Yair Lapid.

Torsten Teichmann, ARD Studio Tel Aviv

 

 

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  1. Hey, ich habe da mal eine Frage: Warum kann Lapid mit der Arbeiterpartei keine
    Mitte-Links-Koalition bilden – gegen den Likud-Block?

    Kann mir das mal jemand erklären?

    • weil die mitte links koalition zusammen mit superpatriotischen arabischen partein auf weniger als die haelfte kommen.

      und lass uns doch ehrlich sein, was hat lapid mit den linken schon gemeinsam?

  2. lapid wird auch den iran bombardieren, wenn es noetig ist? kann nicht sein!…

    sein vater war links, sehr links sogar. lapid ist immer noch eine unbekannte groesse, aber sicher ist, dass er kein linker ist. er steht in der mitte. ihm geht es um israelische mittelschichte. dabei scheinen sachen, wie “friedens”prozess fuer ihn eine zeitverschwendung zu sein.

    es mag sein, dass er sowohl dem netanjahu, als auch dem benet paar stimmen genommen hat, aber noch mehr stimmen hat er den linken genommen, welche in den vergangenen 4 jahren eine grosse runde null gewesen sind, welche sogar von der protestbewegung abgestossen wurden.

    meine hoffnung ist, dass bibi, lapid, benet und vielleicht kadima unter schaul mofaz mit seinen zwei mandaten eine mitterechts koalition bilden, welche die ultraorthodoxen dazu bringen wird zu arbeiten und die armee zu dienen und die mittelschicht wirtschaftlich staerken werden. dass es aussenpolitisch die beste option ist, muss ja nicht extra erwaehnt werden.

    • “welche in den vergangenen 4 jahren eine grosse runde null gewesen sind, welche sogar von der protestbewegung abgestossen wurden.”

      Hi Ariel,
      könnten Sie diesen Satz etwas genauer erklären? Ich verstehe ihn nicht.

      • erstens, du kannst mich dutzen. zweitens, die oposition unter zipi livni hat politisch nichts unternommen. darauf zu warten, dass bibi was falsch macht um seinen platz einzunehmen, ist keine politische taetigkeit.

    • Nun ich muss gestehen dass ich Lapid gewaehlt habe. Wenn wir ehrlich sind haben wir in Israel doch nicht wirklich eine Wahl. Entweder waehlen wir rechts oder links. Ich habe keine Lust auf das “Friede- Freude- Palaestina Getue” und bin strikt gegen eine Einstaaten Loesung. Genauso wenig habe ich allerdings auf Naftali Bennet lust der am liebsten alles annektiert haette und dann haetten wir doch sowas wie einen Staat. Nee musste nicht sein. Und Netanjahu? Fuer mich hat er so viel an Sympathie verloren, ok wirklich sympathisch war er noch nie, er ist keine Charismatische Person aber er kam mir die letzten drei Jahre wie ein Hampelmann vor.
      Fuer mich war Lapid noch der einzige mit dem ich mich habe identifizieren koennen da er zuerst denkt bevor er handelt und er ist mit seiner Partei die einzige was der mitte gerecht wird.

    • “meine hoffnung ist, dass bibi, lapid, benet und vielleicht kadima unter schaul mofaz mit seinen zwei mandaten eine mitterechts koalition bilden …” [ariel] — Ja, das würde ich auch hoffen, wenn ich Israeli wäre. :) Wäre wahrscheinlich eine ganz gute Mischung der Kräfte und Einflüsse. Und ich habe aus zweiter Hand gehört, dass Lapid gesagt hätte, er wolle Bibi auf keinen Fall schaden oder ihn ausbooten. Kann das irgendjemand bestätigen oder richtig stellen?

  3. Ich teile ariels Einschätzung, dass Lapid Außen- und Sicherheitspolitisch ein Pragmatiker ist. Er hat keine Eretz-Yisrael-Visionen, die bis Damaskus reichen, er hat keine Lust, am Gängelband der Siedler unhaltbare und illegale Posten im Westjordanland mit dem Blut der Soldatinnen und Soldaten und mit den Schekeln der normalen Steuerzahler aufrechtzuerhalten.

    Er hat auch keine Ambitionen, den Religiösen alle möglichen Privilegien zu gewähren, wenn er dafür nichts zurückbekommt, und am Ende ständig erpressbar bleibt.

