘Absolutheitswert’, dass sie das Mass vorgibt, an dem Europa und der Rest der Welt die Friedensbereitschaft Israels misst?

      Die verbleibende Schneise, die Nord mit Süd auch nach einer Bebauung von E1 verbindet: Handelt es sich wie von Herrn Sahm beschrieben um den Bereich in der Nähe Jerichos, und wenn ja, so verstehe ich insofern die Problematik, als dass dieser Bereich doch zum israelisch kontrollierten Sicherheitsstreifen zu Jordanien hin gehört, oder? ?

      Und schliesslich noch ein Hinweis: Interessant ist der wikipedia-Eintrag zu Ma’ale Adumim als Kontrast zu der handvoll Beduinen, die ihre Ziegen auf den E1-Huegeln weiden. Es wird dort im Übrigen auch erwähnt, dass seit Siedlungsbeginn über 1000 Beduinen dort ihr Weideland verloren.

  7. Sorry, Herr Rosch, das war wieder mal ausgemachter Quatsch. Durch diese ‘Siedlungen’ wird in der West Bank rein gar nichts durchtrennt.

    Ausserdem: Sollte es eines Tages einen ‘Palästinenser’-Staat aus Gaza und der West Bank geben, wird es zwischen diesen beiden Gebieten auch keine natuerliche Verbindung geben – warum, also das Gezehter um ein paar West Bank-Kilometer, die so oder so bei Israel bleiben?

  8. Ich fand die Erklärung gut. Georg, warum so aufgeregt? Wird Ihnen etwas weggenommen oder ist es umgekehrt? Hoffentlich werden die Proteste der Botschafter Erfolg haben. Ich kenne die Gegend sehr gut, bin aber weder Israeli, noch Palästinenser. Ich weiss z.B. dass dort Beduinen leben, die wahrscheinlich dort ihren Wohnstätte aufgeben müssen. Was passiert mit denen? Die haben wenig Wasser. Was Eindruck auf mich gemacht hat, war, ödas Wasserleitungen direkt bei den Beduinen vorbeiführen. Sie können das Wasser rauschen hören, aber haben keinen Zugang.Das Wasser ist nur für israelische Siedler. Ich habe Scham gefühlt. Es ist entsetzlich, wenn Busse explodieren. Aber es ist auch entsetzlich, wie man mit der palästinensischen Bevölkerung umgeht. Als würden sie nicht existieren. Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen nur ihren eigenen Nabel sehen. Wo ist die Menschlichkeit geblieben?? Sollten wir doch langsam gelernt haben.

  9. Did you know Romans called Israelis “Palestinians”?

    Arabs stole that nickname “Palestine ” from Romans who called Israelis “Palestinians” but

    they invaded from Arab countries as Syria, Lebanon, Egypt, etc and Invented a false

    identity (“Palestinian”) in order to steal the land from the Israelis.

    Israel have the moral and historical right to the land from Judah Kingdom that existed

    there already in the first millennium AD (check history and see it’s true) and continued in

    1931 San Remo Resolution Agreement which came into State of Israel in UN resolution on

    Israel in 1948.

  10. Sicher nicht der gelungenste Beitrag, sehr mit der heißen Nadel gestrickt! Aber trotz “Handkamera auf die Karte” erkennt man auf dem Startbild des Beitrages hervorragend, wo der Hund der ZWEITEILUNG wirklich begraben liegt! Das sind nämlich die hellblauen Bereiche, Gebiete im C-Area, die Israel prinzipiell für sich beansprucht. Nicht nur der von “Heidelbaer” schon erwähnte Bereich an der Grenze nach Jordanien (der u.a. auch DIE Nord-Süd-Verbindung “Straße 90″ “beinhaltet”), sondern auch Bereiche um die Siedlungen südlich von Jericho (Jericho selbst ist Area-A). Das Hauptproblem ist jedoch der hellblaue Bereich (direkt über dem Finger). Das ist ein Keil, der von Ma’ale Adumin bis Mitspe Yeriho oder sogar Vered Yeriho reicht, also praktisch bis an die Stadtgrenze von Jericho. Das ist zwar nich E1, aber sollte DER (und alle anderen hellblauen Gebiete!) dem Siedlerbereich zugeschlagen werden, geht eine Zweistaatenlösung natürlich gar nicht mehr. In dem genannten Bereich verläuft die “Straße 1″, die wichtigste Ost-West-Verbindung in Palästina.

    Die dürfen derzeit Palästinenser mit und ohne “Jerusalem-Genehmigung” mitbenutzen, um über die Straße 437 bis Hizma (beides im E1-Gebiet!!!) zu fahren. Dort trennt sich derzeit die Spreu vom Weizen, israelische Siedler und einige andere Privilegierte (zu denen ich mich mit meinem deutschen Reisepaß auch zählen darf/muß) fahren geradeaus und sind nach ein paar Kilometern in Jerusalem , ALLE anderen Palästinenser MÜSSEN nach rechts weiter Richtung RamAllah abbiegen. Wer von denen nach Jerusalem/Israel darf, muß den berüchtigten Checkpoint “Qalandia” nutzen, der “normale” Palästinenser darf ohnehin “nur” nach RamAllah…

    Von Hizma zur Kreuzung mit der Straße 60 in Jerusalem für Siedler und Privilegierte ca. 3 km, zur gleichen Kreuzung über Qalandia ca. 15 km, nur um mal die Verhältnisse gegeneinander zu halten. “Locals” kennen vielleicht bessere Wege, so wie ich es beschrieben habe, bin ich seit 2010 des Öfteren gefahren, je nach Situation.

    Schönen Tag noch!

    Hanns

    PS: Es könnte sein, daß Hizma und die Straße 437 nicht zu E1 gehören. Sie liegen aber auf jeden Fall aus palästinensischer Sicht “hinter” (westlich von) E1, also INNERHALB des künftigen israelischen “strategischen Speckgürtels” um Jerusalem.

  11. Einen Monat vor seinem Tod stellte Yitzhak Rabin der Knesset ein Interimsabkommen mit den Palästinensern vor, aus dem Folgendes zu finden ist:
    Prime Minister: Ratification of the Israel-Palestinian Interim Agreement
    The Knesset
    October 5, 1995
    (…)
    “ I want to remind you: we committed ourselves, that is, we came to an agreement, and committed ourselves before the Knesset, not to uproot a single settlement in the framework of the interim agreement, and not to hinder building for natural growth.
    (…)
    D.h. Arafat und Rabin hatten sich geeinigt: „ nicht eine einzigen Siedlung zu entwurzeln, und nicht das natürliche Wachstum der Gebäude zu behindern.“ (PM Rabin in Knesset- Ratification of Interim Agreement
    5 Oct 1995)

  12. Herr Rosch,

    Sie sprechen in Ihrem Beitrag von etwa 190.000 Siedlern in Jerusalem.

    a) Wie kommen sie auf die Idee, dass man in einer Stadt(!) SIEDELT?

    b) Wie gelangen Sie zur der Annahme, dass Israel in seiner Hauptstadt nicht bauen kann wie es will ((ja, ich weiß, mit Jerusalem als Israels Hauptstadt haben Sie ein Problem)

    c) Wissen Sie eigentlich, dass bei allen Kommunalwahlen in Jerusalem den dort lebenden Palästinensern/Arabern seitens des Muftis dringend “empfohlen” wird, sich daran nicht zu beteiligen?

    d) Wissen Sie, dass die überwiegende Mehrheit der dort lebenden Palästinenser lieber unter israelischer Oberhoheit leben will?

    Sie wissen es, aber darüber hört man von Ihnen und Ihren drei Kollegen nichts.

