You Scream, I Scream, Bibi Loves Ice Cream

bibi_icecreamGestern Abend beim Schabbat-Essen ging’s um Benjamin “Bibi” Netanjahu und seine Vorliebe für Vanille- und Pistazien-Eis. Dafür hat Bibi nämlich umgerechnet mehr als 2000 Euro an Steuergeldern im Jahr ausgegeben.

Bißchen viel oder?, meinten einige am Tisch. Genüßlich rechnet auch die Zeitung “Yedioth Ahronoth” vor, dass Netanjahu und seine Frau Sara bei diesem Budget jeden Monat 14 Kilo Eiskrem verdrückt haben müssen.

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Zwischen Hamburg und Syrien

In den vergangenen Tagen habe ich nach fast 7 Jahren endlich mal wieder die Tagesschau-Redaktion in Hamburg besucht. Fast täglich telefoniert man als Korrespondent mit der Redaktion, manche Kollegen kennt man persönlich (von früheren Besuchen) andere aber nicht – nur dem Namen und der Stimme nach. Und so war es dann sehr lustig, wenn wildfremde Gesichter auf einen zukommen und sagen: “Hallo – ich bin….” und man dann herzlich lacht, weil man sich doch seit Jahren “kennt”, aber dann eben doch natürlich gar nicht. Kaum war ich  in der Redaktion angekommen – unmittelbar am Tag als bekannt wurde, daß die Israelis (waren es die Israelis?) Syrien bombardiert hatten – , da wurde ich gebeten, für “Tagesschau 24″ im Studio die Lage zu erklären. Das Interview mit mir ist hier vor ein paar Tagen gepostet worden.

Die Moderatorin stellte mir am Ende des Gesprächs die Frage, ob Israel nicht fürchte, daß solch ein Angriff die Lage eher destabilisieren könnte – ob es also nicht gefährlicher sei, Ziele in Syrien zu bombardieren als die Hizbollah welche Waffen auch immer hinüberbringen zu lassen in den Libanon. Weiterlesen

 

Spannung in den letzten Stunden

likudDie Wähler machen es spannend: Schon zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale lag die Wahlbeteiligung bei 63,7 Prozent – sie dürfte damit am Ende dieses Wahltags deutlich über der von 2009 liegen. Nachwahlbefragungen lassen ein erstes Stimmungsbild erkennen: Die gemeinsame Wahlliste von Likud und Israel Beiteinu (Unser Haus Israel) muss wohl mit deutlichen Verlusten rechnen. Noch stärker als von den Meinungsforschern erwartet legt der rechts-nationalistische Naftali Bennett an der Spitze von Habait Hajehudi zu. Überraschend stark schneidet offenbar auch Yesh Atid (Es gibt eine Zukunft) ab. Wir bleiben dran und berichten direkt von der Likud-Wahlparty; dort wird der Auftritt von Benjamin Netanjahu mit Spannung erwartet.

 

Wahltag (VII)

Israeli President Shimon Peres votingBis 16 Uhr haben 46,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben – deutlich mehr als bei den vergangenen drei Knesset-Wahlen zu diesem Zeitpunkt. Erstaunlich, nach diesem drögen Wahlkampf und der – fast sicheren – Aussicht, dass der alte Ministerpräsident auch der neue sein wird. Benjamin Netanjahu selbst hat gerade erklärt: Die Wahlbeteiligung sei hoch, aber nicht in den Hochburgen seiner Likud-Partei. Sein Appell an die Anhänger: “Geht wählen!” Staatspräsident Peres war schon am Vormittag im Wahllokal: “Auch wenn man sich nicht sicher ist, welcher Partei man die Stimme geben soll – nicht zu wählen ist ausgeschlossen!”

 

Wahltag in Israel

Benjamin NetanjahuHeute wird gewählt: 5,6 Millionen Israelis sind zur Stimmabgabe aufgerufen, um die Abgeordneten für die 19. Knesset zu bestimmen. Mindestens 2 Prozent der Stimmen muss eine Partei zusammenbekommen, um ins Jerusalemer Parlament einzuziehen. Als gesichert gilt: Benjamin Netanjahu wird weiterregieren – nur mit welchen Partnern? Wir wollen Sie heute den ganzen Tag über auf dem Laufenden halten mit Eindrücken von diesem Wahltag.

