Stellungnahme zur Kritik am Tagesthemen-Beitrag vom 14.08.2016

Nachbemerkungen zu unseren Beiträgen
über Wassermangel im Westjordanland,
Tagesschau und Tagesthemen vom 14.8.2016

Zu den oben erwähnten Beiträgen erreichten uns dermaßen viele Anfragen, Kommentare und Kritik, dass wir dazu Stellung beziehen möchten.

Die Debatte um den Beitrag zeigt, um welch sensibles Terrain es sich hier handelt. Wir bleiben deshalb an diesem wichtigen Thema weiter dran und werden nach Abschluss unserer Recherchen weiter darüber berichten.

Wir schätzen das Interesse und die kenntnisreichen Hinweise unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr.
Wir nehmen uns berechtigte Kritik zu Herzen, berücksichtigen sie und lernen daraus. Allerdings bitten wir darum, dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben.

Beim Thema Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten scheinen wir jedenfalls einen hochsensiblen Nerv getroffen zu haben, der einiger Richtigstellungen bedarf.

Die Dreharbeiten zu den Beiträgen fanden ab dem achten August statt.

Die wohl schwerwiegendste Kritik an unserem Beitrag bezieht sich darauf, dass wir Bilder manipuliert hätten, in dem wir den Wassermangel in Salfit während eines aktuellen Wasserrohrbruches gedreht hätten. Diese Mutmaßung von einem der ersten Kritiker des Beitrages, noch in der vergangenen Nacht, wurde in den sozialen Netzwerken unhinterfragt übernommen und entwickelte sich dort zu einer festen Behauptung. Bis hin zum sehr vorbelasteten Begriff der „Lügenpresse“. Dazu müssen wir sagen: Diese Unterstellung ist falsch! Als wir gedreht haben, galt der Rohrbruch als repariert.

Wir verwahren uns somit dagegen, dass man uns einer solchen Manipulation bezichtigt. Vor allem aber sind wir traurig darüber, dass unseren palästinensischen Protagonisten Lügen unterstellt werden. Im Sinne von: „Warum haben sie denn Waschmaschinen gekauft, wenn sie wissen dass die nicht funktionieren?“ etc. Diese Menschen haben eben noch immer Hoffnung auf Normalität. Sie leiden unter Wassermangel. Dies ist ein Fakt, den sie dem deutschen Publikum erzählt haben. Man sollte sich nicht darüber lustig machen. Auch nicht über den Namen der palästinensischen Familie.
Dass ihr Leiden auf so wenig Empathie stößt, hat uns sehr verwundert.

Dass Wassermangel aufgrund mangelnder Verteilungsgerechtigkeit in Salfit und vielen Orten der Westbank  Alltag ist, belegen auch diverse Berichte von unabhängigen Organisationen wie z.B. der Weltbank.

http://siteresources.worldbank.org/INTWESTBANKGAZA/Resources/WaterRestrictionsReport18Apr2009.pdf

West Bank & Gaza – World Bank Publishes Assessment of Restrictions on Palestinian Water Sector Development

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/weltbank-bericht-palaestinenser-verlieren-jaehrlich-milliarden-durch-besatzung-12671307.html

Der zweite Vorwurf, der ebenfalls wie der erstgenannte auf eine Kritiker-Behauptung zurückzuführen ist, und der im Laufe der Diskussion ebenfalls ohne weitere Diskussion als Tatsache dargestellt wurde, ist: Der im Beitrag interviewte deutsche Hydrogeologe Clemens Messerschmid sei nicht glaubwürdig. Auch hier stellen wir uns mit Nachdruck vor unseren Interviewpartner, der wie wir selbst von den Angriffen auf seine Reputation schockiert ist.

Clemens Messerschmid arbeitet seit fast 20 Jahren vor Ort als Hydrogeologe für viele deutsche und einige internationale Organisationen und Stiftungen (GIZ, DED, KfW, CIM; Weltbank, USAID, UN). Er berät auch z.B. Landeszentralen für politische Bildung, Schulbuchverlage und Abgeordnete nahezu aller Fraktionen. In Artikeln unter anderem z.B. für die SZ (10.3.2014, „Wasser und Krieg“) hat er sich mit der Wasserproblematik intensiv auseinandergesetzt. Den Vorwurf von Uli Sahm in der Internetplattform von honestly concerned, der von vielen nachfolgenden Kritikern unhinterfragt fast wörtlich übernommen worden ist, Herr Messerschmid hätte behauptet „Israel hätte Staudämme gebaut, um dann Gaza zu fluten“ streitet Clemens Messerschmid als „fabriziert“ vehement ab. Er distanziert sich auch von anderen, nach eigenen Aussagen, „fabrizierten und nicht belegbaren Behauptungen.“
Einen Mailwechsel zu dieser Kontroverse aus dem Jahre 2013 hat Herr Messerschmid uns vorgelegt.

Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben. Wir haben deshalb die israelische Seite aus dem Beitrag unserer ARD-Hörfunk-Studiokollegin zitiert. Die in der Woche zuvor zu diesem Thema mit Yisrael Medad, Sprecher der Siedlung Shilo und COGAT der israelischen Verwaltung für die besetzten Gebiete ein Gespräch geführt hat.

http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2016/07/28/der-streit-ums-wasser.html

Aus journalistischer Sicht halten wir dies für inhaltlich weiterhin voll vertretbar. Weil wir davon ausgehen, dass sich die israelischen Argumente in dem kurzen Zeitraum nicht verändert haben. Es ist uns aber bewusst, dass dies für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ein Ungleichgewicht an Experten-Tönen dargestellt hat. Wir haben in diesem Fall der Schnelligkeit den Vorrang gegeben. Wir lernen aus Ihren Anmerkungen, dass wir dies künftig anders handhaben.

Auch sei angemerkt, dass unser Beitrag – weil wir eben leider die Siedlerseite (auch zu ihrer Verteidigung) nicht vor die Kamera bekommen haben, bewusst darauf verzichtet, den Wasserverbrauch der Siedler (z.B. Pools, intensive Bewässerung) zu zeigen, sondern lediglich im Halbsatz erwähnte, dass im Sommer Siedlungen überproportional viel Wasser verbrauchen, was auch statistisch belegt ist.

http://www.haaretz.com/israel-news/.premium-1.729777

http://www.haaretz.com/israel-news/1.726132

Schließlich erreichte uns über einen Blog der Aufruf der SPD-Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier, die in dem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ von Gerd Buurmann u.a. damit zitiert wird, die Tagesschau erzähle Unwahrheiten, sie erwarte eine Richtigstellung und die Anrufung des Rundfunkrates.
Dieses Zitat ist allerdings nicht auf der Facebook-Seite der Politikerin wiederzufinden, die sich – wie dort zu lesen ist – offenbar gerade in Rio befindet.
Da sich dieses für uns derzeit nicht zu verifizierende Zitat im Wesentlichen auf die von uns oben bereits richtiggestellten Unterstellungen der Kritiker stützt, sowie in dem besagten Blog noch mit unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten sowie Behauptungen/Beleidigungen verbunden ist, wonach die ARD in die „Lügenkiste“ greife, weil es sich bei dem Kürzel ARD in Wahrheit um „Antisemitischer Rundfunk Deutschlands“ handle, wollen wir es an dieser Stelle bei den oben dargelegten Ausführungen belassen.

Für das ARD-Studio Tel Aviv,
Susanne Glass und Markus Rosch

 

Kommentieren:

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  1. Unter dem vormaligen Korrespondenten wurde sachlich von Problemen berichtet, nun beschränkt sich die Berichterstattung auf Schuldige. Sehr schade.

    • Das stimmt nicht. Früher hat Korrespondenten nur Israels Version dargestellt. Deswegen kommt es Ihnen merkwürdig vor, dass man Fakten über Palästina auf einmal hört.

  2. Haaretz als Quelle, dass “im Sommer Siedlungen überproportional viel Wasser verbrauchen”. Das nenne ch Humor! Tagesschau, das mit der Richtigstellung war wohl nichts. Setzen, Herr Rosch, ungenügend!

    • @Andy Eggert
      Ich finde Ihren Kommentar unsachlich und unverschämt.

    • die Swimmingpools betreiben wohl eher die Haartz Journalisten und die PA-llies und Hamas. Rambam sagt: gegen die Lügen der Araber und des Islams hilft kein logisches Argument und gegen die Affinität von Esau und Ishmael auch nicht. Ich habe schon lange aufgehört mich über antisemitische Linke aufzuregen. Gegen eine verdorbene Seele helfen keine Fakten. Humor ist, wenn man trotzdem lacht …..

    • Warum? Ist nicht Haaretz eine israelische Zeitung, die wohl bessere Einsicht hat als Sie?

    • Wer gibt den Israelis das Recht, den Palästinensern das Leben so schwer wie möglich zu machen? Fakt ist, dass ohne die (il-)legal gebauten Siedlungen das Wasser für das “Fußvolk” ausreichen würde.
      Warum kann man nicht anfangen, wenigstens bei so existentiellen Fragen wie der Wasserversorgung mal die Religions-zugehörigkeiten außen vor zu lassen!!!

  3. Möchten Sie gern Belege, dass auf palästinensischer Seite definitiv gelogen wird dass sich die Balken biegen? Warum sollte ich der Familie diesmal glauben?

    • Na, dann liefern Sie mal die Belege, Frau Knust! Bin gespannt! 🙂

    • Achso und die Lügen die israelische Regierungsvertreter verbreiten haben sie alle schon vergessen?

      Schon mal von der Lavon Affaire gehört oder von der Lüge, dass Israel nie weißen Phosphor in Gaza eingesetzt hat? Vielleicht haben sie Recht, den regierenden in Israel ist nicht zu trauen …

      So viel zum Thema Einseitigkeit …

    • Liebe Frau Knust, dann zeigen Sie uns gerne mal Ihre Belege. Ich bin gespannt! 🙂

  4. Vielen Dank ARD! Jetzt ist alles klar! Sie haben von nichts gewusst und waren alle im Widerstand! Der Mossad ist bereits zu eurem Intendanten unterwegs, zwecks Danksagung . Ihr seid wahrlich die besten Deutschen die es je gegeben hat.

  5. “Schließlich erreichte uns über einen Blog der Aufruf der SPD-Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier, die in dem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ von Gerd Buurmann u.a. damit zitiert wird, die Tagesschau erzähle Unwahrheiten, sie erwarte eine Richtigstellung und die Anrufung des Rundfunkrates.
    Dieses Zitat ist allerdings nicht auf der Facebook-Seite der Politikerin wiederzufinden, die sich – wie dort zu lesen ist – offenbar gerade in Rio befindet.”

    -> Frau Michaela Engelmeier selbst zitiert den Blogeintrag aus “Tapfer im Nirgendwo” auf ihrer Twitterseite.

    “Wir schätzen das Interesse und die kenntnisreichen Hinweise unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr.
    Wir nehmen uns berechtigte Kritik zu Herzen, berücksichtigen sie und lernen daraus. Allerdings bitten wir darum, dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben.”

    -> Das ist sehr erfreulich, wenngleich überraschend, denn Herr Markus Rosch hat mich auf Twitter gesperrt, nachdem ich ihn darauf hinwies, dass es im Englischen “Independence Day” und nicht “Independent Day” heisst. Nicht wirklich ein Problem, da Herr Rosch kein Sprachwissenschaftler ist, jedoch Grund genug meine unliebsame Kritik zu sperren.

    • ja, da hab ich mich jetzt auch gewundert:
      habe Michaela Engelmeiers Zitat sofort auf ihre FB-Seite gefunden.

  6. ach messerschmid ist nicht auf den ueblichen israelhetzseiten unterwegs und gibt interviews? Wessem geistes kind er ist, kann man in einer 2-minuetigen google recherche herausfinden… sofern man ehrlich will.

    • Wenn man mal die Zeit genommen hat, eine von Clemens Messerschmids langen Vorträge über geologische Strukturen in Israel und Palästina, reichlich Regenfall im Winter und uralte Wassersammlung /Techniken, sowie die zahllosen Israeli Methoden, Wasser nicht zu den Palästinensern kommen zu lassen anhört, dann weisst man, dass er ein wissenschaftliche Haltung bewahrt und jeder falsche Behauptung gegen Israelis oder Palästinensern abstreitet.

  7. Liebes ARD Studio Tel Aviv, zum Thema Eurer einseitigen Berichterstattung möchte ich Euch folgenden Artikel des renomierten Journalisten Ulrich Sahm ans Herz legen. Vielleicht bezieht Ihr dazu auch mal so großzügig Stellung. Ich möchte mal lesen, wie Ihr seine stichhaltigen Argumente widerlegt.

    ” … ”

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • @David, schwierig auf alle Kommentare hier zu reagieren. Meine Frage: Was macht einen Journalisten renommiert? Wenn man die Tatsache ignoriert, dass eine Besatzungsmacht sich als Herrscher über ein anderes Volk, – sogar ein einheimisches Volk-, aufspielt, dann kann man in bestimmten Kreisen als renommierter Journalist gelten, aber kann man universelles Menschenrecht einfach übersehen? Ein Ulrich Sahm meint, dass es doch natürlich sei, dass man nicht einfach Brunnen bohren kann, sondern dass man eine Erlaubnis dafür haben muss. Der Mann hat gar nicht verstanden um was es geht. Erlaubnisse bei einer Besatzungsmacht einholen zu müssen, die kolonialisiert, enteignet und ein Volk vertreibt, das ist doch kein normaler administrativer Vorgang, den man akzeptieren muss. Und es ist doch ein Problem, wenn anscheinend illegale Siedlungen weniger Probleme mit dem Wasser haben, als die einheimische Bevölkerung.

      Besatzung ist ein Übel, aber in den Augen vieler Menschen zu einer Banalität verkommen. Das ist mehr als beschämend, besonders wenn man doch aus der Vergangenheit gelernt haben sollte. Die Renommiertheit eines Jouranlisten besagt sehr wenig. Es geht auch um Substanz.

    • Ja Michael, wenn man mit unkontrollierten Brunnenbohrungen schlußendlich dafür sorgt, dass sich der Grundwasserspiegel so absenkt, dass Salzwasser nachfließt und damit sämtliche Brunnen unbrauchbar werden, dann ist es leider wichtig, dass der Brunnenbau genehmigt werden muß (in Deutschland kann übrigens auch nicht jeder wie er lustig ist Brunnen bohren, sondern benötigt auch behördliche Genehmigungen – aber das nur am Rande).

      Und das “einheimische Volk” besteht zum größten Teil aus während der jordanischen und ägyptischen Besatzungszeit zwischen 1948 und 1967 eingewanderten Arabern, hauptsächlich Ägyptern, während das tatsächlich einheimliche Volk bzw. die Menschen, die nach 1967 dorthin zurückkehrten, von wo sie vertrieben wurden, jetzt zu “Siedlern” mutierte/n.
      Und die Israelis haben im übrigen deshalb weniger Wasserprobleme, weil sie damit sparsam umgehen, weil sie das Abwasser wieder aufbereiten und ausschließlich mit dem aufbereiteten Wasser die Felder mittels Tröpfchenbewässerung versorgen, weil sie Wasserentsalzungsanlagen bauen – alles Sachen, zu denen die “Palästinenser” nicht bereit sind.

    • Michael K. Richtig: die Araber besetzen unrechtmäßig das Land Israel, das Land der JUDEN. Das arabische Mischmasch, das sich Palästinenser nennt hat noch nicht mal eine erfundene Geschichte, aber mit der Hilfe von Europa & den USA besetzen Araber UNSEREN JÜDISCHEN Tempelberg, Judäa und Samaria. Wir Juden leben in unserem eigenen Land unter antisemitische arabischer Besatzung.

    • “Michael K. Richtig: die Araber besetzen unrechtmäßig das Land Israel, das Land der JUDEN. Das arabische Mischmasch, das sich Palästinenser nennt hat noch nicht mal eine erfundene Geschichte, aber mit der Hilfe von Europa & den USA besetzen Araber UNSEREN JÜDISCHEN Tempelberg, Judäa und Samaria. Wir Juden leben in unserem eigenen Land unter antisemitische arabischer Besatzung.”

      Die Zionisten kommen aus Europa nach Palästina, fangen an die Araber zu vertreiben und zu ermorden … und sie bezeichnen die Araber als Besatzer? Sorry aber haben sie überhaupt irgendeine Ahnung von der Geschichte oder haben sie nur einen Kurs in Hasbara Propaganda besucht?

      Komisch, dass in Israel “dem Land der Juden” wie sie schreiben vor den Vertreibungen durch zionistische Terroristen eine arabisch-muslimische Mehrheit gelebt hat. Komisch, dass in einem “jüdischen” Land kaum Juden gelebt haben bevor die Masseneinwanderung aus Europa kam. Im Nachhinein müssen die Palästinenser sich darüber ärgern, dass sie die ersten jüdischen Flüchtlinge aus Europa aufgenommen und ihnen Asyl gewährt haben. Hätten sie vorher gewusst, dass kurz darauf eine Horde von zionistischen Rassisten aus Europa nach Palästina kommen würde, die die einheimischen Araber vertreiben will hätten sie es sich vielleicht anders überlegt und wären nicht so gastfreundlich gewesen …

    • @Anke Brühl, es ist unglaublich, man vertreibt ein Volk (750.000) und behauptet es sei erst nach der Vertreibung eingewandert. Was mit den zerstörten 450 palästinensischen Dörfern? Ich frage mich immer wo diese Überheblichkeit und Arroganz herkommt. Aber Apartheidstaaten haben es so an sich.

    • Ulrich Sahm als renomierten Journalisten zu bezeichnen stelle ich in Frage. Seine Berichtertstattung und seine persönliche Meinung, dazu noch die Kommentare seiner ” Jünger”, einfach nur zum “kotzen”. Ich wundere mich immer wieder, wieviel die Menschen über das Leben in Israel und auch in den besetzten Gebieten eigentlich meinen zu wissen.erschreckend. Sie wissen nur das, was man ihnen weis macht und wenn es in ihren Kram passt, geben sie ihren Senf dazu Egal welche Seite man kommentiert, immer meldet sich jemand der einen entweder in die Ecke des Antisemiten und Islam Liebhaber stellt, oder als Palästinenser Hasser hinstellt. Man kann sich kaum vorstellen, dass es auch ein ganz normales Leben ohne Extreme, Hass und Gewalt gibt, wenn es auch nur beschränkt ist, es geht, wenn man sich bemüht.. Ich lebe mit beiden Seiten und liebe sie auch und das ist möglich.

    • Selbst die Bild-Zeitung berichtet jetzt ausgewogener als dieser ARD Beitrag. Das sollten sich alle Verteidiger dieser einseitigen Berichterstattung mal zu Herzen nehmen. Im Nahen Osten ist nämlich nichts so einseitig, wie die ARD es uns glauben machen will. Augen auf ihr Israelkritiker! Und Herr Micheal K., widerlegen sie erstmal Herrn Sahm sachlich, dann reden wir weiter, falls man mit Israelhassern überhaupt sachlich reden kann!

  8. Sehr bedauerlich, dass Sie mit Ihrer Stellungnahme den Eindruck einer nicht seriösen Berichterstattung nur noch verstärken. Auf die belegten Fakten der Kritiker Ihres Berichtes in den sozialen Netzwerken gehen Sie leider gar nicht erst ein.
    Schade, dass auch meine Gebühren dafür zweckentfremdet eingesetzt wurden!

    • “Auf die belegten Fakten… in den sozialen Netzwerken”. Lange nicht so gelacht, danke für die Erheiterung am Morgen! 🙂

    • Zweckentfremdet? Was ist denn der Zweck Ihrer Gebühren? Nur Beiträge zu erstellen, die Ihnen passen? Wohl kaum.

  9. Mir erschien der Beitrag in der Tagesschau in Ordnung. Lasst euch nicht unterkriegen. 🙂

    • Da ist ja mal ein schlagendes Argument: “mir erschien”. Bravo, weiter so ..

  10. Alle lügen, nur ARD sagt die Wahrheit.
    Dass ganz Israel “unerreichbar” war, ist schon interessant genug, den Beitrag zu verschieben ist ARD selbstverständlich nicht eingefallen

  11. @Susanne Glass, Markus Rosch
    Danke für die Stellungnahme.
    Ich hatte zum Thema u.a. folgendes kommentiert bzw. angefragt:
    “Ich habe keinen Zweifel an der Fachkompetenz von Herrn Messerschmid und mag darüber garnicht diskutieren. Ich möchte lediglich wissen, wie die Gelder, die zur Verbesserung der Anlagen in den palästinensischen Gebieten eingesetzt werden, verwendet werden und ob der Ausbau von Anlagen, die das Wasser weiter in die Städte und Haushalte leiten, vorhanden sind bzw. ob nicht auch hier ein Problem bei der Wasserversorgung liegt. Dass Palästinenser sowie auch israelische Staatsbürger für Wasser bezahlen müssen erscheint mir eigentlich ganz logisch. Muss ich in Deutschland auch und ob ich einfach einen Tiefbrunnen vor meiner Haustür bauen darf, naja da hab ich Zweifel, und ich glaube auch Israelis dürfen das nicht. Und lägen die palästinensischen Gebiete heute noch in Jordanien wäre es wohl auch nicht anders. Wir leben im Jahr 2016 und nicht mehr im letzten Jahrhundert. Wie sieht moderne Technik in den palästinensischen Gebieten aus?
    Ich weiß zu wenig über das Thema, aber denke mir all das gehört dazu. Deshalb meine Bitte um mehr sachliche Information (von der Redaktion oder auch von Kommentatoren, die sich wirklich auskennen)
    Und eins noch: wo kommt eigentlich dieser Ausdruck “Pali” her. Das klingt so abwertend, jedenfalls für mein Verständnis. Wäre schön, man könnte in der Diskussion sachlich bleiben.”

    Der letzte Satz bezog sich natürlich nicht auf den Bericht, sondern auf einen Lerserinnenkommentar. Auch ich empfinde diese abwertende Ausdrucksweise empathielos und menschenverachtend.
    So bleiben aber am Ende meine Fragen. Ich hoffe doch sehr, dass sie beantwortet werden können. Abgesehen davon, dass es mich selbst interessiert, möchte ich auch nicht, dass man nicht beweisbare Behauptungen, wo z.B. Gelder geblieben sind, einfach im Raum stehen lässt. Genau das führt u.a. dazu, den öffentlich-rechtlichen Organen nicht mehr zu vertrauen. Lügenpresse! So werden Sie am Ende beschimpft! Ganz schlimm! Solcher Hetze muß man unmittelbar begegnen können. Bitte klären Sie noch besser auf!

    • Pali ist eine Abkürzung eines erfundenen Wortes für ein erfundenes Volk. Das historische Gebiet “Palästina” erstreckt sich über ganz Jordanien, Teile Syriens, des Libanons und Israels. Es hiess ehemals Judäa (vermutlich, weil dort Araber wohnten). Als die Römer es einnahmen, nannten sie das Gebiet “Syria-Philistine” nach den Philistern, inzwischen ausgestorbene Todfeinde der Juden. Sie taten das um die Juden zu demütigen. Die Philister haben mit heutigen Palästinensern nichts zu tun. Dann übernahmen (nach einigen Zwischenschritten, die anzuführen hier zu langatmig wäre) die Osmanen das Gebiet, also die heutigen Türken. (noch erkenntlich am Nachnamen des Protagonisten in dem Beitrag, der offenbar nicht besonders Palästinensisch ist) . Die Briten nannten das ehemalige Osmanische Reich dann Mandatsgebiet Palästina, und teilten es in einen arabischen Staat (Jordanien, 75 % des Gebietes “Palästina”) und Israel. Sie hatten das Gebiet übrigens nur bekommen, weil sie bereits im 19. Jahrhundert versprachen, einen Staat für die Juden dort zu errichten. Leider waren sie dem Haschemitischen König verpflichtet, weswegen sie eben den grösseren Teil, Jordanien, an ihn gaben, und dann noch den kleineren Teil, Israel, die Rest von Judäa und Samaria, sowie Gaza (ebenfalls im alten Testament als jüdisches Land erwähnt) an die Juden. Das wollten die Araber ringsum nicht, und fielen in den jungen Staat ein (auch hier: etwas gekürzt, zuerst hatten die Juden noch weniger Land auch akzeptiert und die Araber abgelehnt, dann wurden die Teile verändert) . In dem daraus resultieren Krieg wurden aus den arabischen Ländern rund 850.000 Juden vertrieben und ermordet, zugleich riefen die arabischen Führer die auf israelischem Gebiet lebenden Araber auf, das Land zu verlassen, weil sie es in ein paar Tagen (wörtlich!) nach dem Krieg vermehrt zurück bekämen. (hierzu kann man bei dem nicht besonders israelfreundlichen Historiker Morris und anderen genügend Zitate und Schriften nachlesen, das sauge ich mir nicht aus den Fingern!) rund 700.000 Araber verliessen das Land und starben bei den Kriegshandlungen. Das ist das, was heute als Nakhba verklärt wird. Die Jordanier nahmen Samaria und den Rest von Judäa ein, Ägypten bekam Gaza. Beide Gebiete wurden in der Folge NICHT besetzt genannt und NIEMAND forderte einen Palästinensischen Staat. Nicht zuletzt, weil es damals eben noch keine Palästinenser GAB. Zu dieser Zeit wurden Juden, die aus Europa nach Palästina zogen, Palästinenser genannt, es gab eine Palästinensische Fahne – mit Davidstern – es gab ein Palästinensisches Orchester – lauter Juden – und so fort. Den Namen für die Araber zu akquirieren, auf diese geniale Idee kam erst 1962 Herr Arafat. Und es hat gut funktioniert. Aber deswegen sagen fast alle Palästinenser, wenn man sie fragt, sie seien Palästinenser aus Ägypten, aus Jordanien, aus sonstwo. Nur wenige haben auch ihre Vorfahren auf Israelischem Gebiet. Überdies hat sich ihre Zahl vervielfacht. Jedenfalls ist es heute natürlich zu akzeptieren, wenn sich Menschen als ein – noch sehr junges – Volk verstehen. Aber man darf den Namen auch klein machen. Es gibt keine Palästinensische Sprache, es gab NIE einen Palästinensischen Staat, es gab nie eine Palästinensische Währung, keine eigene Religion – kurz, es gibt und gab NICHTS, das ein Volk als Volk auszeichnet. Nicht mal das Ressentiment gegen die Juden ist als typisch Palästinensisch zu bezeichnen, obwohl der Mufti von Jerusalem mit Hitler paktierte. Der im Gegenzug die Araber als Freunde annahm. Aber das ist eine andere Geschichte.

    • sandra kreisler
      Danke, Sie haben sich sicher viel Mühe gegeben mit Ihren Erklärungen.
      Ich sehe es so: Wenn sich die Menschen selbst einen Namen geben und ihre Identität (fehlend oder auch nicht) damit verbinden, dann ist das für mich auch in Ordnung. Zeugt es doch auch von dem Wunsch, nicht übersehen zu werden. Für mich sind die heute in den palästinensischen Gebieten lebenden Leute Palästinenser. Der Begriff “Pali” wirkt auf mich abschätzend. Ich mag es nicht, wenn man Menschen abschätzend behandelt. Das ist alles.

    • “Pali” ist einfach nur eine Abkürzung, so wie “Ösi” für Österreicher, Renate. 😉

      Ihre Großmut diesen Leuten gegenüber sei Ihnen gelassen, jedoch sorgt dieses erfundene Volk für einen permanenten Konflikt, in dem es sich selbst zu Ureinwohnern erklärt und die tatsächlichen Ureinwohner zu bösen, landraubenden Siedlern. Und damit hab ich ein Problem.

      @Sandra: Bei den Zahlen der vertriebenen Juden und Araber hätte ich nicht ein “und starben” sondern ein “und/oder” hingesetzt, denn so liest es sich, als ob es auf jüdischer Seite 850.000 und auf arabischer 700.000 Todesopfer gegeben hätte, dabei wurden die meisten “nur” vertrieben bzw. sind freiwillig “beiseite” gegangen.

    • @Anke Brühl,
      Der einfache kleine Palästinenser, die einfach palästinensische Frau, die Familien, sie alle können auch nichts dafür, dass sie sich in einer eher misslichen Lage befinden. Zuerst sollte immer das Mitgefühl stehen, dann die Ursachensuche (und genau da braucht es u.a. guten Journalismus und die erforderlichen Recherchen), dann den erforderlichen Mut zur Veränderung (ganz schön schwer) unter Einbeziehung aller Faktoren, aber eben vor allem aller beteiligten Menschen. Wenn’s dann irgendwann besser geht und sich die Palästinenser selbst Palis nennen ….denn die dürfen das ….dann ist vielleicht alles gut. Ich benutze dieses Wort nicht und kritisiere den Gebrauch, der für mein Empfinden genauso abschätzend gemeint ist wie er klingt.

  12. Einen schönen guten Abend aus Hamburg ,
    leider habe auch ich einseitig geschrieben ….
    Nach dem ich den Bericht noch einmal angesehen habe , nehme ich das zurück und entschuldige mich .
    Leider ist das ganze Thema sehr komplex , auch ich musste mir das mit den 3 Zonen A – C auch erst einmal anlesen , diese sind sehr wichtig und tauchen in dem Bericht aber auch nicht auf , was natürlich in einem kurzen Bericht schwierig ist .
    Ich wünsche weiterhin ein sicheres berichten aus dem Nahen Osten !!!
    Norbert Wehrenberg

    • Danke für Ihre Offenheit. Es ist doppelt ehrenwert, wenn jemand seine eingefahrenen Wege überprüft, und sie dann öffentlich zugibt. (Und wie schade, dass die ARD dessen nicht fähig ist)

    • @Norbert Wehrenberg
      Ich stimme Ihnen zu. Das Thema ist sehr komplex. Und wenn man sich gelegentlich in der Region aufhält, wird es immer komplexer. Finde ich nett, dass Sie den KollegInnen im Studio “weiterhin ein sicheres berichten” wünschen. Anders kann es ja auch eigentlich garnicht sein. Fehler passieren und man lernt daraus.

    • Ja, die Zonen sind ein komplexes Thema, deswegen aber nicht unwichtig, wenn man über die Verteilung des Wassers in palästinensischen Gebieten redet.
      Eben weil es komplex ist, kann es nicht aus Zeitmangel pauschalisiert werden, mit der Hoffnung, das keiner weiter nachfragt.
      Die Zonenverteilung ist ein wichtiges Thema in fast allen Berichten über die Gebiete, werden aber nie erklärt. Es gibt ein Palästina, und ein Israel, und fertig … Mehr muss der Zuschauer nicht wissen.
      Sorry, aber das ist mir zu einfach, und verfälscht Tatsachen.

