Interview mit dem palästinensischen Verhandlungsführer Mohammad Shtayyeh

Ich hatte letzte Woche die Gelegenheit den palästinensischen Minister Dr. Mohammad Shtayye in Ramallah zu interviewen. Er ist einer der Verhandlungsführer bei den Friedensgesprächen mit den Israelis, die von US-Außenminister Kerry angeschoben wurden und werden. Hören Sie sich die palästinensische Einschätzung der aktuellen Situation an, den palästinensischen Blickwinkel:

 

 

Kommentieren:

Kommentare werden vor der Freischaltung geprüft. Mehr in den Kommentarrichtlinien.
  1. Fragen für die Fortsetzung des Interviews in zwei Monaten 🙂 :

    Warum wurden denn so viele Palästinenser von Israel neu inhaftiert?

    “Our President” – ist ja schon lange nicht mehr legal im Amt. Wie kann Dr. Shtayye von “our President” sprechen? Whose is he?

    Warum wird Gaza (Hamas) bei diesen Verhandlungen ausgeklammert, und die palästinensischen Vertreter im Westjordanland verstehen sich als allein autorisiert, diese Gespräche zu führen?

    Dr. Shtayye ist ein ausgesprochen kleverer Verhandlungsführer – um Längen kompetenter als Dr. Erekat.

  2. Laut Dr. Shtayye darf Israel kein jüdischer Staat sein, weil das das Existenzrecht der im Land verwurzelten Palästinenser in Frage stellen würde. – Und umgkehrt ist es kein Problem, dass ein Staat Palästina von vornherein das Wohnrecht von Juden ausschliesst? Warum? Weil Juden, anders als die Palästinenser, nicht dort verwurzelt sind und es einzig die Heimat der Palästinenser ist/sein soll.

    Die Betonung der Verbundenheit der Juden mit dem Land sei dem Friedensprozess nicht zuträglich, heisst es immer wieder. Sie ist den palästinensischen Interessen bei den Verhandlungen nicht zuträglich. Die jüdische 3000jährige Verbundenheit oder die arabische Geschichte der letzten fünf+ Generationen bzw. seit Entstehen des Islam stehen in ungleicher Konkurrenz zueinander.

    • Das Problem ist, dass es darum geht, dass die Israelischen Siedler das Gebiet im Westjordanland besetzen ohne palestinensische Erlaubnis. Ich glaube soblad es zwei Staaten gibt, gäbe es auch kein Problem mit israelischen Zuwanderen in dem palestinensichen Staat. Zudem wäre es nötig, dass sich die Siedler an palestinensiches Recht halten, genau wie die Palestinenser sich an israelisches Recht halten müssten, wenn sie zurück nach Israel kehren wollten. Ich kenn die Siedler nicht persönlich und von daher auch nicht befugt zu urteilen, aber ich glaube doch, dass sich die Siedler als Israelis verstehen und deshalb es nicht akzeptiern würden in einem Palestinensichen Staat zu leben. Wer in einem fremden Land lebt, muss sich auch integieren und die hiesige Berichterstattung lässt mich doch an dem Willen der Siedler zweifeln sich in einen palestinensichen Staat zu integrieren.

      • “Ich glaube soblad es zwei Staaten gibt, gäbe es auch kein Problem mit israelischen Zuwanderen in dem palestinensichen Staat.” (Andreas)

        Sicher kann man die Situation nicht 1:1 übertragen. Dennoch ‘konnten’ die Juden nicht im Gazastreifen bleiben, obwohl sie das wollten.

        Wenn ein palästinensischer Staat Religionsfreiheit vorsieht, so würde die heute im Westjordanland lebenden Israelis nichts daran hindern, dort in einem palästinensischen Staat als jüdische Staatsangehörige wohnen zu bleiben. Vorausgesetzt, dass sie dort ebenso sicher leben könnten wie die Araber in Israel heute.

  3. der alte jobotinsky hatte vollkommen recht. die araber verstehen nur eine sprache. israel wird und muss diese also mit allen mitteln klein halten.

    • @ david -da kommst du mit einem saublöden Argument und willst uns was sagen? Wo lernt ihr nur solch unsinniges Zeug. Man ist Unterdrücker und gefällt sich noch in der Rolle. Jabotinsky hat auch gesagt, dass man mit Moral keinen eigenen Staat gründen kann. Also wirft man die Moral über Bord und erklärt sein Benehmen mit lauter Lügen, die uns alle täuschrn sollen.

      Was ist das für eine Lebensauffassung, ein anderes Volk, das dort ihre Heimat hatte bevor alle Juden kamen, klain halten zu müssen. Das stinkt!!

  4. Sehr palästinensischer Blickwinkel. Ich bin mir unsicher:
    Ist es gut, so eine einseitige Darstellung – auch mit falschen Angaben – zuzulassen, um jedem einmal die Möglichkeit zu geben, seine Position zu vertreten? Dann sollten auch – falls noch nicht geschehen – die Israelis eine solche Möglichkeit erhalten.
    Oder sollte man den offensichtlichen Lügen und Auslassungen nicht doch sofort entschieden widersprechen?

    • @ Markus- don’t worry, das Interview war just for brainy people. Warum hast du nicht eine einzige falsche Aussage angeführt. Der Mann war nicht nur clever, er hatte auch unendlich Recht. Und was Leute wie Steinmeier sich einbilden!. Da ist ein Volk vertrieben worden, es wird unterdrückt und darf sich nicht an die Vereinten Nationen wenden? Steinmeier weiss doch genau, dass die Israelis ihn und uns alle belügen mit ihren Friedensphrasen. Steinmeier sollte lieber einmal einem Netanyahu die Meinung und die Wahrheuit sagen. Es werden nur Forderung an den schwächeren Partner gestellt.Würde man umgekehrt stärker mit Israel ins Gericht gehen, dann hätte man schon lange Frieden. Gründe gäbe es genug. Auf jeden Fall, wenn man nicht blind und taub ist.

  5. Ein Phrahsendreschautomat.

    Ich muss hier noch etwas Lob abladen:
    Toller Film im Montagsblog auf tagesschau.de über das israelische Feldlazaret auf dem Golan, in dem syrischen Verletzten geholfen wird…Die Leute, die dort behandelt werden, merken, dass die Israelis nicht die Dämonen sind, als die sie in den offiziellen Medien der arabischen Welt und des Iran dargestellt werden. Stichwort: Incitment:

    • @ Jörg – Wer hier Phrasendrescher ist, darüber kann man streiten. Der Mann hat viel Richtiges sehr klar zum Ausdruck gebracht, aber du bist halt keiner der willens ist Ohren und Augen offen zu halten. Kommt man gut mit Scheuklappen durch die Welt?

      Es war dich eine Erleichterung wieder ‘mal über israelsiche Lazarett Hilfe zu lesen. Hast du ‘mal darüber nachgedacht, warum es palästinensche Flüchtlingslager in Syrien gibt, die von der syrischen Armee und auch von anderen Gruppen regelrecht ausgehungert werden. Wäre es nicht eine gute Idee, wie das auch in Jordanien passiert, vielen Flüchtlingen aus Syrien die Möglichkeit zum Aufenthalt anzubieten und zu erleichtern. Die könnten ja möglciherweise nach Palästina weitergeleitet werden.
      Die grosse Menschlichkeit einem Nachbarvolk gegenüber zu zeigen, das ginge ja uch zu weit?

  6. Herr Dr.Shtayye unterstreicht, dass der Konflikt ein politischer ist und kein religiöser. Ich finde seine Vorschläge und Vorstellungen durchaus angemessen und nicht unvernünftig, sofern der Großteil der Palästinenser ebenso denkt und sich friedlich daran halten möchte.
    Befremdlich finde ich die Forderung Israels, als “Jüdischer Staat” anerkannt zu werden. Sollte sich Israel als rein jüdischen Staat definieren um Palästinenser (Christen und Muslime) an der Ansiedlung zu hindern, würde es sich auf die selbe Stufe wie z.B. den Iran oder Saudi Arabien stellen. Das hätte mit Religionsfreiheit und fundamentalen Demokratischen Grundrechten wenig zu tun. Wir nennen uns schließlich auch nicht “Christliche Republik Deutschland” unter Ausschluss aller Andersdenkenden.
    Im Übrigen halte ich Untertitel für das Interview für nötig.

    • @EvaRoxy

      “Befremdlich finde ich die Forderung Israels, als “Jüdischer Staat” anerkannt zu werden. Sollte sich Israel als rein jüdischen Staat definieren um Palästinenser (Christen und Muslime) an der Ansiedlung zu hindern, würde es sich auf die selbe Stufe wie z.B. den Iran oder Saudi Arabien stellen. Das hätte mit Religionsfreiheit und fundamentalen Demokratischen Grundrechten wenig zu tun. Wir nennen uns schließlich auch nicht “Christliche Republik Deutschland” unter Ausschluss aller Andersdenkenden.”

      Was bitte schön ist so rocket science-mäßig schwierig an das Judentum zu verstehen ?
      Jude kann nur sein wer eine jüdische Mutter hat, die Mehrheit der Juden auf der Welt haben sowohl Vater und Mutter als Juden und das über hunderte Generationen.
      Jüdische Religion und genetisches Erbe sind eng miteinander verbunden.
      Judentum kann man nicht bei Ebay kaufen.

      Konversionen finden so gut wie nie statt. und wenn dauern sie unter Umständen bis zu 20 Jahren.
      Es gibt kein anderes Volk auf dieser Erde, das so strikte Aufnahmebedingungen hat.
      Und wer seit tausenden von Jahren nur untereinander heiratet kann nur ein Volk sein.
      Die Infragestellung unserer Identität ist eine wohl bekannte Methode unser Anrecht auf Israel zu deligitimieren.
      So bald wir außerhalb Israels leben, dann sind wir plötzlich doch wieder Juden, die man natürlich für alles mögliche
      verantwortlich machen kann.
      Gerade in der Ukraine , geht das Gerücht umher, wir Juden sind Schuld , dass die Renten nicht ausgezahlt werden.
      Im Erbgut eingeschlichene phänotypische Merkmale (Blaue Augen, Blondes Haar oder dunkle Hautfarbe) haben das israelitische Erbgut nicht substanziell verändert.
      Das was Sie uns unterstellen würden Sie Basken oder Japaner niemals unterstellen oder ?
      Oder ist der japanischer Kaiser womöglich ein Ire ? Und die Basken womöglich ein verschollener Indianerstamm aus dem Amazonas ?
      Jetzt noch mal : Jüdischer Glaube und Volkszugehörigkeit sind eins.
      Wenn Sie es mir nicht glauben , gehen Sie in die nächste Synagoge und versuchen Sie Jüdin zu werden, da bin ich ja gespannt. Und Posten Sie hier ihre Erfahrung bitte.

      • Irgendwas in den falschen Hals bekommen? Es ging nicht um “das Judentum” bzw. um den jüdischen Glauben, sondern um die Selbstverständnis Israels als “JÜDISCHER Staat”. Wenn das bedeutet, daß das Judentum “Staatsreligion” ist, die Regierung auf der Basis der Thora Entscheidungen fällt, darf Israel sich nicht wundern, wenn es (immer öfter) auf eine Stufe mit anderen religiös regierten Staaten (Saudi-Arabien!?) stellt. Dieses Ansinnen läßt sich weltweit immer weniger vermitteln.

        Eine säkularer STAAT Israel, z.B. auf der Basis der Menschenrechte (die ja auch die Religionsfreiheit beinhalten), wäre ein Signal, das der Gegenseite viel Wind aus den Segeln nehmen würde. Das aber wiederum ist ein Thema, das in gewissen Kreisen der JÜDISCHEN Bevölkerung Israels wenig oder gar nicht vermittelbar ist.

        Ergebnis: NULLSUMMENSPIELEREIEN! 😛

        Schönen Tag noch!

