Wiedergutmachung nach 523 Jahren


Wenn Israelis nachweisen können, dass ihre Vorfahren zur Zeit der Inquisition aus Spanien fliehen mussten, können sie heute dort einen Pass beantragen. Jossi Ben Naim erzählt, wie er zum Spanier wurde. Weiterlesen

 

Haifa 2050

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Kleine Köpfe in Haifa: Zeitungsberichten zufolge hat die Umweltverschmutzung in der Küstenstadt schlimme Auswirkungen auf Neugeborene. Fundierte Erkenntnisse oder nur Panikmache?

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Absender: unbekannt

Mit der neuen israelischen App Blindspot lassen sich Nachrichten anonym versenden. Ein Hit, vor allem unter Jugendlichen. Doch nicht immer sind diese Nachrichten auch freundlich. Das sorgt für Stress in Israel. Weiterlesen

 

Gegangen ohne anzukommen – französisch-jüdische Auswanderer

Der Jahrestag der Terror-Attacken von Paris hat in Tel Aviv eine besondere Bedeutung: Die Geiselnahme in einem koscheren Supermarkt im Januar 2015, zwei Tage nach dem Überfall auf die Redaktion von Charlie Hebdo, markiert für die eingewanderten französischen Juden einen Wendepunkt – für manche war es der Auslöser, wegzugehen aus Frankreich. Andere Familien hatten ihre Entscheidung schon getroffen und sahen sich bestätigt, eine Zukunft für sich und ihre Kinder eher in Israel zu suchen, so wie Corinne.

 

Festung der Seleukiden


Archäologen um den Grabungsdirektor Doron Ben Ami haben in Jerusalem Mauern und Fundamente einer Festung aus dem 2. Jahrhundert vor Christus freigelegt. Es sei die Akra, sagen sie. Eine Zitadelle der Seleukiden, die damals über Jerusalem herrschten. 100 Jahre haben Wissenschaftler nach Belegen für die Geschichte gesucht.

 

Unser Weihnachtsbaum in Israel

Einen Weihnachtsbaum holen … ist in Israel ein kleines Abenteuer. In Tel Aviv bekommt man nirgendwo einen, die jüdischen Familien brauchen keinen Baum, klar. Noch dazu sind Bäume rar, es wird mühsam aufgeforstet. Im Wald bei Bet Shemesh bekommen wir aber doch unseren Weihnachtsbaum.

Kamera und Schnitt: David Gastager

 

Yussuf hat einen neuen Arm!

Es ist fast eine Weihnachtsgeschichte. Mitte des Jahres habe ich für den Weltspiegel eine Geschichte über Yussuf aus Hebron gemacht. Der Junge lebt mit seiner tauben Mutter alleine in einem Haus in der Shuada-Strasse in Hebron. Seit einer Geburt hat er nur einen Arm. Die Geschichte hat offenbar vielen Zuschauer gefallen. Die Hilfsbereitschaft war riesig. Mit Hilfe der NGOs Grünhelme und Lifegate konnten wir die Hilfe bündeln. Der israelische Arzt Yaron Dozet hat dann im Tal HaShomer Krankenhaus in Tel Aviv eine Prothese angefertigt. Nun hat Yussuf wieder zwei Arm!!!

Hier der Beitrag von Juni:

 

Kennzeichnungspflicht!

In Israel ist man entsetzt, der Energieminister bezeichnet die Entscheidung als „empörend und unfair“, nicht nur hinter vorgehaltener Hand wird von „Antisemitismus“ gesprochen. Heute hat die EU nach langen Beratungen die Kennzeichnungspflicht von Produkten aus israelischen Siedlungen in allen 28 Mitgliedstaaten beschlossen. Diese Richtlinie geht zurück auf eine Entscheidung der EU-Außenminister von 2012. Waren aus dem Westjordanland, Ost-Jerusalem und dem Golan sollen gekennzeichnet werden. Betroffen sind die Gebiete, die von Israel 1967 im Sechs-Tage Krieg besetzt worden sind. Konkret bedeutet das: Für diese Waren ist ab jetzt Zoll fällig. Schlecht für die Unternehmen, denn: Seit 1995 gewährt die EU in einem Assoziierungsabkommen Israel Zollvergünstigungen. Und die EU ist Israels wichtigster Handelspartner: 2014 exportierten israelische Unternehmen Waren im Wert von 30 Milliarden Euro in die EU. Etwa 1,5 Prozent davon kamen aus Siedlungen. Viele Israelis befürchten nun auch, dass durch die Kennzeichnung diese Produkte boykottiert werden können. Auch wenn es in wie bei technischen Gütern und chemischen Waren in einigen Fällen Ausnahmen geben soll, ist das Entsetzen bei den Firmen groß. Viele befürchten durch die Zusatzkosten den wirtschaftlichen Kollaps. Und auch ein weiteres Problem beschäftigt die Menschen vor Ort: Arbeitsplätze. 25.000 Palästinenser sollen in den etwa 1000 betroffenen israelischen Firmen arbeiten. Viele der Arbeiter wie zum Beispiel bei der Firma Lipski Plastik im Barkan Industrie Park in der Nähe der Stadt Ariel im Westjordanland, 25 Kilometer östlich von Tel Aviv. sind Palästinenser. Sie fürchten um ihren Job. Denn damit ernähren sie ihre Familien in der strukturschwachen Westbank. Eine Firma hat schon die Konsequenzen gezogen. Soda Stream, Hersteller von nachfüllbaren Mineralwasserflaschen. Das Weltunternehmen schloss seine Fabrik in Maale Adumim. Fast 800 Arbeiter verloren dort ihren Job.  Doch es gibt Schlupflöcher: Eine Weingut aus dem Golan kennzeichnet seine Flaschen mit dem Label „Galil“. Also produziert im Norden Israel, in Galiläa. Ein Trick um die Bezeichnung „Golan“ zu umgehen. Ziemlich clever.

Dennoch: Israel will gegen den Beschluss kämpfen. Das Außenministerium bestellt seinen EU-Botschafter ein. Und der Dialog mit der EU ist vorerst auf Eis gelegt worden.

 

#Hashtag-Intifada: Auf Hass folgt Gewalt?

Zwei Palästinenser stechen auf einen Sicherheitsbeamten in der Straßenbahn von Jerusalem ein. Die Angreifer sind 12 und 13 Jahre alt. Einer der Täter erliegt später Schussverletzungen, der andere ist verhaftet worden. Ursache der Gewalt sei Hass im Internet, ist oft zu hören. Was ist da eigentlich los?

  • Facebook entfernt Videos, zu palästinensische Angriffe verherrlichen
  • Flut der Bilder: Zu sehen sind Angriffe, Opfer und verblutende Attentäter
  • Hass kam nie nur von einer Seite

Und ab hier wird’s ausführlich Weiterlesen

 

Nach Berlin wegen der Hoffnung?

Yinnon1

Musik. Berlin, Berlin. Du würdest immer auf mich warten, singt die israelische Ska-Band Shmemel. Wir werden zu Dir zurückkehren, Reichstags des Friedens, des Euro und des Lichts. Das ist übertrieben, eine Satire. Aber es gibt sie: Israelis, die ihre Heimat verlassen, um zum Beispiel in Berlin zu leben. Weiterlesen