    • Sehr löblich, Herr Wehrenberg. Das ist leider die Crux an der Geschichte — es dauert Stunden, um die Trennung in A-, B- und C-Gebiete zu beschreiben, die unterschiedlichen Rechtslagen, die Auswirkungen der israelischen Genehmigungsverfahren, etc. Das ist in einem kurzen Bericht nicht zu schaffen, so dass dieser meist emotionale Reaktionen weckt und keinen Lerneffekt hat. Umso besser, dass Sie sich weitere Informationen dazu angelesen haben, das würde ich so manchen Kommentatoren hier auch wünschen!

  13. Mir war nur die vordergründige Einseitigkeit dieses Berichts aufgefallen. Gerade habe ich selbst einmal nachgesehen, was genau es mit Herrn Messerschmid auf sich hat. Erstes Ergebnis meiner google-Suche “Electronic Intifada”, meiner yahoo-Suche “Muslim-Markt”.

    Kein Problem mit dem Fachwissen eines Hydrogeologen, für den der Intifadabegriff kein Problem darstellt… ?

    • Googlen Sie doch auch einmal nach dem Begriff
      “Israel” dort werden Sie finden, dass der Staat Israel erst 1948 gegründet wurde und zwar in Palästina.
      Dass bereits vor seiner Gründung Terrorbanden Palästinenser vertrieben und ermordeten um eine jüdische Mehrheit in bestimmten Gebieten zu erreichen.
      Erst nach Erreichung der Mehrheit wurde in diesen Gebieten der Staat Israel ausgerufen, danach erst begannen die Kriege der umliegenden Staaten.

  14. Nun, hier wäre eine Studie des Professors für Hydrologie am Institut für Geowissenschaften, Hebrew University of Jerusalem, und Mitglied der Water Authority Council. Wäre vielleicht auch beachtenswert:

    ” … ”

    Ich denke, da hätten die “Reporter” von ARD auch rankommen können, wenn sie wirklich an der Wahrheit interessiert gewesen wären.

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • Ja, es war natürlich sehr sinnvoll den Link zur Studie zu entfernen. Klar, dass da die andere Seite dargelegt wird, ist natürlich nicht wirklich gewünscht, was?
      Okay, wer also die Studie lesen will google bitte nach “Haim Gvirtzman Der israelisch-palästinensische Wasserkonflikt” und dort ist es ein Beitrag vom 30.01.2012.

      So, ich hoffe das verstößt jetzt nicht auch gegen “Kommentarrichtlinien”.

    • Ich versuche es erst gar nicht mit einem Link, aber einen Bericht über die Wassersituation aus israelischer Sicht kann man auch auf der Web-Seite der Israelischen Botschaft in Berlin finden.

  15. Die Brasilianer, die ich kenne, die auch vom Wassermangel betroffen sind, kaufen sich nicht “in der Hoffnung” auf ein “normales Leben” einfach so eine Waschmaschine. Auf den Vorwurf wegen der Wildbohrungen usw. geht ihr gar nicht ein. ” … ”

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • Ein Besatzerstaat sieht alles als Wildbohrung an, was nciht jüdischem Interesse dient.
      Da werden nicht nur Wasserleitungen, welche durch die EU bezahlt und verlegt wurden zerstört, da werden nciht nur alte Brunnen in Palästinensergebiet mit Zement aufgefüllt, sondern gleich auch Sonnenkollektoren die durch die EU gestellt wurden um Stromversorgung zu gewährleisten, zerstört.

      Von immer wieder stattfindenden Häuserdemolierungen und bis zu 45 Mal abgerissener Beduinnendörfer ganz zu schweigen.

      wohlgemerkt, nicht in Israel, sondern in Palästina durch den Besatzer.

      Seid Ihr wirklich alle so blind, oder nur desinteressiert?

    • @Friddi, Lea S. schreibt von Brunnen, die mit Zement aufgefüllt werden. Lass dir das einmal richtig durch den Kopf gehen. Ich kann hinzufügen, z.B. Zisternen, die armen Bauern Wasser liefern könnte werden von einer Besatzungsmacht zerstört. Das ist menschenunwüridg und brutal. Weisst du überhaupt was es bedeutet besetzt zu sein? Wer will sich von einer Besatzungsmacht vorschreiben lassen, was er zu tun und zu lassen hat?

  16. Wie schade, dass ihr nicht über euren Schatten springen könnt.

    “… ”

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • @ Blog-Redaktion
      Ich auch !
      Lieber Herr Havemann,
      Vielleicht probieren Sie es “irgendwie” bitte ein 2. Mal !

    • Ja, wäre schön, man muss Zitate halt irgendwie umschreiben und darf keine Links einfügen, aber beim 2. Versuch klappt es dann meist. So ist jedenfalls meine Erfahrung.

    • ja, da war ein Link drin. Einfach mal mein Blog besuchen, da findet man meinen Beitrag!

  17. Sehr geehrter Herr Rosch und Frau Glass,

    sicher sind im Ärger auch viele unsachliche Behauptungen auf allen beteiligten Seiten gefallen. Zu den Motiven der palästinensischen Familie oder dem Hydrologen Herrn Messerschmid kann ich aus der Ferne nichts sagen, wenn überhaupt. Als angehende Psychologin ist mir bewusst, dass die persönliche Perspektive eines Menschen immer zu würdigen ist und zeitgleich auch die Perspektive der Gegendarstellung zu würdigen ist. Fehlt eine der beiden kontrahären Perspektiven, wird leicht der Eindruck von Parteilichkeit auf Seiten des Berichterstatters erweckt.Ich frage mich auch, weshalb bei der Berichterstattung Dringlichkeit geboten war. Wenn der Konflikt um das Wasser schon so lange besteht, ist es doch für einen professionell arbeitenden Korrespondenten sicherlich möglich die jüdischen Feiertage für die Recherche-Arbeiten im Voraus mit einzuplanen. Aber natürlich sind mir weitere Hintergründe hierzu nicht bekannt. Ich denke, den Punkt einer einseitigen Perspektiven-Präsentation haben Sie selbst treffend reflektiert. Interessant finde ich es jedoch, was in der Stellungnahme NICHT gesagt wurde. In der Positionierung von Herrn Sahm wurde das Problem angesprochen, dass in das Grundwasser Salzwasser nachläuft, wenn der Spiegel zu stark sinkt. Es wurde angesprochen, dass das Angebot, die landwirtschaftliche Bewässerung mittels geklärtem Abwasser zu bewerkstelligen, von palästinensischer Seite abgelehnt worden sei und stattdessen Trinkwasser benutzt würde. Es wurden schecht instandgehaltene Wasserleitungen erwähnt. Das sind doch viel leichter überprüfbare, rein technische Probleme, über die man wesentlich objektiver Bericht erstatten kann. Angaben dazu habe ich in dieser Stellungnahme vermisst. Ich denke keinesfalls, dass in der Tagesschau falsche Berichterstattung vorgelegen hat, wohl aber eine unvollständige, die dem Zuschauer leider nicht ermöglicht sich ein umfassendes Bild von der Lage zu machen. Das finde ich sehr schade, denn das ist mein Anpsruch an eine qualitativ hochwertige Berichterstattung.

    • @Elisabeth

      ich stimme insgesamt voll zu.
      “Ich frage mich auch, weshalb bei der Berichterstattung Dringlichkeit geboten war”
      Ja, das habe ich mich auch sofort gefragt. Liegt es vielleicht daran, dass möglichst viel möglichst schnell rausgehauen werden muss, um bei dem Überangebot von Informationen mithalten zu können. Zählt am Ende Quantität statt Qualität?

  18. Israels Seite in diesem “was auch immer” haben Sie ja nun tatkräftig und mehr als ausgeleuchtet. Wenn Ihnen die Ausgewogenheit doch so wichtig ist, dann ist es Ihnen sicher ein leichtes, zwei Fragen zu beantworten (es gäbe da noch so viel mehr, aber ich will mal nicht übertreiben):

    1. Warum verweigert man sich auf palästinensischer Seite, geklärtes Wasser zur Bewässerung der Felder zu verwenden und benutzt stattdessen das kostbare Frischwasser?
    2. Warum ließ man im Gazastreifen unkontrolliert Brunnen bauen, die nur dafür sorgten, dass das Grundwasser absank und jetzt Salzwasser nachdrängt?
    In Erwartung einer ausgiebigen Antwort (so ausgiebig und schonungslos, wie Sie sich bisher in puncto Israel gezeigt haben bitte), verbleibe ich
    mit freundlichen Grüßen

    • Das sind durchaus berechtigte Fragen die ich mir auch gestellt habe und würde mich sehr freuen wenn diese Fragen von der ARD ausreichend beantwortet werden.

    • Haben Sie einmal die palästinensische Seite gefragt, ob dieses überhaupt richtig ist?

      Wer einen Besatzer fragt, wird nicht die Wahrheit erfahren.

    • Hallo Nici, ihr Kommentar sagt mir, dass sie mein Anliegen nicht verstanden haben. Mein Anliegen ist eine umfassende und unparteiisch Berichterstattung von Journalisten, deren Beruf das ist. Ich habe Fragen wiedergegeben, auf die nicht eingegangen wurde. Ich möchte selbst die Antworten dazu wissen. Würde ich anfangen aus der Ferne über Antworten zu spekulieren, würde ich nicht nur schlechten Journalismus betreiben sondern gar keinen. Da ich nicht vor Ort bin, bin ich aber auf die Inhalte einer professionellen Berichterstattung angewiesen, um mir eine Meinung zu bilden. Mit einem aber so offensichtlich einseitigen Beitrag wie dem, der hier Gesprächsgegenstand ist, kann ich mich nicht zufrieden geben. Ich kann mich dem Inhaltlichen erst zuwenden, wenn alle meine Fragen dazu beantwortet sind. Da zu der Position der israelischen Seite keine Angaben gemacht wurden und in Kritiken zur Berichterstattung Angaben zur Gegenpartei gemacht wurden, ist es nur logisch, dass es mich stutzig macht, wenn darauf in dieser Stellungnahme nicht eingegangen wird. Ich erwarte immernoch eine umfassende Information. Dann kann ich mir erst eine fundierte Meinung bilden. Alles andere wäre Meinungsbildung aus dem Affekt heraus, wo ich mich derzeit auch hinterfragen muss, ob die tragfähig ist. Die selbe Frage könnte ich zurückstellen: Worauf basiert ihre bisherige Meinungsbildung? Vielleicht kennen Sie ja noch seriöse, unparteiische Quellen zu dem Thema, die mir nicht bekannt sind. Mfg Elisabeth

  19. Einfach nur peinlich…

    Interessant, dass viele vorwuerfe ausgelassen wurden.

    Unter weiterem, warte ich auf antworten und stellungsnahmen zur folgenden punkten.

    Siedler bezahlen fuer ihr wasser, die palaestinenser nicht.

    Graues wasser der siedler, wird bei den vergleichen wie normales wasser behandelt.

    Siedler bezahlen fuer kanalisation/infrastruktur, die palaestinenser nicht.

    Die infrastruktur der palaestinenser ist voller loecher, was zur wasserverschwendung fuehrt.

    Die obengenannte punkte sind nur paar ursachen, wieso die araber am ende weniger wasser haben.

    Weitere “verfehlung” von clemens: er behauptet, dass es genug regenwasser gibt. Er sagt aber nicht, dass das meiste grundwasser sich am ende unter israeluschem territorium ansammelt.

    Und noch andere fragen…

    Die reaktion der tagesschau hat mir zum ersten mal die augen geoeffnet und das gezeigt, was ich nicht wahrhaben wollte. Es wird, wenigstens in dieser frage der palaestinensischer standpunkt vollstaendig uebernohmen. Die gegeneinwaende/argumente gelten nicht.

    • Oder alles zusammengefasst: Sollte es den arabischen Ländern jemals gelingen Israel auszulöschen und die Juden auszurotten, was ja unmissverständlich als Ziel in der Charta der Hamas steht, dann können wir davon ausgehen, dass das Gebiet in kürzester Zeit wieder die unbewohnbare Wüste sein wird, die es war, bevor die heimkehrenden Juden daraus fruchtbares Land machten. Und dann werden die Städte erneut verfallen und nur noch ein paar nomadisierende Beduinenstämme herumziehen, so wie unter und direkt nach der Herrschaft der Osmanen.

    • “Oder alles zusammengefasst: Sollte es den arabischen Ländern jemals gelingen Israel auszulöschen und die Juden auszurotten, was ja unmissverständlich als Ziel in der Charta der Hamas steht, dann können wir davon ausgehen, dass das Gebiet in kürzester Zeit wieder die unbewohnbare Wüste sein wird, die es war, bevor die heimkehrenden Juden daraus fruchtbares Land machten. Und dann werden die Städte erneut verfallen und nur noch ein paar nomadisierende Beduinenstämme herumziehen, so wie unter und direkt nach der Herrschaft der Osmanen.”

      Ich frage mich wirklich, ob sie den Schwachsinn den sie schreiben auch wirklich glauben. Gucken sie sich doch mal Bilder Palästinas aus dem letzten Jahrhundert an. Wenn sie in der Lage wären sich nicht nur einseitig zu informieren wüssten sie, dass nicht “die Juden” das Land fruchtbar machten, wie es in der Zionisten Propaganda verbreitet wird, sondern das Land schon längst fruchtbar und vor allem besiedelt war. Was die Zionisten in Palästina gemacht haben war nicht das Land zum blühen zu bringen, sondern die Dörfer der einheimischen arabischen Bevölkerung dem Erdboden gleich zu machen und hunderttausende zu vertreiben und tausende zu ermorden.

    • Die Palästinenser müssen ihr eigenes in der Westbank geschöpftes Wasser teuer durch Israel kaufen.

      sollte nicht die Siedlerschaft bem Staat Palästina kaufen müssen?

    • Als württembergisch-evangelisches und bündnisgrünes DIG-Mitglied möchte ich nur kommentieren, daß jede antiisraelische Hetze (ich wähle diesen Ausdruck bewußt) eine Fortführung der NS-Propaganda und Versuch einer weiteren Shoah ist. Diese hat ihren Ursprung in Inqusition (rk) und einem antisemitischen Haßprediger namens Dr. Martin Luther (ev).
      MfG
      Andreas Klumpp

    • Einfach nur peinlich ist, dass Sie völlig falsche Behauptungen aufstellen. Die Palästinenser zahlen sehr wohl für ihr Wasser und zwar zu höheren Sätzen pro m3 als die Siedler. Das Geld wird von Israel von den i.R. des Pariser Protokolls durch Israel erhobenen Zöllen auf palästinensische Produkte einbehalten.

      Die palästinensische Wasserinfrastruktur ist in der Tat voller Löcher, jedoch weil keine Genehmigung durch Israel für die Rehabilitierung erteilt werden. Das Problem ist auch nicht Wassermangel, sondern die Wasserverteilung. Schauen Sie sich mal die Niederschlagsstatistik für das Westjordanland an.

      Wenn das meiste Grundwasser sich in isr. Territorium (wenn Sie das als innerhalb der Grenzen von 1967 definieren) anfällt, dann müsste Israel ja nicht die Kontrolle über die Wasseraquifäre im Westjordanland behalten, richtig?

    • @Andreas Klump schreibt: ‘Als württembergisch-evangelisches und bündnisgrünes DIG-Mitglied möchte ich nur kommentieren, daß jede antiisraelische Hetze (ich wähle diesen Ausdruck bewußt) eine Fortführung der NS-Propaganda und Versuch einer weiteren Shoah ist.’

      Du meinst es wahrscheinlich gut. Wolltest Civilcourage zeigen und sich dem Antisemitismus entgegenstellen. So bin ich auch aufgewachsen, bis ich die andere Wirklichkeit gesehen und besser verstanden habe. Civilcourage hat der Bundespräsident auch eingefordert.

      Im internationalen Sprachgebrauch spricht man von den besetzten palästinensischen Gebieten. Ich würde einmal versuchen zu verstehen was es bedeutet besetzt zu sein und welche Auswirkungen das auf ein besetztes, von einer militärischen Macht kontrolliertes und enteignetes Volk hat. So wie man die Palästinenser heute behandelt, so muss es früher den Juden ergangen sein. Du befindest dich auf einem falschem Gleis. Und Luther hat auf diese Debatte keinen Einfluss mehr. Es geht um Rechte, Menschenrechte und Freiheit. Ein Volk bestimmt über das Leben eines anderen Volkes. Das ist Unrecht!

  20. Nicht erwähnt wird in der Erklärung, wer für welche Bereiche im Westjordanland für die Wasserversorgung verantwortlich ist, nicht erwähnt wird in Ihrer Erklärung, wie hoch die Summe ist, die an Strom und Wasserrechnungen von Seiten der Palästinenser an Israel offen sind, nicht erklärt ist in Ihrer Erklärung, warum nicht einfach jeder irgendwo einen Brunnen graben kann, wie er will (Beispiel Gaza ab 2005 und die Folgen), nicht erwähnt wird in ihrer Erklärung, das Herr Clemens Messerschmid auch der Israel feindlichen und radikal islamischen Plattform Muslim-Markt Rede und Antwort steht, nicht erwähnt in Ihrer Erklärung, das Wasser auch aus Jordanien geliefert wird, nicht erwähnt wird, ob die Wasserrohre wirklich repariert wurden oder noch oder wieder kaputt sind “Als wir gedreht haben, galt der Rohrbruch als repariert” Überprüft wurde das nicht? Immerhin galt der Vorwurf das Wasserabstellens schon mal, und zeigte sich als Falsch, weil es eben diesen Rohrbruch gab. Und jetzt in der selben Gegend das selbe wieder?
    Naja, Israel ist Schuld, FERTIG!!!

    Stattdessen Entschuldigen sie sich nur dafür, das es an Experten aus Israel mangelte. Ja, das ist richtig, aber es ist sicher nicht das erste mal, das es so ist.
    Es ist ja nicht so, das Ihre Berichte über den nahen Osten das erste mal durch Einseitigkeit und anti israelische Tendenzen negativ auffallen. Es ist nicht das erste mal, dass es Briefe und Mails an sie hagelt, weil sie Tatsachen bewusst verschweigen, die aber für eine faire offene Berichterstattung dazu gehören würden.
    Ach, eins noch … würden sie Kritiken auf ihrer Facebook Seite verfolgen, würden sie wissen, dass das Zitat von Frau Michaela Engelmeier auf der Facebook Seite der Tagesschau unter dem entsprechenden Video zu finden ist.

    “… ”

    Ich hoffe, sie überdenken ihre Art der Berichterstattung über den nahen Osten endlich. Ich weiß, das Israel nicht die immer braven sind, sicher nicht, aber was sie aus dem Land teilweise machen, geht gar nicht.

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  21. Vielleicht sollte man erwähnen, warum Palästinenser nicht selbst nach Wasser graben dürfen.
    Als Gaza an die Palästinenser vor vielen Jahren zurückgegeben wurden, begannen viele, selbst nach Wasser zu graben. Folge: der Wasserspiegel sank, die dadurch entstandenen Hohlräume durch Salzwasser geflutet. Ergo: Wasser nicht trinkbar + dass in den Ladungen für die Palästinenser von der Türkei kommend, in denen sich Brunnen befanden, Waffen gefunden wurden.
    Was schlussfolgern wir also daraus?
    Nicht zu vergessen, dass gerade in Ramallah (wo gerade für Abbas eine 16 Millionen Dollar Residenz) gebaut wird, am meisten Wasser ankommt und verbraucht wird. Warum? Weil die oberste Riege der PLO nicht auf Wasser verzichten möchte.

  22. Es hätte eine gewisse Grösse gehabt, einfach zu sagen: wir haben das nicht richtig selbst recherechiert, entschuldigen uns, recherchieren richtig und bügeln die falschen Informationen wieder aus. Aber wie immer: WIR machen keine Fehler, haben gut recherchiert und holen uns als Argumentationshilfe weitere schlecht recherchierte, oder tendentiös belastete Quellen. Messerschmidt’s Vita klingt schön, täuscht gekonnt über seine Haltung hinweg und erzäht nichts darüber, wie seine Einsätze gelaufen sind. Eine echte Berichterstattung über das Thema Wasser tut Not, eine die die Situation analysiert, die die echten Probleme anspricht und die Schuldigen dafür beim Namen nennt. Aber es ist leichter, immer wieder ins selbe Horn zu blasen.

    • @Wolfgang Panzer, welche Haltung sollte man denn gegenüber einer militärischen Verwaltung und einer Besatzungsmacht einnehmen, die den Menschen in der West Bank das Leben nicht gerade angenehm macht, die für alles mögliche immer wieder eine Erlaubnis einholen müssen um Leitungen zu legen, Reparaturarbeiten durchzuführen, Bohrungen vorzunehmen und dann doch immer wieder abgewiesen wird. Was ist das für ein System, dass es nicht einmal erlaubt Zisternen zu bauen um Regenwasser aufzusammeln. Der Bericht vermittelte mir klar die Situation, sprach das Problem an und nannte den Schuldigen beim Namen und hat damit nur eigene Erfahrungen bestätigt. Ich finde du solltest dich einmal ein bisschen mehr anstrengen, um zu verstehen, was Besatzung und Kolonialisierung eines Landes für eine dort lebende Bevölkerung wirklich bedeutet.

  23. Sehr geehrter Herr Rosch,
    Sie haben in netten Worten Ihren Beitrag verteidigt. Da Sie in dem Beitrag auf ein Einzelschicksal hinweisen und dieses ausführlich erklären (auch wir holen 1 x die Woche Mineralwasser aus dem Supermarkt) machen Sie nicht die korrupte PA verantwortlich, sondern den Staat Israel. Dazu sollten Sie eigentlich Stellung nehmen. Ihre einseitiger und unqualifizierter Beitrag mit dubiosen Spezialisten, die auch in Hetzforen nach Aufmerksamkeit schreien, ist durch Ihre plumpe Erwiderung nicht entlastet.
    Ich erwarte Ihre Stellungnahme zur offiziellen Darstellung.

    ” … ”

    …. noch immer aktuelle Studie des “Begin-Sadat Center for Strategic Studies” zur Wasser-Situation im Westjordanland vom Januar 2012 .

    ” … “

  24. Sehr erhellend ist der ausführliche O-Ton, den der Journalist, Herr Rosch, vor 3 Tagen auf Twitter gepostet hat. Er fragt wieder und wieder ähnliche, tendenziöse Fragen und muss sogar bei seiner Bemerkung, dass die Israelis sogar ein Geschäft mit der Wasserknappheit der Palästinenser machen würden von seinem Gesprächspartner gebremst werden.
    Die trotzig anmutende Stellungnahme zu dem Beitrag vermag nicht zu überzeugen.
    a) Der Hydrologe Clemens Messerschmid ist politisch engagiert. Er ist Anhänger der Intifada – wenn auch “nur ” der elektronischen: ” … ”

    b) Die lapidare Entschuldigung, der anderen Seite wegen eines jüdischen Feiertags kein Gehör verschafft zu haben, läuft ins Leere. Der pro-palästinensische Aktivtist Messerschmidt wurde wahrscheinlich am 11.8. interviewt. Da hätte es genug Zeit gegeben, andere Stimmen zu hören.

    c) Zur fachlichen Frage der Wasserverteilung kann ich wenig sagen, außer, dass in den palästinensisch kontrollierten Bereichen – und gerade das lt Hydrologen wasserreichere als London seiende Ramallah liegt da drin – der Brunnenbau keinen israelischen Beschränkungen unterliegt. Die negativ geschilderten israelischen Landwirte verwenden wieder aufbereitetes Wasser (Israel hat die weltweit höchste Wasser-Recyclingquote) und eben KEIN Trinkwasser.
    Weitere offizielle Details hier: botschaftisrael.de

    d) Subtiler wird es, wenn man sich den Bericht hinsichtlich seiner emotionalisierenden Machart ansieht: Vom süßen, blitzsauberen Mädchen (kann nach dem Feriencamp nicht duschen), bis zum vertraut wirkenden, deutschen Fachmann ist alles ein perfekter ” … ” Clip.
    Das Antwortschreiben ist ebenfalls emotionalisierend strukturiert: Pseudo-Dank fürs Feedback und dann ein Argument nach dem anderen Abschütteln. Bis schließlich zur Drohung, dass man auch Swimmingpool-Bilder von Siedlern zeigen könne. Stimmt! Hätte man.

    e) Michaela Engelmeier, MdB hat mit Ihrer pointierten Meinungsäußerung Recht und ich hoffe, dass ihr noch andere folgen werden.

    f) Ich hatte mir von der Stellungnahme (vielleicht naiverweise) etwas in dieser Richtung erhofft : da ein ein “Experte”, von dem wir nicht wussten, dass er Politaktivist ist, uns eine so eindeutig wirkende Story präsentierte und wir den Fehler gemacht haben, uns emotional zu sehr mitreissen zu lassen, haben wir versäumt, etwas genauer hinzusehen. Aber Pustekuchen, ” … ”

    Schade letztlich auch, dass ein so polarisierender Bericht keinen konstruktiven Beitrag zur Annäherung beider Konfliktparteien bringt. Es GIBT ein Wasserproblem, dessen Linderung ein gemeinsames Ziel von Israelis und Palästinensern sein sollte. Ein solcher Bericht eskaliert aber: Er füttert das Narrativ der einen Seite und vergrätzt in seiner Einseitigkeit die auf der anderen Seite, die zuhören wollen.

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  25. Sehr geehrte Damen und Herren vom ARD,

    Ich als Jude war äußerst erschüttert über Ihre einseitige Darstellung zu Gunsten der Palästinenser bzw. Araber.
    Sie stellen stets und IMMER Israel als Besatzungsmacht hin, obwohl das unser Heimatland ist. Winzig klein, aber die einzige Heimat von uns Juden, seid der Shoah, also der totalen Vernichtung unseres Volkes, durch Euch Deutsche! Vielleicht sollten Sie mal vor Ihrer eigenen Türe kehren.
    Ja seid der Wiedervereinigung mit der DDR, die immer gegen uns (Israel) war und die Palästinenser (Araber) unterstützt hat mit Waffen und Geld, ja die RAF und die PLO gefördert hat, ist nun das große Deutschland gegen Israel!
    Hitler würde sich sicher sehr darüber freuen, und in seinem Grabe vor Freude hopsen!!!
    Schämen sie sich eigentlich nicht, so einen jämmerlichen Kommentar hier abzugeben?
    Tut mir leid, aber objektive Berichterstattung sieht völlig anders aus!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralph Madàch

    • Tja Israel ist aber eben Besatzungsmacht und Palästina ist eben auch das Heimatland der Palästinenser. Die Shoah rechtfertigt sicher nicht die Verbrechen der Zionisten hunderttausende Palästinenser zu vertreiben, tausende zu ermorden und Millionen zu unterdrücken.

      Kein Jude der Welt hat mehr Anspruch in Palästina zu leben als die vertriebenen Palästinenser und ihre Nachkommen!

      Wäre Deutschland gegen Israel würde es sicherlich nicht andauernd atomwaffenfähige Atom-U-Boote an Israel liefern.

      Und von welcher einseitigen Darstellung sprechen sie? Ihr Kommentar ist hier das einseitigste!

    • @Ralph, Nein, Deutschland ist nicht gegen Israel, sonst Israel ist gegen Israel. Israel wird immer als Besatzungsmacht bezeichnet, solange es diesen Status aufrechterhält. Ich würde sogar Israel als einen Apartheidstaat benennen. Einfach, weil er eine einheimische Bevölkerung vertrieben hat, zu Flüchtlingen im eigenen Land gemacht hat, es enteignet und kontrolliert. Die Palästinenser haben auch ein Heimatland und das kann man nicht einfach ausradieren wollen. Wer den Wasserhahn abdreht muss sich den Vorwurf gefallen lassen, ungerecht und willkürlich zu handeln.
      Die richtige Lehre aus der Vergangenheit zu ziehen wäre sich dafür einzusetzen, dass Menschen (Juden und Araber) in Frieden und Freiheit miteinander leben können. Es fehlt an ernsthaften Bemühungen. Das ist was beschämend ist.