        Hanns

      • Ich finde es immer befremdlich, wenn gerade Juden völkische Identität so abhängig vom Erbgut machen. 70 Jahre nachdem die Hälfte des jüdischen Volkes auf Grundlage solcher Vorstellungen ermordet wurden ist…
        Obendrein überschätzt du die genetische Homogenität der Juden ungemein. Man muss nur mal durch Israel laufen und man sieht sofort, dass die Israelis aus allen Herren Ländern kommen (abgesehen von Ostasien) und es ist auch nicht schwer sich vor zu stellen wie das gekommen ist. Kurzum, die Juden der Welt gehören unterschiedlichen Ethnien an, was aber nicht notwendigerweise bedeutet sie seien nicht ein Volk. Schau dir Russland an. Da gibt es wer weiß wieviele Ethnien, viele von denen Bezeichnen sich aber als Russen, mongolischer Russe, Burjat-Russe oder wie auch immer. Oder die USA, ein noch besseres Beispiel. Wieviele Amerikaner sind keine weißen Protestanten?
        Also wenn du die völkisch einheitliche Identität der Juden untermauern willst, dann bezieh dich besser auf die gemeinsame Religion, Sprache (teilweise), Wertevorstellungen, Zusammengehörigkeitsgefühl und der gleichen und nicht auf die genetische Homogenität, denn das ist einfach Blödsinn. Weil sie nicht existiert und weil die Ethnie eigl. nicht viel mit Volkszugehörigkeit zu tuen hat. Die Tatsache, dass die beiden so häufig zusammenfallen hat wohl schlicht und ergreifend mit der Sesshaftigkeit des Menschen zu tuen.
        Darüber hinaus solltest du froh sein, dass Juden genetisch betrachtet weit auseinanderliegen (wobei “weit” natürlich auch nur im 1/100er Bereich liegen dürfte), denn genetische Diversität ist was Gutes.

        • @Heinz

          Versuchen Sie bitte nicht unzählige renomierte Humangenetische Untersuchungen in Frage zu stellen.
          Alle belegen eine eng genetische verwandschaft, phenotypische Anteile (Äußerliche) werden von nur wenige Gene gesteuert.
          Und Sie betimmen unsere Identität nicht und auch kene anderer , das tun wir.
          Damit das so bleibt garantiert die IDF , auch wenn es unseren Feinden weh tut.
          Wenn jemand wünsche haben sollte über uns bestimmen zu wollen wie andere es früher nach belieben taten, wird dieser jemand erst unsere Armee und Geheimdienste und Lobbies zuerst vernichten müssen.
          Hat bekanntlich 45 nicht geklappt!
          Ein erneuter Versuch heutzutage überlebt dieser Welt nicht.

          PS : Gutes Gelingen ;))

          • “Versuchen Sie bitte nicht unzählige renomierte Humangenetische Untersuchungen in Frage zu stellen.”
            ohne jede Streitlust: ich würde gerne welche davon lesen. Kannst du mir welche nennen? Ich bezweifel eigentlich, dass es seriöse Untersuchungen dazu gibt, die deine Aussage stützen, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

            Davon mal abgesehen, ich nicht dein/euer Feind, nur weil ich deine Ansichten nicht zu 100% teile. Du solltest mal deine dichotome Weltsicht ala “bedingungslos für uns oder uns feindlich gesinnt ” überdenken.

          • Vielleicht darf ich mich hier auch ein wenig einmischen?

            Sie sollten wirklich vorsichtig mit den humangenetischen Studien sein. Ja, der Phänotyp wird nur von einer ausgesprochen geringen Anzahl an Genen bestimmt. Und ja, es gibt bestimmte Marker, die in bestimmten Gruppen jüdischen Glaubens besonders häufig sind und auch deshalb insbesondere in der Forschung für medizinischen Zwecke gern angeführt werden.

            Aber aus der Sicht der Evolutionsbiologie sind all diese Studien eher fragwürdig und belegen lediglich, dass nach der Diaspora nur noch ein vergleichsweise geringer “genetischer Austausch” stattfand. Gleiches gilt im übrigen auch für Inselvölker. Und die Studien, die eine genetische Zusammenfassung in Korrellation zu Herkunft innerhalb eines Kontinents oder zur Sprachgroßfamilie herstellen wollten, sind allesamt interessant, weil keine davon zu den gleichen Ergebnissen kommt wie eine andere (ausgenommen im nahen Osten, dort sind die Unterschiede in den Ergebnissen etwas anders). Von daher sprechen Sie bitte nicht so herablassend wenn Sie sich auf die markerbasierten Humangenetikstudien berufen. Das ist noch ein sehr interessantes Forschungsfeld, auf dem leider derzeit viel Renommé aus Evobiosicht aus dem Nichts kommt. Würden wir mit solchen Datensätzen arbeiten, würden wir jegliches Vertrauen verlieren. (Stand Anfang 2013, sollten Sie mich mit neuerem Material überzeugen können, geben Sie mir Stichworte zu bestimmten Studien.)

            Und ansonsten ist das meiste davon genau das, was ich hier (in Deutschland) von den Nazis höre. Die massive Lobby, genetische Homogenität des jüdischen Volkes, Weltvernichtungsphantasien seitens der Israelis. Soll ich denen ab jetzt sagen, dass das stimmt?
            Ich hoffe doch nicht. Ein netter User namens Ariel (wo ist der eigentlich?) hatte doch ein anderes Bild der Israelis gezeichnet als das, was Sie hier zeichnen.

            PS Sie sehen einen sehr verwirrten Hannes nach nur einem Jahr Abstinenz von diesem Blog.

        • Kleine Korrektur/Ergaenzung:
          Nach den dunkelhaeutigen aethiopischen Juden sind in Israel jetzt solche aus China eingetroffen. Sie sehen aus wie Han-Chinesen, von der Haut- und Haarfarbe bis zu den Augenlidern. Der juedische Mythos, man habe ueber die Jahrtausende nur untereinander geheiratet und so die “juedische Rasse” bewahrt, ist eben ein naiver, im Grunde auch rassistischer, Mythos.

          • erstens hat keiner behauptet, dass ALLE juden direkte nachfahren von biblischen juden sind. zweitens kannst du zu den athiopischen juden, sowie “bnei menasche” (welche du als han-chinesen bezeichnest) auch z.b. die russische sekte “subbotniki” hinzufuegen. drittens aendert das nicht das geringste an der wissenschaftlichen tatsache, dass die sephardischen, nordafrikanischen, kurdische, aschkenasische und jeminitischen juden untereinander naeher verwandt sind, als zu den voelkern unter welchen sie gelebt haben. die moderne genetik machts moeglich.

            du findest diese fesstelung rassistisch? es ist mir egal. dann sind wir juden halt rassisten. da kann man nichts machen.

      • “gehen Sie in die nächste Synagoge und versuchen Sie Jüdin zu werden, da bin ich ja gespannt. Und Posten Sie hier ihre Erfahrung bitte.”

        Ist Bärbel Schäfer nicht auch mitlerweile auch Jüdin? So schwer kann das dann ja nicht sein 😛

    • “sofern der Großteil der Palästinenser ebenso denkt und sich friedlich daran halten möchte.”

      Genau da liegt das Problem. Bei dem Interview geschieht etwas, was leider recht symptomatisch für palästinensische Politiker ist. Das was sie auf Englisch (also zu westlichen Medien und Politikern) sagen ist nicht das Gleiche wie das was sie auf Arabisch (also zu ihrem Volk) sagen. Das hier Gesagte ist der palästinensische Bevölkerung nicht vermittelbar und das weiß Herr Shtayyeh auch. Aber es klingt gut, wenn man es einem westlichen Jounalisten so sagt. Das palästinensische Volk wird ein “offenes” Jerusalem nicht anerkennen, genauso wenig wie ein entmilitarisiertes Palästina oder jegliche Abschläge, was das Rückkehrrecht betrifft. Es ist das gleiche Gelaber, was man seit Jahren auf beiden Seiten des Grenzzauns hört. Man selbst ist immer nur Opfer und der Gegenüber nur Täter. Selbstkritik? Niemals!!!

      Nebenbei: der Iran ist nicht mit Saudi-Arabien gleich zu stellen. Im Iran leben Christen, Juden und Zoroastrier weitgehend unbehelligt und können auch ihrenen religiösen Praktiken nachgehen (in gewissen Grenzen natürlich). Selbst in Quom oder Maschhad kann man sich als Nicht-Moslem frei bewegen (ich würde schwer davon abraten, das in Mekka zu versuchen). Der religiöse Fundamentalismus ist es im Iran bei weitem nicht so schlimm wie er dargestellt wird.

  7. the third important issue is the historical account, Israel wants me , my name is Mohammad the son of Ibrahim ibn bin Mihammad bin Shtayyeh yes , they want me to recognize Israel as a jewish state because they want me to accept the narrative of judaism about palestine and totally negate the muslim christian narrative about palestine, which means that such a movement becomes a movement for right of return of jews to palestine .
    Die historische und Archäologische Belege, sprechen für eine Antike und ständige jüdische Besiedlung Israels. Das die Vertreibung durch die Römer die unzählige Pogrome bis hin zum Holocaust, geben jedem Juden das Recht nach Israel zurück zu kehren.
    and the whole of the palestinian struggle becomes like no more than a terrorist act and has no legitimacy what-so-ever, because of this I don´t thing that any palestinian will ever accept Israel as jewish state, the other the last point, the struggle is a political one , the struggle is a political one , why do you make it a religious one ? The last point is , Judaism is religion and not nationality , judaism is like islam, judaism is like christianity and it is a religion, so therefore nationality is one thing and religion is an other .
    Ja euer struggle ist ein Akt des Terrorismus, der schon vor der Gründung Israels ausgeübt wurde.
    Und ihren Höhepunkt erreichte mit der arabischen Kriegserklärung am Tag der Gründung Israels.
    Judaismus ist Nationalität , wir sind ein Volk genetisch verbunden ,manchmal mehr manchmal weniger, Jude kann in der Regel nur sein wer eine jüdische Mutter hat, Judentum ist nicht wie der Islam oder das Christentum, im Islam kann man innerhalb eines Tages übertreten. Von Anfang an war Israel als Heimat des jüdischen Volkes vorgesehen , heute nach über 60 Jahren versucht man , das zu relativieren.

    first of all , let me make your life easy ad let me make the life of your audience even easier , we are “realistic people ” (HAHAHAH hier musste ich lange lachen ) we are no speaking about the influx of palestinian refugees, millions to go to Israel, we are saying that the issue of refugees needs to be settled in an agree at bond way , agree with the Israelis , this is an issue that we are no embossing any solution, we need to agree with the Israelis on it.
    So wird taqiyya betrieben , gelogen und die Unwahrheit gesagt , das hier ist ein Parade Beispiel , natürlich wollen sie Israel mit Millionen von Arabern überfluten, dann sind sie am Ende ihrer Träume.
    Und träumen könne sie gut 4 sience fiction Vorschläge, man kann sehen mit welcher Arroganz , wie verwöhnte Kinder sie unmögliche Forderungen stellen :
    1. Die Flüchtlinge , die es gar nicht, mehr geben dürfte , bleiben dort und werden entschädigt. Der man verschweigt die 3 No´s von khartum.
    2. Sie kommen in den Staat von Palästina, wo er denkt die meisten Palästinenser leben wollen. HA herrliche Lüge
    3. Nach Canada oder Australien gehen !!!!!! Wow warum nicht gleich Schweizer Pässe plus eine Million Euro pro kopf ???? Wieso nicht nach Saudi Arabien ?
    4. Nach Haifa oder Jaffa gehen , weil sie nicht aus einer Naturkatastrophe daraus sind sondern wegen einem Krieg,. Natürlich wegen einem Krieg einen den sie angefangen haben. Die meisten werden natürlich Palästina wählen , weil man in Israel Hebräisch lernen muss und man natürlich (Wie der Teufel das Weihwasser) Steuern zahlen muss.
    Das Ganze nennt er politically realistic!!!!!!!!!
    we have offered 4 formulas to settle the issue of refugees, every single palestinian refugee has the right to choose where he wants to live, option 1: to stay wherever they are in Jordan in syria in Libanon , if the host country accept “with compensation”. Option 2 : to come to the state of palestine which I think the majority of the palestinians will love to live under a palestinian flag. option 3: to go to a third country if Canada is open, if Australia is open, if the host country is ready to accept and the 4 important issue for this people is to go to Haifa and Jaffa whatever they have been there . because seriously the issue of the refugees, palestinian refugees

    it is not because of an earthquake , the cause in 48 was a war , not an earthquake not a tsunami , nothing else , this people have been driven out of their homes
    we are saying let set down and agree how many people can go ,and over how many years , which is I thing on my opinion, the most realistic way of giving people 4 options to choose one of them,my guess is that every most of the palestinians they will choose to live in the state of palestine because they know Haifa , if you choose to go to Haifa you are going to live in the state of Israel, you have to know Hebrew , you have to pay taxes, you have to do this and that and so on and so forth , our people are very realistic ( HAHAHHAHAHAH )
    but don´t say , don´t say to me that I have no right whatsoever , there is big difference between being politically realistic and you just simple try to delete my memory and say Haifa is not any more in reach .I am sayin let´s settle down and talk about it , it is doable and we have provided the 4 answers for
    every single palestinian refugee to choose from.”

    it is not become an issue of of negotiations , that is the most important thing , now the Israelis they want this and that and this and that , for every
    thing they want something in return
    Israel hat nur gegeben und nie was dafür bekommen , er lügt unverfroren , Israel hat Mörder aus den Gefängnissen entlassen.

