Hebron – Die zerissene Stadt

mehr dazu in NDR Weltbilder “Israel: Zwischen den Mauern”:

NDR Weltbilder – 29.01.2013 23:30 Uhr Markus Rosch

 

 

Kommentieren:

Kommentare werden vor der Freischaltung geprüft. Mehr in den Kommentarrichtlinien.
  1. Es ist traurig und erschreckend, dass die jüdischen Siedler eines solchen Sicherheitsaufgebots bedürfen, um sicher und in Frieden zwischen Palästinensern leben zu können.

    Wie gut es umgekehrt die palästinensische Minderheit in Israel doch hat!

    • ja so rum kann mans auch hinstellen… die aaaaaaaaaaaarmen siedler.
      traurig und erschreckend.am besten noch “unfassbar” und “schockierend”, oder?

      wie gut hat es denn die palä. minderheit in israel?
      wie schlecht haben es denn die jüdischen siedler?

      und ganz ehrlich: nach 50 jahren und einem weltkrieg wieder anrücken und eine >100k “feind-”einwohner stadt mit ein paar hundert leuten besiedeln – was soll denn sowas? und wenn man noch so religiös verblendet ist, soll man sich halt an die ohnehin schon besessenen und besetzten reli-stätten halten…
      und wenn man dann schon dort ist, evtl nicht den ganzen müll auf die markstraße runterkippen

    • Die Siedler in Hebron sind übelste Rassisten. Geisteskranke Fanatiker. Die kann man wirklich nicht mit den arabischen Israelis vergleichen. Das Aufgebot an Soldaten ist da, damit die Siedler die Palästinenser in Frieden angreifen, bespucken und erniedrigen können.

    • Sie waren sicher noch nie in Hebron, sonst könnten Sie solche Kommentare nicht schreiben! Fahren Sie mal hin (bisher kann und darf man das, man sollte sich jedoch einen orts- und “gegebenheits”kundigen Begleiter mitnehmen und, noch besser, zweimal fahren, einmal mit israelischer und einmal mit arabischer Begleitung, weil man beide Seiten der Medaille nur erfährt, wenn man sich sehr gut auskennt (oder sehr blauäugig ist!).

      Da Sie ja offensichtlich ein wenig frankophil sind, empfehle ich Ihnen speziell in diesem Zusammenhang Teil 3 des Film-Vierteilers “The Promise”/”Das gelobte Land” (nach “Gelobtes Land” g..gln und bei “arte” weitermachen). Meines Wissens gibt es den Vierteiler sogar einzig über französische Quellen und französich synchronisiert auf CD!

      Schönen Tag noch!

      Hanns

      • Hallo Hanns!

        Nein, ich war noch nie in Hebron.

        Ich bin weit, ganz weit weg davon. Mit etwas Abstand kann man manchmal mehr sehen.

        Ich habe nicht gesagt, dass die Lebensqualität der einen oder anderen besonders hoch sei. Mir ging es lediglich um die Frage nach der Sicherheit.

        Sind die jüdischen Bewohner Hebrons Terroristen, vor denen die palästinensische Mehrheit geschützt werden muss, oder ist diese Minderheit gefährdet?
        Gut. Die Militärpräsenz gibt es auch wegen der jüdischen Touristen.

        Könnten denn beide, Palästinenser und jüdische Israelis friedlich nebeneinander leben, wenn nicht Soldaten darüber wachen würden?

        Ich glaube nicht, dass ich bei einem Besuch Hebrons in dieser Frage etwas Neues erfahren würde, oder?

        Den Film, den Sie mir empfehlen, will ich mir gerne ansehen, wenn ich etwas Zeit habe.

        Ihnen ebenfalls einen schönen Tag!

      • Hallo nochmal,

        vielleicht habe ich den Film schon einmal gesehen. Ich erinnere mich nun auch so an Schilderungen, Steinewerfender israelischer Bewohner, so dass Passanten durch ein Netz vor dem Steinwurf aus den oberen Stockwerken geschützt werden mussten…

        Daran wird deutlich, dass es in Hebron bestenfalls einen Waffenstillstand, nicht aber Frieden gibt.

        Ich nehme an, dass die IDF diese Netze spannt…

  2. “araber koennen sich kaum bewegen,…weil 600 juedische siedler leben.”

    das trifft vielleicht auf 5% des hebrons zu. auf anderen 95% duerfen sich juden nicht frei bewegen.

