Das Jahr der Entscheidung – Eine Richtungswahl

Vorab: Ihnen allen ein erfolgreiches Neues Jahr! ich hoffe, sie begleiten unseren blog weiter mit so viel Interesse!

Am 17. März wird in Israel schon wieder gewählt. Zum 20. Mal seit Staatsgründung! Und Einer kämpft wieder einmal um sein politisches Überleben: Premierminister Benjamin Netanjahu. Einst als König von Israel bezeichnet, dann politisch angeschlagen, schon abgeschrieben, nun von seinem Likud trotz heftiger innerparteilicher Kritik unangefochten als Spitzenkandidat nominiert. Der Politik-Profi Netanjahu ist ein gewiefter Strippenzieher. Uns ein großer Taktiker, selbst im politischen Haifischbecken  Israel, wo Koalitionen und Loyalitäten schnell entstehen und zerbrechen. Netanjahu hat alles überstanden: Zwei mäßig erfolgreiche Gaza-Kriege, das von ihm zerstörte wichtige Verhältnis zur Obama-Regierung, die fehlenden sozialen Reformen, einige Affären auch. Das mit den Palästinensern nicht einmal mehr über Frieden gesprochen wird geht da fast schon wieder unter. Das ständige Warnen vor der iranischen Bedrohung konnte immer Vieles übertünchen. Netanjahus Bilanz ist bescheiden. Seine Popularität auch (nur 30 Prozent der Bevölkerung unterstützt seine Politik). Dennoch gilt der begnadete Redner Netanjahu wieder als Favorit für das Amt des Premierministers. Seine Partei führt die Umfragen an, mit 24 von 120 Sitzen.  Netanjahus Vorteil ist die Schwäche der zersplitterten Opposition. Die fällt gerade nur durch eine Negativ-Kampagne auf, mit dem Slogan “Alles, nur nicht Bibi”. Und versucht mit Partei-Zusammenschlüssen die inhaltliche Leere zu überbrücken. Der Chef der Arbeitspartei Jitzak Herzog bildet nun ein Bündnis mit der von Netanjahu gefeuerten Justizministerin Zipi Livni. Die Beiden wollen im Amt des Premierministers rotieren. Doch solange der Ex-Finanzminister Yair Lapid, der auch Chef werden will, dem Bündnis nicht beitritt, dürfte es nicht reichen. Auch weil man mit den religiösen und rechten Parteien nicht koalieren will. Sagt man zumindest. Und Netanjahu ist bekannt dafür, das er immer wieder ein Ass aus dem Ärmel ziehen kann. Das hat der rechte Flügel in seiner Partei gerade zu spüren bekommen. Eines ist sicher: Es wird spannend werden in den nächsten beiden Monaten.

 

Zurück in Israel: Der Puddingmann aus Berlin

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Gewalt bestimmt derzeit die Schlagzeilen in Israel. Dadurch ist eine Sache ganz vergessen worden: Schokopudding. Der Israeli Naor Narkis hatte Anfang Oktober anonym auf Facebook den Kassenbon von einem Aldi in Berlin-Wedding gepostet und dazu geschrieben:

„Leute, zieht nach Berlin! Ein Schokopudding kostet hier gerade mal ein Drittel so viel wie bei uns.“

milkyDie Folge: Eine landesweite Diskussion über das zu teure Leben in Israel. Von Lobeshymnen bis zu Drohanrufen hat der 25-Jährige in den vergangenen Wochen alles erlebt.

Und was macht er inzwischen? Weiterlesen

 

Minister-Rücktritt: Netanjahus Regierung bröckelt weiter

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Gideon Sa’ar tritt von seinem Amt als Innenminister in der Regierung Netanjahu zurück

Erschöpft vom Gaza-Krieg und kurz vor den jüdischen Feiertagen war die israelische Politik eigentlich schon im Schlummer-Modus. Herausgerissen wird sie von einer überraschenden Rücktrittsankündigung: Gideon Sa’ar (47, Likud) gibt sein Amt als Innenminister auf.

