Heute spricht mal ein Israeli

Er heisst Avi Shavit. Und schreibt für Haaretz. Und schon werden jetzt viele aufschreien und sagen: Ach der! Der ist Links, Antizionist, Ein Träumer und und und. Mag sein, mag nicht sein. Gideon Levy hat gerade in einem Artikel aufgerufen, Israel zu boykottieren. Ein Israeli, der sein Land niemals verlassen will und wird. Es gibt viele solche Stimmen. Ihre Argumente mögen nicht immer stimmen, manchmal schießen sie in ihrer Kritik über’s Ziel hinaus. Aber das gilt auch für “rechte” Israelis. Die Debatte wird härter auf beiden Seiten. Das zumindest ist ein Zeichen, daß die Lage allmählich als bedrohlich empfunden wird. der geplante EU boykott hat Israel erschüttert. Und so reagiert man, wie etwa Ari Shavit in seinem neuesten Kommentar in Haaretz:

I confess: Two and a half years ago, I was one of the first to warn about a diplomatic tsunami hitting our shores if we didn’t come up with a bold plan that would lead to a division of the land.

But the tsunami did not occur. In the fall of 2011, the Netanyahu government was able to convince the Obama administration to pressure the international community not to cooperate with the Palestinian Authority’s attempts to gain UN recognition as a state, a move aimed a generating condemnation of Israel. Consequently, the tsunami didn’t hit, generating a warm and fuzzy feeling in Israel, as if everything were fine − including controlling and oppressing another people and settling every hill of our ancestral homeland.

We could forget about a diplomatic agenda, ignore Israel’s existential challenge and allow the settlers to continue to rule over us. The diplomatic crisis that never happened has since served as eternal proof that we can continue to provoke the world and do with the Palestinians as we see fit. We’re the best. There are no guns like our guns. We’ll occupy and settle the entire land.

Today it’s clear that the 20 months since the tsunami that wasn’t are remarkably similar to the five months between the war that didn’t break out in May 1973 and the war that took us by surprise in October of that year. In both instances, there was more than enough information available, and it was clear that the situation was not sustainable. But in both instances, an early false alarm led to the subsequent real alarm not being heard.

A combination of arrogance, complacency and moral stupor caused Israelis to continue to dance on the deck even as their ship was cruising straight into an iceberg. The skipper didn’t swerve in time. Nor did the passengers demand that he swerve in time. Both the captain and the passengers believed that there was no iceberg that could sink their ship or interfere with the delightful feast of fools taking place on board.

Even now, the storm has yet to reach tsunami strength. The European Union’s decision to distinguish between sovereign Israel and Israel the occupier won’t destroy the Israeli economy in a day. The clumsy effort by Brussels to save Israel from itself won’t turn Jerusalem into a pariah capital this year.

But the process has begun. We’ve been delivered a registered letter saying there’s a contradiction between our being an OECD country and our being a country of settlements. The contrast between our belonging to the 21st-century West and our stubborn adherence to 19th-century colonial values has been put on the table. Europe has informed us that the illusion of Habayit Hayehudi chairman Naftali Bennett is indeed an illusion: Our start-up nation and high-tech economy won’t last much longer if we don’t divide the land.

The ongoing Israeli refusal to recognize the occupation for what it is, is liable to cause us eventually to turn ourselves into South Africa. The Zionist insistence on destroying Zionism in the West Bank will cause us to eventually redefine ourselves as Rhodesia. With our own hands, we are bringing ourselves closer to losing the justice of the Zionist cause, to losing the Zionist path and sinking the Jewish national home.

The mistake was not just mine: For 46 years, there have been farsighted Israelis warning about a disaster that has yet to come. But from warning to warning the state has grown, the economy has flourished and the right has grown stronger. With unparalleled skill, the Israeli ship has managed to navigate around the iceberg without hitting it.

But one morning, we may find that the reason we haven’t crashed into the iceberg is that the iceberg is already within us. The iceberg is already inside the ship. Listen, and you’ll hear the water rushing through the lower decks. Look, the water is getting closer to the upper decks. If the captains and passengers keep frolicking at their feast of fools, the rising waters will do to the ship what no tsunami could have done.

 

 

Kommentieren:

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  1. “The clumsy effort by Brussels to save Israel from itself won’t turn Jerusalem into a pariah capital this year.”

    das sind solche saetze wie dieser, welche die gesinnung und realietaetsfremde von diesem mann zeigen. brussel, die nicht willens ist eine terrorvereinigung wie hissbolah auf die terrorliste zu stellen. brussel, dass nicht mal mit sich selbst zu recht kommt. dieser brussel soll tatsaechlich aus der motivation heraushandeln israel vor sich selbst zu retten? gut, jedem seine meinung.

    lieber herr schneider,

    wieso stellst du nur die meinung der linken journalisten hier ein? kannst du nicht der objektivitaet zur liebe ueber deinen schatten springen und auch mal paar andere menschen zur wort kommen lassen (ohne diese nach jedem wort zu unterbrechen), welche andere sichtweise vertretten?

    • “Sie haben etwas von der Linkspartei veröffentlicht, also veröffentlichen sie gefälligst auch was von der NPD!”
      Ich finde die Einleitung gut, um einzuschätzen was kommt und den Text sehr interessant, Vielen Dank dafür!

    • War ja klar, dass es nicht lange dauern würde, bis der erste Judenhasser mit ‘nem dümmlichen Nazivergleich hier aufschlagen würde. Tzzz…

    • das ist sehr interessant! Wenn man im Inner-Israel-Kontext etwas gegen rechts und pro links sagt, ist man ein Judenhasser!
      Wenn es dir so lieber ist, dreh ich meine Aussage um, die wird nicht falscher. Wenn man mit einer entsprechende Einleitung(wie hier) einem Text der Rechten veröffentlich, dann ist die Forderung einen Text der Linken zu veröffentlichen genauso sinnlos.
      Wie schon im ersten Posting, das ganze ist abhängig von der Einleitung, damit man den Text einschätzen kann.

      PS: um das noch mal eindeutig zu sagen: ich bin von meiner Selbsteinschätzung das Gegenteil von dem was du schreibst. Im Hacker Manifest finde ich meine Einstellung sehr schön wiedergegeben: “We exist without skin color, without nationality, without religious bias”

    • links und rechts in israel, haben nicht das geringste mit links und rechts in europa zu tun.

      die linken in israel, sind weder kommunisten, noch sozialisten oder antikapitalisten. ich wuerde die israelische linke zwar nicht als anitpatriotisch bezeichnen, aber das sind oft menschen, welche bereit sind das juedische aufzugeben. das sind menschen welche das “juedische” in israel aus ideologischen gruenden “nicht verstehen wollen”. wuerden sie in einem anderen land leben, so wuerde das judentum in ihrem alltag keine rolle spielen. sie wuerden chanukka durch weihnachten austauschen. deswegen haben sie keine probleme die heilige staedte in hebron oder schchem oder sogar den tempelberg aufzugeben.

      ich will nicht generalisieren, aber das ist ungefaehr, was links in israel bedeutet.

      die rechten in israel, sind weder demokratiegegner noch rassisten. das sind menschen, welche die bedeutung des staates israel fuer das juedische volk verstehen. das sind menschen, welche die sicherheitsbeduerfnise des staates israel unterstreichen. sie wollen das juedische in israel nicht aufgeben. sie unterstuetzen siedlungen und sind nicht bereit in laufe eines friedesvertrages diese zu raeumen.

      das ist jetzt wirlich sehr kurz geraten. aber deine kritik an meiner forderung auch eine “rechte” meinung zu zeigen, ging an der realitaet vorbei.

    • Ich will eigentlich auf “ariel am 21/07/2013 um 08:09” antworten, dies ist jedoch wahrscheinlich aufgrund der Verschachtelungstiefe nicht möglich, deswegen hoffe ich, das auf Antwort auf den vorherigen Beitrag dieser an der richtigen Stelle erscheint.

      Danke, ariel, das ist sehr interessant, aber so ganz verstehe ich den Unterschied nicht. Hab mir gerade auch noch mal die beiden Wikipedia Artikel zu Politische Linke und Rechte dazu durchgelesen, und sehe da den Unterschied zwischen D und Israel nicht. oder meinst du nur, dass es eventuell nicht ins extreme geht?
      Vielleicht könnte man das ja mal als Blogpost aufgreifen was ist links was ist rechts, was ist der Unterschied in Israel zu D(und ggf. anderen Ländern)? würde ich zumindest sehr interessant finden, da was zu lernen!

      Ich halte meine Einstellung “nur weil über Meinung A berichtet wird muss man nicht auch über Meinung B berichten” aufrecht. Hier in diesem Fall wäre das aber möglicherweise interessant, kann ich aber nicht einschätzen. Ich erinnere mich auch gerade, dass es hier vor einer Weile mal ein längeres Videointerview mit jemanden gab, der ganz stark den Siedlungsbau bejaht hatte, das versucht hatte rechtlich zu belegen. War auch sehr interessant. Im Allgemeinen muss ich dieses Blog loben!

    • @ano nym

      das ist tatsaechlich kompliziert. es gibt auch eine politische linke im europaeischem sinne. z.b. gilt die arbeiterpartei “awoda” als politisch links. aber das heisst nicht, dass alle die awoda waehlen, eine linke friedenspolitik befuerworten.

      was die rechte angeht, so gibt es keine rechte im europaeischem sinne. in israel gelten parteien, welche gegen vollstaendige raeumung der siedlungen sind als rechts. diejenigen, welche gegen einen palaestinenserstaaten sind, gelten bereits als “extrem rechts”, was teils mit absicht teils aus unwissen als “rechtsradikal” uebersetzt wird. es geht also nur um die einstellung zu dem friedensprozes und nichts anderes.

      ABER absurd wird es, wenn man fuer die palaestinenser ganz andere bezeichnungen waehlt. so wird die fatah partei, welche vor der al kaida die meist getoeteten zivilisten liste fuehrte und sonst alle moegliche terror rekorde in der welt haelt, als gemaessigt bezeichnet. und so wird aus dem palaestinenserpraesident abas, welcher seine doktorarbeit in holocausleugnung geschrieben hat ein gemaessigter vertretter der palaestinenser. waerend absolut westliche netanjahu, welcher an harvard und MIT studiert hat zu einem rechtsradikalen kriegverbrecher.

      und ja, es wurden auch andere meinungen gezeigt, diese wurden aber nach jedem satz unterbrochen, kommentiert und ins laecherliche gezogen. da fehlt es an fairness.

    • @ ariel – betrifft deine Einschätzung von links und rechts.

      Links können Kommunisten, Sozialisten und einen sozialen Kapitalismus beinhalten. Man findet hier mehr Weltoffenheit, hat mehr Verständnis für Recht und Unrecht, hat mehr Verständnis für internationales Recht und weiß auch, dass in einer Demokratie auf Minoritäten Rücksicht genommen werden muss. Außerdem ist man freier im Denken und unterliegt nicht fundamentalistischer Relionsüberlieferungen und tendiert daher mehr zu einer säkularen Sichtweise. Da die Linke aufgeklärter ist, fällt es ihr leichter, historische Prozesse einzuordnen und Frieden als Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit anzusehen.

      Die Rechten sprechen viel von Demokratie, sind aber dank ihrer nationalistischen Ausrichtung und irrere Siedlermentalität zu rechtlichen und physischen Übergriffen auf Minderheiten bereit ohne viele moralische Skrupel zu haben. Deswegen sind sie auch auf gutem Fuße mit den Neokonservativen Amerikas (man ist gut und das Gute muss gegen das Böse kämpfen, Anwendung militärischer Aktionen als Bestandteil der Außenpolitik und der Beziehungen mit anderen Ländern, haben wenig Verständnis und Vertrauen in internationale Organisationen, etc). Der rechte Nationalismus verteidigt und unterstützt den praktizierten Kolonialismus und angeführte Sicherheitsbedenken sind Scheinmanöver, die immer wider angeführt werden, um von Minderheiten nicht belastet zu werden (Palästinenser, Flüchtlinge, Beduinen, wahrscheinlich auch Juden aus Entwicklungsländern) und gegen internationales Recht verstoßend weiter Siedlungen zu bauen, Palästinenser zu vertreiben und Deren Land für eigene Siedlungen zu enteignen. Die Rechten haben nur Rechte und können Forderungen stellen. Moral ist bei den Rechten ein Fremdwort. 800.000 vertriebene Palästinenser interessiert sie nicht. Die Rechte sprechen von Frieden, doch haben kein Interesse an Frieden, da es sie zur Aufgabe besetzen Landes zwingen würde.

    • Ich sehe mich politisch weit links und mir gefällt auch der Artikel ganz gut, im Großen und Ganzen sehe ich es sehr ähnlich. Aber ich stimme Ariel insofern zu, dass es der Neutrlität zu Liebe schön wäre auch mal die andere Seite etwas ausführlicher zu hören. Man kann zwar Herrn Schneider nicht vorwerfen, dass er die “andere Seite” grundsätzlich ignorieren würde, wie zum Beispiel an Interviews mit Mosche Feitlen (k.a. wie man es schreibt) oder Malcolm Hoenlein (der ist zwar kein Israeli, aber seine eher rechte Position in Bezug auf Israel ist deutlich zu hören) zu sehen ist, aber für meinen Geschmack kommt das etwas zu kurz, vor allem wenn man bedenkt, dass ein großer Teil der israelischen Gesellschaft Artikel wie diesen hier eher mit Kopfschütteln lesen würde.

    • Danke Ariel fuer Alles!
      Ich finde es toll, dass Du immer dagegenhaelst!
      Ich sehe es genauso wie Du und lade Dich gerne auf einen Hummus deiner Wahl ein, alles Gute, emmanuel. (0525202533)

    • lieber emanuel, danke fuer die blumen 🙂 , aber internet ist internet

    • “brussel, die nicht willens ist eine terrorvereinigung wie hissbolah auf die terrorliste zu stellen.”

      Doch, genau das ist heute passiert. Die Bürokratie braucht halt immer etwas länger als der normale Mensch.

    • sehr gut getroffen! es geht aber wohl nicht nur um “über den eigenen Schatten springen”, es geht auch um hörig sein. aber wie schon so oft erwähnt, die leser und Schreiber hier machen den Blog erst zu einem journalistischen Blog. Schade dass den eh nur diejenigen lesen, die sowieso schon nachdenken, oder eben festgefahren provozieren wollen..

  2. Avi Shavit ist in der Tat einer der besseren Ha’aretz-Korrespondenten. G. Levy finde ich geht gar nicht….
    Ich persönlich glaube auch, dass der weitere Ausbau der Siedlungen in der Westbank nicht gerade klug ist und, dass man sich damit eher ins eigene Fleisch schneidet (In Sachen Jerusalem und auf dem Golan, dem man ja wohl nicht an ein zerfallendes Syrien* zurückgeben kann, sehe ich die Dinge etwas anders ) …
    D. h. aber noch lange nicht, dass die Entscheidung der EU eine gute und kluge war. Wo die Grenzen Israels liegen, das entscheiden nicht irgendwelche Bürokraten in Brüssel, sondern das kann nur in Verhandlungen zwischen den Beteiligten vor Ort entschieden werden. Die Waffenstillstandslinie von 1949, die den Angriffskrieg Jordaniens auf den Staat Israel beendet hat, sozusagen als Grenze zu definieren, das ist ja an Borniertheit und Geschichtsvergessenheit nicht mehr zu überbieten. Die illegale Besatzung Jerusalems, die Vertreibung und Aussperrung der Juden aus der Altstadt, kann wohl kaum einen Gebietsanspruch der Palästinenser begründen. Das ist irre!. Jetzt frage ich Sie, wäre es wirklich klug, ist es überhaupt vorstellbar, die Stadt Jerusalem an der 67er Demakationslinie zu teilen, wie es nur einmal in der Geschichte für 19 bittere Jahre der Fall war? Ich kann mir nicht vorstellen, wie das aussehen soll.

    Die Festlegung der EU ist eine Einladung an die palästinensische Seite ihre Strategie der Verhandlungsverweigerung, des Aufstellens von Vorbedingungen und Maximalforderungen, des “Lawfares” fortsetzen: Sie können immer sagen: “Schaut her, es gibt nichts mehr zu verhandeln, die EU hat das Ergebnis ja schon festgelegt.” Also alles andere als eine Glanzleistung europäischer Außenpolitik wieder einmal. (Stichwort EU-BAM, Stichwort Hisbollah, Stichwort Syrien-Politik etc.)

    *Es sei denn man möchte, dass die verfeindeten Terrororganisationen Hisbollah und Al Quaida demnächst ihren Kampf am Ufer des Sees Genezareth oder unmittelbar vor den Toren Haifas austragen.

