Übersetzung der Interviews:
Category Archives: Alltag in Israel
Ein offener Himmel?! – Werden Fluege nach Israel billiger?
Am Wochenende hat die israelische Regierung das Open Skies Abkommen mit Europa endgueltig verabschiedet. Vor allem auf Druck des neuen starken Mannes in der Regierung, des Finanzminister Jair Lapid. Es soll jetzt mehr Linienfluege von und nach Europa geben. Israelische Fluglinien duerfen kuenftig dann auch alle EU-Flughaefen anfliegen. Daduch koennte Fluege deutlich billiger werden. Und der Tourismus angekurbelt werden. Bisher war das Fliegen naemlich richtig teuer. Denn der Ben Gurion Flughafen ist eine Art Kopfflughafen, das heisst es gibt keine Anschlussfluege. Auch weil die arabischen Staaten israelischen Fluglinien keine Ueberflugsgenehmigungen geben. Ausserdem sind die Gebuehren fuer Sicherheit usw. sehr hoch.
Die israelischen Fluglinien fuerchten aber, dass Arbeitsplaetze verloren gehen. Zuviel Konkurrenz. Und streikten.
Doch schliesslich fand man einen Kompromiss. Der Staat Israel, der die israelischen Airlines subventioniert, wird in Zukunft den Grossteil der Sicherheitskosten uebernehmen. Immerhin fast 100 Milionen Euro. So waren dann alle wieder zufrieden. Und die maechtigen Gewerkschaften beendeten nach 36 Stunden den Streik.
Umgesetzt werden soll das Open Skies Abkommen aber nicht vor April 2014. Mal schauen, was bis dahin noch passiert.
Marathon der Bewegungsfreiheit
Er war schon seit langem geplant, jetzt stand der erste Marathon im Westjordanland im Schatten des Terroranschlags von Boston.
Als erster kam am Sonntag Abdel Nasser Awadschneh durchs Ziel in Bethlehem (3.09’47”). Und das, obwohl er auf der Strecke einmal falsch abgebogen war, wie er hinterher erzählt hat. Wer sich die ganze Distanz von 42 Kilometern vorgenommen hatte, musste ohnehin zweimal den gleichen Kurs laufen, denn mehr als 21 durchgehende Kilometer haben die Organisatoren innerhalb der palästinensisch verwalteten Zone rund um Bethlehem nicht hinbekommen. Weiterlesen
Chamsin, der heiße Wüstenwind

Fensterputzen ist zurzeit eine ziemlich sinnlose Hausarbeit in Tel Aviv. Denn schon am nächsten Morgen ist alles wieder mit einer Schicht aus feinem Staub bedeckt. Zusammen mit der salzigen Luft vom Meer gibt das einen schmierigen Film, der kaum herunterzuwaschen ist. Weiterlesen
Pessach ist zu Ende, endlich
“Hallelujah” hätte ich gestern Abend fast gerufen, als ich in den Supermarkt ums Eck kam. Denn Pessach ist vorbei, die Angestellten haben gerade die Folien heruntergenommen, die eine Woche lang alles verdeckt und unverkäuflich gemacht haben, was “chametz” ist. Dass Pessach vorbei ist, erkennt man aber auch daran, dass die Matzen (siehe oben) fast ausverkauft sind.
Bei den heißen Wasserquellen
Gan ha Shlosha oder Sakhne heißt der Nationalpark im Norden Israel, inmitten der Gilboa Berge und nahe der Stadt Afula. Eine Gegend die man besuchen muss. In der Nähe gibt es auch ein tolles römisches Amphitheater. Wir haben das iPhone ausgepackt!
Wo ist mein Strand? – Fruehmorgens in Tel Aviv
Fast jeden Morgen bin ich am Tel Aviver Strand. erholung pur. Doch seit Kurzem wir hier gegraben, gehaemmert und gebohrt. Da habe ich mein iPhone ausgepackt um zu zeigenwas sich da so tut.
Das Spiel der Spiele
Donnerstag Abend. Das Spiel der Spiele. Ausverkauftes Haus. Seit Tagen spricht Tel Aviv davon. Die Karten sind begehrt. Denn: Barcelona kommt. Im entscheidenden Spiel der Championsleague trifft Maccabi Tel Aviv auf die Katalanen. Maccabi muss gewinnen gegen das Dreamteam des Basketballs. Und es ist ein spannender Kampf, ein Feuerwerk vor zehntausend Zuschauern in der Nokia Arena von Tel Aviv. Alles wird geboten. Drama, am Ende Tragödie. Maccabi verliert knapp, scheidet aus. Für die Zuschauer und für mich aber ein unvergessliches Erlebnis im basketballverrückten Israel.
Alltaeglicher Rassismus – Die Fans von Beitar Jerusalem
Wie auch in Europa gibt es in Israel bei Fussballspielen Ausschreitungen und Rassismus. Eine kleine Gruppe von sogenannten Fans verbreitet Angst und Terror. Beruechtigt sind die Fans von Beitar Jerusalem. Der Hauptstadtclub, zu dessen Fans der israelische Premier Netanjahu, die Ex-Regierungschefs Olmert und Scharon sowie Ex-Aussenminister Lieberman zaehlen hat ein Gewaltproblem. Besonders beruechtigt sind die Ultras der Vereinigung “la Familia”. Und das erschuettert das Land wenige Monate vor Beginn der U 21 EM im eigenen Land.
Zwei Oscar-Nominierte im Gespräch
Ich habe in den vergangenen Tagen zwei beeindruckende Menschen getroffen. Emad Burnat und Guy Davidi. Ihr Dokumentarfilm “5 Broken Cameras” ist für einen Oscar nominiert.