    “es war eine grosse wirtschaftsstadt”… bevor die moerderische intifada ausgbrochen hat

    “die lage fuer viele palaestinenser ist schwierig”

    ich will natuerlich nicht abstreiten, dass es tatsaechlich stimmt, aber man sollte nicht vergessen, dass durch taegliche steinbewurf von autos und andere kleinigkeiten das leben der siedler auch nicht gerade leicht ist.

    wie ich bereits sagte, wurden erst durch die intifada die bedienungen schwerer.

    die hebron ist die zweitheiligste staedte des judentums. dort liegt der gemeinsame familiengrab der vorvaeter des judentums. und genau das ist der grund fuer ein so grosses militaerpraesenz. hunderttausende juden kommen jaehrlich zu dem grab. deswegen wird es auch so stark bewacht. es handelt sich um das juedische kultruerbe. auch ohne der siedler, wuerde das militaer da sein.

    man sollte auch nicht vergessen, dass in hebron immer juden gewohnt haben (in gaza uebrigens auch) diese wurden durch massaker anfang 20er jahren ermordet und vertrieben.

  3. Lieber Herr Rosch,

    Ich kann ihre einseitigen Beträge wirklich nicht mehr ertragen. Das finde ich sehr schade.

    • schön dass es einige Leute gibt, die sich wirklich für die Situation in Israel interessieren und sich von der Hofberichterswtattungs-Propaganda nicht verführen lassen. Aber diese Minderheit ist zu vernachlässigen, die vom Bürger bezahlte Propaganda-”Arbeit” von Herrn Rosch & Co. (dabei hat er schon ansatzweise interessante Blickwinkel gehabt in der vergangenheit, er hat sich wohl “zurückpfeifen” lassen) erreicht ihr Ziel bei der Masse. Und die sind das Volk!

  4. Was mich traurig stimmt ist, dass das Leben so erlahmt. Und was mich freudig stimmt ist, dass es junge Leute auf beiden Seiten gibt, die auf friedlichem Wege versuchen ein Miteinander zu schaffen.
    Ich wünsche denen, die sich auf diese Art und Weise um Normalität bemühen viel Mut und Kraft und Freude an dem was sie tun.

    Liebe Grüße Elke…

    • Danke! Ich stimme Ihnen zu. Wenn ich die Beiträge in den Foren dieses Blogs lese, dann wird mir immer angst und bange. Wenn wir uns schon hier in Deutschland zum Teil so unversöhnlich gegenüberstehen; wie soll jemals in dem Land zwischen Mittelmeer und Jordan Frieden sein?
      Das Problem ist, daß wir, wie auch die Amerikaner, in ein Land mit großen Problemen gehen und unsere Ansichten “importieren”. Jeder meint zu wissen, was “recht” sei. Das sorgt doch nur für tiefere Gräben.
      Unser Maßstab sollte die Menschlichkeit sein und wir sollten uns jedesmal fragen, wie wir uns fühlten, wenn wir eine dort gezeigte Person wären. Egal ob Araber oder Siedler.
      Ich bitte alle um Mäßigung.
      “Ah! wenn ich einen mehr in Euch gefunden hätte, dem es g’nügt, ein Mensch zu heißen!” (Nathan der Weise, 1311 ff.)

  5. Herr Rosch hätte auch einfach im Zentrum, mitten in der Altstadt filmen können, da wo das Leben pulsiert und der Handel kräftig blüht. Leider sieht man dort fette Zäune, beladen von hunderten von Wurfgeschossen, die täglich auf die paar Juden die dort wohnen geworfen werden. Muss man ja auch, die kippen aus Ihren Fenstern Salzsäure auf Kinder und stammen von gewissen Tieren ab, die sind ungeheur gefährlich! Aber das passte wohl nicht in das beabsichtigte Bild, welches es zu vermitteln gilt…

  6. Sehr geehrter Herr Rosch,

    warum zeichnen Sie so ein einseitiges Bild von Hebron. Sie vergessen zu erwähnen, dass ein Großteil Hebrons von den Palästinensern selbst verwaltet wird. In diesem Stadtteil Hebrons ist die Hamas sehr stark. An dieser Stelle sei auf den Videoblog von Richard Schneider zu Hebron zu verweisen:

    http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/hamas-hebron100.html

    Er dokumentiert gut, dass es in dieser Stadt zwei sehr unterschiedliche Welten gibt.

    Warum zeigen Sie ein falsches Bild, ohne die Aufteilung in die zwei Verwaltungsbezirke zu erwähnen.

    • Schon wieder ein neuer Michael. ist eben doch ein Sammelbegriff. Ich muss mir wohl einen anderen Username überlegen.

      Wobei ich inhaltlich in die gleiche Richtung tendiere. Herr Rosch hatte schon deutlich ausgewogenere Beiträge gebracht.

