Kinderglück trotz Haft – zur ARD-Themenwoche

“Wenn Abdelkarim aus dem Gefängnis kommt, sind wir beide über 50 und zu alt, um Kinder zu bekommen”, sagt Lidia. Deswegen wollten sie jetzt noch ein Kind haben. Aber Lidia darf ihren Mann nur alle zwei Wochen im israelischen Militärgefängnis sehen, sie kann nicht zu ihm. Abdelkarim ist zu 25 Jahren Haft verurteilt, weil er auf israelische Soldaten und Siedler geschossen hat. Mindestens zwölf Jahre Haft hat er noch vor sich.

Und trotzdem sind die beiden gerade Eltern geworden: Lidia hat den Samen ihres Manns aus dem Gefängnis geschmuggelt. An den Wärtern vorbei. Mit Hilfe einer Klinik im Westjordanland ist sie schwanger geworden.    

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Das ist die Geschichte, die in dieser Woche auf vielen ARD-Hörfunksendern läuft, im Rahmen unserer Themenwoche “Glück”. Eine Geschichte, die den eigenen Glücks-Maßstab infrage stellen kann.

themenwocheEin Kind alleine großziehen, Jahrzehnte mit Warten auf den Mann verbringen, alle zwei Wochen eine Tagesreise ins Gefängnis in der Negev-Wüste unternehmen … das alles hört sich nicht nach einem glücklichen Leben an. Aber Lidia ist glücklich, dass Abdelkarim zu einer Familie zurückkehren kann, nicht nur zu ihr.

Die israelische Gefängnisverwaltung übrigens erkennt die Vaterschaft des inhaftierten Abdelkarim nicht an und verweigert ihm deshalb, das Kind zu sehen. Lidia wartet die Gerichtsentscheidung in einem ähnlichen Fall ab und will notfalls ein Besuchsrecht für ihren Sohn erstreiten.

 

 

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  1. Kuckuck, was ein Kind ! Schön für Lidia, dass sie ein Kind hat. Leider wurde das Glück der beiden UND ds Glück Ihres Kindes nicht zuletzt schon vor langer Zeit dadurch zerstört, dass der gute Abdelkarim das Glück und das Leben anderer Familien zerstören musste. Aus reinem ideologisch religiösem islamischen Hass. Ich weiss, daran kann nur Israel Schuld sein, aber zum Glück stellen sie die Schuldfrage nicht, Herr Wagner. Gratulation!

    • die jüdischen Palästinenser sind doch an Allem Schuld. Auch an dem Unglück der Anderen, ist doch klar. zumindest muss es so – nich direkt ausgesprochen – politisch korrekt heissen!

  2. Heute kein Reisebericht, kein (versuchter) Anschlag, keine Friedensverhandlungen, sondern eine echte und mit Erfolg ausgetragene “Samen – Schmuggel – Story”! 😀

    Die Mutter erklärte, sie habe sich gewünscht, dass ihr Mann nicht nur zu ihr, sondern zu seiner “Familie” heimkehren könne. Es gibt aber bereits eine Tochter. Zählt die nicht, weil sie voraussichtlich selbst Mutter sein und eine eigene Familie haben wird, wenn ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird? — The Palestinian Mind – simply mind-boggling.

    Die existentielle Not dieser alleinerziehenden Mutter ist offensichtlich überschaubar.

    Mazal Tov!

  3. Eine schlaue, tolle Frau – noch ein Nachwuchs-Terrorist fuer die Hamas. Ein “Glück” fuer alle.

  4. Ich höre/ lese hiermit auch zum ersten Mal von so einer Aktion, aber für die Frau, könnte ich mir vorstellen, könnte das Einschränkungen beim Besuch ihres Mannes im Gefängnis bedeuten. Biologische Vaterschaft so zu “erzwingen” wird aber wahrscheinlich öfter vorkommen. Seien wir also gespannt auf das Leben der Familie in ca. zwölf Jahren.

  5. “Abdelkarim ist zu 25 Jahren Haft verurteilt, weil er auf israelische Soldaten und Siedler geschossen hat.” (C. Wagner)

    “Leider wurde das Glück der beiden UND ds Glück Ihres Kindes nicht zuletzt schon vor langer Zeit dadurch zerstört, dass der gute Abdelkarim das Glück und das Leben anderer Familien zerstören musste.” (jo)

    Was ist damals geschehen? Ist das bekannt? Abdelkarim hat “auf” Siedler und Soldaten geschossen. Wie viele Menschen wurden dabei verletzt und wie schwer? Hat er jemanden er-schossen? “Das Glück und das Leben” wie vieler anderer Familien sind/waren von dieser Tat betroffen?