    Yeah Dude the gap is very wide !!!!!

    • @ RefZen

      Das haben Sie schön analysiert, aber wer liest noch bis hier unten hin mit?

      Ich begrüsse, dass dieses Interview nicht übersetzt wurde. Ohne Analyse/Interpretation/Hintergrund bliebe das Interview auch in deutscher Sprache weiterhin unverständlich.

      Der Herr fegt den pro-palästinensisch vorkonditionierten Hörer mit einem leichten Schwung hinweg und hat ihn ganz auf seiner Seite.

      Herr Schneider hätte wohl mehr kritische Fragen stellen können, aber Dr. Shtayye machte auch so bereits einen zunehmend misstrauischen Eindruck und musste zur Beantwortung der Fragen sein nahezu(?) gesamtes rhetorisches Arsenal auspacken. Das war sehr aufschlussreich.

      • @Lily
        Tja Lily Viele werden nichts verstehen , Ich hoffe , dass viele das interview sehen und verstehen, aber ohne Hintergrundwissen,
        wird es noch schwieriger, schade . Das ganze zu übersetzen und hier zu posten wäre mir zu aufwändig , aber es ist ein Paradebeispiel , für die Unverschämtheit dieser Leute.
        Zu behaupten Israel würde ständig , dies oder das wollen und ständig Etwas in Tausch für Zugeständnisse verlangen.
        Ist genau die Umkehrung der Tatsachen.
        waren nicht die Israelis , die die PLO und Arafat ins Land reingelassen haben und sogar im guten Glauben erlaubten bewaffnete Kräfte aufzustellen ? Als Dank dafür kassierte israel , die zweite Intifada, Israelis zählten in den 1558 Tagen der Al-Aqsa-Intifada 20.406 Anschläge, darunter 138 Selbstmordanschläge und 13.730 Schussüberfälle, sowie 460 Angriffe mit Qassam-Raketen. Nach Angaben der Zeitung Jedi’ot Acharonot wurden 1036 Israelis getötet (715 Zivilisten) und 7054 verletzt. Das verschweigt er.
        Von den Juden , die aus den arabischen Ländern vertrieben wurden ist auch keine Rede, stattdessen wünscht sich der Herr
        Canada und Australien für die Rückkehr seiner Flüchtlinge,
        die immer noch Flüchtlinge sind weil die arabische Liga es so entschieden hat.
        Deswegen erwähnt er kein arabisches Land als Ziel für die sogenannten Flüchtlinge, warum wohl ?
        Ein kanadischer Pass kostet weit mehr als eine Million Dollar und ist an tausend Bedingungen verknüpft, Gründung einer Firma , Schaffung von Arbeitsplätzen und einen guten Beruf.
        Er will es aber für lau , ich denke seit Spanien bis heute , seine Haare sind grau geworden seit dem sagt er (Seine Taschen wahrscheinlich voll) hat er sich daran gewöhnt an immer neue Zugeständnisse und Gelder, dass er sein Sinn für Realität längst verloren hat.
        Der Konflikt ist eine Goldmiene für diese Leute.
        Von Terrororganisation bis an den Tisch der Mächtigen dieser Erde , in nur 22 Jahren ist eine steile Karriere.
        Israel hätte die PLO-Führung in Tunis für immer lassen sollen.

      • Ich bin sicher nicht pro-palästinensisch vorkonditioniert, aber Kommtar von “RefZen” ist so flach, dass sich eine Konditionierung einstellt.
        Beispiel: Er sagt es sei eine Lüge das die Flüchtlinge nach Palestina zurück wollen und gleichzeitig behauptet er, ohne dies belegen zu können, dass Araber das Land fluten wollen.

        Ich mache mal eine ähnlich dumme Gleichung von der anderen Seite auf, vielleicht sieht ja einer den Fehler:
        Das Errichten der Siedlungen während der 20-jährigen Verhandlungszeit dient nicht der kontinuierlichen Tatsachenschaffung, sondern dient nur der Kultivierung der Fläche und Schaffung von Werten.

        Obwohl ich bei den Verhandlungen nicht dabei war, glaube ich diesem Mann seine Schilderungen von den Verhandlungen und seine Einschätzungen erscheinen mir nachvollziehbar.

        • @Hike

          Ok Das Thema hatten wir schon hier, vor nicht lange Zeit stellte sich heraus bei einem Vorschlag
          Avigdor Liebermans Außenminister Israels, bei einem Landtausch Gebiete Israels anzugeben wo ohnehin Araber leben, dass keiner dieser Araber bereit ist seine israelische Staatsbürgerschaft aufzugeben und unter palästinensischer Herrschaft zu leben, wenn Sie den Text des von Herrn Shtayyeh Analysieren , werden sie eine inkongruente Mogelpackung an Aussagen und epistemische doppelte Verneinungen vorfinden.
          “and the 4 important issue for this people is to go to Haifa and Jaffa whatever they have been there . because seriously the issue of the refugees, palestinian refugees

          it is not because of an earthquake , the cause in 48 was a war , not an earthquake not a tsunami , nothing else , this people have been driven out of their homes
          we are saying let set down and agree how many people can go ,and over how many years , which is I thing on my opinion, the most realistic way of giving people 4 options to choose one of them,my guess is that every most of the palestinians they will choose to live in the state of palestine because they know Haifa , if you choose to go to Haifa you are going to live in the state of Israel, you have to know Hebrew , you have to pay taxes, you have to do this and that and so on and so forth , our people are very realistic”
          Und der vierte wesentlicher Vorschlag (Achtung auf das Wort wesentlich,denn das impliziert dass die Vorschläge davor blah blah waren , gut plaziert am vierte Stelle , um unauffällig zu wirken) für diese Menschen ist nach Haifa oder Jaffa zu gehen oder wo auch immer sie gewesen sind, denn mal ehrlich , das Problem der Flüchtlinge , der palästinensischen Flüchtlinge ist nicht einem Erdbeben verschuldet, der Grund war Krieg , kein Erdbeben , kein Tsunami , nicht was anderes, diese Leute wurden aus ihren Häusern vertrieben.
          Dieser Mann verschweigt, dass sie (die Araber) diesen Krieg angefangen haben , zweitens er redet von „choose“ also frei wählen, aber dann hält er einen Vortrag wo er „mal ehrlich“ behauptet diese Menschen hätten das Recht nach Haifa oder Jaffa zu gehen weil sie vertrieben wurden etc…..
          Dass , sie aufgefordert wurden das Land zu verlassen bis die „Juden ins Meer getrieben sind“ und teilweise freiwillig weg gingen ( Pech gehabt , den Krieg haben sie verloren) und natürlich nach so einer Aggression nicht mehr reingelassen wurden, verschweigt er.
          Viele andere Araber blieben und diese machen jetzt 20% der Israelischen Bevölkerung, Israel ist also eine sehr tolerante Demokratie , die 20% nicht Juden (jeder fünfte) zum Vergleich in Deutschland 2012 lebten 7,2 Millionen Menschen. Also nicht mal jeder zehnte ! duldet.
          Die Araber wollen nicht nur einen 100% Judenreines Palästina , während Israel 2 Milllionen Palästinenser behalten soll, sondern weitere arabische Flüchtlinge nach Israel einfließen lassen, anstatt die Sache , „the Issue“ fallen zu lassen, angesichts der Tatsache , dass sie den Krieg angefangen haben.
          Und obwohl kein Palästinenser in einem zukünftigen palästinensischen Staat leben will , behauptet er frech mit zwei lustigen Argumente ( Hebräisch und Steuern ) ,dass die Flüchtlinge unter palästinensischer Flagge leben wollen. „ our people are very realistic” sagt er.
          Wenn das Alles der Fall ist , warum dann 4 Vorschläge????????
          Vorschlag 1 : Fake
          Vorschlag 2 :Fake
          Vorschlag 3 : Fake
          Vorschlag 4 : Absicht
          Und ,dass er Angst vor Steuern bekundet, spricht Bände über seine sozial-politische und wirtschaftliche Einstellung ,damit ein Staat funktioniert müssen nun mal Steuern bezahlt werden.

          • Ein Lob für die Komentare, Refporus Zen!

            Ich bin gewöhnt bei ARD nur pro-Palestina Beiträge zu lesen, was mich sehr demütigt.

          • “Dieser Mann verschweigt, dass sie (die Araber) diesen Krieg angefangen haben ”

            Warum kommen die Zionisten immer wieder mit der selben Lüge, dass die Araber den Krieg angefangen hätten. Sie haben den Krieg erklärt, aber nicht angefangen. Angefangen haben ihn die Zionisten schon lange vorher, als sie anfingen Massaker in arabischen Dörfern zu verüben, um die Palästinenser zu vertreiben. Die umliegenden Arabischen Staaten hatten keine Wahl, sie mussten die Palästinenser vor den mordenden zionistischen Terroristen beschützen. Heute würde man das humanitäre Intervention nennen. Das Massaker von Deir Yasin fand z.b. am 9. April 1948 statt. Die Kriegserklärung der umliegenden Arabischen Staaten folgte erst am 15. Mai 1948. Sorry, aber außer dem Jom-Kippur-Krieg hat Israel jeden Krieg selbst ausgelöst.

    • @Zen – Wie kann man so viel Unsinn schreiben. Man fasst sich an den Kopf und fragt sich, warum Tatsachen so anders gesehen, so verdreht wiedergegeben werden. Himmelschreiend! Es ist Arroganz und fehlende Menschlichkeit, die es erlauben mit der Waffe in der Hand ohne schlechtes Gewissen und ohne Furcht vor Vergeltung, dem Unterdrückten die Rechte und die Würde zu nehmen, die ihnen gebürt. Es sieht so aus, als gäbe es Menschen, die intellektuell noch in der Steinzeit leben und im 21. Jahrhundert noch nicht angekommen sind. Wir haben heute Menschenrechte und einige haben sogar aus der Vergangenheit gelernt – aber eben nicht alle.

      • es ist schon erstaunlich wie in rund fünftzig aus deutschen herrenmenschen selbstzufriedene gutmenschen wurden, die nun meinen juden nachhilfe in moral erteilen zu müssen.

        • Die Mehrheit der Deutschen hat anscheinend aus dem Holocaust gelernt. Die Mehrheit der Israelis hat leider die falschen Leeren gezogen, sonst würden sie den Palästinensern nicht ähnliches antun.

    • ” Von Anfang an war Israel als Heimat des jüdischen Volkes vorgesehen , heute nach über 60 Jahren versucht man , das zu relativieren.”

      Auch eine Relativierung: Ernstzunehmende Historiker gehen mittlerweise davon aus, daß die Kundschafter, die Moses ausschickte, das “Land, wo Milch und Honig fließen” zu suchen, nicht Judäa und Samaria, sondern eigentlich das Territorium des heutigen Libanon gefunden haben. Denn da herrschten, im Gegensatz zur judäischen Wüste, wirklich paradisische Zustände! Es könnte also durchaus sein, daß das Volk Mose einfach nur ein paar Monate zuwenig wanderte! 😀

      Und aus neuerer Zeit: Wenn in den 1940er Jahren nicht in Uganda(?) eine Hungersnot geherrscht hätte, wäre Israel heute am Victoriasee, wer weiß!

      Schönen Tag noch!

      Hanns

  8. bei allem Verständnis für den Vorteil der “originalen Sprache”. Nicht alle beherrschen das Englische ausreichend. Kann es nicht trotzdem eine übersetzte Version bzw. Untertitel geben?