  13. Hier wurde das Problem der Strassen angesprochen, nun denn – Die Lösung für dieses Problem wurde laut Al Jazeera von Olmert 2008 vorgeschlagen und von Abbas lt. Wikipedia abgelehnt: “Once the E1 plan is implemented, Palestinians
    will be able to travel from Bethlehem to Ramallah by going around Ma’ale Adumim. The Israeli government offered in 2008 under then Israeli premiere Ehud Olmert to build a road as part of a comprehensive settlement connecting Bethlehem and Ramallah, but the Palestinians rejected it.”

    Hier ist die Karte. Darauf prima zu erkennen: die Straße, die die Palästinenser nicht haben wollten: http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=205015

    Dass Palästinenser Angebote entrüstet ablehnen und mit einer Eskalation der Gewalt beantworten, die ihrer Sache letztlich nicht hilft, haben wir zuvor hunderte Male gesehen, und hier halt erneut. Wie wär’s, Deutschland riete seinen palästinensischen Freunden mal dazu, einfach zu nehmen, was sie kriegen können, statt auf Maximalforderungen zu beharren und z.B. das Abkommen von Oslo vor den UN zu schlachten, nachdem Hamas wieder mal mittelalterliches Benehmen mit modernen Waffen zeigte?

    • “Dass Palästinenser Angebote entrüstet ablehnen und mit einer Eskalation der Gewalt beantworten, die ihrer Sache letztlich nicht hilft, ” (Eileen)

      Liebe Eileen,

      Sie nehmen “ihrer Sache” so leichtfertig in den Mund, als wüssten Sie, welches “ihre Sache” ist. “Ihre Sache” ist nicht die Verbesserung von Lebensbedingungen und ein friedliches Auskommen mit Israel, sondern die “Befreiung” Palästinas sprich Befreiung von jüdischer Präsenz. Da hilft ein israelisches Strassenbauangebot an die Palästinenser gar nichts. Es gibt natürlich auch gemässigtere Stimmen, aber die “bottom line” sind am Ende immer doch die Maximalforderungen auf dem Weg zum angepeilten Endziel. Leider.

  14. Ich lerne auch jeden Tag dazu. Ist es nur eine Frage der Semantik, ob man in einer Stadt siedelt? Auf jeden Fall kann man sich dort ansiedeln. Wenn hier von Siedlern in Verbindung mit Jerusalem gesprochen wird, dann ist Ihnen die politische Bedeutung wohl klar. Es ist wohl Teil israelischer Eroberungspolitik, so viel Eigentum in jüdischen Besitz übergehen zu lassen, wie nur möglich. Ich bin mit dem Wissen um jüdisches Leid aufgewachsen. Von den Ungerechtigkeiten, die die Palästinenser erfahren mussten, habe ich nur später erfahren. Und heute bin ich schon erschüttert mit welcher Gefühlskälte und Gleichgültigkeit der arabischen Bevölkerung gegenüber Häuser besetzt und auch Häuser abgerissen werden. Arabern, obwohl deren Heimat, werden z.B. keine oder kaum Baugenehmigungen erteilt. Es gibt erschütternde Fälle von Menschen, die seit Jahrzehnten in ihrem Haus gewohnt haben (Ost-Jerusalem) und als alte Menschen binnen weniger Stunden sich auf Strasse wiederfanden. Ich habe selbst erlebt, wie ein Haus mit mehreren Familien innerhalb einer Stunde, dank Bulldozer und 20 Militärgeländewagen, dem Boden gleichgemacht wurde. Kurz danach kam ein Rote-Kreuz Wagen, hat ein Zelt aufgestellt und ist dann wieder abgefahren. So, Sie sollten sich nicht so nichtwissend anstellen, wenn es um Siedler und Siedlungspolitik in Jerusalem geht.

    Inwieweit Jerusalem Israels Hauptstadt ist oder nicht, können Sie auch daran erkennen, dass in Jerusalem keine Botsxhaften angesiedelt sind. Es gibt da einen corpus separatum status und es gibt UNO-Resolutionen 181, 194,303 und 478, die sich mit dieser Frage beschäftigen. Ein erfolgloser amerikanischer Präsidentschaftskandidat wird sich immer gerne dazu hinreissen lassen, zu verkündigen, dass die US Botschaft nach Jerusalem ziehen wird. Aber ansonsten hält sich die internationale Staatengemeinschaft an geltendes Recht ( was selbstverständlich für manche völlig gleichgültig ist, da man blinde Unterstützung auf jeden Fall von Amerika und auch von Deutschland erwarten kann.

    Ich bin sicher, dass kein Palästinenser unter israelischer Oberhoheit leben möchte, weil das Knechtschaft bedeutet (obwohl Sie das wahrscheinlich ganz natürlich finden). Dasd die Palästinenser ihren Behörden nicht vertrauen, ist selbstverständlich traurig. Hat aber auch was mit der Reife von dem Funktionieren der arabischen Institutionen zu tun.Und diese sind wiederum abhängig von einer Israelischen Besatzungsmacht. Die Müllabfuhr funktioniert anders in West-Jerusalem, als z. B. in Shoafat. Als in 2000 die 2.Intifada ausbrach, da hat man erst einmal versucht alle palästinensche Institutionen zu zerstören, Harddisks in Ministerien unbrauchbar zu machen, etc… In Knechtschaft kommt gesellschaftliche und
    wirtschaftliche Entwicklung nicht zur Entfaltung. Mit Besatzern möchte man nicht gerne das Bett teilen. So, viele der Fragen, die aufgeworfen werden, würden mit ernsthaften Friedensverhandlungen und einem Siedlungsstop eine mögliche Lösung finden. Aber man hat den Eindruck die besitzergreifenden,jüdischen Siedler sind hauptsächlich mit dem Messband unterwegs, um zu sehen, wo noch Platz ist für eine weitere Strasse oder Siedlung (nur für Juden versteht sich). Wie die Palästinenser damit klarkommen ist deren Problem.

    • “Daumen hoch” und Danke für den ersten Absatz Ihres Kommentars! Dem ist nichts hinzuzufügen…

      Schönen Tag noch!

      Hanns

    • “Und heute bin ich schon erschüttert mit welcher Gefühlskälte und Gleichgültigkeit der arabischen Bevölkerung gegenüber Häuser besetzt und auch Häuser abgerissen werden. ”

      hiermit werfe ich ihnen vor unfug zu verbreiten.

      “s gibt erschütternde Fälle von Menschen, die seit Jahrzehnten in ihrem Haus gewohnt haben (Ost-Jerusalem) und als alte Menschen binnen weniger Stunden sich auf Strasse wiederfanden. ”

      namen? quellen? daten? strassennahmen? so einfach, wie sie es gerne haetten, kann man keine haeuser abreissen. auch wenn haeuser ohne genehmigung oder auf von juden gekauften grundstuecken gebaut werden, dauert es sehr lange und es gibt viele gerichtstermine bis es tatsaechlich zu einem abriss kommt.

      ” Ich habe selbst erlebt, wie ein Haus mit mehreren Familien innerhalb einer Stunde, dank Bulldozer und 20 Militärgeländewagen, dem Boden gleichgemacht wurde. ”

      wo und wann haben sie das erlebt? und kennen sie wirklich alle hintergrundinfos?

      “Inwieweit Jerusalem Israels Hauptstadt ist oder nicht, können Sie auch daran erkennen, dass in Jerusalem keine Botsxhaften angesiedelt sind.”

      na und? da sind aber alle ministerien und die kneset angesiedelt. keiner kann einem staat vorschreiben, wo seine hauptstadt zu sein hat. nach dieser argumentation scheint die welt sich entschieden zu haben, dass tel aviv israelische hauptstadt ist. sehr amuesant.