    Weiss Lidia nicht, warum ihr Mann zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde? Bereut er seine Tat, vergibt sie ihm? Sie scheint völlig auszublenden, dass ihr Mann aus einem schwerwiegenden Grund hinter Gittern sitzt. Macht sie das nicht nachdenklich? Und wenn er nach seiner Freilassung wieder eine solche Tat begeht? Oder ist das alles halb so wild und sagt nichts Schlechtes aus über Abdelkarims Charakter, weil er in Wahrheit ein Soldat ist, der seinem Volk dient, das sich im Befreiungskampf befindet? Damit wird der versuchte(?) Mord zur (staatenlosen) Vaterlandspflicht. Für sein Volk und seine Frau ist er ein Held, kein Attentäter und gewiss (in Abwesenheit) kein gewalttätiger Ehemann und Vater. Lidia ist vor ihm in Sicherheit und nicht mehr allein dank ihrer Babytrophäe, da die Jahre ins Land gehen, während sie auf die Freilassung ihres Mannes wartet. Vielleicht kann er als frisch gebackener Vater sogar zur Friedensverhandlungsmasse werden.

  6. Kinderglück?! Das syrische Kind, das vergangene Woche im Siv-Krankenhaus zur Welt kam, DAS ist Glück!

    «Abdelkarim ist zu 25 Jahren Haft verurteilt». Das bedeutet nach heutigem Stand, dass der Gefangene nach Verbüßung seiner Strafe von der PA „den Status eines Ministerialdirektors oder eines Brigadegenerals“ erhält. Des weiteren darf die Familie mit einer Einmalzahlung in Höhe von $ 50.000,- sowie einer Rente in Höhe von $ 3.970,- monatlich rechnen. DAS vergleiche man mal mit den Renten vieler Frauen hierzulande, die ein Leben lang gearbeitet haben und trotzdem nicht über Sozialhilfe hinauskommen: Da scheint mir die Karriere eines Terroristen durchaus lohnend zu sein!

    Was interessiert uns Afrika, was verhungernde Kinder, wenn man Juden-Mördern und Terroristen zu Ansehen und veritablem Wohlstand verhelfen kann! Danke UNO, danke EU. Mehr Geburten, mehr Flüchtlinge, mehr Entwicklungshilfe, toll!

    Und nun erfahren wir also auch öffentlich-rechtlich, dass die Geburt des „Abdelkarim“ ein großes Glück ist, hat sie den (vermutlich jüdischen) Gefängniswärtern doch ein Schnippchen geschlagen. Tolle Frau! DAS muss auch Schland erfahren, DAS fehlte uns zu unserem teutschen Glück: «Eine Geschichte, die den eigenen Glücks-Maßstab infrage stellen kann.» Für diesen Satz danke ich Ihnen ganz besonders, Herr Wagner!

    Ja, so kann er wohl aussehen, der Weg zum Glück: Eine Ausbildung zum Terroristen, inklusive heutzutage ja immer auch erwarteter Auslandserfahrung, vielleicht im Sinai (an der Küste soll man toll baden können), mit ersten praktischen Erfahrungen in Syrien, im Libanon, später mit guten Berufsaussichten auf dem Gebiet des „zionistischen Gebildes“, Palästina: Ein Berufszweig mit Zukunft, Nervenkitzel, finanzieller Sicherheit – und mit der richtigen Frau an seiner Seite macht’s vielleicht richtig glücklich! Wow.

    • @ Piet

      Noch ein anderes Beispiel für ECHTES Glück.
      Derzeit befinden sich 200 Israelis in einem von ihnen aufgebauten Zeltlazarett in den Phillipinen, um den von der Naturkatastrophe geplagten Menschen zu helfen. Das erste dort geborene Baby erhielt von den dankbaren Eltern den Namen ISRAEL.
      DA geht das Herz auf.
      Nix Terrorist und Samenklau und Weitergabe von Hass……sondern einfach nur SCHÖN und MENSCHLICH.
      Ein kleiner Trost im Meer des Wahnsinns.