  9. Das “with pleasure” am Schluss klang doch ein wenig zu gequält, um überzeugend zu sein.

    Ansonsten ziemlich gutes Interview mit einem brillanten Rhetoriker. Wie er mit treuherzigem Blick die Forderungen der Palästinenser “not much” nennt, ist schon beeindruckend.
    Auch auffällig ist, dass er nicht einmal den Amerikanern gegen das Schienbein tritt, während er kräftig auf die Israelis eindrischt.

    Das Kernproblem jedoch ist das gegenseitige Verstehen können der Position des Anderen bzw. was die eigenen Forderungen und Aktionen beim jeweils Anderen auslösen. Es sind zwei Seiten, die ihre jeweiligen Positionen für 100% legitim halten, und die glauben, wenn sie nur genug Druck auf den anderen ausüben, wird er sie irgendwann akzeptieren müssen. Und wenn nicht, ist er einfach nur dumm oder böswillig. Auf die Idee, eigene Positionen zu räumen, kommt niemand, weil er (durchaus aufgrund von Erfahrungen) glaubt, die andere Seite würde das sofort ausnutzen, um die eigene Existenz zu bedrohen. Damit sind nur Nullsummenspiele möglich, welche wiederum Kompromisse und eine friedliche Koexistenz ausschließen.

    Folglich ist Frieden in der Region nur möglich, wenn mindestens eine Seite aufgehört hat zu existieren. Die self-fulfilling prophecy, dass die Verhandlungen scheitern, kann jedenfalls nur in Erfüllung gehen.

  10. Vor (und auch lange nach der Staatsgründung) lehnten die überwiegend säkular eingestellten Zionisten, die Bezeichnung „Jüdischer Staat“ ab. Es gab sogar Stimmen, die eine Formulierung mit dem Wort hebräisch wünschten. Die Gründung von Tel Aviv wurde als erste hebräische Stadt gefeiert. Diese Einstellung führte zur Namensgebung der Hebräischen Universität von Jerusalem und nicht zur Jüdischen oder Israelischen Universität. Ganz offensichtlich bestimmen inzwischen die religiösen Kräfte die Mehrheitsmeinung.
    Unabhängig von dieser Veränderung, hat die israelische Regierung m.E. keine Aussagen gemacht, wie sie die israelischen Staatsbürger nichtjüdischer Nationalität zu behandeln gedenkt. Ein Entzug der Staatsangehörigkeit dieser Bürger aufgrund einer Namensänderung des Staates ist für uns Europäer nicht vorstellbar (und nach Völkerrecht nicht zulässig). Ich hätte keine Bedenken, aber die Palästinenser verhalten sich vorsichtig.
    Zum Wohnrecht israelischer Staatsbürger jüdischer Nationalität (Siedler) in einem zukünftigen Staat Palästina:
    Während der kriegerischen Auseinandersetzungen zur Staatsgründung wurden Juden aus der Westbank vertrieben, wie umgekehrt Nichtjuden aus dem Staatsgebiet Israels. Den Juden soll nun ein Rückkehrrecht in einen Staat gewährt werden, während umgekehrt dieses Recht für vertriebene Palästinenser nach Israel nicht gestattet werden soll? Darüber hinaus sind die jetzigen jüdischen Bewohner illegal in Palästina angesiedelt, während die vertriebenen Palästinenser über viele Generationen legal auf ihren Grundstücken lebten. (Es kommt nicht darauf an, ob sie freiwillig siedeln oder von der Besatzungsmacht gezwungen wurden).
    Unabhängig von dieser ungleichen Bewertung der Rechte, habe ich eine Äußerung von Abbas in Erinnerung, dass es für ihn vorstellbar sei, das Juden die palästinensische Staatsangehörigkeit erhalten können. Das galt aber sicherlich nicht für die heute so aggressiv auftretenden jüdischen Siedler.
    Ich bedauere außerordentlich, dass die unsachlichen Äußerungen in diesem Blog zunehmen, insbesondere gegenüber den Korrespondenten. Propaganda gibt es von beiden Seiten, aber es wäre schön, wenn dieser Blog wieder zu seiner früheren Ausgewogenheit zurückkehre. Wenn das so bleibt, kann ich auch direkt die Blogs der israelischen Zeitungen lesen.

    • @rbohi
      “Darüber hinaus sind die jetzigen jüdischen Bewohner illegal in Palästina angesiedelt, während die vertriebenen Palästinenser über viele Generationen legal auf ihren Grundstücken lebten.”

      Haben Sie die Besitzurkunden zuhause , die Ganze Archive ?
      Darf ich ein Blick darauf werfen ??

      • “Gähn” … Auch wenn man diese Papiere nicht hätte, sind die Palästienser den Zionisten moralisch weit überlegen. Sie sind nicht in ein anderes Land gekommen um die dort lebenden zu vertreiben und ihr Land und ihren Besitz zu stehlen. Aber das ist für sie ja anscheinend völlig normal und OK. Man darf die Zionisten ja nicht für ihre Verbrechen kritisieren, sonst ist man ganz ganz böser Antisemit. Lächerlich …

    • “die Bezeichnung „Jüdischer Staat“ ab”
      Keine in Israel will diese Bezeichnung für das Land einführen, es geht auch nicht um die Bezeichnung. Was ist so schwer daran zu verstehen. Deutschland ist ein Land, das durch deutsche Identität, deutsche Geschichte und deutsche Sprache geprägt wird. Das gleiche will auch Israel, dass Palästinenser Israel als Land, dass durch jüdische Identität Geschichte und Sprache geprägt wird.

      “wie sie die israelischen Staatsbürger nicht jüdischer Nationalität zu behandeln gedenkt”
      alle, die in Israel Leben sind Israelis, dabei wird es nichts ändern! Wie kommt man auf solche Gedanken überhaupt. Israel hat allen Arabern, die in Israel nach dem Krieg 48′ geblieben sind, volle Rechte gewährt. 20% der Bevölkerung sind sie mittlerweile. Jeder nicht Jude in Israel genießt die Freiheiten, die in diesem Region nirgendwo noch gibt.

      “Während der kriegerischen Auseinandersetzungen zur Staatsgründung wurden Juden aus der Westbank vertrieben, wie umgekehrt Nichtjuden aus dem Staatsgebiet Israels.”
      In Judäa und Samaria gab es damals sehr wenig Juden, wenn überhaupt betrifft das vielleicht heute 1000 Personen (Ost Jerusalem, Hebron..). Dagegen spricht kaum jemand über die fast 1.000.000 Juden, die aus Arabischen Länder vertrieben wurden oder flüchten mussten. Aller wurden in Israel aufgenommen und ihre nachkommen sind keine Flüchtlinge mehr. Palästinenser gelten weiterhin als Flüchtlinge schon in 4-er Generation! Warum wurden sie von arabischen Staaten nicht aufgenommen (außer Jordanien, auch ein Teil der Mandat Palästina). Jetzt wollen Sie Israel mit 4 Mill. Araber fluten. Dabei Israels Bevölkerung zählt ca. 8 Mill. Menschen und davon 20% Araber. Das hätte aus für Israel bedeutet und das ist genau was Palästinensische Führung in Rammalah will, und die pro-Palästina Kräfte in Europa unterstützen sie dabei.
      “habe ich eine Äußerung von Abbas in Erinnerung, dass es für ihn vorstellbar sei, das Juden die palästinensische Staatsangehörigkeit erhalten können”
      ich habe mehrere die genau das Gegenteil behaupten – Palästina soll “Judenrein” werden. Faschismus pur!

  11. “Folglich ist Frieden in der Region nur möglich, wenn mindestens eine Seite aufgehört hat zu existieren.” (R. Unsinn)

    Zwei Dinge haben mich heute erschrocken…

    1. Die recht kaltschnäuzige Art, in der der Friedenshändler hier ankündigt, was geschehen, werde, falls die Verhandlungen nicht zum Erfolg führen. ‘Dann gehen wir einfach zur UNO und lassen uns von denen anerkennen.’ Er verkündet das siegessicher, weil er weiss: Dieser Plan geht auf. Man wartet ja nur darauf, den Staat Palästina endlich anerkennen zu können. Ob dieser Staat nun ein zusammenhängendes und einträchtiges Gebilde sein wird oder geographisch und innenpolitisch zerrüttet ab Stunde Null, ist nebensächlich. Israel bekommt damit ein starkes Gegenüber mit Machtbefugnissen…

    2. Zur Stunde treffen sich Obama und Netanjahu. Im Meinungsteil der ToI (Times of Israel) schreibt David Horovitz von einem diplomatischen Zwischenfall, der sich gestern Abend, vor der Ankunft Netanjahu’s ereignet hat. In einem Interview hat Obama vernichtend über Netanjahu’s Politik geurteilt. Mit diesem Geschenk hat er seinen Kollegen Willkommen geheissen. (Zu finden unter “For N., a bombshell battering by O.”)

    => Was braut sich hier zusammen?

  12. Danke fuer das interessante Interview.
    Die UN mit ins Boot zu holen ist sicherlich der beste Schritt um in absehbarer Zeit Frieden zu schaffen.
    Bei einigen Kommentaren hier kann ich die Frustration des Interviewten gut nachvollziehen.

    • klar, Kriegstreiber ins Boot holen ist sicher eine Garantie für Frieden. Minus mal Minus gibt Plus!

  13. Ich bin scheinbar der Einzige, der nicht der israelischen Sache für spricht. Ist es nicht ein legitimes Anliegen, dass die Palästinenser sagen “Wir wollen einen eigenen Staat in den Grenzen von 1967”? Ist es denn nicht ein legitimes Anliegen zu sagen: “Wir wollen keine Mauer, die unsere Dörfer von unseren Feldern oder Brunnen trennt?”, oder ist es kein legitimes Anliegen, dass die Palästinenser sagen “Wir wollen ein selbstbestimmtes Leben in unseren Grenzen?”.

    Ich bin weder Israeli, noch Palästinenser aber tiefsitzend davon überzeugt, dass diese Anliegen mehr als legitim sind. Es muss den Palästinensern ein Weg eröffnet werden, wie sie ein selbstbestimmtes Leben führen können oder Straßensperren, ohne fremdes Militär auf ihren Boden und ohne einen Grenzzaun mitten auf Ihrem Territorium. Wenn diese grundlegenden Forderungen, die internationale Gemeinschaft und den Verhandlungspartner auf der anderen Seite der Mauer überfordert, dann sollte sich die israelische Gesellschaft folgende Frage stellen: “Sind wir bereit, bis ans Ende unserer Tage, unsere Söhne und Töchter dafür zu bezahlen, ein anderes Volk zu drangsalieren und kontrollieren?” und wenn die Frage mit einem deutlichen “Ja” beantwortet wird, dann gehört die gesamte Israelische Gesellschaft vor den internationalen Strafgerichtshof (ICC).

    Mich interessiert nur die Tatsache, wie kann ein palästinensischer Staat funktionieren. Er kann m.E. unter vier Voraussetzungen funktionieren:

    1) Die Mauer zwischen Palästina und Israel wird eingerissen, die Siedler ziehen auf das israelische Territorium zurück und das israelische Militär zieht sich aus den besetzten Gebieten zurück,

    2) Palästina wird eine demilitarisierte Zone, den Grenzschutz zwischen den beiden Staaten übernimmt die UN mittels eines robusten Mandates ausgefüllt durch Staaten außerhalb von der arabischen Liga, der USA und Deutschland. Hamas, Fatah (inklusive des islamischen Jihad’s) werden entwaffnet und bekennen sich zur friedlichen Koexistenz mit Israel. Die PLO hat mit der Notiz zum Oslo-Abkommen 1993, das Existenzrecht Israel anerkannt, weshalb diese Voraussetzung seit 20 Jahren erfüllt sein sollte.

    3) Palästina wird ein Bundesstaat mit zwei unabhängigen Kantonen, die entsprechend der Schweiz sich in einem Bundesrat wieder finden. Der MP sollte zwischen den einzelnen Gruppen innerhalb der PA rotieren und der Präsident ist vom Volk zu wählen.