      “Ich bin sicher, dass kein Palästinenser unter israelischer Oberhoheit leben möchte, weil das Knechtschaft bedeutet”

      da sind aber viele “palaestinenser” in jerusalem ganz anderer meinung.

      “Als in 2000 die 2.Intifada ausbrach, da hat man erst einmal versucht alle palästinensche Institutionen zu zerstören, Harddisks in Ministerien unbrauchbar zu machen, etc…”

      ja und zwar weil die palaestinensischen institutionen nach den oslo vertraegen nichts in jerusalem zu suchen hatten. ich kann mich noch an die geschichte von dem orienthaus erinnern, welcher von palaetinenser als eine halboffizielle vertrettung benutzt wurde.

      ” Aber man hat den Eindruck die besitzergreifenden,jüdischen Siedler sind hauptsächlich mit dem Messband unterwegs, um zu sehen, wo noch Platz ist für eine weitere Strasse oder Siedlung (nur für Juden versteht sich). Wie die Palästinenser damit klarkommen ist deren Problem.”

      das ist eine sinnlose hetze.

  15. herr rosch, soll das ein witz sein? sie zeigen doch selbst auf das E1 gebiet, wie soll das irgendwas durchscheiden?! wieso faellt es den dt. medien so schwer einfach zuzugeben, dass sie (wie immer) die palaestinensische propaganda uebernommen haben? die zdf war da besonders erfindscherisch und haben E1 auf einer karte bis zum toten meer erweitert. den jemand ist da darauf aufmerksam geworden, dass E1 nichts durchscheidet, aber “durchscheiden sollte”, also hat man da zu fotoshop gegriffen.

    herr rosch um es vereinfacht auszudruecken, sie zeigen auf ‘rot’ und behaupten es waere ‘gelb’. jeder mensch der ueberhaupt keine ahnung von dem nahostkonflikt hat, kann mit eigenen augen sehen, dass E1 ueberhaupt nichts durchschneidet.

    • “sie zeigen auf ‘rot’ und behaupten es waere ‘gelb’.”

      Umgekehrt. Es ist umgekehrt: ‘Sie zeigen auf gelb und behaupten, es wäre rot.’

    • Kurz vorweg: Auch ich sehe die gegenwärtigen Entwicklungen bezüglich der Siedlingspolitik Israels tendetiell kritisch und fürchte, dass es eine Entspannug der Situation noch weiter erschwert.
      Aber dennoch komme ich nicht umhin, ariel in diesem Punkt zuzustimmen – ich sehe keine Übereinstimmung zwischen der Karte und dem gesprochenen Text. Wenn ich die Karte richtig verstehe ist ja das kleine rote Gebiet östlich von Jerusalem “E 1″. Aber rundherum gibt es doch, der Karte zufolge, palästinensische Gebiete, es gibt sogar dunkelbraune Punkte westlich von E1. Weder wird die ganze Westbank durchschnitten, noch legt sich “E1″ komplett um Ost Jerusalem herum, sodass dieses von Palästina ebgeschnitten würde. Sicher hat es eine strategisch recht günstige Lage, da es östlich von Jerusalem liegt und diesem sehr nahe ist. Aber das war ja nicht die Aussage Herrn Roschs.
      Ich selbst kenne mich nicht genug aus, um die Richtigkeit der Karte oder aber der Aussage Roschs beurteilen zu können, aber beides passt m. E. nicht ganz zusammen. Ich wäre froh, wenn man mir die Diskrepanz erklären könnte, die ariel angesprochen hat…

  16. Lieber Hanns, sie scheinen ja ein wenig die Örtlichkeiten zu kennen, nun dann gebe ich ihnen jetzt mal einen Bericht einer Jüdin, die dort wohnt, nur als Gegengewicht zu ihren Behauptungen:

    Es gibt nirgendwo in Judäa und Samaria Schnellstraßen, deren Benutzung den Palästinensern verboten ist, die aber Juden nutzen dürfen. Das schließt alle Umgehungsstraßen und alle Siedlungsschnellstraßen ein. Es schließt ebenso die Straße innerhalb der Gemeinde ein, in der ich lebe (nach Aufforderung eines Urteils des Obersten Gerichtshofs erst aus dem letzten Jahr), auf denen ein Palästinenser fahren kann, um von Kindergarten seiner Kinder zum Supermarkt zu fahren, genauso wie ich darauf fahre, um von meinem Haus zu den Nachbarn zu kommen. Entlang der Transsamara-Schnellstraße gibt es Schilder, die alle Fahrer zur Vorsicht vor Radfahrern am Straßenrand mahnen; sowohl palästinensisch als auch israelisch zugelassene Autos fahren mit derselben hohen Geschwindigkeit. Wenn es so etwas wie eine „Apartheid-Schnellstraße“ gibt, dann bezieht sich das auf Schnellstraßen, die nur für Juden gesperrt sind.

    Vor etwa drei Jahren hörte der Oberste Gerichtshof innerhalb von nur einer Woche zwei Petitionen an, in denen es um Schnellstraßen ging. Eine der Petitionen wurde von Palästinensern eingereicht, die die Erlaubnis beantragten die Straße 443 zu benutzen. Die andere Petition wurde von jüdischen Siedlern eingereicht, die die Schnellstraße von Talmon (einer Siedlung bei Ramallah) nach Jerusalem benutzen wollten. Beide Petitionen beriefen sich auf das Prinzip der Reisefreiheit. Bitte jetzt noch nicht vom Stuhl fallen. Der Gerichtshof legte fest, dass die Sicherheitsbehörden den Palästinensern die Benutzung der Schnellstraße 443 gestatten müssen, selbst wenn das Israelis auf dieser Straße gefährden könnte. Doch gleichzeitig verbot es dem Verteidigungsestablishment Siedlern die Nutzung der kurzen Schnellstraße von Talmon nach Jerusalem zu gestatten. Jetzt bitte am Stuhl festhalten: Die zweite Entscheidung gründete auf der Sorge des Gerichtshofs um die Sicherheit der Siedler.

    Warum bringe ich diese Fälle gerade jetzt auf? Vor einer Woche gab die Zivilverwaltung in Judäa und Samaria – die trotz ihres Namens die volle militärische Kontrolle über jeden Aspekt des Lebens der 360.000 Siedler kontrolliert – palästinensisches Land, das davor zum Bau einer Alternativstraße konfisziert worden war – einer, die die Juden nach Ansicht des Gerichtshofs nicht „gefährden“ würde. Sie hätte auch endlich tausenden Israelis aus dem Bereich Talmon erlaubt die wichtigste Stadt in ihrem Distrikt, Jerusalem, leichter zu erreichen.

    Hier sind die Fakten: 20.000 andere Israelis und ich leben in absolut legalen Siedlungen in der westlichen Region Binyamin, die mit Genehmigung der zuständigen Behörden gegründet wurde. Jerusalem liegt direkt auf der anderen Seite des Berges, rund 15 Kilometer Luftlinie; wir können am Nachthimmel klar die Lichter der Stadt sehen. Bis in die späten 1990-er Jahre hinein konnten die Einwohner der Gegend auf einer Schnellstraße fahren, über die man die Stadt in rund 20 Minuten erreichte. Doch dann schlug der Terror auf den Straßen zu und einige Siedler zahlten die Fahrt mit ihrem Leben. Die kurze Schnellstraße nach Jerusalem wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt und stattdessen wurden die Autos über eine neue, 60 Kilometer lange, gewundene Straße umgeleitet, die zuerst nach Westen führt, dann wieder östlich und schließlich nach Süden; die Fahrer mussten drei IDF-Checkpoints passieren, bevor sie Jerusalem erreichten.

