Eiszeit Ende Februar

Schnee

Als hätten sich die Wettergötter abgesprochen: Washington liegt seit Tagen unter einer festen Schneedecke, die Temperaturen unter Null. In Jerusalem, sowie im Norden des Landes, ebenfalls dichter Schneefall,  nach einer Woche starker Sturmböen und heftiger Regenfälle.

Selten genug: Aber in diesem Februar entsprechen die meteorologischen Bedingungen exakt dem Zustand der bilateralen Beziehungen zwischen US-Präsident Obama und Israels Premieminister Netanjahu.

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Vereint gegen Netanjahu.

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Die Abgeordnete Hanin Zoabi darf bei der Wahl in Israel im März antreten. Vier Wochen vor der Abstimmung war israelische Araberin vom Zentralen Wahlkomitee gesperrt worden. Ihre politischen Gegner warfen ihr Hetze vor. Der Oberste Gerichtshof hat die Sperre jetzt aufgehoben; wie bei vorangegangenen Wahlen auch.
Und doch ist dieses Mal etwas anders. Die arabischen Abgeordneten treten mit einer gemeinsamen Liste an und könnten drittstärkste Kraft werden.

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Bibi kommt – der Kongress tanzt

Netanyahu-bei-KabinettssitzBarak Ravid (twitter@BarakRavid), der ebenso kundige wie fleissige Diplo-Korrespondent  von Haaretz, bleibt bei seinem derzeitigen Hauptthema: Netajnahus Washington-Reise, an der – eine der wenigen Konstanten im politischen Leben des Regierungschefs – er selbstverständlich festhalten wird. Iran, die Gefahr, Pflicht, die Welt aufzurütteln: Man muss sich der aktuellen Jahreszahl vergewissern, um den Nachrichtenwert dieser stets in gleicher Intonation und Intention vorgetragenen Äußerungen Netanjahus festzustellen. Weiterlesen

 

Bottlegate – Im Land des politischen Recyclings

Sara-und-Benjamin-NetanyahuSara Netanjahu wird in Israel gigantischer Einfluss auf ihren Mann nachgesagt. Aber hat sie aus einem Leben in der Politik nichts gelernt? Ausgerechnet über Saras Vorliebe für Pfandflaschen und deren Recycling soll Regierungschef Benjamin Netanjahu jetzt ins Stolpern geraten? Dabei läuft Wiederverwertung nirgendwo so erfolgreich wie in der israelischen Politik. Eine Glosse mit Links. Weiterlesen

 

Das Jahr der Entscheidung – Eine Richtungswahl

Vorab: Ihnen allen ein erfolgreiches Neues Jahr! ich hoffe, sie begleiten unseren blog weiter mit so viel Interesse!

Am 17. März wird in Israel schon wieder gewählt. Zum 20. Mal seit Staatsgründung! Und Einer kämpft wieder einmal um sein politisches Überleben: Premierminister Benjamin Netanjahu. Einst als König von Israel bezeichnet, dann politisch angeschlagen, schon abgeschrieben, nun von seinem Likud trotz heftiger innerparteilicher Kritik unangefochten als Spitzenkandidat nominiert. Der Politik-Profi Netanjahu ist ein gewiefter Strippenzieher. Uns ein großer Taktiker, selbst im politischen Haifischbecken  Israel, wo Koalitionen und Loyalitäten schnell entstehen und zerbrechen. Netanjahu hat alles überstanden: Zwei mäßig erfolgreiche Gaza-Kriege, das von ihm zerstörte wichtige Verhältnis zur Obama-Regierung, die fehlenden sozialen Reformen, einige Affären auch. Das mit den Palästinensern nicht einmal mehr über Frieden gesprochen wird geht da fast schon wieder unter. Das ständige Warnen vor der iranischen Bedrohung konnte immer Vieles übertünchen. Netanjahus Bilanz ist bescheiden. Seine Popularität auch (nur 30 Prozent der Bevölkerung unterstützt seine Politik). Dennoch gilt der begnadete Redner Netanjahu wieder als Favorit für das Amt des Premierministers. Seine Partei führt die Umfragen an, mit 24 von 120 Sitzen.  Netanjahus Vorteil ist die Schwäche der zersplitterten Opposition. Die fällt gerade nur durch eine Negativ-Kampagne auf, mit dem Slogan “Alles, nur nicht Bibi”. Und versucht mit Partei-Zusammenschlüssen die inhaltliche Leere zu überbrücken. Der Chef der Arbeitspartei Jitzak Herzog bildet nun ein Bündnis mit der von Netanjahu gefeuerten Justizministerin Zipi Livni. Die Beiden wollen im Amt des Premierministers rotieren. Doch solange der Ex-Finanzminister Yair Lapid, der auch Chef werden will, dem Bündnis nicht beitritt, dürfte es nicht reichen. Auch weil man mit den religiösen und rechten Parteien nicht koalieren will. Sagt man zumindest. Und Netanjahu ist bekannt dafür, das er immer wieder ein Ass aus dem Ärmel ziehen kann. Das hat der rechte Flügel in seiner Partei gerade zu spüren bekommen. Eines ist sicher: Es wird spannend werden in den nächsten beiden Monaten.

 

Zurück in Israel: Der Puddingmann aus Berlin

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Gewalt bestimmt derzeit die Schlagzeilen in Israel. Dadurch ist eine Sache ganz vergessen worden: Schokopudding. Der Israeli Naor Narkis hatte Anfang Oktober anonym auf Facebook den Kassenbon von einem Aldi in Berlin-Wedding gepostet und dazu geschrieben:

„Leute, zieht nach Berlin! Ein Schokopudding kostet hier gerade mal ein Drittel so viel wie bei uns.“

milkyDie Folge: Eine landesweite Diskussion über das zu teure Leben in Israel. Von Lobeshymnen bis zu Drohanrufen hat der 25-Jährige in den vergangenen Wochen alles erlebt.

Und was macht er inzwischen? Weiterlesen

 

Minister-Rücktritt: Netanjahus Regierung bröckelt weiter

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Gideon Sa’ar tritt von seinem Amt als Innenminister in der Regierung Netanjahu zurück

Erschöpft vom Gaza-Krieg und kurz vor den jüdischen Feiertagen war die israelische Politik eigentlich schon im Schlummer-Modus. Herausgerissen wird sie von einer überraschenden Rücktrittsankündigung: Gideon Sa’ar (47, Likud) gibt sein Amt als Innenminister auf.

Begründung: Er brauche mehr Zeit für die Familie, vorübergehend. Sa’ar will nach einer Auszeit zurückkommen in die Politik.     Weiterlesen

 

Hungerstreik, Kidnapping und Razzien

 

… da waren’s nur noch fünf

Fünf Kandidaten stehen zur Wahl, wenn die Knesset, das israelische Parlament, heute einen Nachfolger für Shimon Peres im Amt des Staatspräsidenten bestimmt. Reuven Rivlin werden die größten Chancen eingeräumt. Weiterlesen

 

Irans Atomprogramm – Eine Illusion?

Der Artikel hat es in sich: Der langjährige Chef der israelischen Atom-Behörde General Uzi Eilam ist überzeugt, dass der Iran weit entfernt von der Entwicklung einer eigenen Atombombe ist. Und dass Israels Premier Netanjahu die Situation nutzt, um mit der Angst vor einem nuklearen Programm seine Politik durchzusetzen. Wahrheit oder politische Spielereien? Eilam arbeitet zur Zeit am Institut für für Studien zur nationalen Sicherheit (INSS). Lesen Sie selbst.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4517536,00.html