    Er würde aber auch nicht zögern, einen Angriff auf den Iran mitzutragen, eine gezielte Tötung von Terroristen zu genehmigen oder militärische Maßnahmen gegen die Wiederaufrüstung der Hamas zu ergreifen, wenn dies der nationalen Sicherheit Israels dient.

    So wie Bennet ein Vertreter der Siedlerbewegung ist, ist Lapid ein Vertreter der Israelis des Kernlandes, namentlich der Tel-Aviv Region, die sich nach Normalität sehnt, und bei der pragmatische Antworten auf die großen ideologischen Fragen unglaublich gut ankommen.

    Ich glaube tatsächlich, dass die Inhalte bei dieser Wahl doch eine größere Rolle gespielt haben, als vorher vermutet wurde, und die Israelis sich wirklich Gedanken gemacht haben, wie es weiter gehen soll.

    Es dürfte deshalb spannend sein, ob Bennet und Lapid als die beiden Wahlgewinner mit einer Menge neuem Vertrauen im Rücken ihre eigentlich unüberbrückbaren Gegensätze irgendwie unter einen Hut bekommen.

    Das würde bedeuten, dass Bennet auch über die Aufgabe von Siedlungsposten zur Begradigung der Zaun-und-Checkpoint-Linien verhandeln muss, und Lapid einsehen muss, dass die legitimen Sicherheitsinteressend er Israelis nicht erst bei der grünen Linie beginnen.

    Man darf gespannt sein.

    Heidelbaer

    PS.: OT!!! Gabriele, haben Sie das Schlusslicht bei tagesschau.de gelesen: Schneemänner verhindern Flutkatastrophen, wenn man genug davon baut! Also springen Sie über den Schatten Ihres X-Chromosoms und helfen Sie den Bewohnern der Flussniederungen! Helfen ist doch des Machotums unverdächtig ;)

    • Und nicht zu vergessen, benet und lapid sind freunde. Sie werden schon eine gemeinsame sprache finden.

    • AWACS nicht im Einsatz. Wieso bin ich auf dem Radar?

      Gabriele

  4. “Es dürfte deshalb spannend sein, ob Bennet und Lapid als die beiden Wahlgewinner mit einer Menge neuem Vertrauen im Rücken ihre eigentlich unüberbrückbaren Gegensätze irgendwie unter einen Hut bekommen”
    Lieber Heidelbaer, das verstehe ich nicht; und die Wähler die Lapid gewählt haben sicher auch nicht.
    Wenn es um einen “großen” Kompromiss geht, müssen sicher alle Federn lassen; nur wer “alle” sind und ob nicht grundsätzlich eine (veränderliche) Mehrheit in der Knesset gemeint ist (und eben nicht ausschließelich eine “Kanzlermehrheit” der zukünftigen Regierung), da sehe ich jetzt keinen Unterschied.

    • vielleicht ging es bei dieser Wahl überhaupt nicht um den Palästina-Konflikt und dessen Lösung. Vielleicht standen bei dieser Wahlen Fragen der israelischen Innenpolitik (Wirtschafts- und Sozialpolitik) im Vordergrund

  5. Noch einmal eine Frage an die Israelis hier on board – und die, die öfter da sind und näher dran als ich: Ich habe den Eindruck, dass sich die Parteienlandschaft in Israel in den letzten sagen wir mal 30 Jahren erheblich gewandelt hat. (Ja, bei uns auch).

    Aber bei uns in Deutschland sind neue Parteien “von unten” entstanden. Eine Öko- und Friedensbewegung kristallisierte aus in “Alternativen Listen” und schließlich der Partei der Grünen. Die Web 2.0 Generation die weder Ökoromantik noch Linksideologie leiden kann, aber trotzdem irgendwie linksliberal eingestellt ist, sublimiert in der Piratenpartei.

    In Israel dagegen nehme ich sehr viel mehr Parteigründung “von oben” wahr. Prominente oder Politiker (in der Regel prominente Politiker *g*) finden sich in den vorhandenen Parteien nicht mehr heimisch, und gründen mit ein paar Getreuen eine neue Partei. Für mich das erste Mal wahrnehmbar Sharon mit Kadima, aber jetzt auch: Bennet, Lapid, Livni…

    Woran liegt dieser Unterschied? Früher war es meiner Wahrnehmung ja ähnlicher, eine rechte und eine Linke Volkspartei, und dazwischen oder an den Rändern so ein paar Mehrheitsbeschaffer.