    4) Die angebotenen Lösungen für die Flüchtlingsfragen müssen aufgegriffen werden, denn 1) war die Vertreibung unrecht, denn “Die Enteignung von Land, das sich im Besitz eines Arabers in dem jüdischen Staat (eines
    Juden in dem arabischen Staat) befindet, ist nicht zulässig, es sei denn für öffentliche Zwecke. Bei allen Enteignungen wird vor der Entziehung des Eigentums eine volle Entschädigung geleistet, die der Oberste
    Gerichtshof festsetzt.” so die Resolution 181; 2) kann es von keinem Palästinenser erwartet werden, dass die Israelis dort wohnen, wo ihre Eltern einst gewohnt haben, sie ihre Häuser und Wohnungen zurück erhalten. ABER: Der 4-Options-Plan erscheint mir angemessen, denn man muss bedenken, dass die palästinensischen Flüchtlinge seit Generationen in Flüchtlingslagern, Übergangslagern und sonstigen Unterkünften hausen und es verdient haben, endlich ein Zuhause zu finden. 3) Braucht Israel junge Arbeitskräfte. Jetzt kommen sicherlich wieder religiöse oder rassistische Ressentiments, da bin ich mir sicher aber ich wünsche mir für das palästinensische Volk frieden.

    • @Martin
      “Die Mauer zwischen Palästina und Israel wird eingerissen, die Siedler ziehen auf das israelische Territorium zurück und das israelische Militär zieht sich aus den besetzten Gebieten zurück”

      “Palästina wird ein Bundesstaat mit zwei unabhängigen Kantonen, die entsprechend der Schweiz sich in einem Bundesrat wieder finden”

      Ich habe einen besseren Vorschlag, Alle neuen Bundesländer wandern unter die Obhut Russlands, Die deutsche Regierung geht zurück nach Bonn, Berlin wird Hauptstadt eines Palästinensischen Staates innerhalb der alten Bundesländer. Alles wird von einer Robusten russischen Militärpräsenz durchgesetzt. Die Hamas wird NRW angesiedelt. Sie werden Doppelt besteuert ,um den palästinensischen Bruderstaat auf die Beine zu helfen.
      Na wie wäre es denn damit ????

      • Wie wäre es damit alle fanatischen Zionistenin Bayern anzusiedeln, damit Christen, Juden und Muslime endlich wieder friedlich in Palästina leben können ohne diese möchtegernjüdischen Freaks 😛

      • Das zeigt mal wieder wie intelligenzbehindert, die meisten Kommentatoren hier sind.

      • Qualität einer Aussage und Anzahl der Satzzeichen ist meist indirekt proportional, Refporus. Arbeite mal dran, vielleicht wird dann mal was aus dir.

  14. Die Kommentare hier sind ja sehr palästinenser-kritisch. Auch ich finde es wichtig Israel ein gesichertes und glaubwürdiges Existenzrecht in einer an Bevölkerung immer mehr zunehmenden arabischen Umgebung zu geben. Andererseits verstehe ich nicht, dass man den Standpunkt der Palästinenser nicht genauso akzeptiert. Auch wenn sie historisch keinen eigenen Staat hatten, sind sie als Volk wohl kaum wegzuargumentieren. 2000 Jahre Diaspora und Verfolgung ist für Juden verständlicherweise *das* große Thema. Umso mehr müsste man doch auch die Palästinenser verstehen, wenn sie nicht glücklich darüber sind, sich in alle vier Himmerlsrichtungen verstreuen zu müssen.

  15. Ich kann kaum glauben, wie Israel-freundlich hier (fast) alle Kommentare sind, besonders, da üblicherweise bei anderen Meldungen zum Thema eher die pro-palästinensischen Kommentare überwiegen. Man möchte fast meinen, die deutschsprachigen Kommentatoren sind immer Hauptsache dagegen, ganz egal, was eigentlich berichtet wird. Ich entschuldige mich im Voraus für den Fall, dass dieser Blog rein zufällig nur von Freunden Israels gelesen werden sollte…
    Ich fand die allermeisten der Aussagen von Dr. Shayye sehr vernünftig, etwa die UN als vermittelndes Forum vorzuschlagen und dort auf friedlichem und dem Völkerrecht entsprechenden Wege eine Lösung zu finden. Welche Organisation hat denn sonst die Legitimität, sich um solche Streitfälle zu kümmern? Die USA als einzelner Staat sicher nicht. Es ist ja auch gar nicht auszuschließen, dass dort abgelehnt würde, dass Palästinenser auf israelisches Gebiet zurückkehren dürften, obwohl sie von dort vertrieben wurden.
    Schade ist, dass Interviews wie diese (meinetwegen auch gerne zusammen mit einem Interview eines israelischen Ministers) nicht prominenter in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten erscheinen, die jahrelang eine pro-Israel verzerrte Berichterstattung betrieben haben und dies nun ganz langsam ein wenig korrigieren.

    • “…..die jahrelang eine pro-Israel verzerrte Berichterstattung betrieben haben…..”

      *lach* – damit koennen Sie ja wohl nicht die GEZ-Medien meinen; dort hocken schon seit Jahren linke Volkserzieher mit akutem Palaestinenser-Fetisch an den Hebeln.

      • schön, wie schnell sich leute selbst mit ihrer wortwahl immer wieder demaskieren.

    • wo sehen Sie den “pro-israel-verzerrende Berichterstattung”? Bei Rosch, Wagner Teichmann? bei Augstein oder der putzigen Ulrike vom Spiegel oder gar in den Münchner Neuesten Nachrichten also der SZ?

      Ich kann das nicht nachvollziehen. Das Interview an sich finde ich gut und ich halte es für völlig legitim, dass Vertreter der palästinensischen Regierung im Westjordanland ggü. Internationalen Medien darstellen. Ich halte vieles was er sagt für absurd. Aber für eine ausführliche inhaltlich begründete Kritik, ist meine Mittagslaus zu kurz. Vielleicht später mehr dazu.

      • Ich erinnere mich noch gut, wie vor einigen Jahren mal ein israelischer Soldat von den Palästinensern entführt wurde. Das war den Medien jede Menge Berichte wert. Umgekehrt interessiert es aber kaum, dass hunderte Palästinenser von den Israelis festgehalten werden.
        Man hatte den Eindruck, aufgrund der historischen Verantwortung Deutschlands waren die Medien da parteiisch und ein Kritiker brachte es mal auf den Punkt: “Ein israelisches Menschenleben ist den Medien mehr wert als ein palästinensisches.”
        Aber wie gesagt, glücklicherweise ändert sich dies nun langsam.

    • @iceland
      “Es ist ja auch gar nicht auszuschließen, dass dort abgelehnt würde, dass Palästinenser auf israelisches Gebiet zurückkehren dürften, obwohl sie von dort vertrieben wurden.”

      Wie sollen wir uns verständigen , wenn Sie von vornherein an einer Lüge glauben ????
      Wie fing alles an ?????

      Der erster Arabisch-Israelischer Krieg oder Israelischer Unabhängigkeitskrieg wurde von den arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Transjordanien und Irak sowie palästinensisch-arabischen Milizen auf der einen und Israel beziehungsweise der Hagana auf der anderen Seite ausgetragen.
      Er begann ohne formale Kriegserklärung nach der Verabschiedung des UN-Teilungsplans für das Völkerbundsmandat für Palästina am 30. November 1947 mit ersten Kampfhandlungen zwischen jüdischen und arabischen Milizen. Nach der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel am 14. Mai 1948 wurde dieser auch von den regulären Armeeeinheiten einer Allianz arabischer Staaten, die den UN-Teilungsplan für Palästina nicht akzeptierten, am 15. Mai kurz nach 0 Uhr angegriffen. Offizielles Ziel der arabischen Allianz war die Beseitigung des entstehenden jüdischen Staates Israel.

      Im arabischen Sprachgebrauch wird dieser Krieg , die Katastrophean-Nakba genannt.
      Weil sie diesen Vernichtungskrieg verloren haben , mit allen Konsequenzen , die dazu gehören.

      Was für ein Gerechtigkeitsempfinden haben Sie denn ?
      Jemand fängt ein Krieg an , verliert ihn und soll dafür 60 jahre später dafür belohnt werden ????

    • “Ich fand die allermeisten der Aussagen von Dr. Shayye sehr vernünftig, etwa die UN als vermittelndes Forum vorzuschlagen und dort auf friedlichem und dem Völkerrecht entsprechenden Wege eine Lösung zu finden.”
      Palästinenser haben in der Geschichte schon einige UN Resolutionen abgelehnt, glaube nicht das es sich dabei was ändern wird.

      • Kein Land auf der Welt hat so viele UN-Resolutionen missachtet wie Israel und sogar einen UN-Vermittler ermordet und UN-Schulen bombardiert. Mal sehen, ob Israel irgendwann anfangen wird, sich an Menschen- und Völkerrecht zu halten …

  16. Wenn man solche Zeitgenossen reden hoert, kommt einem unweigerlich Golda Meir in den Sinn, die sagte: “Ich verstehe ja, dass die Araber uns vernichten wollen, aber erwarten sie ernsthaft, dass wir ihnen dabei helfen?”

    Ich kann das Gebrabel von wegen, “wir wollen bloss einen Staat in den Grenzen von 1967” echt nicht mehr hoeren. Freunde, ihr hattet quasi einen Staat in den Grenzen von 1967, aber das war euch bekanntlich zuviel Israel. Also habt ihr das Land angegriffen und dabei den Kuerzeren gezogen. Eure Einstellung zu Israel hat sich in den letzten 40 Jahren kein bisschen gebessert – leider. Ihr seid immer noch dieselben fanatisierten Juden- und Israelhasser – damit vergiftet ihr schon eure Kinder. Ihr habt, was ihr habt – findet euch damit ab. Punkt. Aus. Ende.

    • Kann es sein, daß Sie da Sechs-Tage-Krieg mit dem Yom-Kippur-Krieg verwechseln?

      ” Der Krieg begann am 5. Juni mit einem PRÄVENTIVSCHLAG der ISRAELISCHEN Luftstreitkräfte gegen ägyptische Luftwaffenbasen, der einem befürchteten Angriff der arabischen Staaten zuvorkommen sollte. (Quelle: Wikipedia)” .

      Dagegen hilft auch kein tendeziöser Nick!

      SCNR und schönen Tag noch!

      Hanns

      • Ich ergänze mal:

        “Der Krieg begann am 5. Juni [1967]… ”
        und
        “…(Quelle: Wikipedia “Sechstagekrieg”)”. (Hervorhebungen sind von mir)

        Sorry!

    • Sie sind also der Meinung, dass die Zionisten keine Verbrechen an den Palästinensern begangen haben, als sie sie schon vor der Kriegserklärung der arabsichen Staaten, wie z.b. in Deir Yassin, massakriert und vertrieben haben? Nicht die Araber haben den Konflikt begonnen. Es waren zionistische Terroristen und die Palästinenser haben jedes Recht gegen diese Besatzer zu verteidigen.

  17. Ich kann das Gjammere dieses Vertreters der Araber die sich Palästinenser nicht mehr hören. Die Araber die sich Palästinenser nennen, haben doch bereits zwei eigene Staaten: Jordanien und Hamastan.

    • Es ist ihnen aber egal, dass sie bereits 2 Staaten haben, es geht ihnen nur darum, dass sie den israelischen Boden NICHT haben.

  18. nach dem es die sogenannten palästinenser nicht geschafft haben israel militärisch zu besiegen, versuchen sie es jetzt auf diplomatischen weg. israel ist mental und physisch so überlegen, dass es auch diesen hilflosen agieren gelassen entgegen sehen kann.

  19. Diejenige, die sich hier über die “Wehleidigkeit” der Palästinenser beklagen würde ich gerne nur einen Tag nach Palästina schicken und danach würden sie sich mit keinem Wort mehr über “Wehleidigkeit”. Sie leiden jeden Tag unter der Besatzung, weil sie so etwas wie Freizügigkeit innerhalb ihres Landes nicht gibt. Weil die Infrastruktur immer während von Panzern und Raketen zerstört wird, von Mauern und israelische Siedlungen von der Nutzung durch die Palästinenser ausgeschlossen werden und Drangsalierung durch das israelische Militär…. Diejenigen, die ihr das große Wort führen, sind diejenigen, die bei den Brandanschlägen auf Asylbewerberheimen am Rand standen und nur sagten “Das sind die Asylanten doch selbst schuld”. Diese kruden Gedanken zeugen von so wenig Empathie, dass man froh sein kann, dass momentan niemand in der Lage ist diese Gedanken in politische Macht ummünzen. Ich bin froh, dass ich weiß, dass es andere Israelis gibt, die eine echte Lösung wollen, weil sie sehen, dass eine Lösung für alle besser ist und es nicht weiter hinnehmen wollen, dass ihre Nachbarn von ihren Söhnen und Töchtern gequält werden.