    • @BlaBla Leider übernehmen Sie einfach unreflektierte Propaganda. Das Land war NIE Palästinensisches Land, es gab bis 1962 NIE ein Palästinensisches Volk. Ich erlaube mir hier für Ihre Information einen kurzen Abriss der Historie wieder zu geben. Es wäre schön, wenn Sie sich die Zeit nähmen, das mal zu lesen, nachzuprüfen und Ihren Standpunkt zu überdenken. Auch die Millionen, die angeblich ermordet werde, sind eine Fama- einer genaueren Überprüfung hält nichts davon stand.
      Das historische “Palästina” war ein Gebiet, das heute Teile Syriens, ganz Jordanien, und Israel einschliesslich Gaza und Judäa/Samaria (das Gebiet, das heute Westbank genannt wird) umfasst. Also ein riesiges Teil. Auf diesem Gebiet, und bis weit in andere Länder des nahen Ostens lebten – seit fast immer schon; genauer: seit der Römerzeit! – Araber und Juden, die alle entweder Araber oder Israeliten genannt wurden. Es gab noch keine Palästinenser. Das Land gehörte den Türken, die es etliche hundert Jahre zuvor von den Römern eingenommen hatten, die es – wieder etliche hundert Jahre davor von den Juden eingenommen hatten. (Das war kurz vor der Zeit Jesus, der ja bekanntlich auch Jude war – das gesamte alte Testament spielt in dem Gebiet, und das war ja bekanntlich lange vor der Zeit, als Mohammed lebte – soviel zum historischen Anspruch. Die umstrittene Al Aksa Moschee ist AUF DEN RUINEN eines Tempels gebaut.)
      Zur Namensgebung kann man noch kurz erklären, dass das gesamte Gebiet in Biblischen Zeiten Judäa hiess, und von Kaiser Hadrian, als er die Juden besiegt hatte dann Syria-Filistina genannt wurde, in Erinnerung an die Philister, ein Stamm, der von den Juden besiegt worden war, und den es schon damals nicht mehr gab. (Und der, nebenbei gesagt, nichts mit heutigen Palästinensern zu tun hat!) Die Vorläufer der “Türken” – besiegten später die Machthaber, und das Gebiet gehörte über Jahrhunderte zum Ottomanischen (auch : Osmanischen) Reich.
      Dann bekamen diesen gesamten, riesigen Landstrich die Briten zugesprochen und nannten es “Britisches Protektorat Palästina” – hier taucht der Name, etwas verballhornt, zum zweiten Mal wieder auf. Sie nahmen den Begriff “Syria” für einen anderen Teil des Landes und nannten den Rest: Britisches Protektorat Palästina.
      Die Briten haben dieses Land vom Völkerbund bekommen, und zwar NUR weil sie versprochen hatten, dass sie darauf wieder eine “Jüdische Heimstatt” errichten, wie sie früher dort war.
      Zu dieser Zeit wollte nämlich niemand das Land haben, es war eine Wüste mit ein paar Beduinen darin, und etlichen, (nebenbei Palästinenser genannten!) Juden, die Land dort gekauft hatten und es besiedelten und versuchten, es urbar zu machen.
      So, jetzt sind wir um 1920, die sogenannte Balfour Deklaration versprach bereits 3 Jahre zuvor, das Land den Juden zu übereignen, aber es geschieht erst mal lange nix. Dann bricht der 2 Weltkrieg aus, und der Chef der Araber in dem nun Palästina genannten Gebiet (immer noch: das heutige Jordanien, ein kleiner Teil von Syrien und das, was heute Israel und die “umstrittenen Gebiete” ist ), der Mufti von Jerusalem, macht einen Pakt mit Hitler: Er will auch bei sich alle Juden weg haben, und bietet Hitler Freundschaft und Hilfe an, die dieser auch gerne annimmt. Aber man darf auch nicht vergessen, dass das gesamte Land damals ziemlich dünn besiedelt ist, nur sehr wenige Menschen und knapp gleich viel Araber und Israeliten, bzw zugesiedelte Juden, die das Land auf dem sie lebten aber legal gekauft hatten!
      Nach 1945 wird klar, was mit den Juden geschehen ist, und die Briten bekommen viel mehr Druck von der Weltgemeinschaft, endlich ihr 1917 gegebenes Versprechen des Jüdischen Staates wahrzumachen. Die Briten sind aber erstens (bekanntlich bis heute) nicht die grössten Judenfreunde, und waren vor allem längst schon den Haschemiten im Wort, und hatten bereits das Land in 2 sehr ungleiche Teile, geteilt, von denen einer rund 75% und der zweite rund 25 % hat. Der grössere Teil, damals Cisjordanien oder Transjordanien, genannt und der kleinere Teil, welcher dann also auf Druck der Völkergemeinschaft nochmals geteilt werden sollte – einen weiteren Teil für die Araber und einen Teil für Israel. Es gab verschiedene Angebote – nie wurde darauf gepocht, dass die Araber mit Jordanien (und Syrien) ja eh schon die grossen Brocken hatten, irgendein Palästina bauen sollten, denn es GAB keine Palästinenser – jedes einzelne Angebot wurde immer von den Juden angenommen und von den Arabern abgelehnt. Durch diese stete Ablehnung der Araber der ihnen angebotenen Gebiete verfiel übrigens der Völkerrechtliche Grenzbeschluss, weswegen de facto und de jure sowohl Gaza als auch das heute so genannte Westjordanland – also Judäa/Samaria – offiziell nach wie vor zu Israel gehören!
      Die Juden nehmen an, und bieten allen Frieden und Zusammenarbeit in ihrer Gründungsdeklaration an.
      Die Araber beginnen, noch am Tag des Aufrufs zu einem eigenen Staat, Israel anzugreifen, und zugleich vertreiben und ermorden sie um die 800.000 Juden in den arabischen Ländern, zB im frisch errichteten Jordanien, dem Land, das ja nun den Arabern – also den nachmaligen Palästinensern – gehören sollte.
      Zugleich sagen sie den Israelischen Arabern, diese sollten schnell das Land verlassen, denn die Juden würden alle umbringen – aber nach dem kurzen Krieg, wenn Israel dann weg ist, könnten sie ja eh zurück kommen und bekämen noch mehr Land. Daraufhin verlässt eine riesige Menge Araber das Land, und ja, viele tausend werden auch in Kriegshandlungen ermordet – insgesamt sind es mit 700.000 Vertriebenen und Ermordeten allerdings rund 100.000 weniger, als Juden aus den Arabischen Ländern vertrieben und ermordet wurden. (Und das kurz nach WW2, nebenbei gesagt, wo auf dem alten Kontinent weitaus mehr Menschen ihrer Heimat verlustig wurden, und zu einer Zeit als, noch wichtiger: die Doktrin der ethnisch reinen Gebiete weltweit – damit es keinen Krieg mehr gäbe – erfunden wird. Man denke nur an die Vertreibungen von Deutschen aus den Ländern, die um Deutschland herum liegen – das waren viel grössere Zahlen und bis heute sind diese Menschen längst nicht mehr “Flüchtlinge”.)
      Dennoch, die arabische PR ist besser und die Legende der Nakhba beginnt.

      Ein nicht so kleiner Teil der Araber kehrt übrigens direkt nach dem ersten Krieg nach Israel zurück und macht ganz normal mit seinem Leben weiter, weil sie merken, dass die Juden niemanden umbringen. Heute leben rund 1,3 Millionen Araber in Israel, sie haben exakt die gleichen Rechte wie die Israelis und gut 70% davon möchten nach jüngsten Umfragen nicht unter arabischer Regierung leben sondern sind sehr froh, in der einzigen Demokratie der gesamten Gegend zu leben.
      Die Haschemiten, die Jordanien errichtet haben – also den Teil des Protektorats, der für die Araber gedacht ist – die Haschemitenherrscher sperren die aus Israel geflüchteten Araber in Lager, diese Menschen haben bis heute kein Wahlrecht, und leben als Flüchtlinge, und zwar 42 Jahre später noch – ein Vorgang, der in der ganzen Welt sonst nirgends vorkommt, auf der ganzen Welt sind Flüchtlinge spätestens ab der nächsten Generation Staatsbürger des jeweiligen Landes. Nur die sogenannten Palästinenser sind die einzigen Flüchtlinge, die ihren Status weiter vererben können – übrigens, interessanter Fakt am Rande: nur über die Männliche Linie.
      In dem Krieg direkt nach der Staatsgründung Israels gewinnt Jordanien das Gebiet, das nun noch Judäa und Samaria heisst, besetzt es (!) und nennt es – natürlich – Westjordanland. In dieses Gebiet fallen auch etliche Städte, die den Juden heilig sind, die in der Bibel vorkommen wie zB Hebron (auch christliche Städte wie Betlehem, übrigens). Heute sind 70% der Juden aus Hebron und 65% der Christen aus Betlehem von den Arabern vertrieben worden. Die anderen leben in Angst.
      Ägypten erringt in diesem Krieg Gaza und besetzt es ebenfalls. Dann kommt der nächste Krieg und Israel gewinnt sowohl Gaza (wir erinnern uns: in der Bibel als jüdisches Land erwähnt!) als auch das nunmehrige Westjordanland zurück. Erst seit DIESEM Krieg heisst das Land “besetzt” – aber de facto gibt es nach wie vor den niemals geänderten Völkerrechtsbeschluss, der Gaza und Judäa/Samaria als zu Israel gehörig definiert. De jure ist das Gebiet also nicht mal besetzt – es wird nur durch ständige Wiederholung dieser Geschichte immer mehr zum anerkannten Tatbestand. (Ein bisschen so, wie man heute “schlecht” nicht mehr als “gut” empfindet, das Wort bedeutete aber über Jahrhunderte “gut” – noch erkennbar an Worten wie “schlechthin” oder “schlechterdings”. Man sieht also: durch ständige Wiederholung einer falschen Bezeichnung ändert sich das Verständnis – ähnlich ist es mit dem “besetzt”)
      Nachdem Israel auch den Sinai im Krieg gewinnt und ihn aber – im Austausch für Frieden und obwohl man Öl darauf vermutet – an Ägypten zurückgibt, gibt Ägypten auch offiziell Gaza an Israel zurück, zumal es in Gaza nach wie vor Terror auch gegen Ägypten gibt, und die Ägypter sich das nicht antun möchten. (Ägypten hat übrigens die Grenze zu Gaza bis heute noch viel hermetischer abgeriegelt, die lassen nicht mal Tag für Tag Güter des täglichen Bedarfs durch. Sie machen auch rigoroser Häuser und Terrortunnel platt und erschiessen Palästinenser – aber davon liest man hier kaum was.)
      Die Geschichte geht noch eine Weile weiter, aber im Grunde ist hier bereits die ganze Erklärung: Eine Seite operiert mit Lügen, weil sie der anderen Seite nicht mal ein kleines, minikleines Stück Land gönnen will – obwohl sie längst das viel grössere haben. Aber sie wollen – und das sagen sie tagtäglich, nach jedem einseitig von Israel unterzeichneten Friedensabkommen, nach jeder Landrückgabe – immer! – Sie wollen Alle Juden weg haben. Drunter machen sie’s nicht.
      Diese gesamte Geschichte: Vertreibung auf beiden Seiten, Teilung in eine grössere und eine kleinere Hälfte – Das ist die wahre Geschichte. Erzählt wird aber eine andere, als ob die Juden da einfach hingekommen wären, so wie andere Leute nach Italien fahren und dann einfach dort bleiben. Das stimmt einfach nicht. Schon die originalen Namen (Judäa, Jerusalem, das klar eine jüdische Stadt ist, und nicht zuletzt die Tatsache, dass die Al Aksa Moschee auf den Resten des alten Tempels gebaut ist – all das beweist, dass Juden lange vor den Arabern da waren.
      Dass Herr Arafat 1962 noch den Begriff “Palästinenser” gekapert hat, um seine Leute so zu benennen, ein Begriff, der seit der Britenherrschaft für dort lebende Juden verwendet wurde, (und den es davor nicht gab!) das ist nur noch das Tüpfelchen auf dem i der gesamten ungerechten Wahrnehmung.
      Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die aber allen passt, weil es ja mit den Juden das perfekte Arschlochvolk für alle Tage gibt.
      Und so plappern auch Sie gerne von den Millionen Toten, lesen ungerührt Überschriften wie “Israel droht mit Selbstverteidigung” und “Israel bricht Waffenstillstand nach Beschuss ” und denken nicht eine Sekunde über diese Art der Propaganda nach.

    • Sehr geehrter Herr Medach,

      Sie sprechen mir aus dem Herzen, obwohl ich in der DDR aufgewachsen bin und mich eigentlich angegriffen fühlen müsste. Aber ich habe den Beitrag auch gesehen und war sehr konsterniert und fragte mich: diese Einseitigkeit, aus welchem Hass mag die kommen?

      Ich habe mich immer dagegen gewehrt, Kritik an Israel und Antisemitismus gleich zu setzen. Aber allmählich fange ich an, zu glauben, dass da etwas dran ist. Wahrscheinlich denkt der Redakteur auch noch, dass er sehr mutig war, gefährliche Wahrheiten auszusprechen. Dabei schwimmt er nur im breiten linken deutschen Medienmainstream, der Redakteure wie ihn massenweiser Produziert Ich bin selbst auch Journalistin, und auch bei uns in der Redaktion herrscht ein subkutan israelfreindliches Klima, das mich noch mehr nervt, als die ebenfalls nervige “Holocaustkeule”. Letztes Jahr, in Israel, habe ich von alldem nichts gespürt. Aber hier in Deutschland…

      Der deutschen Journalismus ist verkommen. Er ist unfrei. Er unterdrückt abweichende Meinungen. Ich wundere mich nicht über den Vorwurf der Lügenpresse.

      Einen schönen Abend und Shalom

    • Nein, RM Es ist nicht Ihr Heimatland.
      Israel wurde 1948 in international anerkannten Grenzen gegründet. Alles darüber hinaus ist NICHT Israel und kann also auch nciht Ihr Heimatland – Sie der Sie nciht einmal in Israel geboren sind oder wohnen – sein.

      Nicht immer jüdische Religionshistorie mit heutiger Politik verwechseln. Ansonsten wäre die Regieon wohl eher poersisch, griechisch oder römisch.

    • @ sandra kreisler, meint blabla übernehme einfach unreflektiert palästinensische Propaganda und es gab nie ein palästinensiches Land und kein palästinensiches Volk. Ich verstehe deine Erregung, aber ich kenne Menschen, Palästinenser, die und deren Vorfahren schon lange in Israel / Palästina gelebt haben ( lange bevor 1962). Ich habe deren Häuser gesehen in denen heute aber Juden wohnen. Israels Nationalbibliothek ist gut bestückt mit Büchern und Schriften die aus palästinensischen Häusern stammen, dessen Bewohner vertrieben wurden, geflohen sind und die trotz UN-Resolutionen (die Israel den Staat Israel zusprach) nicht in ihre Heimat zurückkehren durften. Was zählt sind Menschen, nicht irgendwelche administrative Formationen. Und Menschen darf man nicht einfach verjagen und deren Land kolonialisieren. Darum geht es. Millionen von Menschen werden durch eine Militärmacht kontrolliert und unterdrückt. Hunderttausende leben in Flüchtlingslagern. Und das soll rechtens sein? Soll ein Volk weiterhin über ein anderes Volk ohne Einspruch bestimmen dürfen?

    • Das was am meisten weh tut, ist das man für so Unsachliche und Parteiische Berichterstattungen eine Menge Geld an Gebühren zahlen muss.Völlig inakzeptabel !

    • Lieber Herr Madàch,

      tut mir Leid, dass Sie das so empfinden. Israel wird aber leider immer als Besatzungsmacht dargestellt, weil das Land eine Besatzungsmacht ist und das Leben von 4,5 Mio. PalästinenserInnen nahezu komplett kontrolliert — von der Wasserversorgung zu Bewegungsfreiheit, Einfuhrrestriktionen, administrativen Verhaftungen bis hin zu Baugenehmigungen, etc. So ist das leider mit den Fakten, sie sind nicht immer schön.

  26. Warum zeigt man in der Tagesschau einen schlecht bis gar nicht recherchierten Bericht

    Das bei Facebook Suche eingeben
    Bzw Michaela Engelmann und man findet es auch.

  27. Ich finde mich damit ab immer wieder in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden. Deswegen ist mein Kommentar von vielen Lesern hier gar nicht erwünscht. Aber auch ich wundere mich immer wieder mit wieviel Gleichgültigkeit und Einseitigkeit Kommentatoren auf das Thema Israel-Palästiana reagieren. Genau, hier wurde ein Nerv getroffen, der das Problem der Besatzung recht gut und verständlich wiederspiegelt. Dabei ist Wasser ja nur ein Aspekt einer im Grunde verabscheungswürdigen Behandlung von einem anderen Volk. Ich verstehe gar nicht, dass man auch auf politischer Ebene sich so feige zu diesem Thema verhält. Da ist vieles in Palästina nicht so wie es sein sollte. Aber man kan die Welt nicht mit Untertänigkeit und Unterdrückung verbessern.

    Ich habe mich schon vor der ARD-Stellungnahme kritisch zu dem Kommentar von Ulrich Sahm geäussert. Wie von mir kritisiert hat er sich in keiner Weise in seinem Wasserkommentar zum Thema Besatzung geäussert. Das ist ein Phänomen, dass ich immer wieder beobachtet habe. Wer sich in Tel Aviv oder West- Jerusalem lange aufhält, ohne sich auch einmal in die West Bank zu bewegen, der verliert schnell das Gefühl für die Realität der Besatzung und für die Menschen, die darunter leiden. In wieweit militärische Zensur oder die jährlich einzuholende Pressekarte hier mit hineinspielt, das anzumerken wäre wahrscheinlich eine ungerechte Unterstellung.

    Was Michaela Engelmeier angeht, da soll sie sich einmal bei Sigmar Gabriel erkundigen, was der meint. Als Gabriel vor einem oder zwei Jahren die West Bank besuchte (u.a. Hebron), konnte er sich die Bemerkung Israel als einen Apartheidstaat zu bezeichnen, nicht verkneifen. Zu Hause angekommen, hat er dann zurückgerudert, wie das ja fast alle öffentliche Personen tun, wenn sie das was sie gesehen und erlebt haben wieder in den Abfalleimer der politischen Correctness werfen. Deswegen dauert dieser Konflikt immer noch an und einer ehrlichen Vergangenheitsbewältigung ist man immer aus dem Weg gegangen. Dabei sind alle diplomatischen Missionen und relevanten Ministerien bestens informiert. Viel scheinen wir aus der Vergangenheit nicht lernen zu wollen!

    Ich finde die Stellungsnahme des ARD-Büros gut und lobenswert.

    • Besatzung? Wer lebt denn in diesem Gebiet länger. Juden oder Araber. Studieren Sie die Geschichte dieses Landes vor dem ersten und zweiten Weltkrieg. Dieses Land wurde seit der Zerstörung Israels durch die Römer weiterhin von Juden bewohnt.
      Wenn Europa nicht aufpasst dann sind auch Deutschland und alle anderen europäischen Länder Besatzer im arabischen Land. Spätestens in 50 Jahren da die Deutschen und Franzosen usw. Sich nicht so vermehren wie unsere arabischen Freunde. Nur weil die Palästinenser behaupten es wäre ihr Land, ist es das nicht. Israel kann mit den Arabern leben, aber die Araber nicht mit Israel. Wer ist der Aggressor? Wer veruntreut Millionen von Hilfsgeldern für die Palästinenser? Die eigene Regierung die sich Residenzen für 16 Millionen Dollar bauen lassen. Fragen sie mal einen Palästinenser nach einer Karte mit einer zwei Staaten Lösung. Sie werden keine bekommen auf der Israel zu finden wäre. Aber für das schwarze Gold wurden sogar unsere Geschichtsbücher umgeschrieben…. Armselige Welt….

    • Ja, es muss eine armselige Welt sein, die glaubt, nur weil die jüdische Religion bereits vor 2000 Jahren in dieser Region aktiv war, wären andere Religionen nicht berechtigt dort zu leben.
      Alle Zeiten haben dort nicht nru Juden gelebt, sondern weitaus mehr Jahrhunderte war die Region Teil des Römischen Reiches, der Perser oder der Griechen.
      Das Judentum, war immer nur eine Religion unter vielen dort.
      Viele der Juden, die in dem Gebniet weiterlebten traten zum Islam oder zum Christentum über.
      1930 waren gerade einmal 5% der Einwohner Palästinas jüdischen Glaubens.
      Hört doch auf, den Palästinensern ihr Existenzrecht wegzulügen.

    • Wie schön Sie doch hier immer wieder die Schlagworte wie Besatzungsmacht oder Apartheitsstaat unterbringen.
      Wissen Sie eigentlich was Apartheit ist?
      Apartheit ist: Wenn man nur so viel Baumaterial nach Gaza hineinlässt, dass es nur für den Tunnelbau langt, nicht aber für Wohnhäuser!
      Apartheit: Wenn die Moslems die Juden auf dem Tempelberg nicht beten lassen.
      Apartheit: Die Araber möchten Palästina judenrein haben
      Apartheit: Israelis, Männer wie Frau müssen zum Militär, Araber nicht!
      – Wer weiß davon, dass die Palästinenser in ihrem Staat keine Juden dulden, dass aber in Israel Arabisch die zweite Amtssprache ist?

      Ein kleiner Tipp an Sie von Heinz Erhard: “Sie sollten nicht alles glauben, was Sie denken.”

    • “Wer weiß davon, dass die Palästinenser in ihrem Staat keine Juden dulden”

      Falsch, Juden werden nicht nur geduldet sondern sind willkommen. Nicht geduldet werden zionistische Rassisten! Das ist ein riesen Unterschied, den sie nicht zu kennen scheinen. Also ich bin mit 2 Jüdinnen durch die Westbank gereist. Beide hatten rein gar keine Probleme und es gibt noch zig andere Juden die sich z.B. den Palästinensischen Freitagsdemonstrationen anschließen. Diese Juden sind sehr willkommen. Jeder der sich für Gerechtigkeit einsetzt ist willkommen. Nicht willkommen sind Besatzer und Kolonialisten, die die einheimische Bevölkerung vertreiben und ihr Land stehlen wollen!

      Ich kann immer wieder nur wiederholen, dass die aus Europa flüchtenden Juden zuerst völlig problemlos in Palästina aufgenommen wurden und der Widerstand erst begann nachdem die Absichten der radikalen Zionisten klar wurden, dass diese planten die muslimische Mehrheit zu vertreiben und sich das Land unter den Nagel zu reißen!

  28. Die Redaktion hat Ihren Job einfach nur richtig gemacht,
    die Leute die sich darüber aufregen sind teilweise selbst einfach nur ” … ”
    die sich in Facebookgruppen zusammenfinden um sich gegenseitig die Links zuschustern mit denen sie ihr einseitiges Weltbild gegenseitig bestätigen.

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  29. sie verschweigen bewusst, dass es auch Juden in Israel streng verboten ist Brunnen zu bohren. Sie verschweigen bewusst, dass es in israel selbst nicht genug wasser gibt und dass deswegen das land bereits 3 riesige entsalzungsanlagen gebaut hat. Sie verschweigen, dass israel riesige mengen wasser an jordanien liefert, dass es 80% der abwaesser mit hohen kosten wiedergewinnt und dass seitens der palos die abwaesser ungeklaert in den baecher nach israel fliessen lassen (zb Nablus) Und am schlimmsten, sie verschweigen die aktionen der Aegypter im Gaza die dort meereswasser in riesigen mengen ins equifer pumpen und es so unbrauchbar machen – aber das interessiert sie nicht. sie behandeln es wie innerfamiliaere vergewaltigungen – also – legitim

    • Und Sie verschweigen, dass es nicht um Israel, sondern um Palästina geht.

      Aber vielleicht, verdrängen Sie es ja auch nur, weil Sie gleuben 6 Millionen dort lebender Palästinenser hätten keine Rechte.

  30. Ich halte die ARD für ausgesprochen glaubwürdig! Zum einen decken sich die Informationen im Kern mit Berichten, die man auch anderen zum Teil nichtdeutschen Medien entnehmen kann oder sie stehen in einem logischen sozial, politisch und historisch belegbarem Kontext. Oft wundere ich mich über die Komentatoren von Berichten, die scheinbar völlig aus der Luft gegriffen Dinge behaupten und sie oft nur mit Pseudoargumenten untermauern, die einer näheren objektiven Betrachtung kaum stand halten. Und es tut mir leid aber mir drängt sich der Eindruck auf, dass viele nich so einfache Zusammenhänge vielfach scheinbar zu komplex sind, als dass sich eine große Zahl von Menschen ihnen auch nur im Ansatz nähern könnte. Diese selbstleugnende, umsichgreifende Mangelbildung ist aus meiner Sicht der Grund für die grassierenden Verschwöhrungstheorien, zu deren Selbstbildnis natürlich auch die Lügenpresse gehört. Bitte, bitte lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Berichten Sie weiter so engagiert und mutig aus den Brennpunkten unserer Zeit – die Wahrheit hat es so an sich, dass sie den Meisten nicht gefällt.

    • Ulrich Sahm war über Jahre hinweg Korrespondent für die ARD aus dem nahen Osten. Er ist für mich der glaubwürdigste was die Beurteilung und Kenntnisse dieses Landes und Konfliktes betrifft. Der Bericht war einfach nur schlecht und einseitig. Sechs! Setzen!!

    • @Ruth Schön, Ulrich Sahm sieht die Welt mit israelischen Brillen. Dabei kann man übersehen, dass nur wenige Kilometer von seinem Arbeitsplatz ein Volk mit Checkpoints, Mauern und Stacheldraht leben muss, das von einem anderen Volk enteignet, kontrolliert und verwaltet wird. Glaubwürdigkeit ist dann gegeben, wenn es den eigenen Vorstellungen entspricht?

    • Ulrich Sahm glaubwürdig? Sie sind ja putzig. Einseitigere Berichterstattung gibt es doch kaum. Vielleicht war er mal objektiver, aber das hat sich spätestens nach seiner Hochzeit mit einer Israelis geändert. Unparteiisch ist was anderes …

  31. Vorab lassen Sie mich erstmal erwähnen, dass es keine ‘Palestinensern’ gibt. In der Zeit vor der Gründung Israels gab es in diesem Gebiet Juden und Arabern – also waren die Juden damals auch schon Bewohner des Britischen Proktektorats ‘Palästina’ auch in diesem Sinne Palästinensern. Der Balfour-Act aus 1918? begründet mittlerweile seit fast 100 Jahre die Existenz des Staates Israel. Wenn Sie die Geschichte etwas erforscht hätten, wüssten Sie, dass es schon einen Palästinenserstaat gibt, nämlich das Königreich Jordanien. Der Gazastreifen wird von der terroristischen Hamas kontrolliert und die haben mehr Interesse an Waffenkäufe und Terrortunnel als an der eigenen Bevölkerung. Ich rate Ihnen dringend etwas objektiver über den einzigen demokratischen Staat in Nahen Osten zu berichten. Israel hat eine einzigartige Entsalzungstechnologie entwickelt wodurch auch natürlich das ‘Palästinensiche’ Teil der Bevölkerung mit ausreichend Wasser versorgt wird. Es leben mehr als 1 Million Muslime in Israel und die haben keinerlei Beschränkungen auf den Arbeitsmarkt oder in Ihre Bürgerrechte. Da kenne ich schon ein Paar STaaten in der direkte Umgebung, wo es anders aussieht. Haben Sie sich schon mal darum gekümmert ob die Bevölkerung von Somalia genug Trinkwasser hat???

    • @Derek, es ist eine interessante und oft gehörte Behauptung, dass es Palästinenser gar nicht gegeben haben soll. Man versteht daher besser warum es niemand aufregt einen Grossteil einer Bevölkerung vertrieben zu haben ( etwa 750.000 !!) und die Hälfte aller palästinensischen Dörfer (etwa 450 !!) zerstört zu haben. Eine palästinensische Kultur soll am liebsten auch ausgelöscht werden. Ist so ein Zusammenleben möglich? Mit welchem Recht kann ein Balfour über ein anderes Volk bestimmen ohne es zu befragen? Das Zeitalter der Kolonialisierungen gehört schon längst der Geschichte an.
      Aber heute beherrscht immer noch eine Besatzungsmacht ein palästinensisches Volk ohne dass ein Wunsch erkennbar ist, das zu ändern.

    • “Der Balfour-Act aus 1918? begründet mittlerweile seit fast 100 Jahre die Existenz des Staates Israel.”

      Da liegen sie falsch. Dort wurde die Gründung einer Heimstätte versprochen, nicht eines Staates und die Rechte der einheimischen Bevölkerung sollten gewahrt bleiben. Die Vertreibung, Massaker und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung hat die Balfour Deklaration nicht legitimiert und für dieses Verbrechen sollte Israel endlich Widergutmachung in Milliardenhöhe leisten und die Vertriebenen und ihre Nachkommen wieder zurück in ihre Heimat lassen!

  32. Sie haben alles richtig gemacht ( kommt ja nicht so oft vor, dass Sie über Palästina berichten (und wenn, dann nur negativ). Israel hätte, wie immer, alles geleugnet obwohl es für deren Terror Millionen Beweise gibt.

  33. Sehr geehrte Damen und Herren

    Sie machen grad weiter im gleichen Stil. Grosszügig hätten Sie darauf verzichtet, “den Wasserverbrauch der Siedler (z.B. Pools, intensive Bewässerung) zu zeigen”. Erlauben Sie die Nachfrage: Warum erwähnen Sie die Verschwendung durch schlechte Leitungen oder private Pools von Palästinensern, die Sie auch grosszügig zu zeigen verzichtet haben, nicht?
    Warum erwähnen Sie Zeitdruck, unter welchem Sie gestanden hätten, ohne einen Grund für diesen anzugeben? Seit wann erhalten Sie Stellungnahmen von israelischen Behörden in den Siedlungen und nicht in Jerusalem?
    Gibt man in ökonomisch schwierigen Zeiten Geld für eine Waschmaschiene aus, bloss um seiner Hoffnung Ausdruck zu geben? Sind “diese Menschen” so blöd?
    Warm geben Sie Herrn Sahm nicht die Möglichkeit, seinen Vorwürfe gegen Herrn Messerschmid zu belegen?
    Warum verlinken Sie den Beitrag von Herrn Sahm, auf welchen Sie sich beziehen, nicht?
    Warum entgegnen Sie nicht sachlich den einzenen Argumenten von Herrn Sahm, z.B. betr. der Übererfüllung der Osloer Verpflichtungen oder der Zerstörung des Wassersystems in Gaza?
    Empathie, sehr geehrte Damen und Herren, kommt zu Stande, wenn Informationen und Emotionen übereinstimmend und glaubwürdig sind. Das ist in ihrem Beitrag nicht der Fall. Empathie würde ich mir von einem Deutschen Fernsehen auch gegenüber den Juden und dem jüdischen Staat erhoffen, die mit dem jahrtausendealten, verlogenen Vorwurf der Brunnenvergiftung Leben (und sterben!) mussten und müssen. Ihre Glaubwürdigkeit verbessern Sie mit dieser Stellungnahme sicher nicht, die Sie mit dem überheblichen und zynischen Satz (“wir schätzen…. kenntnisreich…”) beginnen, ohne auf irgendeinen aus Ihrer Sicht kenntnisreichen Beitrag auch nur am Rande einzugehen.

  34. Würde man bei einer guten journalistischen Arbeit nicht erst mal
    ALLE Quellen sichten (1.Schritt), um diese dann zu bewerten (2.Schritt),
    um DANACH zur eigenen Publikation zu gelangen (3.Schritt) und ERST DANACH an die Öffentlichkeit zu gehen (3.Schritt) ?!

    Frau Glass, wenn Sie wirklich den Blog-Beiträgen Ihrer Kommentatoren zugehört hätten … wäre das vielleicht nicht passiert.
    Frau Glass, wenn Ihre Redakteure nicht nahezu täglich “Irgendetwas” publizieren müssten … wäre das vielleicht nicht passiert.
    Sie selbst haben Verantwortung!

    • Überlegen Sie sich mal, ob Sie den am 14.8.2016 gesendeten Bericht nicht freiwillig und an gleicher Stelle “korrigieren”
      (aber bitte nicht so, dass der Eindruck einer “jüdischen Weltverschwörung” oder “mächtigen jüdischen Lobby” o.ä., die Sie dazu gezwungen hat, resultieren könnte !).

    • Ja, ich glaube auch, es hätte von Vorteil sein können, die Kommentare im Vorfeld zu beachten. Die Gruppe, die hier regelmäßig schreibt ist klein und überschaubar, spiegelt jedoch eine Meinungsvielfalt wieder. Leider bekam man vermehrt das Gefühl, dass berechtigte und auch sachliche Kritik kaum beachtet wird, dass damit eigentlich, entgegen Ihren Aussagen, sehr oberflächlich verfahren wird und eine Reportage die nächste jagen musste. Das ist schade und was jetzt hier auf Sie einströmt, darum beneide ich Sie nicht. Aber ich gebe Lotte recht, es ist selbst verantwortet und deshalb kann es auch wieder besser werden. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team, aber auch uns, dass es das einfach wird.

    • @Lotte, der Wahnsinn nimmt kein Ende. Jetzt forderst du das ARD Studio auf eine berichtigte Version des Berichtes nach deinen Vorstellungen zu publizieren, aber es so aussehen zu lassen, als wäre die Einsicht von der Redaktion gekommen und nicht auf Grund des Druckes von aussen. Ist es wirklich undenkbar, dass sich eine Besatzungsmacht nicht als solche aufführt und in der Tat das Wasser eines unterdrückten Volkes kontrolliert und ungerecht verteilt? Es wird Wasser enteignet und nach eigenem Gutdünken verteilt. Es wird Land enteignet und illegal besiedelt. Ich habe Checkpoints in der West Bank gesehen, die von Soldaten bemannt sind. Ich bin an hohen Betonmauern vorbeigefahren, die Menschen trennen sollen. Ich habe verstanden, das ein Volk über ein anderes Volk die Kontrolle ausübt. In meiner Welt gehört das nicht zur Normalität. Viele Menschen scheinen sich daran nicht zu stören. Aber das ist wohl nicht so ungewöhnlich über das Unrecht das andere erleiden zu schweigen.