    Haben die Parteien in Israel einen anderen Aufbau, einen anderen Organismus als hier? Gibt es keine Tiefenstruktur über Orstsvereine, Kreisverbände und Landesgruppen oder weiß der Geier?

    Der Vorteil ist sicher, dass Männer und Frauen mit guten Ideen, vielleicht sogar Idealen, mit einem überzeugenden Programm und dem Willen zu Gestalten nicht durch die Mühlen der Parteiapparate drei bis vierfach durchgemahlen werden, bis von ihren Ideen, Zielen und ihrer Tatkraft nur noch kleine feine Bröselchen übrig sind (und im Zweifelsfall doch derjenige innerparteilich nach vorn gewählt wird, der schon mit 12 seine ersten Plakate für die Jugendorganisation des Ortsverbandes geklebt hat).

    Ich hätte eben nur viel zu viel Schiss dass so ein System populistischen Volkstribunen Tür und Tor öffnet, die mit viel Geld, einer zusammengecasteten Ministerclique und gewinnendem Gebrauchtwagenvertreterlächeln jeden Schund als Politik verkaufen, und dann auch noch gewählt werden.

    Was ich mich für Israel frage, ist aber auch: wie langlebig sind solche Parteien, dass man auch von einer nachhaltigen Politik reden kann. Nach Sharons Abgang ist Kadima praktisch völlig in der Versenkung gelandet. Was ist Jesh Atid ohne Lapid, was ist Beit Jehudi ohne Bennet?

    Politische One-Hit Wonder sind sicherlich bereichernd für die Vielfalt und Farbenpracht der politischen Bühne, aber so richtig ernst zu nehmen fällt es mir bundesdeutschen Michel dann doch schwer, das Ganze…

    Heidelbaer

    • “Politische One-Hit Wonder sind sicherlich bereichernd für die Vielfalt und Farbenpracht der politischen Bühne, aber so richtig ernst zu nehmen fällt es mir bundesdeutschen Michel dann doch schwer, das Ganze…”

      Mein interkulturelles Gefühl sagt mir, dass Ihre Zweifel durch die deutsche sehr hohe Unsicherheitsvermeidung bedingt sind, die hohe Unsicherheitsvermeidung führt dazu, dass man langfristige Planung bevorzugt. Außerdem sagt mir mein “Gefühl”, dass die Israelis den Amerikanern ähnlich sind und eher die kurzfristige Planung bevorzugen und schnelle Ergebnisse sehen wollen.
      Ist das so, kann das jemand bestätigen?

      • In Israel und den USA zusammengenommen leben gut 75% aller Juden weltweit, das prägt und färbt ab.

        Auch der Alltag in den Ballungsgebieten (Tel Aviv, Jerusalem, Haifa) ist für mich stark amerikanisiert, “Trial and Error”-Mentalität, Einkaufsmalls, “Toys ‘R’ Us” und das weit verbreitete “US-Englisch” eingeschlossen.

        Insofern würde ich Ihrer These zustimmen.

        Schönen Tag noch!

        Hanns

        • naja, aber in den US gibt es ja nun ein total festgefügtes Zwei-Parteien-System, zwar gibt es mal hier und da ein paar Millionäre, die so ein bisschen bei den Präsidentschaftswahlen was aufmischen, aber sonst haben die GOP und Democrats ja doch die Parteienlandschaft ganz gut im Griff, und die Flügelkämpfe finden dann innerhalb der Parteien statt.

          Klar, das hat auch viel mit dem Mehrheitswahlsystem zu tun, und Israel mit dem Verhältniswahlrecht und der 2% Hürde lädt natürlich zu Experimenten ein. Ist das tatsächlich alles?

          Heidelbaer

          • Ich bezog meinen Kommentar mehr auf Marianas “Vorlage” im Allgemeinen, weniger auf das Wahlprocedere und den damit verbundenen manchmal überraschenden Wahlausgang. ;-)

            Und ich wollte auch gar nichts werten, ich fühle mich sowohl in Israel als auch in Palästina wohl, auch wenn ich Unterschiede im Alltag sehr wohl spüre. Für mich heit, das “Anderssein woanders” zunächst zu akzeptieren, bevor ich mich bemühe, es zu verstehen. Dann kommt ggf. Kopfschütteln, Kritik kommt erst viel, viel später! :-D

            Und für mich muß auch durchaus nicht Alles so “wie Zuhause” sein, da finde ich auch genug Dinge, die ich nicht verstehe/kritikwürdig finde…

            Schönen Tag noch!