      • “Schon wieder ein neuer Michael.”

        In 20 Jahren wird hier die Hälfte der männlichen User Finn-Luca oder Maximilian heissen.

        Da fällt mir ein: hat der Blog nicht in den nächsten Tagen den 1. Geburtstag?
        Ich bin gespannt, was sich die Redaktion dazu überlegt.

  7. Ich finde diesen Beitrag sehr “gemäßigt”. Sicher wird in Hebron immer das Zentrum in den Mittelpunkt gestellt, aber gerade dort findet ja der tägliche Wahnsinn statt.

    Und gerade die unverständlichen Auswüchse hat Herr Rosch ja gar nicht gezeigt, die dazugehörigen (für Westeuropäer auf der Hand liegenden!) Fragen gar nicht gestellt, z.B. warum manche für Palästinenser bestimmte Bürgersteige/Gänge durch Abdeckungen nach oben geschützt werden (müssen) und wie es kommt, daß in bestimmten Häusern, die einstmals Arabern gehörten, israelische Siedler in den Obergeschossen wohnen, während im Erdgeschoß Palästinenser wohnen bzw. die gezeigten Geschäfte waren.

    OK, BTDTNT, ich könnte mir vorstellen, daß er seine Akkreditierung riskieren würde, wenn er weiter in die Tiefe “investigieren” würde. Als Privatmann darf nan sich (bisher noch) sein eigenes Bild machen, aber auch nicht an jedem Tag…

    Schönen Tag noch!

    Hanns

    • danke für einen beitrag, der herrn rosch nicht die größte parteilichkeit seit robert hoyzer vorwirft.

      wie waren ihre erfahrungen in hebron? sind sie auch von den kindern auf die dächer geführt worden?

      • “wie waren ihre erfahrungen in hebron? [jakbo]”

        Mehrschneidig! ;-)

        “sind sie auch von den kindern auf die dächer geführt worden? [jakbo]”

        Nein, aber erkären sie mal, was ich da hätte sehen können!

        Das meiste von dem, was nach oben geworfen wird, landet wieder unten. Das sehe ich auch von unten. Sch…. und P…. läßt sich kaum nach oben werfen, kommt aber trotzdem unten an. Woher? Und “Ja”, letzteres habe ich erlebt. Der Geruch erinnerte etwas an Ammoniak, deshalb glaube ich nicht an Salzsäure, die richt anders!

        Aber auch anderer Unrat aus den oberen Etagen flog schon mal aus einem Fenster. Meine Quintessenz: Es landet mehr unten als hochgeworfen wird.

        Warum sollte ich also auf die Dächer?

        Schönen Tag noch!

        Hanns

  8. Also der erste Beitrag ist ja total für die Tonne. Ein einziges Jammern, wie schrecklich das ist, ohne den leisesten Versuch, die Gründe dafür zu benennen – außer, natürlich, die “Siedler” sind das Problem.

    Der zweite schon mal einen Tick besser. Immerhin wurde auch mal gefragt, was die jüdischen Siedler da wollen. Man hätte die Heiligkeit des Ortes natürlich besser erklären können, es ist immerhin der biblischen Tradition nach das erste Stück Land, das überhaupt je ein Jude in diesem Gebiet je besessen hat (1.Mose/Genesis 23 – eine herrliche Geschichte, vor allem die orientalische Art, wie der Kaufpreis zustande kommt, ist von hohem Unterhaltungswert).

    Dieses Gebiet aufzugeben würde bedeuten, auch ein Stück der Idee aufzugeben, dass das heutige Israel in der durch viele Exilierungen durchbrochenen Tradition doch in der Nachfolge dieses ersten Juden dort lebt.

    Und deshalb wäre es – finde ich – die spannendste Frage gewesen, ob die Palästinenser denn das Leben und Beten von Juden an diesem Heiligtum akzeptieren würden, wenn all die Soldaten und Checkpoints weg wären, oder ob sie dann ihre Synagogen verbrennen, die Bewohner vertreiben und töten, und die Heiligen Stätten schänden würden (wie es mit dem jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt geschah).

    Aber ironischerweise werden die Palästinensischen Vertreter (lieber) nicht gefragt. Man hat da eine Btselem-Aktivistin, die aber auch nur jammern darf, und wie eine Zukunft von Hebron aussehen könnte, wenn die IDF da abzöge, wird nicht einmal annähernd betrachtet. Der von Michael verlinkte Beitrag dieses Blogs könnte da schon ein paar Antworten geben…

    Heidelbaer

  9. Es wird offensichtlich als selbstverständlich empfunden, dass Juden (Israelis überhaupt?) nichts aber garnichts bei den Palästinensern (mitten unter ihnen) zu suchen haben.