    • @Michael K
      Ich habe Bilder von Menschen in Israel gesehen die in Kaffees, in Autobussen, im Auto, in die Luft gesprengt wurden. Es waren darunter nur Zivilisten (Kinder, schwangere Frauen usw.)
      Erst als die Mauer und der Stacheldrahtzaun errichtet wurde,
      hat dieser Wahnsinn aufgehört.
      Eine Mauer kann man abreissen aber Tote nicht mehr zum Leben erwecken!!!!

    • “@Michael K
      Ich habe Bilder von Menschen in Israel gesehen die in Kaffees, in Autobussen, im Auto, in die Luft gesprengt wurden. Es waren darunter nur Zivilisten (Kinder, schwangere Frauen usw.)
      Erst als die Mauer und der Stacheldrahtzaun errichtet wurde,
      hat dieser Wahnsinn aufgehört.
      Eine Mauer kann man abreissen aber Tote nicht mehr zum Leben erwecken!!!!”

      Haben sie auch die toten Palästinenser gesehen? Kinder die von Bomben zerfetzt wurden oder durch weißen Phosphor verbrannt wurden, oder die Kindern denen israelische Soldaten Arme und Beine mit Steinen gebrochen haben. Nein? Dann scheinen sie nicht genug von dem Konflikt gesehen zu haben. Das israelische Zivilisten sterben ist schrecklich. Aber machen sie dafür nicht die Palästinenser sondern die israelische Besatzung verantwortlich! Die Palästinenser haben nicht gewollt, dass Millionen Juden aus aller Welt nach Palästina strömen und radikale unter ihnen anfangen Massaker an Palästinensern zu verüben. Machen sie die radikalen Zionisten verantwortlich, nicht die palästinensischen Opfer zionistischen Terrorismus!

  35. ,,,und wie schade, dass Sie nicht ordentlich recherchieren konnten, weil völlig unvermutet ein hoher israelischer Feiertag ausbrach, der Sie daran hinderte, mit “Siedlern”, und sogar, was sinnvoller gewesen wäre, mit einem Abgeordneten der Regierung zu sprechen. Was für eine jüdische Frechheit, ihnen mit Feiertagen einfach so Steine in den Weg zu werfen. Und wie typisch jüdisch, an einem Feiertag nicht mit Reportern zu sprechen… *ironie off*
    Ich fasse es nicht. Wenn man sich überlegt, dass wir alle anderen Geschichten und Nachrichten jetzt mit anderen Augen sehen, weil wir wissen, dass nichts recherchiert und alles Meinungsgespickt ist. Und die wundern sich dann, wenn ein Trottel vereinfachend “Lügenpresse” schreit?

    • … die eigentlich “hohen jüdischen Feiertage” kommen erst noch 🙂

  36. Auch die Israelische Botschaft in Berlin hat in ihrem Newsletter am 15.8. zu diesem ARD-Bericht Stellung genommen und bietet Links zu ausführlichen Hintergrundinformationen.
    Warum haben Sie das in Ihrer Stellungnahme nicht auch verlinkt?

    • @B.Ruth, danke für den Hinweis. Die Botschaft wird sicherlich auf ‘objektive’ Links hinweisen und versuchen einen Imageschaden begrenzen zu wollen. Die Botschaft wird sich kaum dafür entschuldigen, dass Israel immer noch Besatzungsmacht ist und es ganz natürlich findet, sich als Herr über den Wasserverbrauch eines anderen, einheimischen Volkes aufzuspielen.

    • @B. Ruth
      ich finde die Stellungnahme nicht. Was muss ich genau eingeben.
      Könnten Sie die Stellungnahme verlinken? Danke

    • @Renate: Hier ist die Stellungnahme der Israelischen Botschaft ” … ”
      Oder googeln: Israelische Botschaft Berlin Newsletter, dann Archiv, 15.08.2016. In der Stellungnahme gibt es weitere Links.

      Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  37. Schade, wieder eine Chance vertan, durch sauberen Journalismus zum Frieden der Völker beizutragen. Bei etwas Neutralität müsste man doch eigentlich die Einseitigkeit dieses Wasserberichts erkennen. Offenbar ist das nicht der Fall. Die ARD verteidigt noch die eigene Haltung. Schade. So werden Palestinänserfreunde noch entschiedener für ihre “Sache” eintreten und Israelfreunde an Antisemitismus denken lassen. Dabei sollte doch gut recherchierter Journalismus versuchen die Wahrheit herauszufinden. Die vielen z. T. fundierten Stellungmahmen zeigen, dass das wohl daneben ging. Liebe ARD, vielleicht kann man etwas daraus lernen? Ich meine, es wäre an der Zeit.

    • @Holzliebhaber, dazu lernen heisst, die richtige, die israelische Version der Besatzungsmacht zu bringen. Von welcher Neutralität wird hier denn gesprochen? Ich schreibe hier nicht weil ich pro-palästinensich bin, sondern den Bericht für sehr plausibel halte. Und wenn eine Besatzungsmacht den Wasserverbrauch zu Ungunsten eines unterdrückten Volkes verteilt, dann finde ich das ungerecht. Es ist das Unrecht, dass ich nicht akzeptieren will. Die Annahme, dass es sich hier um fundierte Stellungnahmen handelt, bezweifle ich – um es mild auszudrücken.

    • Sie wissen eigentlich nichts aber halten den Bericht für sehr plausibel?! Sie glauben den Israelis nichts aber den Palästinensern alles!
      Glauben sie den Israelis auch nicht, wenn sie behaupten es gebe in Gaza Tunnel die in Israel ihren Ausgang haben?
      Glauben sie den Israelis auch nicht, wenn sie behaupten Entwicklungsgelder verschwinden in den Taschen der Hamas?
      Sie wollen die Wahrheit garnicht wissen,
      genau wie der Bericht des ARD

  38. Wurde im Beitrag nicht Clemens Messerschmid als “Wasserschmid” bezeichnet? Oder habe ich die Unterschrift falsch gelesen?

    • Yepp, ich war auch etwas überrascht und dachte: “den kennst du doch unter einem anderen Namen”…

  39. Warum versucht sich die ARD-Redaktion für diesen Beitrag zu entschuldigen? Wer jemals in der Westbank war und dort die miserablen Lebensbedingungen der Palästinenser mit eigenen Augen erlebt hat, kann zu keinem anderen Schluss als jenem kommen, über den die Tagesthemen berichtet haben. Die Verfasser der Proteste sollten sich schämen, der offiziellen israelischen Propaganda auf den Leim zu gehen.

    • @Judith Bernstein

      Sie haben nicht verstanden. Überall auf der Welt finden Sie Armut und Reichtum. Auch in der West Bank gibt es beides. Wer ist dort arm, wer ist reich und aus welchem Grund?

      Im Beitrag ging es jedoch nicht um die Darstellung der “miserablen” Lebensbedingungen der Palästinenser, sondern um die Wasserproblematik der Region, um deren Ursachen und Hintergründe. Darüber können Sie nichts in Erfahrung bringen, wenn Sie in schlechten Verhältnissen lebende Palästinenser “mit eigenen Augen erlebt” haben. Dieses Erlebnis können Sie in Ihrem Reisetagebuch festhalten, ist für sich genommen jedoch noch nicht journalistisch relevant.

      Haben Sie auch die Lebensverhältnisse der palästinensischen Führung in der West Bank in Augenschein genommen, und wissen Sie um das, was es über die Wasserverteilung und -wiederaufbereitung sowie politische Interessen usw. zu wissen gibt?

      Es hat rein gar nichts mit Propaganda zu tun, wenn Kommentatoren hier zu Recht darauf drängen, dass Fakten von allen Seiten beleuchtet und eingehend geprüft werden, ehe an den Zuschauer ein umfassendes Bild der Problematik vermittelt wird, u.U. zugunsten Israels. Macht das die Realität zu Propaganda?

      Mir geht seit heute Morgen das Herz auf, weil doch so viele an Information und Wahrheit interessiert sind und sich nicht mit der Berieselung durch desinformierendes Infotainment zufrieden geben. Gut so.

    • Weil der ARD-Beitrag kein Bericht über die “miserablen Lebensbedingungen” war. Sondern ein Bericht über “Diskriminierende Verhaltensweise des Staates Israel”. Wenn Sie den Unterschied nicht verstehen, dann sollten Sie mit Ihren Anschuldigen gegen die Kritiker des ARD-Berichts (“schämen”) vielleicht zurückhaltender sein.

    • Hallo Judith, ich kenne Dich von einem Israel/Palästina-Seminar in Kochl. Dort habt Ihr die “Genfer Initiative” als Lösungskonzept vorgestellt. Was ist eigentlich daraus geworden?
      Ich finde manche Kommentare in diesem Blog auch nicht angemessen, aber der, von vielen Leuten geäußerte Wunsch nach detaillierter Aufklärung ist völlig legitim und wenn die ARD eine Reportage macht, sollte diese umfassender sein. Mehrfach wurde, noch bevor die Reportage in der Tagesschau/Tagesthemen erschien hier im Blog darauf hingewiesen. Ich selbst habe mir gewünscht, die Ursachen genauer zu beleuchten. Ich war mehrfach in der Westbank, ich habe Freunde dort, ich kenne dennoch nur einen Teil der wirklichen Problematik. Woran es genau liegt, das kann ich oft immer weniger einordnen. Das Menschen leiden, hab ich nie aus den Augen verloren. Deshalb versuche ich auf meine Weise dort zu unterstützen wo ich kann (ist aber ein anderes Thema)
      Du bist Israelin, Du weißt viel mehr als ich…..wäre schön, wenn Du ab und zu etwas zu diesem Blog hinzufügen könntest, vielleicht auch was die Ziele der Genfer Initiative angeht.

    • ” Mir geht seit heute morgen das Herz auf, weil doch so viele an Information … interessiert sind” 🙂 🙂 🙂

      … und auch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen sprich auf den nächsten angebotenen Blog-Beitrag (auch hier in diesem Punkt nicht zugehört, nichts gelernt oder beabsichtigt ?) aufspringen.

    • @Lotte

      Ich bin trotzdem gerade aufgesprungen, weil mir der Film über die Central Bus Station gut gefällt. 🙂

    • Haben Sie sich schon einmal gefragt, was mit der Milliarde Dollar die jedes Jahr von verschiedenen Ländern dieser Welt an die Palästinenser bezahlt wird, geschieht? Das die erste Entsalzungsanlage in Gaza nicht fertiggestellt wird, keine Kläranlagen in Betrieb genommen werden?
      Warum?

    • @Heike, ich schliesse mich dem Kommentar von Judith Bernstein an. Genau, wer die West Bank kennt (Gaza auch), der wundert sich nicht über den ARD Bericht. Der Zugang zu Wasser hat sehr viel mit den Lebensbedingungen eines Volkes zu tun. Die West Bank ist besetztes Land. Nur in Freiheit kann ein Volk sich entwickeln und wirtschaftlich wachsen. Was man der jetzigen palästinensischen Führung wirklich ankreiden kann, ist dass sie sich zuwenig für das Recht auf Freiheit ihrer Bevölkerung einsetzt.

  40. “Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.”

    So, meine Damen und Herren, welcher “hohe jüdische Feiertag” ist denn da plötzlich aufgetaucht? Im Juli gab es einen Fastentag am 24.07.16, an dem normal gearbeitet wird, im August war der Fastentag erst am 14.08.2016. Im Zeitraum der Anfertigung der Reportage gab es jeweils von Freitag- bis Samstag-Abend Schabbat, wie jede Woche. Die “hohen jüdischen Feiertage” kommen erst im Oktober.
    Sie müssen ja keine studierten Judaisten sein, aber die alltäglichen Abläufe in Israel -außerhalb Tel Avivs- müssten Ihnen doch geläufig sein.

    Sonntags kriegen Sie in Deutschland bestimmt auch nicht alle gewünschten Gesprächspartner vor das Mikrofon.

    • @ Nudelman
      Ich bin bei dieser Erklärung erst in Lachen ausgebrochen …
      Dann habe ich scharf nachgedacht, ob mir was entgangen ist …
      “ein hoher israelischer (nicht:jüdischer) Feiertag” … “hoher ?” …
      Dann habe ich mein Feedback (s.o.), 10.39 Uhr abgesetzt …
      Und jetzt lache ich wieder (an Stelle zu heulen) …

    • Korrektur: Doch “hoher jüdischer Feiertag”
      … das kommt davon, wenn man mit dem Kopf schüttelt und dabei lacht … Ende.

  41. Kompliment an das ARD-Team für Ihren Beitrag. Die Berichterstattung war richtig, objektiv und sehr zurückhaltend gegenüber Israel. Ein Teil meiner Familie lebt im Westjordanland. Ich kann Ihre Angaben in jedem Punkt bestätigen. Zurückhaltend deshalb, weil leider an keiner Stelle erwähnt wurde, das die palästinensische Bevölkerung gegenüber den ansässigen Siedlern mindestens das Zehnfache für ihr Wasser bezahlen muss. Weiter wurde aus meiner Sicht nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei den Palästinensern das Wasser rationiert bzw. abgestellt wird, während die Siedler Ihre Swimmingpools füllen und das Wasser für die Bewässerung von künstlichen Obst- und Gemüseplantagen verwenden, die ausschließlich dem Export dienen. Bedauerlich finde ich nur, dass sie eine Richtigstellung für nötig hielten. Ihr Beitrag spricht für sich und die Faktenlage ist eindeutig und belegbar. Wenn ich mir die Kommentare unter dieser Stellungnahme anschaue bin ich Entsetzt wie viel Unwissenheit hier auf eine Anti-Palästinensiche Stimmung trifft. Es ist immer wieder erstaunlich wie aus einer unbestritten, unsagbaren, nicht zu tilgenden Schuld gegenüber dem jüdischem Volk in Deutschland eine Gefühl von pro israelische Verpflichtung erwächst. Obwohl das eine mit dem anderen aber auch gar nichts zu tun hat. Aus meiner Sicht als Deutscher mit einem palästinensischem Elternteil, schulden wir dem dem jüdischem Volk vor allem die rückhaltlose Aufklärung aller Nazi-Verbrechen. Und es ist ehrlich gesagt peinlich, dass das bis heute nicht vollständig gelungen ist. Was wir dem jüdischem Volk aber nicht schulden und dem Staat Israel schon gar nicht, ist eine Art aus der Schuld erwachsenen blinden Loyalität gegen über einer Jahrzehnte langen Unterdrückung anderer Völker. Die Bevölkerung in Deutschland sollte sich einmal die Frage stellen, wie es wäre, wenn wir hier seit ca. 60 Jahren besetzt wären und unter solchen Bedingungen leben müssten. Man sieht ja bereits wie viel Aggression hier hochkommt, nur weil wir ein paar in Not geratenen Flüchtlingen helfen. Bleiben Sie bitte am Ball und berichten sie weiter über Ungerechtigkeiten, nicht nur aber auch aus Palästina, denn das ist aus meiner Sicht eine Hauptaufgabe des guten Journalismus.

    • “ich Entsetzt wie viel Unwissenheit hier auf eine Anti-Palästinensiche Stimmung trifft.” (André)

      Ich sehe hier vor allem den lauten Ruf nach einem ANTI-schlechter-Journalismus.

    • “Wenn ich mir die Kommentare unter dieser Stellungnahme anschaue bin ich Entsetzt wie viel Unwissenheit hier auf eine Anti-Palästinensiche Stimmung trifft. Es ist immer wieder erstaunlich wie aus einer unbestritten, unsagbaren, nicht zu tilgenden Schuld gegenüber dem jüdischem Volk in Deutschland eine Gefühl von pro israelische Verpflichtung erwächst.”

      Keine Sorge, Andre´, dieser Blog ist eine ziemliche Ausnahmeerscheinungen. Zu Ihrer Beruhigung sollten sie die Beiträge zu Meldungen aus Israel lesen, die über die normale Kommentarfunktion auf Tagesschau.de gemacht werden. Da werden Sie sehen, wie gut der “Schuldkomplex” schon verarbeitet ist. Die Reihen der “Antizionisten” sind festgeschlossen: Sympathie für Israel müssen Sie dort nicht befürchten.
      Ich hingegen fände ein wenig mehr “Schuldkomplex” von deutscher Seite (besonders des sog. linken Spektrums) sehr erfrischend.
      Diesen Blog hier sollten Sie einfach ignorieren!

    • @Andre
      “Was wir dem jüdischem Volk aber nicht schulden und dem Staat Israel schon gar nicht, ist eine Art aus der Schuld erwachsenen blinden Loyalität gegen über einer Jahrzehnte langen Unterdrückung anderer Völker.”
      Meine Frage an sie: Wieviele Völker unterdrücken die Israelis denn Ihrer Meinung nach ?

    • “Ihr Beitrag spricht für sich und die Faktenlage ist eindeutig und belegbar.”

      Kann ich diese Belege mal sehen bitte? Scheinbar liegen sie keinem vor …

      “Bleiben Sie bitte am Ball und berichten sie weiter über Ungerechtigkeiten, nicht nur aber auch aus Palästina, denn das ist aus meiner Sicht eine Hauptaufgabe des guten Journalismus.”

      Leider Falsch guter Journalismus wäre es, wenn es eben Belege gäbe, oder Meinungen von beiden Seiten. Das blieb aber aus, angeblich wegen eines jüdischen Feiertages, der ja recht überraschend gekommen sein muss. Es wurde nicht, oder nicht ausreichend recherchiert, kein Wort über eine Zonenunterteilung, und damit über unterschiedliche Verantwortlichkeiten, kein Wort da drüber, das die Palästinser Schulden wegen nicht bezahlen Wasserrechnungen in mehrfacher Millionen Höhe haben, u.s.w.

      Ich verstehe ihren Standpunkt, als Palästinenser, aber sie sollten auch mal objektiv sein, und sich nicht selber belügen, was sie leider scheinbar tun. Tatsachen sind Tatsachen, und die wurden in dem Beitrag bewusst verschwiegen. Das wissen sie so gut wie ich

  42. Die Stellungnahme der ARD belegt, wie sehr Antisemitismus in der “Mitte der Gesellschaft” und speziell bei unsere ÖR-Medien angekommen ist. Oder nie weg war. Unfassbar, dass ein derart einseitiger, emotionaler und frei von Fakten und Recherchen produzierter Beitrag als “Nachricht” in unseren Zwangsgebühren-finanzierten Medien veröffentlicht wird.

    • Ich bin Israeli. Danke für Ihren fairen und mutigen Bericht. Bitte lassen Sie sich nicht vom Shitstorm derjenigen beeindrucken, die aus unserer Geschichte lediglich lernten, den Spieß gegen ein anderes Volk umzudrehen. Ich schäme mich für diese Leute.

    • @ Pinchas
      Das Problem ist nicht der Bericht/als Interview als solcher.
      Das Problem ist, daß die weiteren Sachinformationen und eine Art “Ergänzung” und “Stellungnahme der einen Beschuldigten” fehlten.
      Und:
      Das Problem war, daß durch den Schnitt und die Einleitung in unserer “Tagesschau” / 20.00 Uhr / beste Sendezeit der Beitrag und das Interview einen “mißbräuchlichen Touch” bekamen.
      Das Leiden der Palästinenser/Menschen zu beenden wäre mehr als überfällig.

  43. Vielen Dank für die rasche Stellungnahme, die vielversprechend beginnt, weil Sie den Verdacht ausräumen konnten, den Beitrag während eines Wasserrohrbruchs gedreht zu haben. Ihre Replik auf den Vorwurf, keinen israelischen Experten im O-Ton gebracht zu haben, überzeugt allerdings weniger. Warum war denn bei dieser Thematik “Schnelligkeit” geboten? Das mag aus redaktionsinterner Sicht so gewesen sein, dem Zuschauer erschließt sich dies aber nicht. Die israelische Seite nur im Off-Kommentar in indirekter Rede zu erwähnen, halten Sie aus journalistischer Sicht für “inhaltlich weiterhin voll vertretbar.” Rein formell kann man das so sehen. Beim Fernsehen aber zählt – und da erzähle ich Ihnen nichts Neues – die Wirkung. Bild und Ton sind ungleich mächtiger als ein Kommentartext, der auch noch auf zwei Ortstotalen gesprochen, also nicht visuell gestützt wird. Dadurch, dass nur Herr Messerschmid seine Sicht der Dinge in Bild und Ton kundtun durfte, bekam der Beitrag eine – wohl ungewollte – tendenzielle Schieflage. Das hat auch damit zu tun, dass sich Messerschmid weniger aus der fachlichen Sicht eines Hydrologen, sondern eher aus der eines Aktivisten äußerte (“das Problem ist die Besatzung”), der behauptet, es gebe eine “einfache Antwort auf die sogenannte Wasserkrise”, (die Genehmigung, Brunnen zu bauen). Angesichts der verschiedenen Veröffentlichungen zu dem Thema, die auch in vielen kritischen und durchaus sachlichen Zuschriften erwähnt wurden, scheint es aber eben keine “einfache Antwort” auf die Wasserkrise zu geben. Hätte man den Aussagen Herrn Messerschmids die eines israelischen Hydrolgen gegenübergestellt, hätte das den Zuschauer vielleicht etwas verwirrt, ihm aber zumindest einen Eindruck von der Komplexität des Problems gegeben. Die Bilder und O-Töne der betroffenen Familie erzeugten in Kombination mit den Aussagen des Hydrologen/Aktivisten eine starke emotionale Wirkung, die beim Zuschauer den Eindruck erweckte, Israel könne das Problem ganz einfach lösen, sei also alleine schuld an der Misere. Auf die vielen Hinweise, dass die palästinensischen Behörden zumindest mitverantwortlich sind für das Problem, wurde in dem Beitrag nicht eingegangen. Nun zu Ihrem Vorwurf an die Kritiker, dass das Leid der palästinensischen Familie auf “so wenig Empathie” stoße: es ist die Frage, ob den Palästinensern wirklich damit geholfen ist, wenn die Mitverantwortung ihrer eigenen Führung für viele Missstände nicht erwähnt und damit eine verbreitete Opfermentalität genährt wird, die allein Israel die Schuld an allem Übel zuschiebt. Es ist ja auch denkbar, dass jemand grade aus Empathie mit den Palästinensern die Meinung vertritt, dass auch die Handlungen der palästinensischen Führung hinterfragt werden müssen, um die Lage der Bevölkerung zu verbessern. In anderen Beiträgen haben Sie das ja auch sehr deutlich getan, z.B. neulich in Ihrem Bericht aus dem Gazastreifen. Abschließend ist zu sagen, dass Sie die Kritik an Ihrem Interviewpartner, der die inhaltliche Aussage und Tendenz dieses Beitrags so entscheidend geprägt hat, noch nicht zufriedenstellend ausräumen konnten. Dass er die Vorwürfe abstreitet und als “fabriziert” zurückweist sowie der Verweis auf einen Mailwechsel, beweisen schließlich nicht, dass diese falsch sind.

  44. Die Erkenntnis, auch die “Gegenseite” zu Wort kommen zu lassen, ist eigentlich eines der Hauptwerkzeuge guten Journalismus. Darauf wegen eines Feiertages zu verzichten, ohne dass es einen Zeitfruck gibt, ist unverantwortlich, wenn man seinem Job ernst nimmt, und sollte so nirgendwo abgenommen werden. Schade, dass durch solche Fehler der gute Ruf der ARD leidet.

  45. Ich benötige von niemand etwas zu übernehmen… Erleben wir diese Zustände selbst…

    Wenn doch Ihre Mitarbeiter nicht nur damit befassen würden irgendwelche herangezogene Gründe als Grundlage Ihr “Palästinenser” Sympathie kund zu tun, sonder um d Wahrheitswillen eventuell auch jüdische Ortschaften besucht, dann hätten Sie Wasserwagen gesehen wovon Juden ihr Wasser Eimerweise ins Haus tragen, weil d Wasserhahn ausgetrocknet ist, und auch dixi Klos auf d Straße, oder Straßen WC-s die sich selbst reinigen…

    Es ist keineswegs sehr Vorteilhaft Parteiisch zu sein und den eine in d Himmel erheben, den anderen – obwohl schon da sitzt!!! – in den Staub zu werfen…

    Tiqvah Bat Shalom
    Jerusalem

    • @ Hoffnung, Tochter des Friedens, auch Ihnen ein shalom

      Auch was Sie hier schreiben ist ein Aspekt der nie in irgendwelchen Berichten auftaucht.
      Bewusst nicht auftaucht, da der Antisemitismus immer weitere Kreise zieht. Es ist en vogue!

  46. wann kommt Richard Schneider zurück damit es wieder einen objektiven Berichterstattung möglich ist?

    • @Liang, wird Richard Schneider den Wasserhahn für die Palästinenser wieder aufdrehen? Oder ganz zudrehen? Wie wenig Wasser muss fliessen, bis Berichterstattung objektiv ist?

  47. In Ramallah gibt es 7 öffentliche Schwimmbäder; in Hebron eins, in Jericho zwei, in Nablus sind 5 aufgeführt, in Jenin 2 und in Qalqiliya eins. Soviel zur Wasserknappheit und Wasserverbrauch.
    Die Tatsache, dass die Palästinensische Behörde für die Leitungen zuständig ist, die marode sind, die Tatsache, dass es bereits Millionenschulden bei der Israelischen Wasserbehörde gibt und trotzdem weiter MEHR Wasser geliefert wird als in den Abkommen vereinbart wurde, die Tatsache, dass die Palästinenser Wasser vergeuden…. alles keiner Erwähnung wert. Da weiss man gleich, wes Geistes Kind hier berichtet.

  48. Die von der Hamas in Gaza kontrollierte Zeitung Al-Risalah hat eine Untersuchung über das Land durchgeführt, das die Juden beim Abzug aus dem Gazastreifen 2005 hinterlassen haben. Entgegen der Behauptungen arabischer Anwohner stellte sich dabei heraus, dass nicht Israel, sondern Bauern aus der Umgebung schuld an der Wasserkrise sind.

    Bei der Untersuchungen wurden Daten des Landwirtschaftsministeriums der Hamas genutzt. Die Untersuchung führte zu dem Ergebnis, dass der überhöhte Wasserverbrauch der Bauern dieser Gegend für die Wasserknappheit verantwortlich ist.

    Besonders die Züchtung von Gemüse, die viel Wasser verbraucht, die unbeaufsichtigte Grabung von Brunnen und das Abpumpen großer Wassermengen seien für die Wasserknappheit verantwortlich.

    Die Zeitung beschrieb, dass die Juden der Siedlung Gusch Katif vor dem israelischen Abzug 2005 weniger als 20 Brunnen nutzten. Diese lagen etwa einen Kilometer von der Küste, so dass sie Regenwasser auffangen konnten. Durchschnittlich wurden 20-30 Kubikmeter Wasser pro Stunde aus diesen Brunnen gepumpt. Heute hat sich die Anzahl der Brunnen mehr als verdreifacht, wobei der durchschnittliche Wasserverbrauch dieser Brunnen bei durchschnittlich 60 -70 Kubikmeter pro Stunde liegt.

    Diese Zahlen zeugen von einer unkontrollierten Nutzung des wichtigen Wassers, was bei dem Zustand der Regierung in Gaza keine Überraschung ist. Überraschender ist die Tatsache, dass eine offizielle Zeitung der Hamas wirkliche Fehler an der eigenen Regierung aufdeckt, anstatt pauschal Israel für jegliche Probleme zu beschuldigen.

  49. Man muss einfach seit Jahren feststellen, das dass gesamte ARD- Studio in Tel Aviv nicht professionell arbeitet und bewusst die Tatsachen verdreht!!!
    Wenn man schon so einen Bericht macht, sollte man auch die jüdische Seite hören. So war das ein gewollt- Anti- Israelischer Bericht.

    Was schon jahrelang beim Möchtegern- Nahost Experten “Richard C. Schneider” zu erkennen war, setzt sich beim provinziellen Landjournalisten “Markus Rosch” fort: schlechter Journalismus und bewusst latenten Antisemitismus schüren.
    Markus Rosch sollte vielleicht lieber den “Musikantenstadl” moderieren. Da passt er eher hin…
    Ansonsten braucht keine Mensch solche Vollpfosten als Kommentatoren. Dann kann man ja gleich den Hizbollah- Sender “Al- Manar” einschalten. Wer weiss, vielleicht bekommen Sie ja von dort Ihre benötigten Informationen.
    Haben auf jeden Fall Ihren Job verfehlt.
    Durchgefallen!!!

    • David Livorno
      Ich finde Ihren Kommentar unsachlich. Sowohl Herr Schneider (und dieser ganz besonders) als auch Herr Rosch haben uns in den vergangenen Jahren Land und Leute sehr nahe gebracht. Ich möchte nicht auf diese Berichterstattung verzichten müssen, obwohl oder gerade weil ich mich öfter in Israel aufhalte. Dass hier (bei dieser Wasser-Reportage) etwas schief gelaufen ist, dass ich selbst gerne mehr und ausgewogener informiert worden wäre, habe ich angemerkt und meine Fragen hierzu gestellt. Dennoch gilt dies nicht prinzipiell und für alle Reportagen. Dies zu diskutieren, dafür ist dieses Forum da und das ist gut so. Ich finde sachliche Kritik ganz wichtig, was Sie hier aber zum Ausdruck bringen, ist ganz einfach nur unverschämt!

  50. Da wird einmal Kritik an Israel geübt und schon rasten alle rechten Israelfans aus. Es kann doch nicht wahr sein. Danke für diesen guten Bericht. Hier noch ein empfehlenswertes Interview zur Situation:

    ” … ”

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  51. eben, ich vermisse Herrn Schneider bei der ARD. Herr Sahm war früher ein vorzüglicher und exakter Berichterstatter für die ARD und ist
    es heute noch für andere Sender. Warum kann die ARD nicht einfach
    sagen, wie einseitig und falsch sie berichtet haben?

  52. Kollege Rosch,
    Herr Messerschmid sagt die Unwahrheit. Und dass Sie ihn so vehement verteidigen, lässt mich mit dem unguten Gefühl zurück, er habe sie auch Ihnen gegenüber geäußert – bzw. mit dem noch schlechteren, Sie wüssten womöglich davon, dass er lügt. Mir liegt eine Email von ihm aus dem Jahr 2013 vor, in der er klar Auskunft darüber gibt, wie das “Design” des vorgeblichen Dammes dazu führe, dass Gaza druch Israel stets überflutet werde, und zwar mit Vorsatz. Mit etwas Recherche zu diesem “Experten” wäre Ihnen gewiss auch aufgefallen, dass Messerschmid gegenüber der islamistischen Hetzseite “Muslim-Markt” von israelischer “Hydro-Apartheid” spricht

    ” … ”

    und aktives Mitglied der “Electronic Intifada” ist. Wie Sie auf die Idee kommen, solch ein einseitig indoktrinierender Hetzer sei eine unabhängige Quelle, ist mir ein Rätsel. Und das Argumetn mit dem “hohen jüdischen Feiertag” ist eine billige Ausrede. Tischa B‘Av ist nur an einem einzigen Tag, dem 9. Av – und die “Recherche” zu dem Beitrag lief ja schon länger. Ich halte Ihre Argumentation in dieser Sache also, höflich ausgedrückt, für unredlich.