    Der Staat begriff irgendwann, dass er eine akzeptable Route für die Einwohner der Region Binyamin schaffen muss, also wurde 1998 entschieden eine neue Schnellstraße vom Bereich Talmon nach Jerusalem zu bauen. Sie mögen vielleicht fragen: Warum die Palästinenser bestrafen und ihr Land konfiszieren, um eine neue und bequeme Straße für die Siedler bauen? Zuerst einmal ist der palästinensische Terror der absolut einzige Grund, dass diese Menschen die bestehende Schnellstraße nicht nutzen können. Zweitens waren die Siedler bereit die bestehende Schnellstraße zu benutzen aber der Gerichtshof verbot ihnen das. Drittens war die neue Straße für jeden Führerscheininhaber geplant, egal, welche Farbe das Nummernschild hat, ob israelisch oder palästinensisch.

    Doch das ist immer noch nichts geworden und jetzt sieht es so aus, als werde es nie passieren. Als Antwort auf eine von Yesh Din vorgelegte Petition (eine NGO, die für Menschenrechte eintritt) kündigte die Zivilverwaltung an, sie habe die Pläne zum Bau einer alternativen Straße gestrichen. Hier sind also die Optionen: Wenn man Jude ist, muss die lange Route gewählt werden, die geografisch völlig unlogisch ist. Ist man Araber, dann kann die effiziente, kurze Straße genommen werden, die seit dem Beginn der ersten Intifada im Dezember 1987 für jüdischen Verkehr geschlossen ist. Wer Gerechtigkeit will und Kind einer jüdischen Mutter ist, sollte diese nicht beim israelischen Obersten Gerichtshof suchen. Das ist im Wesentlichen die Geschichte der Apartheid in Judäa und Samaria.

    • Und was ist mit der Straße 436 von Ramot Allon nach Givat Ze’ev, der 50 und 45 von Ramat Shlomo nach Ofer und insbesondere der 443 von Givat Ze’ev nach Modi’in?
      Das alles sind ganz offensichtlich Straßen, die von Palästinensern nicht benutzt werden dürfen und können. Dies mußte sogar die Polizei von Rishon Le-Tsiyon feststellen in dem Fall des verdursteten Palästinensers, den sie in der Nähe von Ofer ausgesetzt hatte.

      • Bevor Protest kommt: Die Straße 443, die Sie oben nennen, darf nur von den Bewohnern aus Beit Sira und Umgebung genutzt werden und auch nur bis zur nächsten Abfahrt nach Saffa und Beit ‘Ur at-Tahta. Dies entschied der Gerichtshof, weil die Palästinenser vorher einen langen Umweg fahren mußten, um ihren Besitz auf der anderen Seite der Straße zu erreichen.

    • @Eileen

      [QUOTE Eileen] Lieber Hanns, sie scheinen ja ein wenig die Örtlichkeiten zu kennen, nun dann gebe ich ihnen jetzt mal einen Bericht einer Jüdin, die dort wohnt, nur als Gegengewicht zu ihren Behauptungen:

      … Hier sind die Fakten: 20.000 andere Israelis und ich leben in absolut legalen Siedlungen in der westlichen Region Binyamin, die mit Genehmigung der zuständigen Behörden gegründet wurde. Jerusalem liegt direkt auf der anderen Seite des Berges, rund 15 Kilometer Luftlinie…[ENDQUOTE Eileen]

      Es könnte sein, daß ich die erwähnte Siedlung möglicherweise sogar kenne, wenn sie unmittelbar östlich der Straße 437 und einige km (eine Hügelkette!”) südlich von Mukhamas liegt (Geva Binyamin?)! BTW: Unmittelbar nördlich von E1! Und E1 würde den Lückenschluß zwischen diesem Siedlungsgebiet und Ma’le Adumin bilden, da schließt sich der Kreis, im wahrsten Sinne des Wortes! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! ;-)

      Aber leider muß ich sagen, daß sich mein Mitleid in Grenzen hält! Es wird wieder altes Leid gegen altes Leid aufgewogen. Fakt ist, auch diese Siedlung liegt in der Westbank, wo es nach internationalem Recht seit 1967 KEINE israelischen Siedlungen geben dürfte! Ungeachtet einer Legitimierung durch nationales (israelisches) Recht. Und ALLE von dieser Frau beklagten Probleme haben rein gar nichts mit der Problematik Palästina zu tun. Es sind rein hausgemachte israelische Probleme infolge der israelischen Siedlungspolitik, die die (israelischen) Siedler mit ihrer (israelischen) Regierung ausmachen müssen. Auch die erwähnte “Zivilverwaltung” ist eine israelische Einrichtung, denn das Siedlungsgebiet ist umgeben von Area-C-Territorium, da ist es eben seit Oslo 1992 so, daß dort Zivil- UND Militärkontrolle in israelischen Händen liegt.

      Ihre Quintessenz

      [QUOTE] Wer Gerechtigkeit will und Kind einer jüdischen Mutter ist, sollte diese nicht beim israelischen Obersten Gerichtshof suchen. [ENDQUOTE]

      sehe ich nicht als “Gegengewicht zu meinen Behauptungen(?)”, sondern als indirekte Bestätigung!

      Und seit dem Osloer Abkommen gab es meines Wissens in diesem Gebiet keine ernsthaften Zwischenfälle mehr (man möge mich korrigieren, falls doch!).

      BTW: Ich weiß nicht, wie die Bewohner der erwähnten Siedlung nach Jerusalem fahren, die 60km Umweg halte ich jedoch für ein Gerücht! :-D

      Schönen Tag noch!

      Hanns

  17. Nach allem, was oben gesagt und geklärt wurde, bleibt die Frage, WARUM die Bebauungspläne von E1 weltweit und besonders von Seiten der Bundesregierung eine derart heftige Reaktion ausgelöst haben. In einem der vorigen Diskussionsstränge wurde erklärt, dass es dabei darum gehe, grundsätzlich jedwede Bautätigkeit Israels jenseits der “grünen Linie” zu diskreditieren.

    Diese grüne Linie und der Verlauf des Sicherheits-/Sperrzauns bzw. der Mauer JENSEITS der grünen Linie ist vor allem um Ostjerusalem herum bemerkenswert, denn der Sicherheitszaun (wie weit fortgeschritten?) umschliesst sowohl das umstrittene E1-Gebiet als auch Ma’ale Adumim. Eine mögliche Bebauung von E1 macht den Sperrzaun de facto zur Grenze zu einem möglichen palästinensischen Staatsgebiet und würde den Zugang zu Jerusalem von dieser Seite her gegebenenfalls erschweren.

    Zurück zur deutschen Positionierung – im Gazakrieg für Israel und dann die last-minute Enthaltung bei der Abstimmung um den Beobachterstatus “Palästinas”. Die Enthaltung war ohne praktische Konsequenzen für Israel, da Palästina der Beobachterstatus ohnehin sicher war. Sie blieb jedoch nicht ohne diplomatische Folgen… – und dann setzte Israel mit E1 noch eins drauf.

    Nun kritisiert die Bundesregierung die Baupläne Israels, sichert aber zugleich zu, dass Deutschland in Sicherheitsfragen hinter Israel stehe. Welch komische Schizophrenie, aber ich kann mir vorstellen, welche strategischen Hintergedanken dabei eine Rolle gespielt haben mögen.

    Problematisch dabei finde ich, dass solche Politik für die Bevölkerung nicht zu durchschauen und nachvollziehbar ist. Die wenigsten begreifen, welches Interesse wir am Sicherheitsinteresse Israels haben. Das ist bedauerlich und gefährlich zugleich, denn es geht hierbei ja nicht nur um eine historische Verantwortung, sondern auch um unmittelbare wirtschafts- und militärstrategische Interessen Deutschlands.

