„Nun wollen sie uns auch noch loswerden“

Foto-MoscheeDie Region wird vom Staat bewusst vernachlässigt und die Menschen dort sind Bürger zweiter Klasse. Dennoch wollen die Menschen im Wadi Ara weiter zu Israel gehören.

Nein. Schön ist Umm el Fahmm wirklich nicht. Die Straßen in dem 55 000-Einwohner-Ort an der Ostgrenze Israels zum Westjordanland sind in einem miserablen Zustand. Das komplette Erscheinungsbild der Stadt lässt den Besucher zweifeln, dass er sich tatsächlich noch in Israel befindet. „Im Vergleich mit jüdischen Kommunen ist die Infrastrukur hier schlechter und das Einkommen niedriger“ sagt Bilal Mahajneh, der stellvertretende Bürgermeister von Umm el Fahmm und er erzählt das durchschnittliche Monatseinkommen eines Mannes liege bei umgerechnet 1000 Euro, das einer Frau bei 480. Die Arbeitslosenrate betrage 31 Prozent.

Foto-Bilal

300 000 Menschen von einem Staat in den nächsten

Umm el Fahmm liegt im Wadi Ara einer vorwiegend von Arabern bewohnten Region Israels. Rund 120 000 von Ihnen leben hier – nur wenige Kilometer von den besetzten palästinensischen Gebieten entfernt. Von Umm el Fahmm nach Jenin sind es nur zehn Autominuten. In den aktuellen Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern über eine Lösung im Nahostkonflikt wird offenbar auch ein Gebietstausch diskutiert. Wenn Israel einen Teil seiner Siedlungen in den besetzten Gebieten behalten will, müsste es eigenes Staatsgebiet an die Palästinenser abgeben. Außenminister Lieberman hat nun einen alten Vorschlag aus der Schublade geholt: Das Wadi Ara und eine weitere Region – das sogenannte Dreieck –würden abgetreten und zu einem palästinensischen Staat gehören.

Betroffene dagegen

Die betroffenen rund 300 000 arabischen Israelis lehnen das aber mehrheitlich ab. Dabei spielen sicher auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle. „Der Alltag würde für viele hier schwieriger, sagt Umm el Fahmms Vize-Bürgermeister Bilal Mahajneh.  „Sie arbeiten in jüdischen Städten. Dort ist viel Arbeit. Sie müssten weiterhin dorthin gelangen können. Das wäre dann alles nicht einfacher als jetzt.“ Einer der Betroffenen wäre Ahmad al Igbariye. Der 43-Jährige arbeitet als Uni-Dozent in Tel Aviv. Er ist aber aus anderen Gründen gegen den Lieberman-Plan:

„Das ist eine Falle: Der Gebietstausch soll Israel zu einem rein jüdischen Staat machen, die Zahl der Araber im Land senken und so die palästinensische Existenz hier ausblenden. Auch das Rückkehrrecht der Flüchtlinge, die jetzt im Ausland leben, wäre dann vom Tisch. Israel als jüdischer Staat: Das würde doch bedeuten: Eine Rückkehr der Palästinenser wäre für immer ausgeschlossen. Liebermans Vorschlag ist nur eine neue Form der Vertreibung.“

Die Bewohner von Umm el Fahmm sind Palästinenser. Das betonen Sie alle. Immer wieder. Dennoch sind sie gegen die Idee vom Gebietstausch. Auch die 64-Jährige Bufeina sieht das so:

Foto-Bufeina

„Sie nahmen uns alles und nun sollen wir zum Westjordanland gehören? Vorher müssen sie uns unser Land wiedergeben. Sie haben es beschlagnahmt und Siedlungen darauf gebaut und jetzt wollen sie uns auch nicht mehr.“

 

 

Kommentieren:

Kommentare werden vor der Freischaltung geprüft. Mehr in den Kommentarrichtlinien.
  1. Traurige Realität im Apartheidstaat Israel. Es wird Zeit für die Einstaatenlösung. Nur wenn Christen, Juden und Muslime friedlich, demokratisch und gleichberechtigt zusammenleben wird es auf Dauer Frieden geben. Eine 2-Staaten-Lösung wird es nicht geben, weil sie keine Lösung ist und der Status Quo mit dem jüdischen Aparhtheidstaat und besetzen und unterdrückten Christen und Muslimen wird auch nicht ewig funktionieren auch wenn die Mehrheit der Israelis sich das anscheinend wünscht. Zumindest, bis es aus demographischen Gründen eine arabische Mehrheit gibt. Anders kann ich mir nicht erklären warum Typen wie Netanjahu, Bennet, Liebermann und Co. gewählt werden.

  2. Rückkehrrecht? Das der Juden nach … — ach nee, Palästina soll ja „judenrein“ sein, in den Gebieten lebende Juden sollen kein (!) Bleiberecht erhalten. Auch dort nicht, wo Mitglieder alteingesessener jüdischer Gemeinden vertrieben und/oder ermordet worden waren.

    Was genau also versucht der Herr Dozent uns weis zu machen? Also außer, dass die Mehrheit der befragten Araber – verständlicherweise – nicht in einem zukünftigen Palästina leben will?

    • @Piet: es ist immer wieder die selbe ziemlich abgenutzte, uneinsichtige und die Wahrheit verneinende Aussage, dass Palästina ‚judenrein‘ sein sollte. Das ist kompletter Unsinn und das ist dir auch vollkommen bewusst. Aber es ist schwer mit einem Unrecht zu leben und es auch anzuerkennen, da es ja die bisherige Lebenssituation völlig verändern würde, ja müsste.

      Erst einmal haben alle Menschen Rechte, auch Palästinser, um zu leben wo sie seit Jahrhunderten gelebt haben. Land sich mit Gewalt anzueignen und Menschen zu vertreiben wird von keinem Menschen und keiner Nation mit Wohlwollen aufgenommen. Jüdische Siedlungen im Westjordanland, sind mit militärischer Gewalt erzwungene Siedlungen auf einem Boden, von dem Palästinenser vertrieben wurden. Nach dem 2.Weltkrieg darf kein Land durch Krieg oder militärisch geschützte Übergriffe besiedelt werden. Daher verstösst Israel gegen internationales Recht. Mit deinem angewandten Ausdruck ‚judenrein‘ betreibst du Schindluder und versuchst, wie das auch tágliches Brot der israelischen Führung ist, uns Leser und die Welt bewusst zu täuschen.

      Versetz dich in die Lage dieser Menschen. Weil sie Palästinenser sind, werden sie schlecht behandelt und die israelische Raumplanung macht einen grossen Bogen um palästinensische Ortschaften mit allen Nachteilen, die damit einhergehen. Und trotzdem wollen sie dort bleiben, um ihr Recht auf Heimat und Recht auf Leben weiterhin geltend zu machen.

      Es ist tragisch,dass man so herabsetzend, arrogant die willentliche Benachteilung einer Bevölkerung so gedankenlos kommentiert.

    • Haben Sie die Aussagen der Bewohner gelesen? Wenn Sie sich die Umfragen in den betreffenden Gebieten ansehen, will kein Palästinenser im Palästinenser-Staat leben und dabei Arbeit, Krankenversicherung, soziale Sicherheit und -im Gegensatz zu den Palästinensergebieten- rechtliche Sicherheit verlieren. Wo arbeitet dieser Dozent nochmal: Tel Aviv – eine Israelische Neugründung. Warum nicht an einer arabischen Hochschule z.B. in Ramallah, wenn schon die magelnde Bildung angeprangert wird. Nebenbei. Das Bild ist ziemlich typisch. Diese kleine unscheinbare Moschee. Wäre das Geld nicht besser in die Infrastruktur gesteckt worden (ein paar Türmchen weniger und schon wäre eine Straße repariert). Sie wissen, warum Moscheen so groß wie möglich sein müssen?