            Hanns

        • @ Hanns

          Danke für die Antwort.

          @Heidelbaer

          Ein weiterer Erklärungsversuch:
          Vielleicht liegt es auch daran, dass Israel ein Staat ist, der in ständiger Bedrohung existiert und einfach keine Zeit für lange Politikerkarrieren da ist.
          Es müssen schnell Persönlichkeiten an die Macht kommen können, die Problemlösungsfähigkeit mitbringen. Wenn jemand in seinem vorherigen Beruf solchen Erfolg hatte wie Naftali Bennett, dann hat er ja Problemlösungsfähigkeit bewiesen. Im Deutschland tut man sich leider so schwer mit Quereinsteigern.

          • “Es müssen schnell Persönlichkeiten an die Macht kommen können, die Problemlösungsfähigkeit mitbringen.”

            ich wuerde dieser aussage weder zustimmen, noch sie vernein, aber auf die aussenpolitische probleme trift es eher nicht zu. was innenpolitik angeht, so kann das stimmen.

            sowohl benet, als auch lapid, welche zweifelslos mehr drauf haben, als durch charm stimmen einzusammeln, werden schnell merken, dass es probleme gibt, fuer die es keine befriedigende loesung gibt. und die beiden wissen es ganz gut. aufjedenfall besser, als wir ;)

          • @ Ariel

            “werden schnell merken, dass es probleme gibt, fuer die es keine befriedigende loesung gibt.”

            Welche aussenpolitische Strategie kann man unter bibi-lapid-benet erwarten? Veritas sagte, dass sich im Wesentlichen nichts ändern wird. Ich meine, vor allem die Annektierungspläne.

          • “Welche aussenpolitische Strategie kann man unter bibi-lapid-benet erwarten?”

            es wird kaum unterschiede geben, zu dem was unter bibi gewesen ist. und das ist auch gut so. es kann sein, dass lapid zu irgendwelchen gespraechen draengen wird, was niemanden wirklich stoeren wird, da es die palaestinenser selbst sind, welche durch maximalforderungen jede loesung verhindern. und da ist es egal, wer verhandelt.

          • @Ariel

            Stimmt, und wenn man sich den Umgang der Weltgemeinschaft mit der Verlogenheit der Araber ansieht, dann wünscht man sich, das Öl wäre endlich alle.

          • “Stimmt, und wenn man sich den Umgang der Weltgemeinschaft mit der Verlogenheit der Araber ansieht.”

            Ich frage mich immer wieder warum klar rassistische Aussagen wie diese hier erlaubt sind?. Scheint so als wären rassistische Aussagen über Araber geduldet wärend rassitische über Juden nicht erlaubt sind …

          • @ Free

            Seit wann ist das Benennen von Tatsachen Rasissmus?

            Sie lieben das Wort “rassistisch” und benutzen es genauso gern für Ihre Propaganda, wie die Palästinenser gerne ihre Abschussrampen in Kindergärten aufstellen. Das ist alles der gleiche Topf.

            Wie interpretieren Sie denn das Zitat des “Palästinensers” Zahir Muhsein? Hier noch einmal zur Erinnerung:
            “The Palestinian people does not exist. The creation of a Palestinian state is only a means for continuing our struggle against the state of Israel for our Arab unity. In reality today there is no difference between Jordanians, Palestinians, Syrians and Lebanese. Only for political and tactical reasons do we speak today about the existence of a Palestinian people, since Arab national interests demand that we posit the existence of a distinct Palestinian people to oppose Zionism.”
            “For tactical reasons, Jordan, which is a sovereign state with defined borders, cannot raise claims to Haifa and Jaffa, while as a Palestinian, I can undoubtedly demand Haifa, Jaffa, Beer-Sheva and Jerusalem. However, the moment we reclaim our right to all of Palestine, we will not wait even a minute to unite Palestine and Jordan.”

            Leider ist in der arabischen Mentalität Lügen ein völlig legitimes Mittel zum Zweck und es weckt keinerlei Schuldgefühle.

            Traurig.

