Gefangen in Gaza

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Nadia kommt schon seit drei Wochen jeden Tag nach Rafah, an den Grenzübergang im Süden des Gazastreifens. Die junge Palästinenserin muss nach Kairo, das Semester hat schon längst wieder angefangen. Aber wie hunderte anderer Studenten sitzt Nadia nach dem Ende der Semesterferien im Gaza-Streifen fest.   Weiterlesen

 

“Hamas allein zu Haus?”

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Der Grenzübergang Rafah zwischen Gaza und Ägypten ist wieder für den Personenverkehr geöffnet – aber nur sehr eingeschränkt und auch das womöglich nur für kurze Zeit. Die politischen Zeitenwende in Ägypten hat für die Menschen in Gaza und   vor allem für die Hamas gravierende Folgen.

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Zwischen Hamburg und Syrien

In den vergangenen Tagen habe ich nach fast 7 Jahren endlich mal wieder die Tagesschau-Redaktion in Hamburg besucht. Fast täglich telefoniert man als Korrespondent mit der Redaktion, manche Kollegen kennt man persönlich (von früheren Besuchen) andere aber nicht – nur dem Namen und der Stimme nach. Und so war es dann sehr lustig, wenn wildfremde Gesichter auf einen zukommen und sagen: “Hallo – ich bin….” und man dann herzlich lacht, weil man sich doch seit Jahren “kennt”, aber dann eben doch natürlich gar nicht. Kaum war ich  in der Redaktion angekommen – unmittelbar am Tag als bekannt wurde, daß die Israelis (waren es die Israelis?) Syrien bombardiert hatten – , da wurde ich gebeten, für “Tagesschau 24″ im Studio die Lage zu erklären. Das Interview mit mir ist hier vor ein paar Tagen gepostet worden.

Die Moderatorin stellte mir am Ende des Gesprächs die Frage, ob Israel nicht fürchte, daß solch ein Angriff die Lage eher destabilisieren könnte – ob es also nicht gefährlicher sei, Ziele in Syrien zu bombardieren als die Hizbollah welche Waffen auch immer hinüberbringen zu lassen in den Libanon. Weiterlesen

 

Muhamed Mursi

im augenblick bin ich auf zypern mit meinem team. zypern gehört zu unserem berichtsgebiet und wir sind jetzt zwei wochen hier, um über die finanzkrise der insel zu berichten, über die beginnende eu ratspräsidentschaft zyperns. wir haben einen weltspiegel gedreht, zwei europamagazine stehen an, stücke für’s mittagsmagazin, für die tagesthemen, für’s morgenmagazin und sicher auch für die tagesschau. um 4 uhr bin ich aufgestanden in tel aviv, um 7 mit team hier rübergeflogen und dann haben wir gleich mit den dreharbeiten begonnen. so sitze ich jetzt, sonntag nachmittag, in meinem hotelzimmer und sehe auf cnn, auf al jazeera, auf bbc world die nachrichten vom tahrirplatz in kairo: die muslimbrüder stellen den neuen präsidenten! und schon klingelt mein handy. unsere newsdeskproducerin im studio tel aviv fragt mich, ob unser team in gaza die dortigen jubelfeiern drehen soll. natürlich. natürlich. in gaza schaut es also gerade so aus:

Da wird also gejubelt. in jerusalem wird natürlich gar nicht gejubelt. daß die muslimbrüder keine freunde der zionisten sind, ist ja nichts neues. daß sie so ihre träume haben, was palästina angeht, klar.

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Jetzt geht’s los!

Jetzt geht’s los – so kommentierte ein israelischer Thinktank den gestrigen Terrorangriff, der von Ägypten ausging und bei dem ein Israeli getötet wurde. Jetzt geht’s los, das soll heißen: Jetzt schlagen die Muslimbrüder in Kairo zusammen mit den Islamisten aus Gaza zu und werden die Südgrenze Israels immer weiter “aufheizen”.

Nun, inwieweit die Muslimbrüder bei diesem Anschlag beteiligt waren oder nicht, sei dahingestellt. Tatsache ist – das wissen wir ja spätestens seit dem Terrorangriff im vergangenen Jahr -, daß die israelisch-ägyptische Grenze längst keine “friedliche” mehr ist. Weiterlesen