Jung, weiblich, smart – Die neue Stimme der Hamas

Isra al Modalla ist die neue Sprecherin der islamistischen Hamas. In Gaza-Stadt habe ich sie Anfang der Woche für ein Portät getroffen. Hier das Interview. Der ganze Film in den NDR-Weltbildern am kommenden Dienstag!

 

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    • @lily

      Übrigens ich weiß nicht ob sie sich noch an die unsympathische Sprecherin Bennetts, die Richard C Schneider einfach stehen ließ und ein Kaugummi im Mund hatte erinnern ? Die wurde gefeuert [:>) Ha !

  1. Auf blogpunkttimesofisraelpunktcom gab es direkt zu Dienstantritt einen netten Artikel als offenen Brief an Sie. Mit Erlaubnis des Autors hier die Copy Paste Version. Es gab nie eine Antwort. Mehr brauch ich nicht sagen..

    Ms. Israa Al-Mudallal

    Spokeswoman, Hamas Organization

    Gaza

    ­

    RE: Open Letter Regarding Women’s Rights in Gaza

    Dear Ms. Al-Mudallal,

    Please allow me to congratulate you on your appointment to the new position of spokeswomen to the foreign press. This is certainly an impressive achievement which I am sure that you deserve.

    As someone who has promised to “work on changing the media discourse, painting a different picture of Palestine and Gaza”, I would love to hear your opinion on the status of women’s rights in the Gaza Strip, and according to Hamas policy in general.

    As I am sure that you are aware, since Hamas came to power in Gaza, women have been banned from dancing or smoking in public, walking alone on the beach, riding with men on motorcycles, and even getting a haircut from a male hairdresser. Are these rules justified in your eyes?

    What do you think, for instance, about the directives of Hamas leaders, which make women cover themselves with an “abaiya” (a cloak which conceals the curves of their bodies) and a hijab (a head covering) in schools and institutes of higher education, such as Al-Aksa University? Furthermore, do you support the law, which segregates boys and girls, starting from seventh grade in Gaza?

    Similarly, what is your opinion of modesty operations by Hamas policemen in Gaza over the past few months, in which women are detained in the street if their dress is considered to be immodest or their haircuts too modern?

    I would also love to hear your thoughts regarding Article 18 of the Penal Code (1936) applicable in Gaza, whereby judges are expected to mitigate the sentence of a man who murders his daughter, wife, mother, sister or other family member in order to preserve “family honor”. Is this a worthy law in your eyes?

    What, in your opinion, is the primary source of the high unemployment rate of women in Gaza, which sometimes reaches 35%? Do you think that your appointment as the Spokeswoman of Hamas signifies progress towards equal job opportunities in Gaza?

    I would be grateful if you could also address the issue of inheritance. We know that according to empirical data, approximately 88% of women in Gaza are prohibited from sharing in the inheritance with their brothers, upon the death of their parents.

    Finally, what do you think about the induction of young women into the ranks of Hamas suicide bombers?

    If you would be so kind as to address the above questions without blaming the “Israeli occupation”, I would greatly appreciate it. Indeed, it is hard for me to believe that the Jewish citizens of Israel are in any way responsible for discrimination against women under the Hamas administration in Gaza.

    Sincerely Yours,

    Calev Myers

    Human Rights Activist

  2. Der Unterschied zwischen “eine Plattform bieten” und “kritischem Journalismus” besteht meiner Meinung nach u.a. darin, dass man kritische Fragen stellt – und nachhakt. Kennen Sie das?

  3. bitte tun sie es uns nicht noch mal an… british english in arabischen akzent… da bekomme ich ohrenschmerzen… “bositiv” “balestinians”.

    da muss man schon ein maedchen, welches in england aufgewachsen ist nach gaza locken um die hamas der welt zu erklaeren… das NICHT lustige dabei ist, dass die europaer es sofort abkaufen wuerden, wenn nicht der abas waere, welcher alles dafuer tut die hamas isoliert zu halten.

    hamas verhaelt sich absolut richtig in dieser hinsicht. sie haben verstanden wie der hase laeuft. den europaern und dem americanischem praesidenten ist es inzwischen egal was einer tut, so lange es mit einem laecheln auf dem gesicht gemacht wird und solange man es nicht auf englisch sagt. das kann man z.b. bei den iranern sehen. sie spucken richtung westen, und die eu glaubt es wuerde regnen.