  3. Guten Tag,
    ich bin sehr froh über Ihren Fleiss, und häufige Berichterstattung. Als konstruktive Kritik möchte anmerken, dass manchmal eine gewisse Neutralität fehlt um den Leser seiner eigenen Meinungsbildung Freiheit zu geben. Es sind nicht alle in D-A-CH gegen Israel und pro Pal. im Gegenteil. Manche Bezeichnungen oder Berichte lassen aber eine gewisse „links“ Orientierung der Redaktion und das dürfte m.E. nicht sein, vielleicht unbewusst.
    Danke
    alles Gute

    • @Corina, – es könnte ja sein, dass man beides ist oder sein könnte, also pro-Israel, aber auch pro-Pal. Nur man kann doch nicht einfach, weil man vielleicht nur das eine ist, Neutralität einfordern, weil einem nicht gefällt, was man liest. Dann muss es wohl mehr darum gehen, ob etwas falsch oder richtig ist. Wie soll eine Arbeitslosenquote von 31% neutral wiedergegeben werden? Es besagt doch eine Menge. Wie soll man dem Wunsch, dass palästinensische Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren möchten, unter Beachtung des Neutralitätsprinzips gerecht werden? Schweigen oder Verschweigen war zu lange eine schlechte Gewohnheit.

  4. Kann-egal ob jetzt ein Gebietstausch dem Völkerrecht entsprechen würde oder nicht-aus humanitären Gründen ein Beschluss zwischen Staatsführungen nachträglich noch angefochten werden? Es geht hier vielleicht nicht gleich um das Nagen am Hungertuch, um das wirtschaftliche Auskommen (und damit das Erhalten einer Infrastruktur) schon.

  5. in das einkommen eingreifen kann der staat nicht. dass die frauen so weing verdienen liegt an der fehlenden bildung. die moslemischen araber haben erst in den letztem jahrzehnt damit angefangen frauen an die unis zu schicken. man sollte auch nicht aus den augen verlieren, dass die wohnkosten, wohnsteuern und andere ausgaben in diesen gegenden viel niedriger sind.

    was die infrasturktur angeht, so ist die sache nicht so einfach. fuer die strassen ist alleine die ortsfuehrung verantwortlich. wenn sie nicht genug steuern eintreiben, so haben sie kein geld um strassen zu bauen. aber wenn man sich wadi ara anschaut, so gibt es da auch kein platz fuer die strassen, weil die haeuser so plannungslos gebaut wurden.

    es gibt auch andere probleme, wie z.b. fehlende plannung. araber aus solchen gegenden sind prinzipiel nicht bereit in mehrfamilienhaeuser zu leben. d.h. sie ziehen es vor ein grundstueck im familienbesitz zu teilen und darauf weitere haeuser zu bauen als eine wohnung in einem geplannten projekt zu kaufen, wie es die juden tun.

    das gleiche problem gibt es bei den drusen. sie wohnen historish bedingt in abgelegenen ortschaften, welche fast immer mitten in nationalparks liegen. heute gibt es kaum noch grundstuecke neue haeuser zu bauen. und sie wollen das land der nationalparks abkaufen, was natuerlich alle (aus verschiedenen) gruenden ablehnen. die loesung hier waere auch mehrfamilien haeuser und grosse projekte, wie es in den staedten ueblich ist, aber sie wollen das nicht.

    • ariel! sie haben sicherlich nicht unrecht mit ihren anmerkungen. leider ist ihre situationsbeschreibung ein teil der wahrheit. aber eben nur ein teil. zur ganzen wahrheit gehört auch, was andere kommentatoren schon angemerkt haben, nämlich dass die arabische minderheit in israel in ihren lebensraum von diesem staat in der vergangenheit zumindest vernachlässigt wurde und teilweise immer noch vernachlässigt wird. keine gesellschaft kann sich einigermassen ordentlich organisieren, wenn sie vom staat mehr oder weniger link liegen gelassen wird. dennoch bin ich dafür, dass man (in diesem fall also die araber in israel) selbstkritisch sein muss und sozusagen vor der eigenen haustür kehrt, bevor man anderen die schuld, und zwar die gesamte schuld, in die schuhe schiebt.