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  53. Hier kurzes Kommentar. Mich wundert aber wirklich, dass ausgerechnet bei der ARD Menschen vor der Kamera stehen, die vor der Kamera nun wirklich nichts verloren haben.

    ” … ”

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  54. Verrückt, dass die Emotionen selbst im fernen Deutschland so hochkochen.

    Die, die hier pauschal und unter der der Gürtellinie “argumentieren”, disqualifizieren sich selbst.

    Ich bin auch nicht mit jedem Beitrag glücklich, aber wieso sollte ich das? Auf jeden Fall fände ich es extrem schade, wenn sich die Korrespondenten jetzt weniger unterstützt fühlten und sich in ihrer Berichterstattung davon beeinflussen lassen, dass die unselige “Lügenpresse”-Debatte nun auch die Auslandskorrespondenten erreicht hat.

    • ich fand die Beiträge von Herrn Rosch größtenteils gut und was gerade gegen ihn losgetreten wird finde ich nicht angemessen.

  55. Der Bericht ist kein gutes Beispiel für guten Journalismus. Dabei sind die Fakten so leicht zu finden:

    The Truth About the Palestinian Water Libels – Arutz Sheva

    ” … ”

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  56. Sehr geehrte Damen und Herren,

    es ist sehr traurig, dass Ihnen so viele Zuschauer wegen der einseitigen Berichterstattung schreiben mussten.
    Noch trauriger finde ich allerdings, dass Sie mit ihrer Stellungnahme noch einen drauf setzen:
    –>Zitat: Auch sei angemerkt, dass unser Beitrag – weil wir eben leider die Siedlerseite (auch zu ihrer Verteidigung) nicht vor die Kamera bekommen haben, bewusst darauf verzichtet, den Wasserverbrauch der Siedler (z.B. Pools, intensive Bewässerung) zu zeigen,………..
    Sie konnten es sich einfach nicht verkneifen, den Wasserverbrauch der Siedler mit Pools und intensiver Bewässerung in Verbindung zu setzen.
    Ich hatte Sie in meinem Anschreiben auf die Bewässerung der riesigen Dattelplantagen der Palästinenser in Hebron hingewiesen, auf den Wasserverbrauch der Luxushotels in Ramallah und den maroden Wasserleitungen der Palästinenser bei denen ca. 40% des Wassers versickern. Auch dass die Palästinenser ihre Wassergebühren nicht zahlen sollte doch erwähnt werden.
    Den Kollegen der ARD würde man den Wasserhahn zudrehen wenn Sie ihre Wasserrechnung nicht bezahlen würden.
    Aber nein, lieber mal mit den Fingern auf die Juden zeigen…. Israel ist ja an allem Schuld!

  57. “Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. ”

    Weil der Bericht so dringend war, dass man ihn nicht ein oder zwei Tage später nach einer Stellungnahme israelischer Experten senden konnte?

  58. Oha, mal wieder all die Wörter überall.

    Liebes ARD-Team,
    lassen Sie sich nicht kirre machen und und halten Sie die Ohren steif.

    Und ich habe den Bericht noch nicht mal gesehen.
    Trotzdem – und vielleicht oder auch gerade deswegen.

    • Hallo Sebastien,
      Ihre Kommentare sind immer so erfrischend 🙂
      nach allem Hin und Her:
      ja dass sich Herr Rosch und Frau Glass, bei aller Aufregung, nicht kirre machen lassen sollen und die Ohren steif halten, das finde ich auch!

  59. Wem gehört die Westbank, von Ost-Jerusalem zu schweigen)? Gehört sie – wie die israelischen und palästinensischen Autoren der Genfer Initiative betont haben – den Palästinensern, wie Israel den Israelis gehört? Wie wäre es, wenn die Kritiker der ARD-Reportage den Mut aufbrächten, sich zu den annexionistischen Volten der israelischen Politik zu bekennen, der Zwei-Staaten-Lösung ihre Absage erteilen und damit verhinderte Wasserbohrungen und Baugenehmigungen zugunsten der Palästinenser rechtfertigen? Wissen die Damen und Herren Protestierenden, dass den 2,4 Millionen Palästinensern 14 Prozent der Wasserressourcen der Westbank zugesprochen sind, während die restlichen 86 Prozent unter israelischer Kontrolle stehen? Haben besagte Damen und Herren sich der Mühe unterzogen, die auch über Youtube zur Verfügung stehende Dokumentation “Fading Valley” israelischer Filmemacher anzuschauen? Und zur Korruption der Autonomiebehörde: Wissen sie, dass das Ehepaar Netanjahu seit Monaten ein Gerichtsverfahren wegen der Zweckentfremdung öffentlicher Mittel zu gewärtigen hat und ein Verfahren bisher aufgrund der “Staatsräson” abgebogen worden ist?

    Wem von den verehrten Damen und Herren nach ihrer Kritik an der ARD-Reportage das Herz aufgeht, sollte darauf achten, dass er und sie darüber nicht den Verstand verliert.

    • “Wem gehört die Westbank, von Ost-Jerusalem zu schweigen)? Gehört sie – wie die israelischen und palästinensischen Autoren der Genfer Initiative betont haben – den Palästinensern, wie Israel den Israelis gehört?”

      Das ist völkerrechtlich eben nicht so leicht, wie Sie hier suggerieren wollen. Außerdem gibt es auf palästinensischer Seite noch die Charta der Hamas und er PLO, in denen das Existenzrecht Israels noch immer bestritten wird.

      “Und zur Korruption der Autonomiebehörde: Wissen sie, dass das Ehepaar Netanjahu seit Monaten ein Gerichtsverfahren wegen der Zweckentfremdung öffentlicher Mittel zu gewärtigen hat und ein Verfahren bisher aufgrund der “Staatsräson” abgebogen worden ist?”

      Die Justiz in Israel ist unabhängig: der ehemalige Staatspräsident Moshe Katzav sitzt immer noch im Gefängnis (Begnadigung vor einigen Wochen abgelehnt), da er der Vergewaltigung für schuldig befunden wurde.
      Es gibt genug Gegner Netanyahus in Israel, die ihn gerne vor Gericht sähen. Das wird passieren, wenn die Ermittlungen entsprechende Ergebnisse erbracht haben.

      Sie sollten hier also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen: die PA ist eine demokratisch nicht mehr legitimierte Kleptokratie ohne Opposition, der nichts besseres passieren kann, als dass Netanyahu weiter an der Macht bleibt. Der Staat Palästina hätte schon vor 16 Jahren Realität werden können, aber Arafat wollte ihn nicht. Stattdessen gab es eine neue Intifada. Ost-Jerusalem war ihm sogar durch Ehud Barak als Hauptstadt versprochen worden. Warum? Weil Arafat und der PA der schwelende Konflikt schon immer viel wichtiger war, als ein Fortkommen der arabischen Bevölkerung in den umstrittenen Gebieten. Genauso interessierten sich arabische Länder nie für die “palästinensischen” Flüchtlinge in Lagern auf ihrem Gebiet. Sie waren und sind bis dato Druckmittel gegen Israel. Dabei wird dieser unselige Umstand noch von der UNO (UNRWA) alimentiert… Soviel mediale und finanzielle Zuwendung gab und gibt es für keine Bevölkerungsgruppe in der Geschichte.

    • Herr Bernstein,
      Sie verschweigen – selbstredend – welch annexionistischen Pläne Jordanien 1948 verfolgte, welche Hamas und Hisbollah und Iran heute verfolgen, wer die Zwei-Staaten-Lösung 1948 abgelehnt hat.
      War wohl nix mit Ihrem überheblichen Beitrag.
      Herr Dr., so geht es nicht.

    • Bitte erst die rechtl. Grundlagen Israels studieren, Balfour-Deklaration, bestätigt in San Remo 1920, das Völkerbundmandat zur Umsetzung der Erklärung zw.Jordan u.Mittelmeer. 70% des Landes waren staatlich, 1919 hatten die Araber in Paris keinen Anspruch darauf erhoben. Der UNO-Teilungsplan scheiterte am Nein der Araber. 1948 Ende Mandat und folgerichtig Staatsgründung Israels. doch griffen darauf 5 arab. Armeen Israel an, um es auszulöschen. Jordanien besetzte Judäa/Samaria (sog. Westbank) und Ostjerusalem (bis 1967). Jerusalem gehört rechtlich zu Israel, das jedoch kein Interesse an der Westbank hat. Die Genfer Initiative ist eine Mogelpackung, u.a. weil sie von den sog. „Grenzen von 1967“ spricht, die rechtlich nicht existieren! Gemäss Waffenstillstandsvertrag von 1949 darf jene grüne Linie keine Grenzen präjudizieren, es wäre auch keine sichere Grenze. Uebrigens flüchteten 1948 die meisten Araber, weil von arab. Stellen befohlen (z.B.Haifa). Rd. 75% der sog. Palästinenser sind übrigens selber Einwanderer resp. deren Nachkommen.

  60. Hinweis: Ulrich W. Sahm hat inzwischen (heute 16.08.2016) auf die Stellungnahme zur Kritik geantwortet. Meine Antowort auf die ARD… führt den Suchenden zum Ziel, auf haOlam oder heplev.

  61. Ich musste gerade furchtbar lachen:
    Zitat:
    “Dass Wassermangel aufgrund mangelnder Verteilungsgerechtigkeit in Salfit und vielen Orten der Westbank Alltag ist, belegen auch diverse Berichte von unabhängigen Organisationen wie z.B. der Weltbank.”
    Zitat Ende.

    Sie beklagen “mangelnd Verteilungsgerechtigkeit”, die Sie den Israelis anlasten, weil die angeblich 4 mal soviel Wasser zur Verfügung haben und führen ausgerechnet den WaterRestrictionsReport von 2009 (wobei die meisten Zahlen daraus noch wesentlich älter sind) als Kronzeugen an?
    Haben Sie den wirklich gelesen (und verstanden)? Die ganzen 154 Seiten? Auch die Teile, die die Hauptgründe für für knappes sauberes Wasser in Teilen der Westbank benennen?
    Auch die Teile, die WIRKLICHE Verteilungsungerechtigkeit benennen?
    Darf ich zitieren? Bitte sehr:

    Zitat:

    “…”

    (Seite 59 in Ihrem “Referenz”-Dokument)

    150 Liter pro Kopf und Tag in Ramallah, 10 Liter pro Kopf und Tag in Hebron. Falls Ihnen das zu kompliziert ist, helfe ich gerne: Das ist ein satter Faktor 15. Das nenne ich doch mal “Verteilungsgerechtigkeit”, gell.
    Darf ich vermuten, dass Sie das übersehen haben? Oder lag’s daran, dass Sie diese ‘Ungerechtigkeit’ gerade nicht Israel in die Schuhe schieben konnten?

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  62. Fazit, liebe Kollegen? Sie machten alles richtig, haben maximal ein bisschen bei den O-Tönen geschludert. Ansonsten sind alle Kritiker, unter Ihnen ausgewiesene Kenner der Problemlage, im Unrecht. Ein bisschen schade finde ich diese reflexartige Verteidigungshaltung schon, zumal sich selbst in Ihrer Stellungnahme signifikante Unkorrektheiten finden.

  63. ” … ”
    Dass die BILD jemals gründlicher und differenzierter arbeiten würde als ein ARD-Auslandsbüro, hätte ich auch nicht gedacht 🙁

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • Das hat mich offen gesagt an der ganzen Angelegenheit auch am meisten überrascht.

  64. Wenn Sie ein wenig Selbstachtung haben, liebe Frau Glass, dann bleibt nur eins: RÜCKTRITT
    Wenn Sie ein wenig den öffentlich rechtlichen Auftrag ernstnehmen, liebe ARD, dann bleibt nur eins: Agenda gegen Israel in die Tonne.
    Danke

  65. Mit diesem Kommentar haben Sie alles nur noch viel schlimmer gemacht: es gab Zeitnot, weswegen sie keine israelische Stimme haben zu Wort kommen können? Warum? Gab es irgend eine Notwendigkeit, diesen Beitrag nicht einen Tag später zu senden? Er hatte doch ohnehin keinen tagesaktuellen Bezug, weswegen er mich übrigens besonders empörte. Es war ein hoher jüdischer Feiertag? So ganz plötzlich? Ohne das man das vorher wissen konnte? War ja auch nur Tisha B’Av, der Tag, an dem Jerusalems Tempel zerstört wurde…

  66. Die unverschämten Attacke gegen die Berichterstatter zeugen vor allem von dem Willen sie einzuschüchtern – und Lügen zu verbreiten, die man mit google maps Hilfe LEICHT wiederlegen kann.
    Das

    ” … ”
    ist Fasayil al-Wusta. Dieser Ort war einst eine Oase – dessen Bewässerungskanäle

    “… ”

    heute noch zu sehen sind. Dank israelischer Tiefbohrungen in das Reservoir des Ortes und Pumpen die das Wasser in die benachbarte jüdische Siedlungen pumpt, ist Fasyil heute weitestgehend wüstes Land. Und das von Mekorot gestohlene Wasser ist in der zwei Kilometer entfernten jüdischen Siedlung zu bewundern:

    ” … ”

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  67. Die ARD hat bis jetzt nicht geklärt, wann konkret die Aufnahmen gemacht wurden. Warum?
    Warum muss die ARD wortreich Informationen hinterherschieben?
    War der Tagesthemen-Beitrag so schlecht? So ungenau?
    Was war der Anlass für den Bericht?
    Warum konnte man sich keine Zeit für genaue Recherche nehmen?

    Markus Rosch Antisemitismus zu unterstellen, wäre der Ehre zu viel für ihn.
    An seinen Beiträgen in den letzten Wochen wird aber deutlich, dass Rosch
    1. einseitig berichtet
    2. unprofessionell arbeitet
    3. deshalb ein miserabler Journalist ist.

  68. Ich habe eine Frage:
    Woher rührt der Publikationsdruck dieses Blogs seit dem Studioleiterwechsel Anfang des Jahres? Wessen Erwartungen wird damit entsprochen?

    Die “Gründungsidee” (ich erinnere mich) war, Stücke an den Zuschauer weiterzugeben, die es nicht in die 20h-Nachrichten schafften, ungekürzte Interviews im O-Ton oder persönliche Anekdoten. Es war eine neue Idee, bei der es nicht um schnell und viel ging.

    Und nun? Sollen Quantität und der schnelle Wechsel von Reportage zu Reportage inhaltliche Kritiker zum Schweigen bringen? Ersetzt man Qualität durch Quantität ? Wer hat sich das ausgedacht, und ist es nicht möglich, dieses Herangehen wieder zugunsten qualitativ besserer Berichterstattung zu ändern? Die ARD ist ja nicht Fox News oder CNN .

  69. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten:

    “…galt der Rohrbruch als repariert.” Original ARD-Studio Tel Aviv

    Was heißt das? Nichts Genaues weiß man nicht? Warum weiß man nichts Genaues? Von wem stammt die Aussage? Wurde die Aussage überprüft?
    Warum wird der konkrete Zeitpunkt nicht genannt?

    Mit jeder Äußerung des ARD-Studios Tel Aviv wird nur noch mehr deutlich, wie unfassbar dilettantisch diese Damen und Herren arbeiten.
    Doch möglicherweise steckt dahinter keine Naivität, sondern Absicht.
    Mann/Frau kennt den Feind. Und der muss angegriffen werden.
    Und wenn es keinen zwanghaft herbeigeredeten Angriffspunkt gibt, dann bringt Mann/Frau nichtssagende Beiträge. Aber Hauptsache: noch ein Beitrag. Dass dabei Qualität keine Rolle spielt, ist für heutige Journalisten kein Problem. Mann/Frau muss öffentlich sein, auftreten, in Erscheinung treten, seine Existenz rechtfertigen.
    Es ist ein Jammer.

    • @gunther, wie immer äusserst du dich in sehr unangenehmer Weise zu Berichen, die deiner Gemütslage nicht entsprechen. Besatzung ist ein Unrecht, Besatzung bedeutet Unterdrückung eines Volkes. Wie kann man das nur rechtfertigen? Wasserungerechtigkeit ist nur ein Aspekt einer unrechten und menschenfeindlichen Besatzung. Es wurde doch gesagt, dass der Rohrbruch behoben war.

  70. Abbas und seine Leute haben kein Interesse, Wasserprobleme anzugehen – was ihre Sache wäre – weil es so leicht ist, alles mit Hilfe der Medien Israel anzulasten. So ist das Thema Wasser leider – wie anderes – zu einer Waffe gegen Israel geworden. Z.B. werden vorfinanzierte Kläranlagen nicht gebaut, es geht ein Drittel des Wassers durch Diebstahl und Lecks verloren etc. Clemens Messerschmidt ist berüchtigt für seine einseitigen, fragwürdigen Berichte, die man unter “Israel-bashing” einklassieren kann. Hier ist eine Gegendarstellung erforderlich, ein blosses Schönreden dieses Missgriffs hilft nichts, denn geschehen ist geschehen.

    • @ Hanspeter Buechi

      Für Herrn Rosch und Frau Glass (who the hell ist it?) ist das alles kein Thema. Wir sind uns doch alle einig: Die Juden sind die Bösen.

    • @Hanspeter Buechi, ich kann dir nur bescheinigen, dass du sehr wenig Ahnung davon hast wie eine Besatzung funktioniert und wie von der Besatzungsmacht eingeführte Genehmigungssysteme ein jedes Unterfangen zu einem Spiessrutenlauf mit meistens negativem Ausgang macht. Alle Befugnisse und Kontrolle über die Verteilung des Wassers und den Bau und Wartung der notwendigen Infrastruktur liegt bei der israelischen Militärverwaltung und der israelischen Wasserbehörde. Du untertreibst, ja du verkennst die Bedeutung und die Existenz einer Besatzung. Messerschmidts Kommentare decken sich gut mit eigenen Erfahrungen.

  71. Bei einer solch einseitigen Berichterstattung, wünscht man sich den alten Korrespondenten Richard Schneider zurück, der durch seinen Hintergrund (sprachlich und kulturell) das Land und Leute besser versteht und kennt als die derzeitige Leitung durch Markus Rosch und Susanne Glass.
    Nehme sie beim Wort, wenn es heisst “Wir lernen aus Ihren Anmerkungen, dass wir dies künftig anders handhaben”
    Ich liebe Berichte aus Israel und Palästina, aber Bitteschön ausgewogen und nicht einseitig.

  72. Hin und Her, beschuldigen und erklären, dementieren und beschwichtigen:: Das nutzt nichts. Dieser Beitrag ist handwerklich schlecht gemacht, einfach unreflektiert hingeschludert und er dient keineswegs der Vertrauensbildung, die auch die Nachrichtenleute der ARD nach der tendenziösen Berichterstattung der vergangenen Monate bitter nötig hätten. Und zeigt wieder einmal eines: Selbstkritik bei manchen dieser beamtenähnlich agierenden Journalismus-“Profis”: Fehlanzeige!

    • @ Dr. Schwarz

      Danke, Sie sprechen das wirkliche Problem an.
      Es geht nicht um das Wasser, sondern um die desaströse Qualität des ARD-Studios Tel Aviv. Um die offensichtliche Einseitigkeit in der Berichterstattung.
      Klammheimlich gibt dieses Studio die schlechte Qualität mit der ausufernden Selbstrechtfertigung zu, obwohl diese die eigene Unfähigkeit oder besser Einseitigkeit eingesteht.

    • @schwarz, gunther, ja , es geht gar nicht um das Wasser. Wen interessiert das schon, ob die Palästinenser Wasser haben oder nicht. Genau so wenig wie man sich über die menschenverachtende Besatzung aufregen sollte.Nur keine Kritik an einer menschenunwürdigen Besatzungspolitik. Ein Unrecht aufzudecken, es zu benennen, kann man das mit Ausgewogenheit ausgleichen? Nein, das geht nicht. Aus Unrecht kann man nicht Recht machen. Geschildertes Unrecht als schlechte Qualität zu deklarieren, ist der alleinige Versuch Schaden zu begrenzen, anstatt Recht herstellen zu wollen.

  73. heißt der vom muslimmarkt jetzt wasser- oder messerschmidt? beides kann ja zur waffe verkommen.

  74. Ich erwarte Antwort vom ARD-Studio zu folgenden Fragen:
    Die ARD hat bis jetzt nicht geklärt, wann konkret die Aufnahmen gemacht wurden. Warum?
    Warum muss die ARD wortreich Informationen hinterherschieben?
    War der Tagesthemen-Beitrag so schlecht? So ungenau?
    Was war der Anlass für den Bericht?
    Warum konnte man sich keine Zeit für genaue Recherche nehmen?

  75. Ich habe keine Glotze, kannte die Sendung nicht und hatte demgemäß auch keine Meinung dazu. Wenn ich aber so etwas lese:
    > Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.
    dann scheint an den Vorwürfen offenbar doch etwas dran zu sein. Würden Sie einen politischen Bericht aus Deutschland ausgerechnet an Karfreitag oder am Weihnachtstag drehen wollen? Na also.

  76. Diese Debatte zeigt vor allem das es wichtig ist, das Religionen abgeschafft werden oder zumindest in ihrem Machteinfluss beschränkt werden.

    wenn man alles hier liest, könnte man anehmen es ginge um eine religiöse Auseinandersetzung. Abber nein es geht um das lebensnotwendige Wasser!

    Dabei spielt es keine Rolle ob jemand Jude oder Moslem ist, aber beide nutzen ihre jeweilige Machtposition um solche Konflikte zu einer Art Relgionsdisput zu erheben.

    “Wir die Armen [hier die eigene Religionszugehörigkeit eintragen] werden von den anderen Unterdrückt müssen uns wehren.”

    Solange die Religionszugehörigkeit eine Rolle spielt, solange wird es für die Menschen dort keine Lösung geben.

    ” … ”

    Wir wollen Atheismus!

    Und ich erwarte, dass die ARD weiter so mutig bleibt auch Berichte zu produzieren, die manchen nicht gefallen. Ein Medium was für ALLE Menschen spricht, hat auch die Aufgabe Minderheitenmeinungen zu verbreiten. Auch wenn es manchen Menschen nicht gefällt.

    Und den Krakeelern im Internet würde ich nicht so viel Bedeutung zu messen. es ist nur eine winzige Minderheit, die leider sehr laut ist.

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • Sie haben sich wohl verlaufen: der Grund warum hier die Religion ins Spiel kommt, ist die unhaltbare Aussage des Tel-Aviver Studios, dass schlampig gearbeitet wurde wegen eines jüdischen Feiertags, den es nachweislich in diesem Zeitraum nicht gab!

      Und mit Verlaub: Leute die Neutralität fordern, wenn es um den Nahost-Konflikt geht, sind selbst nie neutral! Das sieht man ja gegen Ende Ihres Beitrags…

    • Nur weil es sich bei der Diskussion um einen Beitrag aus Israel handelt und weil er an einem hohen jüdischen Feiertag gedreht wurde muss es hier nicht um Religion gehen.

      Medien nehmen in unserer heutigen Zeit eines der prägendsten Instrumente auf unsere Gesellschaft ein. Ein öffentlich-rechtlicher Sender übernimmt er sogar einen Bildungsauftrag. Ich lebe in der Schweiz und man lernt schon durch die Kultur NEUTRALITÄT (auch wenn es die nie wirklich gibt…). Eine solche Neutralität erwarte ich auch von einen Sender ARD.

      Es ist allerdings schön zu sehen das es nun zu einer Debatte kommt sich weiter mit der Problematik des Wassers in Israel und Palästina auseinanderzusetzen. Hoffe das dies zielführend und nicht propagandistisch von den unterschiedlichen Seiten ausgeschlachtet wird.

      Wenn sie die sogenannte “Minderheit” im Internet auf Menschen beziehen, die eine ausgewogene Berichterstattung über eine so komplexe und politische (NICHT RELIGIÖSE) Situation wünschen und voraussetzten, täuschen sie sich nicht, sondern seien sie dann lieber sehr traurig über so viel Gleichgültigkeit in Europa.

  77. Unfassbar, dass jetzt schon die Bild-Zeitung bei der einstmals renommierten Tagesschau einseitige Berichterstattung aufdecken muss. Ihr Beitrag war voll von Fehlinformationen. Anstatt sich mit den Tatsachen zu befassen, haben Sie einen angeblichen Wissenschaftler zu Wort kommen lassen, der nachweislich auch dem “Muslim-Markt” Interviews gibt, damit die Leute dort Futter haben, um gegen Israel zu hetzen. Offenbar haben Herr Augstein und seine Komparsen ganze Arbeit geleistet, dass jetzt schon die Tagesschau auf diese israelfeindliche Berichterstattung zurückgreift.

    Tja, die einstmals neutrale Tagesschau. Spätestens seit letztem Sommer ist es damit vorbei. Damals erreichte uns eine bis dato unbekannte Flüchtlingswelle. Und die Tagesschau stellte es so dar, als ob alle diese Menschen zum Schutz vor Krieg und Verfolgung kämen. Dabei war es schon damals klar, dass es sich bei einem bedeutsamen Anteil nur um Wirtschaftsflüchtlinge handelte. Und selbst die Personen, die aus Krisengebieten kamen, waren zuvor schon in sichere Länder geflüchtet.

    Immer beschwert man sich über Zuschreibungen wie “Lügenpresse” usw. Auch ich lehne diesen Begriff ab. Dennoch wird klar, dass man sich heutzutage im Prinzip nur über die sozialen Medien informieren kann. Wer sich auf die Informationen der Tagesschau und andere großer Medien verlässt, der bekommt nur einen Bruchteil der Wahrheit zu hören.

    Schlimm, wie ideologische Denkweisen mittlerweile die journalistische Sorgfalt untergraben. Hauptsache wir sind bunt und tolerant, während wir die USA und Israel als Ursache allen Übels darstellen können.

    • Weil jemand für jemand anderen ein Interview gibt ist er also auf einmal nicht mehr glaubwürdig. Dann muss ich jetzt also auch keinem israelischen Experten mehr glauben, weil er sicher schon in einer israelischen Zeitung ein Interview gegeben hat? Was sind das für armselige Argumente die sie hier anführen?
      Wie wäre es sich mit den Fakten zu beschäftigen?

  78. Sehr Stark von euch das Ihr euch diesem Druck nicht beugt. Erlebt man leider selten. Die Wahrheit verkraften viele leider nicht. Alleine wenn man sich Gaza anschaut, muss man sich fragen wie unmenschlich das Leben da sein muss. Weiter so!!!

    • Nichts schmerzt einen so sehr wie dass, was man sich selber antut.
      Milliarden an Spendengelder wurden in diesen Landstrich gepumpt, eigentlich könnte es dort aufgrund dessen so aussehen wie in Singapore, wenn die Hamas nicht die Spendengelder für Waffen und das eigene gute Leben ausgeben würden.
      In zwei Monaten werden im Gazastreifen und in der sogenannten Westbank Kommunalwahlen abgehalten. Um bei den Wahlen möglichst viele Stimmen zu erzielen, hat sich die Hamas entschieden, die schöne Seite von Gazas zu zeigen. In einem neuen Video werden Parks, Seen und gepflegte Stadtviertel gezeigt. Dabei hat sich die Hamas sonst immer sehr darum bemüht, den Gazastreifen als das grösste Gefängnis der Welt darzustellen.
      Falls der nachstehende Link gelöscht wird, einfach mal googlen unter: Hamas: Es lebt sich gut in Gaza

      Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

      Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • Das stellt die Hamas in ihrem Wahlkampfspot aber ganz anders dar.
      Ist es unmenschlich, Zivilpersonen mit Autoattacken zu ermorden?
      Ist es unmenschlich, ein 13-jähriges Mädchen im Schlaf zu ermorden?
      Ist es unmenschlich, Zivilpersonen auf offener Straße abzustechen?

      El-Khatib, Sie sind so schräg und – unmenschlich.

    • Tja, vielleicht sollte da mal jemand wirklich hinschauen und mit der Situation in Syrien, Libyen, Libanon, dem Irak, dem Yemen et cetera pp. vergleichen, ohne herumzuphantasieren “wie unmenschlich das Leben da sein muss”.

      Aus welchen Quellen speist sich denn Ihre “Wahrheit”?

  79. Liebe Redaktion, die “Glaubwürdigkeit von Clemens Messerschmid kann man leicht herausfinden. Man muß nur seinen Namen googeln und dann findet man Artikel von ihm auf Webseiten wie ‘electronicintifada’. Das ist sozusagen die palästinensische Version des “Schwarzen Kanals”.

    Ich kann es beim besten Willen nicht glauben, dass ein gut ausgebildeter Qualitätsjournalist die Parteilichkeit von Clemens Messerschmid übersehen kann.

  80. Wie genau hier einige LeserInnen sind – die es vermutlich ansonsten, na ja, nicht so und schon gar nicht so lautstark sind. Aber so sind sie offensichtlich – die Interessen. Und mögliche, tatsächliche oder auch eingebildete Fehler, vor allen Dingen die der anderen, die werden offensichtlich absolut verfolgt. Bildlich gesprochen liegt man, äh, auf der Lauer. Das scheint eine Endlosschleife zu sein, nun und all die Jahre zuvor und leider sicherlich auch die, die noch vor uns liegen.

    Wenn ich all das hier mal oberflächlich oder genau(?) zusammenfassen darf: Markus Rosch und Susanne Glass sind offenbar gegen Israel, womöglich antisemitisch und überhaupt parteiisch in Bezug auf die palästinensischen Menschen in der Westbank und in Gaza. Fazit (empörend): “Dafür zahle ich keine GEZ-Gebühren.”

    Soll es so sein? Möchte man es so sagen? Soll der Leser, Zuschauer oder wer auch immer es so verstehen?
    Bei allem Respekt. Das ist m.E. großer Quark. Und es ist langweilig. Schaut Euch doch mal Markus Rosch und nun auch Susanne Glass an. Ich mein auch mal ein wenig mit dem Bauchgefühl, ein Gefühl, das so wichtig ist als oft notwendiger Gegenpart zu dem, was manchmal viel zu schnell im Kopf abgeht. Wenn Rosch und Glass keine Leidenschaft und (aufgepaßt?) Zuneigung für ‘Israel und Umgebung’ empfinden, also dann müßte ich blind und taub sein.
    Und wer sich, deutschsprachig wie wir sind, ansonsten auch wie Rosch und Glass mit Israel beschäftig, sei es dass er dort lebt, dort hinreist und oder wie auch immer eine Leidenschaft oder ein Interesse dafür entwickelt hat, der merkt schnell, daß es bei ‘Israel und Umgebung’ nicht einfach so bleibt, man merkt und gerade auch wenn man ehrlich zu sich selber ist und ob man es wahrhaben möchte oder nicht, wie man angesichts der offensichtlich schon ewigen Probleme und Konflikte selbst bei aller Objektivität oder selbst auch Parteinahme zerrieben wird. Was gestern noch richtig schien, das scheint heute schon falsch zu sein und was gerade noch falsch schien, das scheint heute schon wieder richtig zu sein. Aber ist man deswegen gleich gegen Israel? Oder für Gaza und die Westbank? Oder und umgekehrt, hoch und runter, links oder rechts?
    Es geht und Menschen. So wie überall auf der Welt.