    • “british english in arabischen akzent…” (ariel)

      Ich habe nie in England gelebt, glaube jedoch, dass sie nicht mit arabischem Akzent, sondern einen speziellen britischen Dialekt (Manchester? Liverpool? Leeds?) spricht.
      Oxford-Englisch ist es auf jeden Fall nicht.

      Ihre Worte sind inhaltsleer, eine Aneinanderkettung von Phrasen.

  4. Das unkritische Interview mit “such a young woman” verrät viel – nicht über die Hamas, sondern über den bayerischen Journalisten 😉

    Offenbar verdient das “Gesicht” der Terrororganisation aus irgendwelchen Gründen keine naheliegenden Fragen wie nach Frauenrechten in Gaza oder dem Terror durch die Hamas.

    Sie bekommt sicherlich eine Menge Geld, das ihren Landsleuten an allen Ecken fehlt, da kann man doch mal ein bissl schonungsloser agieren bitte!

    Das ist nicht böse gemeint, nur als Anregung gedacht.

  5. Eine schöne Sprecherin der Terror-Organisation Hamas bleibt eine Sprecherin der Terror-Organisation Hamas, auch wenn Sie schön (und – hier wird es „smart“ genannt – wortgewandt, also rhetorisch geschult) ist.

    Wofür wurde sie angestellt? Sie soll einen Paradigmenwechsel vornehmen und das (selbstverständlich durch das „zionistische Gebilde“ hervorgerufene, aber das zu sagen soll sie umgehen: Dies soll sich der Zuhörer selbsttätig ergänzen) Leid der Palästinenser in den Mittelpunkt stellen. Aha. Die Armut. Während ihre Führer Millionäre sind und aus den Gefängnissen entlassene Terroristen mit hohen Renten ausgestattet werden. Während Handel nicht über Grenzübergänge, sondern über Schmuggel-Tunnel laufen soll, an den Steuern vorbei und direkt in die Hände der Eliten. Gerade las ich (ynet), dass 20% der Israelis so arm seien, dass sie sich regelmäßiges Essen nicht leisten könnten (wie viele sind es im Existenzminimum-Schland?). In vielen Afrikanischen Staaten ist es ohne jede Frage um ein Vielfaches schlimmer. Aber in den palästinensisch beherrschten Gebieten soll ein schönes Gesicht jetzt „das Leid der Palästinenser“ hervorheben. Z.B. den Strommangel (Wie viele Deutsche wissen, dass durch Altersarmut hervorgerufen immer mehr Rentner abends den Strom abstellen? Kerzen statt Licht anmachen?). Der Strommangel in Gaza wäre durch Stromlieferungen leicht zu beheben wäre, sodass die Kläranlagen auch wieder liefen statt das Grundwasser zu verseuchen, das Geld dafür wäre da (Gelder, die in anderen Gebieten der Welt fehlen, aber EU und UNO zahlen gut). Was die korrumpierten Eliten verhindern (also die Energie-Lieferungen), denn das liefe über offizielle Grenzübergänge, nicht über Schmuggel-Tunnel.

    Herr Rosch, wird es im Bericht auch darum gehen? Nein? Hmm. Scheint, Gazastan erreicht sein Ziel, wer will da schon kritisch nachfragen.

    Aber im Gegensatz zur Dame in Min. 3.50 hat Israa Al-Mudallal tatsächlich ein schönes Gesicht. Damit hätte sie, statt schrecklicher Politik zu verkaufen, möglicherweise Wein-Königin werden können oder Mode vorführen in den großen Salons von Paris und Gaza-Stadt… oh wait. Hätte sie nur ihre Intelligenz benutzt und wäre Kultur-Managerin, Physikerin oder Ärztin geworden, oder Journalistin. Was isse nun? Die Propagandistin mit dem schönen Gesicht. Wow. Und „smart“ isse auch, erzählt uns der öffentlich-rechtliche Rundfunk, pünktlich zu Chanukkah und beginnender Weihnachtszeit. Na gut.