  3. Was mich bei Artikeln wie diesen so stört, ist, dass der Autor unbequeme Wahrheiten, Erfahrungen nämlich, die auch Avi Shavit gemacht hat, so gerne ausblendet. Er verwendet starke Bilder, aber was ist denn der Eisberg in diesem Bild wirklich? Hat er vergessen, was nach der Räumung des Gazastreifens passierte? Hat er vergessen, wie die Palästinenser auf die Ankündigung, weitere Gebiete im Westjordanland zu räumen, reagierten? Wer also war es denn, der – nicht zum ersten mal (dreifaches Nein, Land für Frieden, u.s.w., die Kette ist lang) – den Friedensprozess unterband?

    Und nun wird ausgerechnet denen das Wort geredet, die mit ausgesprochen viel Widerwillen eine Terrororganisation Terrororganisation zu nennen bereit sein könnten, mit Einschränkungen selbstverständlich, damit man die Terroristen auch ja nicht zu hart trifft? Mit links und rechts hat das doch in Wahrheit gar nichts zu tun. Die bedauerliche Verknüpfung des Labels ‘links’ mit antiisraelischen Inhalten hat ja eine ganz eigene, leider viel zu selten reflektierte Geschichte.

    • “Er verwendet starke Bilder, aber was ist denn der Eisberg in diesem Bild wirklich?”

      Ganz genau!
      Er beschäftigt sich ausschließlich mit den “tanzenden Passagiere”, Besatzung, Unterdrückung und mit der kommenden Rettung aus fragwürdigen Schiffe. Alles anderes blendet er komplett aus.

      Im welche “Gewässer” navigiert denn dieses Schiff mit den “tanzenden Passagiere”?

      Wie kann man sich auf “Kapitäne” verlassen, die solche “Gewässer” ja nur aus den Lehrbücher kennen?

      Was ist denn der Eisberg? Ist er ganz sicher, dass da nur EIN Eisberg gibt?

  4. Hallo Herr Schneider,

    “Es gibt viele solche Stimmen.”

    Was ist hier “viele”? Wie Ariels Professor meinte, bei manche afrikanischen Stämme ist 3 oder 4 schon “viele”.

    “Ihre Argumente mögen nicht immer stimmen, manchmal schießen sie in ihrer Kritik über’s Ziel hinaus. Aber das gilt auch für “rechte” Israelis.”

    Sie meinen also, beide Argumente seien gleichwertig. Gut zu wissen.
    Wann dürfen wir denn, im GLEICHEN Maßen, auch mal über die Argumente der “rechte” lesen/erfahren?
    Dürfen wir also eine bilanzierter Berichterstattung erwarten? Darauf hoffnen?

    “Das zumindest ist ein Zeichen, daß die Lage allmählich als bedrohlich empfunden wird.”

    Zeichen kann man auch falsch interpretieren.
    Und wenn es dann doch so sein sollte, das “viele” es so empfinden, dann stellt sich bei mir spontan die Frage, ob sie (die die es so empfinden) das “EU-Schiff” richtig einschätzen und die Zeichen “lesen” können.
    Denn je nach Lesart kann man es ja durchaus als Titanic bezeichnen.

    Deshalb würde mich interessieren, mit welche Brille H. Avi Shalit das Schiff EU und seinen Kurs sieht. Ob er da auch irgendwo Icebergs sichtet usw.

    Wenn nicht, kann er (und den “viele” anderen auch) von mir aus auf den Titanic, äh… auf die EU setzen und von sich selbst retten lassen.
    Bin aber zuversichtich und gehe davon aus, dass die Verantwortlichen die Lage richtig einschätzen können, keine rosarote Brille tragen und keine Bedürfnis haben, sich ausgerechnet von der EU von “sich selbst” retten zu lassen.

  5. Die israelische Gesellschaft, zu der einerseits eine grosse arabische und eine minimal kleine Minderheit « anderer » gehören und andererseits die verschiedenen Strömungen innerhalb des Judentums : Säkulare, orthodoxe, national-religiöse, ultraorthodoxe und konservative Juden. Dies ist der innere Kreis.

    Selbst ohne die Minderheiten ist Israel eine grosse Herausforderung für sich selbst. Das jüdische Selbstverständnis nach aussen wird von der Orthodoxie bestimmt, wobei dies den Säkularen und Liberalen ein Dorn im Auge ist, und die Ultraorthodoxen diese Orthodoxie nicht anerkennen, sondern nach ihren eigenen Regeln richten und leben. Die Nationalreligiösen haben ein starkes politisches Bewusstsein, welches die Ultraorthodoxen völlig befremdet, denn der Staat ist Gottes und nicht menschliches Besitztum. Daher wollen sie den Staat auch nicht verteidigen, hängen jedoch materiell ab von diesem Staat, seiner Wirtschaft und seiner Sicherheit.

    Um diese Gesellschaft (inklusive der Minderheiten) legt sich ein Ring, zu dem beispielsweise Flüchtlinge aus Afrika gehören, die illegal in das Land eindringen, aber auch der Gesellschaft fremde, ‘legale’ Immigranten sowie palästinensische ‘Flüchtlinge’ und die Palästinenser im Westjordanland. Dieser Ring ist für Israel eine äussere sowie innere Bedrohung. So sehr Israel um eine friedliche Koexistenz mit den anderen bemüht sein mag, die Anstrengungen müssen scheitern, wenn die anderen bzw. der isralischen Idee fremde oder feindlich Gesinnte das Projekt “Israel” von aussen oder von innen heraus zerstören wollen.

    Im nächsten Ring befinden sich allerlei Bewaffnete, die ihre Waffen bereits jetzt recht buchstäblich auf Israel gerichtet haben: die Hamas, die Hisbollah im Norden, Terroristen im Sinai usw. Andere verfolgen dieses Ziel eher mittelfristig, so wie der Iran oder die syrischen Rebellen.

    Der dritte und äusserste Ring gilt den diplomatischen Anstrengungen, durch die das Überleben Israels in Frage gestellt oder unterstützt wird. Dazu zählt die EU-Aussenpolitik ebenso wie US-amerikanische Friedensbemühungen oder die schweigende Duldung der neuen EU-Direktiven.

    Israels Gefährdungen von aussen sind teilweise konkret, unübersehbar und daher gut greifbar. Anders ist das mit den Gefahren, die im äussersten Ring lauern. Wer ist Feind, wer Freund? Meint der Wohlmeinende es wirklich gut? Liegen die Fehler auf “unserer” (der jüdischen) Seite? Sind “wir” nicht gut genug zu den anderen? Wie gehen “wir” am besten damit um? –
    Und da wird bei jedem auch der kulturelle Hintergrund und persönliche Erfahrungen eine Rolle spielen. Der amerikanische Ansatz eines Bennett ist zwangsläufig anders als der eines Ultraorthodoxen oder der Netanjahus — und komplett entgegengesetzt von dem einer Ministerin Zoabi, die sich als Palästinenserin naturgemäss keine Gedanken um jüdische Interessen macht.

    Wenn Avi Shavit sagt, “A combination of arrogance, complacency and moral stupor caused Israelis to continue to dance on the deck even as their ship was cruising straight into an iceberg.” … so sucht er den Fehler zu sehr bei sich selbst und nicht bei den anderen. Er mag jedoch ein bisschen Recht haben, wenn er damit den politischen Diskurs der israelischen Regierung kritisiert. Netanjahu und Bennett sind beispielsweise beide amerikanisch geprägt und treten daher entweder reflexhaft politisch korrekt auf oder plump und direkt, von der eigenen Überlegenheit und dem eigenen Vorrecht überzeugt. –

    Die Dinge müssen allesamt beim Namen genannt werden, die Realität der Siedlungen, die Bedeutung der Siedlungen für den Frieden, die Tatsache, dass Israel ganz klar eine Demokratie ist, die auf der jüdischen Religion basiert und nicht blossen Mehrheiten im Volk, da Israel aus diesem Selbstverständnis heraus seine Existenzberechtigung ableitet. Es ist unwichtig, ob das EU-Entscheidern gefällt oder nicht. Israel muss niemandem einen Gefallen tun, sondern gemässt seines “Auftrags” weiterexistieren. Die nähere Definition des Auftrags ist eine inner-israelische Privatangelegenheit.

    Ich finde diesen EU-Beschluss völlig verfehlt, aber ich denke auch, dass Israel darüber nicht in Panik oder Selbstzweifel verfallen sollte. Es gibt keine Möglichkeit zur Flucht… – Es bleibt also nur, dennoch gerettet zu werden.

    • @Lily- Ich bewundere deine Logik. Du sprichst von einer Demokratie, die auf der jüdischen Religion basiert und nicht auf bloßen Mehrheiten des Volkes. Du sprichst von der Bedeutung der Siedlungen für den Frieden und du meinst, dass Israel niemandem einen Gefallen tun muss, sondern gemäß seines ’Auftrages’ weiterzuexistieren hat.

      Ich glaube du stellst die Dinge auf den Kopf. Demokratie setzt voraus, dass alle Bürger gleichberechtigt sind und in Freiheit am Prozess der politischen Selbstbestimmung teilhaben. Der Anteil der Israelis, die auf weltliche Werte vertrauen und sich von einem religiösen Regelwerk und dessen Lehren lossagen, ist ziemlich groß. Dass Siedlungen dem Frieden dienen sollen erinnert an Reden aus dem Ostblock zu Zeiten des Kalten Krieges. Da hat man auch immer vom Frieden gesprochen. Der ungehemmte Siedlungsbau ist nichts anderes als Kolonialismus, der auf militärischer Überlegenheit beruht, die befähigt sich ungeniert im extra-territorialen Gebiet eines schwächeren Volkes sich fremden Boden anzueignen. Der Auftrag ist das im Namen des Zionismus zu tun, wobei moralische Einsprüche sich dem ’Auftrag’ unterzuordnen haben. Einen Staat in einem Land zu gründen, wo schon Menschen leben ist problematisch und ist eine moralische Herausforderung. Also wird die Moral besser auf ein Seitengleis geparkt. Darauf hat schon Jabotinsky aufmerksam gemacht. Und man versteht daher auch, warum es für viele Israelis so schwierig ist, überhaupt die Möglichkeit eines Existenzrechtes der Palästinenser zu erwägen.

      Endlich hat die EU einen sehr kleinen Vorstoß gewagt. Er ist verfehlt, weil er noch viel zu milde ausgefallen ist und schon vor vielen Jahren hätte aktiviert werden sollen.

    • @ Michael K.

      Überlegen Sie doch einmal etwas anderes: Die USA sehen sich ob offen oder unausgesprochen als Herren der Welt. Im Iran gibt es Bestrebungen, in den Besitz einer Atombombe zu kommen, um frei über andere herrschen zu können. In Ägypten funktioniert der Staat offenbar nur als islamischer Scharia-Staat oder als verkappte oder offene Militärdiktatur. China will genau wie die USA auch die Weltherrschaft… – Israel ist eine Atommacht. Der von der Weltgemeinschaft anerkannte Staat ist so gross wie das Bundesland Hessen. Gut. Israel baut strategische Siedlungen/Stützpunkte ins Westjordanland. Heute ist die Existenz dieser Wohneinheiten Realität. Warum tut Israel das? Es geht doch in erster Linie um die eigene Existenzsicherung und auch um die Vision von einem Land Israel, das dem jüdischen Volk von Gott versprochen wurde. Diese Vision ist begrenzt. Es geht dabei um eine Heimat für das jüdische Volk und nicht um Weltherrschaft. Es geht auch nicht um die Vernichtung anderer Völker, sondern um die friedliche Koexistenz mit anderen Völkern, zu der Israel in Wort und Tat bereit ist.

      In den israelischen Siedlungen – das haben wir vor kurzem über Pisgat Ze’ev erfahren – leben auch Araber. Es GIBT eine friedliche Koexistenz zwischen Juden und Arabern – aber NUR da, wo Juden in der Mehrheit sind.

      Denken Sie bitte einmal hierüber nach.

      “Israel” ist ein visionäres Projekt. Vernichtung oder Unterdrückung Andersdenkender ist NICHT integraler Bestandteil dieses Projekts, wohl aber des palästinensischen Staatsprojekts.

    • @Lily- Der Sprung von Weltmachtsträumen verschiedener Staaten zu der Siedlungsstrategie ist mir nicht verständlich. Dass Iran die Atombombe haben will, um über andere herrschen zu können, ist deine Aussage, aber dafür gibt es keine Belege. Iran musste die Erfahrung machen, dass eine demokratisch gewählte Regierung 1953 von England und den USA gestürzt wurde Nachfolgend wurde mit Unterstützung von CIA und Mossad ein gefürchteter Geheimdienst (SAVAK) in Iran aufgebaut – so habe ich das auf jeden Fall in Erfahrung gebracht. Ich bin bestimmt kein Befürworter einer iranischen Atombombe, aber wollte hiermit nur andeuten wo die Feindseligkeit gegen die USA und Israel herrühren könnte. Dass es in Ägypten drunter und drüber geht ist schmerzlich, da es viel Zeit und Kraft kosten wird, bis ein Volk die Reife erworben hat zivilisiert mit einander umzugehen und Kirche und Staat voneinander zu trennen. Das alles gesagt, friedliche Koexistenz müsste doch Ziel der Politik sein. Dazu gehört als einer der ersten gemeinsamen Aufgaben abzurüsten, statt einseitige Schuld zuzuweisen und von Iran zu verlangen auf das zu verzichten, was man selbst hat. Mit welchem Recht kann einen Atomstaat (Israel) von einem Nichtatomstaat (IRAN) verlangen und sogar mit Krieg drohen, von Nuklearplänen abzulassen.Ein Strategie für eine friedlichere Welt ist das nicht, aber signalisiert den Wunsch Israels ihre militärische Vormachtstellung zu behalten und zu festigen. Also auch für Israel ist Herrscherfähigkeit wichtig. Es ist unter anderem wichtig bei der Eroberung und Einverleibung von palästinensichem Boden der ausserhalb der von der UNO beschlossenen Grenzen liegt. Die Weltgemeinschaft hat Israel einen Staat zuerkannt, aber das durfte nicht heissen, dass 800.000 Palästinenser in die Flucht getrieben wurden und immer noch (mit Nachfahren) auf ihre Rückkehr warten. Das durfte auch nicht bedeuten, die Hälfte aller palästinensischen Dörfer dem Erdboden gleichzumachen. Das passierte 1947-48 und bedarf immer noch der Aufklärung als notwendiger Schritt der Versöhnung.

      Wir haben heutzutage internationales Recht und da kann nicht jeder tun und lassen was er gerade will. Bei allem Verständnis für deine religiösen Überzeugungen, so kann daraus kein Anspruch entstehen unbegenztes Recht über ein Land zu haben, in denen für hunderte von Jahren ein anderes Volk zu Hause war. Du fokussierst nur auf den jüdischen Staat Israel und alles was dem Staat Israel nützt ist automatisch rechtens. Du kannst doch nicht meinen, dass nur Juden Rechte haben und die Palästinenser soll es gar nicht geben? Du argumentierst,als ob die Palästinenser gar nicht existieren. Menschen zu vertreiben ist doch keine Grundlage für friedliche Koexistenz, obwohl du das behauptest. Ich muss nochmals darauf hinweisen, dass es laufend immer wieder Übergriffe von bewaffneten Siedlern gibt, die unter dem Schutz von der IDF sich über wehrlose Dörfer und Palästinernser hermachen ( und man nimmt davon kaum Notiz). Um Platz für das israelische Militär im Westjordanland zu schaffen müssen etwa 1000 Bauern in der Hebron Gegend Haus und Boden verlassen. 30.000 Bedouinen sollen zwangsumgesiedelt werden. Richtig, das ist eigene Existenzsicherung, aber auf Kosten der Menschen, deren Land man beansprucht und über deren Existenzberechtigung nicht einmal reflektiert wird. So tickt die Welt nicht mehr. Herrenvolkdenken gehört der Vorzeit an und Siedlungen sind und bleiben illegal.

    • “Es GIBT eine friedliche Koexistenz zwischen Juden und Arabern – aber NUR da, wo Juden in der Mehrheit sind. [Lily, 20.7.2013]”

      Sie werden keinen Beweis des Gegenteils antreten können! Oder kennen Sie eine konträr-adäquate Konstellation (siedlungsähnliche Wohnsituation, Araber in der Mehrheit)? Dazu kommt der Pragmatismus der Araber (“Inschallah!”), den ein Großteil der Juden vermissen läßt!

      ““Israel” ist ein visionäres Projekt. [Lily, 20.7.2013]”

      Und genau das ist des Pudels Kern. Die erste Frage ist doch: Wer hat die Vision!

      Und auf den Fuß folgend: Was tun, wenn Vision und Wirklichkeit nicht übereinstimmen? Augen zu und weiter träumen? Die Vision ändern/verwerfen? Die Menschen ändern/erschießen?

      Auch was zum Nachdenken!

      Schönen Tag noch!