    Eine Anmerkung:
    Was mir persönlich und nachhaltig wirklich unangenehm aufgefallen ist, dass ist das, was in Bezug auf Israel und Gaza im Sommer 2014 passierte. Dieser fast schon Hass in den sozialen Netzwerken, der Leute erreichte, die auch nur ein ‘falsches Wort’ bzgl. des Krieges wagten. Das war wirklich erschütternd und reicht offenbar bis heute hinein. Aber diese oft an Hass heranreichenden Ausmaße betreffen nicht mehr nur ‘Israel und Umgebung’, es ist mittlerweile ein zeitgenössisches(?) Problem, das globale Ausmaße angenommen hat. Oder anders gesagt: This shit is global. Nowhere to hide or to run.
    Und wenn das die Zukunft ist? Wiederholt sich dann alles? Und haben die Menschen dann wirklich so wenig gelernt? Sind wir wirklich so primitiv?

    ‘Remembering the past, shaping the future.’ Yad Vashem, Memorial Pin.
    Wenn mir eines in meinem bisherigen Leben in fester Erinnerung ist.

    • @ Sebastien

      Markus Rosch, er ist ziemlich sicher kein Antisemit.

      Susanne Glass ist noch neu und unerfahren auf Ihrem Posten.
      Und darüber hinaus bisher ziemlich ignorant/arrogant ? was Rückmeldungen angeht.

      Der Beitrag war journalistisch schlecht und voreilig publiziert.
      Blöderweise nicht in einem “subjektiven Blättchen”, sondern öffentlich und meinungsbildend, zur besten Sendezeit, über eine “öffentlich-rechtliche Anstalt mit Bildungsauftrag”
      Ohne Ergänzung (in einer Sende REIHE von z.B. mehreren Folgen wäre dieser Beitrag vermutlich untergegangen) und/oder ohne ausgestrahlte Korrektur.
      Mit recht komischen “Begründungen” danach.

      Ein “Sturm im Wasserglas”, leider (Gott-sei-Dank!) hausgemacht – und auch deshalb notwendig!

    • @Lotte
      Der Wasser-Beitrag mag voreilig und an nicht unbedingt an passender Stelle publiziert worden sein, dem mag ich nach dem ganzen Hin und Her durchaus zustimmen.
      Aber solche Dinge passieren in Zeitung, Funk und Fernsehen und betreffen nicht nur das Thema Israel.

      Man kann sich entsprechend, wie ich es z.B. tue, gerne auch mal die israelischen Online-Medien wie Times of Israel, Jerusalem Post usw. anschauen, da ist m.E. auch nicht immer alles koscher bzw. umfassend recherchiert, gerne auch was Auslandsthemen angeht, die bei genauerer Betrachtung gerne auch mal den Anschein erwecken, als wären sie unreflektiert von anderen Medien-Quellen übernommen worden. Da hat sich mir schon öfter die Frage gestellt, ob das gewollt oder mit anderen Worten gesagt, ob das tendenziell ist und in ein vorgefaßtes Meinungsbild paßten solle.

      Und was das Wasser-Thema angeht, so traue ich langsam niemandem mehr über den Weg, mit dem ich nicht selber persönlich gesprochen habe. Was natürlich nicht geht, ist mir schon klar.
      Aber hier wird jemand wie ein Herr Messerschmidt diskreditiert, ob zu recht oder unrecht, das sei jetzt mal dahingestellt. Ich mein ja nur mal im Vergleich, wenn man sich die hier u.a. andere beteiligte Person, den Herrn Journalisten Ulrich Sahm, anschaut. Hat man Sahm die letzten Jahre verfolgt, so bekam vermutlich nicht nur ich den Eindruck, er wäre Netanjahus inoffizieller Pressesprecher gewesen. Oh, sorry, habe ich jetzt den Sahm womöglich diskreditiert? Siehst Du, so schnell geht das. Also, man sollte besser vorsichtig bleiben mit all dem Gerede.

      Und was den ganz aktuellen Einspruch zu diesem Thema von Michael Wuliger in der Jüdischen Allgemeinen angeht, deren langjähriger Abonnent ich bin, so finde ich den Beitrag ziemlich daneben. Allein schon das Ende seines Beitrages “Mal sehen, was der zuständige Rundfunkrat dazu sagen wird. Mehrere Programmbeschwerden wurden bereits eingereicht” ist m.M. nach schon fast peinlich, klingt es doch fast wie ein Drohung. Man könnte womöglich auch sagen, es klingt wie eine Einschüchterung zukünftiger journalistischer Tätigkeit der beteiligten Journalisten.
      Aber kündige ich deswegen mein Abonnement? Natürlich nicht, denn wie albern wäre das denn?

      Was Susanne Glass angeht, die noch relativ neu auf ihrem derzeitige Posten ist und von der Du mit einem Fragezeichen versehen meinst, sie sei ignorant/arrogant was Rückmeldungen angeht, also da frage ich Dich, Lotte, was für ein Anspruchsdenken Du diesbezüglich hast? Da muß ich fast lachen. Und das darfst Du dann ruhig arrogant nennen.

      Aber ich sag Dir jetzt mal was dazu, etwas was Teamplay angeht und im Grunde schon fast als Metapher für das Thema Israel stehen könnte. Der hier oft und immer wieder erwähnte ehemaliger Leiter des ARD-Studios Richard Schneider, den auch ich sehr schätze, hat seinen Kollegen bzw. seiner Nachfolgerin sicherlich keinen Gefallen getan, indem er seinen journalistischen Abschied aus Israel über die Maßen öffentlich thematisiert hat. Denn das macht es den Kollegen vor Ort zumindest nicht leichter, denn ein Vergleich hallt dadurch lange nach. Und das ist meiner Einschätzung nach bei den Kollegen in den ARD-Redaktionen vermutlich nicht besonders gut angekommen. Im Sport würde man m.E. sagen, das war ein unnötiges Foul, diese Grätsche, und dann noch gegen das eigene Team.
      Keine Ahnung, ob Schneider das bewußt war. Aber ich möchte doch mal behaupten, dass er schon ein riesengroßes Ego hat. Und das meine ich jetzt gar nicht negativ bzw. bewertend, sondern eher als Tatsache. Stimmt doch, oder? Vielleicht ist Schneider auch gerade deswegen so gut, was aber nicht bedeutet, die anderen wären schlechter. Anders halt.
      Und soviel zu der von mir erwähnten Metapher. Natürlich mit einem kleinen Augenzwinkern.

    • @ Sebastien

      Doch, Sie haben in vielem Recht. Auch was Voreiligkeit angeht (da packe ich mich durchaus auch an der eigenen Nase … wenn bestimmte Reizworte reichen).
      Zu Frau Glass, meine ich: Sicher hat sie eine eng bemessene Zeit und evtl. Rückmeldungen im Blog stehen vielleicht an aller-aller-letzter Stelle von der Priorität her. Trotzdem gab es von mehreren Seiten “Fragen” und “Rückmeldungen” und “Vorschläge” und “Bitten”. Wurde eine Einzige auch nur mit einem einzigen Satz im Blog beantwortet? Oder wurde in irgendeinem Punkt eine auch noch so kleine Veränderung sichtbar? Auch jetzt geht es gerade so weiter … also, will man (ARD/Deutschland oder Frau Glass/ vor Ort) es genau so.
      Für mich ist das schon “Ignoranz” (vielleicht übertrage ich auch: ich erlebe es z.Zt. als “Führungsstil” sowohl in meinem Beruf als auch in dem meines Mannes, sehr verschiedene Berufe. Es, dieses Nicht-Zuhören, macht so viel Aufgebautes kaputt, läßt ganz Junge reihenweise flüchten oder sich stromlinienförmig anpassen). Hoffentlich irre ich mich.
      Es tut mir einfach Leid um diesen wunderbaren Blog!
      Was die von Ihnen genannten israelischen Online-Portale angeht:
      Ja, oft fehlerhaft bzgl. Namen z.B.; manchmal oberflächlich bzgl. angerissener Thematik z.B.; hier und da auch tendenziös.
      Stört mich alles auch immer wieder. Trotzdem brauche ich sie als EINE Informationsquelle.
      Deshalb auch meine Kritik an der Sendung von M.Rosch/ARD Tel Aviv.
      Wer einmal die “Dauerberieselung” durch amerikanische oder australische Fernsehsender erlebt hat oder das relative Abgeschnittensein von großen Teilen der News/außerhalb vom asiatischen Raum (wie vor langer Zeit in Japan):
      Schätzt gut recherchierte Nachrichten mit Tiefgang und weitem Blick doppelt und dreifach!

      Danke für die lange Antwort.
      Schönes Wochenende!

    • @Sebastien
      Zwei Kommentare, die anders sind ….. Ein bisschen an den Schultern rütteln. Ey aufwachen! Danke Sebastien!
      Ich meine:
      Es ist alles gesagt und es ist gerade der Punkt erreicht, wo übertrieben wird. Man sollte den Blick für Realitäten nicht verlieren: Markus Rosch und Susanne Glass und die MitarbeiterInnen im ARD-Studio sind keine Israelfeinde und keine Antisemiten! Sie könnten dort sonst nicht arbeiten! Hört auf und empört Euch wenn es zuviel wird, wenn Kritik zur Hetze wird.
      Hört auf mit der Hexenjagd!

    • Ergänzung:
      ……und auch keine grundsätzlich schlechten Journalisten!

    • Ergänzung:
      …..und auch keine grundsätzlich schlechten Jouralisten!

  81. Ich würde fast wetten, dass beide Seiten – Israelis wie Palästinenser – wie so oft in dem Konflikt ihren Teil zum Problem beigetragen haben.

    Ich glaube nicht, dass Herr Messerschmid antiisraelisch ist, aber er ist auch kein sachlicher Experte mehr, sondern hat als Aktivist eine subjektive Meinung und lässt deshalb offensichtlich keine israelischen Argumente gelten – was irgendwo nachvollziehbar ist, denn Wasser ist ein Grundrecht.

    Aber wenn die Darstellung in der Bild stimmt, dann verstehe ich auch die israelische Seite: Es lässt sich durchaus streiten, ob Israel unbegrenzt Wasser in ein marodes und teilweise mutwillig zerstörtes Leitungssystem pumpen muss, nur damit bei den palästinensischen Endverbrauchern dann ein paar Tropfen mehr ankommen – vor allem, wenn die palästinensischen Behörden hier auch noch wirklich die Instandhaltung bzw. den Ausbau der Leitungen blockieren sollte. Israel kann in diesem Fall dann sicher nicht in die Pflicht genommen werden, mehr als eine lebensnotwendige Grundversorgung sicherzustellen. Der Rest wäre Aufgabe der palästinensischen Behörden.

    Bleibt zu hoffen, dass dieser Bericht der ARD nur eine Ausnahme war und zukünftig eine einseitige Berichterstattung unterbleibt. Es reicht schon, wenn PEGIDA und Co. es sich so einfach machen und die Welt in Schwarz und Weiß einteilen. Ich hätte gerne das ganze Bild – ohne dazu die Bildzeitung kaufen zu müssen.

  82. Wenn der ARD die Palästinenser so am Herzen liegen, warum berichten sie nicht über die Veternwirtschaft, dem Versickern von Spendengeldern und das die Kollegen der ARD gerade auch in de Westbank nicht frei berichten können? (Quelle: Reporter ohne Grenzen) Ich habe zu den Beitrag von Hr. Rosch meine eigene Theorie. Mir erscheint als müsste Journalisten in Israel einmal im Jahr solche Beiträge bringen, damit sich weiter in den Autonomiegebieten arbeiten können.

    • Ich stimme Herrn Stolpe zu! Der Bericht der ARD war erbärmlich und gespickt mit ” … ” und Halbwahrheiten.
      Z. B.: Ja, die Palästinenser dürfen nicht einfach so Brunnen bohren. Aber warum?
      Als sie das taten, sank der Grundwasserspiegel “bis ins Unendliche” und 95 % Salzwasser kam an dessen Stelle.
      Sind die Israelis jetzt also die Bösen (die ihnen 1/3 mehr Wasser liefern, als sie nach dem Oslo-Abkommen müssten, obwohl die Palästinenser seltenst die Rechnungen zahlen, wie es auch die Israelis tun müssen), weil sie das nicht zulassen?
      Mit dem vielen Geld, das sie Palästinenser erhalten haben, hätten sie sich längst eine Existenz aufbauen können. Aber da sie im Hass gegen Israel verharren, von ihren Obersten dazu aufgestachelt werden, wird das natürlich nichts.

      Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  83. Die Methoden der hier sich überschlagenden Israellobby hat niemand jemals besser beschrieben als der ehemalige USamerikanische Nahost-Botschafter Chas Freemann:
    Die Taktiken der Israel-Lobby stellen Höhepunkte der Schande und Unanständigkeit dar, sie schliessen Rufmord ebenso mit ein wie selektive falsche Zitate, vorsätzliche Verfälschung der Fakten, Fabrikationen von Unwahrheiten und vollkommene Missachtung der Wahrheit. Dazu bemerkt der Publizist Ludwig Watzal: Den Verleumdungskampagnen dieser Lobbyisten muss von allen Demokraten und zivilgesellschaftlichen Gruppen auf allen gesellschaftlichen Ebenen widersprochen und Widerstand entgegengesetzt werden.

    • Das ist doch nur allgemeines nebulöses Gerede, das sie von sich geben.
      Es gibt genug Zitate von der Hamas u. ä., die von ihrem abgrundtiefen Hass gegen die Juden / Israelis zeugen.
      “Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf der Welt. .Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion (!!!) und kein Gewissen. Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung zu Juden sei möglich, jeden, der glaubt, Juden seine Menschen (Abdallah Jarbu, stellv. Minister für religiöse Stiftungen der Hamas am 28.02.2010)
      “Die Juden sind nicht nur unsere Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten. Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben”
      (Qatar TV, 09.01.2009)
      Die Israelhasser haben die dickste Lobby – die UNO! Laut ständiger Tagesordnung muss sich das Gremium in JEDER Sitzung mit den Israel. Menschenrechtsverletzungen befassen. Diese Regelung existiert für kein anderes Land der Welt.
      Der I S, die Hamas, die Länder, in denen Christen und andere abgeschlachtet werden, werden dagegen nicht kritisiert. Weshalb auch? Die 50 Staaten, in denen Christen der schlimmsten Verfolgung ausgesetzt sind, sind alle UN-Mitglieder! Und 35 davon mit muslim. Mehrheit: Und diese verhindern, dass dieses Abschlachten erwähnt wird!

      ” … ”

      Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • @Wolfgang Behr
      “Die Methoden der sich hier überschlagenden Israel-Lobby hat niemand besser beschrieben als der ehemalige USBotschafter….”
      Ich meine, dieser Satz ist ein Widerspruch in sich, man beachte die Worte “HIER” und “EHEMALIGE”. Passt angesichts dieses Blogs überhaupt nicht zusammen. Ganz unabhängig davon, habe auch ich mich hier kritisch bzgl fehlender Hintergrundinformationen geäußert und schon bevor die ganze große Diskussion losging sachliche Fragen zum Interview gestellt, auf die leider nicht eingegangen wurde (soviel möchte ich nochmal zur Stellungnahme sagen) Gehört man, wenn man mehr und nicht einseitig informiert werden will automatisch zur “Israel-Lobby”? Was soll das hier in diesem Leser- und ZuhörerInnenforum. Werfen Sie bitte diesen Begriff nicht so einfach in den Raum, differenzieren Sie statt zu verallgemeinern. Es gibt schon genug böses Blut. Bitte nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen!

  84. Der heutige Beitrag in der “Jüdische Allgemeine” (jaja, ich weiss, völlig voreingenommen, da jüdisch 🙂 … )
    ” Tagesschau im trüben Wasser ” von Michael Wuliger
    trifft es ziemlich gut.

    • Israel konnte nur gegründet werden, weil die Briten mit dem Balfour Abkommen 1917, jüdischen Zionisten Zugeständnisse machten bezüglich eines eigenen Staates.
      Die politische Entwicklung in Palästina ist ausreichend dokumentiert, nach der Verabschiedung des UN-Teilungsplans am 29.11.47 begannen die bewaffneten Kämpfe der zionistischen Milizen, die Briten haben die Vertreibung der Palästinenser nicht verhindert, sondern den Terror zugelassen und sind abgezogen.
      1948 fand durch Terror und Mord, ausgeführt von auch von Überlebenden der Shoa, die sich in den Gruppen wie Hagana usw. organisierten, die Vertreibung von fast 500.000 Palästinensern statt. Stellvertretend für den Terror steht das Massaker von Deir Yassin am 9.April mit den Palästinensern, die bereits vor 1948 vertrieben wurden, mussten etwa 800.000 Palästinenser ihre Heimat verlassen.
      Dies war der Beginn der permanenten Nakba der Palästinenser und Israels Besatzungspolitik, Wasserkontrolle, alltägliche Schikanen wie die Zerstörung von Häusern, die mit Hilfe der UN gebaut wurden, aber zu dicht an Siedler Häusern standen und völkerrechtswidrige Siedlungspolitik hat das Ziel auch die letzten Palästinenser zu vertreiben und das Land für Israel zu besetzen.
      Ich empfehle Filme wie Gelobtes Land, Töte zuerst und andere, wer die Wahrheit wissen will kann sie erfahren.
      Ansonsten gibt es einige in Deutschland, die sich zum Verteidiger der rechtsfaschistischen Politik Israels gegenüber den Palästinensern aufschwingen und jegliche Kritik als antisemitisch diffamieren, letztlich eine Instrumentalisierung.

    • Was hat das, auch die Filme, konkret mit den INHALTEN im heutigen Artikel in der “Jüdische Allgemeine” zu tun?

    • Wenn wir schon bei Leseempfehlungen sind:
      Lizzie Doron,
      “Who the Fuck Is Kafka”
      dtv, 2015

  85. @ Redaktion

    Bei Ihrem 1. Blog-Beitrag zum Thema, vor kurzem erst, hatten mehrere Leser um Quellennachweise und Publikationen zwecks Überprüfung des Publizierten und zwecks eigener Wissensvermehrung nachgefragt.

    Welch Ironie 🙂

    Ich bedanke mich bei nahezu allen Kommentatoren jetzt – auch wenn ich Ihre Meinung nicht in allen Fällen teilen muss – für die Fülle an breit gestreuten Info’s und interessanten Links, die ich nun zum Thema erhalten habe!

    • Die jüdische Allgemeine kann man getrost als Zentralorgan Israels in Deutschland bezeichnen.
      Da wird jede Kritik an Israels Politik und politische Aktionen der Solidarität mit den Palästinensern wie BDS als antisemitisch diffamiert.

    • @GUDRUN AßMANN

      BDS will Israel schaden, aber es hilft den Palästinensern nicht. Jedesmal, wenn eine israelische Firma im Westjordanland schließt, verlieren zahlreiche Palästinenser ihren Arbeitsplatz und damit das Einkommen, auf das sie angewiesen sind.

    • @ Gudrun Aßmann

      ” Die Jüdische Allgemeine ist Deutschlands einzige überregionale jüdische Wochenzeitung und wird vom Zentralrat der JUDEN IN DEUTSCHLAND herausgegeben” (googlen oder lesen).

      Dass sie inhaltlich eher pro-israelisch ist, bestreitet niemand.
      Dass sie unter der Knute der israelischen Botschaften bzw. eines rechtsfaschistischen Staates Israel, der undercover Knute des Mossad oder der undercover Knute jüdischer Weltverschwörung steht: ist mir neu.

      Umso wichtiger, dass die Redakteure des Studio Tel Aviv und dieses Beitrages (darum ging es): Endlich ALLE Quellen nutzen, bevor sie publizieren.

  86. Liebe Redaktion,
    Es ist schon erstaunlich, was Ihr Beitrag ausgelöst hat: eine Welle oft vorurteilsvoller z.T. völlig unsachlicher und hasserfüllter Kommentare. Alles nur, weil über die ungerechte Verteilung des Wassers in Palästina berichtet wurde. Das hat schon Amnesty International in demBericht “Wassernöte” aus dem Jahre 2009 festgestellt:

    ” … ”

    Hier wird festgestellt, das Israel völkerrechtwidrig den Palästinensern Wasser vorenthält und z.B. nicht nur palästinensische Bewässerungsanlagen und Zisternen zerstört, sondern auch Tanklastwagen konfisziert. Israel ist Besatzungsmacht und hat die völlige Kontrolle über die Wasservorräte völkerrechtswidrig an sich gerissen.
    Wenn man nach Jerusalem kommt, weiß man sofort, in welchen Häusern Araber und in welchen Juden wohnen, denn nur die palästinensichen Häuser haben Wassercontainer auf dem Dach, weil Ihnen das Wasser gelegentlich abgestellt wird, die jüdischen Bewohner brauchen das nicht, denn sie bekommen immer Wasser im Überfluss.
    Bleiben Sie bei Ihrer sachlichen Berichterstattung. Nicht ‘für oder gegen Israel oder Palästina’, sondern ‘für die Menschenrechte’ sollte die Richtschnur sein.

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

    • @Claus Walischewski

      Ich lebe in Zentralisrael. Was sehe ich wenn ich aus dem Fenster im 4. Stock schaue? Wassercontainer auf allen Dächern der niedrigeren, älteren Häuser, sowie neuen Einfamilienhäuser. Sie sind weiss und dienen der Nutzung von Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung. Bei neueren, bzw. Hochhäusern befinden sich wegen der Optik diese Wassercontainer hinter einer Verkleidung auf dem Dach, so dass sie nicht sichtbar sind, oder, wenn man Glück hat, auf den Etagen, angeschlossen an Sonnenkollektoren auf dem Dach.
      In den palästinensischen Gebieten sind solche Wassercontainer schwarz, grau oder auch weiss. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, vielleicht spielt ja hierbei Verfügbarkeit oder Preis eine Rolle.
      Wenn Sie sich mit dem Thema Wasserversorgung ausführlich befasst haben, sollte Ihnen das, ebenso die Tatsache, dass ca. 90 Prozent der israelischen Haushalte und ca. 70 Prozent der palästinensischen Haushalte Solarenergie nutzen, nicht neu sein.

      @ ARD Studio Tel Aviv
      Der Kritik des Tagesthemen-Beitrags möchte ich nichts weiteres hinzufügen. Ich denke, es wurde schon alles gesagt und das zu Recht. Man sollte eben nur nach ordentlicher Rechere veröffentlichen und darf sich nicht wundern und gekränkt reagieren, wenn man das offensichtlich nicht getan hat.
      Nun gut, man will nachbessern. Das braucht Zeit.
      Es erstaunt mich nur sehr, dass der wunderliche hohe Feiertag, der ein Interview mit israelischen Vertretern unmöglich machte, bisher nicht benannt wurde – ein Schelm, der Böses dabei denkt…

  87. Danke.
    Ich lerne immer mehr dazu!
    Dass Sie z.B. “Bremer Bezirkssprecher von Amnesty International” sind,
    mit u.a. Aktionen zur Unterstützung israelischer Kriegsdienstverweigerer (Stand 2013).
    Dass Sie z.B. ein engagierter Anführer der BDS Bewegung vor Ort sind,
    mit Aktionen in örtlichen Drogerien, Kaufhäusern und Läden, die von den Besitzern (auch jüdischen) fordert, Produkte aus illegalen Siedlungen Israels zu kennzeichnen (Stand November 2015; diese Aktion hatte allerdings dann doch ein juristisches Nachspiel).

  88. Meine detaillierte Analyse zu dieser Stellungnahme können Sie auf meiner facebook-Seite unter meinem Namen Heike Erdmann (Lyon) finden.

  89. Gerade wegen unserer Vergangenheit schäme ich mich immer mehr für diese unterschwellig antisemitische Berichterstattung. Passt gut zu gemeinsam definierten Zielen zwischen Nahles und Fatah, Beifall-Rede der Palästinenser im Europaparlament und und und. Deutschland hat genau die “Eliten” die es verdient. So ist wenigstens der Weg zum Schwellenland sicher und damit die Unwichtigkeit dessen, was in diesem Land an Auswurf produziert wird. Gut, dass ich schon lange weg bin.

  90. @ GUDRUN AßMANN

    Das ist doch nett von Ihnen, die “Faschismus-Keule” auszupacken.
    Historisch belegt ist die ideologische und faktische Nöhe der arabischen Bevölkerung im Mandatsgebiet zum faschistischen Deutschland.
    Historisch belegt ist die Tatsache, das Hisbollah-Kämpfer noch heute mit dem Hitler-Gruß salutieren.
    Historisch belegt ist dass – abgesehen von der palästinensischen Propaganda – ca. 100.000 Araber aus Israeö vertrieben wurden.
    Historisch belegt ist, dass die “Führer” der Araber die eigene Bevölkerung zur Flucht aufforderten.
    Historisch belegt ist, dass ab 1948 ca. 800.000-1.000.000 Juden aus arabischen Staaten vertrieben wurden.
    Historisch belegt ist, dass in arabischen Staaten auch heute systematische Vertreibung, Entrechtung und Ermordung von Chtisten vorgenommen werden

    Ihre Äußerungen lassen nur den Schluss zu, dass Sie hier linksfaschistische Positionen vertreten.

    • “Historisch belegt ist die ideologische und faktische Nöhe der arabischen Bevölkerung im Mandatsgebiet zum faschistischen Deutschland.”

      Ihre Nähe zum faschistischen Deutschland ist vielleicht belegt, aber den Beleg für die arabische Bevölkerung müssen sie schon liefern. zu ihrer rassistischen Behauptung wird es aber keinen Beleg geben, weil es nichts als eine rassistische Verleumdung ist, wie sie so oft von ihnen kommt. Ihre einseitige Verteufelung der arabischen Zivilbevölkerung stinkt nach purem Rassismus!

  91. @ Claus Walischewski

    Strafanzeige gegen Claus Walischewski u.a. wegen des Verdachts der Amtsanmaßung (§ 132 StGB)

    Trifft das zu, Herr Walischewski?

    Mein tief empfundenes Mitleid. Sie kämpfen doch für die rechte Sache – oder ist es die linke?
    Diese Frage ist schwierig, gelle? Antisemitismus von links oder rechts ist und bleibt Antisemitismus.

    Aber Sie beteiligen sich aufrecht an der Zuschriftenkampagne der Judenkritiker. Wie kam denn das jetzt zustande? Ach so, soziale Netzwerke.

  92. @ Claus Walischewski

    Bester, Sie schreiben hier absurde Geschichten.
    Wassertanks auf den Hausdächern können Sie auch massenhaft in Tel Aviv sehen.
    Aber Sie können den Unterschied zwischen arabischen und jüdischen Wohngebieten an etwas anderem erkennen: dem Müll auf der Straße.
    Allerdings: Die Unltra-orthodoxen sind gleichermaßen verantwortungsvoll.

    Es ist wirklich blöde, wenn man=Sie der propandistischen Manipulation überführt wird.
    Sind Sie ein Überzeugungstäter?
    Dann sind Sie nicht weit entfernt von AFD und IS.

  93. Abgesehen davon, dass es hier in Wirklichkeit um die Qualität und Seriosität journalistischer Arbeit des ARD-Studios Tel Aviv geht, damit einhergehend einer Einseitigkeit und Manipulation der Öffentlichkeit, ist es doch sehr verwunderlich, dass sich urplötzlich Menschen hier zu Wort melden, die noch nie einen Beitrag gepostet haben. Dabei ist die unfassbare Anzahl der Israelkritiker bemerkenswert.
    Daraus muss sich die Frage ergeben, wie so etwas entsteht.

    Der ARD-Beitrag hat zu heftigen Reaktionen geführt, dem Studio wurde nachgewiesen, dass es schlampig, um nicht zu sagen einseitigig und tendenziös recherchiert und berichtet hat.
    Der Widerspruch gegen diese ARD-Berichterstattung führte nun aber dazu, dass urplötzlich eine große Anzahl von Schreibern nicht nur das erste Mal, sondern auch nur ein Mal, ohne Reaktion auf Reaktion gepostet haben.
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass hier eine konzertierte Aktion stattfand, um die Meinungshoheit zu gewinnen. An einer Auseinandersetzung mit der Qualität des ARD-Beitrages, mit dem Beitrag von Herrn Rosch (er muss immer wieder genannt werden), ist den Israelkritkern nicht gelegen.
    Ihnen geht es ausschließlich darum, Israel anzugreifen und alle (ALLE !) Handlungen der Palästinenser zu rechtfertigen.
    Anything goes. Alles ist erlaubt. Es gibt keine moralischen Maßstäbe mehr. Egal, was es ist, ich darf morden.

    Es ist peinlich, wenn ich mir die Beiträge der Israelkritiker durchlese.

    • @gunther, da hast du dich wieder einmal richtig ins Zeug gelegt, um mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten den Unterdrückungscharakter einer Besatzung beschönigen und/oder ganz vergessen machen zu wollen. Hör auf von Moral zu reden oder schlimmer noch sie zu predigen. 750.000 Menschen hat man vertrieben, die Hälfte aller palästinensichen Dörfer (450) wurden zerstört. Du schweigst, wie immer. Anstatt argumentierst du, dass 800.000+ Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden. Das ist wohl nicht Schuld der Palästinenser, sondern auch Resultat zionistischer Besiedlungspolitik und teilweise von Zionisten inszeniert um einen neuen Staat mit Menschen bevölkern zu können. Habe schon öfters darauf hingewiesen, aber würde gerne Näheres erfahren. Um ehrliche Vergangenheitsbewältigung geht es leider noch nicht. Anstatt dreht sich der Kampf immer wieder darum Unrecht in Recht umfunktionieren zu wollen. Du benutzt gerne die Anklage gegen den Antisemitismus, ohne zu erkennen, dass Palästinenser heute so behandelt werden, wie das früher Juden erfahren haben.