    Und das sollte die “Problematik” zur Augen führen, und zwar dass Juden in einen Stadt (wieder) einziehen, die VORHER von den Juden “bereinigt” worden war. Man nennt sie “Siedler” und die “Problematik” offenbart sich…

    “Jüdische Siedlern” und Palästinensern stehen sich unversöhnlich gegenüber. Übersetzt heisst das: Juden dürfen in “Palästina” nicht leben/wohnen, Historie und Heilstätte hin oder her.

    Als das Land (inkl. Heilstätten) unter arabische Kontrolle stand, dürften Juden nicht mal ihre Heilstätte besuchen. Von dort leben ganz zu schweigen.

    Laut Abbas soll in der zukunftigen Staat Palästina kein Jude leben. Ob Juden dann wenigstens ihre Heilstätte besuchen dürften ist mir nicht bekannt.

    Aber jetzt kommt…
    Die “Problematik” besteht darin, dass 600 Juden mitten unter 30000 Araber leben und die Armee “belagert” die Stadt um sie vom sicheren Tod zum schützen. Dieser Umstand führt aber dazu, dass 30000 Menschen sich nicht “freibewegen” können/dürfen.

    Die Tatsache das diese 600 Juden nicht einsehen wollen, dass sie dort nichts zu suchen haben und wegen ihnen die Stadt lähmt und leidet (das alles stellvertretend für alle Siedlern und “Palästina” überhaupt) ist in der Tat eine sehr große Hinderniss für den “Friedenprozess” und schildert genau die ganze “Problematik” und die “Komplexität” des Nahost Konfliktes.

    • “Laut Abbas soll in der zukunftigen Staat Palästina kein Jude leben. Ob Juden dann wenigstens ihre Heilstätte besuchen dürften ist mir nicht bekannt.”

      Aha davon höre ich jetzt das erste Mal. Kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Mit den Juden in Nablus haben die Palästinenser z.B. kein Problem. Die sind auch keine fanatischen, rassistischen Siedler wie die Mehrheit der Juden aus Hebron. Die Juden In Nablus, die ich kennengelernt habe waren sehr nett und leben problemlos mit den Palästinensern zusammen. Wenn man sich keine Feinde macht muss man auch nichts fürchten. Die Zionisten machen sich jedoch mit ihren Verbrechen immer mehr Feinde auf der ganzen Welt.

      • @Free
        “Aha davon höre ich jetzt das erste Mal.”

        Das glaube ich sofort. Denn über soetwas berichten weder Russia Today noch The guardian und Haaretz erst recht nicht.

        Und ja lieber Free, wir wissen es schon, dass die “Zionisten” schon von Anfang an zum morden, vertreiben und vernichten ins Land gekommen sind…

        • na, wer berichtet denn dann. bringen sie die stelle. und am besten noch mit original-sprache, denn was übersetzer zum teil so machen, wissen wir nicht erst seit ahmadinedjad.
          außerdem übergehen sie bewusst das argument, was denn mit den samaritern in nablus ist, “zählen” die nicht als juden?

      • @free

        “Die Juden In Nablus, die ich kennengelernt habe waren sehr nett und leben problemlos mit den Palästinensern zusammen.”

        free, du willst in nablus (biblischer schchem) nette juden getroffen haben? in nablus gibt es gar keine juden! es ist nach jenin die radikalste stadt ueberhaupt. die letzten juden, die es dort gab lebten bis zum anfang der 2 intifada in einer kleinen enklave bei dem josefsgrab. und es waren keine familien, sondern paar leute und militaers die sich um das grab gekuemmert haben. die armee verliess nach dem ausbruch der intifada das grab, welches sofort von den palaestinenser vernichtet wurde. arafat hat es mehrmals aufgebaut, weil es mehrmals abgefackelt wurde. ich war selbst dort im begleitung der soldaten, nach dem es wieder abgebrannt und die decke zerstoert wurde, welche dann auf dem grab lag.

        wenn es in hebron juden gibt, dann sind es israelinen, welche araber geheiratet haben und jetzt dort leben. echte juden, welche du “nett” haettest finden koennen und die “problemlos mit palaetinenser” leben, gibt es dort nicht.

        • Der Rabbiner von Nablus ist also kein Jude? Komisch. Fahren sie eben selber hin wenn sie keine Ahung haben.

          • In was fuer einem maerhen lebst du? In schchem leben seit 100 jahren keine juden mehr.