      Hanns

    • Hallo Hanns,

      “Was tun, wenn Vision und Wirklichkeit nicht übereinstimmen?” –

      In den nächsten Tagen kann ich wieder etwas ausführlicher antworten. Hierzu jedoch kurz: Wenn Vision und Wirklichkeit nicht übereinzustimmen scheinen, so gibt es nichts Besseres, als die Vision zu leben und dann zu sehen, ob die Vision Wirklichkeit wird oder sich an ihr zerschlägt. Es gibt nichts Schöneres, und eine Vision ist kein Traum, sondern für denjenigen, der zur Umsetzung bereit ist, der Anfang der Wirklichkeit.

      Ich kenne Ihre Einwände, was ist mit den anderen, mit den Rechten der Palästinenser etc., wenn sie der Vision zum Stolperstein werden? Wir werden sehen. Eine Vision ist kein fertiger Plan bzw. der Plan entfaltet sich vor den Augen des Visionärs; der Weg ist das Ziel, und ein Weg, der Ziel ist, führt in die richtige Richtung, auch wenn der übernächste Schritt unbekannt ist und der zufällige Beobachter den Kopf schütteln oder sich über die augenfällige Eigenwilligkeit des Visionärs oder Israels oder Bennetts ärgern mag. 😉

  6. Der “Weg des Zionismus” ist eine interessante Wendung in diesem Kommentar: Israel hat nach der Lesart von Shalit bereits einen weiten Weg ganz passabel zurückgelegt und würde jetzt Gefahr laufen, vom zionistischen Weg abzukommen. Ist dieser Weg, wie er auch immer in der Zukunft aussehen wird/ kann, irgendwie und irgendwann zu Ende sein? Vom Wege abkommen bedeutet ja eigentlich, dass man definitiv weiß wo es hin geht. Aber ist das so sicher?
    Israel durchlebt scheinbar mehr oder minder (laut Medienberichten) eine Staatscharakter-Krise und muss sich ganz offensichtlich (aus dem einen oder anderen Grund) neu oder umdefinieren (wie im letzten RCS-Videoblog “Waffe oder Talmud?” für eine Gruppe von Israelis beschrieben). Dass ein gewisses Maß an Unsicherheit (auch in der EU, da hat @sonderbar schon nicht ganz so Unrecht) zu einer sich verändernden Gesamtlage auf dieser Welt führt kann niemanden wirklich kalt lassen. Sollte aber wer auch immer sich und seine Nachfahren nicht grundsätzlich im lebenslänglichen Ausnahmezustand sehen (wollen?) muss es Bewegung geben und das von zwei Seiten: Palästinenser und Israelis müssen etwas tun. Da aber wahrscheinlich die Palästinenser (wenn überhaupt?) deutlich weniger ausführen/ grundsätzlichen ökonomischen Umsatz haben (vielleicht sogar trotz Westbank) als Israel, muss hier mit den Palästinensern über “Hilfe zur Selbsthilfe” (Kooperation und Koexistenz) gesprochen werden. Und das nicht zwischen Zeilen verpackt werden (wie es allem Anschein nach jetzt gegenüber Israel von der EU versucht wird).

  7. “Ich finde diesen EU-Beschluss völlig verfehlt”

    Völlig verfehlt erscheint mir ein wenig untertrieben.

    “Ganz Verwegene” stellen schon die Gleichung “Brussel / Wannsee” auf.

    Denn was die EU gerade entscheidet, wurde noch niemals im Bezug auf Großbritannien (Falkland, Gibraltar), Türkei (Zypern), China (Tibet) und Marokko (Westsahara) z.B. entschlossen.

    Gibraltar: ” Inzwischen sieht die UNO Gibraltar als ein bilaterales Problem zwischen Großbritannien und Spanien an und überlässt es diesen
    Staaten, eine Lösung zu finden.” (Wikipedia)

    Tibet: “Im Jahr 1998 bekräftigte der damalige Außenminister Joschka Fischer jedoch die Zugehörigkeit Tibets zur Volksrepublik China. Er erklärte, die rot-grüne Bundesregierung stehe mit ihrer Chinapolitik in der Kontinuität der alten Regierung. Tibet werde als ein integraler Bestandteil Chinas betrachtet, alle Unabhängigkeitsbestrebungen würden als Separatismus angesehen und nicht unterstützt.”
    “Das Europäische Parlament veröffentlichte seit 1987 verschiedene Tibet betreffende Resolutionen. Hierbei verurteilte es wiederholt die Verletzungen der Menschenrechte und der Religionsfreiheit durch die chinesischen Behörden.
    In der Resolution vom 15. Dezember 1992 stellte es fest, dass das tibetische Volk ein Volk im Sinne des Völkerrechts sei und ihm das Recht auf Selbstbestimmung zustehe. Außerdem verurteilte es die militärische Besetzung Tibets durch chinesische Truppen und drückte angesichts der Bedrohung der „nationalen Identität“ des tibetischen Volkes seine Besorgnis aus.”

    Zypern: “Die Vereinten Nationen haben in mehreren Resolutionen (541, 550, u. A.) die Besetzung des Nordteils Zyperns als illegal festgestellt und die Anerkennung der TRNZ durch die Türkei verurteilt.”
    “Nach Ansicht der UN und der EU soll Zypern im Rahmen eines friedlichen Prozesses wieder zu einem Staat vereinigt werden.” (Wikipedia)

    Marokko / Westsahara:
    “Marokkos Südgrenze ist wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines UN-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten.” (Marokko: Wikipedia)
    “Die Vereinten Nationen verlangen die Durchführung eines Referendums über den endgültigen völkerrechtlichen Status des Gebietes. Über die Modalitäten der Durchführung eines solchen Referendums konnte bisher keine Einigkeit zwischen Marokko und den Vertretern des sahrauischen Volkes erzielt werden.” (Westsahara: Wikipedia)

    Jetzt aber will die EU, als GARANT für das Oslo-Abkommen, die Osloer Verträge umgehen und selber Israels Grenzen bestimmen.
    Im Grunde tut die EU nichts anders als das was die Kolonialmächte in früheren Zeiten taten. Die disponiert über das Territorium eines souvränen Staates (Ost-Jerusalem und Golan wurden von Israel annektiert) und zieht willkürlich irgendwelche Grenzen auf. Im Kern ist dies ein Akt des Krieges.
    Die EU hat im Wesentlichen Israel den Krieg erklärt, um es zum zwingen, politischen Strategien und territorialen Grenzen zu verfolgen und akzeptieren, die GEGEN den Willen und auch den israelischen Gesetze gelten/sind.

    Dabei hat die EU aber gar kein Problem, trotz der Besatzung Nord-Zypern, mit der Türkei Verträge zu schließen und zusammen zu arbeiten. Die arbeit sogar daran, die Türkei in die EU zu holen. Und das ist ja nur eine von viele Beispiele…

    • @sonderbar

      Was denken Sie, was nun geschehen wird?

      Wird und wenn ja, wie wird Israel sich zur Wehr setzen?

      Ist es wohl denkbar und realistisch, dass Israel im Gegenzug die eigene Kooperation mit EU-Projekten ebenfalls verweigert, oder ist Israel dann doch zu “unbedeutend”, so dass die EU ihm die kalte Schulter zeigen kann, no matter what?

      Israel muss sich wehren.

      Wenn es das nicht tut, so ist dies nur der Anfang…

      Interessant, dass auch aus den USA bestenfalls betretenes Schweigen zu vernehmen ist. Was sagen denn die juedisch-amerikanischen Verbaende dazu? Was sagt Mr Hoenlein? Gibt es irgendwelche bemerkenswerte Stellungnahmen?
      Dieses Ding “muss” doch Wellen schlagen!

    • @Lily
      “Was denken Sie, was nun geschehen wird?

      Wird und wenn ja, wie wird Israel sich zur Wehr setzen?”

      Tja…, woher soll ich das wissen? 😉

      Ich würde mir wünschen, dass Israel tatsächlich ebenfalls die Zusammenarbeit mit EU-Länder die FÜR diese Direktive sind aufs Eis legen würde oder zumindest auf eine entsprechende Klauseln bestehen würde.
      Geschäfte sind eben Geschäfte.

      Denn was die EU da tut ist purer Erpressung. Und das passt ja auch gut zusammen, mit eine Institution die Terror-Organisationen nicht als solche anerkennen will.

      Unbedeutend ist Israel ganz sicher nicht. Und ich glaube, Israel hat genügend in der Hand, um wenn es drauf ankommen sollte, druck auszuüben zu können.
      Denn wer Israel KONSEQUENT boykottieren will, der muss bereit sein, in der Steinzeit zurückzukehren…

      Israel könnte auch gewisse Produkte aus den europäischen Markt zurückziehen. Und wenn man sich die Liste der EU-Importe aus Israel anschaut, wird einem ja auch klar, dass da sofort nach “Erpressungsmaßnahmen” geschriehen würde.

      “Wenn es das nicht tut, so ist dies nur der Anfang…”

      Und das ist ja in der Tat nur der Anfang.
      Denn die Juden stehen schon wieder in der altbekannte Situation: Kapitulieren oder kämpfen.

      Was die USA angeht, habe ich irgendwo gelesen, die USA hätten möglicherweise den Israeli von “härteren Maßnahmen der EU” gewarnt, falls sie sich keine Bewegung bei den Friedensgespräche zeichnen würde.
      Die letzten Nachrichten könnte soetwas durchaus bestätigen, obwohl die EU-Direktive so oder so gekommen wäre…

    • “Denn die Juden stehen schon wieder in der altbekannte Situation: Kapitulieren oder kämpfen.” (sonderbar)

      Diese Situation scheint immer in zwei Gewändern in Erscheinung zu treten: Entweder in so grosser Offensichtlichkeit, dass der Kampf und die Abwehr die natürliche und verständliche Reaktion ist oder in Tarnung, und dann ist die Antwort nicht offensichtlich und der Kampf (nahezu) unmöglich.

    • “..und dann ist die Antwort nicht offensichtlich und der Kampf (nahezu) unmöglich.” (ich)

      Ich meine damit: Man ist schockiert, empört, und ehe man den Mund vor Schreck wieder schliessen kann, wird den Menschen ein weiterer Brocken in den Schoss gelegt: Friedensverhandlungen!! Der Dolch soll sitzen, und er sitzt.

  8. “But one morning, we may find that the reason we haven’t crashed into the iceberg is that the iceberg is already within us. The iceberg is already inside the ship.”

    Herr Avi Shavit ist ein selbsthassender Jude, er würde selbst einem SS Mann in Auschwitz “gefallen” wollen.
    Dieser Mann hat die Lügen, der Antisemiten verinnerlicht und glaubt nun wir Juden sind selbst das Problem. “the iceberg is already within us”.
    Dieser Mann würde sogar Göbels Recht geben und die Schuld des Holocaust bei sich suchen.
    Menschen wie Herr Avi Schavit sind leider krank, sehr krank.
    Wir können Menschen die ihr Schicksal nicht in ihre Hände nehmen nicht mittragen, denn sie sind schädlich für unser Fortbestehen, sie machen uns schwach. Ich habe beispielsweise längst aufgehört die Holocaustopfer zu bedauern, denn viele hatten die Chance abzuhauen und taten es nicht, viele hatten die Chance zu kämpfen und taten es nicht, stattdessen errichteten sie Judenräte , die bei der Vernichtung mithalfen, es gibt Videomaterial über das Warschauer Ghetto wo von der SS designierte „jüdische Polizisten“ auf andere Juden brutal einknüppeln. Alles funktioniert nach dem Prinzip Herrn Schavits, lieber sich selbst vernichten oder dabei mithelfen, Hauptsache man „gefällt“ dem Henker , man trägt selber die Schuld auf dieser Welt zu leben und man kriegt eine Kartoffel mehr hingeworfen. Meine Helden sind jener Halber Million Juden, von denen 300.000 starben, aber mit der Roten Armee mit einer Waffe in der Hand kämpfend, denen gehört all mein Respekt und meiner Ansicht nach die Wiedergutmachungen, die übrigens von gierigen „Repräsentanten“ des jüdischen Volkes dann und wann immer wieder veruntreut werden . Während es den überlebenden zumindest in Israel sehr schlecht geht.
    Diese Halbe Million Juden warteten weder auf ein Tsunami noch haben sie irgendwelche Schuldgefühle für ihre bloße Existenz gehabt, jemand wollte sie vernichten, haben sie also denjenigen vernichtet.
    wer nicht kapiert, dass er vernichtet werden soll und Widerstand leistet ist Geisteskrank. Es gibt nichts zu bedauern, die Araber haben den Krieg und mit dem Terror angefangen.
    Niemand glaubt ernsthaft die Engländer würden die „Malvinas“ oder „Gibraltar“ zurückgeben, oder die USA „California“ , „Tejas“ „Nuevo Mexico“ „Colorado“ „Arizona“ etc… Die Kurilen bleiben auch in russischer Hand und Ceuta und Melilla in spanischer.
    Warum sollen Juden, Jerusalem , Judäa und Samaria uraltes jüdisches Land verschenken?
    Die stunde unserer Feinde scheint näher zu kommen , sie vermehren sich immer schneller
    genau wie die Häretiker in unserer Mitte, sie werden viel Leid über uns bringen . HaShem wird uns aber kraft geben ,um gereinigt und siegreich aus dem kommenden Bedrängnis empor zu steigen.
    Unglückskometen wir Herrn Shavit , werden an uns vorüber gehen und bald vergessen sein.

    • @Refporus Zen – ich lese in deinem Kommentar, dass Menschen wie Avi Shavit selbsthassende Juden sind und du ihn für krank Erklärst. Ich würde vorschlagen, dass es sehr viel konstruktiver wäre, wenn du mit konkreten Hinweisen auf den Artikel eingehen würdest. Du gehst mit keinem Atemzug auf die Existenz der Palästinenser ein und bist damit ein typischer Vertreter einer kolonialen Ideologie, für die nur die eigene und selbstformulierte ‘Geschichtsschreibung’ gilt, die von Indoktrinierung lebt, die Geschichte des vertriebenen und unterdrückten palästinensischen Volkes gar nicht wahrnehmen will. Du bist nicht alleine, die kritische Gegenüberstellung mit der offiziellen Geschichte zu scheuen, um der hegemonialen zionistisch geprägten Denkschule nicht zu schaden, dass Israel trotz der permanenten arabischen ‘ Drohung’ überlebt hat. Die Besetzung eines anderen Volkes wird kaum als solche wahrgenommen. Palästinenser, Bedouinen, Flüchtlinge werden ausgegrenzt und marginalisiert. Das ist krank und macht krank, nicht aber was ein Journalist sehr nüchtern von sich gibt.

    • “Du gehst mit keinem Atemzug auf die Existenz der Palästinenser ein und bist damit ein typischer Vertreter einer kolonialen Ideologie, für die nur die eigene und selbstformulierte ‘Geschichtsschreibung’ gilt, die von Indoktrinierung lebt, die Geschichte des vertriebenen und unterdrückten palästinensischen Volkes gar nicht wahrnehmen will.”

      “Koloniale Ideologie” ? Nein wie kann man ein Land kolonisieren , das einem seit 3000 Jahren gehört ?

      selbstformulierte ‘Geschichtsschreibung’ , die von Indoktrinierung lebt” ??? Nein , Niemand wurde indoktriniert , die Geschichtsschreiber und Zeitzeugen sprechen für sich. Oder negieren sie , die jüdische Könige und beide Tempel in Jerusalem ???
      Dann müsste man die Geschichte der Römer, Ägypter und Griechen negieren , denn diese belegt, die Existenz der jüdischen Königreiche.
      Das Volk ,das sich selbst belügt ist das arabische Volk, in dem sie eine Palästinensische Identität erfindet, die nicht mal 50 Jahre alt ist.