          • “Leider ist in der arabischen Mentalität Lügen ein völlig legitimes Mittel zum Zweck und es weckt keinerlei Schuldgefühle.”

            Ich bin hier von Rassisten umzingelt. Unglaublich.

  6. AN ALLE, die noch irgendwelche traeume davon hatten, dass lapid ein linker ist.

    richtung linker parteien hat er oeffentlich verkundet “ich habe gehoert, dass man einen “gush chosem” (meine anmerkung – anti bibi block) machen will. ich will das von dem tagesplan raeumen. wir werden keinen block mit hanin soabi eingehen. (die arabisch antiisraelische abgeordnete, welche bei dem “friedensflotille” mitgemacht hat.) das wird nicht passieren.”

    die israelischen leitmedien, welche ganz klar anti-netanjahu eingestellt sind, muessen sich endlich damit abfinden, dass wenn man die arabischen parteien abzieht, der linke “block” lediglich aus avoda und merez besteht. d.h. 21 mandate insgesammt. ich wiederhole 21!

    und noch paar fakten zu lapids partei. unter 19 abgeordneten gibt es religioese. in der “ultrarechten-unltranationalen-ultraprosielder-religiosen” partei “juedisches haus” unter dem “fundamintalisten” benet, gibt es nichtreligioese (frauen). benets frau verdeckt nicht ihr haar, was unueblich ist… so viel zu stereotypen. unter likuds abgeordenten gibt es sehr viele religioese. daher ist es ausgeschlossen, dass benet nicht teil der koalition sein wird. habe ich schon erwaehnt, dass benet und lapid freunde sind?

    bibi-lapid-benet (31+19+12) haben 62 von 120 plaetzen. das wird kommen. vielleicht werden sie noch kadima mit 2 sitzen reinholen. mehr brauchen sie nicht.

    bibi hat seine stimmen an benet verloren. die stimmen sind aber “zu hause” geblieben. der aufstieg lapids geschah zum groessten teil auf kosten der linken parteien.

    • “bibi hat seine stimmen an benet verloren. die stimmen sind aber “zu hause” geblieben. der aufstieg lapids geschah zum groessten teil auf kosten der linken parteien.”

      Das hier ist der springende Punkt: Die linke Mainstreampresse, inkl. den Herren Schneider, Rosch und Teichmann, will zwar eine schwere Niederlage fuer Netanjahu herbeireden/schreiben, aber Tatsache ist, dass sich Likud-Waehler am rechten Rand diesmal einfach fuer Bennett entschieden haben, weil es diese Option fuer sie gab.

      Im Grossen und Ganzen aendert sich damit herzlich wenig, zumal Lapid nicht der linke anti-Netanjahu-Fanatiker ist, wie dies die linken Medien gerne haetten.

      Israel bleibt stabil Mitte-Rechts und an der Politik zum Iran und den sog. ‘Palaestinensern’ wird sich rein gar nichts aendern. Und das ist gut so.

      • “Das hier ist der springende Punkt: Die linke Mainstreampresse, inkl. den Herren Schneider, Rosch und Teichmann, will zwar eine schwere Niederlage fuer Netanjahu herbeireden/schreiben, aber Tatsache ist, dass sich Likud-Waehler am rechten Rand diesmal einfach fuer Bennett entschieden haben, weil es diese Option fuer sie gab.”
        Ist “linke Mainstreampresse” eigentlich eine höhere Steuerklasse…?
        Und etwas wird im obigen Post (Veritas) auch unterstellt, was für mich irgendwie nicht zwingend so erscheint: Warum muss unbedingt, wenn Lapid “nur” liberal ist, Mitte-Rechts herauskommen wenn er an einer Regierung beteiligt sein würde?
        Dabei “träume” ich gar nicht von “links”; von “rechts” zu träumen scheint aber als gerechter empfunden zu werden. Wieso?

        • “Dabei “träume” ich gar nicht von “links”; von “rechts” zu träumen scheint aber als gerechter empfunden zu werden. Wieso?”

          es geht um ideologische zurechbigung der realitaet. und diese wird in diesem fall durch die medien vertretten, welche in israel zum groesstem teil unuebersehbar netanjahu feindlich sind und irgendwo mitte links stehen.