  94. Eckegard Drost schreibt am 18.2.2014:
    Ich bin als Menschenrechtsbeobachter des Weltkirchenrates seit Herbst 2011 bis Frühjahr 2013 zweimal für jeweils drei Monate in den Besetzten Gebieten gewesen. Mein Fazit, das auf eigener Beobachtung beruht: Die israelische Regierung entzieht bewusst und systematisch den Palästinensern ihr Recht auf eine menschenwürdige Versorgung mit Wasser. In Jayyous, einem Dorf mit 4000 Einwohnern im Nordwesten, wurde ab 2003 die Sperranlage so gezogen, dass 75% der landwirtschaftlichen Fläche abgetrennt wurde. Bauern dürfen ihr eigenes Land nur mit einer von israelischen Behörden ausgestellten Genehmigung zu bestimmten Zeiten betreten und wieder verlassen. Auf diesem Land liegen sechs Brunnen, deren Wasserentnahme durch die Bauern von der israelischen Behörde streng reglementiert ist. Sie richtet sich nach den 3000 Einwohnern, die der Ort im Jahr 1982 hatte und seitdem nicht mehr erhöht wurde. Plombierte Wasseruhren stellen jeden Mehrverbrauch fest, der dann von den Bauern bezahlt werden muss. Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation EWASH, die sich speziell um das Wasserproblem kümmert, haben 200000 Palästinenser keinen direkten Zugang zu Wasserstellen und müssen erheblich viel Zeit und Geld zur Erlangung dieses Lebensmittels aufwenden. Auf der anderen Seite findet der Besucher Israels einen wunderschönen „Waterpark“ zwischen Jerusalem und der östlich gelegenen Siedlung Ma´ale Adumim, für deren 40000 Einwohner drei Swimmingpools zur Verfügung stehen.

    • bei allem Respekt: ein “Recht” auf kostenlose Belieferung mit Wasser gibt es nicht – bekanntlich muss man dafür bezahlen, und gesichert sind die Wasseruhren bei uns auch, ebenso wie man bei uns nicht einfach privat Brunnen bauen darf, und noch etwas: wenn sich die Einwohnerzahl von Orten unter Kontrolle der arabischen Autonomiebehörde erhöht, dann muss sie eben für die nötigen Lebensmittel und das Wasser selbst sorgen so wie jeder andere Staat auch – ggf. durch Entsalzungsanlagen wie das zB Israael macht. für die Korruption, Ineffizienz und die Überbevölkerung des Gaza-Streifens sind doch allein die dortigen Einwohner verantwortlich – sie haben die dortige Regierung schließlich gewählt und müssen (wie jeder verantwortliche Mensch) bei einer Familienplanung vorher für die zu gründende Famlie und die Kinder, die man in die Welt setzt, eine eigenständige aus eigener Kraft eine Existzengrundlage schaffen; genau das ist übrigens der Kern der protestantischen Arbeitsethik, die hoffentlich bei einem von der deutschen Evangelischen Amtskirche bezahlten Funtkionär nicht an letzter Stellle stehen sollte.

    • @ Dr.Jan Robert v. Renesse
      Ich habe gerade Ihre Biographie auf Wikipedia gelesen: Respekt !
      Gut, dass Sie hier Stellung bezogen haben.

  95. 1. Ich wünsche mir für die Berichterstattung aus Israel Herr Richard C. Schneider wieder zurück.
    2. Wünsche ich mir von den öffentlichen Medien nicht immer die gleichen Experten da diese auch in einer politischen Richtung stehen, meist links.
    Eine differenzierte Betrachtung der Lagen wäre gut.
    3. Lasst endlich die Kinder vor der Kamera weg. Diese wissen nicht für was Sie missbraucht werden. Das hat mich besonders bei diesem
    Beitrag gestört.

    • @Horst S., mit anderen Worten ein Land zu kolonialisieren,es zu enteignen, seine ursprünglichen Bewohner zu vertreiben, es jahrzehntelang besetzt zu halten und das tägliche Leben von Millionen von Menschen zu gängeln und zu kontrollieren und dementsprechemd ungerecht zu behandeln, das ist nur linke Politik oder ganz einfach permanente Verletzung universellen Menschenrechts?

    • @ Lieber Michael K.,
      Dein Kommentar passt überhaupt nicht zu meinen Anmerkungen: Früherer Kommentator, ausgewogene Berichterstattung, aller Sichtweisen, keiner Kinder vorführen.

  96. Habe leider keine Zeit, mir alle vorhergehenden Kommentare durchzulesen, daher bitte ich um Entschuldigung, falls meine Frage bereits im Thread geklärt wurde:

    Hat die Tagesschau-Redaktion schon erklärt,. weshalb dieser Beitrag ohne tagesaktuellen Bezug gesendet wurde? Schien mir nicht so recht ins Konzept “Das Wichtigste aus aller Welt in 15 Minuten” zu passen.

    Übrigens glaube ich nicht, dass hier eine antisemitische Agenda am Werk war, sondern viel eher schlechter Journalismus und mangelhafte Qualitätskontrolle.

  97. Liebe ARD,

    Diese “Richtigstellung” ist keine. Sie ist nr der Versuch sich zu rechtfertigen. Ist aber leider fehlgeschlagen. In Deutschland darf ich auch nicht einfach Brunnen bohren, oder? Im Nahen Osten ist Wasser ein knappes Gut. Sehr Knapp. In allen Ländern des Nahen Ostens gibt es zu wenig Wasser. Merkwürdig ist, dass es nur die Araber betriifft – denn die Juden haben Entsalzungsanlagen gebaut und in Abwasserrecycling investiert. So konnte viel Wasser gewonnen und eingespart werden.
    Aber warum sollte Israel das an die Araber verschenken, die diesen Ganzen Sommer nichts anderes im Sinn hatten als mit Messern und Autos Juden zu jagen?

  98. Der für das Tel Aviver Studio verantwortliche Sprecher des Bayerischen Rundfunks, Markus Huber (…): „Wir bleiben deshalb an diesem wichtigen Thema weiter dran und werden nach Abschluss unserer Recherchen darüber berichten.“

    Aha, das heißt also im Umkehrschluss: Bisher wurde zu diesem Thema nicht recherchiert!

    Was bedeutet das für die Qualität des Beitrages von Herrn Rosch?
    Er hat MEINUNG abgesondert.

    Frage bleibt, welches Ziel er damit verfolgte.

    Es ging ihm niemals um Aufklärung, um Information, sondern um Anklage.

    Zu Herrn Messerschmid: Er arbeitet für die palästinensische Wasserbehörde. Anders ausgedrückt: Wes Brot ich fress, des Lied ich sing. Er behauptet auch, die „israelische Besatzung“ sei Grund für den Nahost-Konflikt. Mit dieser Aussage qualifiziert sich Messerschmid nicht nur als Propagandist, sondern auch als historisch völlig unbeleckter Ignorant. Der Mann verkürzt, hat keine Ahnung. Aber von einem Wassermischer historische Kenntnisse zu verlangen, ist wohl auch übertrieben. Aber dann sollte er dazu auch die Klappe halten.

  99. @ Claus Walischewski
    Warte auf Ihre Antwort.
    Ach, geht nicht? Warum?

  100. Mehrere Artikel zum Thema Wasserknappheit in der West-Bank zum Beispiel in Salfit gab es zu Beginn des Ramadan in der dritten Juni Woche diesen Jahres. Der jüngste Artikel dazu kam von Al-Jazeera am 23. Juni. Danach kam nichts mehr auch in arabischen Nachrichtenquellen. Soweit meine Recherche. Der Bericht in der Tagesschau fußte demnach nicht auf aktuellen Begebenheiten. Warum nicht und was soll das? Die Tendenz dieses Artikels war ja, das böse Israel zu beschuldigen den armen Arabern den Wasserhahn zuzudrehen.
    Weiterhin wurde die Abwesenheit eines israelischen Beitrags damit begründet, dass wegen eines Feiertages niemand erreichbar gewesen sein soll. Ein Feiertag war hier der 9. Juni mit Tischa be Aw. Davor und danach wäre es problemlos möglich gewesen eine Stellungnahme von israelischer Seite zu bekommen. Sie konnten also schon, sie wollten nicht. Der Beitrag ist nach wie vor tendenziös und verstößt damit gegen Richtlinien seriösen Journalismus dem sich auch das ARD verpflichtet fühlt oder etwa nicht, wenn es um Israel geht?

  101. Abgesehen davon dass der Bericht Falschinformationen liefert und Weiteres, wie in der Stellungnahme die (wissentliche?) Lüge dass es zum Drehzeitpunkt ab dem 08. August einen hohen jüdischen Feiertag gab und deshalb keine Informationen von israelischer Seite eingeholt werden konnte, das in den Kommentaren bereits genannt wurde.
    Wie sieht es damit aus, dass der Bau von Entsalzungsanlagen von palästinensischer Seite abgelehnt wurde um sich wiederum absichtlich ihrer Eigenverantwortung für die eigene Bevölkerung und die gesamte Wasserknappheit in der Region zu entziehen. Abgesehen von der ganzen Verschwendung die auf palästinensischer Seite stattfindet und der unterlassenen Verpflichtung und unterlassenen Hilfeleistung der eigenen Bevölkerung gegenüber die eigenen Wasserleitungen gefälligst zu reparieren. Keinen Handschlag tun wollen und immer nur fordern, das ist abstoßend und absolut Verantwortungslos. Die Gelder die sie dafür nutzen sollten stecken sie stattdessen in Waffen und Raketen, die man nicht trinken kann.

    • Der einzige jüdische Feiertag zwischen dem 25.Juli und dem 3. Oktober 2016 ist der 14.August.
      Die ARD wird immer peinlicher.
      Jetzt können die Fachleute für Israel im ARD-Studio Tel Aviv nicht einmal den Kalender lesen. Da wundert es denn nicht mehr, dass sie ihren eigenen Themen nicht gewachsen sind.
      Die Konsequenz kann nur heißen: Die werten Journalisten mögen doch bitte endlich aufhören über anderes zu berichten als den Salzgehalt von Mittelmeer und Totem Meer. Da gibt es immerhin verlässliche (?) Zahlen.

    • @Lina, palästinensisches Wasser wird von einer Besatzungsmacht reguliert und verteilt. Dass es zu Wasserengpässen gekommen ist, bestätigt ein deutscher Experte. Man kann daran Zweifel haben, aber wer das Benehmen der Besatzungsmacht wahrgenommen hat, ist geneigt den Aussagen zu glauben. Wer schlägt eine Entsalzungsanlage vor? Und besonders wo? Das entscheidet ja schliesslich nur der Besatzer.Warum soll man sich mit einer Besatzungsmacht arrangieren, aber die Besatzung selbst nicht in Frage stellen? Normalisierung ohne ein Ende der Besatzung? Das geht nicht und schafft nicht die Bedingungen um in einer konstruktiven Atmosphäre zu verhandeln. Und welches Vertrauen soll man in eine Besatzungsmacht haben, die mit einem erniedrigendem Genehmigungssystem das Leben eines Volkes kontrolliert und so unendlich schwer macht. Nicht einmal Regenwasser dürfen in Zisternen aufgefangen werden? Zisternen werden zerstört! Brunnen dürfen nicht repariert werden? Welch ein Zynismus. Man stranguliert durch die Besatzung das wirtschaftliche Vermögen eines Volkes, macht die Wartung von Wasserleitungen darüber hinaus abhängig von Genehmigungen der militärischen Verwaltung und geniert sich nicht von fehlender Reparaturverantwortung zu sprechen.

      Welch ein Zynismus! Den Untertanen zu verordnen keine Gelder für Waffen zu verwenden, selbst aber ungeheure Summen in einen militärischen Unterdrückungsapparat zu stecken, um statt Frieden nach militärischer Überlegenheit zu trachten und weiter ungehindert als Besatzungsmacht auftreten zu können, ja- das ist schon stark. Ist es wirklich ok im 21.Jahrhundert immer noch Kolonialpolitik zu führen und ein anderes Volk zu beherrschen und zu vertreiben? Viele finden das ok. Aber das gab es ja schon einmal und gelernt haben wir nichts.

  102. Sebastian

    Natürlich kann ich alles entschuldigen. Den falschen Zeitpunkt, die falsche Stelle.
    Nicht zu entschuldigen ist ein Journalisten-Beitrag, der jeglichen Maßstäben Hohn spricht. Recherche? Null. Distanz zum Thema? Null. Objektivität? Null

    Zu Herrn Messerschmid: Er arbeitet im Dienst der PA-Wasserbehörde. Was erwarten Sie? Herr Messerschmid hat sich über Jahre hinweg als Sprachrohr palästinensicher Propaganda gezeigt. Sie sollten dringend zu ihm recherchieren.

    Der wirkliche Skandal ist aber der Rechtfertigungsversuch des Studios. Mit Halbwahrheiten, Unwahrheiten (z.B. Feiertag) und die Berufung auf eigene Beiträge (!) zeigt diese Redaktion die eigene Unfähigkeit und Einseitigkeit.

    Ich kann alles entschuldigen. Nur weiter so. Die armen Journalisten des ARD-Studios. Entweder ist es Absichjt oder Unfähigkeit. Sie dürfen gerne entscheiden. Und dann wieder alles entschuldigen.

  103. @Renate (@Sébastien)

    “Es ist alles gesagt und es ist gerade der Punkt erreicht, wo übertrieben wird […]
    Markus Rosch und Susanne Glass und die MitarbeiterInnen im ARD-Studio sind keine Israelfeinde und keine Antisemiten! Sie könnten dort sonst nicht arbeiten!
    […]
    Hört auf mit der Hexenjagd!”

    Liebe Renate,

    ich teile Ihre Auffassung nicht.
    Ich glaube nicht, dass Kommentatoren, die ihrer Empörung Ausdruck verleihen, “übertreiben”.
    Wie kommen Sie darauf, dass Antisemiten ggfs. nicht im ARD-Studio in Tel Aviv arbeiten könnten?
    Sie empfinden die weiter eintrudelnde Kritik als “Hexenjagd”…

    Heute habe ich auf Twitter, als man Markus Rosch kritisierte, die Frage gestellt, ob es nicht ein noch grösserer Skandal sei, dass Frau Glass sich hinter Herrn Rosch stelle. Meine Frage wurde zitiert und an Frau Glass gerichtet, die ihrem Kollegen, Benjamin Weinthal (Jerusalem Post) antwortete, dass Sie sich “darüber wundere, dass [er] dies für eine gute Frage halte”. Herr Weinthal fragte nach dem Warum und bat sie, Stellung zu nehmen zu Henryk Broder’s Kritik auf seinem Blog. Frau Glass hat noch nicht geantwortet.

    Wahrscheinlich gehört es zum journalistischen Ethos, Kollegen nicht blosszustellen und lieber die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen. Ich bin immer wieder erregt über die Arroganz der Auslandskorrespondenten, die “professionell” über Kritik hinweggehen, darüber erhaben sind.

    Es heisst immer wieder, der Antisemitismus sei wieder salonfähig geworden und in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

    Stimmt das und wie kommt das?

    Antisemtismus, denken viele, das ist doch, wenn Rechtsradikale antijüdische Sprüche auf Demos herausposaunen. Antisemitismus ist auch, wenn ein islamistischer Anschlag auf Juden oder jüdische Einrichtungen verübt wird.

    Und wie sieht dieser Antisemitismus “in der Mitte der Gesellschaft” aus?

    Darüber kann jeder selbst nachdenken, aber es ist genau eine solche Berichterstattung wie die gerade diskutierte, die Antisemitismus wieder gesellschaftsfähig macht. Man scheint sich beispielsweise über Siedler empören zu “müssen”, und genaueres Hinsehen – so nimmt man an – ändere auch nichts an den offenbar augenscheinlichen Fakten.

    Warum hat es keinen ausführlichen Bericht gegeben über das Leid der Familie, deren 13jährige Tochter im Schlaf, in ihrem Bett, von einem Palästinenser bestialisch abgestochen wurde?
    Wahrscheinlich ging es dabei wieder um vorauseilenden “Schutz” der Siedler, denn diese jüdische Familie lebt im Westjordanland, wo sie, so die Auffassung derer, für die die Korrespondenten schreiben, nichts zu suchen haben, nicht wahr? Gibt es einen anderen Grund?
    Im Zweifelsfall kann man also verstehen, dass ein palästinensischer junger Mann ein junges Mädchen, in das er sich hätte verlieben können, abmetzelt.

    Verständnis für die Palästinenser: Ja.
    Verständnis für die Raison d’être jüdischer Israelis: Fehlanzeige.

    Man will nicht einmal genau wissen, warum die Israelis auch im Westjordanland wohnen. Man meidet die Thematisierung der jüdisch-religiösen Weltanschauung, die Hoffnung auf einen Dritten Tempel beispielsweise. Wie will man’s auch vermitteln, wenn es den Korrespondenten doch selbst komplett gegen den Strich geht und da die deutschen Zuschauer davon sicher nichts wissen wollen, bzw. man würde sicher erneut nur Ärger auf sich ziehen…

    Den Palästinensern hingegen muss man lassen, dass sie es mit den Juden ebenfalls schwer haben, dass sie die Juden ebenfalls nicht verstehen…

    Vieles fällt dabei aus dem Gesichtsfeld, vor allem der Blick aus dem All, um die Grösse Israels im Nahen Osten und in der arabischen Welt zu erfassen: Winzig klein und doch ein so grosses Ärgernis. Die armen Palästinenser… wem ist ihr Wohlergehen kein Herzensanliegen? Es ist bedeutsamer als das Elend syrischer Flüchtlinge oder der Opfer umliegender Regime.
    Dass es den Palästinensern im Westjordanland und mehr noch in Israel natürlich deutlich besser geht als Palästinensern in Syrien, im Libanon oder in Jordanien, muss ja nicht erwähnt werden.

    Indessen, während Israel am Ende doch erneut und immer wieder an allem Schuld ist, ist Israel an Hilfsaktionen in 76 Ländern beteiligt. Warum wird darüber nichts berichtet?

    Es gibt hier keine “Hexenjagd”, die auf die Vernichtung von Korrespondenten abzielt. Die Kritik gilt als Weckruf. Viele wünschen sich genau wie ich eine genaue, saubere Berichterstattung, die die Dinge zeigt, wie sie sind und nicht wie sie vom deutschen Publikum gesehen werden wollen.

    Sobald erkennbar ist, dass diese Kritik von den Verantwortlichen verstanden wurde, sobald entsprechend Konsequenzen gezogen werden, wird die Kritik verstummen.

    • @heike, nein, die Kritik wird nicht verstummen, solange Menschen wie du Partei ergreifen, ohne dass Recht oder Unrecht Leitschnur der Kritik sind. Eine 50 Jahre lang dauernde Besatzung kann doch nicht gerecht sein! Eine Besatzung führt so viel Unrecht mit sich, dass die angedeutete ungerechte Wasserverteilung für mich durchaus plausible ist.

      Es kann gut sein, dass Israel in vielen Ländern an Hilfsaktionen beteiligt ist, aber ändert es etwas daran, dass Palästinser keinen Einfluss auf ihre Wasserwirtschaft haben, Wasser ungerecht verteilt wird, nicht einmal geduldet wird, dass man Regenwasser in Zisternen auffängt, Infrastrukturmassnahmen nur mit Genehmigung der Militärverwaltung durchführen kann, usw.?

      Viele Israelis wollen Gutes tun, aber gegen den israelischen Sicherheitsapparat und das Militär kommt niemand an. Die sind Herr der Unterdrückung und die prägen eine Politik, die besagt Sicherheit erreicht man nur durch Unterdrückung. Aber das scheint dich nicht zu stören. Genau so wenig wie du meinst jüdische Siedler könnten sich doch im Westjordanland niederlassen und dabei einfach übersiehst, dass man die einheimische Bevölkerung vertrieben hat und ihnen weder erlaubt wieder in ihre Heimat zurückzukehren noch ihnen auch die Wahl der freien Niederlassung zugesteht. Nach internationalem Recht darf erobertes Gebiet nicht mit der eigenen Bevölkerung besiedelt werden. Selbst die USA sieht Israels Besiedlungspolitik als einen Rechtsbruch an.

      Es ist intellektuelle Schlampigkeit zu behaupten dass man Verständnis für die Palästinenser hat, aber nicht für das raison d’être jüdischer Israelis. Hier geht es um Recht und Unrecht, hier geht es um Menschenrechte. Oder willst du uns erzählen, dass Besatzung, die Vormundschaft eines Volkes über ein anderes Volk akzeptabel und banal ist? Willst du uns erzählen, dass die Kritik an der Enteignung eines Volkes, an deres Vertreibung, an der nicht aufhörenden Besatzung Antisemitismus ist? Du täuschst dich und willst bewusst deine Mitmenschen täuschen.

      In der Tat, was in Syrien passiert ist unmenschlich und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aber ein schlimmeres Unrecht hebt ja kein nicht so schlimmes Unrecht auf. Wie wäre es mit einer Hilfsaktion, die in Syrien unter furchtbaren Verhältnissen lebenden palästinensischen aber auch andere Flüchtlingen in Israel Zuflucht zu gewähren oder ihre Durchreise ins Westjordanland zu ermöglichen? So könnte man Menschen helfen.

      Vergiss es, deine Kritik ist kein Weckruf. Du betreibst Lobbyarbeit, hast aber den Blick für die Menschen verloren, die ein Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit haben.

  104. Dass sich ein Vorgesetzter “erst mal schützend vor seinen Mitarbeiter stellt”
    ist normal und auch charakterlich ein gutes Zeichen.
    Genau dieses Null-Reagieren auf Nachfragen, auch von Kollegen im gleichen Beruf und auf gleicher Ebene, nenne ich erst mal “Ignoranz” … und im weiteren Verlauf “Arroganz” (und auch nicht klug).
    Aussitzen und Weitermachen, weil man/frau es genauso will.

  105. Herr Rosch hat nachgebessert.
    Neuester Kenntnisstand: Die Aufnahmen fanden ab dem 8.August statt.
    Sendetermin war der 14.August.
    Zwischen dem 8. und 13.August gab es keinen jüdischen Feiertag.
    Schlussfolgerung? Herr Rosch, mit Rückendeckung von Frau Glass, versucht sich weiterhin herauszureden aus seiner ihm wohl bewussten, einseitigen Berichterstattung.
    Warum berichtet Rosch einseitig? Er bedient einen Mainstream, der, befördert und bedient durch die palästinensische Propagand (siehe Brunnenvergifter des Herrn Abbas), den Konflikt im Nahen Osten reduziert auf Israel.
    Rosch recherchiert nicht einmal im Internet zur Frage der Wasserversorgung im Westjordanland, sondern nimmt nur zur Kenntnis, was von palästinensischer Seite verlautbart wird. Er recherchiert auch nicht zu Herrn Messerschmid, stellt ihm auch keine kritischen Fragen, lässt ihn einfach labern.

    Nun kann das journalistische Verhalten des Herrn Rosch als Naivität oder auch als Unfähigkeit gesehen werden.

    Andererseits muss auch bei Herrn Rosch gefragt werden, welches Ziel er mit seinem Bericht verfolgt hat. Hat er doch, oder? Was war sein Erkenntnisinteresse, das er der Öffentlichkeit darlegen wollte?

    Das Eingeständnis, nachbessern zu “müssen” (nach der vehementen Kritik), löst er nur geringfügig ein. Und das ARD-Studio gibt damit zu, dass Roschs Beitrag den allgemein gültigen Maßstäben journalistisch einwandfreier Arbeit nicht entsprochen hat.

    “Klammheimlich” verbirgt sich aber hinter einer tendenziösen Darstellung eine tieferliegende Intention, mag sein ungewollt: Es ist die Bestätigung antijüdischer Vorurteile. Von einem studierten Historiker erwarte ich allerdings, dass er eine mögliche Ausschlachtung seiner Darstellung bereits vorher erkennt. Das gehört in dieser Fachwissenschaft zum grundlegenden Handwerkszeug quellenkritischer Arbeit und Interpretation.

    Nach wie vor bleibt die Behauptung, andere Quellen seien wegen eines nichtexistenten jüdischen Feiertags nicht zugänglich gewesen, eine Schutzbehauptung für die einseitige und tendenziöse Berichterstattung. Ich nehme an, dass diese Behauptung auch nicht verifiziert werden kann.

  106. @Heike
    Ich möchte nochmal auf die Punkte eingehen, in denen wir unterschiedlicher Auffassung sind, mich erklären und ihre Frage beantworten:

    1)
    “Es ist alles gesagt und es ist gerade der Punkt erreicht, wo übertrieben wird…..
    Ich meinte damit nicht, dass die Kommentatoren, die den Bericht kritisiert haben übertrieben haben, sondern dass vieles, was im Moment dazu kommt und noch doppelt und dreifach wiederholt bzw draufgesetzt wird, mehr und mehr verschwimmt, vom Eigentlichen ablenkt und, es um so schwieriger wird, die Kritikpunkte (zum Bericht und zur Stellungnahme) klar anzuschauen und zu bearbeiten.

    2) Zur Frage:
    Wie ich darauf komme, dass Antisemiten nicht im ARD-Studio arbeiten können?
    Sie haben recht, es gibt keinen Grund, weil Antisemitismus eine sehr weitreichende Erscheinung ist und überall offen und latent zum Ausdruck kommen kann und auch kommt.
    Ich denke jedoch, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender seine MitarbeiterInnen (und gerade vor Ort in TLV) mit der Thematik ausreichend konfrontiert. Dementsprechend in Form von Supervision oder anderen Methoden selbstkritischer Betrachtung für ausreichende Auseinandersetzung sorgt.
    Ich werde aber weiter über Ihre Frage nachdenken.
    Meine Einschätzung bezog sich vordergründig auf das, was ich bisher vom ARD-Studio und von den Journalisten vernommen habe. Gerade Markus Rosch und seine Reportagen sind mir seit langem vertraut. Mir stößt es ganz unangenehm auf, dass er aufgrund einer misslungenen Reportage, in der nicht ausreichend und gut recherchiert wurde, in dieser Art und Weise verunglimpft wird. Es ist ganz einfach mein Gefühl was mich dazu bewegt, ihn in gewisser Weise vor unsachlichen und zum Teil auch unverschämten Angriffen schützen zu wollen.
    Da gibt es diese Kommentare, wie „sechs, setzen!“ „Treten Sie zurück, Frau Glass“, welche mir, auch in Bezug auf die Studio-Leiterin, unangenehm aufstoßen. Ich empfinde eine tiefe Ungerechtigtkeit. Das ist alles.
    3) „Hört auf mit der Hexenjagd!“
    Nicht weitere sachliche Kritik empfinde ich als Hexenjagt. Die Art und Weise wie sie teilweise vorgebracht wird und das „Weitermachenwollen“, das „Fertigmachen“, den Eifer und den Geifer….Das empfinde ich als Hexenjagd. Ich beziehe es weiß Gott nicht auf alle Kommentare. Es reichen ein paar und ein paar, die sich daran hochziehen. Es ist etwas, was ich als schlimm empfinde. Niemand muss meine Auffassung teilen, aber vielleicht könnte man einfach mal darüber nachdenken, ob irgendwo was dran ist und sich manche Wortwahl sparen.
    So weit möchte ich Ihnen meinen Kommentar erklären.
    Zum Rest:
    Wie und warum sich Frau Glass hinter Herrn Rosch stellt, das kann und mag ich nicht beurteilen. Grundsätzlich denke ich erstmal, es ist gut, wenn sich die Vorgesetzte hinter ihre Mitarbeiter stellt, alles andere entzieht sich meiner Kenntnis.
    Zum Thema Siedler habe ich schon in vorhergegangenen Kommentaren das Blog von Chaya Tal erwähnt, dass für mein Verständnis einen guten Überblick zum Thema „Siedler“ aus Siedlerin-Sicht bietet.

    „Es gibt hier keine “Hexenjagd”, die auf die Vernichtung von Korrespondenten abzielt. Die Kritik gilt als Weckruf. Viele wünschen sich genau wie ich eine genaue, saubere Berichterstattung, die die Dinge zeigt, wie sie sind und nicht wie sie vom deutschen Publikum gesehen werden wollen.“
    Das es sie NICHT gibt, das bezweifle ich:
    Viele wünschen sich genau wie Sie und ich eine genaue und saubere Berichterstattung. Das stimmt!
    Und einige betreiben sie, wie ich es oben versucht habe zu beschreiben und deshalb gibt es sie in meinen Augen schon. Die Frage ist ob und wo man mitmacht oder eben nicht.
    Zum letzten Satz:
    „Sobald erkennbar ist, dass diese Kritik von den Verantwortlichen verstanden wurde, sobald entsprechend Konsequenzen gezogen werden, wird die Kritik verstummen.“
    Es wird sich zeigen. Ich hoffe jedenfalls sehr, dass diese unvollständige Wasser-Reportage nun korrigiert und ergänzt werden kann, offen gebliebene Fragen zusammenfassend beantwortet werden können.

    • Renate,

      könnte es sein, dass Sie in Ihrer wohlwollenden Verteidigung des ARD-Studios nicht erkennen, worum es hier in Wirklichkeit geht?
      Ihre Entgegnung auf Heike zeigt Ihre grenzenlose Naivität.

      Mit Roschs Beitrag wird hier massiv einseitige Berichterstattung verfolgt. Anstatt den Beitrag zu löschen, werden hanebüchene Erklärungen erlassen, die zudem noch Unwahrheiten beinhalten.

      Das ARD-Studio Tel Aviv muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mit seiner Berichterstattung, nicht zuletzt in den letztren Wochen (ach, Dienstantritt von Frau Glass), extrem einseitig zu berichten und damit antisemitischen Vorurteilen Vorschub zu leisten.

      Und jetzt reicht es endlich mit der Verteidigung dieses Studios.

    • @Renate

      Vielen Dank für die Erklärungen. Ich verstehe, was/wie Sie es meinen. Ich glaube, es ist so, dass einigen auch bei früheren Beiträgen eine pro-palästinensische Tendenz bei Herrn Rosch aufgefallen ist und dass diese Reportage nun das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Das erklärt wohl die besonders heftige Reaktion einiger.

      Mir persönlich ist seit dem Weggang von Herrn Schneider aufgefallen, dass Herr Rosch nun offener zu seinen Mainstream-Ansichten steht und weniger um “Ausgewogenheit” bemüht ist. Jüdische Themen interessieren ihn nun einmal weniger.
      Dies ist meine ganz persönliche Beobachtung und Einschätzung.

      Ich denke dazu, dass es Aufgabe der Studioleitung ist/sein sollte (?), die Ausgewogenheit der Berichterstattung zu übersehen, sicherzustellen, dass nicht zuerst Masse, sondern Qualität das Studio verlässt. Das wurde nun auch schon des öfteren angeführt. Daher bin ich jedoch ganz besonders empört über diese “Nachbemerkungen”.

      Es ist ganz sicher so, dass ein Vorgesetzter sich erst einmal vor seine Mitarbeiter stellt, aber man sollte dabei in der Sache auch differenzieren und Fehler klar beim Namen nennen. Lotte sprach ebenfalls von Ignoranz und Arroganz. Arroganz ist oft auch Ausdruck von Unsicherheit. Das muss nicht überraschen.