 

Wahlkampf-Endspurt

Netanjahu

Noch zwölf Tage bis zu den Parlamentswahlen in Israel. 34 Parteien treten an, etwa ein Drittel davon wird der jüngsten Umfrage zufolge Sitze in der Knessett ergattern. Weiterlesen

 

Berlin ist eine Reise wert

Berlin ist im Weihnachtsfieber. Überall sieht man Weihnachtsmärkte, überall sind schon die Glühweinstände aufgebaut. Auch in unserem Hotel steht schon ein Weihnachtsbaum, wenngleich er noch nicht geschmückt ist:

 

 

Unser Hotel liegt im Hochsicherheitstrakt Berlins – denn heute kommt Premier Netanjahu mit Teilen seines Kabinetts zu den deutsch-israelischen Regierungskonsultationen. Und das bedeutet für die Hauptstadt: Wieder einmal höchste Sicherheitsstufe, selbst für uns mitreisende Journalisten, die wir die Story für Sie covern wollen.

Heute Abend werden Kanzlerin Merkel und Netanjahu Weiterlesen

 

Israels Siedlungsbaupläne und ihre Folgen

02.12.2012/ ARD-Studio Tel Aviv, 17:00/ Peter Kapern

 

Wir haben Europa verloren – müssen wir Deutschland verlassen?

Zwei Reaktionen machen mich in diesen Tagen nachdenklich. Da ist zum einen der Satz “Wir haben Europa verloren”, den ein israelischer Diplomat geäußert hat, natürlich anonym, um zu erklären, wie es kommen konnte, daß fast kein EU-Mitglied mit “Nein” in der UN gegen den Antrag der Palästinenser gestimmt hat.

Und: da sind Anrufe einiger jüdischer Bekannte aus Deutschland, die mich ernsthaft fragen, ob man nun auswandern  müsse, weil doch Deutschland statt mit “Nein”, wie zunächst angekündigt, doch mit einer Enthaltung reagierte, was eigentlich einem “Ja” gleichkomme.

Beides sind hysterische Reaktionen. Beide zeigen, daß sie die Lage völlig verkennen, beide zeigen aber auch, wie sehr noch immer der Holocaust als Parameter für alles, was im Jahr 2012 geschieht, häufig auf jüdischer Seite gesehen wird. In Zeiten der Diaspora, als es noch keinen jüdischen Staat gab, wurde Politik von der jüdischen Minderheit weltweit subsummiert auf die Frage: “Ist das nun gut für die Juden oder schlecht?” – Und diese Frage war berechtigt, hatte man doch über Jahrhunderte keinerlei Einfluß auf die Politik der Länder, in denen man lebte. Man war Spielball der christlichen Mehrheit. Und wenn diese entschied, den Juden mal wieder das Leben zur Hölle zu machen, dann geschah dies.  Also konnte, ja mußte jede politische Entwicklung im jeweiligen Land, in dem man lebte – und nicht nur dort – unter diesem Aspekt gesehen werden: Werden wir jetzt gleich  wieder verfolgt? Geteert, gefedert, abgeschlachtet, vergast?

Das Trauma sitzt tief, so tief, daß immer noch viele Juden nicht begriffen haben, daß sie längst Akteure im politischen Geschehen geworden sind. Zumindest für den jüdischen Staat gilt das. Israel ist ein Akteur, hat – bis zu einem gewissen Grad – die Möglichkeit unabhängig zu entscheiden, was es tut oder nicht. Und muß mit den Konsequenzen leben.

In diesem Fall heißt das: Man verliert die Unterstützung der Europäer. Zumindest wenn es um die Frage geht, ob man einen palästinensischen Staat akzeptiert oder nicht.  Weiterlesen

 

Israel wird den Siedlungsbau fortsetzen

30.11.2012/ ARD-Studio Tel Aviv, 18:00/ Clemens Verenkotte