  7. Oha Herr Wagner…eine Terroristen Home-Story à la Bunte. Nur halt statt über Udo Jürgens eben über den Terroristen Abdelkarim und seine Frau. Halt ohne Hintergrundberichterstattung…eben etwas seicht.

    • Ja, wäre wirklich interessant herauszufinden warum er auf die Siedler und Soldaten geschossen hat. Wahrscheinlich hatte er guten Grund. Ohne zu wissen was die Siedler/Soldaten ihm angetan haben ist es mühselig hier zu diskutieren. Aber Typisch ist natürlich, dass ein Palästinenser der auf Israelis schießt zu 25 Jahren verurteilt wird und andersrum lächerliche Strafen auf Siedler und Soldaten warten, wenn sie Palästinenser angreifen. Aber so läuft das eben in einem Untrechtsstaat wie Israel …

    • Dass Sie ohne zu zögern muslimische Gewaltattacken gegen den palästinensisch jüdischen Staat namens Israel und jeden jüdisch-rassigen bewohner ohne jegliche Probleme gutheissen, ist allen längst bekannt. Obwohl sie selbst ein solcher potentieller Terrorist sind, heisse ich Ihre Kommentare ohne Überwachungswünsche unserer Minister herzlich willkommen. Nebenbei diskreditieren Sie sich selbst ganz gut so.

    • “Dass Sie ohne zu zögern muslimische Gewaltattacken gegen den palästinensisch jüdischen Staat namens Israel und jeden jüdisch-rassigen bewohner ohne jegliche Probleme gutheissen, ist allen längst bekannt.”

      Wo bitte habe ich das getan? Wenn sie mir den Schwachsinn den sie hier behaupten nachweisen könnten wäre ich sehr gespannt.

      “Obwohl sie selbst ein solcher potentieller Terrorist sind”

      Ja, natürlich jeder der sich für die unterdrückten Palästinenser einsetzt ist mutmaßlicher Terrorist und jeder Palästinenser sowieso. Deswegen wirft Israel ja auch Bomben auf Schulen und Krankenhäuser ab. Für den Terrorstaat Israel gibt es in Palästina keine Zivilisten.
      Aber natürlich empfinden sie mich, der für eine demokratische Einstaatenlösung eintritt als Terroristen. Jeder der nicht ganz Palästina für die zionistischen Invasoren beansprucht ist für sie anscheinend Terrorist …

    • @ Free

      Israel ist bemüht

      1. bei Angriffen Zivilisten vorzuwarnen, z. B. telefonisch und

      2. Mithilfe modernster Technik ( Drohnen, moderne Ortungssysteme) möglichst wenig zivilen Schaden anzurichten und ” Nadelstiche” zu setzen, also punktgenau Ziele zu “erwischen”.

      Dass das nicht immer gelingen kann, ist nicht denjenigen anzulasten, die sich vor Terrorismus schützen.