          “Warum muss unbedingt, wenn Lapid “nur” liberal ist, Mitte-Rechts herauskommen wenn er an einer Regierung beteiligt sein würde?”

          schau dir die stimmenverteilung an. ausserdem will die arbeitspartei nicht in die regierung. wie soll es etwas anderes herauskommen? das einzige was noch passieren kann ist, dass bibi auf benet verzichtet und die sephardische ultraorthodoxe schas partei in die regierung nimmt, obwohl lapid schon mal sagte, dass er mit dieser partei nicht in einer regierung sitzen will.

      • Warum reden Sie von linker Mainstreampresse. Sind Sie ein Anhänger der “Rotfunk”-Theorie? Erstens ist die ARD weder Mainstream, noch die FAZ (ein in Deutschland weit verbreitetes Blatt) oder die Jerusalem Post (s. Ariel) linksliberal. Und Sie tun so, als ob Liberalismus eine Krankheit wäre. Ja, die FDP ist vielleicht siechend, aber der Liberalismus ist die Quintessenz von mehreren hundert Jahren europäischer Kulturgeschichte, auf die wir stolz sein sollten; auch weil erst viel Blut floß, bevor sie sich durchsetzte. Diese wurde auch von Juden entscheidend mitgeprägt (wie Sie vielleicht an meinem Nachnamen erkennen können).
        Und Fakt ist nun einmal, dass Israel von Ben Gurion und Mitstreitern als liberaler Staat gegründet wurde. Er hat zwar keine richtige Verfassung, damit eines Tages alle Juden, die jetzt noch nicht in Israel leben, an ihr mitwirken können, aber der Staat ist immerhin einmal so liberal (evtl. gewesen (?)), daß Arabisch Amtssprache ist, die Araber nach 1967 die vollen Bürgerrechte bekamen (an der Umsetzung hapert es vielleicht) und Begin [sic!] einmal in Erwägung zog, allen Palästinensern volles Wahlrecht zu geben. (vgl. Haaretz, englische Ausgabe vom 28.3.2012: A one state-solution: Do we dare?)
        Also reden Sie lieber von den Palästinensern und nicht von den sogenannten. Das ist ja wie in der Springer-Presse mit der “DDR” und der “sogenannten DDR”.
        Ich sage es: Es gibt sie, die Palästinenser. Und Sie? Do you dare?

        • “Und Sie tun so, als ob Liberalismus eine Krankheit wäre. Ja, die FDP ist vielleicht siechend, aber der Liberalismus ist die Quintessenz von mehreren hundert Jahren europäischer Kulturgeschichte, auf die wir stolz sein sollten; auch weil erst viel Blut floß, bevor sie sich durchsetzte.”

          Sie verwechseln Liberalismus mit Linksliberalismus, Neoliberalismus und Wirtschaftsliberalismus, und egal welcher Form, Liberalismus ist schlimmer als eine Krankheit und hat mehr Menschen durch Armut , Krieg und Hunger getötet als Grippe.

          Quintessenz von mehreren hundert Jahren europäischer Kulturgeschichte ????
          LOL
          Die Quintessenz aller imperialistischen Bestreben ! Von Adam Smith über die Opiumkriege ,den Sezessionskrieg , Annexion großer Teile Mexikos , beider Weltkriege , Alle Sauereien in Lateinamerika und Afrika , Die Aufteilung des Nahenostens einzig und allein aus Öl-Gier , den daraus resultierenden Nahostkonflikt , die Golfkriege und Afghanistan mit inbegriffen bis zur Intervention in Libyen und jetzt Mali, ist alles ihrem Liberalismus zu verdanken.
          Oh ich vergaß die riesen Bankenabzocke in Billiarden Höhe die gerade jetzt immer noch stattfindet .
          Ja Ja Monopole , Macht , Öl ,Banken und Bomben-Waffengeschäfte. Das ist Liberalismus ! und ich bezeichne mich als religiöser Zionist rechter Prägung, mein Sinn für Geopolitik, Geschichte und Wirklichkeit habe ich aber nie eingebüßt.

