“Rückseite des Mondes”

Die Schriftstellerin Eva Menasse hat zusammen mit anderen Autoren* Hebron besucht. In der Stadt im Westjordanland leben etwa 30.000 Palästinenser und 800 israelische Siedler. Die Stadt war bereits Schauplatz von Vertreibung, Massakern und tagtäglicher Gewalt.

Am Tag in Hebron führte Yehuda Shaul von der israelischen Organisation „Breaking the Silence“. Schon allein das provoziert.

*Schriftsteller und Publizisten aus der ganzen Welt sind durch Israel, das Westjordanland und US-Autor Dave Eggers auch nach Gaza gereist. Aus den sehr verschiedenen Eindrücken entsteht eine Anthologie zum 50.Jahrestag des Sechs-Tage-Krieges und dem Beginn der Besatzung. Herausgeben wird das Buch im kommenden Jahr von Pulitzer-Preisträger Michael Chabon und dessen Frau, die aus Israel stammende Autorin Ayelet Waldmann.

 

 

Duma. Das Dorf, das nicht mehr schläft

Im Juli 2015 schmissen radikale Siedler einen Brandsatz in das Haus der Familie Dawabsche in Duma im Westjordanland. Nur Ahmed, damals fünf Jahre alt, überlebte schwer verletzt. Ein Jahr danach ist in dem Dorf nichts mehr, wie es einmal war.  Weiterlesen

 

Der Streit ums Wasser

30 Grad im Schatten, und das Wasser im Westjordanland fließt – nicht. Wasserknappheit spielt dabei weniger eine Rolle als – wie so oft in dieser Gegend – der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Eine Reportage von Eva Lell  Weiterlesen

 

Die Hoffnung auf Geiseln: Zehn Jahre nach Gilad Shalit

Maher Abu-Karsh ist ein Mörder. Heute hat er einen Geflügelladen in Gaza-Stadt. Viermal lebenslänglich sollte er hinter Gittern sitzen. Doch dann tauchte 2006 zum ersten Mal der Name Gilad Shalit auf. Für Maher Abu-Karsh sollte er Freiheit bedeuten.  Weiterlesen

 

Vom Kriegshelden zum Verräter

Diffamierung in sozialen Netzwerken

Auf seine Zeugenaussage folgte ein Shitstorm: Der Kommandeur Tom Naaman sagt vor Gericht aus und belastet damit seinen Unteroffizier Elor Azaria. Suche nach der Wahrheit, nennen das die einen. Verrat, die anderen – und machen den Kriegshelden Naaman zur Zielscheibe in sozialen Netzwerken. Weiterlesen

 

Eine diplomatische Laune?

In Paris sind die Außenminister aus 28 Staaten zu einer Nahost-Konferenz zusammengekommen. Wir berichten in einer Audio-Reportage über die Ausgangslage in Nahost und weiter unten im Text über die Haltung zur Konferenz bei Israelis und Palästinensern.

Im israelischen Parlament, der Knesset gibt es eine fraktionsübergreifende Gruppe der Siedler. Deren Sprecher ist Yoav Kisch vom Likud. Kisch hält die französischen Nahost-Initiative für eine diplomatische Laune.  Weiterlesen

 

Schwarzes Gold, schwarze Lunge

Ohne Schutzkleidung, ohne Versicherung stellen Arbeiter im Westjordanland Holzkohle her. Sie nennen das Produkt “schwarzes Gold”, auch wenn die Herstellung ihrer Gesundheit schadet. Denn die Menschen im “Tal der Kohle” sind auf das Geschäft angewiesen.

 

Ein Museum für Palästina

Nach jahrelanger Planung eröffnet heute das Palästinensische Museum in Birzeit bei Ramallah. Auf Ausstellungen, Kunst oder Artefakte müssen die Besucher aber zunächst verzichten. Der Museumsdirektor hält das aber für gar nicht so verkehrt. Weiterlesen

 

Obdachlos auf Befehl

Im Westjordanland sind seit Jahresbeginn hunderte Palästinenser obdachlos geworden. Die israelische Militärverwaltung zerstört Zelte und Hütten, die Lebensgrundlagen der Familien sind betroffen. Gemessen wird dabei aber nach zweierlei Maß.

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“Tag des Bodens” – Impressionen aus 40 Jahren

1976 organisieren palästinensische Israelis Protestmärsche gegen geplante Landenteignungen im Norden Israels. Sechs Demonstranten werden während eines massiven Einsatzes der israelischen Sicherheitskräfte getötet. Seither begehen Palästinenser am 30. März mit Protest-Kundgebungen den “Tag des Bodens”.

“Wie ein Fremder im eigenen Land”

Interview zu 40 Jahre Tag des Bodens mit dem Politikwissenschaftler Amal Jamal, Universität Tel Aviv.