    • @ Free

      Wahrscheinlich hat er Bonbons an israelische Soldaten verteilt, hochwertige, EU finanziert,
      und weil es zu wenige waren wurde er eingelocht.
      Machen Sie sich mal Gedanken darüber, dass Juden in Toulouse und Malmö mittlerweile unsicherer leben als in Israel oder
      dass man in Berlin in bestimmten Vierteln nicht mehr mit Kippa rumlaufen kann. Und wenn französische und schwedische Juden nach Israel auswandern, weil sie Angst vor Islamisten haben und ihre Kinder schützen wollen, sind das dann islamophobe, rassistische, zionistische, kolonialistische Unterdrücker ?
      DIE bekommen keine 50.000 Dollar auf die Kralle ( wie die entlassenen Terroristen) um sich in Tel Aviv eine Wohnung leisten zu können. DIE müssen sehen wo sie bleiben.
      Aber was soll`s: Juden sind ja so geschickt mit Geld, das soll schon klappen. Hauptsache erstmal weg aus Europa, Platz für Moscheen schaffen. Soll die Terrorbraut mit ihrem Klausamenbaby ( gefällt mir, das Wort, gerade erfunden) von mir aus glücklich werden, solange sie den Hass nicht weiterträgt, aber schon die Namensgebung lässt anderes befürchten. Haben Sie sich mal damit beschäftigt, wie der Antisemitismus in Ihrer Nachbarschaft ständig zunimmt ? Oder ist das in Ihrem SInn ? Und haben Sie mal darüber nachgedacht, das Israel immer noch für viele ein ZUFLUCHTSORT ist ? Sie verunglimpfen dieses Land als Unrechtsstaat. Und das als Deutscher ! und bezeichnen mich als “fast braun”. Ojemine, Sie Freiheitskämpfer, Sie.
      In meinem Wohnort muss die Synagoge rund um die Uhr polizeilich bewacht werden. Neonazis sind hier ausnahmsweise nicht das Problem. Die Salafisten dürfen ungehindert jeden Freitag ihre Propagandastände betreiben.
      Merken Sie nicht was hier passiert ??? Oder merken Sie es und finden es toll ???
      Habe selten jemanden mit einem derart schlichten Weltbild “erlebt”. Man kann z.B. über den Einsatz von weissem Phosphor ( 2009) ernsthaft diskutieren ( mittlerweile wird das Zeug nicht mehr angeschafft), wie sie vielleicht wissen, dient es 2 Zwecken: Beleuchtung und Rauchentwicklung, und inwieweit es missbraucht wurde ausserhalb dieser Zwecke, sprich, gezielt auf Menschen geworfen wurde, das müsste in der Tat gründlich untersucht werden wenn es entsprechende Indizien gibt und sollte sich herausstellen, dass es hier Kriegsverbrechen gab, dann müssten diese geahndet werden. Aber Sie haben weder die Kompetenz noch die Informationen, noch die Sachlichkeit über derart heikle Themen zu befinden.Ich lege nicht die Hand dafür ins Feuer, dass es nicht auch auf Seiten der Israelis übertriebene und unangemessene Aktionen gegeben hat und geben kann.
      Auch Juden sind fehlbare Menschen, stellen sie sich vor, aber wer hier Terrorist und wer Verteidiger ist, darüber gibt es EIGENTLICH Zweifel.
      Gut,Sie betrachten die Welt komplett anders. Tun Sie es weiterhin, ich will und kann Sie nicht umstimmen, aber es lesen andere mit und deshalb kommentiere ich nicht umsonst. Gute Besserung.

    • @benno: – ich habe schnell einmal in diesen Blog hineingeschaut. Und ich lese, dass Israel bemüht ist bei Angriffen Zivilisten vorzuwarnen und dass man mit Hilfe modernster Technik wie Drohnen und Ortungssysteme versucht möglichst wenig zivilen Schaden anzurichten und ’punktgenau Ziele zu erwischen und Nadelstiche setzen’. Du meinst, man kann es denjenigen nicht anlasten die sich vor Terroristen schützen.

      Ich bin beeindruckt! Diese Einschätzung fehlte mir noch. Von wem sprichst du? Ich nehme an, dass die einheimische palästinensische Bevölkerung, die zu einem Grossteil aus ihren Dörfern und Heimen vertrieben wurde und immer noch in Flüchtlingslagern in Nachbarländern haust oder aber Flüchtlinge in ihren eigenen Land sind, generell als Terroristen zu bezeichnen sind. Diejenigen, die den Palästinensern das Land seit Jahrzehnten streitig machen sind sich der Sicherheitslage bewusst und statten sich auch dank ausländischer Hilfe mit den modernsten Waffen aus. Es könnte ja sein, dass die Vertriebenen sauer auf die Vertreiber sind. Sie erstellen also Telefonlisten vom Feind (also der einheimischen Bevölkerung), lassen Drohnen über das Gebiet der Untertanen schwirren, haben Ortungssysteme mit denen sie genau den Feind (die einheimische Bevölkerung) ausmachen konnen, um dann im rechten Moment zuschlagen zu können. Und das nicht mit Buschmessern oder Steinschleudern, sondern mit lasergesteuerten Apache Hubschraubern, pfiffig konstruierten Raketen die imstande sind zielgenau zu treffen und Bombenterror zu verbreiten. Ich glaube besser kann man ein Besatzungsregime nicht beschreiben. Und das das so toll funktioniert ist schon eine Leistung. Alle Achtung! Aber Unterdrückung über eine längere Periode ist eben nur erfolgreich, wenn man sich ein funktionierendes Gewaltmonopol sichert. Das hast du gut hinbekommen. Können die Palästinenser (also die einheimische Bevölkerung) auch teure und moderne Waffen einkaufen, um sich zu wehren? Jeder müsste doch die Möglichkeit haben sich zu wehren. Oder? Aber dann wäre das Herumhämmern mit modernsten Waffen auf eine wehrlose Bevölkerung – wie geschen in Gaza 2008/2009 – ja auch nicht länger so unterhaltsam.