      Pf/ S.146, aus Voss, Carl H.: The Palestine Problem Today. Israel and Its Neighbours, Boston 1953, S.13:

      „Die arabische Bevölkerung war klein und begrenzt, bis die jüdische Wiederbesiedlung das Land wieder fruchtbar machte und Araber aus den Nachbar­ländern anzog. Als 1882 die organisierte jüdische Besiedlung begann, lebten weniger als 150.000 Araber im Land. Die große Mehrzahl der Araber in den letzten Jahrzehnten waren vergleichsweise Neuankömmlinge – Neueinwanderer oder Nach­kommen von Personen, die in den vergangenen 70 Jahren nach Palästina eingewandert waren“

      J.S.Buckingham 1816 in ‘Travels in Palestine“ /WS/:

      „Im größeren Teil Palästinas scheinen die Ruinen umfangreicher zu sein als die bewohnten Häuser.“

      S. Olin 1843 in „Travels in Egypt, Arabia Petraea and the Holy Land:

      „…das einstmals bewohnte Gebiet zwischen Hebron und Bethlehem “ sei nun verlassen und öde … „mit verfallenen Orten.“ Auch in Jerusalem seien „die Häuser in einem verfallenen und ruinösen Zustand.“

      /Be/_S.164_ (Brockhaus, Allg. deutsche Real-Enzyklopaedie, 7. Ausg., Leipzig, 1827, Bd. VIII, S. 2, S. 438 f.):

      Ein deutschsprachiges Nachschlagewerk, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlicht wurde, beschrieb Palästina als „verwüstet und durch­zogen von arabischen Räuberbanden“

      /Be/_S.164_(Count Constantine Francois Volney, Travels Through Syria and Egypt in the Years 1783, 1784, 1785, London 1788, vol. 2, S. 164):

      Im 18. Jahrhundert beschrieb ein französischer Autor und Historiker Palästina als „das zerstörte und verwüstete Land … Der Reisende trifft auf nichts anderes als auf Häuser in Trümmern, nutzlos gemachte Zisternen und verlassene Felder“

      Be/_S. 164_(Thomas Shaw, Travels and Observations Relating to Several Parts of Barbary and the Levant, London, 1767, S. 331 ff.):

      Ein britischer Archäologe schrieb, daß Palästina „keine Menschen hatte, um seine fruchtbare Erde zu bebauen“

      Sogar Mark Twain schrieb folgendes :
      Mark Twain In Palestine

      Mark Twain, who visited Palestine in 1867, described it as:
      “ …[a] desolate country whose soil is rich enough, but is given over wholly to weeds-a silent mournful expanse….A desolation is here that not even imagination can grace with the pomp of life and action….We never saw a human being on the whole route….There was hardly a tree or a shrub anywhere. Even the olive and the cactus, those fast friends of the worthless soil, had almost deserted the country.”

      Source: Mark Twain, The Innocents Abroad. London: 1881 (New American Library, 1997).

    • @Refporus Zen (21.7) – Du fragst, wie kann man ein Land kolonialisieren, dass einem seit 3000 Jahren gehört?
      Was eine unsinnige Behauptung! Das ist reine Demagogie um die Verletzung von Menschenrechten leugnen zu können. Vor 100 oder 150 Jahren gab es nur sehr wenige Juden im jetzigen Palästina. Es ist ein Vebrechen 800.000 Menschen aus ihrer Heimat zu vertreiben, ihre Dörfer und Häuser zu zerstören um sie an der Rückkehr zu hindern. Das anzuerkennen, darum geht es mir und damit muss sich der Staat Israel irgendwie beschäftigen. Das kann man nicht einfach unter den Teppich fegen. Die jüdischen Könige interessieren mich da sehr wenig.

      Die anderen Zitate, die du nennst sind typische Beispiele der Arroganz und Veracht gegenüber einer Bevölkerung, die wahrscheinlich sehr arm war und auf einem anderen Entwicklungsstand war als eingewanderte Juden aus Europa. Egal auf welcher Entwicklungsstufe eine Bevölkerung befindet, man begegnet anderen Menschen mit Respekt. Und die Menschen liebten ihr Land, ihre Olivenbäume, ihre Schafe… das kann man nicht einfach mit einem anderen Fleck anderswo auf der Erde ersetzen.

      Es war übrigens eine Gruppe von Juden, die in den frühen Gründerjahren (ich glaube) von Wien aus nach Palästina aufbrachen und heimtelegrafierten, dass die Braut schön sei, aber schon an einen Mann vergeben ist (Palästina ist schön, aber da wohnen schon Palästinenser)

    • Sie scheinen die klaren Aussagen der Zeitzeugen schlicht und einfach zu ignorieren.
      Die Aussage aller Historiker und Zeitzeugen ist klar, das Land war nahezu Menschenleer.
      Sie reden von Vertriebenen können mir aber nichts Beweisen. Ich habe sämtliche Zitate bibliografisch belegt.
      Es lebten kaum Menschen dort.
      Eine zuverlässige Darstellung der damaligen Verhältnisse im Eretz Israel, das damals noch Palestine hieß, finden Sie in dem Bericht der britischen königlichen Palestine-Kommission von 1937, die nun absolut kein Freund Israel war:

      “Das Türkische Reich war nach 400-jähriger (1517 – 1917) über das Heilige Land so marode, dass arabische Grundbesitzer, aus Ländern wie Syrien, Ägypten, Libanon usw. mit Bestechungsgeldern sich riesige Gebiete aneigneten, indem sie die Beduinen und Fellachen vertrieben, um diese Böden als Spekulationsobjekte an Juden aus Europa und Amerika verkauften.”
      “Dass das Land im Norden um den Hula See durch Malaria verseucht war. Die Eigentümer der Böden waren Syrer, die in Damaskus lebten und das Sumpfgebiet an Fellachen verpachtet hätten, welche in primitiven Lehmhütten hausten und zwangsläufig an Malaria erkrankten.”

    • “Sie scheinen die klaren Aussagen der Zeitzeugen schlicht und einfach zu ignorieren.
      Die Aussage aller Historiker und Zeitzeugen ist klar, das Land war nahezu Menschenleer.”

      Komisch, warum haben die Israelis dann fast 1 Mio Palästineser vertrieben, wenn das Land Menschenleer gewesen sein soll?

    • @Refporus Zen – ‘ Sie reden von Vertriebenen, können mir aber nichts beweisen’.

      Ja, am liebsten verneinen. Ich habe erst viel später erfahren, was viele Menschen und Politiker in Israel, in Palästina und den USA auch erfahren haben. Aber irgendwie kann man sich vielerseits nicht auf die Realität einstellen und versucht mit Unwahrheiten die Welt zu täuschen. Wenn du wirklich willst, dann kannst du genau das erfahren, was ich und andere auch erfahren haben. Für den Staat Israel hat die Welt sich ja entschieden, nicht aber dass der Staat auf einem Unrecht baut und eine palästinensiche Bevölkerung vor ihrer Haustier nicht dulden will, genau so wenig wie sie keine Flüchtlinge und Bedouinen dulden kann. Heute gilt Gott sei Dank internationales Recht und deine jüdischen Könige sind deine Privatangelegenheit.

      Du sprichst auch von Eretz Israel, dass damals Palästina hiess und bist daher der beste Zeitzeuge für die Auffassung, dass man mit der notwendigen militärischen Stärke und Hochmut gut Kolonialmacht sein kann und mit Veracht über eine einheimische Bevölkerung herrschen kann, ohne dabei moralische Skrupel zu empfinden. Dass damals dort Malaria vorhanden war kann wohl kein Grund sein sich über die Rechte der einheimischen Bevölkerung hinwegzusetzen. Wie Free auch schreibt, wenn es dort keine Bevölkerung gab, wo kommen denn alle die Flüchtlinge her, die gewaltsam vertrieben wurden und/oder denen das Recht zur Rückkehr verweigert wurde. Es gibt Historiker, die das ethnische Säuberung nennen. Kennst du solche Historiker? Kannst es ja mal versuchen! Alles Gute!

  9. Ist inzwischen klar, welche genauen Auswirkungen der EU-Beschluß hat? Die Berichterstattung insgesamt (damit meine ich nicht die ARD) war ausgesprochen widersprüchlich. Geht es “nur” um EU-Fördergelder? Und was fällt alles darunter? Muß Israel in künftigen Verträgen unterzeichnen, daß der Vertrag nicht auf bestimmte Gebiete Anwendung findet (solche Verträge gibt es schon), oder muß Israel anerkennen, das bestimmte Gebiete nicht zu Israel gehören (inakzeptabel für Israel)? Eine Zusammenfassung der Auswirkungen wäre großartig – ist bekannt, wie diese Entscheidung zustande kam?Warum wird erst jetzt darüber diskutiert und noch nicht vor einem halben Jahr? Mir fehlen noch viele Informationen, um diesen Schritt der EU beurteilen zu können…

    • Es ist nicht nur widersprüchlich sondern auch sehr sehr knapp.
      Jede Beschluß oder Gesetzvorlage enthält jede Menge “Kleingedrückt”, und das ist in der Regel das gefährlichste, wenn man es nicht liest.

      Also wir wissen so gut wie nichts über diese EU-Direktive.

      Hier was ich erfahren konnte:

      1. Es betrifft auch jeder (nur Firmen?) der innerhalb der grüner Linie kommerzielle Aktivitäten und sonstigen Zusammenarbeit mit “Siedern” unterhält. Das gilt selbstverständlich auch für Forschungsprojekten unter den Universitäten. Ost-Jerusalems Universität, Ariels Universität und andere Forschungseinrichtungen außerhalb der grüner Linie wären somit komplett ausgeschlossen.
      Das heisst auch: Keine kommerzielle Austausch zwischen den Bewohner Israels und den “Siedler”.

      2. Israeli, Bewohner außerhalb der grüner Linie (Siedler also) bräuchten unter Umstände – “aufällige Verhalten” (was auch immer das sein soll) – einen speziellen Visum um in irgendeinen europäisches Land einzureisen (Urlaub u.B.).

      “oder muß Israel anerkennen, das bestimmte Gebiete nicht zu Israel gehören (inakzeptabel für Israel)?”

      Das weiss ich nicht.
      Netanyahu sagte: “We will not accept any external dictates regarding our borders”
      Peres sagte: “give peace a priority and give peace a chance.”

      “ist bekannt, wie diese Entscheidung zustande kam?Warum wird erst jetzt darüber diskutiert und noch nicht vor einem halben Jahr?”

      Natürlich nicht. Darüber wurde zumindestens in der Öffentlichkeit weder gesprochen, noch in den nationalen Parlamenten diskutiert.
      Und ich frage mich, wie “meine” europäischen Abgeordneten darauf gekommen sind, dass ich soetwas will. Informiert und aufgeklärt wurde ich jedenfalls nicht.

      Soviel also zur Transparenz und demokratischen Verständnis der EU.
      Oder ist es geplant, dass die Parlamente der Länder wenigstens jetzt darüber diskutieren/mitentscheiden?
      Das glaube ich kaum.

  10. Ach ja, das typische Bla Bla eines Ha’aretzers.

    Sorry, Herr Shavit, aber wer nach dem Gaza-Abzug und der Machtuebernahme durch die Hamas und die dadurch entstandene permanente militaerische Bedrohung immer noch von einer (friedlichen) 2-Staatenloesung fantasiert und seinem Land eine Kolonialisierungsmentalitaet aus dem 19. Jahrhundert vorwirft (als ob Israel 1967 Jordanien angegriffen haette und nicht umgekehrt…..), der lebt schlicht und ergreifend nicht in der Realitaet.

    Und von der EU muss sich Israel schon gar nichts vorwerfen lassen – dieser kranke, marode, bald gescheiterte Verein verhandelt mit einem Terror unterstuetzenden Staat ueber einen Beitritt, obwohl genau dieser Staat ein anderes EU-Mitglied seit bald 40 Jahren militaerisch besetzt haelt!

    Angesichts dieser ganzen Problematik, kann man immer nur wieder zum selben Schluss kommen: Israel haette 1967 mit Samaria und Judaea bzw. den Palaestinensern genauso verfahren sollen wie die Russen und Polen mit den Deutschen in den Ostgebieten nach dem 2. WK: Alle vertreiben und das Land ratzfatz annektieren und neu besiedeln. Man haette sich das ganze heutige West Bank-Theater gespart.

    Lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Fuer beide Seiten!

    • “Angesichts dieser ganzen Problematik, kann man immer nur wieder zum selben Schluss kommen: Israel haette 1967 mit Samaria und Judaea bzw. den Palaestinensern genauso verfahren sollen wie die Russen und Polen mit den Deutschen in den Ostgebieten nach dem 2. WK: Alle vertreiben und das Land ratzfatz annektieren und neu besiedeln. Man haette sich das ganze heutige West Bank-Theater gespart.

      Lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Fuer beide Seiten!”

      Wie recht Sie haben !!!!! Einiges wurde damals verpasst, aus moralischen Gründen war Israel nie richtig Konsequent gegenüber seiner Feinde. Das rächt sich jetzt,
      Die Palästinenser gäbe es jetzt nicht , sie wären normale jordanische Bürger.

    • “Die Palästinenser gäbe es jetzt nicht , sie wären normale jordanische Bürger.”

      So normal, wie die “Heimatvertriebenen” in Deutschland, wenn man Ihre Analogie weiterführt?

      :grumble: :turn away:

      Hanns

    • Wollen Sie damit zum Ausdruck bringen, dass wir Heimatvertriebenen nicht normal sind? Reihen Sie sich ein in die Gruppe derjenigen, die uns Sätze entgegenwarfen wie “Die Engerlinge und die Flüchtlinge sind die größten Schädlinge”? Bislang hatte ich Sie für den einzigen Verteidiger der Palästinenser mit intellektuellem Niveau gehalten.

      Fakt ist, dass es auch unter den “deutschen Volksgenossen” solche gab, die die Integration der Heimatvertriebenen behinderten oder versuchten ihr Kapital daraus zu schlagen. Es gab Ausnutzung der Arbeitskraft in fast sklavenähnlichen Verhältnissen, sexuelle Übergriffe und vieles mehr, über das wir den Mantel des Schweigens gehüllt haben. Trotzdem haben wir es geschafft, uns zu integrieren, sogar mit Erfolg, und das auch dank vieler Helfer. Es gibt Ortschaften, in denen alle nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten Unternehmen durch Vertriebene geführt oder die Unternehmer Vertriebene als Ehefrauen hatten.
      Natürlich gab es auch solche, die gescheitert sind, die sich in Vertriebenenverbänden sammelten und als “Berufsvertriebene” der alten Zeit nachjammerten. Die große Mehrzahl jedoch hat sich von der erfahrenen Ungerechtigkeit nicht unterkriegen lassen, und nicht wenige haben trotzdem gute, freundschaftliche Beziehungen zu Polen, Tschechen usw.

      Gerade für uns ist es völlig unverständlich, warum “Flüchtlingslager” (lassen wir mal undiskutiert, ob sie wirklich fliehen mussten oder freiwillig gegangen sind) in den “besetzten Gebieten” existieren und die Menschen dort nicht integriert werden. Warum die Bewohner auch keine eigenen Anstrengungen zur Integration machen. Warum es in Jordanien notwendig war, die Flüchtlingslager zu bombardieren und dabei Frauen, Alte und Kinder zu massakrieren (kleiner Hinweis, das war nicht Israel, sondern die jordanische Armee, nachdem die Palästinenser drohten, die Macht zu übernehmen).

      In diesem einen Punkt sind die Palästinenser zu 100% selbst schuld an ihrem Schicksal und haben es im wahrsten Sinne des Wortes verdient.

    • “Wollen Sie damit zum Ausdruck bringen, dass wir Heimatvertriebenen nicht normal sind? Reihen Sie sich ein in die Gruppe derjenigen, die uns Sätze entgegenwarfen wie “Die Engerlinge und die Flüchtlinge sind die größten Schädlinge”? Bislang hatte ich Sie für den einzigen Verteidiger der Palästinenser mit intellektuellem Niveau gehalten.”

      Danke für die Blumen! Und nein, wie kommen Sie auf Ihre Zitate? Für mich sind Heimatvertriebene traumatisiert. Das ist nicht “nicht normal”, sondern das ist halt im Vergleich zu Menschen ohne dieses Trauma anders.

      Für mich ist das TRAUMA das Problem. Wenn man die Thesen von “Veritas” und “Refporus Zen” zuende denkt, nehmen sie genau dieses Trauma für eine Menschengruppe billigend in Kauf. Und dagegen sollte sich mein Einwurf wenden. Offenbar wurde er so nicht verstanden.

      Und was die Integration von Heimatvertiebenen, Aus- und Umsiedlern und Anderen angeht: Die einen sind “angekommen” und haben kein Problem damit, andere trauern mittlerweile in zweiter und dritter Generation der “verlorenen Heimat” nach, die sind nicht angekommen. Ich kenne eineFamilie, da gehen Brüche und Zerwürfnisse durch eine Generation, die zwanzig Jahre nach Kriegsende geboren wurde! Und viele Probleme, die Heimatvertriebene mit Ihrer “nicht vertiebenen” Umgebung haben, halte ich für (eventuell unterbewußte) Spätfolgen des Traumas. Vielleicht auch, daß Sie sich sofort auf den Fuß getreten fühlten und mir sofort Aussagen unterstellten, die nicht gemacht wurden und von denen Sie keine Ahnung haben KÖNNEN, weil sie mich nicht kennen.

      Und auch deshalb halte ich VERTREIBUNG als PROBLEMLÖSUNG ernsthaft ins Auge zu fassen für ZYNISCH und INAKZEPTABEL.

      Schönen Tag noch!

      Hanns

    • Das mit dem Trauma kann stimmen, wobei man Traumata aufarbeiten kann. Das ist nicht einfach und in jedem Fall langwierig, aber möglich.
      Wobei in dieser Generation auch viele nicht vertriebene traumatisiert wurden durch das Kriegsgeschehen an sich. Auch ich kenne manche, die ihr Trauma nicht überwunden haben und das auch den eigenen Kindern und Enkeln überhalfen, die nicht wussten, woran sie leiden. Meist haben die sich einer Aufarbeitung aber auch konsequent verweigert und tragen deshalb immer noch den Groll mit sich herum, der ihr Leben vergiftet.