          • WoW krass, dann muss ich wohl Geistern begenet sein und die Israelischen Soldaten am Checkpoint haben wohl auf die Geisterstadt aufgepasst. Und ich frage mich warum die uns da Essen serviert haben und nicht angefangen haben zu spuken. Echt krass. Oder kann es vielleicht doch sein, dass sie vielleicht nicht genau informiert sind. Ach was es müssen Geister gewesen sein. Unglaublich …

          • Vielleicht waren es Samaritaner? (auch wenn der Versuch, zwischen free und ariel zu vermitteln, schon zum Vorentscheid zum Friedensnobelpreis reichen sollte)
            HDB

          • Und Samaritaner sind keine Juden? Dann frage ich mich warum sie sich als Juden bezeichnen und warum Israel ihnen die Staatsbürgerschaft angeboten hat. Komisch.

          • @Ariel: Und sie leugnen alles was nicht in ihr Weltbild passt. Sie sollten versuchen die Realität wahrzunehmen und sich nicht so sehr an zionistische Propaganda klammern. Nablus is eine schöne Stadt und keinem der Juden mit denen ich in Palästina war wurde auch nur 1 Haar von Palästinensern gekrümmt. Im Gegenteil. Verletzt wurde eine Jüdin nur durch Israelische Soldaten als sie bei einer friedlichen Demonstration gegen die Mauer teilgenommen hat. Aber wahrscheinlich sind jüdische Friedensaktivisten für sie auch keine Juden. Scheint ja ein sehr exklusiver Club zu sein, ihr Judentum …

          • @free

            samaritaner sind keine juden, auch wenn sie sich auf die bibel berufen. das tun die christen ja auch. eins spalteten sie sich von dem volk israel ab, was heutige genetik beweist. sie scheinen naeher mit den juden, als mit araber verwand zu sein. zu zeiten von alexander makedon, haben sie ihn angestiftet jerusalem zu verbrennen. selbst hatten sie ihre heiligtum in der stadt samaria, welches spaeter vernichtet wurde und sie dann nach schchem umzogen.

            das sind also keine juden im allgemeinem sinn. sie werden von der juedischen gemeinschaft auch nicht als juden anerkannt. und sie wollen auch nicht ein teil davon sein. ob sie einen israelischen pass bekommen koennen, weiss ich nicht, koennte sein – aendert aber nichts an der tatsache, dass es sich um keine “nette juden” handeln. ein “rabbi” im gegenteil zu einem “reb”, ist ein juedischer gelehrter der eine rabbinische pruefung abgelegt hat. da es voellig klar ist, dass der “rabbiner von nablus” es nicht gemacht hat, handelt es sich weder um einen rabbiner noch um einen juden.

          • Da kommen wir der Sache ja schon näher. Als ich mich mit Samaritern unterhalten habe, haben sie sich auf jeden Fall als Juden bezeichnet. Ja ihnen wurde die israelische Staatsbürgerschaft angeboten. Zuerst haben sie abgelehnt, weil sie sich als Palästinenser und nicht als Israelis sehen, später aber zugestimmt, weil sie die Unterdrückung und Reiseeinschränkungen Leid waren.

        • “wenn es in hebron juden gibt, dann sind es israelinen, welche araber geheiratet haben und jetzt dort leben. echte juden,[...], gibt es dort nicht.”

          ariel,

          diese post habe ich jetzt erst gesehen: Sie meinten sicher Nablus. Und sind diese mit Palästinensern verheirateten Israelinnen etwa keine “echten Juden”? – Danke.

          • Doch, das sind echte juden die islam praktizieren. Die hat free aber nicht gemeint.

  10. Das Beste an diesem Blog-Post sind die Kommentare von Ariel, Hassan, Sonderbar, Simon, den Michaels und Heidelbaer, Chapeau. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen

  11. 1929 war mal ein Ereignis, keiner denkt daran.
    Die Geschichte Hebrons war eine blutige und es waren Muslime, die Juden in Hebron brutal ermordet haben.
    Ich möchte nicht die religiösen Spinner beider Seiten in den Schutz nehmen, aber man muss schon etwas reflektiert vorgehen.
    Wie schon andere erwähnten. Der gezeigte Teil Hebrons sind nur 5%, der Rest wird von Palästinensern verwaltet.