    Ein Mangel an Transparenz mag einerseits im Sicherheitsinteresse Deutschlands liegen; wenn dadurch auf der anderen Seite jedoch die “israelkritische” Stimmung, die immer nur um Haaresbreite an einer antisemtischen Stimmungslage vorbeigeht und sich häufig auch mit ihr deckt, verstärkt wird, dann wird damit auf lange Sicht leider nichts gewonnen.

    • @ Lily: Warum Bebauungspläne heftige Reaktionen auslösen? Einmal, seit Oslo (1993!) ist die Region dem Frieden nicht näher gekommen, aber die Anzahl der Siedler und damit der Siedlungsbauten ist rasant gestiegen. Zweitens, Netanyahu hat sich kurz nach seinem Amtsantritt zu einer Zweistaatenlösung bekannt. Soweit ich die Diskussionen und Versuche, Gespräche wieder aufzunehmen verfolgt habe, so kann man nicht umhin, dass die Regierung Netanyahu an einer Änderung des Status Quo und damit an einem Frieden interessiert ist. D.h., man spricht viel über Frieden, aber im Grunde geht es darum, Tatsachen zu schaffen, die dann später schwierig sind, wieder rückgängiug zu machen. Es sieht so aus, dass die Strategie Israels ist, erst bauen, Frieden kommt später. Ich glaube , die Welt ist der Täuschungsmanöver überdrüssig. Deswegen, die heftigen Diskussionen. Meine Meinung…………

      Ihr Unverständnis zur Logik der deutschen Haltung teile ich. Mein grösster Einwand ist übrigens, dass es Deutschland um ein Wiedergutmachungsdenken geht (verständlicherweise) und damit Israel favorisiert, anstatt sich zum Wohle aller Menschen im Israel-Palästina Konflikt einzusetzen. D. liefert militärische Ausrüstung and Zusammenarbeit an Israel, Hilfsgelder und -projekte an die Palästinenser ( die übrigens in gewissen Fällen von der IDF wieder zerstört werden oder aus ‘Sicherheitgründen’ nicht implementiert werden dürfen). Eine unglaublich widersprüchliche Politik. Man akzeptiert und unterstützt eine brutale Besetzung und hält die Menschen, die darunter sehr leiden, mit Hilfsprojekten über Wasser. Ein ziemlich zynisches Spiel und ein kostspieliges Verschwenden von Steuergeldern. Frieden für alle und damit ein viel grösserer Einsatz für einen effektiven Beitrag zur Lösung der Probleme wäre da viel wichtiger.

      • …… kann man nicht umhin, dass die Regierung Netanyahu an einer Änderung des Status Quo und damit an einem Frieden interessiert ist

        sollte heissen: ….kann man nicht umhin, dass die Regierung Netanyahu an einer Änderung des Status Quo und damit an einem Frieden NICHT interessiert ist

        Sorry!

  18. @ Michael K.

    Sie sollten weniger Broder lesen. (?)

    Sie begehen den Fehler vieler, indem Sie von der Annahme ausgehen, dass ein Siedlungsstopp Frieden bringen werde.

    Ihr “die Anzahl der Siedler und damit der Siedlungsbauten ist rasant gestiegen” liest sich wie “die Anzahl der Anschläge und Selbstmordattentate ist rasant gestiegen”. Ich finde die Siedelei nicht verbrecherisch.

    “Sich zu einer Zweistaatenlösung bekennen” bedeutete und bedeutet weiterhin, dass eine solche Lösung zu begrüssen wäre, wenn sie irgend etwas lösen würde und die beteiligten Verhandlungspartner zu einer Einigung finden würden. Das ist nicht der Fall. Jedoch: Nie stille steht die Zeit, und so geht das Leben weiter. Die Menschen leben, lieben und vermehren sich, und sie bauen weitere Häuser und verfolgen ihre eigenen sicherheits-strategischen Interessen.

    “Tatsachen schaffen”, die dann schwer wieder rückgängig zu machen sind… Naja, Siedlungen sind ja nun keine wirklich unerträgliche Tatsache, oder?

    Mein Unverständnis zur Logik der deutschen Haltung VERSTEHEN SIE NICHT. Sie verstehen da etwas anderes nicht, und wir teilen nicht dasselbe Unverständnis. Verstehen Sie das?
    Klar verstehen Sie das, aber Sie wollen mich provozieren.

    Schauen Sie, es führt letztlich KEIN Weg vorbei an der Auseinandersetzung mit der Frage, welchen Bezug die Völker zum Land haben.

    Sie können sagen, beide melden Besitzansprüche am Land an, aber nur die Israelis setzen die ihren erfolgreich durch. Beide meinen sie, ein Recht an dem Land zu haben… Die Palästinenser (Mascha’al) beanspruchen ganz Palästina nur für sich selbst und meinen, Juden haben da keinen Platz. Den Grund dafür finden Sie im Koran. Die Israelis leben im Bewusstsein, dass ihnen das Land von Gott verheissen wurde und sie daher auch wieder zurück in das gelobte Land gefunden haben. Sie sehen sich immer im Recht, dieses Stück Erde zu bewohnen. Diese Idee erzürnt die Palästinenser und alle Araber, genauso wie viele ein Problem damit haben, dass diese Leute sich selbst als “auserwählt” verstehen.

    Ob und falls es damit etwas auf sich hat – immerhin sind die Juden immernoch da, und sie leben zahlreich im “gelobten Land” – muss geprüft, verstanden, akezptiert oder verworfen werden, und von da ausgehend, kann man den Konflikt zumindest ein bisschen besser kapieren.

    In der deutschen Israelpolitik wirkt die Vergangenheit weiter sowie praktische Wirtschaftsinteressen – aber vielleicht doch auch hinter vorgehaltener Hand Respekt vor dem, wer und was Israel ist.

  19. @Lily: Ich muss gestehen, Broder kenne ich nicht (werde aber nachsehen, wer das sein könnte). Meine Einstellungen sind meistens aus eigenen Erfahrungen aus Israel und Palästina gespeist, komplettiert durch Zeitunglesen (die falsche selbstverständlich) und Nachschlagen bei den ‘Neuhistorikern’ (wahrscheinlich eine ketzerische Klasse).

    Ich glaube nIcht, dass ein Siedlungsstop Frieden bringen kann. Aber ich bin sicher, es wäre ein gutes Zeichen dafür, dass man es mit dem Frieden ernst meint. Sie sprechen von Besitzansprüchen, aber die sind wohl auch von einem Endstatus-Abkommen abhängig, was sehr ungelegen käme, da man dann nicht mehr schalten und walten kann wie man möchte.Wenn man sich über Grenzen geeinigt hat, dann sind die Siedlungsfragen wohl gelöst. Ich bin mir sicher, dass ich da keinen Denkfehler begehe. Im übrigen gibt es klare internationale Regeln, wie man sich zu einer solchen Frage zu verhalten hat. Das Problem ist, dass für Israel nur einige Absprachen gelten, aber nicht alle. Meine Sichtweise würde der Befolgung von internationalem Recht entsprechen und gleichzeitig würde man dem Frieden eine Chance geben. Dass der Siedlungsbau nicht verbrecherisch ist, wird von Ihnen und vielen oder den meisten Israelis auch so gesehen. Und das ist wohl genau das Problem. Und deswegen gibt es kein Weiterkommen. Da unterscheiden wir uns wahrscheinlich. Ich gebe dem starken Partner die Schuld, dass er keinen ernsthaften Versuch unternimmt, genau das zu tun,was er vorgibt tun zu wollen.
    Der Bezug zum Land kann nicht einfach einseitig und auf fragwürdigen Aragumenten aufbauend, geklärt werden.