  20. Zusammengefasst also:
    Israel hat konkrete Forderungen zu Erfüllen, im Gegenzug verzichten die Palästinenser auf ihre Maximalforderungen und biet selbst nichts an.

    Für Israel ist das meiner Meinung nach ein ziehmlich schlechter Deal

  21. “dass es auch diesen hilflosen agieren gelassen entgegen sehen kann.”

    Da bin ich mir nicht so sicher, immerhin haben die araber es hingekriegt, dass die ganzen westlichen gutmenschen auf Israel rumhacken. einige Kommentatoren haben hier angemerkt, dass Israel seine PR verbessern muss.

    • Ich hätte mir gewünscht, dass das Wort “Gutmensch” die Wahl zum Unwort des Jahres gewinnt… (2011 war es auf dem zweiten Platz)

  22. Vielen Dank Herr Schneider für einen (wiedermal) sehr gelungenen Beitrag.
    Durch Ihre Arbeit wächst mein Verständnis für den nahen Osten kontinuierlich.
    An alle anderen Kommentatoren zu diesem Thema: Sorry, aber keiner von den Schreibenden hier hat in meinen Augen noch alle Latten am Zaun.
    Argumentieren und Lamentieren sind im nahen Osten Kulturgut. Wichtiger noch als Realpolitik und Realwirtschaft. Das ist für westeuropäische Köpfe meist nicht nachzuvollziehen.
    Der Punkt ist: WENN man sich einigen WILL, dann einigt man sich.
    Das ist zur Zeit nicht der Fall, war er auch in den letzten zwanzig Jahren nicht. Aber es ist gut wenn die ganze Welt sich nen Kopf um “uns” macht!
    So bleibt man im Gespäch, denn keiner möchte vergessen werden, der solch einen Geltungsdrang in sich trägt. Beide Seiten.

    Salam und Shalom

    • @jo

      “An alle anderen Kommentatoren zu diesem Thema: Sorry, aber keiner von den Schreibenden hier hat in meinen Augen noch alle Latten am Zaun.”

      Sie haben natürlich den Überblick.

      Verzeihen Sie , dass wir keine Ahnung haben.

      Viele Kommentatoren hier haben nicht nur einen israelischen Pass , sondern , lebten und leben noch dort, haben ihren Militärdienst dort gemacht.
      oder haben lange Zeit dort verbracht, oder haben jahrelange Kontakte und Familie dort , die sie besuchen.

      Konflikte sind ideologischer oder wirtschaftlicher Natur.
      Es geht immer ,um knallharte Interessen.

  23. Es gab ja hier schon sehr viele gute Kommentare zum Thema Flüchtlinge und jüdischer Staat. Beim Thema Flüchtlinge gerät er ja gewaltig ins Schwimmen.

    Man muss sich noch einmal vor Augen führen, dass es mitten in den Palästinensergebieten etwa in Nablus und Bethlehem palästinensischen “Flüchtlings”Lager” gibt, und dass die Regierung des “Host Countrys”, also die Palästinensische Autonomiebehörde unter Präsident Abbas, nicht im Entferntesten daran denkt, und keine Initiative ergreift, diese Menschen in die palästinensische Gesellschaft zu integrieren und sie mit palästinensischen Pässen auszustatten, so dass sie ihren Flüchtlingsstatus verlieren. Es ist noch nicht allzu lange her, dass Abbas in einem Anflug von Ehrlichkeit erklärt hat,auch, wenn es einen Palästinensischen Staat im Westjordanland und in Gaza geben wird, wird sich am Status der dort ansässigen UNWRA-versorgten Palästinenser mit Flüchtlingsstatus nichts ändern. Klingt absurd, ist aber so, und deshalb kann der palästinensische Minister noch so geschwollen daher reden…Die Taten sprechen eine andere Sprache…Es Ist alles Lug und Trug. Und die israelische Regierung ist zurecht misstrauisch.

    Die Palästinenser mit Flüchtlingsstatus werden von den Regierungen, der Host Countrys, auch von der PA und der Hamas in Gaza, als Faustpfand gegen Israel ge- und missbraucht, man erzählt ihnen nach wie vor, man werde die Juden eines Tages ins Meer Treiben und sie könnten, dann in die Häuser zurückkehren, aus denen vor mehr als 65 Jahren, ihr Eltern, Groß-, und Urgroßeltern geflohen sind.

    Die Menschen dort werden von den arabischen Regierungen ihrer Zukunfts- und Entwicklungschancen beraubt,sie werden für dumm verkauft und – man entschuldige den unparlamentarischen Ausdruck – nach Strich und Faden verarscht.

    • @Joerg

      Joerg Danke , sie haben es perfekt auf den Punkt gebracht.

      Die Palästinensische Autonomie Behörde hat Flüchtlingslager
      unter ihrer Verwaltung und normalisiert die Situation dieser Flüchtlinge nicht.

      Das wäre als ob die Sudetendeutsche immer noch als Flüchtlinge in Lagern in Deutschland leben würden.

      Die Sache ist klar , man will Israel mit diesen Flüchtlingen überschwemmen, diese arme Leute werden politisch auf schäbige Art und Weise benutzt ,um Israel zu vernichten.

      Keinen der sogenannten Palästinafreunde scheint das zu stören, da regt sich kein Mensch auf.

      Auch wieder der Beweis über zwei Ecken , dass diese “Freunde” sich in Wirklichkeit gar nicht für die palästinensische Menschen interessieren, es geht ihnen im Stillen auch nur ,um die Vernichtung Israels.

      • “Keinen der sogenannten Palästinafreunde scheint das zu stören, da regt sich kein Mensch auf.”

        Sie scheint es auch nicht zu stören, dass die Zionisten fast 1 Million Menschen vertrieben haben und ihnen Land und Besitz gestohlen haben. Wie wäre es wenn die israelischen Invasoren für ihre Verbrechen gradestehen und Wiedergutmachung leisten würden, damit die vertriebenen Palästinenser wieder auf IHR Land zurückkehren dürfen?

      • Ich würde mich als Palästinafreund sehen, aber dieses Detail kannte ich nicht. Schade, dass Herr Schneider dazu keine Frage gestellt hat. In jedem Fall gut, dass Sie es erwähnt haben.

  24. Man werde die Juden ins Meer treiben, dieser Schandfleeck, diese klaffende Wunde, dieses Krebsgeschwür, dieser Fremdkörper mitten in der arabisch-islamisch Welt, der jüdische Staat Israel, werde eines Tages beseitigt.

    Und weil es viele gibt, die so denken, ist der Appell, sich über 90 Jahre, nachdem der Völkerbund festgelegt hat, dass in Palästina eine nationale Heimstatt für das jüdische Volk wiederentstehen soll, sich endlich mit Existenz des jüdischen Staates, der zudem gegen jede Wahrscheinlichkeit zahlreiche Kriege überstanden hat, abzufinden, verständlich.

  25. Ich finde diese Auseinandersetzung mit dem Foristen @Refporus Zen sehr interessant, weil von ihm / ihr Widersprüche thematisiert werden, die ansonsten ignoriert werden. Ich möchte hier nur mal drei Widersprüche herausgreifen:

    1. WOZU dient die zionistische Kampagne zur Anerkennung Israels als einen “jüdischen” Staat?
    2. WOZU meinen die Zionisten, dass es nach 2000 Jahren der Zerstreuung neben der Diaspora auch eine “jüdische Heimstätte” geben müsse?
    3. WIE und WOMIT begründen die Zionisten, dass es sich (unter der Bedingung No.1) bei Israel um einen “demokratischen” Staat handele?

    Ich habe diese Fragen bereits auf blogfighter.de beantwortet und beschränke meine Antworten hier deshalb auf Thesen:

    1. WOZU “jüdischer” Staat Israel?

    1.1 die völkerrechtswidrige Besiedlung und Beherrschung eines Besatzungsgebietes soll durch den Rückbezug auf einen Mythos namens “Heiliges Land” (Eretz Israel) vertuscht und legitimiert werden.
    1.2 es gibt in Israel momentan noch keinen “israelischen” Staatsbürger; mit dem jSI wäre dann der Jude – naturrechtlich betrachtet – der “Israeli”;
    1.3 die Diskriminierung von Nichtjuden in Israel als Bürger zweiter bis dritter Klasse könnte propagandistisch als “natürlich” verkauft werden, ist es doch in jüdischer Sicht “natürlich”, jüdisch bzw. nichtjüdisch zu sein.

    2. WOZU national-religiöser Zionismus?

    Der Staat Israel ist – wie auch jede Religion – das Werk von Menschen, hier: das Werk von Zionisten.

    Wie jedes menschliche Werk, so ist auch der Zionismus das Resultat einer Geschäftsidee, die in ihren Anfängen zumindest noch eine national-sozialistische Fundierung hatte – Kibbuzim, Siedler, Pioniere – weil sie als Reaktion assimilierter / etablierter Juden auf die Verfolgung von kleinen Leuten (Ostjuden) konzipiert gewesen ist, die die Assimilierten – wegen „Antisemitismus“ – nicht im “eigenen” Land haben wollten. (Balfour-Deklaration)

    Die national-sozialistische Orientierung des Zionismus ist allerdings mit der Eroberung der Westbank transformiert worden in eine national-religiöse Orientierung zu dem eingangs genannten Zweck einer “Legitimierung” von Landraub; man sieht dies deutlich am schmählichen Niedergang der zionistischen Arbeitspartei und ihrer Gewerkschaften.

    Die von den pseudoreligiösen Zionisten instrumentalisierte Thora dient nunmehr dem Geschäftszweck, den “echten” Juden weltweit eine “Heimstätte” anzubieten und so der Auswanderung der wissenschaftlich-kreativen Intelligenz substantiell entgegenzuwirken.

    Dadurch verändert sich die politische Landschaft – und das erklärt, warum es nie und nimmer zu einer Veränderung des Status quo in Richtung eines palästinensischen „Staates“ kommen wird, der mehr Rechte besitzt als beispielsweise der Regierungspräsident von Köln!

    3. WIE begründen die Zionisten, dass es sich bei Israel um eine „Demokratie“ handeln solle?!

    3.1 Die langfristige Perspektive der zionistischen Regierung heißt: wir vergrämen die palästinensischen Intelligenz aus der Westbank und annektieren sie mit den verbliebenen Palästinensern als Fremdarbeiter und industrielle Reservearmee, also – wie gehabt – als Bürger zweiter bis dritter Klasse.

    3.2 Die Zionisten sind schlau genug gewesen, Israel ohne Verfassung zu begründen und sie sind schlau genug, dies beizubehalten; worauf berufen sich also die Apologeten des Staates Israel, wenn sie den „demokratischen“ Charakter als Alleinstellungsmerkmal betonen und sich auch so wieder mal als die Besseren darstellen?!

    3.3 Die Zionisten berufen sich jedenfalls nicht auf die Verfassung der USA und auf die französische Verfassung ebenfalls nicht, geschweige denn, auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das sie so eklatant verletzen, dass sie vom Bundesverfassungsgericht verboten werden würden / müssten; hier nur einige wichtige Grund- und Menschenrechte, die in Israel keine Gültigkeit besitzen:

    Art. 2 Persönliche Freiheitsrechte
    Art. 3 Gleichheit vor dem Gesetz, Verbot der Benachteiligung / Bevorzugung wegen seiner Abstammung und seiner Religion
    Art. 5 Freiheit der Meinung, Kunst und Wissenschaft
    Art. 7 Mitbestimmung der Eltern bezgl. Teilnahme am „Religionsunterricht“
    Art. 8 Versammlungsfreiheit für „Araber“ und „Drusen“ in Israel
    Art. 9 Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit für die Staatsbürger zweiter Klasse
    Art. 11 Freizügigkeit für die Staatsbürger zweiter Klasse (Zuzug von Ehepartner)
    Art. 12 Militärische Dienstpflichten für die Staatsbürger zweiter Klasse (Karrierebremse)
    Art. 14 Eigentum – Erbrecht für die Staatsbürger zweiter Klasse (Enteignungen)
    Art. 15 Vergesellschaftung: Zwangsenteignung für die Staatsbürger zweiter Klasse
    Art. 16 Kein Asylrecht
    Art. 20 Kein Widerstandsrecht, da keine Verfassung
    Art. 26 Friedenssicherung: keine Ächtung von Angriffskrieg als Mittel der Innen- und Außenpolitik

    Das müsste erst einmal als Diskussionsgrundlage reichen, um denjenigen, die von Israel als der einzigen Demokratie des Nahen Ostens sprechen, das Handwerk zu legen.