    • schauen sie sich mal unsere bildungslandschaft und unseren arbeitsmarkt an: an unzähligen universitäten gibt es z.b. studiengänge, die sich medien- und kommunikationswissenschaft oder so ähnlich nennen. dort werden jährlich hunderte oder tausende von “medien- und kommunikationsexperten” ausgebildet, die nichts anderes lernen, als menschen durch worte, mimik und gestik zu manipulieren. die meisten finden den weg in die freie wirtschaft, wo ihre “manipulationsfähigkeiten” gefragt sind, die wenigsten bleiben in wissenschaft und forschung, wo es vordergründig um verstehen und erklären geht. von den ganzen werbe- und marketingfachleuten ganz zu schweigen, die an fachhochschulen und berufsschulen ausgebildet werden. selbst in dieser branche fremden berufsausbildungen sind lehrinhalte dieser art integriert. an jeder ecke lauert heute werbung, die das denken und damit das kauf- und konsumverhalten der menschen beeinflussen soll. schauen sie sich doch unsere gesellschaft an. da ist nicht mehr wichtig, was man tatsächlich ist, tut und denkt, sondern wie man sich zum eigenen nutzen verkaufen, selbstdarstellen und präsentieren kann. schein statt sein, fassade statt substanz. schein und fassade wahren sind nicht der wahrheit verpflichtet, allerhöchstens selektiver wahrheit.

      und jetzt soll ich mich als europäer oder “westlich-zivilisierter” mensch auch noch selbstgerecht über eine sprecherin der hamas aufregen, die nichts anderes macht als das, was unsere gesamte westliche gesellschaft, wirtschaft und politik in einem riesigen, kaum kritisch hinterfragten ausmaß durchzieht und sie vermutlich ihr “handwerkszeug” sogar “bei uns”, in großbritannien gelernt hat?

      bevor wir mit dem finger außerhalb europas zeigen, sollte es in europa vielleicht mal eine grundsatzdebatte darüber geben, wie die anforderungen der wirtschaft mit dem historischen anspruch europas auf aufklärung und wahrheitssuche vereinbart werden kann. immerhin brüstet sich europa nach außen immernoch mit diesen werten. sind aber wahrscheinlich auch nur ein überzeichnetes narrativ von vermeintlichen werbe- und kommunikationsfachleuten.

      bei uns heißt es unternehmenskommunikation, werbung, marketing, presse- und öffentlichkeitsarbeit, public relations oder strategische außenkommunikation. im grundsatz sind diese begriffe nichts anderes als das, was wir in europa ausländischen “schreckensregimen” als propaganda vorwerfen, hat aber komischerweise nicht im geringsten einen solchen negativen unterton und beigeschmack wie die von uns vehement abgelehnte propaganda von haniyeh, assad & co. wahrscheinlich hängen bei uns viel zu viele arbeitsplätze an dieser mittlerweile riesigen kommunikations- und werbebranche, als dass man kritik an ihrem zugrundeliegenden berufsethos erwarten könnte, wenn es sowas in diesen branchen überhaupt gibt.

    • Sie vergleichen ERNSTHAFT jemanden, der für (s)ein Produkt oder (s)eine Organisation wirbt, mit jemandem, der für eine Terror-Organisation wirbt?!

      Sie meinen das WIRKLICH ernst?!

      Mir fehlen die Worte… (oder: Ich gebe es zu, wir haben ein erhebliches Problem mit unserem Bildungssystem.)

    • nein, ein problem mit unserem bildungssystem haben wir mit sicherheit nicht, denn es hat ja mutmaßlich auch sie hervorgebracht. 😉

      dann haben sie meinen kommentar nicht verstanden. es ging darin nicht in erster linie um einen vergleich, sondern darum, dass es bei uns in europa eine wuchernde branche unter den genannten begriffen gibt, die leuten wie dieser hamas-sprecherin das handwerkszeug lernen, indem sie ihr lehren, wie man nach außen kommuniziert, um zu manipulieren, gezielt einfluss auszuüben oder auf ein bestimmtes ziel hinzuarbeiten. darum ging es vordergründig. wir können aber natürlich auch im empörungsmodus bleiben, und ernsthafte gedanken damit einfach wegwischen, wenn sie wollen. ein ernsthaftes argument habe ich aber von ihnen auf meinen kommentar nicht gelesen.