    • Dem wären noch die Zahlen 1980 und 1994 hinzuzufügen, um die Geschichte des gegenseitigen massakrierens zu vervollständigen. Steffen Heinzelmann hat Hebron mal als das “Westjordanland im Kleinen” bezeichnet: Große Bereiche palästinensischer Selbstverwaltung, aber dann strategisch liegende Siedlungsblöcke, für Israelis reservierte Straßen, Bereiche mit Checkpoints und Zugangsbeschränkungen. Hier ist ein Dilemma erkennbar: Sicherheit kann letztlich nur durch Versöhnung langfristig geschaffen werden, wenn die Mordlust schwindet. Aber die Maßnahmen, die Sicherheit – notwendigerweise – auch nur übergangsweise bei noch vorhandener Gewaltbereitschaft durch militärische Maßnahmen sicherzustellen, ist dem Versöhnungsprozess im höchsten Maße abträglich. Tatsächlich ist daher gerade in Israel die Bereitschaft: Siedlungen räumen oder annektieren, Mauer bauen und fertig am ehesten dadurch zu erklären, dass alle anderen Versuche gescheitert sind, oder dazu verurteilt scheinen.

      Heidelbaer

  12. “Ich möchte nicht die religiösen Spinner beider Seiten in den Schutz nehmen, aber man muss schon etwas reflektiert vorgehen.
    Wie schon andere erwähnten. Der gezeigte Teil Hebrons sind nur 5%, der Rest wird von Palästinensern verwaltet. [Steve]”

    Für mich gehört zum “reflektiert vorgehen” auch, daß man sinnvoll überschaubare Zeiträume zur Betrachtung der Vergangenheit betrachtet (sonst kommt man vom Hindersten zum Tausendsten!) und das man das “Heute” als gegeben und praktisch nicht umkehrbar akzeptiert (auch die Einheit Deutschlands war nach über 40 Jahren Trennung kreine “Wieder-”Vereinigung, obwohl Viele das gerne so hätten).

    Das Massaker von Hebron 1929 führte dazu, daß danach die gesamte jüdische Gemeinde die Stadt räumte(!) und erst nach dem Sechstagekrieg 1967, fast 40 Jahre später, kamen die ersten Juden im Rahmen der sogenannte “Wiederbesiedlung” zurück. (Laut deutscher Wikipedia Anteil der jüdischen Bevölkerung bis 1967 praktisch “Null”).

    Für mich heißt das, die heutige Situation in Hebron ist das Ergebnis von Ereignissen der letzten (auch wieder!) gut 40 Jahre, z.B. die von [Heidelbaer] erwähnten Ereignisse von 1980 und 1994. Ich sehe das so, daß seither gut gerechnet 1.000 jüdisch-israelische Siedler kamen und in einer heute fast 200.000-Einwohnerstadt kraft des Rückhalts israelischer Politik überproportional mehr Rechte einfordern. In jeder europäischen Großstadt würde man darob eine 0,5-%-Minderheit auslachen! Und daß Einwohner, die schon über mehrere Generationen dort wohnten, “not amused” waren/sind, kann man wohl nachvollziehen. Daß die gewählten “Gegenmaßnahmen” oft maßlos unangemessen waren/sind, ist selbstverständlich unbestritten!

    Aber auch das muß man sich halt mal auf der Zunge zergehen lassen, mal ganz abgesehen davon, wie “menschlich” fein oder unfein sich seit 1967 im Rahmem des israelischen “Wiederbesiedlungsprogrammes” auch ein Teil der Siedler in Hebron und anderen Teilen der Westbank benommen haben.

    Und weil ich weiter oben schon mal ein paar Fragen gestellt habe: Für mich ist nach wie vor unverständlich, warum ein (sicherlich besser betuchter) Amerikaner ausgerechnet in Hebron siedelt? Außer einem gewissen religiösen Fanatismus finde ICH keinen für mich nachvollziehbaren Grund. Und das wurde leider in den Videobeiträgen auch mal wieder außen vor gelassen…

    Just my 2 cents for that und schönen Tag noch!

    Hanns

  13. Ich finde es wichtig, dass über Hebron berichtet wird. Was da vor sich geht, ist der reine Wahnsinn. Die geschichtlichen Zusammenhänge wurden in an deren Kommentaren angedeutet. Ich bin sicher, dass in Hebron einmal Juden und Araber ziemlich friedlich zusammenleben konnten. Es wäre in der Tat gut, wenn man die geschichtlichen Hintergründe einmal genau aufzeichnen könnte (Rolle des aufkommenden Nationalismus, britisch inszenierte politische Machtverteilung zwischen Juden und Arabern, Massaker, Zionismus).