    Wie gesagt: meine theoretische Kritik am national-religiösen Zionismus kann hier kritisiert werden: DER ULTIMATIVE ANTISEMITISMUSBEGRIFF (BLUEPRINTtheorie)

    Gerd Weghorn

    • 1. Der jüdische Staat, die jüdische Identität ist gebunden an den « Mythos Eretz Israel ». Das ist eine Realität, die von den einen anerkannt wird, von anderen nicht. Israel hat keine Verfassung, weil es sich um ein Staatsprojekt im Werden handelt. Es hat ein Basic Law ähnlich dem Grundgesetz Deutschlands, das ebenfalls als ein Provisorium verstanden wurde. Im Hinblick worauf? Eine Wiedervereinigung? An dieser Stelle wird es noch unbegreiflicher: Im Hinblick auf das Kommen des Messias und die Wiedererrichtung des Tempels in Jerusalem – auf dem Tempelberg.

      Israel ist für die Juden zweierlei: Der „zionistischen Geschäftsidee“ ist zuerst einmal am Überleben gelegen. Die religiöse „Geschäftsidee“ geht darüber hinaus und ist an biblische Prophetie gebunden.

      Diskriminiert der jüdische Staat Nichtjuden? Zwangsläufig. Diskriminiert Gott die Frau, weil er sie nicht als Mann erschaffen hat und den Mann, weil er ihn nicht als Frau erschaffen hat? Oder das Tier, weil es nicht Mensch sein durfte und der Baum nicht Tier? Das Judentum ist voll der „Diskriminierung“, jedoch nicht im Sinne einer Abwertung, auch wenn sie manchmal dahingehend missverstanden oder missbraucht wird, sondern vielmehr im Sinne von Zuordnung zu bestimmten Aufgaben. Selbst innerhalb des Judentums gibt es noch diese Diskriminierung.

      2. Sie sprechen, sich wiederholend und mit einem „Geschmäckle“, davon, dass die ursprüngliche „zionistische Geschäftsidee“ eine „national-sozialistische“ Orientierung gehabt habe. Das heisst während der Staatsgründung war eine sozialistische Gesellschaftsordnung (s. Kibbuzim) populär. Dem Zionismus ging es jedoch nicht zuerst um die Schaffung eines sozialistischen Gesellschaftsmodells, sondern um Sicherheit und Heimat für Juden aus aller Welt, ungeachtet ihrer Religionspraxis. Die Nationalreligiösen heute definieren sich zuerst über die jüdische Religion, was jedoch nichts zu tun hat mit der anfangs von vielen gewählten Gesellschaftsordnung.

      Die gesellschaftlich heute stärker spürbare Betonung auf der religiösen Identifikation rührt auch von der inneren und äusseren Bedrohungslage Israels her. „Jüdische Diskriminierung“ erlaubt die friedliche Koexistenz mit Andersdenkenden, aber das funktioniert nur, wenn diese Andersdenkenden der friedlichen Koexistenz mit Juden ebenfalls Raum geben bzw. nur, wenn die Menschen mehrheitlich so denken. Das bringt mich zu

      3. Die jüdische Demokratie, so wie JEDE Demokratie, funktioniert nur in einer Gesellschaft, in der alle Menschen Demokraten sind. Bedauerlicherweise ist der Islam per se autoritär und anti-demokratisch. Jede freie Wahl in einer muslimischen Gesellschaft führt unweigerlich immer wieder zur Abschaffung freiheitlich-demokratischer Rechte. Daher kann nicht nur die jüdische, sondern es kann überhaupt gar keine Demokratie mit einer muslimischen Mehrheit als Demokratie bestehen. Aus diesem Grund kann die jüdische Demokratie in muslimischer Nachbarschaft nur so lange bestehen, wie der Staat mehrheitlich jüdisch ist und nach jüdischen Werten und Gesetzen funktioniert.

      Sie sprechen von „palästinensischer Intelligenz“. Nicht, dass ich den Palästinensern Intelligenz absprechen möchte, aber wovon sprechen Sie? Wen meinen Sie (konkret) damit? Beziehen Sie sich auf eine palästinensische Führungselite, einer ‚Intelligentsia‘ oder auf einen palästinensischen Brain Drain? Das müssen Sie näher erklären.

      • @Lily

        Lily Danke für die Mühe, den vorigen Poster zu antworten.
        Ich habe nur die ersten Zeilen gelesen und stellte sofort fest wo der Wind her weht, zu ende zu lesen oder gar zu antworten hielt ich für Zeitverschwendung. Da ist nichts mehr zu retten.
        Wer folgende Frage nach tausende Jahre Verfolgung und Holocaust stellt, ist kein Aufrechter Kritiker und kann nicht mehr ernst genommen werden.

        “WOZU meinen die Zionisten, dass es nach 2000 Jahren der Zerstreuung neben der Diaspora auch eine “jüdische Heimstätte” geben müsse?”

        • Menschen wie Sie, die nichtmal lesen was andere schreiben und trotzdem über sie urteilen wollen und dazu noch bestimmen wollen, wer an wem Kritik üben darf und wer nicht, sollte man nicht ernst nehmen. Sie sind für eine ernsthafte Diskussion einfach nicht zu gebrauchen …

        • “Ich habe nur die ersten Zeilen gelesen und stellte sofort fest wo der Wind her weht, zu ende zu lesen oder gar zu antworten hielt ich für Zeitverschwendung. Da ist nichts mehr zu retten.” (Refporus Zen)

          Ich verstehe, dass Sie es als vergebene Liebesmüh’ empfinden, hierauf zu antworten, und bezogen auf den Autoren mag dies auch der Fall sein.

          Wenn Sie jedoch nicht antworten und seinen ‘Argumenten’ etwas entgegenhalten, bleiben sie kritiklos im Raum stehen und werden von Dritten gehört und akzeptiert.

          Hilft dagegen, einen, zwei oder drei Punkte zu benennen, an denen deutlich wird, dass der Herr Antisemit ist? Wollen Sie ihn nur verleumden? Vielleicht ist er ja aus ‘gutem Grund’ “Antisemit” bzw. ganz einfach einer, der sich traut, endlich einmal die Wahrheit zu sagen… – Daher ist es grundsätzlich leider nötig, dennoch zu antworten.

      • Ich danke Ihnen, @Lily, für Ihren Diskussionsbeitrag, der sich wohltuend von der daran anschließenden Kapitulationserklärung von @Reporus Zen abhebt, dessen intellektuelle Fähigkeiten sich noch auf der Ebene eines natürlichen Reiz-Reaktionsschemas befinden.

        Ich habe meinen Kommentar inzwischen noch präzisiert und möchte deshalb hier nur auf zwei Fragen von Ihnen eingehen:

        1. Sie fragen: “Beziehen Sie sich auf eine palästinensische Führungselite, einer ‚Intelligentsia‘ oder auf einen palästinensischen Brain Drain?” Völlig richtig: auf beides.
        Den Brain Drain aus der Westbank zu befördern und zu beschleunigen ist ein Ziel der zionistischen Politik.

        (Eskurs) Hier nur eine Anmerkung: wie Sie sehen, spreche ich nie von jüdischer und ungern nur von israelischer Politik, und dies nicht nur deshalb, weil es “israelisch” nach Beschlusslage des Obersten Gerichtshofes nicht gibt, sondern deshalb, weil Politik – und ich spreche hier nicht über menschliche Befindlichkeiten, sondern nur über Partei-Politik in politischen Systemen wie “Demokratien” – von Menschen mit einer bestimmten Ideologie betrieben wird; und da die politisch Mächtigen in Israel und den USA (AIPAC) sich selbst als Zionisten verstehen, benenne ich sie und ihre Politik höflicher Weise auch so (Exkursende)

        Sie schreiben: “Das bringt mich zu
        3.Die jüdische Demokratie, so wie JEDE Demokratie, funktioniert nur in einer Gesellschaft, in der alle Menschen Demokraten sind. Bedauerlicherweise ist der Islam per se autoritär und anti-demokratisch. Jede freie Wahl in einer muslimischen Gesellschaft führt unweigerlich immer wieder zur Abschaffung freiheitlich-demokratischer Rechte. Daher kann nicht nur die jüdische, sondern es kann überhaupt gar keine Demokratie mit einer muslimischen Mehrheit als Demokratie bestehen.”

        Sorry, @Lily, aber was Sie hier an Denkweise vortragen, das ist die Arroganz des Kolonialherren, die auch von H. Stewart Chamberlain auf Seite 289 seiner “Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts” (1906) an den Tag legt, der seinem Leser die Lektüre des Buches von von Hesketh Prichard: Where black rules white (1900) “empfiehlt”:

        “wer in den Phrasen von der Gleichheit aller Menschen u. s. w. erzogen worden ist, wird schaudern, wenn er erfährt, wie es in Wirklichkeit zugeht, sobald in einem Staat die Neger das Heft in der Hand halten. Und Forel…komt zu dem Schlusse: “Zu ihrem eigenen Wohl sogar mussen die Schwarzen als das, was sie sind, als eine durchaus untergeordnete, minderwertige, in sich selbst kulturunfähige Menschenunterart behandelt werden. Das muss einmal” – bekräftigt er am Ende sarrazinistisch – “deutlich und ohne Scheu erklärt werden.”

        So habe ich auch Sie interpretiert, diese Sarrazinsche Weltanschauung habe ich also auch aus Ihrem Diktum herausgelesen – und ich frage nun Sie, @Lily, wie ich Ihre Aussage, die sie mit Nachdruck als Gesetzsaussagen (“unweigerlich”) verkündet haben, anders verstehen soll als das Diktum des Rassisten Chamberlain (über den ich nächste Woche eine Studie auf blogfighter.de veröffentlichen werde)?!

        Mit großem Interesse an (Ihrer) Antwort verbleibe ich mit freundlichem Gruß
        Gerd Weghorn

    • gerd, wenn du kein bilderbuchantisemit bist, so gibt es keine antisemiten ueberhaupt. (oh, seht her die antisemitismus keule! ich habe verloren!)

      ich habe mir die muehe gemacht dieses bloedsinn durchzulesen. und ich muss mir sagen, dass du dich wie ein astronom benimmst, der keine ahnung, von astrophysik und teleskopen hat. dein weltbild und deine texte sind alleine von deiner besinnung bestimmt. alles was du da schreibst ist wiederlegbar. du hast weder von zionismus, noch von judentum, noch von der israelischen politik eine ahnung.

      besonders die behauptung, dass israel die “demokratie artikeln” des dt. GG nicht erfuellt, zeugt von keiner wissensluecke, sondern von einem loch im kopf.

      israel hat keine verfassung? dtl. hat auch keine. es gibt ein grundgesetz, welches durch bundestag “gewartet” wird. israel hat genau so einen gesetzessammlung, welche vom knesset verabschieded wird. deutschland hat einen verfassungsgericht. in israel uebernimmt diese aufgabe das obereste gericht, welcher immer wieder die entscheidungen von der knesset kippt.

      selten habe ich jemanden gesehen, der sich auf so eine ungenierte weise geoutet hat.

      um etwas kritisiert zu werden, muss es einen bezug zu der realitaet haben. wenn jemand eine theorie aufstellt, dass die erde eine scheibe ist, so gehoert es in die kategorie “abfall”. da gibts nicht zu besprechen.

      und wenn jemand unter anderem allen-ernstes schreibt, dass in israel die persoenlichen freiheiten, gleichheit vor gesetz oder freiheit der meinung nicht garantiert ist, so hat er keine konstruktive kritik verdient.