      Übrigens, was ist übrigens aus den 400 oder 500 palästinensischen Dörfern geworden, in denen einmal Palästinenser gewohnt haben? Ist schon lange her? Hmm! Und, und, und! Mir kommt es so vor, als fehlt da etwas in deiner Nadelstichtheorie. Ich glaube, du hast etwas sehr Wesentliches übersehen.

    • @ Michael K.

      Hätte Israel keine modernen Waffen, nicht den besten Geheimdienst der Welt und eine hochqualifizierte Armee….würde es Israel nicht mehr geben. So einfach und so traurig ist das.
      Und immer noch ist es das einzige Land der Welt, dem von verschiedenen Seiten die Existenzberchtigung abgesprochen wird, unter anderem vom Mullahregime Iran, das jetzt auf “lieb” macht und die Westmächte einseift.
      Wer Israel die Existenzberechtigung abspricht, versündigt sich. Ich bin und bleibe Freund der Zionisten. Die Palästinenser ( zu 50% Jugendliche und Kinder unter 18 Jahren), haben grösstenteils sicher etwas besseres verdient als die Hamasfaschisten, die sowohl Israel als auch die eigenen Leute terrorisieren.
      Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
      Das Geschwafel von den Besatzern kann ich nicht mehr hören.
      Und ich möchte im Übrigen nicht ungefragt geduzt werden.
      Guten Tag Ihnen.

  8. Hier kann ich nichts rührseliges entdecken….finde es einfach nur abstossend und erbärmlich, auf welche Weise hier eine Frau ihren Kinderwunsch realisiert, egal wo auf der Welt.
    Na ja, ist wohl auch Geschmacksache.
    Unter finanziellen Gesichtspunkten scheint es sich wohl zu lohnen.
    SELBSTZENSUR zu allem, was mir hierzu sonst noch einfällt.

    • Die gute Lily hat sich passend geäussert.
      Schliesse mich an, auch wenn ich es in diesem Fall nicht so humorvoll betrachten kann.

  9. Beim Bericht von Christian Wagner wird etwas positiv bewertet, was in seinem Gesamtzusammenhang betrachtet, wenn man unsere westliche Werteordnung zugrunde legt, nicht nur amoralisch sondern auch bestialisch ist.

    Diese Geschichte ist keine, die von Glück berichtet und schon gar keine, die den eigenen „Glücks-Maßstab“ infrage stellt. Es ist eine Geschichte von Hass und Tod. Und aus dieser Geschichte wird wieder eine Geschichte von Hass und Tod.

    Oder glaubt hier irgendjemand, dass dieses unter diesen Umständen von Abdelkarim und Lidia gezeugte Kind nicht die Glorifizierung des Hasses und des Todes mit in die Wiege gelegt bekommt? Dieses Kind ist ein Opfer der ideologisch-religiös indoktrinierten Eltern.

    Die mörderische Geschichte der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden, der dieser Abdelkarim offensichtlich angehörte, ist keine, die sich mit Widerstand gegen Besatzer rechtfertigen lässt. 2002 in Jerusalem waren es 11 Tote, 2003 in Tel Aviv waren es 22 Tote, 2004 in Jerusalem waren es 11 Tote, 2004 in Haifa waren es 10 Tote. Diese Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden haben auch gerne Kinder für ihre Zwecke instrumentalisiert. Zuletzt bekannten sich diese Mörder zur Abschlachtung der Familie Fogel in Itamar 2011.

    Ist es in diesem Zusammenhang zulässig, von „Glück“ zu reden? Ist es ein Glück für dieses Kind, in eine solche Familie hineingeboren zu werden? Ist es nicht vielmehr das Glück dieser Lidia, dass sie und ihr Mann mit unserem Steuergeld fürstlich für ihren terroristischen Einsatz alimentiert werden?

    Aber Herr Wagner hat eine ganz eigene Vorstellung von Glück. Er sollte darüber nachdenken.