Richard C. Schneider zum israelischen Luftangriff auf Syrien

Richard C. Schneider zum israelischen Luftangriff auf Syrien

tagesschau24 11:00 Uhr, 31.01.2013

 

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  1. sehr gute Hintergrundinformationen, die man in dieser kompakten, anschaulich und unafgeregt dargebotenen Form in den deutschen Medien sonst selten findet. Chapeau Herr Schneider!

  2. da kann man wirklich vom glueck reden, dass die golanhoehen welche ein natuerliches puffer zwischen israel und syrien darstellen, annektiert wurden.

    und jetzt stellt euch vor, es gaebe einen friedensvertrag mit syrien, so einen wie mit aegypten, bei dem die golanhoehen zurueckgegeben worden sind. asad regime, mit welchen dieses frieden geschlossen worden waere, wuerde fallen und es werden islamische-israelfeindliche organisationen auf die golanhoehen anruecken, die unter asad geschlossenen friedensplan nicht anerkennen wuerden.

    israel hat den sinai halbinsel an aegypten zurueckgegeben. aegypten hat es zum glueck geschafft, nicht in einem buergerkrieg zu verfallen.

    an diesen zwei bsp. kann man sehen, dass man israel keinen frieden aufzwingen darf, da keiner verpsrechen kann was morgen passiert. stellt euch vor, es gaebe einen palaestinenserstaat mit einer grenze zu jordanien. jordanien koennte fallen, was heute sehr realistisch ist. und dann werden jihadisten aller herren laender in palaestina durch jordanien einreisen. und wer von all den europaeischen staaten, welche auf israel druck ausueben, koennte versprechen oder sogar verantwortung uebernehmen, dass so was nicht passieren wird?!

    waeren dann die franzosen oder englaender, welche druch auf israel ausueben, bereit, eigene truppen dahin zu schicken um palaestina von jihadisten zu saeubern?

    • Wieso sind die Golanhöhen ein natürlicher Puffer?
      Hab ich die Ortschaften und Weinberge dort geträumt?

      Sobald ziviles Leben existiert muss “meine Scholle” doch verteidigt werden. Der Golan ist ganz sicher kein passender Puffer mehr.

      Gabriele

      • das eine schliesst das andere nicht aus. golanhoehen haben einen hoehenvorteil in beide richtungen. es ist viel einfacher die ortschaften auf den golanhoehen zu verteidigen, als die unter den golanhoehen, wenn die golanhoehen unter syrien waeren.

      • Solange die Syrer oben auf dem Berg saßen, haben sie die israelischen Bauern unten auf den Feldern zum Spaß mit Artillerie beschossen. Das geht von unten nicht mehr.
        Außerdem entspringt der Jordan in den Golanhöhen, und es wäre ein Leichtes, Israel auszutrocknen. Passiert übrigens mit dem Euphrat und dem Irak gerade. Basra versalzt und vertrocknet.

  3. Es ist schon unglaublich, wie die Moderatorin Ihnen das Wort im Mund umdreht. Sie reden davon, dass Syrien mit der Proliferation von eindeutig gefährlichen Waffensystemen an eine Terrorgruppe eine rote Linie überschritten hat, worauf sie resümiert: Nun habe also Israel mit dem Luftangriff eine rote Linie überschritten und eine neue Eskalationsstufe eingeleitet. Ach ja richtig, dass hatten Sie wohl aus Versehen falsch formuliert, Herr Schneider. Wie gut, dass es Moderatorinnen gibt, die es immer noch ein bisschen besser wissen, als die Leute vor Ort.

    *kopfschüttelnd*
    Heidelbaer

      • Dieses bewusste Umlenken der Moderatorin, auf ihr Geschlecht und ihre Haarfarbe zu reduzieren, ist unglaublich unqualifiziert und wenn es lustig sein soll: Es ist es nicht!

        Ein altes Problem der ARD – im Bezug des Nahost-Konflikts – Tatsachen zu verdrehen!

        • “Dieses bewusste Umlenken der Moderatorin, auf ihr Geschlecht und ihre Haarfarbe zu reduzieren…”

          SKANDAL !!! ;-)

          Ich glaube nicht, dass sie “bewusst” umgelenkt hat. Sie wirkte eher etwas unsicher, übernahm die “roten Grenzen” von Herrn Schneider, als er die Linien mit den Grenzen verwechselte, und es war sicher ihr politisch-korrektes Unterbewusstes bzw. die Prägung ihres Über-Ich, für die kein Zweifel daran besteht, dass es Israel sein muss, welches sich bekannterweise über grüne Grenzen hinwegbauend über die rote Linien internationaler Vereinbarungen hinwegsetzt.

        • “…als er die Linien mit den Grenzen verwechselte,…” (ich)

          Sollte man’s ihm verdenken? Die Moderatorin trägt die gleiche Frisur wie die Dame vom Dirndleklat. Wie sollt’ er anderes denken als: ‘Jetzt aufpassen! Die Kamera läuft. Bloss keine Grenzen überschreiten!!’