      Übrigens: Auch in der DDR wurden noch bis in die 1980er Jahre zehntausende Grenzbewohner vertrieben, indem sie zwei Stunden Zeit bekamen, ihr Haus zu verlassen.
      Was die Menschen meist mehr schädigt ist jedoch nicht das Trauma an sich, sondern der Umgang mit den Geschädigten durch die vorhandene Bevölkerung. In der DDR wurden die “Umgesiedelten” der “Aktion Ungeziefer” kriminalisiert und am neuen Wohnort gemieden und gehasst. Wir Flüchtlinge bekamen oft noch in zweiter Generation zu hören “Du bist keiner von uns” und Schlimmeres. Diese Erfahrung des Ausgegrenztseins schadet der Psyche auf Dauer weit mehr als die Vertreibung an sich. Deshalb auch die Empfindlichkeit in Bezug auf “nicht normal”. Irgendwann hat man diese Sprüche SOOOO satt.

      Natürlich ist Vertreibung keine humane, sondern eine brutale Lösung. Allerdings wird sie bis heute neben Bürgerkrieg, Genozid, Krieg usw. überall auf der Welt fleißig praktiziert. Sie und ich werden daran nichts ändern. Weder im Nahen Osten noch sonstwo auf der Welt.

      Wenn überhaupt, können diejenigen, die selbst solch ein Trauma erlebt und überwunden haben, den neu traumatisierten dabei helfen, mit ihrem Trauma trotzdem ein sinnvolles und erfülltes Leben zu führen. Die Palästinenser können das offenbar selbst nicht, wie die vergangenen 60 Jahre zeigten. Die Israelis wurden – Überraschung – ebenfalls traumatisiert, und zwar maßgeblich von uns Deutschen. Auch da gibt es viele, die das Trauma des Holocaust nicht überwunden haben, und das erklärt vermutlich auch die Reaktion auf die jeweils andere Seite.

      Wer bleibt hier also noch übrig, der Hilfe leisten könnte?

    • “Natürlich ist Vertreibung keine humane, sondern eine brutale Lösung. Allerdings wird sie bis heute neben Bürgerkrieg, Genozid, Krieg usw. überall auf der Welt fleißig praktiziert. Sie und ich werden daran nichts ändern. Weder im Nahen Osten noch sonstwo auf der Welt. [Michael]”

      Und das ist Grund genug es zu propagieren?

      ICH werde mir weiterhin das Recht herausnehmen, gegen Tendenzen in dieser Richtung “anzustinken”, auch und gerade gegen diejenigen, die solche Lösungen in den Köpfen haben und sich und anderen schönreden! “Steter Tropfen höhlt den Stein” kennen Sie?

      Schönen Tag noch!

      Hanns

    • “ICH werde mir weiterhin das Recht herausnehmen, gegen Tendenzen in dieser Richtung “anzustinken”” (Hanns)

      Das Recht nehmen sich beide Seiten heraus, und wohin führt es? Genau! Also viel Spaß beim gegenseitigen Stinken. 😉

    • Ups, abgerutscht. Ergänzend zu vorhin:

      Was ich bei Ihnen sehr gut finde, ist dass Sie konkrete Vorkommnisse überprüfbar darstellen. Das unterscheidet Sie positiv von den Plattitüdenlegern beider Seiten. Ich finde diese Aktionen im Konflikt genauso problematisch wie Sie.
      Was mir jedoch fehlt, ist ein konstruktiver Ansatz. Vom Stinken allein wird die Luft nicht besser.

  11. Wollte nur schreiben, dass ich Avi Shavits Artikel gelesen habe und ihn überhaupt nicht dramatisch und weder pro noch con finde. Er hatte nur schon lange gesehen was 99% aller Kommentatoren hier in diesem Blog bewusst ausblenden, nämlich das Israel schon sehr lange palästinensisches Land besetzt hält, sich weiterhin auf palästinensischem Boden ansiedelt und damit ein Volk unterdrückt, ohne auch nur die geringsten moralischen Bedenken zu haben.

    Die meisten oder auf jeden Fall einige bedauern, dass man nicht schon viel früher die Palästinenser gänzlich vertrieben hat und somit eine ’Endlösung’ (schon mal irgendwie gehört!!) schon viel früher hätte herbeiführen können. Diese diskriminierende und wohl auch rassistische Sichtweise ist einfach untragbar. Ich habe schon vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht, dass Siedler immer wieder mit Unterstützung von der IDF wehrlose palästinensische Bauern anfallen und deren Leben laufend bedrohen, ohne dass jemand Einhalt gebietet ( auch das gab es schon einmal!!).

    Dass einige finden, dass es ’bessere’ Zeitungen als Haaretz gibt soll jedem zugebilligt werden. Haaretz und deren Journalisten (gerade Gideon Levy) sind wichtige Wegweiser, um das kollektive, nationale Gedächtnis wach zu halten, zu ermahnen und wenn notwendig es auch zu demontieren, damit Unrecht nicht zu Recht verdreht wird. Warum alles nur mit linken und rechten Augen sehen. Besatzung, laufende und straffreie Enteignung, Mauerbau um sich abzuschirmen, Marginalisierung von Minoritätsgruppen, die starke Einschränkung des freien Personen- und Warenverkehrs, usw, das sind doch keine Bagatellen. Es gibt Journalisten, die schreiben darüber und das ist deren verdammte Pflicht, trotz militärischer Zensur.

    Avi Shavit bezeichnet den Schritt Brüssels als ’clumsy’ (tollpatschig). Das kann ich gar nicht nachvollziehen. Brüssel hätte schon viel früher härtere Maßnahmen durchführen sollen, um die israelische Zurschaustellung ihrer Arroganz der Macht den Palästinensern und der Welt gegenüber mit Forderungen zu konfrontieren, die allen Menschen, die von diesem Konflikt betroffen sind, ein Leben in Sicherheit und Freiheit gewähren, anstatt zu leugnen, dass ein Status quo nichts anderes ist als ein ungerechter Apartheidstaat.

    • @Michael K.
      “Er hatte nur schon lange gesehen was 99% aller Kommentatoren hier in diesem Blog bewusst ausblenden, nämlich das Israel schon sehr lange palästinensisches Land besetzt hält, sich weiterhin auf palästinensischem Boden ansiedelt und damit ein Volk unterdrückt”

      So, “schon lange palästinensiches Land besetzt”: Was ist hier “schon lange”? VOR 1948? NACH 1948?

      Also VOR und NACH 1948 gab es keinen “palästinensischen Land”. Unter Region “Palästina” verstand man DAS LAND der Bibel und der “Israeliten”. Juden und Christen waren bis dato die “Palästinenser”. Den Rest der Bevölkerung waren ARABER.
      Die Region “Palästina” war erst Teil des Osmanisches Reiches und danach unter Großbritannien als “Mandatarmacht über Palästina”.
      Einen “palästinensischen Land” gab es auch in diesen Zeiten nicht! Juden und Christen waren Palästinenser, und Araber waren Araber.

      Von welche palästinensichen Land sprechen Sie denn nun?

      Und welches Volk meinen Sie denn? Den Arabern?

      VOR 1967 sprach auf der Welt noch niemanden von ein Volk namens “Palästinenser”. Bis dahin war die Rede von Araber, die Israels Gründung nicht akzeptierten und den Staat Israel vernichten wollten. Araber eben, keine “Palästinenser”.

      Auch in den 20 Jahre ägyptische und jordanische Besatzung vom Gazastreifen und “West-Bank” sprach niemanden von “Palästinenser”, erst recht nicht die “Palästinenser” (die es nicht gab), die eben ALS Araber die Unterstützung der Araber erhielten.
      NIEMANDEN unter ihnen in diesen Zeit dachte nicht im entferntestens, einen Staat für ein Volk die nicht existierte zu gründen. Alle wollten nur den Juden ins Meer treiben und Israel als Staat vernichten.

      Also nochmal, welche palästinensischen Land? Welche palästinensischen Boden? Was für ein Volk?

      Wer blendet hier, bewusst oder nicht, was aus?

      Das “palästinensichen Volk” wurde bewusst erst NACH dem Versagen von über 5 ARMEE, aus dem Nichts ins Leben gerufen und ins Lagern interniert, um durch dieses “Volk” weiterhin Israel zu bekämpfen.
      Im Grunde also OPFERTEN die Araber einen Teil ihres Volkes in den Krieg gegen den jüdischen Staat.
      Denn ein Großteil des Mandatsgebiet haben sie schon erhalten: Jordanien!
      Ein weiteren kleineren Teil haben sie immer und immer wieder abgelehnt. Heute ist dieser kleiner Teil sogar GETEILT:
      Gaza wird von eine Terrororganisation regiert, die die Vernichtung Israels in seine Charta geschrieben hat!
      In der “West-Bank” hat der “moderaten” Fatah den gleichen Satz aus seiner Charta immernoch nicht gestrichen!
      Sicherheit und Freiheit herrschen in den Gebieten bekanntlich nicht.

      Also nochmal, wer blendet hier was aus?

      Man kann ja sagen: Wenn sie sich (jetzt nun) als Palästinenser bezeichnen möchten, dann sollen sie es tun dürfen. Denn wir können doch keinem vorscheiben, wie er sich bezeichnen bzw. definieren will!

      Einverstanden! Ab jetzt bzw. seit ca. 1968 gibt es nun ein palästinensichen Volk.

      Jetzt aber kommt…

      Seit mind. 3000 Jahren gibt es ein Volk, das SICH als jüdischen Volk bezeichnet bzw. definiert. Seit 3000 (dreitausend) Jahre!
      Jetzt hat dieses Volk im Land SEINER eigener 3000 jährigen Geschichte ein EIGENEN Staat.
      Die Juden sehen sie SICH also als jüdisches Volks, demnach bezeichnen sie ihrem EIGENEN Staat als Jüdischen Staat Israel.
      Was gibt es daran auszusetzen?

      Das neue (aus dem nichts aufgetauchtes) Volk könnte also NEBEN dem jüdischen Staat Israel einen (zusätzliche arabischen) Staat haben. Wären da nicht die Hamas und Fatah mit ihre Charta und ihre Fahnen, wo “Palästina” ANSTELLE Israel bezeichnet UND gezeichnet wird…. Judenrein, versteht sich…

    • K….Es ist doch völlig egal welcher Artikel hier gepostet oder zu welchem Thema (selbst bei völlig unpolitischen Dingen) hier etwas geschrieben wird…Früher oder später kommen Sie immer wieder mit den gleichen vorgestanzten Stichworten, Sprechblasen, Parolen. Plattitüden daher…Ich finde das nur noch langweilig und öde.

    • “Ich finde das nur noch langweilig und öde.”

      Schon kurios, ich hatte in den letzten Wochen schon zigmal den Impuls zu schreiben, inwiefern mich der ein oder andere ‘Phrasendreschmaschinen’-Output langweilt. Dabei geht es ja gar nicht um die Kritik an sich, sondern die einseitige Fokussierung dieser Kritik. So kann man gerne über einen Boykott, wie ihn jetzt die EU beschlossen hat, reden – zum Beispiel hinsichtlich der Frage, ob er ‘diplomatisch unklug’ oder einfach nur ‘dumm’ oder vielleicht doch ‘moralisch geboten’ oder sogar ‘ein kluger Schachzug’ ist.

      Ich befürchte jedoch, so ein Boykott ist politisch wohlfeil zu haben, weil Israel als Land relativ klein und antiisraelische Kritik ‘en vogue’ ist. Würde man denn die gleichen ovalen Dinger haben, die man zum Frühstück kocht, um etwas Ähnliches für Tibet zu beschließen? Dabei lächelt der Dalai Lama immer so schön und hat doch diese vorbildliche gute Laune … hätte er nicht auch (als ‘affirmative action’) das Maß an Empörung verdient, das einige in Richtung IDF sprechen?

      “Clumsy”, ja, ist dieser Boykott selbstredend, weil es letztlich den Amerikanern obliegt, ‘to cut the Gordian knot’ und die EU ihre unausgegorenen Muskelspielchen dafür benutzt, den Verlust ökonomischer Stärke durch Schaumschlägerei zu übermalen. Angesichts der Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und Griechenland, der massenhaften Strukturproblemchen, die uns in den nächsten Jahren um die Ohren fliegen werden, würde ich mir wünschen, man würde sich in Brüssel um Dringenderes kümmern. Kurz gefasst: wer keine eigenen Drohnen hinkriegt, sollte sich auf’s Kerngeschäft besinnen.

    • @Jörg – apropos vorgestanzte Stichwörte, Sprechblasen, Parolen….in der Tat ein ziemlich nichtssagendes, ödes und langweiliges Statement. Wir wissen Du bist ein IDF-Fan und hast schöne Tage im besetzten Golangebiet mit deinen ‘nachdenklichen’ und netten IDF- Freunden gehabt. Aber was die Gruppe ‘ Breaking the Silence’ zu sagen hat, sind keine Sprechblasen und Parolen. Ausserdem habe ich schon einmal über einen konkreten Fall berichtet, dass etwa 200 Siedler mit der Unterstützung von IDF-Soldaten einen wahrscheinlich sehr armen palästinensischen Bauern überfallen haben und ihm Teile des fruchtbaren Boden zerstört und sogar entfernt haben. Es gibt übrigens viele solcher Übergriffe von jüdischen Siedlern auf palästinensische Dörfer und landwirtschaftsflächen. Mit Vergleichen zu kommen, behagt mir nicht. Aber da es in diesem Forum keinen Eindruck macht, könnte man vielleicht auf die Aktionen der Braunhemden in den 30er Jahren hinweisen, wo es zu einschüchternden und ungehemmten Übergriffen auf die Juden kam. Damals hatte man Angst einzugreifen oder es war die fehlende Zivilcourage, die so etwas geschehen liess. Ich bin überzeugt, dass die meisten Deutschen diese Aktionen heute als ein Verbrechen ansehen. Wenn es um die Übergriffe von Siedlern im Westjordanland geht, dann ist da nur Schweigen, d.h. Akzept oder Gleichgültigkeit. Ich dachte, unsere Welt sollte einmal anders aussehen. Es gibt viele Ungereimtheiten, die von deinen lieben Freunden durchgeführt werden. Hast Du nicht auch von 1000 Palästinensern in der Hebron Gegend gehört, die ihr Land verlassen sollen, damit Platz für den Ausbau von Siedlungen geschaffen wird und Platz für ein Übungsgeländem für das israelische Militär? Sind das leere Parolen? Wenn du weiter von Sprechblasen sprechen willst, dann kannst du das nur deiner gewollten Unwissenheit zuschreiben.

    • Herr K.

      1) Ob Internet oder nicht. Ich verbitte mir von Ihnen geduzt zu werden. Ich möchte einfach mit Ihnen keine Intimität und auf einer persönlichen Ebene nichts zu tun haben. Das “Sie” schafft Distanz, die ich Sie bitte einzuhalten.
      2.) Ich habe mein letztes Statement an Carina gerichtet, aber ich wusste, mir war klar, dass Sie ausrasten würden
      3.) Ja ich hatte eine gute Zeit mit den Freunden von der IDF und sehr informative Gespräche, sagte ich ja schon (s. u.). Ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass man in dem druzischen Restaurant direkt vor der Militärbasis sehr gut isst.
      4.) Ich kenne natürlich BTS. Eine kleine linke Organisation, in der eine Handvoll ehemalige Soldaten öffentlich erklären, sie hätten Schlimme Dinge erlebt. D. h. also, sie hätten erlebt, dass Soldaten der israelischen Verteidigungsstreitkräfte sich ggü. Palästinensern falsch verhalten haben. (Über Angriffe der Palästinenser auf IDF-Soldaten, über Sprengfallen, über Brandbombenwürfe, über versuchte und ausgeführte Entführungen berichten sie natürlich nicht.) Das, was sie behaupten, behaupten sie meistens ohne konkrete Belege. Wenn sich tatsächlich ein Soldat oder eine Soldatin nachgewiesener Maßen falsch verhalten hat, bin ich sofort dafür, dass dieser Soldat vor ein dafür zuständiges Gericht gestellt und bestraft wird. Die allermeisten Soldaten allerdings verrichten untadelig ihren Dienst, das darf nicht vergessen werden, bei den wenigen von BTS und den deutschen Medien, die sich meist ungeprüft auf das oft wenig aussagekräftige Material stürzen, aufgeblasenen tatsächlich oder vermeintlichen Skandalen.

    • “Wenn sich tatsächlich ein Soldat oder eine Soldatin nachgewiesener Maßen falsch verhalten hat, bin ich sofort dafür, dass dieser Soldat vor ein dafür zuständiges Gericht gestellt und bestraft wird.”

      Dafür müsste Israel erstmal zu einem Rechtstaat, staat einem jüdischen Apartheidstaat werden. Ob das jemals Realität wird wage ich zu bezweifeln.