      außerdem: warum sollte man beides eigentlich nicht vergleichen können? die grundbedingungen sind doch gegeben: beide setzen kommunikationsstrategien ein, um gedanken zu manipulieren, einfluss auszuüben und die einem bestimmten ziel dienen, nämlich etwas besser zu verkaufen, egal ob ein politisches handeln oder ein produkt.

      und wenn ich verglichen hätte, wäre ihre empörung auch nicht gerechtfertigt, weil ich die propaganda der hamas nicht auf westeuropäisches PR-niveau herunterspielen würde, sondern eher westeuropäische PR und öffentlichkeitsarbeit auf das niveau der hamas-propaganda heraufstufen würde, was die fragwürdigkeit von beidem betrifft. menschen in ihrer gedankenwelt zu manipulieren, ist in jedem fall verkehrt, egal was der gegenstand des “schönredens” dabei ist.

      das problem ist nur, dass wir wenig bis überhaupt noch kein bewusstsein für strukturelle gewalt haben, nur für direkte physische gewaltanwendung. immerhin werden unternehmenskommunikation, werbung, marketing, presse- und öffentlichkeitsarbeit, public relations oder strategische außenkommunikation dafür verwendet, die öffentliche meinung über hungersnöte infolge von lebensmittelspekulationen, unter katastrophalen arbeitsbedingungen in südostasien hergestellte kleidung, waffenverkäufe an regime wie saudi-arabien, militärputsche wie in ägypten, außergerichtliche tötungen oder einen riesigen leiharbeitssektor zu manipulieren und zu beeinflussen. und im übrigen auch dafür, einen atomwaffendeal mit dem iran als eine brilliante errungenschaft des westens in der öffentlichkeit zu verkaufen. 😉

    • @ Simon

      Geht schon in Ordnung, Ihr Kommentar.
      Es ist in der Tat so, dass immer ausgefeiltere Manipulationstechniken dazu benutzt werden Verhältnisse zu verharmlosen und zu verschleiern.
      Man redet beispielsweise hier in Deutschland von Wachstum und Beschöftigungszunahme und verschweigt dabei, dass die neuen Arbeitsplätze in der ganz grossen Mehrheit “prekäre” Arbeitsplätze sind ( Minijobs, Zeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, 1,50 Euro – Jobs usw.).
      Ich fand Ihren Vergleich im allerersten Moment auch problematisch, weiss aber spätestens nach Ihrer Erklärung was Sie meinen und wie Sie es meinen.
      Gerade die Islamisten benutzen häufig derlei Manipulationsstrategien ( etwa bei den bekannten “Paliwood” – Inszenierungen)
      Die Reaktion von Piet fand ich überzogen. Sie Beide liegen doch im Grunde gar nicht weit auseinander.
      Also: Schön vertragen.
      ( Oder war das jetzt ein Manipulationsversuch meinerseits ?)
      Es ist aber auch manchmal kompliziert.
      Grüsse und Wünsche an Beide.
      Der Harmoniesator.

  6. Erst Rohani mit seiner Einseiftaktik, jetzt diese Tante.
    Das süssliche Gezwitscher dieser Vögel sollte keine Sekunde täuschen.
    Aber diese Hoffnung ist wohl vergeblich.

  7. Bezüglich kritischem Nachfragen sollte man Bedenken, dass Herrn Rosch vermutlich gesagt wurde was er fragen darf und was nicht.

    • glaube ich… oder er koennte das naechste mal auf einer schwarzen liste landen mit anderen reportern, die nicht mehr in gaza arbeiten koennen.

    • Dann hat er wohl vergessen, diese Nebensächlichkeit zu erwähnen. 😉

      Nein, ernsthaft: Dann hätte er den Beitrag anders gestaltet (oder gleich komplett verklappt). So aber ist es nur eine unkritische Wiedergabe palästinensischer Propaganda, indem er nämlich das zeigt, was die Hamas gerne gesendet haben möchte: Das schöne Gesicht einer Regierungssprecherin, aber nicht die hässliche Fratze dahinter: Unterdrückung, Terror, Raffgier, Misswirtschaft, Machtkampf und elitärer Dünkel, über allem der stets präsente Antisemitismus.