    Ich weiss von vielen Palästinensern, dass die keinen Rachefeldzug führen wollen, aber als ganz normale Menschen behandelt werden wollen. Das ist heute nicht der Fall. Israelis kommen immer schnell mit dem Terrorismusvorwurf vergessen aber, dass Terrorismus irgendwo herrührt. Wer die Welt heilen will, muss sich schon damit befassen. Leider habe ich den Eindruck, dass ‘ Zahn um Zahn…’ das Leitmotiv israelsicher ‘Friedenspolitikq’ ist, nicht aber der Versuch aufeinander zugehen zu wollen.

    Ja, was Masha’al von sich gegeben hat, habe ich auch vernommen. Ist selbstverständlich gefundenes Fressen für Netanyahu & Co. Worte, aber auch schon früher gab es Anzeichen, dass man das nicht so wörtlich nehmen sollte. Wichtig ist was Positives in Gaza passiert. Und viel Positives kann man von Gaza nichts berichten. Ich mich nur, schämst sich da niemand?

    Respekt kann man vorbehaltslos israelischer Tüchtigkeit zollen. Ich kenne viele Israelis, die wollen die Palästinenser daran teilhaben lassen.Aber viel Unterstützung bekommen sie nicht von ‘oben’. Aber der Respekt sollte nichts damit zu tun haben, dass man den Schwächeren zweitklassig behandelt. Sie vergessen, dass Israel ganz andere Ressourcen zur Verfügungn stehen, als den Palästinensern. Deshalb ist es ungeheuerlich, dass Israel die Zoll- und Steuereinnahmen der Palästinenser einbehalten werden. Das kann man eben machen, wenn man eine Besatzungsmacht ist. In der Länge kein Zustand!

    In diesem Sinne,

    • Hallo Michael K.,

      “Ich glaube nIcht, dass ein Siedlungsstop Frieden bringen kann. Aber ich bin sicher, es wäre ein gutes Zeichen dafür, dass man es mit dem Frieden ernst meint.”

      Eine solche Vorgehensweise kann in der westlichen Mentalität zu einer Konfliktlösung führen, aber nicht, wenn man es mit der arabischen, vom Islam geprägten Kultur zu tun hat.
      Da können Sie es mit dem Frieden so ernst meinen, dass Ihnen der Frieden zu den Ohren rausläuft, Sie können einen Kopfstand machen, nichts wird die Muslime beeindrucken. Sie wollen keinen Frieden, sondern das LAND. Frieden mit den Juden zu schließen bedeutet, den Islam und somit sich selbst zu verleugnen. Bei jedem Zugeständnis Israels im Namen des Friedens werden sich die Araber ins Fäustchen lachen und sagen: “Super, der nächste Schritt zu einem judenfreien Land geschafft.”

      Es kann sein, dass es “einfache” Menschen gibt, die auch Ruhe und Frieden wollen, aber die arabischen Machthaber nicht – und die haben nun mal das Sagen.
      Noch eine Frage: haben Sie jemals in einem arabischen Land oder bei den Palästinensern von einer Demo gehört, in der das VOLK für einen Frieden mit Israel demonstriert hat?

  20. @Ariel: Ich bin ja nach wie vor geneigt, Sie als einen Kenner der Gegebenheiten “vor Ort” einzuschätzen, mit obigem Post muß ich jedoch leider feststellen, daß Ihre Sicht der Dinge offenbar doch recht einseitig ist.

    Sie erwecken den Eindruck, daß (für Sie!) Jerusalem eine homogene Einheit ist. Als ob es kein Ost-Jerusalem gäbe, wo die Uhren “anders ticken”, kein Silwan, das Israel großzügig als “David-Stadt” in die (nach Osten!) erweiterten Municipalgrenzen von Jerusalem “eingemeindet” hat. Sie sollten vielleicht mal dort hingehen und nicht nur vom Misttor oder besser vom Ölberg aus die Lage “da drüben” peilen und den Schwanz einklemmen, wenn da mal wieder die kleinen grünen Autos (Schützenpanzer der IDF) aufgefahren sind.

    “Ja”, ich war dort unten (zu meiner persönliche Sicherheit, als keine grünen Autos aufgefahren waren) und “Ja”, ich kenne dort Leute, die dort (als Ausländer) dort unter Arabern wohnen, meines Wissens weder Moslems noch Juden. Die genau über das berichtet haben, was “Michael K.” weiter oben beschrieben hat.

    Seither weiß ich auch, daß man durchaus in einer (israelischen) Stadt “siedeln” kann, im Sinne der “Settler” in der Westbank, in “Micro-Settlements”, für die meisten, die sich da hintrauen hinter Stacheldraht.

    Selbstverständlich fühlen sich diese Settler in ihrem Selbstverständnis als “vor dem Stacheldracht”. Die Sicht der Dinge hängt wie immer von Standort (oder -punkt?) ab.

    Schönen Tag noch!

    Hanns

    BTW: Die Herkunft meines Nicknames habe ich weiter oben schonmal erklärt. Er hat KEINESFALLS etwas mit den von Ihnen erwähnten Muftis zu tun!

    • lieber mufti 99, “ich spreche fakten”. wenn sie diese wiederlegen koennen, tun sie dies. wenn nicht, so verdecken sie es nicht durch billige vorwuerfe.

      zu der geschichte von silwan. es war eine siedlung die sehr sehr lange vor der staatsgruendung von jeminitischen juden gegruendet wurde. diese wurde in dem unabhaengigkeitskrieg durch jordanien darausgeworfen.

      die meisten haeuser die dort stehen, wurden in den letzten 30 bis 40 jahren ohne baugenehmegung gebaut. und ja ich war dort, ich war dort sehr oft. ich gehe dahin jedesmal wenn ich in jerusalem bin. ich kenne mich dort aus. es ist einer der aufregensten archaeologsichen orten in israel.

    • Ich glaube es ist nicht möglich Ariel, Mariana und andere hier zu überzeugen, dass die Palästinenser in Israel unterdrückt werden. Für sie ist Israel eine heilige Kuh, die jedem auf dem Kopf scheißen darf, egal ob dadurch internationales- oder Menschenrecht gebrochen wird. Sie gucken weg und geben immer den Arabern die Schuld. Es ist völlig OK für sie mehrere Millionen Menschen zu unterdrücken und ihnen das Leben zur Hölle zu machen, solange die heilige Kuh in Sicherheit ist. Sie sehen nicht ein, dass so immer mehr Menschen diese Kuh zu hassen anfangen. Zum Glück wenden sich nach und nach immer mehr Staaten von Israel ab und die USA ruiniert sich selbst. Mal sehen was die Zukunft bringt.

      • “Für sie ist Israel eine heilige Kuh, die jedem auf dem Kopf scheißen darf”

        Sag mal gehts noch, du hast doch wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank!

        • Jawoll, ich werde nicht ruhen, alle Israelis zu verleumden, und immer wieder die Märchen von den brunnenvergriftenden und kleine-kinder-tötenden Juden in immer neuem Gewand zu erzählen, bis wir auch den letzten Juden getötet haben. Dann wird endlich Frieden sein, und die ganze Welt wird uns applaudieren.

          • komm bitte nimm deine Tabletten…Die helfen vielleicht gegen Schaum vor dem Mund Du bist ein toller, ein typischer Repräsentant der professionellen und extremistischen”Palästinasolidarität” und des Antiisraellagers. Leute wie du fügen Otto-Normalpalästinenser und ihren Anliegen schweren Schaden zu.