      Im Report von Amnesty International 2013 heißt es dazu:
      “Die Tötungen palästinensischer Zivilpersonen im Westjordanland und im Gazastreifen durch israelische Soldaten wurden auch 2012 nicht unabhängig untersucht, und die Verantwortlichen wurden nicht zur Rechenschaft gezogen. Kriegsverbrechen, die von den israelischen Streitkräften im Rahmen der Operation “Gegossenes Blei” Ende 2008 und Anfang 2009 verübt worden waren, blieben weiterhin ungesühnt. Auch gab es keine Anzeichen dafür, dass die Verstöße, die im November 2012 während der militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und bewaffneten Gruppen des Gazastreifens begangen wurden, aufgearbeitet werden würden. Die polizeilichen Ermittlungen nach gewaltsamen Angriffen von israelischen Siedlern auf Palästinenser führten nur selten zu strafrechtlicher Verfolgung.”

    • “2.) Ich habe mein letztes Statement an Carina gerichtet, ”

      die es aber offenbar nicht für nötig erachtet hat, Ihnen zu antworten! Kein gutes Beispiel für “Soldaten, die wir dort kennen gelernt haben, wirkten sehr nachdenklich, sehr reflektiert [Jörg 23.7.2013]”

      Schönen Tag noch!

      Hanns

    • “Aber da es in diesem Forum keinen Eindruck macht, könnte man vielleicht auf die Aktionen der Braunhemden in den 30er Jahren hinweisen, wo es zu einschüchternden und ungehemmten Übergriffen auf die Juden kam. Damals hatte man Angst einzugreifen oder es war die fehlende Zivilcourage, die so etwas geschehen liess. Ich bin überzeugt, dass die meisten Deutschen diese Aktionen heute als ein Verbrechen ansehen. Wenn es um die Übergriffe von Siedlern im Westjordanland geht, dann ist da nur Schweigen, d.h. Akzept oder Gleichgültigkeit.” Zitat Herr K.

      Sie erwarten doch nicht, dass ich eine solch bodenlose Dummheit, auch noch inhaltlich kommentiere. Aber es zeigt wieder einmal auf welch armseligem Niveau sich die selbst ernannte Palästina-Solidarität heute bewegt, Mehr will ich dazu gar nicht sagen. Was Herr K. hier von sich gibt spricht dafür. Genau deshalb habe ich es noch einmal herausgestellt,

    • @Jörg – Du hast wahrscheinlich Schwierigkeiten mit dem Lesen. Ich habe ja gesagt, ich möchte nur ungern auf Beispiele zurückgreifen. Ich mache jetzt zum dritten Mal auf eine Aktion der jüdischen Siedler in Hebron aufmerksam (liegt jetzt einige Wochen zurück, aber ist gang und gebe ), als 200 Siedler und 50 IDF Soldaten auf einen wehrlosen palästinensischen Bauern herfielen, ohne dass das grosse Schlagzeilen macht. Du kannst nicht einfach von Dummheiten spechen. Das ist ein konkreter Fall von vielen- und man schweigt. Man kann das selbstverständlich abstreiten. Aber die ‘normale’ Reaktion ist eben ein Wegsehen, Schweigen. Das wollte ich versuchen zu erklären. Du kannst ja weiter wegsehen, aber das will ich nicht. Ich habe auch davon geschrieben, dass 1300 Palästinenser in den südlichen Hebron Bergen ihr Land verlassen sollen, damit die Besatzungsmacht Israel dort einen Schiessübungsplatz einrichten kann. Wie abgebrüht und abgestumpft kann man sein, so etwas anzuordnen ohne moralische Skrupel zu haben. Damit noch ein Beispiel. Und was wäre deine Reaktion auf so ein Unrecht? Auch sprichst Du von einer kleinen linken Breaking the Silence Gruppe. Weisst du überhaupt was links bedeutet? Die Bedeutung ist, dass man nicht alles gutgläubig frisst, sondern das was man sieht, liest und hört auch gewillt ist kritisch zu beurteilen und einzuordnen.

      Vielleicht kannst du ein einziges Mal auf einen konkreten Fall eingehen, statt dich mit hohlen Gemeinplätzen zu erklären.

  12. Also ich muss auch zugeben dass mich diese andauernde links Masche nervt! Ich bin auch Israeli und habe Meinungen. Weder bin ich politisch rechts noch links.
    Aber so leid es mir tut ich bin von Herrn Schneider nur noch genervt. Als Herr Schneider mal von einer Hamas Party bloggte dachte ich dass kann doch nicht sein. Er redete mit einem Terroristen als ob Sie befreundet waeren. Ich dachte nur noch wie man so mit einem Menschen reden kann, obwohl er dich am liebsten umbringen wurde.
    Wie gesagt ich bin weder links noch rechts. Ich habe viele Palaestinensische Freunde und Bekannte.
    Aber andauernd diese Linke Gerede nervt einfach. Ich dachte immer Journalismus soll ausgeglichen sein. Leider habe ich dies noch in keinem Video- Blog gesehen!
    Es waere wirklich toll wenn man nicht Dauer- Werbung fuer den oder den Politiker und Partei machen wurde.

    • “Aber so leid es mir tut ich bin von Herrn Schneider nur noch genervt. Als Herr Schneider mal von einer Hamas Party bloggte dachte ich dass kann doch nicht sein. Er redete mit einem Terroristen als ob Sie befreundet waeren. Ich dachte nur noch wie man so mit einem Menschen reden kann, obwohl er dich am liebsten umbringen wurde.”

      Woher nehmen Sie Ihr “Wissen” über den “Terroristen”? Haben Sie Insider-Informationen? Selbst schon mit Ihm gesprochen? Was wissen Sie über das hinaus, was Herr Schneider gebloggt hat?

      Oder ist es die übliche Platitüde “Palästinenser + Hamas zwingend Terrorist?” Beweis nicht erforderlich, weil platt genug?

      SCNR und schönen Tag noch!

      Hanns

    • Nun fuer mich ist die Hamas eine Terrororganisation. Die Sirene neben meinem Haus sagt dies auch des oefteren. Und wenn ich ein Interview fuehre und waehrendessen der Interviewte zum Mord an Juden aufruft und der Journalist mehrfach so tut als ob er nichts gehoert haette, dann denke ich so! Mit wenigen Muehen ist dass Video bestimmt hier im Blog zu finden!
      Auf die anderen Fragen: Ja, ja und ja!

    • “Nun fuer mich ist die Hamas eine Terrororganisation.”

      Und für die Palästinenser ist Israel ein Terrorstaat. Dazu noch ein angeblich demokratischer Terrorstaat, was bdeutet, dass die Mehrheit der Israelis den Terrorismus gegen die Palästinenser gutheißen und sich somit an Israels Verbrechen gegen die Menschlichkeit mitschuldig machen. Gehören sie auch dazu, oder verurteilen sie die Vertreibung, die Unterdrückung, die Siedlergewalt, den Beschuss von friedlichen Demonstranten, die Hauszerstörungen, die Wirtschaftsblockade … ?

    • Nun da sollten sie sich erstmal informieren seit 2008 oder 2009 gibt es von Seiten der IDF keine Hauszerrstoerungen mehr! Ja aber ich bin fuer die Blockade von Gaza ich lebte bis vor kurzem in Ashqelon. Denk kein Land der Welt bekommt so viel Milliarden Hilfen wie Gaza. Und die setzten sich noch rotzfrech ins TV und erzaehlen dass sie den Zement denn sie fuer ein Krankenhaus bekommen haben, nun fuer ihre Schutzbunker ausbaut! Das Video koennen sie gerne mal googeln!!Ich bin als ein Siedlerkind gross geworden im Golan wo alles viel ruhiger war. Ich bin Berufssoldatin in einer Sondereinheit uebrigens die einzige Frau in der im gesamten Bataillon. Und ihre friedlichen Demonstranten sind gar nicht so friedlich! Zeigen sie mir ein Video wo man nicht darueber singt dass man uns Juden umbringen will? Zeigen Sie mir nur eines ich bin gespannt! Ich bin auch gegen die Siedlergewalt.
      Sie sagen das fuer Palestinenser Israel ein Terrorstaat ist? Warum wollen dann 96% der Palaestinaenser in OstJeruslaem annektiert werden?? Wenn Wir ja sooo schlimm sind?

    • “… seit 2008 oder 2009 gibt es von Seiten der IDF keine Hauszerrstoerungen mehr! [Carina]”

      Aha! Steht denn der Bauernhof ungefähr bei 31.570985 N,35.125262 E (südöstlich der Straße 60 in der Nähe von Hebron) noch, bei dem ich am 12.05.1013(!) IDF-Aktionen beobachten konnte, die eher NICHT “hauserhaltend” aussahen? Leider hatte ich zuwenig Zeit und war gesundheitlich nicht so auf der Höhe, um Details zu eruieren…

      BTW: Ihr Schreibstil und der Inhalt Ihres Post unterstreicht meine Meinung von der Feindbild-Pflege bei der IDF. Verbunden mit dem etwas einseitigen Weltbild eines Siedlerkindes und der sondereinheiten(offiziers?)-typischen Überheblichkeit ergibt das keine gute Basis für eine menschenwürdige Problemlösung!

      Nochmal SCNR und schönen Tag noch!

      Hanns

    • Wenn Israel kein Terrorstaat wäre, dann hätte man nicht in Gaza tausendene Zivilisten umgebracht und zehntausende verletzt oder mit weißem Phosphor verbrannt. Man hätte nicht unzählige Häuser zersört und Olivenbäume niedergebrannt. Man hätte nicht tausende unschuldige ohne Gerichtsprozess eingesperrt. Man hätte nicht hunderttausende vertrieben und ihren Beseitz und ihr Land gestohlen. Sie sind im Golan aufgewachsen? Kennen sie die Syrische Familie der das Land vorher gehört hat auf dem sie groß geworden sind, oder kennen sie die Palästinensische Familie die auf dem Land gelebt hat, auf dem sie Heute leben? Und ihre Propaganda über die Demonstrationen können sie sich sparen. Dort demonstrieren israelische Juden, Palästinensische Muslime und Christen und Ausländer aus aller Welt friedlich gegen Israelischen Terrorismus. Gegen den Landraub. Gegen die Unterdrückung. Sie als Soldatin sind Teil dieser Unterdrückungsmachinerie. Sie verteidigen nicht ihr Land, sie helfen das Land von andren zu stehlen …

    • “Nun da sollten sie sich erstmal informieren seit 2008 oder 2009 gibt es von Seiten der IDF keine Hauszerrstoerungen mehr!”

      Ich habe mich informiert. Sie sollten das vielleicht auch nochmal tun, bevor sie hier weiter Unwahrheiten verbreiten. Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus dem Amnesty International Bericht 2013:

      “Die israelischen Behörden schränkten weiterhin die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland einschließlich Ost-Jerusalem empfindlich ein. Der Bau des Zauns bzw. der Mauer ging weiter. Unrechtmäßig errichtete israelische Siedlungen wurden weiter ausgebaut. Die israelischen Behörden unternahmen nichts, um Palästinenser und deren Eigentum gegen gewaltsame Übergriffe israelischer Siedler zu schützen. Außerdem setzten die Behörden die Zerstörung palästinensischer Häuser und rechtswidrige Zwangsräumungen fort. Die israelische Armee ging mit exzessiver Gewalt gegen Protestierende in den besetzten palästinensischen Gebieten vor. Mehr als 100 Zivilpersonen wurden von der israelischen Armee während der Militäroffensive im November 2012 im Gazastreifen getötet. Weitere 19 Zivilpersonen wurden von israelischen Streitkräften im Verlauf des Jahres in den besetzten palästinensischen Gebieten getötet. Palästinensische Bürger innerhalb Israels wurden bezüglich ihrer Rechte auf Wohnraum und auf freie Wahl des Wohnorts diskriminiert. Die Zerstörung ihrer Häuser, vor allem in der Negev-Wüste, ging weiter. Nach dem Inkrafttreten eines neuen Gesetzes im Juni 2012 wurden Tausende von Menschen, die um internationalen Schutz ersucht hatten, in Verwaltungshaft genommen. Angehörige der israelischen Streitkräfte, die für Tötungen und Verletzungen palästinensischer Zivilpersonen sowie für Folter und andere Misshandlungen von Häftlingen verantwortlich waren, wurden nach wie vor nicht zur Rechenschaft gezogen.”

      und speziell zu den Hauszerstörungen:

      “Die Streitkräfte rissen regelmäßig Häuser von Palästinensern ab. 2012 zerstörte die israelische Armee etwa 550 Bauwerke, ein Drittel davon Wohnhäuser, und 36 Zisternen. Dabei wurden 853 Palästinenser Opfer rechtswidriger Zwangsräumungen. Mehr als 1600 weitere Personen waren in anderer Weise von den Zerstörungen betroffen. Israelische Siedler griffen weiterhin regelmäßig palästinensische Einwohner des Westjordanlands und deren Eigentum an, wurden dafür jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen. Auch palästinensische Bürger innerhalb von Israel waren von Zerstörungen betroffen, insbesondere diejenigen, die in “nicht anerkannten” Dörfern in der Negev-Wüste lebten. Ihre Häuser wurden auf Betreiben der Israelischen Landverwaltung
(Israel Land Administration – ILA) sowie kommunaler Behörden zerstört.”

    • Korrektur zu: Mufti 99 am 23/07/2013 um 10:36:

      “… am 12.05.1013(!) …” muß natürlich
      “… am 12.05.2013(!) …” heißen! 😀

      Hanns

  13. Die Blogs gefallen mir alle gut und ich hoffe, das Herr Schneider und seine Kollegen ihren Job weiterhin so gut machen dürfen und können.

    Aber die Kommentarfunktion sollten sie bald abschalten, da wird nur noch ein einseitiges Bild in den Köpfen der meißten Leser gezeichnet und gefördert. Und zwar ein massiv Antiisraelisches.

  14. Das ist doch immerhin eiine gute Nachricht!: Die Hisbollah ist nun eine Terrororganisation, fein. Ist nun vermehrt mit Terroranschlaegen zu rechnen, um dem “Ruf” auch gerecht zu werden bzw. um sich zu raechen?

    • hallo lily,

      “Das ist doch immerhin eiine gute Nachricht!”

      für die israelis mag es eine gute nachricht sein, weil es im wesentlichen ihr anliegen und ihr druck auf die europäer war, die hizbullah bzw. ihren militärischen flügel auf diese liste zu setzen.

      der libanesische präsident michel suleiman – einziger christlicher staatschef im nahen osten und bestimmt kein hartgesottener hizbullah-verfechter – hat sich vor tagen allerdings noch mit einer offiziellen bitte an die europäer gewandt, die hizbullah zum aktuellen zeitpunkt nicht auf diese liste zu setzen. und der aktuelle zeitpunkt ist tatsächlich denkbar schlecht, da der libanon am rande eines erneuten bürgerkriegs steht. in unseren zeitungen liest man von dieser bitte suleimans natürlich mal wieder nichts, wenn es um dieses thema geht, da wird dieser einwand höchstens in einem nebensatz erwähnt.

      der viel größere skandal, als die hizbullah zum jetzigen zeitpunkt nicht auf diese liste zu setzen, ist die ignoranz der europäer gegenüber den verhältnissen im libanon, die bei einer bevölkerung von 4 mio. offiziell 615.000 syrische flüchtlinge – inoffizielle angaben sprechen inkl. unregistrierter flüchtlinge von annähernd 1 mio. – verkraften müssen. wenn man das auf deutschland überträgt, wären das etwa 20 mio. flüchtlinge innerhalb von 28 monaten, die deutschland hätte aufnehmen müssen – unvorstellbar. wir keifen schon bei 5000 syrischen flüchtlingen rum, die auf die bundesländer verteilt werden sollen. zwei drittel dieser flüchtlinge sind zudem erst seit anfang diesen jahres geflohen, ein dramatischer anstieg also, der in den nächsten monaten kaum abreißen wird. eine studie eines norwegischen instituts von letzter woche hat zudem ergeben, dass die anti-syrischen ressentiments unter der libanesischen bevölkerung aufgrund der flüchtlingskrise im eigenen land so hoch wie noch nie zuvor sind und drastisch ansteigen. die bitte suleimans, der für die stabilität des libanon eine wichtige, weil unabhängige, figur ist, dermaßen zu ignorieren und den libanon mit seinem massiven flüchtlingsproblem dermaßen allein zu lassen, das ist der eigentliche skandal europäischer außenpolitik momentan. die eu schaut einfach zu, wie ein land in den syrischen sumpf gerissen wird. den eindruck muss man leider bekommen. ich hätte mir gewünscht, dass die eu bei ihrer entscheidung mehr rücksicht auf die momentane lage des libanon genommen hätte.

      und mit einem entfesselten bürgerkrieg im libanon dürfte der sicherheit israels auch nicht gerade gedient sein. da muss man nur nach syrien schauen, was der bürgerkrieg für die israelisch-syrische grenze bedeutet. also vielleicht nicht nur ein kritisches auge auf die neuen eu-richtlinien im umgang mit den besetzten gebieten werfen, sondern vielleicht auch einmal einen zweiten blick auf die entscheidung, die hizbullah auf diese liste zu setzen, riskieren.