          • Sie haben mich nicht richtig verstanden. Wenn Sie vom Wirtschaftsliberalismus reden, kommen wir vielleicht auf einen Nenner. Ich aber rede von Liberalismus als Gesellschaftsidee, wie sie in der Zeit der europäischen Aufklärung entstand und sich zum Beispiel in der Verfassung der Vereinigten Staaten, der Allgemeinen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und den Grundrechten im Grundgesetz manisfestierte. Er basiert auf der Naturrechtslehre, die aus Einflüssen der christlichen und der jüdischen Tradition entstand und führte letzten Endes zur Demokratie. Auch der zionistische Staat als Heimstatt des jüdischen Volkes ist aus dem Liberalismus entstanden, konkret dem Selbstbestimmungsrecht der Völker.
            Und schauen Sie sich dieses Blog an: Hier wird nichts geschwärzt, solange es dem Anstand und den guten Sitten entspricht und nicht beleidigend wird. Ist es nicht wunderbar, daß wir unterschiedlicher Meinung sein dürfen?
            Und was den Beitrag von Veritas betrifft: So wie ein Westfale Deutscher ist, ist ein Palästinenser Araber. Aber sagen Sie dem Westfalen, daß er nur Deutscher ist und nicht von einem Sachsen zu unterscheiden ist; damit wäre dieser nicht glücklich.
            Ein Palästinenser unterscheidet sich eben von einem Marrokaner, einem Tunesier, einem Omani, einem Libanesen und einem Syrer. Und Palästinenser leben halt in dem Gebiet, das Palästina heißt und heute sie Staaten Israel und Palästina umfaßt. Und wenn Sie einmal Heinrich Heine (selbst Jude) lesen, werden Sie sehen, daß für ihn die Juden eine “palästinensische” Mentalität haben. (Heine, “Geständnisse”)
            Vielleicht sind sich Juden und Palästinenser gar nicht so unähnlich. Denken Sie einmal darüber nach.

          • @Gerd

            “Ist es nicht wunderbar, daß wir unterschiedlicher Meinung sein dürfen?”

            und wo genau duerfen “wir” eine unterschiedliche meinung haben? bis auf “welt” gibt es KEINE andere zeitung in dtl., welche ab und zu israel in schutz nimmt. wo gibt es diese unterschiedliche meinung in den dt. leitmedien, wenn es um israel geht?

            wie kann es sein, dass augstein, der zwar kein antisemit sein will, aber in seinen aussagen, sich nicht von echten antisemiten unterscheidet, von allen zeitungen verteidigt wurde und es keinen wort von kritik gegeben hat?

            wie kann das sein, dass die meisten israelischen zeitungen, absolut offen waehrend des wahlkampfes (und auch davor) den premier netanjahu geschwaerzt haben. wo ist dieser liberale pluralismus in den leitmedien?

            “Und was den Beitrag von Veritas betrifft: So wie ein Westfale Deutscher ist, ist ein Palästinenser Araber.”

            gerd, du kennst dich damit einfach nicht aus.

            1.du wirst in keinem dokument vor 64 die bezeichnung palaestinenser fuer araber findent.

            2. es gibt kaum arabische familien welche in palaestina mehr als 150 jahre ansaessig sind.

            3. es gibt keine palaestinensische sprache oder dialekt. sie unterscheiden sich nicht von libanesen oder jordaniern.

            4. die meistne palaestinenser sind aus der arabischen halbinsel und aegypten eingewandert. das kann man durch familiennamen sehr einfach verfolgen.

            5. es gibt keine palaetinensische volksgeschichte.

            6. vor der israelischen staasgruendung wurden NUR in palaestina ansaessige juden als palaestinenser bezeichnet. die dort lebenden araber, hiessen araber und nicht palaetinenser.

          • Na, immerhin könnten wir uns doch mal darauf einigen dass Liberalismus zumindest nicht Standpunktfreiheit heißt. (@AlexP, @Gerd Schnabelewopski).
            @AlexP:
            Wo dieser Standpunkt liegen kann, zeigt zum Beispiel das Kürzel FDP (in der Schweiz, früher, freisinnig-demokratische und in Deutschland Freie Demokratische Partei), das im deutschsprachigen Raum mehr abdeckt als nur Wirtschaftsliberalismus.
            Dass irgendjemand den Grundbegriff “Liberalismus” missbrauchen kann wie bei jeder Idee (leider) passieren. Dass daraufhin jedweder echte, gute Liberalismus “eine Krankheit” sein soll, befremdet.
            Dass der “ausser-mir-ist-mir-alles-egal”-Liberalismus hier nicht förderlich ist, ist den Sprachpanschern und sogenannten “Wirtschaftsliberalen” zu verdanken. Grundsätzlich wäre aber liberal besser als verbittert zu werden/ bleiben.
            Und nun zum “Reizthema” Linksliberalismus: Wenn es einen “Rechtsliberalismus” gibt der auch schon mal als Kampfmittel eingesetzt wurde/ wird, wie kann da ein “Linksliberalismus” schlechter sein?