    • Ich finde das Interview eigentlich in Ordnung. Allerdings sollte man es in der Form nicht im Fernsehn zeigen, vor einem Publikum, dass zum größten Teil mit der Thematik garnicht oder nur oberflächlich vertraut ist. Denn dann wird genau die Wirkung erzeugt, die die Hamas gerne hätte: “Oho, eine hübsche Frau mit europäischer Bildung und was sie sagt klingt ja auch ganz nett und so garnicht radikal, warum behaupten denn die verdammten Kriegsverbrecher aus Israel, dass diese Chammas eine Terrororganisation ist”.
      Gut finde ich es wenn es in einem Rahmen wie hier gezeigt wird, wo jeder (oder zumindest die allermeisten) mit der Thematik vertraut ist und dann auch versteht was einem hier vorgesetzt wird: Die Hamas verliert zunehmend an Unterstützung bei ihren klassischen Verbündeten und versucht jetzt mit einem hübschen Gesicht und ein paar moderat klingenden, hohlen Phrasen den Ruf als Terrororganisation ab zu legen und sich für die “große Politik” das richtige Outfit zu zu legen.

  8. Das (relativ) schoene Sprachrohr des Boesen – hoffentlich bekommt diese Tante dafuer eines Tages den gerechten Lohn (und damit meine ich nicht deutsche Steuerzahlergelder!).

    Dass diese fanatische Islamistin unter uns im Westen, in England, aufgewachsen ist und “gebildet” ist, beweist einmal mehr, dass Bildung kein Mittel gegen das Gift dieser menschenverachtenden arabischen Ideologie ist.

    • @Veritas- nur nicht überheblich werden, du hast nicht viel mehr zu bieten.

    • Leni Riefenstahl war auch nicht hässlich und hat mit den modernsten Mitteln ihrer Zeit Propaganda gemacht. Für solche Zwecke und zum Kinderkriegen sind Frauen bei den Faschos willkommen.
      Dass Riefenstahl später von Popstars und Prominenten aus anderen Ecken wegen der “Ästhetik” ihrer Filme verehrt wurde hat mich immer angewidert. Es ist in manchen Kreisen chic, die Form vom Inhalt zu trennen…..worin ich eine geistige Verwahrlosung sehe.
      Ob man die Dame attraktiv findet oder nicht ist Geschmacksache.
      Aber es ist ganz sicher von der Hamas kalkuliert, mit den Attributen Weiblichkeit, Jugend, Attraktivität und “westliche” Bildung Punkte zu sammeln und zur Imageverbesserung beizutragen. Wenn man im sprachlichen Bereich verharmlost und verniedlicht, nennt man das Euphemismus , hier ist gewissermassen ein Pendant zum Euphemismus in der Personalpolitik zu sehen. Besonders schlau ist es allerdings nicht, was die Dame so von sich gibt, insofern macht der Vergleich mit Frau Palin durchaus Sinn . Es bleibt abzuwarten, ob die Rechnung der Terrorfürsten aufgeht und sich irgendwer in Europa oder den USA oder sonstwo von solchen Strategien einwickeln lässt. Man muss es leider befürchten.

  9. Übersetzung des transcripts (Isra’al Modalal)

    [Begrüssung Rosch]

    Ich finde es aufregend, diese Stelle zu haben, (mich) auszudrücken und zu beschreiben über den Alltag, ehm, für das palästinensische Volk in Gaza. Es ist eine grosse Verantwortung, in diesem Bereich, das heisst im Bereich der Medien zu arbeiten, da es hier in Gaza immer gefährlich ist für (wegen) der Krise, humanitär, die gesamte politische Seite sogar, ehm, aber ich bin, ehm, auch hier, um so viel ich kann mit den [unverständlich] und besonders den ausländischen Medien zu arbeiten.

    [Trennung zwischen Frauen und Männern in Gaza]

    Ich kümmere mich nur darum, wie viel kann ich das tun und wie viel kann ich das verbessern, ehm, Frauen können viel mehr tun (erreichen), ehm, sie wirklich verstehen, ehm, dass dies ihre Sache (Aufgabe) ist und dies ist ihr Recht, ehm, hier zu sein.

    [Zufrieden über westliche Medienberichte?]