    Entscheidend für die jetzige Situation (das nehme ich auf meine Kappe) ist, dass sich eine extreme Siedlergruppe mit Sendungsbewusstsein 1974 in Hebron niedergelassen hat und sich dort ziemlich rechthaberisch in Hebron aufführt. Die Situation ist deswegen problematisch, weil es besetztes Gebiet ist, die Besiedlung daher illegal ist, aber nicht Siedler in ihre Schranken verwiesen werden, sondern im Gegenteil, immer von der israelischen Armee beschützt werden. Recht oder Unrecht spielt da keine Rolle. Jüdische Siedler werden beschützt, die Araber müssen weichen. Und genau das ist der Wahnsinn. So wird israelische Besatzerpolitik schon seit Jahrzehnten gehandhabt. Statt den Friedensprozess voranzutreiben und zu einer Einigung zu kommen, werden ein ganzes Stadtzentrum lahmgelegt, Straßensperren erstellt, Wohnungen und Geschäfte geschlossen und die Bewegungsfreiheit der arabischen Bevölkerung eingeschränkt. Wahnsinn!! Wahnsinn deswegen, weil man diesen Film einfach laufen lässt, der aber kein Ende hat. Das Debakel israelischer Politik: einfach weitermachen. Status quo beibehalten. Eine exit Strategie gibt es nicht.

    Da wir gerade bei Hebron sind. Markus Rosch hat schon die umliegenden Siedlungen angedeutet. Funny things geschehen hier. Abgesehen von den laufenden Übergriffen von Siedlern auf Bauern, sollen diese am liebsten weiter im Mittelalter leben oder dort gänzlich wegziehen. Von 1500 palästinensische Bauern wird berichtet, die dort auf 16 Gemeinden verteilt dort seit dem 19.Jahrhundert leben (lebten?) (in Tha’lah und Umgebung) und von Licht und Strom erzeugenden Wind Turbinen und Solaranlagen profitieren sollten, die von israelischen Privatpersonen und auch von Deutschland (€ 400,000) finanziert wurden. Ich weiß nicht wie der Fall endlich ausgegangen ist, aber diese Anlagen sollten zerstört/abgebaut werden, da sie illegal seien. Gleichzeitig wurden Hochspannungsleitungen über die Köpfe der Dorfbewohner hinweg errichtet, die illegale Outposts mit Strom versorgen sollten. Das macht doch keinen Sinn!! Die Moral von der Geschichte ist, dass die israelische Zivilverwaltung sich für kleine palästinensische Bauern interessiert, aber illegale Siedler gewähren lässt. Aber wie gesagt, der Film läuft einfach weiter…. Was ist das doch für eine Politik??

    • Kleiner Nachtrag:

      Ihr habt wahrscheinlich im Video die Siedler gesehen, die mit Gewehren in Hebron herumgelaufen sind. Ich finde das einfach grotesk. Noch so ein Wahnsinn!!

      Wollte auch darauf aufmerksam machen, dass es eine Gruppe von ehemaligen israelischen Soldaten gibt, die u.a. in Hebron gedient haben und die für menschliche Vernunft eintreten.Name der Gruppe: Breaking the Silence (siehe Google). Empfehlenswert, da menschliche und gesunde Vernunft wirklich Mangelware in dieser Gegend ist.

      • Danke für Ihre frühen Kommentare von heute! Vielleicht sollte man zum Wahnsinn noch Folgendes ergänzen:

        “Ihr habt wahrscheinlich im Video die Siedler gesehen, die mit Gewehren in Hebron herumgelaufen sind. Ich finde das einfach grotesk. Noch so ein Wahnsinn!! [Michael K.]”

        Sollte jetzt der Siedler bei einer Auseinandersetzung einen Palästinenser töten, fällt das unter die Militärgerichtsbarkeit und der Siedler geht u.U. unter Berufung auf “Notwehr” straffrei aus. Sollte bei dieser fiktiven Auseinandersetzung ein Palästinenser einen Siedler erschießen, läuft das unter Zivilstrafrecht und er steht erst mal unter Mordanklage. Solche Fälle gab es, der geneigte (unvoreingenommene!) Leser wird passende Belege finden können.

        Jedoch: In der Westbank wird kein halbwegs vernünftiger Palästinenser in der Öffentlichkeit mit einer Kalaschnikow auf der Schulter herumlaufen, denn ihm ist es verboten, sich zu bewaffnen! [Sarkasmus ein] Somit ist die Wahrscheinlichkeit, diese einzusetzen eher begrenzt [Sarkasmus aus].

        “Steffen Heinzelmann hat Hebron mal als das “Westjordanland im Kleinen” bezeichnet. [Heidelbaer]”

        UNTERSCHREIB!

        Schönen Tag noch!

        Hanns

        • @hannes

          noch etwas zu den “laufenden siedlern” – die beiden jungs hatten nicht mal eine kippa, die bei religioesen siedlern sein sollte. die beiden waren soldaten.