Begründung: Er brauche mehr Zeit für die Familie, vorübergehend. Sa’ar will nach einer Auszeit zurückkommen in die Politik.     Weiterlesen

 

Hungerstreik, Kidnapping und Razzien

 

… da waren’s nur noch fünf

Fünf Kandidaten stehen zur Wahl, wenn die Knesset, das israelische Parlament, heute einen Nachfolger für Shimon Peres im Amt des Staatspräsidenten bestimmt. Reuven Rivlin werden die größten Chancen eingeräumt. Weiterlesen

 

Irans Atomprogramm – Eine Illusion?

Der Artikel hat es in sich: Der langjährige Chef der israelischen Atom-Behörde General Uzi Eilam ist überzeugt, dass der Iran weit entfernt von der Entwicklung einer eigenen Atombombe ist. Und dass Israels Premier Netanjahu die Situation nutzt, um mit der Angst vor einem nuklearen Programm seine Politik durchzusetzen. Wahrheit oder politische Spielereien? Eilam arbeitet zur Zeit am Institut für für Studien zur nationalen Sicherheit (INSS). Lesen Sie selbst.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4517536,00.html

 

 

Verbotene Liebe? – Zwischen Skandal und Normalität

Yair Netanjahu, Sohn des israelischen Premierminister, hat anscheinend eine Freundin. Eine Norwegerin. Eine Christin. Und dagegen laufen sofort einige ultrareligiöse Israelis Sturm: “Unglücklich”, “Not kommt über das jüdische Volk”, “Sofort beenden”, so lauten nur einige der Kommentare.

 

Lieberman reloaded

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Er kommt wieder zurück: Avigdor Lieberman, 55, war schon nach wenigen Minuten wieder raus aus dem Gerichtssaal. Freispruch in allen Punkten, Untreue und Amtsmissbrauch konnten ihm nicht nachgewiesen werden. Ministerpräsident Netanjahu gratuliert Liberman umgehend und freut sich per Presseerklärung auf die Rückkehr seines Koalitionspartners ins Amt des Außenministers.     Weiterlesen

 

You Scream, I Scream, Bibi Loves Ice Cream

bibi_icecreamGestern Abend beim Schabbat-Essen ging’s um Benjamin “Bibi” Netanjahu und seine Vorliebe für Vanille- und Pistazien-Eis. Dafür hat Bibi nämlich umgerechnet mehr als 2000 Euro an Steuergeldern im Jahr ausgegeben.

Bißchen viel oder?, meinten einige am Tisch. Genüßlich rechnet auch die Zeitung “Yedioth Ahronoth” vor, dass Netanjahu und seine Frau Sara bei diesem Budget jeden Monat 14 Kilo Eiskrem verdrückt haben müssen.

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Zwischen Hamburg und Syrien

In den vergangenen Tagen habe ich nach fast 7 Jahren endlich mal wieder die Tagesschau-Redaktion in Hamburg besucht. Fast täglich telefoniert man als Korrespondent mit der Redaktion, manche Kollegen kennt man persönlich (von früheren Besuchen) andere aber nicht – nur dem Namen und der Stimme nach. Und so war es dann sehr lustig, wenn wildfremde Gesichter auf einen zukommen und sagen: “Hallo – ich bin….” und man dann herzlich lacht, weil man sich doch seit Jahren “kennt”, aber dann eben doch natürlich gar nicht. Kaum war ich  in der Redaktion angekommen – unmittelbar am Tag als bekannt wurde, daß die Israelis (waren es die Israelis?) Syrien bombardiert hatten – , da wurde ich gebeten, für “Tagesschau 24″ im Studio die Lage zu erklären. Das Interview mit mir ist hier vor ein paar Tagen gepostet worden.

Die Moderatorin stellte mir am Ende des Gesprächs die Frage, ob Israel nicht fürchte, daß solch ein Angriff die Lage eher destabilisieren könnte – ob es also nicht gefährlicher sei, Ziele in Syrien zu bombardieren als die Hizbollah welche Waffen auch immer hinüberbringen zu lassen in den Libanon. Weiterlesen