      Ich bin seit der Geburtsstunde dieses Blogs im Frühjahr 2012 mit dabei. Hier im Forum wurden immer heftige Debatten geführt und Reportagen buchstäblich zerlegt, teilweise durch weitere Informationen ergänzt. Das hat dieses Forum streckenweise sehr interessant gemacht. Der aktuellen Berieselung folge ich kaum noch, selbst wenn einzelne Beiträge für sich genommen interessant und technisch sogar brillant sein mögen.

      Die Diskussion, die wir hier nun gerade führen, ist/war auch inhaltlich auf das Wasserthema bezogen hoch interessant. Spätestens Donnerstag wird sie geschlossen und fällt dann einen Tag später auch aus dem Fenster. Vorbei, vergessen.

      Das wird so gewollt. Unsere Auseinandersetzung ist nur bedingt erwünscht; sie wird geduldet.
      Zuvor war sie das HERZSTÜCK dieses Blogs.
      Es war ein bisschen yeshivisch (?). Es gab immer wieder Argumente, Gegenargumente – zum Haareraufen, und ich habe manche Stunde Schlaf darüber verloren und wurde angeregt, zahlreiche Bücher zu lesen. Es war ein Blog, der Interesse geweckt, der auch Zeit gebunden und in jedem Fall integriertes Wissen vermehrt hat – pädagogisch bereichernd, persönlich wertvoll.

      Zu Beginn wusste ich recht wenig über Israel. Ich habe nach einem Zugang zu Israel und zur israelischen Politik gesucht. Ich war nur oberflächlich vertraut mit Israelkritik, den Anschuldigungen gegen Israel nach dem ersten Gazakrieg 2008/9, und dieses negative Bild passte nicht zu dem positiven religiösen Bezug, den ich gefunden hatte. Hier habe ich diese Dinge eins ums andere besser verstanden und vieles neu dazugelernt.

      “Tell me and I forget.
      Teach me and I remember.
      Involve me and I learn.”
      – Benjamin Franklin

      Now we’re being told.
      Hitherto we were involved.

      Für mich ist es nicht dramatisch.
      Ich habe gelernt,
      und ein Feuer wurde entfacht,
      das ohne fremdes Zutun weiterbrennt.

    • gunther
      “könnte es sein, dass Sie in Ihrer wohlwollenden Verteidigung des ARD-Studios nicht erkennen, worum es hier in Wirklichkeit geht?”

      Machen Sie sich darüber mal keine Sorgen und wenn Sie glauben, mich etwas fragen zu wollen, dann fragen Sie direkt. Ich weiß nicht, worauf Sie Ihre Wortwahl beziehen und mag nicht auf Spekulationen aufbauend eine Diskussion führen. Dieses Diskussionsforum dient mMn dem freien Gedankenaustausch und sollte keine Plattform für gegenseitige undifferenzierte Anmache sein.

      “Ihre Entgegnung auf Heike zeigt Ihre grenzenlose Naivität”

      Meine Antwort war nicht an Sie gerichtet, es war eine Antwort zu einer Stellungnahme zu meinem Kommentar und mein Anliegen war, mich nochmal dort zu erklären, wo es eventuelle Missverständnisse gab. Es war keine “Entgegnung” sondern eine Erklärung meiner Gedanken. So wurde es auch verstanden. Es bedeutet nicht automatisch Übereinstimmung. Das ist ok Genau für solche Diskussionen ist dieses Forum da. Ich schätze den gedanklichen Austausch, nicht aber undifferenzierten gegenseitigen Schlagabtausch.

      “Und jetzt reicht es endlich mit der Verteidigung dieses Studios.”

      Ich glaube, Sie verknüpfen hier zwei subtile Gedanken und haben eine Erwartung, der ich nicht gerecht werden mag. Es passt mAn auch nicht hier hin. Vielleicht haben Sie meine vorherigen Stellungnahmen und Auseinandersetzungen zum Thema Antisemitismus und der Aussage, “dass mit der Debatte doch endlich mal Schluss sein muss” nie gelesen. Wenn doch, sollten Sie eigentlich wissen, wie ich darüber denke. Es gab im Januar oder Februar einen langen Schriftwechsel zum Thema zwischen Heike und mir. Vielleicht erinnern Sie sich noch…..
      Meine jetzige Stellungnahme hatte andere Hintergründe und ich sage es nochmal:
      Für mich ist Herr Rosch nicht israelfeindlich und nicht antisemitisch. Punkt. Das ist, was ich denke und wird hier solange stehen, wie ich es für richtig halte.

    • @Heike
      “Die Diskussion, die wir hier nun gerade führen, ist/war auch inhaltlich auf das Wasserthema bezogen hoch interessant. Spätestens Donnerstag wird sie geschlossen und fällt dann einen Tag später auch aus dem Fenster. Vorbei, vergessen.”

      Ja, das ist so und das finde ich einfach ganz schlecht. Und ich finde, so, wie es jetzt ist, können die Themen garnicht wirklich angemessen diskutiert werden. Das würde ja gerade eine längere Auseinandersetzung erfordern, ein Abwägen der Argumente, Vergleiche, die Suche nach Verständigung usw.
      Die Thematik, um die es gerade geht, kann nicht mehr vertieft werden. Bis ich hier alles gelesen habe, was zum Thema Wasser jetzt an Informationen zur Verfügung steht, bis ich darüber nachgedacht habe und etwas dazu sagen kann, ist die Zeit um.
      So wird hier bis zum Ende nicht wirklich zum Thema diskutiert werden, stattdessen weiter über die oberflächliche und nicht objektive Berichterstattung der ARD. Und dann ist die Zeit schon wieder um. Das ist etwas, was ich wirklich kritisiere. Ich möchte die ARD-Studioleitung darum bitten, dies zu überdenken und den Kommentierungszeitraum wieder zu verlängern. Es war ein besonderes Blog, in dem es Raum und Zeit gab. Es war keine Eile geboten, einen Kommentar möglichst schnell und schlagfertig abzusetzen. Das Hauptanliegen war, dem Zuschauer Land und Leute näher zu bringen, durch qualitativ hochwertige Beiträge und ihn daran teilhaben zu lassen. Das wünsche ich mir zurück, Qualität statt Quantität und die Möglichkeit in einem ausreichenden Zeitrahmen, ohne unnötige Anspannung, teilnehmen zu können.

    • noch eine Ergänzung:
      eine Diskussion, zum Thema Journalismus, Antisemitismus, das Bedienen antisemitischer Klischees usw. haben wir nicht im Jan/Feb sondern Anfang März geführt. Es ging damals um die Reportage von Thorsten Teichmann “Den Finger zu locker am Abzug”. Kann man vielleicht nochmal nachlesen, wenn Interesse besteht. Der Vorteil zu dieser Zeit war tatsächlich noch, dass man mehr Zeit hatte, die Kommentarfunktion nicht gestoppt wurde. Die Diskussion ging damals auch nicht ewig lang, aber irgendwie war es entspannter, der Austausch für mein Empfinden, besser, vielleicht gerade aus dem Gefühl heraus, dass man Zeit hatte, das Thema zu beleuchten. Ich kann es nicht wirklich sagen, aber beim Nachlesen kam mir der Gedanke. Wäre schön, liebes ARD-Studio, wenn manches beim Alten bliebe.

    • @Renate

      “Bis ich hier alles gelesen habe, was zum Thema Wasser jetzt an Informationen zur Verfügung steht, bis ich darüber nachgedacht habe und etwas dazu sagen kann, ist die Zeit um.”

      So ist es.

      Ich fürchte jedoch, unsere Kommentierungen hier laufen ins Leere und werden von den Verantwortlichen nicht gelesen.

      Gibt es Ansprechpartner zwischen Rundfunkrat und den Korrespondenten, an die man diese Anliegen herantragen könnte?

      Ich fürchte jedoch weiter, dass sich nichts ändern wird, schon allein, weil es ganz oben nicht anders gewollt wird.

      Frau Glass’ sture Haltung ist nur damit erklärbar, dass sie sich der eigenen Rückendeckung von oben sicher ist.
      Italienische Verhältnisse…

      Man wird “nachbessern”. Nun denn.

  107. “Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft”
    … ist das Schweigen (Akkzeptieren; Nicht-Berichten) zu Vielem.
    … sind die kleinen, subtilen Bemerkungen über Juden/Gruppierungen der Juden/”merkwürdigen” Verhaltensweisen derselbigen bis hin zu “Lobby”/”Bankwesen”/”Presse”/”Einfluss”.
    … die fehlende Solidarität von Mitmenschen, die ansonsten mit allen möglichen anderen Menschen auf der ganzen weiten Welt solidarisch sind.
    Die Aktualität der “Protokolle der Weisen von Zion”, gut versteckt und untergejubelt … und bei bestimmten Ereignissen, spätestens im Verlauf, wasserklar hervorbrechend.

    • … ist die fehlende/verweigerte Wahrnehmung “des Juden”
      als “ganz normalen Menschen”
      im existierenden, bunten “Menschen-Zoo” – vom wunderbaren Menschen bis hin zum Vollidioten.

    • @Lotte, jetzt willst du uns auch noch verdummen. Ein Volk wird besetzt und unterdrückt und du kommst mit recht idiotischen, bewusst fehlleitenden Hinweisen. Wen interessiert denn noch das Protokoll der Weisen, wer nimmt das denn überhaupt ernst (ausser dir und gunther). Erzähl uns keine Märchen, die nichts, überhaupt nichts mit dem Problem der Besatzung und der ungerechten Herrschaft eines Staates über ein anderes Volk zu tun hat.

      Hör auf mit dieser Antisemitismusschleuder. Es kann doch nicht sein, dass ein Volk von einer militärischen Besatzungsmacht regiert und kontrolliert wird und man daran keinen Anstoss nimmt. Man nimmt nur Anstoss daran, dass über ein Unrecht berichtet wird, für welches selbige Besatzungsmacht verantwortlich ist. Diktaturstaaten können auch keine Kritik vertragen. Warum schweigst du zur Unterdrückung der Palästinenser und deren Leben in Unfreiheit? Warum lässt dich das Ghetto und grösste offene Gefängnis auf Erden, nämlich Gaza, kalt? Ohne Besatzung wäre das Wasserproblem eine interne Angelegenheit und/oder ein Problem das von gleichberechtigten Partnern eine Lösung finden würde.

      Nicht alles was du liest ist noch relevanr und macht Sinn.

  108. @Heike

    “die die Dinge zeigt, wie sie sind und nicht wie sie vom deutschen Publikum gesehen werden wollen.”

    Die nächste Frage wäre, warum das deutsche Publikum die Dinge so und nicht anders sehen will? Was war zuerst da, die Henne oder das Ei?

    Ist es so, weil sie von den GEZ-Medien so erzogen wurden? – und keine Zeit+Lust haben, sich selbst zu informieren, weil sie darauf vertrauen, dass die GEZ-Medien seriös sind und schon das Richtige vermitteln werden (wie blinder Gehorsam einer Autorität gegenüber).

    Oder aber die Aufarbeitung der Schuld ist noch nicht abgeschlossen und die Juden werden gerne als die Bösen gesehen, damit die eigene Schuld reduziert wird. In den 60er, teilweise auch in den 70er Jahren, war man aber doch zeitlich noch viel näher dran an der Schuld – damals, wenn ich das richtig mitbekommen habe, wurde Israel in der Mitte der Gesellschaft noch bewundert und unterstützt. Irgendwie ein Widerspruch.

    Oder die Schuldfrage soll jetzt endlich abgeschlossen werden, damit endlich wieder das gesagt werden kann, was man wohl mal sagen dürfen soll.

    Würde ein Korrespondent nach Tel Aviv kommen, der wirklich ausgewogen und korrekt berichtet (bzw. berichten will), dann wird er nach kurzer Zeit die Maulkörbe satt haben und gehen oder er wird gegangen.

    Es ist ein Jammer!

    • @ Lustig
      “in den 60er war man noch näher dran” – Vielleicht ein kurzes, punktuelles Aufflackern durch den z.B. Auschwitz Prozess, ansonsten glaube ich das nicht (ist aber ein anderes Thema).
      Was jetzt aber kommt: ist ein Wechsel.
      Zeitzeugen (die meist erst sehr spät, das zu-wenig-gewürdigte Geschenk der letzten Jahre durch diese Gesellschaft, “erzählen” konnten) sterben z.Zt. in großer Anzahl.
      Verantwortung – eben auch für die Medien.
      Israelhass, ob bewusst oder unbewusst-schlummernd-sich aufbauend, kann latenten Antisemitismus zu offenem, wieder salonfähigen Antisemitismus re-aktivieren.

    • @”Lustig”

      “Ist es so, weil sie von den GEZ-Medien so erzogen wurden? – und keine Zeit+Lust haben, sich selbst zu informieren, weil sie darauf vertrauen, dass die GEZ-Medien seriös sind und schon das Richtige vermitteln werden (wie blinder Gehorsam einer Autorität gegenüber).”

      1. Die meisten Leute haben selbst bei Interesse ganz einfach keine Zeit, sich selbst zu informieren und verlassen sich daher auf die Informationen, die sie bei Qualitätsmedien finden.

      2. Ich sehe darin nicht eine Form “blinden Gehorsams” einer Autorität gegenüber.
      Auf der anderen Seite setze ich mich selbst intensiv mit den hier diskutierten Themen auseinander und gebe auch manches davon an Freunde/Familie weiter, und da ist das Desinteresse an dem, was ich sage, recht gross, weil israelische Nachrichtenquellen, jüdische Nachrichtenmagazine oder jüdische Sprecher/Journalisten “nicht objektiv sein können”.

      Warum?? – ‘Weil es nun einmal so ist. Das ist doch logisch.’

      “Oder aber die Aufarbeitung der Schuld ist noch nicht abgeschlossen und die Juden werden gerne als die Bösen gesehen, damit die eigene Schuld reduziert wird.”

      Eine Schuld, die nicht gesehen wird, weil sie gar nicht vorhanden ist, kann nicht nicht abgeschlossen sein. Sie ist ganz einfach nicht da – und falls doch, so sind sich die Leute dessen nicht bewusst.

      “Oder die Schuldfrage soll jetzt endlich abgeschlossen werden, damit endlich wieder das gesagt werden kann, was man wohl mal sagen dürfen soll.”

      Da es diese Schuldfrage nicht mehr gibt, da sie fast vollständig mit den letzten noch Lebenden ausgestorben ist, sagt man, was man denkt.

      Die “GEZ-Medien” repräsentieren keine Übermenschen. Da sind Leute wie Sie und ich: Jedermann. Das Weltbild eines Journalisten muss sich nicht grundlegend von dem derer unterscheiden, die durch ihn informiert werden.

      Die Emotionalität ist nicht nur bei den Zuschauern gross, sondern Journalisten sind selbst nicht frei von persönlichem Empfinden, was den klaren Blick auf das, was ist, verstellt.

      “Würde ein Korrespondent nach Tel Aviv kommen, der wirklich ausgewogen und korrekt berichtet (bzw. berichten will), dann wird er nach kurzer Zeit die Maulkörbe satt haben und gehen oder er wird gegangen.”

      Das würde bedeuten/bestätigen, dass die Berichterstattung von Hause aus nicht neutral ist und nicht neutral sein soll und darf. Nicht neutral bedeutet auf Nahost bezogen, dass jede Einseitigkeit im Ergebnis anti-israelisch ist.

      MIr geht dieser Sachverhalt sehr unter die Haut, und ich kann nicht begreifen, wie es ist, dass Journalisten sich teilweise bei vollem Bewusstsein dieser anti-israelischen Agenda dienstbar machen. Ich sehe darin klar ein “Nichts von der Geschichte verstanden und nichts gelernt”.

      Den Verantwortlichen des Senders mag es dabei auch um ganz pragmatische “Interessen” gehen, aber ich möchte nicht Verständnis dafür aufbringen müssen sollen.
      Ich erwarte objektive und saubere, auf umfassende Recherche gründende Berichterstattung.
      An anderer Stelle wurde bereits gesagt, dass solche Berichterstattung zeitintensiv ist. Ja, so ist es. Weniger ist mehr!

    • @Lustig, Heike meinen “„…….die Aufarbeitung der Schuld ist noch nicht abgeschlossen und die Juden werden gerne als die Bösen gesehen, damit die eigene Schuld reduziert wird. In den 60er, teilweise auch in den 70er Jahren,……………….. wurde Israel in der Mitte der Gesellschaft noch bewundert und unterstützt. Irgendwie ein Widerspruch“.

      Nein, das ist kein Widerspruch. Das Schuldempfinden war so gross, dass man Israel und den Juden mit Sympathie und dem Wunsch auf Wiedergutmachung den Neuanfang in einem eigenen Staat von Herzen wünschte. Niemand vergisst den Holocaust oder versucht ihn in einem weniger grauenvollen Licht erscheinen zu lassen. Und Juden werden nicht als die Bösen gesehen. Es dauerte nur ein bisschen bis auch die Geschichte der Palästinenser sich aufdrängte gehört zu werden. Hier geht es um Vertreibung, Enteignung und Besatzung. Israels Staatsgründung wurde zu einem noch nicht beendetem Kolonialisierungsprojekt. Ist das bedeutungslos, war das keine menschliche Tragödie? Warum wird das nicht gesehen? Warum schweigt ihr dazu?

      Weiter wird behauptet….“würde ein Korrespondent nach Tel Aviv kommen, der wirklich ausgewogen und korrekt berichtet (bzw. berichten will), dann wird er nach kurzer Zeit die Maulkörbe satt haben und gehen oder er wird gegangen“.

      Hier werden Zeile für Zeile völlig inhaltslose Behauptungen abgedroschen, die sich in ein unkonkretes Nichts auflösen. Wer pro-israelisch ist will einfach keine Kritik hören. Basta! Die Tatsache, dass Israel als Besatzungsmacht schon seit 50 Jahren auftritt wird überhaupt nicht wahrgenommen (Maulkorbmentalität!). Und die, die Ausgewogenheit und korrektes Berichten als Mass aller Dinge ansehen, die sollte man fragen, wie sie wohl von und aus dem Ghetto in Warschau ausgewogen und korrekt berichtet hätten. Jetzt soll Warschau nicht mit Gaza verglichen werden (warum eigentlich nicht?), aber intellektuell ist es doch ein guter Test, die Begriffe Ausgewogenheit, Neutralität und korrektes Berichten in diesem Zusammenhang zu durchdenken.

      Jetzt kommt auch des öfteren der Begriff latenter Antisemitismus hoch. Als sei das eine genetische Angeborenheit. Dabei wird durch dessen Gebrauch nur versucht Tatsachen zu vernebeln (Besatzung, Besatzung) und um durch konkrete (nicht latente) Falschmeldungen den Schaden der Negativbilder ausradieren zu wollen.

  109. Meine Überzeugung ist, dass zuviele Beiträge in diesem Plog irgendwelchen fragwürdigen Ideologien geschuldet sind. Es ist sinnvoll sich an den Fakten zu orientieren.
    Wie ich schon an anderer Stelle gesagt habe, bin ich Pro-israelisch, dennoch bleibt mir nicht verborgen, dass Israel im Umgang mit den Palästinensern viele Fehler macht. Wenn menschrechte verletzt werden, dann spielt es keine Rolle, welche Ideologie dahinter steckt. Menschenrechte sind im 21 Jahrhundert ein unteilbares und absolutes “Gut”. Es muss heute nicht mehr diskutiert werden, ob Israel ein Existenzrecht hat – auch wenn viele radikale Islamisten den Staat Israel auslöschen wollen. In dem ehemaligen Mandatsgebiet Palästina lebten Araber, Juden und Christen. Keinem dieser Gruppen darf das Recht abgesprochen werden, dort zu leben. Jedem muss der Zugang zu dem sicherlich knappen Wasser ermöglicht werden. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass es von Seiten des Staates Israel keine Bestrebungen gibt, z. B. den Palästinensern Wasser vorzuenthalten. Es gibt verrückte auf der Einen, wie auf der anderen Seite.
    In einem anderen Plog habe ich auf die Situation in Silwan angesprochen; gleich darauf gab es wütenden Beiträge, dass Juden hier dabei sind, die arabischen Bewohner zu vertreiben. Wie so oft, ist es nur die halbe Wahrheit. Ich habe darauf hingewiesen, dass um 1880 ausschließlich jüdische Familien in Silwan lebten (ca. 40 an der Zahl). Diese Familien wurden von den Jordaniern um 1948 vertrieben und erst dann siedelten sich Araber dort an.
    Es gab Vertreibung von Arabern im Mandatsgebiet, es gehört aber auch zur Wahrheit, dass die Araber 1948 nach der Staatsgründung einen Vernichtungskrieg gegen den neu gegründeten Staat begannen, den sie “leider ” verloren.
    Es gehört auch zur Wahrheit, dass viele Maßnahmen Israels – nicht selten sehr fragwürdige Maßnahmen – , dem Terror geschuldet sind. Es ist unbestritten, dass Gaza heute einem Gefängnis gleicht, es ist aber auch unbestritten, dass dies wiederum mit dem dortigen Terorregime im Zusammenhang steht. Auf dem Tempelberg steht der schöne Felsendom, der zu einem Wahrzeichen von Jerusalem geworden ist. Es ist aber unbestritten, dass dort auch die beiden jüdischen Tempel gestanden haben, die von Okkupanten zerstört wurden. Es ist auch wahr, dass lange bevor es den Islam gab, Jerusalem eine durch und durch jüdische Stadt war.

    • @PMorguet, dein Kommentar klingt versöhnlich und es gäbe ja auch die Möglichkeit ein Zusammenleben zu denken, sich darauf einzustellen. Aber irgendwie müsste man die Hoffnung hegen, dass es auch anders geht und gehen sollte. Eine Aufarbeitung der jüngeren Geschichte wäre notwendig, aber das wird vermieden und liegt nicht gerade in der Luft.

      Ich bin mit einer bestimmten Erzählung gross geworden, musste aber später erkennen, dass es auch eine andere Wahrheit gibt. Ich versuche zu verstehen, weiss aber nicht alles. Aber wenn Silwan dein Interesse als Jude weckt, dann – so dachte ich es mir- weil du wie ich davon gehört hast, dass sich in Silwan einiges tut. Für mich sieht das nach dem Versuch aus den arabischen Teil Jerusalems weiter zu judaisieren. So wie ich die Situation lese, geht es da nicht immer mit rechten Dingen zu und hier zeigt sich der Besatzungscharakter Israels. Die arabische Bevölkerung ist unter grossen Druck und kann wenig Hilfe von der Verwaltung ihres Unterdrückers erwarten.

      Du hast sicherlich Recht ( ich weiss es nicht, aber es ist durchaus plausibel) das Silwan um 1880 von Juden bewohnt war. Zu diesem Zeitpunkt gab es übrigens nur sehr wenige Juden auf dem Gebiet was heute Israel-Palästina ist ( einige Tausende) und es ist mein Eindruck, dass Juden und Araber durchaus friedlich miteinander lebten. Aber wenn du meinst, dass es nichts Unrechtes ist sich als Jude dort wieder niederzulassen, dann sollte das wohl auch für die Palästinenser gelten wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Und genau das ist nicht der Fall. Sie haben nicht die gleichen Rechte oder besser , sie haben einfach keine Rechte. Ich hoffe, dass du für diese Behauptung ein Ohr hast (Übrigens, Lustig, Heike, Lotte, würden eine solche Tatsache als unausgewogen, als nicht neutral bezeichnen = eigenartige Auffassung von Ausgewogenheit und Neutralität).

      Ich höre auch immer wieder, dass die Araber einen Angriffskrieg gegen Israel anfingen, verloren und damit das Recht auf ihre Heimat verloren hatten. Ich glaube zu dieser Geschichte gehören auch die vorangegangenen jüdischen Terroraktionen, die schon vor der Staatsgründung Israels stattfanden und die schon Hundertausende in die Flucht getrieben haben. Man verliert nicht einfach einen Krieg und kann dann tun und lassen wie man will. Wer Frieden will und friedliche Koexistenz anstrebt, der kann sich mit einer solch vereinfachten Erklärungen nicht zufrieden geben.

    • “… es gehört aber auch zur Wahrheit, dass die Araber 1948 nach der Staatsgründung einen Vernichtungskrieg gegen den neu gegründeten Staat begannen, den sie “leider ” verloren.”

      Zur Wahrheit gehört auch, dass dieser Krieg von Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und Irak geführt wurde (wobei der Beitrag Jordaniens eher symbolisch war), aber nicht von den arabischen Bewohnern Palästinas (die sich heute als Palästinenser verstehen, was man respektieren muss). Und es gehört zur Wahrheit, dass die arabischen Streitkräfte nach kurzer Zeit Israel nichts mehr entgegen zu setzen hatten und dass die israelische Regierung, der der UN-Teilungsplan im Sinne Israels nicht weit genug gegangen war, gerne die Gelegenheit nutzte, das israelische Gebiet zu “konsolidieren”.

  110. “Dieses Diskussionsforum dient … dem freien Gedankenaustausch … und nicht der undifferenzierten Anmache” (nach Renate/heute)

    “Es war immer ein bißchen yeshivish ( Anmerkung: 🙂 ) …
    Argumente, Gegenargumente” (nach Heike/heute)

    JA, 🙂 , … und es wird Zeit, dass es zu dieser Qualität zurück findet !

  111. Ihr guter Beitrag zum Wassermangel im Westjordanland am 14.08.2016:

    Werte Frau Glass, werter Herr Rosch
    wunderbar- wie sachlich und informativ sie über die selektive
    Wasserversorgung im Westjordanland berichtet haben.
    Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag.

    Sie haben über ein seit Jahren bestehendes heißes Eisen berichtet, zumal in der brennden Hitze des Sommers.
    Wer an den Fakten zweifelt, sei auf die im internet umfassend präsentierten
    Daten u.a. von Clemens Messerschmidt verwiesen, die auch auf
    den offiziellen Angaben der israelischen Behörden beruhen.

    Dieser lebensdrohliche Umstand ist nicht aus der Luft gegriffen ,
    aber auch aus der Luft deutlich zu sehen. Vorausgesetzt, sie sitzen beim Start auf einem Fensterplatz und verlassen den Ben Gurion Airport in Tel Aviv oder den Queen Alia Airport in Amman.
    Die Fakten können Sie dann persönlich in Augenschein nehmen,
    ohne einen Fuß auf die verbrannte Erde gesetzt haben zu müssen.

    Dr. Renate Marx-Molière

    • so viel zum thema. wer braucht da noch fakten, wenn man eine meinung hat…

    • Frau Dr. Renate Marx-Mol(l)ière,

      Recht und Wahrheit werden nicht durch den, der lauter schreit, etabliert.

      Es genügt weder der Blick aus dem Flugzeug, noch die einseitige Parteinahme eines Hydrogeologen noch die persönliche Begehung “verbrannter Erde” oder Wunschdenken, um einen Sachverhalt journalistisch sauber darzustellen.

      Sie informieren Ihre Mitforisten darüber, dass Sie persönlich zufrieden sind mit den Schlüssen, zu denen Markus Rosch und Frau Glass gekommen sind.

      Sie gehen über alle vorgebrachten Einwände hinweg, weil Ihnen das Ergebnis gefällt.

      Wissenschaftlich seriös ist diese Herangehensweise nicht.

    • Sehr geehrte Frau Dr. Renate Marx-Molière,
      vom Fensterplatz (egal aus welcher Reihe und in welcher Richtung Man fliegt!) sieht Man sehr deutlich wie heiss und trocken die Landschaft in Israel ist (pooh), das ist wirklich unmenschlich und ungerecht. Andre Länder haben viel mehr Wasser, und auch viel weniger Sonne, das macht das leben viel leichter, nicht war? Zum Glück gibt es Wasser-Experten, wie Herr Messerschmidt.
      Vielen Dank für Ihre wichtigen Beitrag.

  112. @ Dr. Marx-Molliere/Moliere
    Es fällt auf, dass hier viele für das ARD-Team in Tel Aviv Pertei ergreifen, die noch nie im Blog kommentiert haben und die man im Internet schnell als Israelkritiker/-feinde aufspüren kann.

    Wie kommt es, dass gerade solche Menschen sich dazu gedrängt fühlen, Rosch und Glass zu unterstützen und damit eine Berichterstattung, die jedem journalistischen Ethos zuwiderläuft.

    Ich habe gerade Ihren Bericht “Sehenswürdigkeiten: Unterwegs in Jordanien” auf der Seite der IPPNW gelesen. Bei Ihrer Verklärung Jordaniens, dem weinenden Palästinenser und Ihren Seitenhieben auf Israel haben Sie nur eines vergessen: den schwarzen September 1970/71.

    Jordanien warf die PLO und die PFLP aus dem Land, u.a. mit Hilfe Israels. Arafat floh nach Kairo, die PLO in den Libanon, mit den bis heute für den Libanon desolaten Folgen. Der Sieg Jordaniens über die Arafat-Gläubigen kostete mehr als 10.000 Opfer.

    Aber Fakten interessieren Sie offensichtlich nicht.

    Und noch etwas: Wie kommt es, dass Sie sich als Marx-Molliere vorstellen, aber als Marx-Moliere unterschreiben.

  113. Ich finde die Kritik in der “Bild” Zeitung sachlich und interessant:

    „ … „

    Sicher ist, dass so ein Beitrag beim vorigen Korrespondenten Richard Schneider nicht erscheinen würde. Er war sehr ausgewogen und kritisch gegenüber beiden Seiten.

    Anmerkung BLOG-Redaktion: Dieser Kommentar wurde aufgrund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

  114. Hallo Michael K, die Situation in Silwan kenne ich nicht vom Hörensagen, sondern vom selbst in Augenschein nehmen. Im Übrigen, kannst Du in Wikipedia nachlesen, was es mit Silwan auf sich hat. Ich kann nicht genau sagen, wieviele Juden in dem ehemaligen Mandatsgebiet vor der Staatsgründung lebten; wenn es einige tausend waren, dann ist das dennoch erstaunlich, wenn man die ungezählten Juden dazuzählt, die bei ungezählten Pogromen umkamen (in Palästina wohlgemerkt).

  115. Noch eine Ergänzung; um 1880 lebten etwas 30.000 Menschen in Jerusalem, von diesen 30.000 waren ca. die Hälfte Juden. Von anderen Landstrichen im ehemaligen Mandatsgebiet habe ich keine verlässlichen Zahlen.

  116. Einige Fakten:
    1881, zu Beginn der jüdischen Einwanderung, lebten 460.000 Menschen in Palästina. 400.000 waren Muslime, 20.000 Juden und 40.000 Christen.
    1947 lebten gemäß UN-Teilungsplan im jüdischen Staat 498.000 Juden und 325.000 Nichtjuden, im arabischen Staat 10.000 Juden und 807.000 Nichtjuden, in der Internationalen Zone 100.000 Juden und 105.000 Nichtjuden.
    Im Verlauf des Krieges 1948/49 wurden 720.000 Araber aus israelischem oder von Israel annektiertem Gebiet vertrieben; Israel vergrößerte seinen Gebietsanteil von 56% auf 77%.