Wenn man über den Erez-Checkpoint (eine riesige, klimatisierte Schließanlage) in den Gaza-Streifen will, muss man nach allerlei Türen und Toren durch einen Stacheldrahttunnel. Der ist fast zwei Kilometer lang. Bisher musste man gehen. Mit all dem Gepäck. In der Sommerhitze war das nicht lustig. Auch wenn ringsum geschlossen wurde war das nicht lustig. Und auch nicht einfach war es für behinderte und alte Menschen, die nach Israel zum Arzt durften.
Doch jetzt seit Kurzem gibt es ein Tunnel-Mobil! Wahnsinnig schnell und für mindestens vier Personen konzipiert (Heute habe ich sechs Passagiere gesehen!) ! Es passt auch genau durch die Betonpolder in der Mitte, hinter die man sich werfen kann, wenn geschossen wird. Der Fahrer: Ein Profi. Passieren darf nämlich nichts in der Einöde. Rettung ist weit weg, im Niemandsland. Auch wenn überall Kameras sind. Macht aber echt Spaß. Leider holt einen die Wirklichkeit wieder schnell ein.
Hinter den Sperranlagen beginnt eine andere Welt. Kinder sammeln Bauschutt, Pferdekarren dominieren das Straßenbild, die Menschen leiden unter hoher Arbeitslosigkeit und Armut. Raus dürfen nur die Wenigsten. (Vorbeugend: Ja, natürlich: Es gibt auch Reichtum im Gaza-Streifen. Aber nur für die Wenigsten!!)
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