  26. Entschuldigung, mir ist da heute ein israelisches Off-Topic-Thema über den Weg gelaufen, zu dem ich unbedingt das ARD-Studio Tel Aviv fragen wollte:
    Ich habe heute gehört, dass der Staatsrundfunk (inklusive Rundfunkgebühr) abgeschafft werden soll und als Ersatz öffentlich-rechtliche Sender eingeführt werden sollen. Angeblich sollen keine Überstunden von Angestellten mehr bezahlt werden.
    Frage: Ist das wirklich so und wieso (oder in welchem Ausmaß bekommt man das vielleicht als ausländischer JournalistIn in Israel mit) haben diese insgesamt zehn Sender denn so und nicht anders (besser?) funktioniert.
    Entschuldigen Sie bitte, für diese Frage habe ich keinen besseren Weg gefunden.
    Danke trotzdem, User Fränd.

  27. Sehr geehrter Herr Weghorn,
    ich habe Ihren Sermon ausgelassen und nicht gelesen. Ich kenne Ihre Markierungen, die Sie im Internet setzen, wo immer und wann immer Sie können. Ich wollte zuerst einmal sehen, wie Ihnen gerade auf diesem Blog geantwortet wird.

    Lily hat sich auf Sie eingelassen und sich mit Ihnen argumentativ auseinandergesetzt. Meine Hochachtung für Lily. Ich nehme an, dass Sie für Lily ein unbeschriebenes Blatt waren. Wer kennt schon Ihre jahrelangen erfolglosen Versuche, Ihre Definition von Antisemitismus, mit der Sie sich selbst die Absolution erteilen wollen, unters Volk zu bringen.

    Ganz anders Refporus Zen. Offensichtlich weiß er, mit wem sich eine Diskussion nicht lohnt, weil der Meinungsgegner Stereotype benützt, die ihn demaskieren.

    Was Sie als Antisemiten ausweist, ist folgender Satz: „Das müsste erst einmal als Diskussionsgrundlage reichen, um denjenigen, die von Israel als der einzigen Demokratie des Nahen Ostens sprechen, das Handwerk zu legen.“

    Sie wollen jemandem das Handwerk legen? Wem denn? Offensichtlich allen denjenigen, die keine Demokratie im Nahen Osten finden, als eben nur Israel. Gibt es noch eine andere? Wo?

    Sie schreiben auf Ihrem Blog profiprofil am 24.1.12 folgenden Satz: „Das korrespondiert im Übrigen auch mit der Thora, ist doch nach diesem Gesetz “der Nächste” ausschließlich “der Jude” – und alle anderen sind “Ungläubige”, “Feinde” etc., Fremde also, die man als Gläubiger bekämpfen, betrügen, ausbeuten darf.“

    Man kennt Sie. Nicht umsonst hat man Ihnen an der Uni Bonn Redeverbot erteilt, worüber Sie sich auf YouTube weinerlich beklagen.

    Am 30.08.2012, 13:02 Uhr antwortet Ihnen auf Ihren Kommentar in der taz zu „Überfall sorgt für Entsetzen“ ein D.J. so: „@Gerd Weghorn, am Anfang dachte ich noch, was Sie schreiben, sei Ironie. Aber mir scheint, es war doch nur grenzenlose Dummheit (sorry, taz, sonst neige ich nicht zu solchen Ausdrücken, aber wenn ihr den Kram durchlest, wisst ihr, was ich meine).“ Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.

    Ich halte Sie für einen vom Judenthema Besessenen, der zu feige ist, seine persönlichen Konflikte, die er seiner Sozialisation verdankt, aufzuarbeiten. „Wenn in Deutschland jemand über “Antisemitismus” wissenschaftlich nachgedacht hat, dann bin das – neben Ken Jebsen – auf jeden Fall auch nachweislich ich.“ (Ihr Blog profiprofil, 11.09.13)

    Was soll man dazu noch sagen?

    PS: Erwarten Sie von mir keine Antwort auf Ihre etwaige Erwiderung. Ich bin kein Psychotherapeut. Ganz sicher werde ich an Sie nie mehr meine Zeit verschwenden.

    • Danke Herr W. Caldonazzi Sie sind wie immer genial !

      Ich erlaube mir nur eine Kleinigkeit hinzuzufügen Ken Jebsen wurde ald Moustafa Kashefi geboren.

      Anfang November 2011 wurde er wegen Äußerungen über die vermeintliche Verwendung des Holocaust zu PR-Zwecken kritisiert. In einer privaten Nachricht, die vom Empfänger an Henryk M. Broder weitergeleitet wurde, gab er an zu wissen, wer „den Holocaust als PR erfunden“ habe.Broder warf Jebsen Antisemitismus vor, veröffentlichte die Nachricht in einem Beitrag auf seiner Website und gab die Nachricht an das Programmmanagement des RBB weiter, worüber auch andere Medien berichteten.

  28. Ich kannte Weghorn ehrlich gesagt noch nicht. Ich habe gestern mal kurz durch seinen Blog gescrollt…Dort führt er anscheinend vor allem Selbstgespräche. Gibt in Unzusammenhängenden Redeschwallen Antworten auf Fragen, die er sich selbst stellt, dabei hat es ihm der Jude, von dem er glaubt, er beherrsche u. a. die Medien, besonders angetan. Es besteht kein Bedarf an einer neuen Antisemitismus-Definition, was Antisemitismus ist , ist weirgehend klar, dazu gibt es ausführliche Forschungen ernstzunehmender Wissenschaftlicher, dazu braucht man keinen hängengebliebenen Alt-68er mit übersteigertem Selbst- und Sendungsbewusstsein. Es offensichtliche, dass Weghorm mit dem Juden eine (69 Jahre alte) Rechnung offen hat, die sein verzweifeltes Bemühen erklärt, die Politik des Staates Israel und den Zionismus mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen, Auch in seinem Kommentar hier scheint diese Absicht durch und dient offen sichtlich der Selbstentlastung von der deutschen Vergangenheit. Kraushaar und Aly haben zu diesem Problem bei den 68ern ausführlich geschrieben.

    Bei ihm geht außerdem Meinung vor Ahnung, er deutet an, es gäbe in Israel keine Meinungs-, Koalitions- und Versammlungsfreiheit für die Angehörigen von Minderheiten. Wie er sich dann die Existenz arabischer Parteien in der Knesset erklärt, bleibt sein Geheimnis.

    • @joerg

      Herrlich analysiert ! Ein Genuss Ihre Zeilen zu lesen.

      Danke

  29. Ich war letztes Jahr in Israel UND in Palästina. Ich habe auf beiden Seiten wunderbare Menschen getroffen und Freunde gefunden. Ich habe also weder vor gegen die Einen oder Anderen zu hetzen, wie es hier auf eine Weise geschieht, dass mir schlecht wird.
    Ich war in Ramallah und anderen Gebieten Palästinas. Die Siedlungen sind überall und werden ständig neu gebaut.
    Da werden überall Mauern gebaut, um sich vor den blutrünstigen Terroristen zu schützen, aber Zionisten bauen ihr Zuhause bewusst dort auf, wo sie direkte Nachbarn dieser Menschen sind?
    So gefährlich scheinen die Palästinenser wohl doch nicht zu sein… Und es ist ja nicht so, als würden die Siedler aus Not hierher ziehen, als gäbe es in Israel nicht genügend Platz. Es handelt sich doch ganz offensichtlich um reine Provokationen und dass sie von der Regierung allen Ernstes gefördert werden, ist in meinen Augen, genau wie im Interview betont ein klares Zeichen, in Wirklichkeit nicht an einer Einigung interessiert zu sein. Die Siedlungen sind längs nicht die einzige Art der Provokation. Ich habe die täglichen Demütigungen, Schikanen und Einschränkungen von Freiheit und Lebensgrundlagen an Grenzübergängen etc. selbst beobachten dürfen. Ich sage nicht, dass es auf palästinensischer Seite keine Fehler gegeben hat, aber wenn die Verhandlungen irgendwann voran gehen sollen, dann muss nach meiner Meinung vorallem Israel einen großen Schritt machen, der gleichzeitig so simpel wäre- Siedlungsbau stoppen!! und dass wird mit Netanyahu nicht geschehen, weil schlichtweg kein Interesse an einer friedvollen EINIGUNG besteht.

    • @evl
      ” Ich habe also weder vor gegen die Einen oder Anderen zu hetzen”

      Nein nein, überhaupt nicht…

      “Ich war letztes Jahr in Israel UND in Palästina. Ich habe auf beiden Seiten wunderbare Menschen getroffen und Freunde gefunden.”

      Schön, dass nun seit einige Jahren in völliger Sicherheit nach “Israel UND Palästina” reisen kann, nicht wahr?
      Haben Sie sich denn nicht gefragt, warum denn so ist?
      Haben Sie Informationen darüber, wie es VOR den “Einschränkungen, Mauern und Grenzübergänge” den Reisenden und Einheimischen ging?

      Aber was schreibe und frage ich schon hier… Denn Sie waren ja dort, und haben überall so “wunderbare Menschen getroffen und Freunde gefunden”.
      Und so kann man sich schon fragen, was das mit “den blutrünstigen Terroristen” auf sich hat, und überhaupt, ob die Israelis da auch nicht ein bisschen selberschuld sind/waren, sich “solche” Nachbarn auszusuchen…

      @Caldonazzi, Zen, Joerg
      Danke für ihre Kommentare.

      Ich kannte der Mann auch nicht, bräuchte in der Tat aber nur seinen Beitrag hier zu lesen um zu wissen, mit wen man hier zu tun hat.

    • Evi, es tut mir Leid, aber, wenn ich so etwas naives lese, könnte ich platzen:
      Was glauben Sie denn, warum die Israelis diesen hohen, technischen, personellen und finanziellen Aufwand betreiben?!
      Damit Sie einem Gefühl größtmöglicher Sicherheit ihren Urlaub verbringen können, damit sich Ihre Familie, Ihre Freunde zu Hause im sicheren Deutschland relativ wenig Sorgen machen müssen, damit Sie ganz persönlich, lebendig, in einem Stück und unversehrt zurückkehren.

      Ich gebe ja selten Lektüretipps, in Ihrem Fall mache ich mal eine Ausnahme:
      Gulllio Meotti: A New Shoah. The Untold Story of Israels Victim of Terrorism.

      Lesen das mal kapitelweise, dann reden wir noch mal über Sinn und Unsinn, von Kontrollen, Checkpoints, Sicherheitsmauern und Zäunen. Das ist bei weitem nicht das einzige was in Israel für Ihre Sicherheit getan wird. Alle paar Wochen hören wir, natürlich nicht in den deutschen Medien, von im Vorfeld konkret geplanter Attentate aufgrund der Arbeit des Shabak ausgehobenen Terrorzellen, von vereitelten oder verhältnismäßig glimpflich ausgegangen Anschlägen.

      • @ Joerg

        Eine Mauer soll offenbar dazu dienen, Angriffe des Feindes zu vermeiden. Wenn ich davon rede, dass ich hinter den Mauern war, in Ramallah, in Bethlehen, Dschenin, Hebron etc., dann ist es wohl quatsch davon zu reden, dass ich mich bei Israel dafür bedanken soll, dass ich in einem Stück zurückgekommen bin oder?

        • Sie haben gesagt, Sie seien, auch in Israel gewesen, Es ist nun einmal Fakt, dass die “Mauer” gebaut wurde, als Reaktion, dass gerade aus Dschinin viele Terroristen kamen, die sich in Tel Aviv, Haifa oder Netanya (Nach herrschender Meinung übrigens keine Siedlungen) in Cafés , Restaurants, Bussen in die Luft gesprengt haben. Zu den Opfern zählten, Einheimische und Besucher. Juden, Christen und Muslime,

  30. “Ich war letztes Jahr in Israel UND in Palästina. Ich habe auf beiden Seiten wunderbare Menschen getroffen und Freunde gefunden. Ich habe also weder vor gegen die Einen oder Anderen zu hetzen”

    Aber genau das tun Sie doch !

    • Ich würde es nicht hetzen nennen, aber dass ist meine subjektive Sicht. Was ich damit meinte ist, dass ich Menschlich keinesfalls etwas gegen Israelis, noch gegen Palästinenser habe. Was die Regierung um Netanyahu betrifft- ja, die verurteile ich.

  31. Der Austausch mit Herrn Weghorn in diesem Diskussionsstrang ist sehr bizarr.