  6. Diesem Blogbeitrag von Herrn Tim Assmann muss in mehrerer Hinsicht widersprochen werden. Er ist weder ausgewogen, noch kommt er dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag nach.

    Schon sein Einstieg in das Thema ist polemisch. Jeder, der schon einmal in Umm al-Fahm gewesen ist, wird bestätigen, dass diese israelisch-arabische Stadt mit ca. 50.000 arabisch-islamischen Einwohnern keineswegs einen vom Staat vernachlässigten Eindruck macht. Ganz im Gegenteil. Sie ist heute eine moderne arabische Stadt, die vor 100 Jahren gerade einmal 500 Einwohner hatte. 1931 waren es schon 2500 Bewohner und 1948 dann 4500. Heute sind es immerhin 50.000.

    Dann polemisiert Herr Tim Assmann auch noch mit der Aussage, dass „Umm el Fahmm“ [sic!] wirklich nicht schön sei. Es habe miserable Straßen und lasse den Besucher daran zweifeln, noch in Israel zu sein. War er dort? Offensichtlich nicht. Ansonsten hätte er festgestellt, dass Umm al-Fahm, verglichen mit arabischen Städten unter Fatah- oder Hamas-Herrschaft, einen geradezu luxuriösen Eindruck vermittelt. Schöne neue und viele renovierte alte Häuser, eine offensichtlich funktionierende Stadtverwaltung, die dafür sorgt, dass die Stadt nicht zugemüllt erscheint und eine Infrastruktur, von der Städte jenseits der Grenze nur träumen können.

    Dazu kommt dann auch noch der Vorteil, den israelische Araber dem demokratisch und sozialstaatlichen Israel verdanken. Es verwundert daher gar nicht, dass die Bewohner von Umm al-Fahm Israelis bleiben wollen.

    Daran ändert auch nichts, dass der fundamentalistische Islam versucht, dort immer mehr Einfluss zu gewinnen. Man braucht nur nach den letzten Bürgermeistern zu googeln: Sheikh Raed Salah, Sheikh Hashem Abd al Rahman und Khaled Aghbariyya.

    Herr Assmann sollte auf YouTube nach „Arab Israelis describe how they want to remain Israeli“ from Israels Channel 10 suchen und das profund widerlegen, bevor er einen so einseitigen und antiisraelischen Blogeintrag verfasst.

    PS: Drusische, tscherkessische und viele beduinische Israelis stehen zum Staat Israel, zunehmend auch arabisch-christliche und arabisch-muslimische. Warum ist das so? Herrn Assmann scheint das nicht zu interessieren.

    • Hallo W. Caldonazzi, danke für Ihre Richtigstellung und auch den YouTube-Hinweis. Der Ort sieht wirklich ganz gut aus.
      Schon allein die Überschrift ist so eine typische antiisraelische Schlagzeile. Da ich aber davon ausgehe, dass Herr Assmann sich seiner antiisraelischen Polemik bewusst ist/sein muss, frage ich mich, was der Grund dafür ist. Ist er selbst bereits ein Opfer der ‚Gehirnwäsche‘ geworden, die die GEZ-Medien, für die er arbeitet, betreiben? Auch muss er doch als ausgebildeter Journalist wissen, dass gerade die Botschaft in der Schlagzeile beim Leser hängen bleibt. Wenn dann im letzten Absatz irgendwelche Richtigstellungen auftauchen (würden), bekommt der flüchtige Leser diese sowieso nicht mehr mit.

    • Sorry falscher Begriff, nicht Richtigstellungen, sondern Darstellungen der anderen Seite der sogenannten Objektivität zuliebe.