          • @ Ariel: Haben sie auch irengwelche Belege für ihre Behauptungen oder haben sie das von zionistischen Propagandaseiten? Also ich habe sehr viele Palästinenser kennengelernt deren Familien schon seit Ewigkeiten in Palästina leben oder gelebt haben bevor sie von den Zionisten vertrieben wurden.

        • Die “Rotfunk”-Theorie ist keine Theorie – sie ist Realitaet, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern im ganzen deutschsprachigen Raum, denn auch in der Schweiz und Oesterreich wird das Volk nicht einfach an Hand von Fakten moeglichst neutral informiert, sondern linkslastig erzogen.

          Besonders deutlich zum Ausdruck kommt diese ‘Erziehung’ beim Thema Israel / Palaestina, wo inzwischen bereits seit Jahrzehnten systematisch pro-palaestinensisch berichtet wird und die Israelis die phoesen Unterdruecker sind. Und hinterher stellt sich z.B. auch der hiesige Blogger Richard C. Schneider ganz erstaunt die Frage, ob diese Art von Berichterstatting evtl. etwas mit dem zunehmenden Juden- und Israelhass in Europa zu tun haben koennte. – Ja, hat es.

          Was die sog. ‘Palaestinenser’ angeht – ja, es gibt sie, erfunden als Ethnie von einem gewissen Jassir Arafat in den 60er Jahren, in der Hoffnung gegen den Staat Israel territoriale Ansprueche geltend machen zu koennen, mit denen diese Leute als Feld, Wald- und Wiesenaraber abgeblitzt waeren. Arafat machte sich damit zum Miliardaer – fuer seine Untertanen fiel wenig bis nichts vom sprudelnden US/Europa-Geldbrunnen ab.

          Zur Volksgruppe der ‘Palaestinenser’ gibt es vom ehemaligen PLO-Fuzzi Zahir Muhsein ein wunderbares Zitat von 1977, das den ganzen Schwindel auf den Punkt bringt:

          “The Palestinian people does not exist. The creation of a Palestinian state is only a means for continuing our struggle against the state of Israel for our Arab unity. In reality today there is no difference between Jordanians, Palestinians, Syrians and Lebanese. Only for political and tactical reasons do we speak today about the existence of a Palestinian people, since Arab national interests demand that we posit the existence of a distinct Palestinian people to oppose Zionism.”
          “For tactical reasons, Jordan, which is a sovereign state with defined borders, cannot raise claims to Haifa and Jaffa, while as a Palestinian, I can undoubtedly demand Haifa, Jaffa, Beer-Sheva and Jerusalem. However, the moment we reclaim our right to all of Palestine, we will not wait even a minute to unite Palestine and Jordan.”

          Mehr Wahrheit geht nicht. Und sie kam zur Abwechslung mal einem Araber ueber die Lippen.

          • Woher kommen eigentlich diese “Farben-Spielereien”?
            In der Sache gehässig zu sein ändert an der Sache nichts; so wird weiter auf allen Seiten-und da liegen ich vielleicht Manchen in den Ohren-den Falschen zugehört (und vertraut) werden. Geschossen und gefrotzelt wird nicht umsonst, das stimmt. Asymmetrische Information bringt eben auch asymmetrische Aufmerksamkeit; was ist aber mit der Selbstverständlichkeit der anderen Seite (normale Menschen, die sich um ihr Auskommen kümmern und nicht darum wieviele wie zum eigenen Vorteil auf die eigene Seite zu ziehen sind) “Einsicht-entleert” und was bleibt davon? Eben nur die Fratze die man sich gegenseitig zurecht vorwerfen kann.
            Woher stammt eigentlich Ihr Zitat, das sie auf 1977 datieren?
            Ist es nicht allzu umständlich, nur um sich zu organisieren einen “Staat” zu gründen? Es spräche doch eigentlich an der Situation seit der Mitte des letzten Jahrhunderts alles dafür

  7. “bis auf “welt” gibt es KEINE andere zeitung in dtl., welche ab und zu israel in schutz nimmt.”

    Ich meine, “Focus” ist da auch noch ganz erträglich.