          ;-)

          • Na die Überwachung der blauen Linie durch die vielgepriesene internationale Gemeinschaft an der israelisch-libanesischen Grenze klappt ja nicht ganz so gut. Die Unifil-Mission ist ja wohl ein teurer Schlag ins Wasser. Darüberhinaus hat die Entwaffnung der libanesischen Milizen, die die internationale Gemeinschaft in Resolution 1701 verlangt, ja wohl nicht stattgefunden. Auch vor dem Hintergrund ist es nur allzu verständlich, dass Israel selbst eigene Rote Linien definiert und sich dann lieber selbst hilft. Auf die internationale Gemeinschaft ist kein Verlass, ja sie ist handlungsunfähig. Das zeigt sich in Syrien, das hat sich im Gaza gezeigt, wo die EU-Polizeimission EU-BAM nach der Machtübernahme der Hamas in Gaza die Beine in die Hand genommen hat, und das auf besonders krasse Weise im Libanon, wo zudem die Regierung kein Interesse und keine Möglichkeiten hat gegen die Hisbollah und andere Milizen vorzugehen. Und Letztere rüsten munter weiter mit der Hilfe Syriens und des Irans auf, auch in Gebieten unmittelbar an der Grenze zu Israel wo sie es laut internationalen Vereinbarungen nicht dürfen.

          • @ jörg jarolimeck

            Zur Einhaltung internationaler Vereinbarungen…

            Als Abbas zur UN reiste, um den Beobachterstatus seines fiktiven Palästinenserstaates anerkennen zu lassen, hiess es hier und las ich andernorts, dass er mit diesem Schritt die Oslovereinbarungen gebrochen hatte, da sie vorsehen, dass eine Friedenslösung aus unmittelbaren Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern hervorgehen müsse.

            Sicher kann man Elemente des Vertragsbruchs auf beiden Seiten finden. Wie viel Bedeutung kann der Vertrag noch haben, wenn Einigkeit nur darin besteht, dass sich keine Seite daran halten möchte?

            Und warum wird weiterhin immerzu nur Israel ermahnt, sich an die Oslovereinbarungen zu halten, während Abbas aus aller Welt Zuspruch fand zum eigenen offenen Vertragsbruch?

            Leider wagen israelische Politiker (noch immer) nicht, dieses Kind beim Namen zu nennen.

          • “Was ist denn ein Dirndleklat?” (Michael)

            Eklat kommt von éclater (fr) – explodieren, platzen, bersten, und was das mit dem Dirndl zu tun hat kann Ihnen Herr Brüderle besser erklären. ;-)

        • Hi Steve,
          darf ich Sie fragen, was Sie zu Ihrer Interpretation bringt, dass die Moderatorin das bewußt umgelenkt hat? Wie Lily schon brilliant analysiert hat, wirkte sie auch auf mich eher mit der Situation überfordert.

          Könnten Sie mir weiterhin erklären, wie ich mich über das Geschlecht der Moderatorin lustig gemacht habe? Die Haarfarbe, ok, das verstehe ich. Aber Geschlecht? Ich bin übrigens selber blond (zumindest das bißchen, was noch davon übrig ist); bekomme ich dafür mildernde Umschläge …äh Umstände in Ihren Augen?

          Mich erstaunt weiterhin Ihre Wahrnehmung, dass die ARD in Bezug auf den Nahostkonflikt verdreht. Ich nehme die eher als relativ ausgewogen wahr – zumindest in Relation zu den deutschen Medien allgemein. Natürlich gibt es auch hier peinliche Entgleisungen. Bei ZDF-Nachrichten habe ich aber eher meine Probleme, denn die sind meist ziemlich tendenziös.

          • Ihre Aussage “Hey, die Dame ist blond, was erwarten Sie?” impliziert bereits, dass, in Anlehnung auf die äußerst langweililgen Blondinenwitze, ihre Haarfarbe in Kombination der Kategorie “Dame” von ihr kein anderes Verhalten ermöglichen kann.
            Selbst wenn es ein Scherz sein sollte, es ist ein schlechter und nicht sonderlich produktiv für Diskussionen in den Kommentarspalten.

            Mein Vorwurf, den ich der Moderatorin und somit auch den Verantwortlichen vorwerfe, kommt daher, dass selbst die ARD nicht bereit ist über diverse Konflikte angemessen zu berichten.
            Als Beispiel sind Berichtserstattung über Bombenflüge seitens der IDF anzuführen, die als lüsterne Bellizisten dargestellt werden und erst am Ende eines Nachrichtenbeitrags flappsig ergänzt wird, dass radikale Palästinenser Raketen auf Israel geschossen haben. Das ist immer wieder zu konstatieren und soll dem Zuschauer suggerieren, Israel sei das wahre Problem und keine Djihadisten.

            So viel dazu!

            Cheers

    • das habe ich nicht so verstanden. Ich habe mich aber auch auf die (sehr guten) Ausführungen von RCS konzentriert.

  4. gibt es eigentlich inzwischen irgendwelche Beweise, dafür dass Israel einen Angriff geflogen hat? gibt es irgendwelche Bilder aus unabhängiger Quelle, die den angeblich bombardierten Konvoi oder die angebliche Bombardierung der Chemiefabrik zeigen, die den israelischen Militärschlag belegen würden oder bleibt bei Angaben ungenannter Sicherheitskreise und widersprechende Angabe aus Syrien und unbestätigten Spekulationen der New York Times, die kein einziger Diplomat öffentlich bestätigt