    • herr assmann hat vollkommen recht mit seiner beschreibung der sitation. ohne die „schuldfrage“ an der misere im arabischen sektor von israel diskutieren zu wollen, kann man ihm nur zustimmen und sogar weiter gehen und die these aufstellen, dass die meinsten arabischen ortschaften in israel ghettos gleichkommen, in denen unordung, kriminalität, müll, korruption etc. vorherrscht. das ist leider die wahrheit, die einem sofort ins auge springt, sobald man eine solche ortschaft betreten hat.

    • Die Frage ist immer, wo ich den Vergleichspunkt wähle: Vergleiche ich mit anderen israelischen, oder mit anderen arabischen Städten dieser Größe. Wer Kairo, Damaskus usw besucht hat (und erst recht arabische Ortschaften außerhalb der Metropol- und Touristenregionen), der wird jede israelisch-arabsiche Stadt als Hort von Ordnung, Sauberkeit und Schönheit preisen.

      Gegen andere israelische Städte, auch wenn sie unserem deutschen Auge vielleicht verwirrend chaotisch orientalisch erscheinen, werden diese Städte aber immer verlieren.

      Und so können wir immer zwei Wahrheiten finden, die auch in der politischen Diskussion auf einander prallen: Keiner dort will den „Abstieg“ auf arabisches Niveau, sehen aber auch den „Aufstieg“ zu israelisch-jüdischem Standard verwehrt.

      Wirklich beneidenswert ist die Situation nicht, auch wenn es ihnen verhältnismäßig gut geht.
      Heidelbaer

    • @hermann
      „kann man ihm nur zustimmen und sogar weiter gehen und die these aufstellen, dass die meinsten arabischen ortschaften in israel ghettos gleichkommen, in denen unordung, kriminalität, müll, korruption etc. vorherrscht.“

      Soso… darf ich fragen wie es in vielen Bezirken IN Deutschland aussieht?
      Und IN Frankreich und andere EU-Länder sogar ganze „ortschaften“?

      Also ganz offensichtlich gibt es auch in D und der EU „Bürger zweiter Klasse“, wenn solche „Thesen“ aufstellt und NICHT mit zweierlei Maßen messen will.

      Ich habe mir paar Bilder und Videos über die beiden Ortschaften angeschaut und nichts auffälliges entdecken können, außer eine ganz hübsche Moschee.

      Und „was andere kommentatoren schon angemerkt haben“ angeht, manchen sprechen vom Apartheid und selbst Herrn Assman als „Bürger zweiter Klasse“!
      Und DAS hat, mit Verlaub, garnicht mit „eine gewisse Vernachlässigung“ zu tun.

      Denn „vernachlässigt“ werden sicherlich (auch) viele Viertel und Ortschaften, und zwar aus den verschiedensten Gründen. Bei uns ist es auch nicht anders.
      Daher frage ich mich, warum werden den israelis bei gleichem Sachverhalt immerwieder bestimmte Bewegsgrunden unterstellt.

      Hier (oder in Frankreich) wird z.B. keiner gezwungen, in bestimmten Viertel oder Ortschaften zu leben. Die gehen dort freiwillig, weil die sich dort wohl wohlfühlen und „unter sich“ sind.
      Und WIE soll dann bitteschön den Staat „eingreifen“ um die vermeintliche „Vernachlässigung“ aus der Welt zu schaffen, wenn mancher Ort selbst für die Polizei sogar als „No-Go-Area“ gelten?

      Upps…, …und schon sind aufeinmal sogar die beiden Ortschaften hier nicht nur hübsch, sondern vorbildlicher und lebenswerter als mancherort in der EU.
      Denn dort funktioniert so gut wie alles, und die Bewohner denken noch nicht einmal, Teil einer anderen arabischen Staat zu werden! Sie ziehen dann doch lieber um, …“Heimat“ hin oder her…

  7. Irgendwie witzig hier. Anstatt, dass die Israelfreunde endlich mal die Realität sehen beschweren sie sich darüber, dass über die Realität bertichtet wird. Macht doch endlich die Augen auf und hört auf alles was Israel falsch macht schönzureden …

  8. wenn ich die Kommentare lese, kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass Profis bzw. Auf solche Berichte angesetzte Personen ideologisch geschult antworten.