          “Sollte jetzt der Siedler bei einer Auseinandersetzung einen Palästinenser töten, fällt das unter die Militärgerichtsbarkeit und der Siedler geht u.U. unter Berufung auf “Notwehr” straffrei aus. ”

          das ist eine dreiste luege. die israelische buerger unterstehen nicht der militaerverwaltung. daher werden alle straftaten durch israelische gerichte behandelt. es sitzen zur zeit genug siedler in lebenslanger haft fuer ermordung palaetsinenser. bei dem innengeheimdienst gibt es eine “juedische abteilung”, welche die radikalen juedische aktivisten beobachtet. als eine demokratie duldet israel ueberhaupt keine selbstjustiz.

          es ist schon interessant, wie die meistens propalaestinenser sich die wahrheit zuende dichten oder durch annahmen vervollstaendigen.

          weder handelt es sich um laufende siedler noch werden die sielder durch das militaer “verwaltet” und schon wird aus deinem beitrag eine grosse nullnummer.

          es gab zeiten, da hat die palaestinensische polizei auf israelis geschossen. und oft brauchen palaetinenser extremisten gar keine kalaschnikow um juden umzubringen. im sommer vor paar jahren gab es gleich mehrere faelle, als palaestiensische bauarbeiter mitten in jerusalem mit baggern und buldozern israelische busse umkippten und passanten ueberfahren haben.

          • “das ist eine dreiste luege. [ariel]” Sagt “ariel” (wer ist “ariel”?), WIKIPEDIA(DE) sagt im Artikel “Israelische Siedlung” was anderes. ;-)

            “die israelische buerger unterstehen nicht der militaerverwaltung. daher werden alle straftaten durch israelische gerichte behandelt. [ariel]” Daß Sie es mit dem Zitieren nicht so genau nehmen, ist hier ja hinlänglich bekannt! Aber wer lesen kann ist echt im Vorteil! Ich schrieb SIEDLER und MilitärGERICHTSBARKEIT! Auch wenn entsprechende Fälle vor dem (zivilen!) Bezirksgericht Jerusalem verhandelt werden.

            Was Sie schreiben, war Wunschdenken, der Plan hat es vor knapp einem Jahr nicht in die Knesset geschafft (Quelle: s.o. unter Bezug auf Ha-Aretz vom 13. Mai 2012).

            “es sitzen zur zeit genug siedler in lebenslanger haft fuer ermordung palaetsinenser. [ariel]” Mag sein! Aber wo sind belastbare Quellen?

            “grosse nullnummer [ariel]” Fettes Eigentor?

            BTW, ich bin nicht “propalästinensich”, ich erlaube mir nur einen Blick über den Rand meiner privaten Ackerfurche!

            Mal darüber nachgedacht, warum Staaten, die im Laufe der Geschichte eine Mauer gebaut haben, untergagangen sind, z.B. China und die DDR? Die haben hinter Ihren Mauern den Lauf der Geschichte irgendwann verschlafen. Gar keine Angst?

            Schönen Tag noch!

            Hanns

          • “Mal darüber nachgedacht, warum Staaten, die im Laufe der Geschichte eine Mauer gebaut haben, untergagangen sind, z.B. China und die DDR?”

            Vielleicht aus denselben Gründen wie die Staaten, die untergegangen sind, ohne eine Mauer zu bauen?

          • sag mal, was ist heute los mit euch? der eine sieht siedler wo keine sind, ein anderer weisst nicht mehr was er vor paar stunden geschrieben hat und ein dritter entdeckt juden, wo keine juden leben.

      • Das waren keine siedler, sondern soldaten beim laufen. Guter versuch…

        • In Sportschuhen, kurzen Hosen und T-Shirt? Reguläre Armeen tragen gemeinhin Uniformen.

          Und (Freiezit-)Joggen mit Waffe?

          Fragend, schönen Tag noch!

          Hanns

          • @hassan

            soldaten joggen an solchen orten grundsaetzlich mit waffen. eine nicht militaerische sportuniform nennt man in der israelischen armee MADAS, was ein verkuerzung von “madei sport” ist oder einfach sportkleidung.

            in der armee joggt man genau so, wie im normalen leben mit turnschuhen und sportkleidung.

          • Echt? In Heidelberg hatten die joggenden GI’s immer so graue T-Shirts mit ARMY draufgedruckt. :)

  14. Lieber Herr Rosch, werden Ihnen Ihre einseitigen pro-Palaestinenser-Berichte eigentlich nie peinlich?