  15. Hallo Carina,

    interessant dass Sie schreiben, dass Sie Soldatin sind und vom Golan kommen. Ich hatte in den Jahren 2010 &11 jeweils die Ehre auf eine Militärbasis der Panzereinheit 288 (der Panzereinheit von Gilad Shalit, der damals noch in Hamas-Geiselhaft war) eingeladen zu sein. Man hat uns dort sehr freundlich aufgenommen und wir haben uns gut mit den Soldatinnen und Soldaten unterhalten über den Alltag in der Armee aber auch über strategische und sicherheitspolitische Herausforderungen. Damals war es auf dem Golan noch etwas ruhiger. Der Bürgerkrieg in Syrien hatte gerade erst begonnen…Das waren jedenfalls tolle Erfahrungen und sehr gute Gespräche. Seitdem habe ich noch mehr Respekt vor der Arbeit der israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Die Soldaten, die wir dort kennen gelernt haben, wirkten sehr nachdenklich, sehr reflektiert und alles andere als kriegslüstern. Im Gegenteil. Soldaten hoffen, dass es friedlich bleibt, dass sie nicht in den Krieg ziehen müssen, aber sie bereiten sich natürlich so gut es geht vor, um Bedrohungen für die Sicherheit der Bürger des Staates Israel ggf. bekämpfen zu können,,,und heute ist das auf dem Golan notwendiger denn je. Ich würde gerne heute nochmal mit den Freunden dort darüber sprechen, wie sich für sie die Situation seit meinem letzten Besuch im Frühjahr 2011 verändert hat.

  16. @Free
    “Ich habe mich informiert. […] Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus dem Amnesty International Bericht 2013:”
    “Nach dem Inkrafttreten eines neuen Gesetzes im Juni 2012 wurden Tausende von Menschen, die um internationalen Schutz ersucht hatten, in Verwaltungshaft genommen.”

    In der Tat ist mehr als beeindrückend wie Sie und Amnesty International immer so bemüht und dürstig nach “Informationen” sind, wenn es um Israel geht.

    Nun…. da ich ja gerade hier schreibe, möchte ich an der Stelle einen Beitrag leisten, um Ihren Durst an Information etwas zu lindern.
    Und da hier ja keine Links erlaubt sind verweise ich auf ARD.de. In Mediathek finden Sie die Sendung “Report Mainz”. Schauen Sie sich bitte den Beitrag “Jung, alleine und eingesperrt” an. Da wird in Videos erstmals gezeigt, wie die EU mit Menschen “die um internationalen Schutz ersucht hatten” üblicherweise umgeht.
    Unfassbar was da bzw. hier vor sich geht.
    Aber hauptsache gegen Israel schimpfen, bis der Artz kommt…

    • “Da wird in Videos erstmals gezeigt, wie die EU mit Menschen “die um internationalen Schutz ersucht hatten” üblicherweise umgeht. […] Aber hauptsache gegen Israel schimpfen, bis der Artz kommt…”

      Und über Palästina wird nicht geschipft?

      Tut mir leid, aber “hic rhodos hic salta”. Hier ist nun mal der ISRAEL/PALÄSTINA-Blog der ARD! 😀

      Eine Diskussion über Ihren genannten Beitrag wäre für mich jedoch “off topic”. Vielleicht gibt es dazu ja einen SWR-Blog?

      Schönen Tag noch!

      Hanns

    • @Hanns
      “Eine Diskussion über Ihren genannten Beitrag wäre für mich jedoch “off topic”.”

      Und darum ginge es mir auch nicht.
      Da es hier um Israel, “Tzunamis”, “Eisbergs”, “Schiffe” und “von sich selbst” rettenden Aktionen seitens der EU geht, dürfte man sich – angesicht solche offensichtlichen und verschweigtem Zustände fragen, mit welchem Recht die EU hier Israel im Sachen Völker- und Menschenrechte belehren will.

      Denn eins ist hier offensichtlich:
      EINE Herausforderung hat die EU (Flüchlinge aus dem “drittem Welt”), und selbst bei diese EINE Herausforderung versagt sie aufs ganze!
      Und dabei geht es ja einzig und allein ums GELD und sonst nichts. Denn die EU ist groß und reich genug.

      Da will ich ja garnicht denken, wie die EU auf ganz anderen Herausforderungen reagieren würde. Etwa die, die Israel seit seiner Gründung zu bewältigen hat, umgehend von kriegerischen, feindlichen Diktaturen und und und….

      Und SIE, die sich im diesem Blog ja ausschließlich um den Völker- und Menschenrechtswegen schreiben, verlieren nicht mal ein Wort darüber, schließlich sei es hier “off-topic”, hier in der “Israel/Palästina-Blog der ARD! 🙂 “. Smile inklusiv, versteht sich…

      Eine Frage, haben Sie sich den Video-Beitrag überhaupt angeschaut?

    • “Da will ich ja garnicht denken, wie die EU auf ganz anderen Herausforderungen reagieren würde. Etwa die, die Israel seit seiner Gründung zu bewältigen hat, umgehend von kriegerischen, feindlichen Diktaturen und und und….”

      Naja die EU ist eben nicht nach Palästina gekommen und hat die dortigen Einwohner vertrieben und ermordet. So macht man sich eben keine Freunde. Ihr Vergleich hinkt einfach. Und die umliegenden Länder sind nicht kriegerischer als andere. Sie verteidigen sich gegen den rassitischen zionistischen Imperialismus im Nahen Osten. Ohne zionistischen Kolonialismus kein Konflikt …

      “Palestine belongs to the Arabs in the same sense that England belongs to the English or France to the French…What is going on in Palestine today cannot be justified by any moral code of conduct…If they [the Jews] must look to the Palestine of geography as their national home, it is wrong to enter it under the shadow of the British gun. A religious act …cannot be performed with the aid of the bayonet or the bomb. They can settle in Palestine only by the goodwill of the Arabs… As it is, they are co-sharers with the British in despoiling a people who have done no wrong to them. I am not defending the Arab excesses. I wish they had chosen the way of non-violence in resisting what they rightly regard as an unacceptable encroachment upon their country. But according to the accepted canons of right and wrong, nothing can be said against the Arab resistance in the face of overwhelming odds.”

      Mahatma Gandhi

    • @Free
      “Naja die EU ist eben nicht nach Palästina gekommen und hat die dortigen Einwohner vertrieben und ermordet. […] Ohne zionistischen Kolonialismus kein Konflikt …”

      Sagte ich ja gerade…, und ohne die “zionisten” wäre die Gegend oder gar die ganze Welt das Paradies….

      Haben Sie die Aussagen einige Zeitzeugen die hier gepostet wurden absichtlich “ubersehen”?

      “Palestine belongs to the Arabs in the same sense that England belongs to the English or France to the French…”

      Wenn ich das so lese….

      Jede einzelner Stein im ganz Palästina zeugt seit jahrtausenden von den Juden und dessen Bindung auf das Land. Da existierten “England.. or France” noch lange nicht…

      Warum also gilt für den Juden eine andere Standard als für Engländern und Französen?
      Spielt da etwa Antisemitismus eine Rolle?

      ” A religious act …cannot be performed with the aid of the bayonet or the bomb.”

      Gerade das tun aber die Araber im Bezug auf “Palästina” und besonderes im Bezug auf Jerusalem als dritt-grössten heiligen Stätten des Islams. Dabei war Jerusalem, wie wir hier zum lesen bekommen haben, in einem desolaten, ruinösem Zustand.

      “I am not defending the Arab excesses.”

      Dem Satz kommt mir irgendwie bekannt vor… und irgenwie Pflicht, wie “ich habe viele jüdischen Freunden” oder “ich habe nichts gegen die Israelis”, zum Beispiel….

    • “Jede einzelner Stein im ganz Palästina zeugt seit jahrtausenden von den Juden und dessen Bindung auf das Land. Da existierten “England.. or France” noch lange nicht…

      Warum also gilt für den Juden eine andere Standard als für Engländern und Französen?
      Spielt da etwa Antisemitismus eine Rolle?”

      Sorry, aber für Juden gilt kein anderer Standard. In Palästina lebten Juden lange friedlich mit Muslimen und Christen zusammen. Sie aber unterstützen einen Staat der jeden nichtjuden diskriminiert. Die Araber haben in Palästina gelebt und die Mehrheit gestellt bevor die Zionisten gekommen sind und sie vertrieben haben. Nicht die Araber sind gekommen um die Juden zu vertreiben. Sie verwechseln da etwas …

      “” A religious act …cannot be performed with the aid of the bayonet or the bomb.”

      Gerade das tun aber die Araber im Bezug auf “Palästina” und besonderes im Bezug auf Jerusalem als dritt-grössten heiligen Stätten des Islams. Dabei war Jerusalem, wie wir hier zum lesen bekommen haben, in einem desolaten, ruinösem Zustand.”

      Sie werfen hier die Tatsachern durcheinader. Die Zionisten sind nach Palästina gekommen, um die Araber zu vertreiben. Sie waren es die Gewalt angewendet haben, um Palästina ethnisch zu säubern. Informieren sie sich über Irgun, Sterngang, Etzel u.s.w.

      ““I am not defending the Arab excesses.”

      Dem Satz kommt mir irgendwie bekannt vor… und irgenwie Pflicht, wie “ich habe viele jüdischen Freunden” oder “ich habe nichts gegen die Israelis”, zum Beispiel….”

      Ich habe das Gefühl sie haben das Zitat von Gandhi nicht verstanden. Sie sollten es vielleicht nochmal lesen. Gandhi ist ihnen 2 Schritte voraus: 1. Er tolleriert nicht die Vertreibung und den Mord an Menschen aus Religiösen Gründen. Sie verteidigen das zionistischen Kolonisationsprojekt, dass sein rassitisches Ziel mit Gewalt durchgesetzt hat.
      2. Er verurteilt auch die Gewalt der Palästinenser und würde es, wie ich, befürworten wenn sie gewaltlos bleiben würden, sagt aber auch, dass sie das Recht haben sich gegen die Besatzer und das damit verbundene Unrecht auch mit Gewalt zu verteidigen.

    • @Free

      Sie haben es nicht verstanden oder wollen es nicht verstehen.

      Palästina war schon immer und ist immernoch das Land der Bibel und der “Israeliten”.
      Wenn also “England belongs to the English or France to the French” dann “belongs” erst recht Paläestina den Juden.

      Und Sie sind der jeniger der vieles verwechselt und umeinander wirft.
      Die Araber stellten zwar insgesamt die Mehrheit dar, nicht aber in den meisten jüdischen Dörfer und Städten.
      Als dann die eingewanderten Juden das Land kultivierten und die Wirtschaft allgemein florieren ließen, fand eine Einwanderung der Araber aus den umliegenden Länder statt. Und so wuchs die arabischen Mehrheit immer weiter, proportional zu den wirtschaftlicher Wachstum.

      Und ja, bis dahin hatten die Araber meist kein Problem mit den Juden…
      Das änderte sich aber schnell, und es waren die Araber die zuerst Gewalt übten.
      Daraufhin organisierten sich dann die Juden, um sich von Angriffe zu verteidigen.

      Also nichts mit “gekommen und vertreiben”…
      Die Juden sind gekommen und haben das Land wiederbelebt und somit Arbeit und Wohlstand für alle ermöglicht.

      Selbst Organisationen wie der Irgun etc. würden nicht so aus Langeweile gegründet. Denn zum einem waren die arabischen Angriffe Alltags geworden, und zum anderen machten die Briten diverse “Rückzieher” und verhinderten oder gar blokkierten jede weitere jüdische Einwanderung, selbst wenn sie somit den Juden in den sicheren Tod zurückschickten. Nicht zu vergessen, dass der Mufti von Jerusalem aktiv mit Hitler an der Vernichtung der Juden zusammenarbeitete!

      Und Sie verweisen auf solche Organisationen die unter solche Umstände gegründet wurden und sprechen von “Terroristen” und “ethnischen Säuberung”. Und selbstverständlich sind arabische Terroristen Freiheitskämper und dessen ethnischen Säuberung in Gaza und ggf. in “Palästina” nun Gerecht. Das war schon der Mufti von Jerusalem so ein Gerechter, ein Freiheitskämpfer der das Problem an der Wurzel anpacken wollte….

      “sagt aber auch”

      Ach so…, ich hatte den “aber” vergessen, sorry…
      Also nach der Motto “ich habe viele jüdischen Freunden ABER…” oder “ich habe nichts gegen Israelis ABER…”….

    • “Palästina war schon immer und ist immernoch das Land der Bibel und der “Israeliten”.
      Wenn also “England belongs to the English or France to the French” dann “belongs” erst recht Paläestina den Juden.”

      Und was bevor die Märchen der Bibel erfunden wurden? Schonmal von den Philistern gehört. Die haben schon vor den Märchen aus der Bibel in Palästina gelebt. Von denen leitet sich auch das arabische Wort für Palästina ab: Falastin. Die Palästinenser haben als Nachfahren der Philister auf jeden Fall mehr Bezug zum Land als irgendwelche aus Polen oder Russland stammenden Juden, deren Vorfahren vor ein paar Hundert Jahren zum Judentum übergetreten sind und heute auf dem Land und in den Häusern von den 1947/48 vertriebenen Palästinensern leben. Sicher sind einige Philister Juden geworden und wieder einige dieser Juden sind dann Christen und Muslime geworden. Ich will im Gegensatz zu ihnen keinen rassitischen Religionsstaat sondern einen multireligösen demokratischen Staat.

    • @Free
      “Und was bevor die Märchen der Bibel erfunden wurden? ”

      Soso… für Sie sind also archeologische Funde und alles was mit den jüdischen Volks zu tun hat – inkl. die Juden selbst – ein Märchen…

      Gut, was war vor?
      Sie sagen es ständig, dass es keine Rolle spielt was es “vorher” war. Und Heute – sowie “vorher” – ist Israel da.
      Und was “vorher” war existiert, zusammen mit der Philister, seit jahrtausenden nicht mehr.

      “Die Palästinenser haben als Nachfahren der Philister…”

      Und wo haben Sie das her? Ach so… die Märchen….

      “Ich will im Gegensatz zu ihnen keinen rassitischen Religionsstaat sondern einen multireligösen demokratischen Staat.”

      Soso… und nach welchem Vorbild? Sie haben ja eine große Auswahl in der Region…
      Wie wäre es mit den Autonomie Gebiete? Oder wäre Ihnen Gaza lieber?

      Eigentlich egal, denn Abbas will ja bekanntlich ein judenrein Palästina und der Fatah Fahne zeichnet Palästina ANSTELLE Israels.

    • “Soso… für Sie sind also archeologische Funde und alles was mit den jüdischen Volks zu tun hat – inkl. die Juden selbst – ein Märchen…”

      Könnten sie lesen hätten sie das gelesen: “Sicher sind einige Philister Juden geworden und wieder einige dieser Juden sind dann Christen und Muslime geworden.” Ich bestreite nicht, dass es Juden in Palästina gab und gibt. Im Gegensatz zu vielen Zionisten, die bestreiten, dass es Palästinenser gab und gibt.

      “Sie sagen es ständig, dass es keine Rolle spielt was es “vorher” war. Und Heute – sowie “vorher” – ist Israel da.
      Und was “vorher” war existiert, zusammen mit der Philister, seit jahrtausenden nicht mehr.”

      Wann habe ich das gesagt. Ich weiß wirlich nicht wessen Kommentare sie lesen aber sicher nicht meine. Sie sind hier derjenige, der die Geschichte ausbelden will. Für sie ist wichtig was vor 2000 Jahren war. Was vorher war ignorieren sie. Für sie ist wichtig, dass 1948 die Araber Israel den Krieg erklärt haben. Die Verbrechen der Zionisten vor der Kriegserklärung blenden sie dafür aus. Ihre einseitige Sicht bringt niemanden weiter.

      “Soso… und nach welchem Vorbild? Sie haben ja eine große Auswahl in der Region…
      Wie wäre es mit den Autonomie Gebiete? Oder wäre Ihnen Gaza lieber?”

      Wie wäre es mit einem ähnlichen System wie in Deutschland nur noch laizistischer. Auf jeden Fall nicht so rassitisch wie die angeliche Demokratie die es derzeit in Israel geben soll, was ich immer noch für ein Gerücht halte. Demokratie schließt Minderheitenschutz mit ein und in Israel werden die Minderheiten eiskalt diskriminiert …

    • Typisch. Wenn Israel Verbrechen begeht wird immer geguckt wo sich noch wer findet der schlimmeres oder ähnliches tut und derjenige der Israels Verbrechen kritisiert soll so als Antisemit abgestempelt werden, weil er in einem Forum über den Nahostkonflikt nicht Deutschlands, Frankreichs, Nordkoreas, Chinas, …, sondern Israels Politik kritisiert. Sie versuchen hier jedes Verbrechen Israels zu relativieren bzw. zu rechtfertigen anstatt diese Verbrechen selbst zu kritisieren. Aber für sie scheint Israel unfehlbar zu sein …

    • @Free

      Da für Sie ja die bloße Existenz Israels ein Verbrechen darstellt erübrigt sich ja jeder weiterers Kommentar.