          • Ups … Un-Free lässt das Haar herunter. — Aber keine Sorge, weder wird die Welt Ihnen applaudieren, noch werden Sie die letzten Juden töten — nur sich selbst mit all dem Gift, das Sie in Ihrem Herzen mit sich rumtragen. — Wenn Sie’s irgendwann mal nicht mehr mit sich selbst aushalten sollten, dann lassen Sie den ganzen Hass doch einfach los, und Sie werden vielleicht wirklich mal den Sinn Ihres User-Namens erleben. Freiheit fängt immer zuerst im eigenen Herzen an.

          • Ich will mal schwer hoffen, das das ein Zitat war! Ich wüsste dann gern woher. Wenn nicht, hallo Admin, bitte den User löschen??

            Davon mal abgesehen, sagst du endlich mal was zu den Hamas-Raketen auf Israel? Alles Lügen in deinen Augen, oder sogar gerechtfertigt?

            Wenn man dich nach möglicher Schuld auf Palästina-Seite hinwies, kam immer direkt antisraelische Hetze, aber nie eine echte Antwort.

          • Haha wie lustig. Wer benutzt hier meinen Namen? Ich habe diesen Post nicht geschrieben!

          • Also das letzte was mir einfallen würde wäre jemanden zu töten oder zu verletzen. Ich will einen Staat für Juden, Christen und Muslime im Heiligen Land aller dreier Religionen. Ich habe keine Ahnung wer hier meinen Nickname nutzt um mich zu diskreditieren. Anscheinend kann hier einer oder mehere nicht mit Israelkritik umgehen.

            Was mich aber wundert ist, dass bei diesem Fake-Post direkt alle betroffen sind aber kaum jemand auf z.b. Veritas-KOmmentare mit der selben Betroffenheit reagiert wenn er allgemein alle Muslime in den Dreck zieht.

          • Es ist allerdings tatsächlich ein wenig absurd, wie einseitig hier kommentiert wird. Von beiden Seiten. Ich denke, wie “gast”, dass Sie recht unausgeglichen sind mit Ihren Kommentaren. Ich habe kaum je von Ihnen, free, einen post gelesen, in dem sie etwas positives über Israel verlautbaren ließen oder die PA kritisierten.
            Absurd ist es allerdings ebenfalls, dass die Leute, die einseitig palästinenserfeindliche oder islamfeindliche Kommentare abgeben nicht ebenfalls von den selben Leuten kritisiert werden wie die, die free für Einseitigkeit anklagen. Dafür werden Leute wie Veritas widerum (zurecht!) der Einseitigkeit beschuldigt, von Leuten, die mit der Einseitigkeit von Leuten wie free irgendwie einverstanden zu sein scheinen.
            Ich empfinde frees Kommentare also alles in allem auch als zu beschränkt und argumentativ ziemlich dünn. Aber diese Empörungswelle ist genauso absurd. Man muss doch zumindest zugeben, dass es sehr viele User zu geben scheint, die ziemlich eindeutig proisraelisch eingestellt sind, denen free gegenüber steht. Extreme Aussagen in die eine Richtung provozieren extreme Aussagen in die andere Richtung, weil es notwendig erscheint, die eine Einseitigkeit durch die andere auszugleichen. Eine Diskussion bringt das allerdings nicht voran.

            Im Übrigen halte ich viele Unterstellungen die hier gemacht werden für absolut kindisch und absurd. Weder würde Ariel wohl Attentate auf Palästinenser gutheißen, noch free sagen, dass man das Judentum ausrotten soll. Ein bisschen mehr Sachlichkeit und Reife, bitte!

            (Und jedem, der aufmerksam mitliest, müsste eigentlich klar sein, dass obiger Beitrag von free nicht ernst gemeint sein kann. Erst dachte ich, es sei Ironie, um zu zeigen, wie Absurd die Vorwürfe ihm gegenüber teilweise sind, aber ein fakebeitrag ist natürlich genauso gut möglich.)

            However – Stellt euch mal nicht alle so an, denkt nicht immer alle Extreme durch andere Extreme ausgleichen zu müssen sondern geht mal ein wenig aufeinander zu. Zumindest in einem blog sollte sowas doch möglich sein. Man kann sich nicht über die Unvernunft im Nahostkonflikt beschweren, wenn man gleichzeitig nicht in der Lage ist, hier sachlich zu bleiben. Man kann free argumentativ auseinandernehmen und ihm erklären, dass man seine Meinungen für unfundiert hält, genauso wie man versuchen kann, ariel zu widersprechen. Aber nicht mithilfe von gehässigen Unterstellungen.

          • @Ismael: Vielen Dank für ihren Beitrag.
            Der Grund warum ich die PA nicht so kritisiere wie Israel ist, dass ich nicht das Gefühl habe all das wiederholen zu müssen, weil 90% der Leute, die hier kommentieren, felsenfest hinter Israel stehen und ich mir immer wieder die selben unausgewogenen Sachen über “Die Palästinenser” oder “Die Muslime” durchlesen muss. Ich kann es einfach nicht mehr hören, dass alle Muslime Antisemiten sind und die Juden vernichten wollen. Das ist einfach Schwachsinn. In diesem Fall gehe ich auf die Aussagen ein die mich stören. Dass ich dabei nicht immer schreibe wie korrupt die Hammas und Fatah sind oder wie die Hammas Menschen in Gaza unterdrückt ist meiner Meinung nach relativ logisch. Ich gehe eben auf das ein was vorher geschrieben wurde. Wenn ich dabei auch ab und an überspitze liegt hauptsächlich daran, dass vorher schon ein sehr unausgeogener Beitrag geschrieben wurde.

          • @Free

            Sie haben Recht, das waren nicht Sie, sondern ich, der Ihren Namen “ausgeliehen” hat.

            Allerdings nicht um Sie zu diskreditieren. Stattdessen habe ich explizit eine von Ihren sonstigen Äußerungen abweichende Wortwahl verwendet, um dem aufmerksamen Leser ein Fragezeichen auf die Stirn zu malen. Auch dass Sie explizit zugeben würden, Juden zu hassen, war nach Ihrer bisherigen Argumentation nicht anzunehmen. Ein wenig war ich unsicher, ob die Moderation diese Wortwahl durchlassen würde.

            Trotz all dieser Indizien liessen sich viele hinters Licht führen. Warum? Die Antwort auf diese Frage ist auch die Antwort auf Ihre Frage, warum man den Aussagen von Veritas nicht widerspricht.

            P. S.: Für all diejenigen, die darauf reingefallen sind: Wenn Sie mein Verhalten total besch… finden und denken, ich bin ein A…, kann ich Ihnen nicht widersprechen. Es war eine miese Aktion von mir.

          • @Michael: Mutig von ihnen das zuzugeben.

            “Trotz all dieser Indizien liessen sich viele hinters Licht führen. Warum? Die Antwort auf diese Frage ist auch die Antwort auf Ihre Frage, warum man den Aussagen von Veritas nicht widerspricht.”

            Hier stehe ich grade etwas auf dem Schlauch. Vielleicht muss ich es in Ruhe nochmal lesen, aber momentan bin ich etwas überfordert ;)

            Ich will hier auch nochmal klarstellen dass ich Juden in keinster Weise hasse, weil sie Juden sind. Ich glaube Hass ist nichtmal das richtige Wort. Ich bin wütend über Juden wie Sharon, Netanjahu oder ähnliche nicht weil sie Juden, sondern weil sie Rassisten und Massenmörder sind.