    Sie haben immer eine Fragen und, ehm, viele, ehm, Fragezeichen zur Situation und zu den Leuten, Mitgliedern und zur Regierung selbst. Daher, ehm, die Themen müssen klarer sein, und, ehm, sie müssen in ihrer Art und nicht auf unsere Weise beantwortet werden. Aber ich hoffe das, damit ausländische Medien verstehen werden und sich mit uns verbinden nicht nur auf juristische, sondern auch auf professionelle Weise. Das ist mein Anliegen.

    [Nach den Jahren in England, schwer sich an das Leben in Gaza zu gewöhnen?]

    Ehm. Es bedeutet für mich sehr viel in England zu sein und zurückzukehren (umzuziehen) in ein, ehm, ein grosses Gefängnis in Gaza. Es bedeutet für mich sehr viel, gewohnt zu sein an die Lebensressourcen, Glück und die natürlichen Dinge, ehm, der Sinne/mit Sinn und eine Menschlichkeit und Beziehungen, Meinungen, Unabhängigkeit, Freiheit, Gerechtigkeit und dann zurückzukommen zu einem Ort ohne Leben, ohne Ressourcen, nein sogar irgendein humanitäres Bild, das ist blind [unverständlich] in den Bedürfnissen der Menschen. Ich sage, dass, ehm, es war, ehm, eine weitere Herausforderung für mich und eine weitere Veränderung für mich, ehm, aber, das bedeutet nicht, dass ich für meine Träume aufgebe und meinen Weg (Einstellung?) zum Leben. Ich hatte alle Voraussetzungen werden geschaffen damit dort starke Frauen, die im Leben bestehen und die anderen sagen können: „Ich bin hier, ich lebe, weil ich verdient habe zu leben.“

    [Werden Sie das Image der Hamas ändern?]

    Mit Sicherheit wird es sich ändern, da, ehm, ehm, ich bin hier um, ehm, nicht nur, um mit der regierungsmässigen und politischen Seite zu sprechen; ich bin hier, um mit Meinungen zu sprechen.

    [Zur gesellschaftlichen Entwicklung in Gaza]

    Es ist ein geschlossenes Gebiet, ja. Es ist unter Besatzung, ja. Es ist voller Belagerung, ehm, kulturell, wirtschaftlich und sogar politisch, wegen dem anderen Konflikt, ehm, zwischen, ehm, der Gegend selbst und mit israelischer Besatzung, zum ersten aber es ist aufgeschlossene Leute, es ist offenes Leben wie – Bedingungen und Art und Weise.

    [Zur eigenen Vorbildfunktion]

    Es ist eine grosse Sache für mich, diese Verantwortung hier zu haben aber zur gleichen Zeit, gehen Sie zu ausländischen Organisationen, werden Sie die Sprech-, ehm, da alle von ihnen kommen aus der Jugend. Das ist die Kultur der modernen Ideologie, um Entwicklungsgebiete zu verbessern. Dies ist, was wir nun versuchen und und dieser [sex??] ist voll für alle Jugend, auch für Frauen, in Palästina, nicht nur für Isra’al [das ist sie selbst!!!] persönlich, ehm. Ich hoffe das, damit ich eine positive, gebildete, kultivierte und moderne mit sehr friedlich and hoffnungsvoll, ehm, für die Palästinenser zuerst und für jeden anderen Unschuldigen, der beschreiben und verteidigen will für seine Anliegen.

    NB: Die Holprigkeiten im Text entsprechen dem englischen original Wortlaut; es handelt sich nicht um eine schlechte Übersetzung.

    Die Dame ist in England “aufgewachsen” und hat eine Ausbildung in den Medien? Sie klingt eher brainwashed als mediengeschult. Sie ist Opfer, nicht Täter.

    • Und ich dachte schon, mein Englisch sei so schlecht… 🙂

      Danke für die Übersetzung!

      P.S.: Herr Rosch schien auch bemüht, durch angestrengtes Nicken sein Nicht-Verstehen zu verbergen.

  10. Letztlich doch ein entbehrliches Interview. Markus Rosch stellt einige vorbereitete Fragen und konzentriert sich darauf, statt der inhaltsleeren Phrasendrescherei der Pressesprecherin auf den Grund zu gehen und die Beantwortung der gestellten Frage anzumahnen. Somit erfährt man weder etwas Neues von der Pressesprecherin noch könnte man glauben, dass Rosch ein seit Jahren etablierter Journalist ist.