  9. Sind schon schwere Geschütze, die Assmann hier auffährt. „Bürger zweiter Klasse“ und so.
    Selbst, wenn dem so wäre muss man doch objektiv feststellen, dass viele israelische Araber offenbar lieber Bürger angeblich 2. Klasse im demokratischen Rechtsstaat Israel sind, als Bürger angeblich erster Klasse in einem palästinensischen Staat. UND dafür habe ich volles Verständnis, erst recht mit Blick auf korrupte palästinensischen Autokratie im Westjordanland und die islamistische Diktatur in Gaza.

    Völlig verständlich, dass man lieber in einem Land leben will, in dem man die eigene Regierung hart kritisieren und heftig gegen sie protestieren kann, als in einem Staatsgebilde zu leben, in dem man schon für Abbas-kritische Facebook-Kommentare von der Polizei abgeholt wird.

  10. Vorneweg: Ich finde kritisch objektive Berichterstattung sehr gut. So wie man sie hier bei Herrn Schneider und auch von Herrn Rosch geboten bekommt. Ich möchte weder einen Ideologen der einen noch der anderen Seite als Journalisten haben.

    Leider kann man dies von Herrn Teichmann und Herrn Assmann nicht sagen. ie Beiträge dieser beiden Herren sind leider nicht journalistisch neutral sondern (teilweise) pure Polemik. Sowas kann man in einem Kommentar bringen, aber nicht in Reportagen / Berichten.

    Es fehlen dann wie hier im Artikel komplett Fakten, die das belegen könnten, was die Interviewten hier sagen oder ob es nicht auch andere Günde gibt (siehe Vorkommentatoren).

    Um die Qualität dieses Blogs und der Berichterstattung generell zu erhöhen, würde ich lieber mehr Beiträge von Herrn Schneider und Herrn Rosch sehen / hören / lesen als immer diese ideologisch polemisch verbrämten Reportagen von Teichmann und Assmann.

    • Hier findet bei politischen Themen eigentlich keine objektive Berichtstattung statt (wirklich objektive Journalisten gibt es eh nicht). Auch die Herren Schneider und Rosch stehen links und koennten problemlos fuer einen Laden wie Ha’aretz arbeiten (einfach mal die Beitraege von RCS in der ‚Juedischen Allgemeine‘ lesen). Oder Herr Rosch – der hat sich fuer einen seiner Videoblogs mal in Gaza auf einen Schutthaufen gestellt, den man auch 3 Jahre nach ‚Operation Cast Lead‘ noch nicht weggeraeumt hatte, um damit zu demonstrieren wie phoese Israel doch sei und dazu etwas von „das hier ist Gaza“ genuschelt. Genauso gut haette er sich aber vor das 5-Sterne Luxushotel al-Mashtal stellen koennen, aber das passt eben nicht ins pro-palaestinenische Berichterstattung-Konzept der ARD. Gaza soll ausschliesslich als Wartezimmer zur Hoelle portraitiert werden, an dem Israel Schuld hat, aber dazu passen keine Bilder von Luxushotels, Shopping Malls, Vergnuegungsparks, Villen, dicken Autos, Maerkten mit ueppigem Angebot, etc..

    • Ihnen kann man echt nur wünschen, dass sie schnellst möglich in Gaza wiedergeboren werden. Vielleicht empfinden sie dann endlich Mitgefühl und nicht nur Hass.

    • Ich empfehle ihnen sich den „Amnesty Report 2013 –
      Israel und besetzte palästinensische Gebiete“ anzugucken. Das sollte ihrem völlig einseitigen Weltbild auf die Sprünge helfen …