      Wie man ja in anderen Foren dann über China, Nord Korea, Iran etc argumentiert wird – meistens von denen die ständig “Israels Politik” kritisieren – wissen wir ja auch. Also auch hier keinen Kommentar…

    • “Da für Sie ja die bloße Existenz Israels ein Verbrechen darstellt erübrigt sich ja jeder weiterers Kommentar.”

      Die Existenz Israels ist ein Problem weil mit ihr die Unterdrückung und Vertreibung der Palästinenser verbunden ist. Wäre Israel friedlich und mit Einverständnis der Palästinenser gegründet worden, wäre die Existenz völlig in Ordnung. Nur war es eben nicht so. Israel wurde durch zionistischen Terrorismus ins Leben gerufen, durch die gewaltsame Vertreibung der Araber und das war ein Verbrechen …

  17. @Free
    “Wäre Israel friedlich und mit Einverständnis der Palästinenser gegründet worden, wäre die Existenz völlig in Ordnung.”

    Erstens gibt es auf der Erde kein anderen Staat der mit den Segen der VEREINTEN NATIONEN gegründet wurde und zweitens konnte man sich so eine “Einverständnis” nicht einholen, denn “die Palästinenser” waren ja noch nicht erfunden worden. Unglaublich aber wahr, damals gab es noch keine “Palästinenser”.

    Die einzige Palästinenser waren Juden und Christen. Die Juden waren offensichtlich damit Enverstanden, wie wir inzwischen wissen (sollten)…

    • Naja, ein paar (ganz wenige, die nach Ansicht der “Entscheider” ja weggeschickt werden konnten!) Araber werden in dem ehemaligen Mandatsgebiet “Palestine” ja wohl auch gewohnt haben, oder? Wie war das mit dem Verdrängen, auf dem einen Auge blind usw. Bitte auch bei platten Jokes immer schön bei der vollständigen Wahrheit bleiben!

      Und wenn irgendwo in Afrika (Uganda? Ich müßte nachsehen!) seinerzeit nicht gerade eine Hungersnot geherrscht hätte, wäre Israel jetzt in Afrika!

      Schönen Tag noch!

      Hanns

    • an Mufti 99 am 27/07/2013 um 16:43
      Dann wäre Victoria-see der drittheilgiste Ort des Islams und ein palästinensisches Volk wäre eben in Uganda geboren.

    • Mit Sicherheit: “Nein” und “Nein”!

      Einfach mal die religiöse Struktur vom Mandatsgebiet Palestine mit der Ugandas Ende der Vierziger des vorigen Jahrhunderts vergleichen! 😉

      Oder glauben Sie wirklich, die Araber wären, um die in Uganda siedelnden Juden zu ärgern, dort gleich auch noch in Massen eingefallen? 😀

      So, Schluß mit dem “was wäre wenn”-Szenario. Schönen Tag noch!

      Hanns

    • @Hanns
      “Naja, ein paar (ganz wenige, die nach Ansicht der “Entscheider” ja weggeschickt werden konnten!) Araber werden in dem ehemaligen Mandatsgebiet “Palestine” ja wohl auch gewohnt haben, oder?”

      Naja, lesen kann ja sehr anstrengend sein, bei dieser Hitze…. Aber ist es zuviel verlangt, die Beiträge wenigstens VOR dem Antworten zu lesen?

      Am 26.07.2013 um 14:04 sagte ich bereits:
      “Die Araber stellten zwar insgesamt die Mehrheit dar, nicht aber in den meisten jüdischen Dörfer und Städten.
      Als dann die eingewanderten Juden das Land kultivierten und die Wirtschaft allgemein florieren ließen, fand eine Einwanderung der Araber aus den umliegenden Länder statt. Und so wuchs die arabischen Mehrheit immer weiter, proportional zu den wirtschaftlicher Wachstum.”

      Also die Araber stellten schon von Anfangs an die Mehrheit da, wenn auch nicht in den jüdischen Städte.
      Das ändert aber nichts an den Tatsachen, dass es für beiden Bevölkerungsgruppen zu massiver Einwanderungswellen kam, und dass das Land überwiegend unbewohnt und verseucht war.

      “Und wenn irgendwo in Afrika (Uganda? Ich müßte nachsehen!) seinerzeit nicht gerade eine Hungersnot geherrscht hätte, wäre Israel jetzt in Afrika!”

      Ersparen Sie sich die Mühe, Uganda war es…
      Und Sie meinen, Uganda wäre ja die bessere/gerechtere Wahl gewesen?
      Wie kommen Sie denn darauf?
      Wo steht denn den Zusammenhang zwischen Juden und Uganda? *Ratlos*
      War denn Uganda “Herrenlos”, unbevölkert, oder ist/wäre Ihnen das völlig wurscht (gewesen), hauptsache nicht IN Palästina? Zumal selbst der Name “Palästina” zeugt von den Juden, denn er wurde ja von den Römer gegeben als sie das altes Israel platt machten und den Juden vertriebten…

      Irgendwie wären Sie also bereit andere Völkern zu opfern, egal wo auf der Erde, bloß nicht den “Palästinenser” die es “seinerzeit” zumindest garnicht gab.

      Gibt es irgendwelche Gründe dafür, ich meine, für diese spezielle Parteinahme…?

    • @ sonderbar – Ich kann es kaum mehr hören oder lesen, nämlich dass es die Palästinenser entweder gar nicht gab, oder dass sie eingewandert seien sollen. Sicher ist doch, dass in Palästina hauptsächlich palästinensische Araber ( die Mehrzahl) und auch palästinensische Juden gewohnt haben (Anfänglich wenige und dann kamen immmer mehr). Man kann nicht über die Köpfe der Menschen hinweg die an einem Ort leben Entscheidungen treffen, ohne sie in diesem Prozess mit einzubeziehen. Genau das war nicht der Fall. Deswegen hatte die UNO einen Sonderbeauftragten nach Jerusalem geschickt, um weitere Verhandlungen zu führen. Der wurde aber 1948 von jüdischen Terroristen ermordet.

      Schon vor der offiziellen Staatsgründung waren lt. meinen Quellen etwa 250.000 Menschen vertrieben worden (jüdische Terrororgabisationen). Danach kamen noch einmal 500.000 Palästinenser, die auch vertrieben wurden, hinzu. Das lässt dich und vieler deiner Gesinnungsfreunde kalt. Ich finde das eine horrible Zahl von Vertriebenen und die immer noch in ihre Heimat zurückkehren wollen. Das einfach zu beschönigen, zu leugnen und zu verneinen, finde ich ganz inakzeptable. Ich verstehe nicht, dass unsere Politiker das nicht sehen wollen und finden, dass die weitere Besetzung, Mauerbau und Siedlungsausbau ein Ende haben muss.

      Ausserdem kann ich also jeden fremden Boden betreten, ihn vom Unkraut befreien, vielleicht ein paar Bäume pflanzen und dann behaupten, der Boden gehört mir. Nein, so geht das nicht.

    • @Michael K.
      “Ich kann es kaum mehr hören oder lesen”

      Das ändert aber nichts an den Tatsachen.
      Die waren Araber, ja sie waren in der Mehrheit und ja, viele von ihnen wanderten aus den umliegenden Länder ein.

      “Man kann nicht über die Köpfe der Menschen hinweg die an einem Ort leben Entscheidungen treffen, ohne sie in diesem Prozess mit einzubeziehen.”

      Das wollten sie aber nicht und lehnten alle möglichen Vorschläge ab, genauso wie sie heute auch tun.
      Die fordern ja einen judenrein palästinensischen Staat, und die Hamas sogar die Vernichtung Israels.

      “Schon vor der offiziellen Staatsgründung waren lt. meinen Quellen etwa 250.000 Menschen vertrieben worden (jüdische Terrororgabisationen). Danach kamen noch einmal 500.000 Palästinenser, die auch vertrieben wurden, hinzu.”

      Bei Ihren Quellen vermisse ich die Aufrufe an der arabische Bevölkerung der umliegenden Länder.
      Aber Sie haben es nicht so mit den Fakten…

      “Ausserdem kann ich also jeden fremden Boden betreten, ihn vom Unkraut befreien, vielleicht ein paar Bäume pflanzen und dann behaupten, der Boden gehört mir. Nein, so geht das nicht.”

      Nein so nicht. Sie können jedoch Boden kaufen, und dann gehört der Boden Ihnen. So geht es, und so wurde es auch getan.

      “Das einfach zu beschönigen, zu leugnen und zu verneinen, finde ich ganz inakzeptable.”

      Das ist aber genau was Sie tun, beschönigen, leugnen und verneinen. Inakzeptabel eben…

    • “Das wollten sie aber nicht und lehnten alle möglichen Vorschläge ab, genauso wie sie heute auch tun.
      Die fordern ja einen judenrein palästinensischen Staat, und die Hamas sogar die Vernichtung Israels.”

      Aber die Israelis nehmen alle Vorschläge der Palästinenser an? Wer fordert ein judenreines Palästina? Wann wurde die Hamas gegründet und warum? Was ist mit den Israelis die ein Araberfreies Palästina wollen? was ist mit den Zionisten die alle Araber vertreiben wollten?

      “Bei Ihren Quellen vermisse ich die Aufrufe an der arabische Bevölkerung der umliegenden Länder.
      Aber Sie haben es nicht so mit den Fakten…”

      Bei ihnen fehlen mir die zionistischen Massaker und die Vertreibungen der Palästinenser bevor es solche Aufrufe gegeben hat. Aber sie aben es anscheinend nicht so mit den Fakten 😛

      “Nein so nicht. Sie können jedoch Boden kaufen, und dann gehört der Boden Ihnen. So geht es, und so wurde es auch getan.”

      Wie viel % des Bodens wurde gekauft und wie viel wurde enteignet. Das wäre mal was das sie sich angucken sollten. Ob sie dann immer noch solche Aussagen machen würde ich bezweifeln. Es ist einfach Fakt das hunderte von Palästinensischen Dörfern dem Erdboden gleich gemacht wurden und ihr Besitz enteignet wurde.

    • “Irgendwie wären Sie also bereit andere Völkern zu opfern, egal wo auf der Erde, bloß nicht den “Palästinenser” die es “seinerzeit” zumindest garnicht gab.

      Gibt es irgendwelche Gründe dafür, ich meine, für diese spezielle Parteinahme…?”

      Dann würde mich mal interessieren warum sie es OK finden die Palästinenser zu vertreiben, zu massakrieren und ihnen das Land zu stehlen? Was ist ihr Grund für ihre spezielle Parteinahme für die Israelis?

    • @Free

      Wie kommen Sie denn darauf?

      Falls es in einzelnen Fälle – die noch NICHT bewiesen sind – doch zu Vertreibungen gekommen ist, finde ich das nicht “OK”.

      Ansonsten sind die Araber GEGANGEN um wieder zurück zu kommen, sobald über 5 Armeen die Juden ins Meer getrieben hätten. Leider für sie kam es nie dazu und so wurden sie von ihren Brüdern ja “aufgenommen”, das wissen Sie ja…
      Alle andere die geblieben waren leben weiter als gleichberechtigter Bürger Israels.

      Von “massakrieren” habe ich auch noch nie gehört außer in einen Fall, der auch umstritten ist…
      Ich habe nur viel von Pogrome gehört und von “Massaker” in den Juden abgeschlachtet werden, höre ich gelegentlich heute noch.

      Das Land wurde rechtmäßig den rechtmäßigen Besitzer und Großbesitzer abgekauft. Also nichts mit “stehlen”…

      Wo sehen Sie denn Parteinahme?
      Die Araber könnten jederzeit ein weitere arabischen Staat bekommen. Sie sollten nur von den Vernichtung Israels absehen, ganz einfach.

    • “Falls es in einzelnen Fälle – die noch NICHT bewiesen sind – doch zu Vertreibungen gekommen ist, finde ich das nicht “OK”.

      Ansonsten sind die Araber GEGANGEN um wieder zurück zu kommen, sobald über 5 Armeen die Juden ins Meer getrieben hätten”

      Sie sollten unbedingt ihr Wissen über den Nahostkonflikt erweitern und nicht nur zionistische Literatur lesen dann würden sie erfahren, dass schon zig Palästinenser vertrieben und ermordet wurden bevor die Araber Israel den Krieg erklärt haben. Wenn sie aber nur zionistische Propagandaseiten lesen, werden sie darüber natürlich nichts erfahren.

      “Alle andere die geblieben waren leben weiter als gleichberechtigter Bürger Israels.”

      Gleichberechtigt. Das ich nicht lache … Erzählen sie keine Märchen …

      “Die Araber könnten jederzeit ein weitere arabischen Staat bekommen. Sie sollten nur von den Vernichtung Israels absehen, ganz einfach.”

      Sorry aber von Anfang an haben die Zionisten die Vertreibung der Araber geplant und jetzt werfen sie den Arabern vor, dass sie sich gegen die zionistischen Rassisten verteidigen?

    • Lieber Eliseo,
      es ist relativ sinnlos, mit einem 150%igen 3D-Antisemiten zu diskutieren. Die drei D: Dämonisierung mit dem Ziel der Delegitimierung und Doppelte Standards.:

      Dämonisierung: Poste ständig hysterische Sätze wie “Alle Israelis Siedler töten mit Senfgas schwangere palästinensische Seehundbabies”. Es ist nicht erforderlich, selbst auf Nachfrage irgendwelche konkreten Fälle mit Ort, Datum und Person zu benennen, denn – wie Hitler schon in “Mein Kampf” schrieb – wenn man eine Lüge nur oft genug wiederholt, glaubt sie das Volk.

      Delegitimierung: Da die Israelis so böse sind (und von Anfang an mit bösen Absichten gekommen sind), haben sie und alle ihre Nachfahren kein Recht auf einen eigenen Staat. Deshalb müssen sie alle wieder zurück woher sie bzw. ihre Vorfahren gekommen sind, auch wenn sie dort nicht erwünscht sind oder Verfolgung erleiden müssen, und der Staat Israel ist sofort aufzulösen. In keinem Fall darf ihnen erlaubt werden, ihre jüdische Identität zu wahren.

      Und schließlich die doppelten Standards: Palästinenser, die Israelis töten oder Palästinenser, die Palästinenser töten, oder andere Araber, die Palästinenser töten, sind Notwehr oder Kollateralschäden. Wenn aber ein Israeli genau einen Palästinenser tötet, dann ist das ein Massaker.

      Sie können sich aussuchen, ob Sie sich Free mit sparsamer Frisur und Springerstiefeln vorstellen, oder doch eher mit Rauschebart und Pluderhosen; in beiden Fällen ist es religiöse Besessenheit. Ich für meinen Teil habe mir ein Addin für meinen Browser geschrieben, das die Worte in seinen Beiträgen durch “Bla” ersetzt. Das hat ungefähr den gleichen Sinngehalt, ist aber wesentlich angenehmer zu lesen.

    • Melden sie sich doch bitte 1 mal mit Argumenten zu Wort anstatt hier immer nur hohle Phrasen rauszuhauen oder Unwahrheiten zu erzählen. Ich kann echt nicht verstehen wie jemand wie sie anderen vorwerfen kann hier Bla Bla zu erzählen. Ich bin auf den ersten konstruktiven beitrag von ihnen gespannt. Wenn sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben würde ich sei bitten meine Argumente zu entkräften. Dazu scheinen sie aber nicht in der Lage zu sein, weswegen sie versuchen mich als Nazi zu verleumden.

  18. Man sollte bitte beachten: Die Regelungen der EU sind einfach nur die Anwendung der bereits seit langem bestehenden Regelungen zur Herkunftsbezeichnung von Gütern. Die Regeln werden auch in anderen kritischen Fällen angewendet. Es gab einfach nur jahrelang keine Anwendung auf die besetzten Gebiete im Nahen-Osten. Es ist KEIN Boykott. Die Konsumenten können und sollen selber entscheiden. Es wird auch einige geben, die gerade diese Produkte auswählen.

    Im Prinzip ist die Herkunftsbezeichnung bei allen Produkten in der EU verbesserungsfähig (also auch die Zutaten sollten klar gekennzeichnet werden, woher sie kommen, z.B. irgendwelche Gurken in einem Fertigprodukt kommen aus Indien oder CHina, dann sollte das draufstehen).

    Die Schweiz ist da weiter…

  19. Thanks for finally writing about > Heute spricht mal ein Israeli | Studio Tel Aviv < Loved it!