  11. “Das (relativ) schoene Sprachrohr des Boesen – hoffentlich bekommt diese Tante dafuer eines Tages den gerechten Lohn […] Dass diese fanatische Islamistin unter uns im Westen, in England, aufgewachsen ist und “gebildet” ist, beweist einmal mehr, dass Bildung kein Mittel gegen das Gift dieser menschenverachtenden arabischen Ideologie ist.” (Veritas)

    Ich glaube nicht, dass Isra al (Allah’s Isra-el?) Modallal (Mode? modern?), deren Name zufällig (?) gut zu ihrer Propaganda-Aufgabe passt, ganz freiwillig an diesen Job geraten ist.

    Woran erkennen Sie, dass die junge Dame sehr “gebildet” ist? Sie spricht weder gutes Englisch noch glänzt sie mit inhaltlicher Substanz.

    Sie spricht zusammenhanglos und zerfranst; es ist kein logischer, nachvollziehbarer Gedankengang erkennbar. Das spricht in mehr als einer Weise dafür, dass sie selbst Opfer dieser menschenverachtenden Ideologie geworden ist.

    “Markus Rosch stellt einige vorbereitete Fragen und konzentriert sich darauf, statt der inhaltsleeren Phrasendrescherei der Pressesprecherin auf den Grund zu gehen und die Beantwortung der gestellten Frage anzumahnen.” (Daniel)

    Vielleicht hat Herr Rosch gespürt, dass gezieltes Nachfragen keine inhaltsreicheren und verständlichere Antworten hervorgebracht hätte. Das Interview spricht auch ohne weiteres Nachfragen für sich. Seine Bedeutung liegt in der Metaebene.

  12. Es wäre sehr freundlich, wenn Sie die Beiträge übersetzen würden. Ich dachte eigentlich, dass das Angebot der Öffentlich-rechtlichen nicht nur dem Teil der Bevölkerung zugänglich sein sollte, die super Englisch spricht. Es gibt auch andere. Und ich möchte für meine Gebühren wenigstens auch verstehen, was Sie senden. Oder sind Menschen wie ich Ihnen nicht wert, die Beiträge zu verstehen? Dieses arrogante Vorgehensweise finde ich einfach nur ätzend.

  13. Neu hier? Herzlich willkommen und viel “Spaß”!

    “Traditionell” wird hier von vielen Bloggern Wert auf den O-Ton gelegt (über das “warum” will ich mich hier nicht auslassen :P). Genaus so traditionell werden die über das Fernsehen ausgestrahlten (Parallel-)Beiträge konventionell übersetzt angeboten. Das wird hier bei den Weltbildern am Dienstag(?) genau so sein, da bin ich ganz optimistisch! 😀

    Schönen Tag noch!

    Hanns

    • “Weltbilder am Dienstag…”

      Ich bin sehr gespannt auf das deutsche “voice-over”! Es ist nicht möglich, dem Original mit einer “schönen” Übersetzung Rechnung zu tragen. Auch wenn nur die verständlichen Sätze ohne Inhalt herausgegriffen werden, wird das Gesamtbild verzerrt, und im Gedächtnis bleibt nur eine junge, trotz des Kopftuchs modern wirkende, Englisch sprechende Medienfrau.

    • Damit der Bezug nicht verloren geht:

      Mein Post “Mufti 99 am 01/12/2013 um 12:19” war als
      Antwort auf/an “Aro am 01/12/2013 um 02:03” vorgesehen.
      Und dieser Post ist die “Antwort” auf mein Post von 12:19 Uhr gedacht, nur für den Fall, daß wieder nicht funktioniert! 😛

      Schönen Tag noch!

      Hanns

  14. Nicht ganz neu. Und da ich keinen Fernseher besitze, aber trotzdem Gebühren zahlen muss, will ich die Beiträge wenigstens im Netz sehen UND VERSTEHEN können. Und ich finde, dass schon eine gewisse Arroganz gegenüber den Nutzern dahintersteckt, wenn Beiträge nicht übersetzt werden. Auch wenn “traditionell” von vielen Wert auf den O-Ton gelegt wird, gibt es auch die anderen.