          • @Free

            Trotz all dieser Indizien liessen sich viele hinters Licht führen. Warum? Die Antwort auf diese Frage ist auch die Antwort auf Ihre Frage”

            Die Antwort, die ich meinte, war Wahrnehmung:
            Nehmen Sie wahr, dass Veritas widersprochen wurde und wird?
            Nehmen andere die Unstimmigkeiten im Post wahr?
            Beides nein, aber warum?
            Wie werden Sie/die Palästinenser/die Israelis wahrgenommen?
            Welchen Anteil haben Sie / sie an der Wahrnehmung? Welcher Anteil hat die jeweilige “Brille”?

  21. Der Beitrag belegt trotzdem nicht, warum das Westjordanland nun in zwei Teile geteilt werden würde, Israel jedoch heute nicht.

  22. Hoffentlich wird dies ihr letzter Beitrag hier sein.
    Denn unerträglich waren ihre Kommentare schon immer…

  23. @Free
    Hoffentlich wird dies ihr letzter Beitrag hier sein.
    Denn unerträglich waren ihre Kommentare schon immer…

    • Das war nicht mein beitrag. irgendwer hat unter meinem Namen geschrieben.

  24. Das ändert nichts an meiner Einschätzung bzgl. deiner anderen mit Schaum vor dem Mund teilweise in Fäkalsprache vorgetragenen Hasskommentare, zu Lasten von Israelis, die schon nahe an Volksverhetzungstatbestände heranhreichen: Deshalb wiederhole ich noch einmal:

    Du bist ein toller, ein typischer Repräsentant der professionellen und extremistischen”Palästinasolidarität” und des Antiisraellagers. Leute wie du fügen Otto-Normalpalästinenser und ihren Anliegen schweren Schaden zu.

    Was Du im Bezug auf den Nahen Osten willst, spielt Gott, ha shem, Allah sei dank keine Rolle für den Lauf der Geschichte.

    • Entschuldigung, aber Ihre Meinung interessiert mich nicht die Bohne ….

  25. Dieser Thread hier droht vollkommen zueskalieren. Die “Diskussion” ist weder inhaltsgebunden, noch wird sachlich geschrieben. Sicher, Free gibt teilweise übertrieben radikale Aussagen von sich. Nervt mich ganauso wie einige andere anscheinend auch. Aber Sie lassen ihm doch auch kaum eine andere Wahl – indem sie so einen Shitstorm entfachen treiben Sie ihn doch förmlich dort rein. Niemandem ist damit gedient, wenn man sich wechselseitig immer des Menschenhasses bezichtigt.
    So wird man den anderen sicher nicht dazu bringen, sich ein wenig zu lösen, von der extremen Meinung, im Gegenteil.
    Free hat in einem obigen Beitrag beispielsweise zugegeben, dass die Hammas und Fatah verdammt korrupt sind und dass die Hammas Menschen in Gaza unterdrückt. Vollkommen unkritisch scheint free also nicht zu sein. Ich vermute sogar, dass er mir zustimmen wird, dass es nicht hilfreich ist, wenn Raketen nach Israel geschossen ist und das Mord in jedem Fall scheiße ist.

    Umgekehrt hat auch beispielsweise Ariel sich eindeutig von anti-palästinensischen Attentätern distanziert und Morde an Palästinensern für verurteilenswert erklärt.

    Sind das nicht Punkte, wo sich alle einig sind?
    Sicher, es gibt Streitpunkte – aber darüber muss man doch nicht gleich den anderen als Unmenschen darstellen.

    Vielleicht wird free zustimmen, wenn ich sage, dass Israel einer dauerhaften Bedrohung durch so ziemlich alle Nachbarstaaten ausgesetzt ist, dass Israels Existenzberechtigung immer wieder bestritten wird, dass einige Strömungen des Islam Judenhass verbreiten. Vielleicht wird er zustimmen, dass es verständlich ist, dass man zu radikalen Mitteln greift, um den ständigen Angriffen ein Ende zu setzen, oder um sich zumindest gegen die ewigen Attacken zu behaupten.

    Aber vielleicht könnte man auch umgekehrt auf free zugehen und eingestehen, dass der Bau neuer Siedlungen Verhandlungen nicht gerade vereinfacht, da es selten der Verhandlugsbereitschaft zuträglich ist, wenn man vorher einfach Fakten schafft. Und vielleicht könnte man sagen, dass es verständlich ist, dass viele Palästinenser irgendwann einen enormen Hass auf Israel entwickeln – es ist schließlich kaum zu bestreiten, dass die Lage im Gazastreifen nicht wirklich angenehm ist. Und man kann verstehen, dass ein Palästinenser, der enge Vertraute und Verwandte verloren hat, bei Israelischen Angriffen, wohl kaum ganz nüchtern und Objektiv auf den Konflikt blickt. Umgekehrt gilt für einen Israeli in der selben Situation natürlich das Selbe.

    Natürlich ist es verbrecherisch, Raketenstellungen in Wohngegenden zu platzieren. – Aber umgekehrt ist es zumindest nachvollziehbar, wenn man die große Ungleichheit und Unausgewogenheit in dem Konflikt betrachtet, was die militärische Stärke Israels und die der Palästinenser betrifft.

    Vielleicht könnten all diejenigen, die Israel unhinterfragt zu verteidigen scheinen, eingestehen, dass es auch auf palästinensischer Seite zu enormem Leid, zu zivilen Toten, zu Vertreibung und Unterdrückung gekommen ist. Genauso, wie man umgekehrt eingestehen muss, dass sie Israel in einer unglaublich schwierigen Situation befindet. Ein Land der größe Sachsens, das von allen Seiten attackiert wird, das sich im permanenten Verteidigungszustand befindet.

    Ich weiß, dass ich in meinen Beispielen die Kausalketten nie zu Ende geführt habe. Dass jeder von Ihnen zu jedem einzelnen Punkt ein “Ja, aber!” einwerfen wird. – aber auch für die nächste Ursache wird man wieder eine Ursache finden.

    Was ich eigentlich sagen möchte ist nur, dass wechselseitige Hasserklärungen in diesem blog nicht weiterhelfen. Viel hilfreicher wäre es, wenn die, die sonst Israel fast durchgehend verteidigen sagen würden, dass Ihnen klar ist, dass auch auf israelischer Seite Fehler gemacht wurden, bzw. dass auch auf palästinensischer Seite Leid verursacht wurde. Und wenn die, die sonst nur “Free Palestine!” im Kopf haben zugeben, dass es scheiße ist, Israelis zu töten, Israel von der Landkarte fegen zu wollen und Juden zu vernichtenswürdigen Ketzern zu erklären.

    Sie werden sich nie in der Mitte treffen, aber vielleicht können Sie erkennen, dass auch die jeweils andere Seite nicht ausschließlich bösartig, böswillig, menschenverachtend und dumm ist.

    tl;dr: Möge der Shitstorm über mir hereinbrechen…

    • Ich bin hier völlig ihrer Meinung. Die Situation ist schon so festgefahren und es gab Leid auf beiden Seiten, aber machen wir uns nix vor. Es geht den in Discos tanzenden Israelis doch 1000 mal besser als den in Ruinen sitzenden Palästinensern. Die Zeit tickt für israel, dass sich immer mehr Land nimmt und immer mehr radikale Siedler im Westjordanland ansiedelt. Außer Gewaltverzicht haben die Palästinenser nicht zu bieten in irgendwelchen Verhandlungen und Israel ist nicht bereit das zu geben was sie den Palästinensern genommen haben. Sie müssen ja nicht alles geben. Ich will auf keinen Fall, dass die Israelis vertrieben werden. Alle sollen zusammen friedlich mit gleichen Rechten im Land leben dürfen und das verlangt, dass alle vertriebenen zurückkehren dürfen sofern sie das wollen oder entsprechend entschädigt werden. Auch die Nachfahren!